Virus afrikanus - Eine Studie

27 Antworten · 6'978 Aufrufe · gestartet 31. Juli 2007 von Riedfrosch
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Themenstarter1'335 Beiträge · seit 200631. Juli 2007 · #1
Es wird hier im Forum oft über den Afrika-Virus berichtet. Viele haben sich als Erkrankte geoutet.
Sicher hat sich bereits jeder gefragt, was sich hinter diesem Begriff verbirgt und ob man selbst betroffen ist oder gar davor Sorge haben muss. Wahrscheinlich haben auch schon Angehörige hier im Forum verzweifelt nach Hilfe gesucht.

Ich habe ein wenig empirisch geforscht und kann heute einige Ergebnisse präsentieren. Es ist jedoch so, dass ich die Mithilfe von Betroffenen und deren Angehörigen benötige um eine vollständige wissenschaftliche Beschreibung des Virus vornehmen zu können (dazu weiter unten).

Charakterisierung und Folgen der Infektion mit Virus afrikanus ssp. spec.

Morphologie und Charakterisierung des Erregers Virus afrikanus
Das Virus afrikanus kann in mindestens drei Subspezies unterschieden werden:
 Virus afrikanus ssp. namibiense
 Virus afrikanus ssp. botswanae
 Virus afrikanus ssp. suedafrikanus
Weitere Subspecies sind zu erwarten, jedoch noch nicht gefunden. Die Subspecies unterscheiden sich in erster Linie in der Form des Capsids, aber auch in der Basenabfolge der DNA mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Erkrankten.

Abbildungen
a) b) c)

Rastelektronenmikroskopische Aufnahmen der Viruscapside:
a) Virus afrikanus namibiense b) Virus afrikanus botswanae c) Virus afrikanus suedafrikanus

Capside der Viren weisen eine komplexe Struktur und Form aus ca. 650 Proteinen auf.
Innerhalb eines jeden Capsids befindet sich eine doppelsträngige DNA, bestehend aus ca. 30 000 Nukleotiden. Jedes Virus weist eine spezifische Basensequenz und –verteilung auf.

Virus afrikanus und seine Unterarten gehören zur Familie der Cerebroviridae, eine Virenfamilie, die die Zellen des Gehirns befällt. Kurz nach Aufnahme in den Menschen, erfolgt die Einwanderung in cerebrale Strukturen, vor allem Neuronen des Hippocampus werden befallen. Symptome dieser Erkrankung sind daher ausschließlich im neuronalen Bereich zu finden. Die o.a. Viren sind vor der Zellpenetration in der Spinalflüssigkeit gefunden worden. Vermehrungszyklus des Virus nicht abnorm. V. afrikanus dringt in neuronale Zellen ein, das Hüllprotein bleibt außerhalb der Zelle, nur die DNA gelangt in die Zelle selbst. Dort wird die DNA vervielfältigt und nach deren Anweisung werden neue Viren aufgebaut. Diese verlassen die Wirtszelle und infizieren neue Zellen.

Virus afrikanus als humanpathogenes Virus
Virus afrikanus löst ausschließlich beim Menschen das sucht-gefährdende Afrika-Fieber aus, Folgen sind eine physische und psychische Abhängigkeit.
Das Afrika-Fieber äußert sich in heftigen Wünschen und Flieganfällen. Der impulsive Griff nach Landkarten und Bildbänden ist symptomatisch. Oftmals werden ritualisierte Worte ausgesprochen (s. Symptome der Virusunterarten).
Im EEG zeigten sich dichte Aktionspotenziale bei Sichtung afrikanischer Savannen und Tiere, in dem Zusammenhang auch Spasmen in der Bauchmuskulatur.
Bei Langzeiterkrankten (besonders gefährdet sind die bereits in der Kindheit erkrankten) kann es zu Bewusstseinstörungen mit Sprachwechsel kommen.
Eine Affinität zu Schwarzhäutigen konnte vereinzelt beobachtet werden, auch eine selektive Wahrnehmung der medialen Umwelt (Reise- /Tier-Reportagen) muss konstatiert werden.
Häufige Braai-Impulse sind Anzeichen für eine fortgeschrittene Erkrankung in nicht mehr therapiefähigem Stadium. Auch das Zusammenrotten von Betroffenen wird beobachtet, muss jedoch kritisch betrachtet werden, Beobachter vermuten darüber eine Verschärfung der Infektion.
Bei allen Infizierten wurde festgestellt, dass diese für einige Wochen im Jahr verschwinden (finanzielle Folgen!) und danach ist oft eine Verschlimmerung der Symptome zu verzeichnen. Das Entziehen aus dem gewohnten Umfeld wurde bislang auf die Metamorphose des Virus innerhalb des Menschen verstanden. Die an die Metamorphose anschließende Melanisierung der menschlichen Haut (Bräunung) zeigt möglicherweise eine evolutive Entwicklung hin zu den Menschen Afrikas an (Regression?).

