PApaddyThemenstarter518 Beiträge · seit 200729. Juli 2007 · #1Wir haben uns soeben entschlossen , einen Nissab x Trail 2x4 bei Der Tours auf unserer Route Windhoek - Erongo- Mowani-Etosha-Namutoni- Waterberge und zurücknach Windhoek zu leihen. Der Tarif mit 800.- Euro Selbstbeteiligung im Schadenfall und ebenfalls kein Schutz bei Windschutzscheiben und Reifenschäden ist bei einer 12 Tages Tour circa 350.- Euro preiswerter . Da der Nissan ja etwas höher liegt, nun meine Frage an Euch . Wäre das okay und ich kann das Risiko eingehen oder sollte ich auch bei einem höher gelegenen Auto lieber ohne Selbstbeteiligung wegen der vielen Schotterstrecken buchen . Danke für Eure Hilfe . Gruß paddy
Malediven Experte und 6x Namibia und 2xBotswana,1x Tansania, Azoren,Uganda,Island
Armin2'346 Beiträge · seit 200629. Juli 2007 · #2Hallo "paddy",
deine Frage ist so subjektiv, dass du sie dir eigentlich nur selbst beantworten kannst. Das Sicherheitsbedürfnis, die Selbsteinschätzung der eigenen Fahrkünste, die Fahrtstrecke, die Risikoeinschätzung, das Fahrzeug selbst, aber auch der finanzielle Spielraum im Fall der Fälle spielen bei der Beurteilung deiner Frage wichtige Rollen. Ich weiß, dass ich dir jetzt nicht weitergeholfen habe, aber die Entscheidung nimmt dir niemand ab.
Trotzdem viel Spaß
Armin
PApaddyThemenstarter518 Beiträge · seit 200729. Juli 2007 · #3Hat denn jemand Erfahrung mit diesem Thema gemacht und kann sie an mich weitergeben? Danke ... Eure paddy
Malediven Experte und 6x Namibia und 2xBotswana,1x Tansania, Azoren,Uganda,Island
Armin2'346 Beiträge · seit 200629. Juli 2007 · #4Hallo "paddy",
na, dann doch mal etwas konkreter. 350 Euro für ein wenig mehr Sicherheit sind viel Geld. Die musst du ja schonmal von den 800 Euro Selbstbeteiligung abziehen, da du sie ja auf jeden Fall bezahlen musst. Es geht also wirklich nur noch um eine Differenz von 450 Euro (zzgl. eventueller Schäden an Reifen und Windschutzscheibe natürlich). Ich an deiner Stelle würde mir die 350 Euro zu Hause in irgendeine Schublade legen, die höhere Selbstbeteiligung wählen, fröhlich pfeifend meinen Namibia-Urlaub genießen und mich nach der Rückkehr über 350 gesparte Euro freuen. Sollte doch was passieren (z. B. ein Reifenschaden), kannst du den Schaden dann ja gedanklich von den 350 Euro in der Schublade abziehen. Vielleicht bleibt dann ja sogar immer noch was übrig.
Bitte lass mich aber nicht in Ungnade fallen, wenn die Rechnung dann doch nicht so aufgehen sollte. 😉
Für viel bedeutsamer halte ich die zahlreichen Ausschlüsse in den Versicherungsbedingungen, die du vor Ort unterschreibst, also die Fälle, in denen du den vollen Schaden zu tragen hast, egal, ob du eine Selbstbeteiligung vereinbart hast oder nicht. Hier geht es u. U. um richtig viel Geld, gegen die deine 800, 450 oder 350 Euro regelrechte "peanuts" sind. Aber das Thema möchte ich nicht vertiefen. Dazu gibt es an anderer Stelle bereits reichlich Äußerungen.
