zur Meinungsfreiheit in Foren

93 Antworten · 21,3k Aufrufe · gestartet 07. Mai 2007 von holger
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Themenstarter982 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #1
Tachchen,

mal wieder hat die Meinungsfreiheit einen dicken Dämpfer bekommen (siehe: http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?list=1&forum_id=116909)

Ich weiß jetzt nicht, inwieweit dies der schweizer Rechtssprechung entspricht, aber letztlich bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als uns selber einer freiwilligen Zensur zu unterziehen, wenn wir dieses Forum hier langfristig am Leben erhalten wollen. Und damit meine ich nicht die Netikette, die sich eigentlich von selbst versteht. Jüngste Beispiele hier im Forum zeigen, dass einige unter uns keinen Spaß verstehen und gleich mit rechtlichen Schritten drohen. Naja, jeder blamiert sich halt, so gut er kann. 😛

Also auf in das immer-heile-Welt-mit-ewig-blauem-Himmel-wir-sind-alle-Freunde-Forum.

Bin mal gespannt, ob ich demnächst in den Keller gehen muss, um meine kritische Meinung kundzutun.

Bin echt traurig. 🙁

Holger<br><br>Post geändert von: holger, am: 07/05/2007 09:46
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7'263 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #2
Hier noch zusätzliche Infos:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/89348

Glücklicherweise ist es in der Schweiz noch nicht so schlimm. Wenn ich aber von einer Firma aufgefordert werde, Beiträge zu entfernen in denen der Firmennamen genannt wird, werde ich dem nachkommen und Euch entsprechend informieren.
Glücklicherweise sind bisher nur sehr wenige Beiträge von einer solchen Zensur betroffen. Ich hoffe aber nicht dass das einreisst und wir eine Liste einstellen müssen von Firmen die Ihren Namen hier nicht sehen wollen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Gast07. Mai 2007 · #3
Moin Chrigu,

Du schriebst:
Ich hoffe aber nicht dass das einreisst und wir eine Liste einstellen müssen von Firmen die Ihren Namen hier nicht sehen wollen.
Vielleicht wäre eine solche Liste genau das Mittel, weiteren derartigen Ansinnen einen Riegel vorzuschieben! Mann muss sie ja nicht gleich "Und hier die Firmen, die nicht im Zusammenhang mit Namibia genannt werden möchten" nennen 😛

Gruß, Michael
Themenstarter982 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #4
Ich möchte zu dem Thema noch einen Link mit Kommunikationstipps posten, den ich für sehr hilfreich halte:

http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=12705534&forum_id=116909

Ich zitiere das mal, damit man nicht ständig hin- und herspringen muss.

---Zitatbeginn---
Viele Abmahnungen, die sich auf Äusserungen in Foren beziehen sind
deshalb ‘gerichtsfest’, weil die Autoren nicht eindeutig bewiesene
Umstände als Tatsachen darstellen wie z.B. die Aussage ‘Das ist
Betrug.’.
Solange der so Bezichtigte nicht rechtskräftig wegen Betruges
verurteilt wurde, handelt es sich bei einer solchen Aussage um eine
falsche Tatsachenbehauptung, die nicht mehr durch die
Meinungsfreiheit gedeckt ist. Gleiches gilt für eine Aussage wie ‘XY
ist doof’, soetwas dürfte in die Kategorie üble Nachrede, Beleidigung
o.ä. fallen.

Forenbetreiber bzw. Benutzer sollten sich bei der Formulierung ihrer
Meinungsäusserungen möglicherweise an ein paar einfache Regeln
halten, die da wären:
1. Fragen sind besser als Aussagen.
Bsp: 'Das ist Betrug!' - FALSCH!
'Ist das Betrug?' - RICHTIG!
2. Die ausgiebiege Nutzung es Konjunktiv kann angezeigt sein.
Bsp: ‘Das könnte möglicherweise als Betrug verstanden werden’
3. Einige treffliche Formulierungen können sich ebenfalls
hervorragend eignen.
Bsp: ‘Ich habe den Eindruck, dass es sich hierbei um Betrug
handelt’
oder ‘Ich habe das Gefühl, es hndelt sich hierbei um Betrug’;
oder ‘Ich finde, dass …’
oder ‘Ich bin der Meinung, dass …’
oder ‘Ich befürchte, dass …’
4. Auch ein Nachsatz wie: ‘ … aber das ist natürlich nur meine
Meinung/mein Eindruck/mein Gefühl.’ kann hilfreich sein.