Die Symptome der Virusunterarten
Es ist bekannt, dass Virus afrikanus namibiense sich darin zeigt, dass Erkrankte innerhalb Europas Worte wie Etosha, Sossusvlei oder Guiseb leidenschaftlich ausstoßen. Starke Gefühle kennzeichnen ein fortgeschrittenes Stadium der Erkrankung.
Das Virus afrikanus botswanae zeigt sich sehr deutlich durch Lautäußerungen, die einem Flusspferd ähneln. Der plötzliche Wunsch nach einer Kajakfahrt auf dem heimischen Gewässer kann als Projektion einer Mokorofahrt gesehen werden und sollte von psychisch stabilen Personen (Polern) begleitet werden.
Lässt der Erkrankte durchblicken, dass Berge die wichtigsten Strukturen seien, so lässt sich zwar nicht rückschließen ob von Tafel- oder Weinbergen die Rede ist, jedoch lässt es einen Befall des Virus afrikanus suedafrikanus erahnen.
Auf dem afrikanischen Kontinent sind die Erkrankten durch ihren Hauptaufenthaltsort leicht einzuordnen. Eine genaue physiologische Untersuchung muss in der Regel nicht erfolgen.
Zunehmend sind auch Hyperinfektionen zu beobachten, es handelt sich dabei um Erkrankte, die von zwei oder mehr Virenunterarten befallen sind. (Erschwerte Anamnese und Diagnostik!)

Übertragungswege und Inkubationszeit
Das Virus afrikanus ist ausschließlich auf dem afrikanischen Kontinent infektiös (Name!). Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kann zwar ausgeschlossen werden, aber wie das Virus auf dem Kontinent selbst übertragen wird, ist gänzlich unbekannt. Auch bezüglich der Inkubationszeit können keine Angaben gemacht werden.
Hier sind alle Betroffenen aufgefordert in der Selbsthilfegruppe (Forum) nach Gemeinsamkeiten zu suchen, um den Infektionsweg und die Inkubationszeit zu eruieren.

Risikogruppe
Als Risikogruppe haben sich besonders männliche und weibliche Menschen ab 35 Jahren gezeigt, jedoch sind auch Infektionen vor diesem Alter bekannt (Geschlechtsverteilung nicht signifikant). Die meisten Erkrankten sind um 50 Jahre alt. Ab ca. 80 Jahren sinkt das Risiko deutlich für die Durchschnittsbevölkerung, verschwindet aber nicht gänzlich.

Therapie
Weder durch verbesserte Hygienebedingungen noch durch Aufklärungskampagnen konnten die Erreger eingedämmt werden. Weitere Infektionen sind nicht auszuschließen.
Therapeutische Maßnahmen gegen das Virus sind zahlreich und noch in der Erprobungsphase. Die Betroffenen sind auch hier gebeten, wirksame Therapien zu melden.
Kuren oder Heilbäder europäisch anerkannter Stätten können, wenn überhaupt, nur sehr kurzfristig lindern, führen keine Heilung herbei. Linderung stellt sich bei einer detaillierten Routenplanung für einen kommenden Besuch ein. Es jedoch bei einer Planung zu belassen und von der tatsächlichen Durchführung abzusehen kann fatale (letale) Auswirkungen haben! Daher ist davon strengstens abzuraten!

Vorbeugung
Als einzige Möglichkeit der Vorbeugung wird das Vermeiden eines Erst-Besuches des afrikanischen Kontinents gesehen. Impfung sind derzeit nicht möglich und auch in absehbarer Zeit nicht.

