frank41542Themenstarter215 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 · #1
Habe mir jetzt auch endlich eine DSRL gekaut: Sony Alpha 300 mit einem Tamron 18-250mm, 1:3.5-6.3. Bisher habe ich mit einer Canon G7 einfach draufgedrückt und war auch ganz zufrieden, aber man sieht ja an Euren Bildern: es geht immer noch mehr 😉
Die Alpha 300 hat 10MPix, einen optisch Verwacklungsschutz im Body, KB-Brennweite bis 375mm (bzw. 1500 digital) und eine Linsenreinigungsfunktion.
Habt Ihr ein paar Spezial-Afrika-Tipps zu Ausrüstung und Einstellungen für mich?
Habe noch 7 Monate Zeit um üben 🙁 und will mir die Zeit mit ausprobieren vertreiben 🙂
Nimm wenn immer möglich ein Stativ mit für die Grenzlicht-Verhältnisse, z.B. Dämmerung. Da geht's in Afrika ab. Spare nicht am Objektiv, denn nicht die Kamera, sondern das Glas davor macht die Qualität der Bilder aus. Möglichst lange Brennweiten bringen die Tiere näher ran. Und sonst gilt üben, üben, üben, zum Beispiel Reaktionsfähigkeit: Spielende Kinder, bewegende Objekte, Bilder in der Nacht etc. Du wirst sehen, es macht Spass! Viel Vergnügen!
Zimpix
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
Die Sony i. V. m. dieser Linse ist wird Dir keine besseren Fotos bescheren als die G7 - vielleicht sogar noch viel weniger. Es gibt mehrere Gründe dafür. Neben der (noch) fehlenden Erfahrung, ist das Objektiv ein sog. "Suppenzoom" und außerdem geht man bei einer DSLR davon aus, dass Bilder nachbearbeitet werden müssen, d. h. Du musst Dich mit Photoshop & Co. auseinandersetzen.
Alternativ bleibt nur alles auf Automatik zu stellen, nur dann hättest Du Dir keine SLR kaufen sollen, zumal der Vorteil einer SLR in den Wechseloptiken liegt und nicht darin, dass man ein Immerdraufobjektiv kauft. Sieh es also als Einstieg in die DSLR-Technik.
Dennoch empfehle ich Dir erst mal alles in Automatik zu fotografieren und die autom. Einstellungen der Cam bzgl. Blende und Zeit und ISO zu beobachten und dann Schritt für Schritt auf die Kreativprogramme umzustellen.
Tipps wie "Blende 8 wenn die Sonne lacht" solltest Du Dir aneignen.
Ansonsten lerne die Ausrüstung kennen, lerne die Schwächen und Stärken und nimm Dir Zeit beim Fotografieren - Schnappschüsse sind was für Knipsen. 😉
Tipp: in Afrika unterbelichte ich meine Fotos mind. um 1/3.
Wie oben schon geschrieben, ist das Objektiv mit 375mm das mindeste, was du brauchst. Die Tiere kommen zwar alle nah an das Auto heran, aber oftmals nicht nah genug. Sobald Du Nahaufnahmen von Tieren schießen willst, werden 375mm zu wenig sein.
Meine Kamera hat einen Crop-Faktor von 1.3x. Zum Einsatz kommt bei mir ein 100-400mm Objektiv, bei dem ich sogar oftmals noch einen 1.4x-Konverter schraube. Verwirrt? Rechnen wir mal nach:
Du brauchst eine große Brennweite auch bei Sonnenuntergängen, wenn die Sonne halbwegs groß im Bild erscheinen soll.
Die Sache mit dem Stativ ist eine Glaubensfrage. Ich habe auch immer (!) eines dabei und setze es auch ein. Es gibt noch die Möglichkeit, die ISO-Zahl hochzuziehen und per Software zu entrauschen. Die bessere Qualität ist natürlich eine geringe ISO-Zahl. Es hängt natürlich davon ab, WAS du knipsen willst. Bei Aufnahmen, wo sich etwas bewegt nutzt dir das Stativ nichts 🙂
Geh mit deiner Kamera doch einfach mal in den nächsten Zoo. Die Tiere sind dort oftmals ähnlich weit entfernt von dir und können nicht abhauen 🙂
😄 Schön dass du auf eine DSLR umgestiegen bist. Die technische Qualität deiner Bilder wird damit gegenüber der G7 sicher besser sein. Wie bereits erwähnt, ist Brennweite alles. Mit dem Crop der Alpha kommst du schon mal in eine gute Ausgangslage. Obwohl mehr Brennweite natürlich mehr wäre, aber eben auch eine Preisfrage 😄 😄 😄
Ein Stativ würde ich auf jeden Fall mitnehmen da die Lichtstärke deines Objektivs bauart bedingt doch bescheiden ist. So hast du morgens und abends mehr Reserve, der Image Stabilzer der Kamera wird dabei zusätzlich helfen. Abhängig von deinen Qualitätsansprüchen wäre auch der Kauf eines Konverters 1.5 zu prüfen. Der verlängert bei optischen Einbussen die Brennweite nochmals, benötigt dazu allerdings eine zusätzliche Blende mehr an Licht. Ob die erzielbare Qualität dir noch genügt musst du selbst herausfinden.
