ANanetteGast04. Mai 2007 · #21deine vorbehalte zu kontroversen themen verstehe ich wirklich nicht!
anstatt dich zu freuen, dass es in deinem forum lebhaft zu geht, forderst du mainstream themen anzusprechen.....wobei der tierschutz heutzutage sowas von mainstream ist.....
also, wenn das dein problem ist, solltest du dies ganz klar deutlich machen.....
somit würden sich etwa 50% der postings erledigen(tierschutz, politik, menschenrechte)...aber auch das forum um einiges ärmer machen.
das leben fordert nun mal auch kontroverse stellungnahmen, denen man sich auch stellen sollte!
DADagut349 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #22Nee, nee, chrigu hat schon recht.
Ich habe ja auch nichts gegen lebhafte Diskussionen, aber das sind ja schon keine Diskussionen mehr. Auf einem Schlachtfeld geht es auch "lebhaft" zu.
Dummerweise steht man sich in einem Internet-Forum nicht persönlich gegenüber, sonst würde man vielleicht schon sehr früh sehen, dass eine Diskussion gar nicht lohnt. Andererseits kann man sich sozusagen auch nicht aus dem Weg gehen, und dann gibt ein Wort, oder besser: ein Satz den andern. Vermutlich gibt es auch einige, die eventuell ein bisschen Spaß dabei empfinden, provokante Thesen in den Raum zu werfen und die hübsch aufgeregten Kommentare von (aus ihrer Sicht) ach so moralischen Spießbürgern zu lesen.
Aber ich habe die Befürchtung, dass die Entwicklung, die Chrigu beschreibt, das Forum zerstören könnte, wenn es so weitergeht. Der Ton wird schärfer, Werbung wird verbreitet, aus kommerziellem Interesse (oder vermeintlich geschädigtem Interesse) werden andere offen diskreditiert - ein Kuschelforum ist das schon längere Zeit nicht mehr. Dummerweise hilft da eigentlich nur die Zensur, aber die wollen wir doch eigentlich alle nicht.
Vielleicht sollten wir denjenigen, die offensichtlich nicht am eigentlichen Sinn des Forums interessiert sind, so wenig Resonanz geben, dass sie den Spaß daran verlieren. Und sie auch nicht herausfordern - denn seid mal ehrlich - wir sind hier alle Namibia-Liebhaber und wissen doch eigentlich alle, dass das sinnlose Töten von Tieren "pfui" ist. Also warum stellt ihr dann den Link zu so einem ekelhaften Film hier herein? Dass das widerlich ist, wissen wir doch schon. Und es ruft eben jene auf den Plan, die mal gerne mit ihrer Borniertheit auftrumpfen wollen, ohne dass sie wirklich eins auf die Finger kriegen.
Meiner Meinung nach sollten in nächster Zeit ähnliche Dinge früher unterbunden werden, um diese unschöne Entwicklung aufzuhalten. Nehmt diesen Leuten den Spaß, dann bleiben sie auch weg, und beschränkt Eure postings auf den eigentlichen Sinn des Forums. Ein Forum, das sich mit Reiserouten, Unterkunftsvorschlägen, etc. beschäftigt, ist für Trophäenjäger langweilig!
Also nochmal meine Meinung: Ich finde, "admin" sollte in nächster Zukunft früher eingreifen, für solche Dinge ist das Forum nicht da.
Daniel
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #23Na ja, wir leben in der besten aller Forumswelten.
Hier ein aktueller Screenshot von heute Nacht.
man beachte die "google -Anzeige"
Mit sonnigen Grüßen
Carsten Möhle<br><br>Post geändert von: Carsten Möhle, am: 04/05/2007 02:40
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #24
holger982 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #25@Carsten:
super gesehen! Ist mir erst auf den zweiten Blick aufgefallen, denn inzwischen blende ich die Google-Anzeigen mehr oder weniger aus meinem Wahrnehmungsfeld aus. 😛
Somit unterstützen die Jagdgegner indirekt die Anbieter. Auch nicht schlecht. Sehr subtil 🙂
Den Link zu diesem Video hatte ich schon irgendwann gepostet, weil es auch mich fürchterlich aufgeregt hat.
Zum einen gebe ich Chirgu Recht. Es gibt Themen, die scheinbar nicht diskutierbar sind, weil es im Meinungsbild keine Grauzone zu geben scheint. Entweder ist man dafür oder dagegen. Insofern nervt das Thema ein wenig, weil es immer und immer wieder rausgeholt und dieselben Argumente aufgewärmt werden.