Verbreitung
Die ehemals nur auf dem afrikanischen Kontinent beheimatete Erkrankung hat sich seit ca. 150 Jahren auch nach Europa ausgebreitet. Einzelfälle sind jedoch auch vor dieser Zeit zu beobachten gewesen.
Der Forschergruppe um Dr. www. Chr. Aeschlimann ist eine zunehmende Verbreitung des Virus im deutschsprachigen Raum Europas anzulasten.


Aufruf!!

Trotz der immensen Bedeutung des Virus erscheint es erstaunlich, dass die einschlägige Literatur und auch medizinische Einrichtungen nicht über das Virus informiert sind. Einen Eintrag in den Pschyrembel als auch bei Wikepedia halte ich für dringend nötig (Aufklärung!). Darüber hinaus werde ich das tropenmedizinische Institut in Hamburg anschreiben. Bislang aber liegen dort keine Informationen vor!

Um das Virus komplett charakterisieren zu können sind vor allem die Betroffenen aufgefordert, sich bezüglich Symptomen und Therapiemaßnahmen zu äußern!

Welche Symptome zeigen sich?
Wo und wie geschah eine Infektion?
Welche Stellen sind Infektionsherde?
Gelang eine Vorbeugung bei Familienangehörigen?
Welche Therapie bewährt sich?

Es freut sich über Mithilfe eine viroide Cora<br><br>Post geändert von: Parnassia, am: 31/07/2007 20:07
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886 Beiträge · seit 200731. Juli 2007 · #2
Hallo Parnassia,

habe mit Interesse deine Ausführungen zu der seltsamen Viruserkrankung und ihren Unterarten gelesen.

Nach genauem Überlegen habe ich mich wohl schon vor fast zwanzig Jahren damit angesteckt und zwar mit der Unterart C. Jedoch ist es mir gelungen, dieses Virus seitdem unter Kontrolle zu halten.

Kann es daran liegen, dass ich damals noch keine 35 jahre alt war ?

Meine Frage dazu ist jetzt wie folgt :

Kann mein bevorstehender Besuch auf diesem Kontinent jetzt dazu führen, dass ich mich nach so langer Zeit noch mit der Variante A anstecke ? Und bedeutet das weiter, dass ich diese Unterart dann nicht mehr unterdrücken kann, weil ich inzwischen das 35 Lebensjahr überschritten habe ?
Und nun meine letzte Frage : Kann ich mich dagegen versichern ??

LG lisolu (die herzlich gelacht hat)
7'296 Beiträge · seit 200631. Juli 2007 · #3
Parnassia schrieb:
Welche Symptome zeigen sich?
... Du hast vergessen, daß zahlreiche Infizierte oft ganzjährig über Fernweh klagen und periodisch von Reisefieberschüben heimgesucht werden.

lisolu schrieb:
Und nun meine letzte Frage : Kann ich mich dagegen versichern ??
... bei Lloyd's in London kannst Du Dich mit Sicherheit auch dagegen versichern, ebenso wie Dein Dachzelt gegen Gestängebruch während Erdbeben bei Vollmond oder den 4x4 gegen Blechherpes. Ich glaube, dort gibts nichts, was und wogegen die nicht versichern. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
726 Beiträge · seit 200631. Juli 2007 · #4
Ich bin infiziert mit Typ A, befürchte aber mich über ein bestimmtes Forum auch schon leicht mit Typ B infiziert zu haben - und das sogar als unter 35jähriger.

Kann es mich da mit zunehmenden Alter noch schlimmer erwischen? Bekomme ich es wieder weg? Und bin ich dagegen mit der Lufthansa Gold Card versichert?

Wer übernimmt die Therapie (Entwöhnung durch Überreizung)? Dazu müssten noch einige weitere Afrika Reisen von der Versicherung getragen werden.

Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich nicht alleine bin.
http://www.derfreed.de
100 Beiträge · seit 200631. Juli 2007 · #5
Parnassia schrieb:
Auch das Zusammenrotten von Betroffenen wird beobachtet, muss jedoch kritisch betrachtet werden, Beobachter vermuten darüber eine Verschärfung der Infektion.