Im ersten Fall wird eine Frage gestellt und fragen ist in D (noch)
nicht verboten. Das ist übrigens ein probates Mittel der einen oder
anderen sog. Zeitung, in denen man dann auf der ersten Seite
vielleicht fett lesen kann:
'WAR ES BETRUG?' - BLÖD berichtet.
Im zweiten Fall wird keine (falsche) Tatsache behauptet, sondern
lediglich die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es so sein
könnte. Auch dies ist nicht verboten.
In den Fällen 3. und 4. handelt es sich um eindeutig erkennbare
Meinungsäusserungen die auch vom GG gedeckt sind und eben nicht um
anfechtbare falsche Tatsachenbehauptungen.

Am besten man bedient sich aller Elemente.
Bsp: ‘Bei mir stellt sich der unbestimmte Einduck ein, dass es
sich dabei um Betrug handeln könnte, oder?’
bzw. ‘Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass es sich dabei
um ein nicht ganz ordnungsmäßiges Vorgehen des Betroffenen handelt,
aber ich kann mich natürlich auch irren.’
Bei diesen Formulierungen wird niemand des Betruges bezichtigt, es
wird nur mein persönlicher Eindruck, mein Gefühl zum Ausdruck
gebracht, dass es vielleicht so sein könnte, aber selbst das wird
noch in Frage gestellt.

Der Leser versteht jedoch sehr gut, welchen Eindruck, welches Gefühl
ich habe, oder?

Viel Erfolg noch.

Der Michel
---Zitatende---


So etwas wird einem auch in Seminaren "Kommunikation und Konfliktmanagement" beigebracht. Leider vergesse ich das dann oftmals im täglichen Leben 😊

Grüße,

Holger<br><br>Post geändert von: holger, am: 07/05/2007 10:20
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573 Beiträge · seit 200707. Mai 2007 · #6
Hallo Holger und alle anderen,

vielen Dank für den aufschlussreichen Beitrag. Ich denke, diese Art des Formulierens ist ein guter Weg. Denn es kann ja nicht sein, dass zum Beispiel "der beste und größte Autovermieter im südlichen Afrika", dessen Name nicht mehr genannt werden darf/soll sich so jeder Kritik entzieht. Dieses Forum ist eben auch dazu da, positive wie negative Erfahrungen mit Autovermietern, Lodges, Fluggesellschaften usw. auszutauschen und das als Reisehilfe zu nutzen. Und wenn ich mir einmal unterschiedliche Foren und Beurteilungsseiten anschaue, dann glaube ich feststellen zu können, dass eben genau dieses Unternehmen immer wieder außerst negativ auffällt und beschrieben wird. Warum wohl?

Viele Grüße, Kanzler
Themenstarter982 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #7
Eigentlich ging es mir bei dem Beitrag hauptsächlich nicht um diese kürzlich hier aufgetretene Schwierigkeit, sondern um die allg. Formulierung hier. Denn ich möchte auf dieses Forum hier ungern verzichten. In letzter Zeit ging es ja nicht nur um Autovermieter, sondern auch um Gästefarmen und andere, die hier wüst angegangen wurden.

Der Text, den ich hier zitiert habe, ist IMHO allgemeingültig. Niemand kann etwas dagegen haben, wenn du DEINEN persönlichen Eindruck vermittelst. Wir wissen beide, dass alles, was Du schreibst immer dein subjektiver und ganz persönlicher Eindruck ist, den Du der Umwelt präsentierst. Aber einige scheinen es halt genau nehmen zu wollen und brauchen noch ein paar zusätzliche Formulierungen, um sich wieder wohl zu fühlen.

