HMharald and maudeThemenstarter55 Beiträge · seit 200727. Dez. 2007 · #1
.... kennt jemand hier ein Buch, das uns auf die Begegnung mit wilden Tieren in Botswana vorbereiten kann? Oder habt Ihr Tipps für uns? Wie verhalte ich mich einem Löwen gegenüber, einem Elefanten, einer Schlange? Würde gerne darüber lesen, das Buch auch mitnehmen wollen. Wir fahren im Januar nach Namibia/Botswana. Freu mich natürlich aber genauso über Antworten hier im Forum! Lieber Gruß Maude
Ich nehme an, Du meinst das mit Deiner Frage ernst. Ich denke, Sicherheitsabstand ist das aller wichtigste. Gebrauchsanleitungen für wilde Tiere wird es nicht geben. Jedes ist anders. Ausserdem: das Buch hilft nicht mehr viel weiter wenn ein Löwe oder Elefant vor Deinem Zelt steht. Ich würde mich "tot" stellen und das Tier nicht reizen. Und Schlangen, bis auf die Puffotter, flüchten ja bekanntlich. Wenn Du ihnen zu nahe gekommen bist, hilft Dir vermutlich nur noch das Gegengift. Nein Spass beiseite, ich fand Deine Frage wirklich nicht nur lustig.😈 Du bekommst sicher noch ernsthafte Antwort. Gisela
wenn ich mir dein Avatar-Bild ansehe, hast du dir die Frage doch offenbar schon selbst beantwortet 😉
Viel Spaß Armin
Filminfo265 Beiträge · seit 200727. Dez. 2007 · #6
Hallo Maude und Harald,
die Frage, wie man sich gegenüber den Wildtieren im Südlichen Afrika verhält ist berechtigt - gerade, wenn man zum ersten Mal nach Botswana reist. Zugegeben, ein spezielles (überlebens-)Buch habe ich bisher noch nicht entdeckt. Es ist eher die Summe aller Informationen .... die man mit den Jahren sammelt. Stöbert mal in den Buchregalen - in vielen guten Reiseführern werden die Tierverhalten beschrieben.... so z.B im Hupe-Verlag " Reisen in Botswana"
Aus eigener Erfahrung kann ich Euch aber beruhigen.... Buschregeln sind schnell und einfach zu begreifen.
Die wichtigste Grundregel ist der respektvolle Abstand von allen Wildtieren. Es wurde von Fällen berichtet, da konnte der Fotograf immer noch nicht nah genug an den Elfenaten heranpirschen .... bis der Elefant ROT sah.... mit tödlichem Ende.
In der Regel ist man im Fahrzeug unterwegs... und darin (meistens) sicher. Zu ernsthaften Begegnungen kann es besonders in den Camps kommen. Sicherheitstipp: Obst oder Gemüse unbedingt geruchsdicht im Camp lassen! Die Elefanten unternehmen nur alles mögliche, um eine Orange oder einen Apfel zu ergattern. Wenn es zu brenzligen Situationen mit Löwen kommen sollte: da Löwen feige sind, kann man sie meist mit lautem Gebrüll vertreiben. Nachts hat man das Gefühl man wird von tausend Augen beobachtet. Am Lagerfeuer schmeckt das kühle Bier besonders gut - doch Vorsicht: der Weg zu einem sanitären Ort kann spannend werden. Also abends lieber weniger trinken, als nachts um sein Leben laufen (oder , eine Notbox mit ins Dachzelt nehmen🤔 )
In manchen Camps sind die Affen die "wahren Herrscher" über das Land: die Affen haben gelernt, Kühlboxen zu öffnen - unserem Nachbarn wurde im Moremi Xakanaxa Camp in der Nacht die kpl. Kühlbox von den Affen entwendet. Also alles immer im auto verschließen!
Insgesamt kann ich nur sagen: Eine Reise in Botswana ist immer ein Abenteuer - aber i.d.R. kalkulierbar. Die Buschregeln lernt man wirklich schnell - Respekt vor Wildtieren.