Dennoch halte ich es zum anderen für gut, dass es passiert, denn es ist wichtig, dass die mahnenden Stimmen nicht verstummen. Und solange hier keine Persönlichkeitsrechte z.B. in Form von Beleidigungen verletzt werden, frage ich mich, wieso der mahnende Finger gehoben wird.
Leider ist die Rechtssprechung so ausgelegt, dass der Forumsbetreiber verantwortlich für den Mist ist, den die User verzapfen. Insofern habe ich Verständnis dafür, dass hier einige Beiträge aus purem Selbstschutz gelöscht werden (zB Autovermieterpostings vom Vortag). Ich frage mich nur, ob dem Richter klar war, was er da angerichtet hat, als er dieses Urteil gesprochen hat.<br><br>Post geändert von: holger, am: 04/05/2007 05:48
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Chrigu7'272 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #26Carsten Möhle schrieb:Na ja, wir leben in der besten aller Forumswelten.
Hier ein aktueller Screenshot von heute Nacht.
man beachte die "google -Anzeige"
Mit sonnigen Grüßen
Carsten Möhle<br><br>Post geändert von: Carsten Möhle, am: 04/05/2007 02:40
Wenn dann noch ab und zu jemand auf die Jagdbanner klickt, hat die Trophäenjagd weinigsten den positiven Effekt, dass ein Teil der Serverkosten darüber bezahlt werden 😄
Google Anzeigen werden übrigens automatisch anhand des Inhalts der Webseite geschaltet. Wenn also irgendwo Jagd, Jagd, Jagd steht ist es nicht verwunderlich dass solche Banner erscheinen.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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Crazy ZebraThemenstarter3'766 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #27Hallo zusammen,
eigentlich schade das wir und in die Knie zwingen lassen!
Ich bin zugegebener massen ein Verfechter von glühenden und intensiven Diskussionen.
Manchmal bin ich auch Stur und sitze auf meiner Meinung wie ein Sumoringer auf den Clo, jedoch versuche ich das Gegenüber mit Respekt zu behandeln ob mir dies immer gelingt dürfen andere beurteilen und wenn nötig mir auf die virtuellen Pfoten klopfen.
Auch bin ich der Meinung das gewisse „heisse“ Themen platz haben sollten in einem Forum, nur durch ein schönes Land zu reisen und die „sunny sides“ hervorzuheben ist wohl eine angenehme Sache, dennoch etwas kritisches Betrachten einer politischen, wirtschaflichen oder soziologischer Situation gehört einfach auch dazu.
Ist wie eine Schwarzwälder Torte das Leben, erst die Sauerkirschen in Kombination mit der Sahne machen das Produkt perfekt.
Zu dieser „Diskussion“ es scheint ein reales Bedürfnis zu sein das die Mehrheit mindestens im Geheimen bedenken hat zu verschiedenen Formen von Jagtfarmen.
Es ist aus meiner Sicht auch nicht falsch auf Missstände hinzuweisen, gehen wir mal davon aus das ich auf einer Farm Urlaub mache und während eines Teils der Saison wird diese für Gäste mit anderen Wünschen genutzt, so würde ich diese gerne meiden möchten.
Das grosse Problem sind, das weiss ich, namentliche Nennungen und Beschuldigungen ohne jegliche Fakten und Beweise. Da die erbringung solcher Fakten im Netz kaum möglich sein wird, sollte auch auf diese verzichtet werden.
Das es in jedem Land Missstände gibt in jeder Couleur ist auch wahr, wenn ich etwas entdecke und dies Endeckung eine Namen hat, so denke wende ich mich an den WWF, an Humanrights oder an eine Organisation die meine Interessen besser verfolgen kann oder werde selber bei den zuständigen Stellen aktiv.
Die Gradwanderung von der objektiven Beobachtung und der subjektiven Wahrnehmung ist sehr schmal und man neigt gelegentlich dazu sich zu der subjektiven Seite hinziehen zu lassen ohne das man es selber merkt.
In einem Reiseforum sollte auch etwas Spielraum sein für einen Blick über die Landschaften und Lodges hinaus, ansonsten kann ich die Reiseführer auswendig lernen, da steht in der Regel alles schon in den schönsten Farben drin.