Wenn Du dies grundsätzlich in deiner Kommunikation (auch verbal) berücksichtigst, wird einfach weniger Stress und Streit erzeugt.
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1'130 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #8
Dann kommt irgendwann die Frage, was durch die FDNGWD (Firma die nicht genannt werden darf) passiert, wenn jemand eine Frage über ein FDNGWD hat, die auf Grund des Hinweises der FDNGWD nicht beantwortet werden darf, aber allein durch die Frage und auf Grund des Hinweises der FDNGWD und auf die FDNGWD zu einer Mißachtung des Hinweises auf Grund des Hinweises der FDNGWD führt:(
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
2'721 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #9
holger schrieb:
Eigentlich ging es mir bei dem Beitrag hauptsächlich nicht um diese kürzlich hier aufgetretene Schwierigkeit, sondern um die allg. Formulierung hier. Denn ich möchte auf dieses Forum hier ungern verzichten. In letzter Zeit ging es ja nicht nur um Autovermieter, sondern auch um Gästefarmen und andere, die hier wüst angegangen wurden.

Der Text, den ich hier zitiert habe, ist IMHO allgemeingültig. Niemand kann etwas dagegen haben, wenn du DEINEN persönlichen Eindruck vermittelst. Wir wissen beide, dass alles, was Du schreibst immer dein subjektiver und ganz persönlicher Eindruck ist, den Du der Umwelt präsentierst. Aber einige scheinen es halt genau nehmen zu wollen und brauchen noch ein paar zusätzliche Formulierungen, um sich wieder wohl zu fühlen.

Wenn Du dies grundsätzlich in deiner Kommunikation (auch verbal) berücksichtigst, wird einfach weniger Stress und Streit erzeugt.
Stimme Dir voll zu.
Wenn ich ehrlich bin, dann kann ich die Reaktion der Firma schon verstehen.
Jeder kann doch seine positiven wie negativen Eindrücke und Erfahrungen hier mitteilen. Knackpunkt ist doch die direkte Anschuldigung.
Die Auflistungen in Deinem Beitrag beschränkt ganz sicher nicht meine Meinungsfreiheit.
Mein Recht auf Meinungsfreiheit ist erst eingeschränkt wenn ich nicht mehr mitteilen darf was ich empfinde und denke.
Gisela
3'766 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #10
Hmmm....

eigentlich ist es doch irgendwie einfach.... oder doch nicht?

"Meinungsfreiheit" heist doch das man frei ist eine Meinung zu haben - dies erzeugt jedoch nicht das Recht Anschuldigungen zu äussern solange diese nicht mit Tatsachen belegt sind. Ist es eine Tatsache in bestätigter Form ist es auch keine Anschuldigung.

Auch gehört mE zur Meinungsfreihet auch dazu das man mit seinem eigenen Namen gerade steht!

"Meinungsfreiheit" und die "Freiheit" die sich manche Leute nehmen irgendwelche Personen (auch juristische) zu defamieren stehen sich grundsätzlich im Wege.

Also eine Meinung zu etwas haben und dies in geeigneter Form der Oeffentlichkeit kunnt zu tun ohne das jemand in seinem Recht und seiner Persönlichkeit verletzt wird, das ist die hohe Kunst der Meinungsäusserung.

Jedes Mal wenn ich eine "Meinung" gegen eine Person/Firma äussere, versuche ich mir vorzustellen wie ich reagieren würde wenn es umgekehrt wäre, in aller Regel hilft das ungemein um nicht in Schwierigkeiten zu kommen.

Meine "freie Meinung" Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Themenstarter982 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #11
Die Auflistungen in Deinem Beitrag beschränkt ganz sicher nicht meine Meinungsfreiheit.
Das stimmt. Das tut sie nicht. Allerdings - wem geht es nicht so - ist es nicht immer einfach, sie sachliche von der emotionalen Ebene zu trennen. 🙂 Und wenn jemandem etwas unrechtes widerfahren ist, drängt sich ein "das ist Betrug(!)" schnell auf, zumal das der eigenen Sicht entspricht. Sich in einem Forum dann zurückzunehmen und daraus eine unverfängliche Frage zu formulieren, ist nicht immer einfach. Es ist halt nur etwas, woran sich alle gewöhnen sollten.