In jedem Fall prüfen würde ich die Randschärfe des Tamrons bei extremen Weitwinkel-Aufnahmen (
Bei Aufnahmen, wo sich etwas bewegt nutzt dir das Stativ nichts 🙂
Lieber Holger
Da möchte ich klar widersprechen. Auch bei bewegten Objekten bringt das Stativ etwas. Denn Bewegungsunschärfe kann durchaus attraktiv sein, ist in den meisten Fällen sogar ein ganz tolles Stilmittel - aber nur, wenn der Rest auf ein scharfes Bild schliessen lässt und nicht einfach alles verwackelt ist ...
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
Abhängig von deinen Qualitätsansprüchen wäre auch der Kauf eines Konverters 1.5 zu prüfen.
Lass Dir in Verbindung mit Deiner genannten Optik bloß nicht so ein Teil einreden.
Die Lichtstärke des Objektives ist eh schon sehr gering und da die besten Aufnahmen in den Dämmerungsphasen geschossen werden, ist das schon ein Nachteil - mit Konverter aber noch viel schlimmer.
Zwar stimmt es, dass man Brennweite in Afrika nie genug haben kann, aber der Fotograf macht die Bilder, nicht die Brennweite.
Da möchte ich klar widersprechen. Auch bei bewegten Objekten bringt das Stativ etwas. Denn Bewegungsunschärfe kann durchaus attraktiv sein, ist in den meisten Fällen sogar ein ganz tolles Stilmittel - aber nur, wenn der Rest auf ein scharfes Bild schliessen lässt und nicht einfach alles verwackelt ist ...
Ich weiß:
Man muss sich dessen nur bewusst sein, was letztlich dabei herauskommen kann. Es nutzt nicht mehr viel, wenn die Kamera man bei Fast-Dunkelheit 3 Sekunden Belichtungszeit meldet und ein Vieh von rechts nach links durch das Bild huscht. 🙂
Die Lichtstärke des Objektives ist eh schon sehr gering und da die besten Aufnahmen in den Dämmerungsphasen geschossen werden, ist das schon ein Nachteil - mit Konverter aber noch viel schlimmer.
Dem kann ich nur zustimmen. Die Belichtungszeit wird länger, du schraubst die ISO hoch, bis es nur noch rauscht und glücklich bist du anschließend mit dem Ergebnis nicht mehr.
Bedenke, dass du ein verwacklungsfreies Foto nach der Theorie nur bei einer Belichtungszeit von 1/Brennweite bekommst. Bei 375x1,5 wären das etwa 562mm Brennweite. 1/562tel Belichtungszeit bekommst du mitten am Tag hin, jedoch nicht mehr, wenn die Sonne gerade unter/aufgeht.
Es würde aus meiner Sicht Sinn machen, die Bilder später eher zu beschneiden. Bei einer Ausgangsgröße von 10 Megapixel bleiben bei dem gecroppten Bild nachher noch 5 übrig. Das reicht für Web und Print bis DIN A4.
frank41542Themenstarter215 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 · #11
Schon mal besten Dank für die ersten Tips! 🙂 Bin jetzt erst mal etwas entäuscht, dass mein neues Baby so schlecht abschneidet in Eurer Gunst, aber das muss ich dann wohl mit eigenem Können" ausgleichen 😉
Gute Photoshopkentnisse sind schon mal beruflich vorhanden. 🙂
Da wir schon einige Male in Afrika waren, haben wir auch die meisten Tiere schon "in Nahe". Eine Löwenfamilie hatte sich z.B. einmal freundlicherweise neben unserem Wagen niedergelassen zum "schatten". Glück statt Technik! 😉
Mit unseren Landschaftsaufnahmen sind wir aber immer unzufrieden gewesen. Viel zu geringe Schärfe, blasse Farben und Kontraste und irgendwie war nie das drauf, was das Auge gesehen hatte.
Zwar stimmt es, dass man Brennweite in Afrika nie genug haben kann, aber der Fotograf macht die Bilder, nicht die Brennweite.