Das wohl grösste Problem besteht wie ich bereits mehrfach erwähnte in der anonymität des Netzes die leider oft missbraucht wird.
Ich habe einen Artikel gelesen in der AZ-Namibia über die Zensur der freien Themen in den Radiostationen, und alle sind sich einig das dies falsch ist, eingriffe in das Meinungsbild einzelner können dem Gesamten schaden. Nur weil eine Minderheit mit den Freiheiten nicht umgehen kann. Die grosse Masse mit Zensur schützen zu wollen birgt risiken.
Viel ehrlicher wäre es jene Personen die sich der Gesprächskultur nicht unterordnen wollen/können darauf hinzuweisen. Es gibt jedoch auch Unbelehrbare die man nach einem Hin- oder Verweiss einfach ausschliessen sollte nach demokratischen Prinzipien.
Es ist immer das Ende einer demokratischen Gesellschaft wenn sie sich durch Minderheiten in die Knie zwingen lässt, aber ganz ohne Minuspol funktioniert keine Batterie, that’s life.
Im Bemühen auch bei heiklen Themen und Diskussionen immer fair und anständig zu bleiben, Kurt alias VirusAfricanum.
PS – ich bin gegen Schleichwerbung mit kommerziellen Interessen, beleidigungen und alle anderen Dinge die gegen den Anstand verstossen.
PSS – ich kann alles ausser Hauchdeutsch und wünsche mir das mein Artikel auch mit falscher Interpunktion und mangelnder Rechtschreibung verstanden wird irgend wann wird ich mal einen „Schreibrechtkurs“ besuchen.<br><br>Post geändert von: VirusAfricanum, am: 04/05/2007 08:31
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KLklausul283 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #28Hallo zusammen,
Ich möchte hier einen Aspekt einbringen, den viele aus der geschützten Umgebung in Deutschland völlig vergessen.
Ein Farmer in Namibia kämpft sein Leben lang um die Existenz: Maul- + Klauenseuche, fehlender Regen oder Feuer das den Grasaufwuchs vernichtet kann das Ende der Existenz bedeuten und hat schon viele Farmer an den Bettelstab gebracht.
Gästefarming und Jagd sind sichere Einkommensquellen. Der direkte Vergleich zur "weißen Farm" und der Subsistenzlandwirtschaft z.B. im Ovamboland sollten mal verglichen werden. Im landwirtschaftlich sehr viel gesegnteren Norden (Wasser und Flora) ist die komplette Fauna auf Rinder, Ziegen und Schafe reduziert (wenn man mal von den Reptilien und Wasserbewohnern absieht.
Die Wildtiervielfalt im Farmgebiet bringt Geld ins Land und hilft genau dieses Namibia, das wir alle so sehnsüchtig lieben zu erhalten und entwickeln.
Ich habe überhaupt kein Problem wenn jemand Geld bezahlt für die (von mir auch nicht nachvollziehbare) Freude ein Oryxgeweih, ein Zebrafell oder Kudugehörn an der Wand zu haben. Das Fleisch findet Abnehmer, sei es in der Farmgefriertruhe für Gäste oder im Handel.
Tiere die nicht gegessen werden nachhaltig (nur so viel wie nachwächst) zu bejagen macht einfach unter dem Hintergrund der Einkommenssicherung Sinn. Die unter dem sinnvollen Elfenbeinschutz sich entwickelnden Eli-populationen, die langsam zur Bedrohung für Wälder und sonstiger Fauna wird zeigen die Grenzen eines Totalschutzes.
Von den Namibiern zu verlangen ja nicht in die Wildbestände einzugreifen um unser Heile-Weltbild zu befriedigen ist ganz schön vermessen und ist auch ganz leicht solange monatlich das Gehalt fließt und die Bratwurst im Supermarkt € 0,80 kostet. Bei Krankheit, Hausbrand Autototalschaden muß sich hier keiner existenzielle Gedanken machen in Namibia sehr wohl. Die Welt in der Menschen 600 km anreisen um ein Eisbärenbaby zu besichtigen hat mit der realen Welt rein gar nichts zu tun!!!
So weit meine (wahrscheinlich sehr unpopuläre) Meinung
Klaus
Post geändert von: klausul, am: 04/05/2007 09:31<br><br>Post geändert von: klausul, am: 04/05/2007 10:50
Vorsicht: infiziert mit virus namibiense
Crazy ZebraThemenstarter3'766 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #29Hallo Klaus,
alles Nachvollziebar und Korrekt!