Den "Beobachtern" sei gesagt, dass sie ihre "Vermutung" in "Gewissheit" wandeln können!

Auf zum VooDoo-Treff. Lasst mehr Viren in uns!!


Cora, isch bin begeischderd!
Jürgen<br><br>Post geändert von: flashlens, am: 31/07/2007 21:34
J&uuml;rgen / flashlens Unseren Reisebericht &quot;Mr. Okavango wartet... &quot; gibt&#039;s hier : www.flashlens.de Der wahre Reisende will niemals ankommen.
935 Beiträge · seit 200631. Juli 2007 · #6
Hallo Cora,
ich bin sowohl mit
a) Virus afrikanus namibiense als auch mit
b) Virus afrikanus botswanae und
c) Virus afrikanus suedafrikanus infiziert.
Hilft jetzt gar nichts mehr?
Ich gehöre zur größten Risikogruppe, infiziert über 35 nun aber stark auf 50 zugehend.
Kann ich wirklich erst mit einer Besserung ab 80 rechnen?
Zähle ich zu den stark gefährdeten da ich mit Dr. www Chr. Aeschlimann in einem abgeschlossen, verdunkelten Raum gesessen habe?
Ich fürchte mich, da ich keine LH-Gold-Card-Besitzerin bin.
Schlimmer noch: Mein Mann sagt ständig solche Worte wie: Chobe, Savuti, Linyanti. Keine 2 Monate mehr….
Helfen eventuell Mini-DV-Bänder zu Bannung des Virus in Kombination von Stativ, Weitwinkel und Richtmikrofon in HDV?
Bin dankbar für jeden Tipp.<br><br>Post geändert von: rebecca, am: 31/07/2007 21:33
1'009 Beiträge · seit 200701. Aug. 2007 · #7
Also ich bin wohl auch mit diesem merkwürdigen Virus infiziert. Somit sind wir wohl sehr viele, sollten wir da vielleicht bei Lloyds in London mal nachfragen, ob wir Mengenrabatt bei der Versicherung unseres Virus bekommen ?
Eventuell könnten wir dann ja auch noch den Gestängebruch des Dachzeltes während Erdbeben bei Vollmond mit versichern !!!

Vielleicht gibt es ja beim Voodoo Treffen Menschen, die wissen wie man am besten mit diesem Virus lebt.


liebe Grüße
Petra

😄 😄 😄 😄 😄
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
77 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #8
seufz - ich bin seit 1993 infiziert. und eine besserung ist noch nicht in sicht. auch wenn ich bei ansteckung gerad erst 24 war und damit keineswegs zu der am staerksten gefaehrdeten personengruppe gehoere!

aber die therapie ist in reichweite - morgen abend sitze ich im air france flieger nach johannesburg!!


uta :)<br><br>Post geändert von: uta, am: 31/07/2007 22:21
335 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #9
Hallo Cora,

Einfach suuuuper.
Ich hab’s mir gleich ausgedruckt und hänge es morgen in mein Büro.
Denn dort kann keiner meinen inzwischen doch recht ernstzunehmenden Zustand verstehen.

Na ja, die Glücklichen (oder doch wohl eher Unglücklichen???) hat’s wegen den wilden Tieren, den ansteckenden Krankheiten und den armen Menschen, die dort leben müssen auch noch nie ins südl.Afrika gezogen.

Doch da sind mir mein Virus afrikanus namibiense, afrikanus botswanae und der bisher noch nicht so recht ernst genommene Virus afrikanus zambiana entschieden lieber.

Und mit ein wenig Selbstdisziplin, vielen Afrika-Filmen im TV (in der größten Not auch Soaps) dem Studieren von Reiseführern und Reiseberichten (meinen von der letzten Tour müsste ich auch endlich mal schreiben), der täglichen AZ-Lektüre und unserem super Namibia-Forum werde ich die kommenden 8 Monate bis zur nächsten 4-wöchigen Reha-Kur doch hoffentlich irgendwie überstehen. Auch wenn es mir unheimlich schwer fällt. Dank Dr. www.Chr.Aeschlimann, dem bei unserer gemeinsamen Safariausfahrt auf Ondekaremba fast ein Akazienzweig zum Verhängnis geworden wäre (leider war unsere Kamera gerade nicht parat), starten wir dann endlich zu unserer ersten Selbstfahrer-Tour.
Danke chrigu, für deine aufmundernden Worte an meinen Schatz.😃 🤩

Doch vielleicht ereilt mich ja bis dahin auch noch eine kleine Zwischentherapie? Man weiß ja nie!