Viel Spaß
Armin
Armin2'346 Beiträge · seit 200629. Juli 2007 · #5...ach ja, "paddy". Du fragtest nach Erfahrungen. Habe bis jetzt fünfmal einen Leihwagen gehabt - einmal ohne Selbstbeteiligung und viermal mit. Bin gut 20.000 km gefahren und hatte bisher insgesamt einen Reifenschaden, der mich 125,60 Euro gekostet hat. Mir ist aber klar, dass schon der nächste Urlaub meine Bilanz durcheinander bringen kann. Hilft dir das?
Gruß
Armin
UTuta77 Beiträge · seit 200629. Juli 2007 · #6ich habe bislang 8 mal einen mietwagen gehabt, immer bei europcar. meistens direkt, die letzten beiden male ueber rcjm ( da billiger als direkt). dabei hatte ich immer eine ganz niedrige selbstbeteiligung gewaehlt. ich hatte einmal einen schaden, und zwar einen totalschaden nach einem fast toedlichen unfall mit einem radfahrer. seither stellt sich fuer mich die frage nicht mehr, wir nehmen die niedrigst moegliche selbstbeteiligung.
uta
GUGuido.Gast29. Juli 2007 · #7Hallo paddy,
Wir haben auch gerade 4 Angebote vorzuliegen und versuchen eine Entscheidung zu finden.
Wichtiger als die Höhe der Selbstbeteiligung ist für mich die Frage, auf was sich die Reduzierung der Selbstbeteiligung eigentlich bezieht. Wie schon mehrfach in diesem Forum geschrieben wurde, sind die Versicherungen in Namibia nicht mit einer deutschen Vollkasko zu vergleichen. Schon einfache Fahrlässigkeit ist häufig nicht versichert.
Mir liegt z.B. ein Mietwagenangebot mit folgender Versicherungsoption vor:
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Super Excess Cover (100%, Excess: 0)
Dieser SEC Cover (reduzierter Selbstbehalt) beträgt N$ 215 ,- pro Tag. Reifen und Glasschäden sind im Versicherungsschutz eingeschlossen. Sie tragen im Schadensfall durch Selbstverschulden eine Selbstbeteiligung von N$ 16 000,-.
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Für die in Namibia wahrscheinlichste Unfallvariante, nämlich das ich selbst einen Unfall baue, gilt die Reduzierung der Selbstbeteiligung auf 0 also nicht. Die Reduzierung der Selbstbeteiligung auf 0 erscheint mir da recht sinnlos.
Guido
PEpebble202 Beiträge · seit 200729. Juli 2007 · #8hallo,
ich denke ob man es richtig gemacht hat weiß man erst am Schluss.
Für uns war es keine Frage ob mit oder ohne Selbstbeteiligung, wir haben 2 x für Kea-Camper in Neuseeland immer die niedrigste (= 0,-- Selbstbeteiligung) gewählt und sind damit letztes Jahr nach Reifenschaden und kleineren Schäden am und im auto gut damit gefahren.
Für unsere Namibiabuchung auch wieder bei Kea gab es diese Frage auf Grund der Straßen nicht. Wir haben wieder die niedrigste gewählt.
Schäden die vorsätzlich oder grob fahrlässig, z. b. wegen überhöhter Geschwindigkeit, alkohol- oder Drogenkonsum, Verstoß gegen Verkehrsregeln oder fahren auf nicht erlaubten Straßen, sind in der ganzen Welt bei allen Vermietern ausgeschlossen.
Gruß
henni
"Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum"
KAKanzler573 Beiträge · seit 200729. Juli 2007 · #9Grob fahrlässig bedeutet in Namibia - zumindest bei den namibianischen Versicherungen - aber schon, einen Unfall zu bauen, an dem kein anderer - Fahrzeug, Mensch, Tier - beteiligt ist, weil dann grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass der Fahrer zu schnell war oder auf andere Art grob fahrlässig gehandelt hat. In der Praxis bedeutet das - ob Selbstbeteiligung oder nicht - bei einem Reifenplatzer und anschließendem Unfall mit Totalschaden gibt es von der Versicherung nichts, und der mieter zahlt den kompletten Schaden bis zur Höhe des Wagenwertes.