Da hast du sicherlich Recht. Andererseits nutzt es dir nichts, wenn du DAS Foto schlechthin schießen willst, es aber nicht kannst, weil deine Hardware nicht ausreicht 🙂
Hi frank..., wie Du siehst gibt es beim Fotografieren, wie fast überall, viele Religionen 🙂
Du bist ins DSLR-Geschäft eingestiegen und willst Tipps, da hast jetzt aber mehr als genug, und so richtig den Durchblick bekommst Du bei den teils widersprüchlichen Antworten auch nicht. Laß mich mal zusammenfassen:
- Dein Tele ist gut, vielleicht nicht so lang wie es sich jeder wünschen würde aber ich denke für die erste Fahrt ausreichend. Von einem zusätzlichen Konverter würde ich Dir wegen der nachlassenden Qualität und Lichtstärke abraten.
- Ein Stativ solltest Du mitnehmen wenn Du Panoramaaufnahmen, Nachtaufnahmen oder ausgesprochen Dämmerungsaufnahmen machen willst, aber bedenke: Die meisten Tieraufnahmen macht man aus dem Auto, da kann man ein normales Stativ nicht gebrauchen, besorg Dir einen Bohnensack oder laß ihn die von jemanden der gut nähen kann aus Fensterleder nähen, den hängst Du Dir dann über die Fensterscheibe und stützt dann die Kanone darauf ab: http://www.namibia.kubik.de/alben/00_susi/slides/DSC00942.html
- Die Tipps wie "ich belichte immer um... unter oder über" basieren immer auf den Erfahrungen mit der jeweiligen Kamera, die kannst Du so nicht 1:1 übernehmen, da Du ja nicht weißt welche Kamera der Tippgeber hat. Sowas solltest Du zuvor selbst ausprobieren!
Jetzt zu meinem wichtigsten Tipp: - befasse Dich mit der RAW-Fotografie, Deine Kamera bietet Dir die Möglichkeit die gemachten Bilder nicht nur als jpg sondern als RAW abzuspeichern. Dies bedeutet zwar daß weniger Bilder auf die Speicherkarte passen, weil RAW nicht so stark komprimiert wird wie jpg, es gibt Dir aber für die Nachbearbeitung VIEL mehr Spielraum den Du nicht verschenken solltest. Es gibt im Netz viele Quellen zur Schulung in Sachen RAW, mein Tipp sind die Video Tutorials hier: http://www.galileodesign.de/katalog/buecher/titel/gp/titelID-1262?
Das setzt natürlich mindestens Adobe Photoshop Elements voraus, um das Du aber sowieso nicht vorbeikommst.;) Noch besser wäre sicherlich gleich auf Adobe Lightroom zu gehen und dafür ein günstiges oder freies Bearbeitungsprogramm zu verwenden.
Hoffe Dich nicht allzu verwirrt zu haben, wenn ja kannst Du ja gerne auch als PM nochmal nachfragen. Auf meiner Website zu Namibia (s. Signatur) findest Du sicherlich noch ein paar Tipps zur Ausrüstung!
heuchef911 Beiträge · seit 200721. Apr. 2008 · #14
Kubik schrieb:
Das setzt natürlich mindestens Adobe Photoshop Elements voraus, um das Du aber sowieso nicht vorbeikommst.;) Noch besser wäre sicherlich gleich auf Adobe Lightroom zu gehen und dafür ein günstiges oder freies Bearbeitungsprogramm zu verwenden.
Hallo Jochen,
da ich mit meiner Samsung GX10 parallel zu jpg auch RAW-Dateien speichern kann (und dafür halt eine weitere 4 GB Karte kaufen sollte 🤨 ), würde ich vielleicht auch auf zumindest teilweise die RAW-Bearbeitung wechseln.
Bisher habe ich mit ULEAD Photoimpact12 bearbeitet und bin damit eigentlich einigermaßen zufrieden - kenne aber auch Photoshop nicht näher. Nachdem nicht nur Du Photoshop als "das Profi-Programm" bezeichnen, überlege ich mir den Wechsel.
Dabei ist CS3 natürlich nicht gerade billig und zu den absoluten Foto-Profis zähle ich mich auch nicht. Reicht Deiner Meinung Elements aus oder ist es nur eine bessere Notlösung.
Kann ich Lightroom auch mit Elements zusammen sinnvoll nutzen?
Als RAW-Bearbeitungsprogramm habe ich - noch nie ausprobiert - "SilverFast", das mit der Kamera geliefert wurde. Falls Du das kennst - vergleichbar mit lightroom??
1. Lightroom zur Verwaltung und "Entwicklung" von RAW Bilder verwenden. Hier kann man ALLE Bearbeitungen, die das ganze Bild betreffen vornehmen: - Farbtemperatur - Helligkeit - Kontrast - ... und zusätzlich "Rote Augen" und "Ausflecken" super leicht und "nicht destruktiv" vornehmen.