Weshalb sind die Forum-Treffen nur immer so weit von uns weg??????😈
Hatten uns so auf Gera gefreut.


Allen eine schöne Nacht mit vielen tollen Träumen aus unserem geliebten Africa………………

Uschi
http://www.pervan.de/reiseberichte/Autor*Uschi_Pohler*7179http://www.flugstatistik.de
468 Beiträge · seit 200701. Aug. 2007 · #10
Hallo Parnassia/Cora und auch all die anderen Leidensgenossen!

Sachlich, fast schon erschreckend, wie du das Kind beim Namen nennst! Es ist immer schockierend, sein eigenes Krankheitsbild in einer medizinischen Abhandlung zu erkennen; aber es kommt noch schlimmer!

Doch erst mal stelle ich mich besser vor, denn ich bin neu hier im Forum (auch so eine Suchterscheinung...). Mein Name ist Barbara und ich musste aufgrund deiner detaillierten Beschreibung erkennen, dass es wohl ganz schlimm um mich bestellt ist. Nicht nur, dass ich bereits im Kindheitsalter unter virusbedingten Sehnsuchtsanfällen zu leiden hatte, nein, ich scheine auch Träger von dir nicht genannter Virenstämme zu sein!

Zum Thema Übertragungswege und Inkubationszeit: bei mir wurde die verdammte Krankheit durch Bücher von Grzimek und Konsorten übertragen, die mein Vater mir ahnungslos im frühen Kindesalter zur Ansicht überließ. Von da an bohrte es in mir. Nach schlappen 15 Jahren übermannte mich der erste Schub und die Krankheit kam, wie sollte es auch anders sein, eben da zum Ausbruch, wo du Typ C lokalisierst. Ich versuchte, meine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und dem Übel Einhalt zu gebieten, indem ich Jahr für Jahr hoffnungsvoll umherreiste. Doch es half nichts, im Gegenteil! Der Virus-Typ C fand Verstärkung durch Typ A und den übermächtigen B-Stamm. In meiner Hilflosigkeit erweiterte ich meine Heilreisen gen Osten, Westen und Norden und fing mir dabei auch noch die wohl relativ unbekannten Typen tansaniense, malawiense und simbabwiense ein. Es ist grauenvoll! Mein einziger Trost ist: gegen die westlichen und nördlichen Subspezies der Virenstämme scheine ich resistent zu sein. Ein wirklicher Lichtblick für mich, wie auch dieses Selbsthilfeforum! Es ist toll, zu wissen, es gibt noch mehr Menschen, die das selbe Problem haben und auch mal ganz offen drüber sprechen zu können. Ich hoffe, ich kann auf euer aller Hilfe zählen, wenn der nächste schwere Schub kommt.

Danke, dass ihr mir zugehört habt, es geht mir schon viel besser!

Liebe Grüße von Barbara, die immer den Scheiß aufschnappt, an dem offenbar und Gott sei Dank nur Minderheiten leiden
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2'612 Beiträge · seit 200701. Aug. 2007 · #11
Hallo Cora,

Du machst mir Angst 😉

Komme ich mal zur Selbstdiagnose: seit acht Jahren trage ich den Subtyp C in mir. Ich habe es in den Folgejahren mit Hyposensibilisierung versucht -sprich habe mich immer wieder ins Risikogebiet begeben und gehofft, dass ähnlich wie beim Heuschnupfen irgendwann eine Linderung zu verspüren ist - mitnichten.