Meiner Meinung ist der Ansatz sehr richtig, bereits Kinder in der Schule Konflikt/Kommunikationsseminare besuchen zu lassen. Aber wir, die vor 1978 geboren wurden, sind davon "verschont" geblieben. 🙂 Naja, aber dafür sind wir Helden 🙂 , siehe: http://www.traum-projekt.com/forum/sitemap/t-93817.html<br><br>Post geändert von: holger, am: 07/05/2007 13:21
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3'766 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #12
holger schrieb:
Die Auflistungen in Deinem Beitrag beschränkt ganz sicher nicht meine Meinungsfreiheit.
Das stimmt. Das tut sie nicht. Allerdings - wem geht es nicht so - ist es nicht immer einfach, sie sachliche von der emotionalen Ebene zu trennen. 🙂 Und wenn jemandem etwas unrechtes widerfahren ist, drängt sich ein "das ist Betrug(!)" schnell auf, zumal das der eigenen Sicht entspricht. Sich in einem Forum dann zurückzunehmen und daraus eine unverfängliche Frage zu formulieren, ist nicht immer einfach. Es ist halt nur etwas, woran sich alle gewöhnen sollten.

Meiner Meinung ist der Ansatz sehr richtig, bereits Kinder in der Schule Konflikt/Kommunikationsseminare besuchen zu lassen. Aber wir, die vor 1978 geboren wurden, sind davon "verschont" geblieben. 🙂 Naja, aber dafür sind wir Helden 🙂 , siehe: http://www.traum-projekt.com/forum/sitemap/t-93817.html<br><br>Post geändert von: holger, am: 07/05/2007 13:21
Gut gesagt Löwe 🙂

in der heutigen Zeit wo einem evll der Chef pisakt, der Arbeitskolege mobbt, der Lebenspartner nervt, das Steueramt einem den letzten Cent zieht und der Hund im grössten Regen Gassi gehen wil, ist es nur natürlich das wenn man immer eins an Schienbein bekommt, mit Freude auch mal Austeilt wenn man endlich Gelegenheit hat. Da die emotionale Schiene nicht zu befahren ist nicht einfach, aber ein Versuch ist es wert.

Ja wir sind Helden... 😛

Gruss VA<br><br>Post geändert von: VirusAfricanum, am: 07/05/2007 13:29
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134 Beiträge · seit 200707. Mai 2007 · #13
Mal so grundsätzlich:

Ich als Unternehmer würde anstatt mit einem Nennungsverbot eher daran ansetzen, mich mit den unzufriedenen Kunden in Verbindung zu setzen, um das Angebot aufgrund der Kritik zu verbessern. Gerade unzufriedene Kunden sind bei der Weiterentwicklung/Verbesserung des Angebots für jedes Unternehmen von immenser Bedeutung!

Als Belohnung für seinen (Zeit-)Aufwand erhält der Unternehmer:

- einen Kunden, der sich - trotz der Unzufriedenheit beim ersten Mal - beim nächsten Mal wohl wieder für das gleiche, nun verbesserte, Angebot bzw. Service entscheidet, da ihn der Einsatz des Unternehmers überzeugt hat.

- positive Propaganda durch den Kunden aufgrund seines Bemühens und damit zusätzliche potenzielle Neukunden.

- generell ein verbessertes Angebot bzw. Service für das gesamte Unternehmen.

Hinzu kommt: Allgemein kann man sicher sagen, dass es ja nicht nur einseitig Kritik hagelte, sondern sich auch sehr zufriedene Stimmen gemeldet haben. Diese positive Kommunkation entgeht nun dem entsprechenden Unternehmen. Den schon im Wirschafts-Grundstudium erlernt man, dass positive Mund-zu-Mund Propaganda besser wirkt als jede Werbung in Magazinen, Heften, etc.

Zurück bleibt für mich ein etwas komisches Gefühl. Im Sinne von: Hat da jemand etwas zu verbergen?

Gruss
Pascal
Gast07. Mai 2007 · #14
Moin zusammen,

ich tippe eher auf eine Vendetta des Herrn von der Firma, die hier nicht mehr genannt werden darf, gegen die Firma Iwanowski. Wenn ich mich recht entsinne, hat er Chrigu ja vorgeworfen, er sei hier nur der Strohmann für die Firma Iwanowski.

Wenn man sich auf deren Site einmal die Bewertungen der Firma, deren Namen hier nicht mehr genannt werden darf, anschaut, dann sieht man, dass zum einen die Firma Iwanowski bis vor einiger Zeit Autos jener anderen Firma vermittelt hat und dass zum anderen gerade die letzten Bewertungen außerordentlich schlecht sind.