Ich wünsche euch eine erlebnisreiche und sichere Reise, mit Grüssen vom Bodensee Dieter
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200627. Dez. 2007 · #7
harald and maude schrieb:
Wie verhalte ich mich einem Löwen gegenüber, einem Elefanten, einer Schlange? Würde gerne darüber lesen, das Buch auch mitnehmen wollen.
... das ist gut. Mit dem gescheiten Buch kann man 'ne kleine Schlange (oder Skorpione) notfalls auch erschlagen ... 😉 Schlangen hauen normalerweise ab (da sie über die Erschütterungen des Bodens erkennen, daß ihr als Beute zu groß seid und unnötigem Ärger aus dem Weg gehen). Das gilt natürlich nur, wenn man ihnen die Möglichkeit lässt. Eine Schlange, die sich in ein Zimmer der Unterkunft verirrt hat, hat diese Möglichkeit nicht. Dumm, wenn sich 'ne Speikobra verirrt hat. Wenn eine Schlange im Geäst von Bäumen hockt, unter das man sich setzt, kann man ihnen auch (unbemerkt) die Fluchtmöglichkeit nehmen. Augen auf. Die faule Sau von Puffotter wurde ja schon erwähnt. Liegt faul rum und vertraut auf ihre Tarnung. Tritt man drauf, wirds sehr unangenehm und echt gefährlich. Dagegen hilft nur, zu schauen, wohin man tritt. Ansonsten ... die meisten Leute, die nicht direkt nach Schlangen suchen, bekommen nur sehr selten eine zu Gesicht. Triffst Du im Supermarkt auf eine Schlange, stell Dich hinten an ... 😉
Bei Löwen: Zu Fuß eine prekäre Situation. Auf keinen Fall wegrennen, eher langsam rückwärts den Rückzug antreten, im Dunkeln mit Taschenlampe direkt anleuchten, Gegenstände wie umgestürzte Bäume, Gräben u.ä. zwischen sich und Löwen bringen (psychologische Barriere, hält Tiere oft vom Angriff ab), dabei kräftigen Ast für den Fall des Falles aufsammeln. Im Falle eines Angriffs Krach machen und wehren. Sehr geringe Chancen, aber nicht aussichtslos (außer bei mehreren Tieren). Im Auto kein Problem, da die meisten Wildkatzen nicht selektiv sehen können. Sie werden Dich im Innern des Autos i.d.R. gar nicht identifizieren können. Im Zelt: Geschlossen halten und drin bleiben.
Bei Elefanten: Nicht drauf zu laufen oder fahren. Kann passieren, daß sie dann zeigen wollen, wer der Stärkere ist. Möglichst stehenbleiben und abwarten bzw. langsamen Rückzug antreten und möglichst keine Geräusche von sich geben (das Zischen beim Öffnen einer Colaflasche kann schon zuviel sein). Sind gegenüber Zelten normalerweise "rücksichtsvoll". Aufpassen, daß nachts keine heißen Feuerstellen übrigbleiben, wo sie in heiße Asche/Glut treten könnten. Dann wirds wohl unangenehm ...
Gruß Wolfgang (habe mich mit Tierbegegnungen aufgrund meiner Art des Reisens einigermaßen befasst und habe kürzlich drei Elefanten mit dem Fahrrad aus ca. 20 Metern "aufgescheucht". Die mit Abstand gefährlichsten Viecher aber sind die Flußpferde. Kommst Du in Regionen mit diesem Getier, mache Dir lieber darüber Gedanken).
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Es gab auch schon auf unseren Breitengrad Angriffe von "wilden Tieren" sprich Kühe auf der Weide, gegenüber Ausflüglern und Urlaubern, aber meist durch falsches Verhalten, und es gibt kein Rezept richtiges Verhalten gegenüber Tieren, man soll nur den Lebensraum und die Gewohnheiten der Tiere respektieren.Es werden oft bei Game Drive´s Tier mit Autos, leider auch durch Guide in die Enge getrieben und irgendwann brechen sie aus, und sind nicht mehr berechenbar, kann auch für nachfolgende Tierbeobachter gefährlich sein, also " In der Ruhe liegt die Macht".