Einzig die Mehtode wie etwas gehandhabt wird soll hinterfragt werden, und wie bei allen Betrieben gibt es schwarze Schafe und die müssen gekennzeichnet werden, wohl auch im Interesse derjenigen die sich an die Grunsätze halten.
Und nur weil ich nicht auf keiner Jagtfarm Urlaub machen möchte heisst es nich auch automatisch das ich bzw mein Geld keinen Beitrag an die Erhaltung der Natur, Land und Leute leiste - einfach in anderer Form.
Auch ich kenne die Gesetze der Marktwirtschaft mit allen ihren Nuancen.
Der Zweck heiligt eben nicht immer die Mittel, da sollte ein Umdenken stattfinden bei Anbietern und Konsumenten.
Bei BIO hat ja auch ein Umdenken stattgefunden und es ensteht eine WIN-WIN Situation - Gruss Kurt
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holger982 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #30Hallo Klaus,
ich kann dir weitestgehend zustimmen. Aus Farmersicht gehört die Jagd zur Existenzsicherung. Soweit sind wir uns einig. Wenn ich mir allerdings dieses Video ansehe, frage ich mich, welche "Profis" da am Werk waren und ob das alles seriös abgelaufen ist. Wildes, unkoordiniertes Rumgeballere kann kein Merkmal einer Jagd sein, zumindest in meinen Augen, der dieser Kaste nicht angehört.
<gehässig>Eigentlich schade, dass der Löwe den Typen nicht richtig erwischt hat. </gehässig>
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http://travel-pictures.net KOkonno1'457 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #31Leute ihr regt euch über ein Video auf, dessen Quelle ihr nicht kennt, die Umstände nicht kennt, die Darsteller noch weniger. Was ist dem vorausgegangen ? Keiner weiß es. Wollten die zu dritt auf die Jagd gehen ? Hat einer eine Jagd gebucht ? Wer von ihnen war der Inhaber und somit " Profi" ? 🤨
Waren gar alle drei Profis ? Ich habe neulich einen Bericht über einen Jugendlichen im Fernsehen gesehen, den man im Krankenhaus ausversehen am falschen Knie operiert hat und der nun an beiden Beinen Problemen hat. Der Mensch ist eben nicht unfehlbar. 😕
Und was mich noch mehr aufregt ist folgendes: Jeder von euch fliegt nach Namibia mindestens 16000 Kilometer. Das schadet der Umwelt, der Welt und allen Tieren ein vielfaches von dem, was diese Jäger da unten anrichten. Die Verschiebung der Trockengrenze, die Erwärmung der Küstengewässer, der Erosionseintrag, der Anstieg der Meere, das Artensterben an sich und so weiter. Bleibt auf dem Teppich !😗
Und noch mehr regt mich auf, das Leuteschauen, wie Gästefarmen mit dem Jagdgedanken umgehen und in dem und dem Falle angewiedert sind. Aber keinen Deppen juckt es (tschuldigung Chrigu, aber ich spreche ja niemanden konkret an) wie die Arbeiter und Bediensteten der Unterkünfte wohnen und leben. Was sie im Monat verdienen, wie ihre Kinder zu Schule gehen, ob überhaupt, ob sie eine Gesundheitsversorgung haben und wenn welche. Wie es ihren Familien geht und welche Perspektiven sie haben. Wenn aber ein Löwe oder ein Eland auf dem Gelände geschossen wird, dann schreit das europäische Gemüt. 😠
Alle anderen Argumente wurden schon gennant. Aber ich muss ein Statement abgeben: wenn es sich nicht um Löwenfarming geht (es gibt noch viel schlimmere Videos, wo Löwen in kleinsten Gehegen auf den Flintenschuss warten) bin ich für die Jagd an jedem Tier.Es schafft, Income, Arbeitsplätze, eine vielfältigere Einkommensstruktur Infrastruktur, einen geregelten Tierbestand, eine Erneuerung der Genvielfalt und letztendlich ein Erhalt der Landschaft. 🙂
@klausul: Ich kann dir fast in allem zustimmen. Aber nicht in dem Vergleich von Ovamboland (Subsistenz) und dem kommerziellen Farmland. Du selbst lieferst das Argmunent warum das nicht verglichen werden kann: Die Tragfähigkeit des Landes. Wenn es überall in Namibia so gut um den Ertrag bestellt wäre, wie im Norden, dann sähe das Land ganz anders aus. Und glaube nicht, dann gäbe es noch weiße Farmer, die Vieh und Jagdfarming betreiben würden.