Was mich persönlich jetzt vor dieser Firma grundsätzlich zurückschrecken lässt, ist die Tatsache, dass einem -wie ich annehme- Non-Profit-Forum mit rechtlichen Schritten gedroht wird, aber die Bewertungen in einem kommerziellen Umfeld akzeptiert werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Bewertungen dem Herrn, dessen Namen ich jetzt leider nicht mehr recherchieren kann, unbekannt sind. Wenn er da nicht gegen vorgeht, bleibt mir nur der Schluss, dass die Firma Iwanowski wohl Grund dazu hatte, die Geschäftsbeziehung zu beenden und diese Gründe ggf. auch dokumentieren könnte.

Zu schade, dass wir die Wahrheit wohl niemals erfahren werden. Allerdings ist die Firma, deren Namen nicht mehr genannt werden darf, in einem Forum, welches sich eine gewisse Reputation erarbeitet hat, nur noch mit Chrigus Administrator-Postings recherchierbar. Wenn ich neu hier wäre, würde ich mir meinen Teil denken.

Gruß, Michael

Post geändert von: Yoshikawa, am: 07/05/2007 19:16<br><br>Post geändert von: Yoshikawa, am: 07/05/2007 19:24
Gast07. Mai 2007 · #15
irgendwie scheine ich das alles - die ganze aufregung - nicht zu verstehen 😉
ein forum ist meines erachtens eine plattform zum austausch von erfahrungen. positiven wie negativen.
wenn nun jedoch diese erfahrungen nicht mehr mitgeteilt werden dürfen, sobald ein unternehmen involviert ist, verliert jeder meinungsaustausch für mich an bedeutung.
wenn nur noch positve beiträge zu unternehmen erscheinen dürfen bedeutet dies eine zensur im sprichwörtlichen sinne.
wenn jedoch negativ gepostet wird, sollte dies auch belegbar sein und demzufolge ohne konsequenzen für das forum bleiben müssen.
alles was negativ gepostet wird und nicht belegbar ist, sollte unterbleiben, um das forum zu schützen.
also: anschuldigen nur dann, wenn sie belegbar sind.....?
in diesem zusammenhang denke ich gerade an autovermieter! gerade hier sind die positiven postings enorm hilfreich für neu.-interessenten. das gleiche gilt für negativ-erfahrungen.
wie soll das nun weiter ablaufen???? bin mir hier wirklich nicht im klaren, was der ganze spuk soll und vor allem, wo dies endet....
3'766 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #16
Hallo FoMi’s

Natürlich darf man negative Dinge berichten nach wie vor!

Also letztes Jahr hatten wir bei der Firma „Schall und Rauch“ eine 5x8 gemietet, vom Preis her wurde mir gesagt das es Abzocke sein könnte, das kann ich so nicht bestätigen. Wir hatten für unser 8 Monate Arangement nur Euro 18.50 die Stunde bezahlt.

Die Einführung durch Herrn Bremsklotz war ausgezeichnet, sonst hätte ich nicht in 5 Minuten begriffen wie das Autoradio funktioniert, ich hatte während diesen 5 Minuten sogar noch Zeit mir von seiner Assistentin Frau Heisses Rohr einen Kaffe bringen zu lassen.

Wir stellten zwar fest das die Strassen für die Niederquerschnittreifen wenig geeignet waren, da kann man aber die Firma „Schall und Rauch“ nun mal wirklich keinen Vorwurf machen.
Ich erwäge nun einen Prozess gegen Staat Traumania, einfach eine Frechheit die Strassen nicht den Importwagen anzupassen.

Sehr überrascht war ich aber über die rasche Pannenhilfe, war doch die 4 Tagesrundwanderung nicht geplant, aber als wir zurückkamen war schon beinahe alles repariert.

Da die Firma „Schall und Rauch“ die Ökologie sehr gross auf ihre Fahne schreibt, war ich nicht sonderlich überrascht das die Bremsen sehr sanft bremsten als wir unten im Tal ankamen. Auch war es sehr angenehm das kein Knall des Airbags die Ruhe nach dem Aufprall störte.

Zum Glück füllt die Firma nur immer 20% der Bremsflüssigkeit ein die gesetzlich erlaubt ist, so wurden wir schon nach einer Woche wieder aus der Untersuchungshaft entlassen weil der Schaden an der Umwelt einigermassen klein war.