Lie Grü Tracsl (Austria)
HMharald and maudeThemenstarter55 Beiträge · seit 200728. Dez. 2007 · #9
Hallo Bike-Afrika
hab´ köstlich gelacht und bin herzlich dankbar für Deine Ratschläge! Mücken können wir allemal mit dem Buch erschlagen - ansonsten sollte es wohl groß genug und dick genug sein, um dem Löwen zu imponieren - vielleicht mit einem beeindruckenden Löwenportrait vorne drauf?
Also - nochmal herzlichen Dank für Deine wunderbare Hilfe! Maude
Hallo Bazi, nein wirklich, ich meinte das richtig ernst. Jetzt bitte nicht lachen - wir waren heute im Zoo - und da war dieser Graben und eine Glaswand - aber als dieses Panzer-Rhino so ziemlich nah vor mir stand - ehrlich, da hab´ ich Respekt. Da habe ich mir ernsthaft gedacht, also, die Sprache kann ich nicht lernen (zu viele Tiere) aber so ein paar Grundregeln wären sicher angebracht.... Herzlichen Dank für Deine Hilfe! Maude
als ich grad vorher nochmal ins Internet geschaut hab´ da war die Freude groß über so viele Antworten! Und ich meine das wirklich ernst mit meiner Frage...
@ Carsten Möhle - danke für die Literatur-Hinweise - werde mir die Bücher gleich besorgen - bei der Gelegenheit wir wohl auch mein Englisch wieder aufgefrischt.... einen Führer haben wir leider nicht - Harald ist meine Führer und ich seiner .... oder besser das Auto? Na - Spaß beiseite....
@ Armin - ja, ich war schon in Namibia - aber je mehr ich mich mit Botswana befasse, erscheint mir Namibia eine Reise ins benachbarte Österreich gewesen zu sein! Der Platz auf dem Dach war trotzdem nicht der Schlechteste.... wir haben natürlich ein Dachzelt 🙂
@ Filminfo - auch Dir herzlichen Dank für die ausführliche Hilfe... Solange man/frau im Auto bleiben kann... aber wie bereits gesagt, ich bin für jede Verhaltens-Hilfe sehr dankbar. Normalerweise habe ich immer versucht, ein wenig die Landessprache zu lernen - ein paar Brocken ovambo, San-Sprache erscheint mir äußerst schwierig - aber die Tiersprache ist gänzlich Neuland für mich und ich finde es außerdem ziemlich spannend!
HERZLICHEN DANK FÜR JEDE EURER HILFEN und ich freue mich auf Geschichten aus dem Reich der wilden Tiere.
... lieber unter der Palme als auf der Palme ...
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200628. Dez. 2007 · #12
Hallo,
aus eigener Erfahrung kann ich folgendes schreiben.
Dieses Jahr in Botswana hatte ich eine kleine Reperatur hinten am Fahrzeug, während ich so rum bastelte und dann mal zur linken Seite schaute sah ich ein prächtiges Löwenmädchen auf mich zu kommen.
Etwas überrascht von der Situation tat ich erst mal gar nix, rief meiner Frau (nicht sehr laut) und forderte sie auf in das Fahrzeug ein zu steigen.
Die Löwin näherte sich bis etwa 2,3 Meter an mich heran (kein Jägerlatein) und lief seitlich an mir vorbei um sich unter einem etwa 10 Meter entfernten Busch nieder zu lassen.
Da ging ich ganz langsam rückwärts zum Auto um die Fotokamera zu holen und fotografierte die Scene 🤩
Anschliessen während sich die Löwin der Fellpflege widmete beendete ich die kleine Reperatur immer mit dem Blick zur Löwin die keine anstalten zeigte lust auf ein Touri-Häppchen zu haben.
Ich weiss nicht ob es Reflex war oder nicht, aber mir scheint wichtig in solchen Situationen erst gar nicht zu reagieren sprich davon zu eilen.