Viele Grüße, Kanzler
Hiluchs527 Beiträge · seit 200629. Juli 2007 · #10Grob fahrlässig bedeutet in Namibia [...] einen Unfall zu bauen, an dem kein anderer - Fahrzeug, Mensch, Tier - beteiligt ist, weil dann grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass der Fahrer zu schnell war oder auf andere Art grob fahrlässig gehandelt hat.
In der Praxis [...] gibt es von der Versicherung nichts, und der mieter zahlt den kompletten Schaden bis zur Höhe des Wagenwertes.
Woher weißt Du das?
Reinhard728 Beiträge · seit 200629. Juli 2007 · #11Hallo Paddy,
wie andere schon erwähnten: wieviel Risiko man bereit ist zu tragen, muss letztlich jede/r selbst entscheiden. Meine Grundregel für grundsätzlich alle Versicherungen lautet: versichern sollte man sich gegen Ereignisse, die erstens sehr selten eintreten (bei regelmäßig zu erwartendem Schadenseintritt ist es billiger, sich Geld zurück zu legen) und die zweitens außergewöhnlich schwerwiegend sind. Beispiel: als Fußgänger/Radfahrer versursache ich einen schweren Unfall mit einem Benzin-LKW, der abbrennt mit entsprechenden Folgeschäden - kommt selten vor, aber nicht ausgeschlossen; hier ist eine Privathaftpflichtversicherung lebensnotwendig. Gegenbeispiel: gegen abgelaufene Schuhsohlen/zerstörte Reifen/zersprungene Windschutzscheiben in Namibia würde ich bei Anwendung der o.g. Regel mich nicht versichern, weil beide Voraussetzungen nicht zutreffen: weder außergewöhnlich selten, noch so teuer, dass sie einen bis zum Lebensende belasten. Meine Schlussfolgerung daraus: die wirklich schlimmen Ereignisse müssen versichert sein. Die kleinen und vielleicht auch noch regelmäßig auftretenden dagegen nicht. Damit füttert man nur die Versicherungen, die ja auch leben wollen. Mit Null-Selbstbeteiligung finanziert man die Leute, die ständig mit Wohnmobilen gegen tief hängende Äste oder MacDonalds-Dächer fahren (in den USA beliebt). Mit Vorsicht kann man seine Risiken verringern, wenn auch nicht auf Null setzen. Jede/r sollte sich darüber klar sein, dass eine Namibia-Reise mit deutlich höheren Risiken belastet ist, als ein Urlaub auf Norderney oder am Vierwaldstädtersee (richtig?).
Aber bitte nicht beschweren, wenn Dir bei 800 Euro Selbstbeteiligung ein Reifen kaputt geht: dann musst Du die 50 oder 100 Euro selbst bezahlen. Es ist und bleibt Deine Entscheidung.
Gruß
Reinhard
KAKanzler573 Beiträge · seit 200729. Juli 2007 · #12Hiluchs schrieb:Grob fahrlässig bedeutet in Namibia [...] einen Unfall zu bauen, an dem kein anderer - Fahrzeug, Mensch, Tier - beteiligt ist, weil dann grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass der Fahrer zu schnell war oder auf andere Art grob fahrlässig gehandelt hat.
In der Praxis [...] gibt es von der Versicherung nichts, und der mieter zahlt den kompletten Schaden bis zur Höhe des Wagenwertes.
Woher weißt Du das?
Aus einem Gespräch mit jemandem, der diese leidvolle Erfahrung machen musste. Er ist auf einem Parkplatz vom Pedal abgerutscht und gegen eine Mauer mit Zaun darauf gefahren. Mauer und Zaun hat die Haftpflichtversicherung übernommen, den Schaden am Wagen musste er selbst zahlen. Der Schaden war glücklicherweise nicht allzuhoch. Und von einem Vermieter - auf Nachfrage nachdem ich von diesem Fall erfahren und die Vermietbedingungen studierte hatte.