Freundlich war auch das sie die Hälfte der Taxikosten zum Flughafen übernahmen.
Leider wollten sie die Flugkosten für den verpassten Flieger nicht übernehmen, war aber auch unser Fehler weil wir die“ rundumsorglos“ Versicherung zu 95.80 wählten. Hätten wir die Versicherung für 318.75/Tag genommen wäre alles gedeckt gewesen inklusive eines Imbiss.

Zu unserer Freude stellten wir dann zu Hause fest das wir die Kaution von MasterVisa die uns abgebucht wurde in bequemen Raten zu Euro 112.17 excl. MwSt in 480 Monatsraten zurückzahlen dürfen.

Auch fanden wir es schön das wir bei Frühbuchung keinen Rabat bekommen, das garantiert doch immer hin eine gewisse Preisstabilität, wo kämen wir hin wenn wir nicht wüssten was wir zu bezahlen haben.

Alles in allem war die Firma „ Schall und Rauch“ eine Bereicherung ohne die wir gewiss nie so einen tollen Abenteuerurlaub hätten geniessen können.

Ich kann diese Firma wirklich nur weiterempfehlen (dafür erhalte ich 5% bei der nächsten Anmiete) und freue mich schon auf den nächsten Urlaub in 480 Monaten.

Euer Virus Africanum<br><br>Post geändert von: VirusAfricanum, am: 07/05/2007 21:50
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2'612 Beiträge · seit 200707. Mai 2007 · #17
😄 😄 😄

VA, wir liegen alle am Boden 😄 😄 😄

Aber mal im Ernst: das mit dem Konjunktiv ist so eine Sache, könnte evtl. im Streitfall auch problematisch werden.

Wer verbietet aber folgende Vorgehensweisen:

1. Frage im Forum zu einer Autovermietung oder Unterkunft - Antwort als PM.
2. "Positivliste" mit Begründung der Nennung zu den Themen Autovermietung, Unterkunft usw. - bei Nichterscheinen auf der Liste kann sich der/die LeserIn so seine/ihre Gedanken machen. Die Listen sind natürlich erst nach einer gewissen Zeit aussagekräftig.

Noch eine Frage an die Juristen im Forum: bei Amazon beispielsweise sind Beurteilungen der Produkte üblich. Hat jemand schon einmal davon gehört, dass Beurteilungen bei Amazon gelöscht werden mussten?

Und noch eine Anmerkung zum Schluss: der Größte zu sein bedeutet nicht zwangsläufig der Beste zu sein.

Volker
Bye bye Forum
3'766 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #18
Volker schrieb:
😄 😄 😄

VA, wir liegen alle am Boden 😄 😄 😄

Aber mal im Ernst: das mit dem Konjunktiv ist so eine Sache, könnte evtl. im Streitfall auch problematisch werden.

Wer verbietet aber folgende Vorgehensweisen:

1. Frage im Forum zu einer Autovermietung oder Unterkunft - Antwort als PM.
2. "Positivliste" mit Begründung der Nennung zu den Themen Autovermietung, Unterkunft usw. - bei Nichterscheinen auf der Liste kann sich der/die LeserIn so seine/ihre Gedanken machen. Die Listen sind natürlich erst nach einer gewissen Zeit aussagekräftig.

Noch eine Frage an die Juristen im Forum: bei Amazon beispielsweise sind Beurteilungen der Produkte üblich. Hat jemand schon einmal davon gehört, dass Beurteilungen bei Amazon gelöscht werden mussten?

Und noch eine Anmerkung zum Schluss: der Größte zu sein bedeutet nicht zwangsläufig der Beste zu sein.

Volker
Wie du schon richtig erkannt hast, du beurteilst das "Produkt" und keine Dienstleistung.

Du kannst einen Toaster "Schrott" finden und der entspricht immer noch dem Preis/Leistungsverhältnis.

Hingegen müsstets du die Lieferfirma anschwärzen weil diese zB nicht liefert und da sieht es wieder gleich aus wie in Forum, Gruss VA
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2'346 Beiträge · seit 200607. Mai 2007 · #19
Liebe Leute,

vorausschicken möchte ich, dass ich mit der Autovermietung, deren Name hier nicht mehr genannt werden darf, sowohl unter der Ägide von Iwanowski als auch bei einer Direktbuchung alles in allem sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Schade, von dieser guten Beurteilung wird die Firma ja nun nichts mehr haben, da ich den Namen ja nicht nennen darf.