Ruhig bleiben, und ganz langsam versuchen rückwärts in eine sichere umgebung (zB Auto) zu kommen. Keinesfalls Blickkontakt herstellen und "NIE" den Rücken zu wenden oder wegrennen - weil dann hast du verloren, durch das Rennen würdest du vemutlich den Jagttrieb der Schmusekatze wecken.
Wenn ihr das Auto verlassen müsst, schadet es nicht dieses an einer übersichtlichen Stelle zu tun und ein paar Minuten das Gelände zu beobachten, dabei ist zu beachten das liegende Tiere im Grass auch dann schwer zu erkennen sind.
So viel ich weis hat es im Ivanowski Reiseführer Botswana ein paar grundlegende Tipps zum Verhalten gegenüber von Wildtieren.
Würden dies alle beherzigen hätten vll die Holländer am Kwhai River es unterlassen nachts ein Flusspferd mit der Taschenlampe an zu leuchten aus etwa 5 Meter
🤩
Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Hallo VA - uh oh - DAS war wirklich ein ABENTEUER! und eine ziemlich gute Reaktion! Hätte bestimmt keine Kamera mehr halten können, nach so einer Begegnung... Freu mich immer mehr auf Botswana (und bleib bestimmt im Auto) Lieber Gruß Maude
Hallo Maude nicht böse sein, ich nehm die Frage auch wirklich ernst. Man macht sich über solch unerwartete Begegnungen meist viel zu wenig Gedanken und reagiert dann vermutlich meistens falsch. Bin auch an jeglicher Information und den ev. Erfahrungen interessiert. Es sollte ein Spass sein. Gisela
harald and maude schrieb:
Hallo Bazi, nein wirklich, ich meinte das richtig ernst. Jetzt bitte nicht lachen - wir waren heute im Zoo - und da war dieser Graben und eine Glaswand - aber als dieses Panzer-Rhino so ziemlich nah vor mir stand - ehrlich, da hab´ ich Respekt. Da habe ich mir ernsthaft gedacht, also, die Sprache kann ich nicht lernen (zu viele Tiere) aber so ein paar Grundregeln wären sicher angebracht.... Herzlichen Dank für Deine Hilfe! Maude
.... noch eine Frage - wie ist das eigentlich mit Affen? Bisher hatte ich nur friedliche Begegnungen. Allerdings war nach der Begegnung auch nix mehr von Brot oder sonstigen interessanten Dingen zu finden. Es gibt doch auch aggressive Affen - oder?
LG Maude
... lieber unter der Palme als auf der Palme ...
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200628. Dez. 2007 · #16
Hallo,
meine Erfahrungen mit Affen in groben Zügen,
an Touristischen Orten wo sie (leider) angefüttert werden sind sie zu weilen auch agresiv und holen sich was sie wollen.
Wo dies nicht der Fall ist und sie ihre natürliche Scheu vor Menschen bewahrt haben kann man recht nahe an ihnen vorbei gehen, meist ziehen sie sich zurück.
Wichtig ist zu wissen das Affen sehr neugierieg sind und auch extrem verspielt, darum immer alles schön aufräumen sonst sorgen die Affen für Ordnung.
Und das aller Wichtigste "" BITTE NICHT FÜTTERN" oder Essensreste rum liegen lassen oder wegschmeissen.
An den Picknikspots hat es in der Regel tiersichere Abfallbehälter, das mit dem Füttern gilt natürlich für alle Tiere !!
Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
rebecca935 Beiträge · seit 200628. Dez. 2007 · #17
Hallo Maude,
ich habe gerade das Buch gelesen: Safari mit Biss. Erlebnisbericht von Friedel Schneider• Broschiert: 319 Seiten Verlag: Schneider, Dr. Friedel; Auflage: 1 (Juni 2003) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3000112162 ISBN-13: 978-3000112164 Preis: EUR 14,90 Ich finde es gut geschrieben, spannend und wenn du auch noch die Gegend kennst ... ... bin ich froh, erst nach unserem Urlaub das Buch gelesen zu haben.
Wie schon Wolfgang schreibt, hat das gefährlichste Tier Afrikas kräftig zugebissen. 🤩
Gegen Affen hilft eine Steinschleuder - hat es jedenfalls bei uns.