Wenn dann wäre ein Vergleich wohl eher mit dem Maisdreieck angebracht. Oder vielleicht dem Kavango (wo es auch noch einige Tiere gibt weil die Bevölkerungsdichte nicht so hoch ist) aber selbst dann muss man die Bevölkerungsdichte in Betracht ziehen. Und die hat ja wohl auch geschichtliche Hintergründe 😏<br><br>Post geändert von: konno, am: 04/05/2007 11:00
Crazy ZebraThemenstarter3'766 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #32konno schrieb:
Und noch mehr regt mich auf, das Leuteschauen, wie Gästefarmen mit dem Jagdgedanken umgehen und in dem und dem Falle angewiedert sind. Aber keinen Deppen juckt es (tschuldigung Chrigu, aber ich spreche ja niemanden konkret an) wie die Arbeiter und Bediensteten der Unterkünfte wohnen und leben. Was sie im Monat verdienen, wie ihre Kinder zu Schule gehen, ob überhaupt, ob sie eine Gesundheitsversorgung haben und wenn welche. Wie es ihren Familien geht und welche Perspektiven sie haben. Wenn aber ein Löwe oder ein Eland auf dem Gelände geschossen wird, dann schreit das europäische Gemüt. 😠
Hallo Konno,
wusste ich doch das ich etwas vermisse 🙂
Aber sorry, woher weisst du das ich mich nicht für diese Themen Interessier und angagiere 😎 Das eine zu machen heisst doch nicht automatisch das ander zu lassen.
Apropos Quelle,
angenommen ein Film ist echt, davon gehe ich mal aus, und du würdest sehen wie ein Mensch misshandelt würde, und die Quelle nicht zweifelsfrei verifiziert, wäre dann das Problem für dich gelösst? Ich glaube dich ein wenig zu kennen, von daher denke ich das du in diesem Fall dir deine Gedanken machen würdest unabhängig davon ob diese Quelle 100% nachweissbar wäre, zumindest würdest du der Sache einwenig auf den Grund gehen wollen.
Ein anderer Aspekt der mich nachdenklich stimmt im allgemeinen, wer keinen respekt vor dem Tier hat könnte auch mit dem Umgang von Menschen mühe haben?!
Also ich denke nur weil mir gewsisse Sachen in Bezug auf Tiere nicht so sehr gefallen, schliesst es nicht aus das ich mir keine Gedanken über Umwelt ect mache.
Gruss und schön das du wieder im Forum aktiv bist
VA ein Depp wie er Buche steht 😛
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ANanetteGast04. Mai 2007 · #33danke carsten! der screenshot ist super - vor allem die "passenden" google ads 😉
grüessle
Armin2'346 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #34Wenn man zum Boykott von Farmen, die (unprofessionelle) Tropäen-Jagd zulassen, aufruft, dann sollte man wohl auch zum Boykott von Namibia insgesamt aufrufen. Das wurde mir gestern Abend beim wiederholten, eher gelangweilten Durchblättern eines Standard-Reiseführers klar.
Dort las ich, dass in dem bereits fertiggestellten Teil des Kanals, der künftig (hoffentlich nicht) einmal Wasser vom Okavango ins Landeszentrum befördern soll, innerhalb von nur 15 Monaten sage und schreibe 7.200 Tiere erbärmlich ertrunken sind, weil "der Staat" offenbar in keiner Weise an das Risiko für die Tiere gedacht hat. An dem Zustand wird kein Mensch jemals mehr etwas ändern - sinnlose Massen-Tierquälerei im Tagesgeschehen. Und das quasi "staatlich verordnet". Ich darf gar nicht daran denken. Um solche Missstände anzuprangern müsste man dann aber wohl konsequent dem ganzen Land den Rücken zukehren. Da wird dem einen oder anderen Tier auf einer Farm vielleicht Leid und Tod erspart, weil (hoffentlich) keine Jagdgäste mehr kommen - und nebenan "verrecken" die Tiere völlig sinnlos zu Tausenden beim vergeblichen Versuch, die glatten Beton-Kanalwände hochzukommen.