Aber Spaß beiseite. Ich finde es auch sehr bedenklich, dass die Nennung von Namen, insbesondere bei Autovermietungen, nun offenbar an ihre Grenzen stößt, was aber irgendwann zu erwarten war, wenn man die Erfahrungen aus den bisherigen Foren zugrundelegt.

Ganz nüchtern betrachtet, kann ich das bei Autovermietungen aber eigentlich noch ganz gut verkraften. Denn ganz im Gegensatz zur Meinung von Anette, halte ich die persönlichen Bewertungen von Autovermietern in ihrer Gesamtheit für völlig nutzlos. Den absolut guten und den abgrundtief schlechten Vermieter gibt es nämlich nicht. Und je mehr Meinungen ich sammle, desto mehr verunsichert werde ich. Meine Ansicht zu diesem Thema dürfte in diesem Forum inzwischen hinlänglich bekannt sein. Ein Blick in das vorhin zitierte Bewertungs-Forum auf www.afrika.de bzgl. Autovermietungen spricht wahrlich Bände. Von 1 bis 6 ist praktisch alles vertreten - und zwar nicht nur bei der Firma, die hier nicht mehr genannt werden darf, sondern beispielsweise auch bei der Firma, die in diesem Forum von einigen Protagonisten gerne immer wieder als Non-plus-Ultra dargestellt wird (wurde?). Das sollte allen zu denken geben, die ihre Entscheidung für den einen und gegen den anderen durch die Berücksichtigung von Einzelerfahrungen absichern möchten. Damit möchte ich nicht den persönlichen Wert solcher Einzelmeinungen in Abrede stellen. Die subjektiven Erfahrungen haben mit Sicherheit in den meisten Fällen auch eine Grundlage. Allein sie helfen dem verunsicherten Mietwagen-Aspiranten nicht wirklich weiter.

Ich möchte noch einmal betonen, dass ich die offenbar zwangsläufige Entwicklung in diesem Forum mit dieser Meinung nicht gutheißen will.


@ Frankie Fredericks (Pascal)

Ich weiß nicht, ob dein Plädoyer für ein aktives Beschwerdemanagement im Fall von negativen Kundenäußerungen in diesem Forum den betroffenen Autovermietungen wirklich weiterhilft. Da die Beschwerden meist mit vermeintlich ungerechtfertigten Kostenbelastungen (i. d. R. im - praktisch immer unverschuldeten - Schadenfall) zusammenhängen, ist der Spielraum für einen Autovermieter, aus einem unzufriedenen einen zufriedenen Kunden zu machen, doch stark eingeschränkt. Das kristallisiert sich doch letztendlich auf "zahlen" oder "nicht zahlen" heraus.

Und sollte praktiziertes Beschwerdemanagement dann hier öffentlich im Forum demonstriert werden? Kein Autovermieter wird sich darauf einlassen. Und wie sollte die konstruktive Auseinandersetzung mit der oft stark emotionalen Kritik des Mieters, der etwas zahlen soll, was er nicht einsieht, dazu führen können, das Angebot künftig "zu verbessern und weiterzuentwickeln"? Das könnte höchstens dazu führen, künftig grundsätzlich nur noch Fahrzeuge mit Super-Mega-Cover anzubieten, wie es die großen deutschen Reiseanbieter in ihren Katalogen tun, um das Risiko von Beschwerden bereits im Ansatz wenigstens weitgehend zu minimieren.

Viele Grüße
Armin
Gast08. Mai 2007 · #20
armin,
im gegensatz zu dir beschränkt sich die meinungsäusserung zu autovermietern ganz und gar nicht auf eine kulante oder weniger kulante pekunäre abwicklung.
für mich wäre wichtig zu erfahren, welcher vermieter:

- abgefahrene reifen
- klapprige karossen
- überalterte fahrzeuge
- abgenutztes oder schmutziges campingequiment
- fehlendes bordwerkzeug
- eingeschränkte ersatzreifenregelung
- ungewartete fahrzeuge
zur verfügung stellt.

im umgekehrten fall fehlen mir dann hier gleichfalls auch die positiven betrachtungen!
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