Viele Grüße, Kanzler
UTuta77 Beiträge · seit 200629. Juli 2007 · #13das steht uebrigens in fast allen versicherungsbedingungen drin, dass schaeden nicht uebernommen werden, wenn kein dritter am unfal beteilgt war.
uta
FAFalk11 Beiträge · seit 200715. Aug. 2007 · #14hallo, bin heute neu in dem Forum und plane eine Reise im Okt/Nov. nach Namibia. Ich suche dringend nach Tips einen Mietwagen zu leihen. Von Deutschland aus oder vor Ort / Adressen ?
Vielleicht kannst Du mir einen Tip geben.
gruss falk
PApaddyThemenstarter518 Beiträge · seit 200715. Aug. 2007 · #15Für mich war der Reiseveranstalter DER TOURS / mit Avis incl . Frühbucherrabatt der Preiswerteste . Gruß Paddy
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FAFalk11 Beiträge · seit 200716. Aug. 2007 · #16Hallo Paddy,
gebucht von Deutschland ? Der ADAC biete auch Mietwagen von DERTours
an . zweiter Anbieter von ADAC ist HolidayCar für 23 Tage Nissan x-Trail
1800,00 € . ist das ein guter Preis ?
danke
Gruss Falk
CRCrezi209 Beiträge · seit 200716. Aug. 2007 · #17Hallo Paddy,
AVIS hat aber doch mittlerweile keinen guten Ruf mehr, oder ?
Gruss Norbert
Selbst nach der Abreise sind wir nie ganz von diesem Land weggekommen.
Khoisan104 Beiträge · seit 200716. Aug. 2007 · #18Also ich kann Leopard-Tours (www.leopardtours.com) in Windhoek wärmstens empfehlen.
Sie haben ein reichhaltiges Sortiment an 4x4, Bushcamper, Wohnmobilen und sonstigen Fahrzeugen inkl. allem benötigtem Camping-Zubehör.
Österreichische Leitung, sehr kompetent, beraten einem auch betr. Touren und Unterkünften und führen auch Buchungen aller Art durch.
War immer sehr zufrieden, wenn ich da gemietet habe.
Gruss
Mike
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FAFalk11 Beiträge · seit 200716. Aug. 2007 · #19hallo Mike ,
danke , war schon auf der Seite und hab ein wenig gestöbert.
Frage ist natürlich , B&B, Campen oder ....
unser zeitraum ist Mitte Oktober bis Mitte November.
Gruzz Falk
Khoisan104 Beiträge · seit 200716. Aug. 2007 · #20Hallo Falk
So einfach ist Deine Frage gar nicht zu beantworten.
Kommt natürlich ganz auf die persönlichen Vorlieben, das Budget und die geplante Tour an.
Am flexibelsten bist Du mit einem 4x4 mit Dachzelt. Du kannst die Tour jederzeit frei gestalten (campen kann man praktisch immer und überall, auch ohne Reservation) und kannst praktisch sämtliches Terrain befahren.
Der Komfort im Dachzelt ist natürlich eher spartanisch, aber das Erlebniss ist auf diese Weise am intensivsten.
4x4 sind zwar nicht ganz günstig, dafür kostet Dich die Übernachtung einen Nixer.
Mit einem Busch-Camper hast Du so eine Art Zwischen-Ding zwischen Lodge/B&B und Dachzelt. Dafür sind die Dinger auch grösser und unhandlicher, so dass Du bei verschiedenen Passagen vielleicht mehr Probleme hast.
B&B / Lodges sind am komfortabelsten und teuersten, Du brauchst dafür aber nicht unbedingt einen 4x4, je nach geplantem Tripp.
Du bist aber mehr vom tierischen Nachtleben isoliert, der Erlebniss-Faktor ist wesentlich geringer als beim campen.
Hast Du kein Problem mit campen, bist Du etwas abenteuerlustig und willst Du das Land intensiv erleben, würde ich auf jeden Fall einen 4x4 mit Dachzelt empfehlen.
Ich hoffe, das hat etwas geholfen 🙂.
Gruss
Mike
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