Annette387 Beiträge · seit 200628. Dez. 2007 · #18
Hallo Maude, im Laufe der letzten Jahre hatten wir ganz schön häufig unbeabsichtigten nahen Kontakt mit wilden Tieren, die aber alle gut verliefen. Eine blöde Situation war die "Zerstörung" unserer Zelte während unser einstündigen Abwesenheit am Ihaha Campsite durch die "lieben" Affen. Sie hatten die Baumwollzelte als eine Art Trampolin verwendet gehabt, Gott sei Dank war nur ein Gestänge ganz im Eimer, wir hatten Ersatz dabei (Unsere Lehre daraus: Nie wieder aufgebaute Zelte unbeaufsichtigt stehen lassen). Glimpflich, aber vor allem im Nachhinein betrachtet nicht ungefährlich, waren kurze Kontakte wie der Büffel im Linyanti, der aus dem Schilf unmittelbar vor uns rausbrach, nachdem er dort wohl schon mindestens eine Stunde oder länger reglos auf unseren Abzug gewartet hatte (Wir hatten ihn nicht gesehen und gehört gehabt). Zum Glück blieb genügend Platz zum seitlichen Abzug für ihn, so dass er uns nicht angriff. Bekanntlich sind die Büffel neben den Hippos (welches wir auch schon am North Gate in der Nacht direkt vor unserem Bodenzelt stehen hatten - mit ohrenbetäubenden Schrei)die Tiere, wo man wirklich sehr aufmerksam sein muss. Wir haben dieses Jahr soviel direkten Kontakt an den jeweiligen Plätzen in den Botswanischen Parks gehabt, dass wir extra die Kategorie "Am Platz" einführten. Allerdings war die Reaktion manch anderer Camper z.B. am Savuti Campsite auf die dort schon seit Jahren direkt am Platz herumlaufenden Elefanten total übertrieben: Sie bauten eine Wagenburg und rangierten ihre 5 Fahrzeuge dafür im Dunkeln nervtötenden Weise eine Stunde lang hin und her, bis sie sich sicher fühlten. Derweil hatten alle anderen Camp-Besucher schon persönlichen Besuch der Elefanten erhalten gehabt, die bis zu einer Entfernung von einem Meter herankamen und nur mäßig interessiert waren - solange man ganz ruhig blieb.Im Savuti marschierte gleich zweimal an unserem Lagerfeuer ein Honigdachs vorbei (da hilft dann auch keine Wagenburg) und im Ihaha hatten wir morgens Besuch von einem recht frechen Warzenschwein mit ordentlichen Hauer.2008 machen wir nun unseren Field Guide und ich bin sehr gespannt, was wir in den vier Wochen stationären Aufenthalt in dem offenen Camp alles erleben und vor allem lernen werden. Anschließend werden wir ja für weitere sechs Monate unterwegs sein und dann - so hoffen wir - nicht allzu planlos auf entsprechende Situationen reagieren. Wir freuen uns auf jeden Fall schon in unserem Interesse und im Interesse unserer Mitreisenden, dass es schön, spannend, aber nicht gefährlich wird! Euch auch schöne Erfahrungen im wunderbaren Botswana! Annette PS: Sehr nett war letztes Jahr der Schakal, der quasi mit am Lagerfeuer in der Piper Pan im CKGR Platz genommen hatte. Es war so dunkel neben unserem Feuer, dass wir das ca. 2 m entfernte Tier erst gar nicht bemerkten.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200628. Dez. 2007 · #19
harald and maude schrieb:
.... noch eine Frage - wie ist das eigentlich mit Affen? Bisher hatte ich nur friedliche Begegnungen. Allerdings war nach der Begegnung auch nix mehr von Brot oder sonstigen interessanten Dingen zu finden. Es gibt doch auch aggressive Affen - oder?