Daraufhin habe ich eigenmächtig meine Therapie geändert und begonnen, mich über das Verbreitungsgebiet von Typ A und Typ B kundig zu machen. Unter anderem habe ich es gewagt, mich mit Virusträgern Typ A bzw. Typ B in Bonn zu treffen. Das führte zu einer folgenschweren Infektion mit den Viren beiden Types. Noch ist der Übertragungsweg unklar: in Frage kommen Tröpfcheninfektion und/oder viel schlimmer - durch reines Betrachten von Bildern des hier schon einschlägig bekannten Voodoo Masters www.Chr.Aeschlimann. Zwar führte das vorübergehend zu einer Linderung des Typs C, aber Gefahren lauern überall: heute habe ich mich gegen die - im Vergleich zu den vorher genannten Viren - harmlosen Erreger vom Stamme Hepatitis (auch hier gibt es Subformen A/B/C) impfen lassen mit dem Ergebnis, dass der behandelnde Arzt mir offenbarte, dass er vom Virus tansaniae befallen sei. Der nächste Virus steht also schon Schlange.

Typ A und B versuche ich durch Vorlesen von Forumpostings, Treffen, Chatten und Telefonieren mit anderen Infiszierten zu lindern - leider befürchte ich, dass der anstehende Aufenthalt im Risikogebiet im Sep/Okt die Erkrankung chronisch werden lässt.

Bin für jeden Therapievorschlag dankbar 🙂

Volker

PS: seit kurzem übernehmen einige Krankenkassen diverse Schutzimpfungen, wie sieht es bei den hier genannten Viren aus -kann man sich da impfen lassen und welche Kasse zahlt???
Bye bye Forum
Gast01. Aug. 2007 · #12
Moin Cora,

einfach genial!!!

Gruß, Michael
2'346 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #13
@Volker

Ich befürchte, da zahlt nur eine: die Reisekasse.

Nicht verzweifeln
Armin
2'612 Beiträge · seit 200701. Aug. 2007 · #14
Armin schrieb:
@Volker

Ich befürchte, da zahlt nur eine: die Reisekasse.

Nicht verzweifeln
Armin
Nimmt die jeden - auch mit dem komplexen Krankheitsbild 😛
Bye bye Forum
470 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #15
Hallo Cora,

bin bekennend VA a), b) c) positiv und vermute, noch weitere Subspezies in mir zu tragen. Habe sogar ein indegenes Girl geschnappt und nach Zürich entführt, um allfällig auftretende Entzugserscheinungen zu lindern. Sie hilft mir insbesondere bei Braai-Anfällen und bei der Behandlung mit Vinum Africanum!

Gruss,

Patrick

😏
www.mywilderness.net
25 Beiträge · seit 200701. Aug. 2007 · #16
Fühle mich jetzt über die Infektionswege gut aufgeklärt.
Werde mich diesem Virus Mitte August erstmals vor Ort
stellen. Hoffe dort auf reichlich infektiöses Material
obwohl ich gegenüber diesem Erreger mit hoher
Wahrscheinlichkeit eine Immunschwäche aufweise.
Ich erwarte, daß die Suchtkomponente nach Ausbruch
der Krankheit sich zu einem Hauptsymptom herausbilden wird.

DANKE FÜR DEN EXCELLENTEN BEITRAG !! efjotem .
😊
283 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #17
Bravo Cora,

Endlich ein wissenschaftlicher Ansatz, der meinem Hausarzt die Augen öffnet. Ich habe Deinen Artikel ausgedruckt und werde bei der AOK die Übernahme der Kosten für eine 3-wöchige vor Ort Therapie beantragen.

Klaus
Vorsicht: infiziert mit virus namibiense
2'346 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #18
@Volker

Die "Reisekasse" nimmt grundsätzlich jeden - nur die Selbstbeteiligung liegt bei denen ziemlich hoch. Ich glaube so um die 100%.;)