Ein besseres Programm zur Sortierung, Verwaltung, Bewertung, Verschlagwortung, usw. gibt es m.E. zur Zeit auf PC-Ebene nicht.
2. das vorhandene Bildbearbeitungsprogramm für eventuelle Retouchen verwenden.
Lightroom kann selbstverständlich sehr gut mit Elements benutzt werden!
Elements ist für den Normaluser voll ausreichend CS3 muß nicht sein, viel zu teuer!!!
Wer aber mit Elements anfängt hat es später leichter mit dem Umstieg auf CS3 (4,5,6, 😉 )
Ist es bei RAW nicht normal, dass sich JPEG-Files in den RAW-Files automatisch befinden? Bei Canon ist das jedenfalls so, vielleicht bei deiner auch. Damit könnte sich die Parallelspeicherung erübrigen.
Lightroom in Verbindung mit PS CS3 ist schon geil. PS ist sicherlich DAS Profiwerkzeug, was in jeder Agentur verwendet wird. Es bietet einen Funkionsumfang, den auch Profis selten ausreizen werden. Der Preis ist leider auch SEHR profesionell. Ich muß es mir netterweise nicht kaufen, da ich es beruflich einsetze (hab die ganze Production Suite). Ansonsten alte Version bei ebay schnappen und Update machen, ist deutlich billiger. Wenn Du Dich für Lightroom interessierst, dann warte noch, bis die 2.0 aus dem Beta-Stadium raus ist, es gibt doch sehr viele Verbesserungen. Allerdings solltest Du Dir überlegen, ob es wirklich PS CS3 werden muß. Die Hardware sollte schon "etwas" 😊 mehr bieten. Elements oder die vielen Produkte auf dem Markt könne auch sehr viel. Bei den meisten kannst Du eine 30-Tage-Testversion runterladen und es mal ausprobieren.
@Frank - ursprüngliche Frage Dein Zoom ist sicherlich nur ein Anfang. Den eigentlichen Vorteil einer (D)SLR, d.h Wechseloptiken nutzt Du damit nicht aus. Allerding gehen die Optiken (vor allem, wenn sie lichtstärker werden) ziemlich ins Geld. Aber wenn Du Spaß am Fotografieren hast, wird da nach und nach noch Zuwachs kommen. Da es ja eine digitale ist: AUSPROBIEREN, Du hast 7 Monate Zeit.
Schau mal in die FAQs für's fotografieren, da findest Du noch allerhand nützliches Zeug.
Ist es bei RAW nicht normal, dass sich JPEG-Files in den RAW-Files automatisch befinden? Bei Canon ist das jedenfalls so
Canon Bedienungsanleitung lesen! JPEG in verschiedenen Kompressionsgraden, RAW allein oder RAW + eingebettetes JPEG. Letzte Variante brauch auch am meisten Platz auf der Speicherkarte! Lg Walter
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200721. Apr. 2008 · #20
holger schrieb:
Ist es bei RAW nicht normal, dass sich JPEG-Files in den RAW-Files automatisch befinden? Bei Canon ist das jedenfalls so, vielleicht bei deiner auch. Damit könnte sich die Parallelspeicherung erübrigen.
Das wäre mir neu, dass so etwas "automatisch" passiert. Man kann es aber bei den Canons einstellen - RAW plus JPEG. Vielleicht kannst Du uns helfen 😉
Thema Lightroom: ich nutze es in der Version 1.4 - ist schon eine tolle Sache. Probleme hat die Version allerdings mit der Anzeige von Panoramen (soll ab 2.0 möglich sein, ist aber noch beta) - diese können nebenbei gesagt auch nicht mit Lightroom erzeugt werden.
Für die meisten Anwender reicht Lightroom vermutlich aus - es sei denn, Du willst kreativ werden und Bilder stark verfremden. Dann führt der Weg nur über Photoshop...
Sinn macht auf jeden Fall das Fotografieren im RAW Format. Du solltest auf jeden Fall Wert darauf legen, dass Bilder scharf werden, Belichtung, Kontrast, Farbe usw. lassen sich per Software korrigieren, fehlende Schärfe jedoch nicht. Daher wenn möglich mit Auflage - und wenn es nur der Türrahmen ist - und entsprechend kurzen Belichtungszeiten arbeiten. Die grobe Faustformel in Abhängigkeit von der Brennweite und dem Crop ist hier ja schon genannt worden.
Auf der anderen Seite: lass Dich hier nicht verrückt machen, für Bilder bis DIN A 4 dürftest Du genügend Schärfe hinbekommen.
Viel Spaß im Urlaub. Lass ihn Dir nicht durch das Fotografieren vermiesen.