... das kann ich aus fast täglichen Beobachtungen im deutschen Straßenverkehr bestätigen. Da gibts jede Menge aggressive Affen ... 😉
In Afrika ... Wirklich aggressive Affen, die auch auf einen zukommen, habe ich noch nicht erlebt, allerdings solche, die sich neugierig dem Zelt nähern. Da reicht es in der Regel schon, wenn man sich bückt. Einen Stein aufheben oder werfen muß man meist schon gar nicht mehr, weil die Viecher dann meist schon abhauen. Gefährlich kann es werden, wenn Affen -während man drinsitzt- durch ein offenen Seitenfenster ins Auto springen, weil sie was zum Fressen gesehen haben. Ist man irgendwo zu Fuß unterwegs und begegnet Pavianen (oder Warzenschweinen), sehe ich für mich zwei Varianten des Verhaltens. In den allermeisten Fällen hauen die Viecher fluchtartig ab und ich gehe einfach weiter. Manchmal bleibt ein kräftiges männliches Exemplar mit ordentlichem Gebiß auch einfach sitzen und scheint sich zu denken: "Komm Du nur, mit Dir werde ich schon fertig". Mit dem Fahrrad weiche ich dann auf die gegenüberliegende Straßenseite aus, zu Fuß mache ich lieber 'nen Bogen drum.
Andere Tiere, die gefährlich werden können: Spitzmaulnashörner - sehr angriffslustiges Getier. Es soll sogar schon mal eines eine Lokomotive angegriffen haben. Hyänen - einzeln eher feige, aber im Verbund ganz übles Viechzeugs. In Kenya wurde vor ca. 2 Wochen (glaube ich) ein Ma(a)sai-Hirte zuerst von einem Löwen attackiert, den er jedoch abwehren konnte. Kurz darauf griff ihn ein Rudel Hyänen an und hat ihn "zerlegt". Stand in Malawi in der Zeitung ... Flußpferde - werden schnell gefährlich, wenn man zwischen sie und das Wasser gerät. Das kann auch passiv geschehen, wenn die Viecher nachts beim Grasen und Umherstreuen plötzlich hinter dem Zelt stehen und erschrecken. Und ich habe mal gesehen, wie schnell die erschrecken können ... Moskitos - das sind die wildesten und gefährlichsten Tiere. Sie greifen Dich auf jeden Fall an und durch sie kommen die meisten Menschen zu Tode. Sie verbreiten außerdem einen Haufen üble Krankheiten, aber dagegen bist Du ja gewappnet. Du nimmst ja das Buch über Großwild mit, mit dem Du sie erschlagen kannst ... 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
War 03/2007 auf einer geführten Camping-Safari in Botswana. Das Land hat mich und meinen Freund total in den Bann gezogen - hatte zurück zuhause ziemliche Anpassungsschwierigkeiten.
Unseren Guide haben wir Abend für Abend am Lagerfeuer zum Thema Wildbegegnungen gelöchert.
Löwe - ruhig verhalten, stehen bleiben und langsam zurückziehen falls es brenzlig wird mit Taschenlampe in die Auge leuchten und sich groß machen --> wird sind überhaupt nicht ihre Beute, jagen tun sie in der Nacht und schlafen tagsüber meist, es gibt kaum Unfälle mit Löwen, es sei denn man rennt:) -->ein Krüger NP Guide hat mal von 23 Löwen erzählt, die neben einer Tourigruppe aus dem Gras hochkamen und es ist nix passiert
Elefant - zurück ziehen nicht zu nahe kommen, in Camps immer Rückzugsmöglichkeit geben, Zelte immer einen Elefant breit auseinander stellen - nicht in die Augen schauen - wird es brenzlig Krach mit Metallgegenständen machen und anschreien --> wird hatten einen aufmüpfigen Elefantenbullen im Camp und das hat gut funktioniert -->das man mit Elis ein Treffen hat ist wohl wahrscheinlicher als mit Löwen --> in Bots sind die allgemein etwas relaxter, weil hier nie Culling betrieben wurde wie in Namibia oder SA
Hippo - fern bleiben und nie zwischen sie und das Wasser kommen --> mit Hippos passiert am meisten
Nashörner - nicht zu nah ran, leise sein und zur Not wahrscheinlich verstecken - haben super Ohren und Nasen, aber sehr schlechte Augen