Gruß
Armin
3'491 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #19
Hallo Cora,
danke für Deine Aufklärung. Du beschreibst die auch bei mir festzustellenden Symptome wirklich sehr treffend. Einen Aspekt allerdings hast Du bisher vernachlässigt: der Virus africanus kann auch zu Heilzwecken eingesetzt werden. Aus der Empirie sind hier Heilungserfolge vor allem bei Burn- out -Syndrom, Reizüberflutung, Alltagshektik und Berufsstress bekannt. Es gibt ernstzunehmende Überlegungen, Namibiaaufenthalte in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen ( in der Jugendfürsorge ja bereits ein alter Hut - siehe Buschschule ). Dementsprechend haben einige BKK´s bereits Vorsorge-Impfungen, Malaria-Prohylaxe und/oder die Auslandskrankenversicherung als beitragsfreie Leistungserweiterungen angekündigt oder gar eingeführt. Was einer schnellen, allumfassenden Erstattung von Reisekosten nach Namibia durch die Krankenkassen bisher entgegensteht, sind die von Dir so treffend beschriebenen Nebenwirkungen, d.h. das mit einem Namibiaaufenthalt verbundene Suchtpotential. Aber wie ich aus gewöhnlich gut desinformierten Quellen gehört habe, sollen Geheimverhandlungen zwischen AOK und Air Namibia zwecks Übernahme letzterer bereits weit fortgeschritten sein. Sorgen dagegen bereiten die stark gestiegenen Tagessätze der heute noch als Camps bezeichneten stationären Einrichtungen in Etosha. Über abnehmende Heilerfolge dagegen wird bei der Handyritis berichtet.
Gruß Joli
95 Beiträge · seit 200601. Aug. 2007 · #20
Hi,

puh, endlich weiß ich genauer Bescheid und vor allem: Ich bin nicht allein !
Lange Zeit habe ich versucht, meine Krankheit geheimzuhalten, denn es ist zuweilen ja auch peinlich, wenn man in Gegenwart anderer völlig aus dem Zusammenhang gerissen plötzlich "Etosha", "Okavango" oder "Sambesi" stammelt - man stößt doch auf Unverständnis und erntet seltsame Blicke. Wenn mich mal wieder ein Schub entsetzlicher Entzugserscheinungen überfiel, habe ich mich bewusst zuhause eingeschlossen, um die Schmerzen ganz allein mit Pinotage, Bildbänden und Fotos zu lindern. Wie Ihr wißt, hält der Erfolg solcher Maßnahmen ja nicht lange vor.

In der ersten Zeit, nachdem ich die Infektion mit dem C-Typus entdeckte, hielt ich Konfrontationstherapie für das Mittel der Wahl - aber ich habe alles nur noch schlimmer gemacht damit und mir zusätzlich auch noch Typ A und B aufgesackt ! Ich versuchte dann einen kalten Entzug, in der Hoffnung, daß es einen Virus americanus und Virus asiaticus nicht gibt. Ich stellte fest, daß es diese Virenstämme ebenfalls gibt, ich jedoch immun dagegen bin - Gott sei Dank ! Der Suchtdruck nahm jedoch nach dem kalten Entzug so extrem zu, daß ich mich zwar nicht dem eigentlichen Infektionsgebiet aussetzen wollte, jedoch zumindest in die Nähe mußte, um die inzwischen unerträglichen Krankheitssymptome zu lindern. Mir war klar, daß dies nur ein Herumdoktern an den Symptomen sein konnte, jedoch keine wirkliche Heilung bedeuten würde. Die Quittung dieses stümperhaften Versuches war eine weitere Verschlimmerung des Zustands: In Erweiterung des Typus C (südafrikanicus) gibt es den nicht minder hochvirulenten Typ O, Virus ostafrikanicus. Mittlerweile bin ich überzeugt, daß der gesamte Kontinent verseucht ist.

Ich habe es aufgegeben, auf Heilung zu hoffen und versuche jetzt, so gut wie möglich mit der Krankheit zu leben. Es ist ein täglicher Kampf, das Virus nicht die Oberhand über den Alltag gewinnen zu lassen, aber ich habe eben auch eingesehen, daß es meine eigene Schuld war, sich diese tückische Krankheit überhaupt einzufangen. Ich war eben leichtsinnig und schlecht informiert - ich wußte nicht, was ich tat, als ich zum 1. Mal nach Johannesburg flog.

Lange Zeit mochte ich mich selbst meinem Hausarzt nicht anvertrauen, viele Ärzte haben ja leider überhaupt keine Erfahrung mit dieser Art von Erkrankung. Mittlerweile habe ich es getan und schon viele lange Therapiegespräche mit ihm geführt. Er ist nämlich selbst infiziert !

Pernille