Mit nachdenklichen Grüßen
Armin
holger982 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #35Hallo Konno,
sich über den unglücklichen Abschuss eines Löwen aufzuregen schließt nicht aus, sich nicht auch über die ungerechten Lebensumstände der Angestellten in NAM aufzuregen.
Würde es sich bei dem Video um einen dokumentierten Polizeiübergriff an der unbewaffneten Bevölkerung handeln, würde ich mich genauso aufregen.
Worüber ich kurz nachdenken musste, war dein Argument, dass wir alle allein durch unsere Reise nach Namibia die Umwelt ungleich mehr schädigen, als wenn ein Löwe abgeschossen wird. Ganz davon abgesehen, dass ich in meinem täglichen Leben sehr umweltbewusst lebe, halte ich diesen Argumentationsweg für hoch problematisch. Letztlich lässt er nämlich nur den Schluss zu, dass - überspitzt gesagt - die einzig mögliche ökologisch korrekte Lebensart ist, im Urlaub zu Fuß zum nächsten Kanal zu laufen, um schwimmen zu gehen. Dabei ist dann aber bitte darauf zu achten, nicht ins Wasser zu strullen, weil sich der pH-Wert verändern könnte.
Dass der Mensch an der Klimakatastrophe schuld ist, ist völlig unbestritten. Ich denke aber, dass, wenn ich Ökostrom beziehe, mein Auto auf Autogas umgestellt habe, weitestgehend Bio-Produkte vom Bauernhof kaufe, Giftstoffe in meinem Garten ausschließe und viele andere Dinge auch mache, die ökologisch zumindest neutral sind, mir einen zugegebenermaßen umweltschädlichen Flug nach Namibia in meiner Ökobilanz erlauben kann.
Deswegen rege ich mich trotzdem auf, wenn ein den Waffen unterlegenes Tier aus "Spaß" einfach abgeknallt wird, weil es IMHO absolut sinnlos ist, Existenzsicherung hin oder her.
Grüße,
Holger
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http://travel-pictures.net MAMartinL503 Beiträge · seit 200604. Mai 2007 · #36Nun möchte ich doch 'mal Konno an die Seite springen. Inzwischen lese ich den ich weiß nicht wievielten Beitrag zur Jagd (inkl. altem Forum), an einen Thread über Mindestlöhne, Arbeitsbedingungen etc. kann ich mich zumindest nicht erinnern. Da hat er schon Recht, zumindest im Forum nimmt das Tier mehr Raum ein als die Lebensbedingungen der Menschen, wenn man mal von der täglichen Presseschau Yoshikawas absieht. Und - Holger - ich finde es toll, wie Du Deinen Alltag versuchst, ökologisch verantwortlich zu gestalten, aber die Welt und die drohende Klimakatastrophe sind unteilbar und dazu leisten wir alle, die wir runterfliegen oder gar noch stolz auf unsere Flugstatistik sind, unseren Beitrag, den man nicht aufrechnen kann gegen das verantwortliche Verhalten zuhause, so als würde man ein Soll/Haben-Konto im Blick auf das Klima aufbauen.
Ich selber bin da auch mit mir selbst noch nicht am Ende, auf der einen Seite dieses wunderschöne Land erleben zu wollen und auf der anderen Seite damit dafür zu sorgen, dass eine nachwachsende Generation es vielleicht nicht mehr erleben kann.
Gruß
Martin
ANanetteGast04. Mai 2007 · #37alles richtig!
doch es ging um die trophäenjagd!!!!!
nebenschauplätze zu eröffnen ist hier nicht wirklich zielführend!
die menschen, die die länder afrikas besuchen um deren natürliche resourcen aus eigennutz und zur aufwertung eines äusserst zweifelhaften egos zu zerstören (durch die jagd wird der genpool erheblich geschwächt, da beispielsweise nur kapitale elis, löwen etc. als "wertvolle" trophäe geschätzt werden und gerade dieses "herausschiessen" unübersehbare folgen für den bestand der gruppen bzw. für die weitergabe der starken gene unabdingbar sind!) steht in der kritik!
die lebensbedingungen der schwarzen arbeiter - und um die handelt es sich wohl - können nur diese im land selbst ändern indem sie sich der ausbeutung durch die weissen entgegensetzen, was früher oder später auch geschehen wird - da bin ich mir sicher.
ferner steht hier die umweltbelastung durch's fliegen der unterstützung durch den dadurch aufstrebenden tourismus entgegen.
mit dem thread zur trophäenjagd sollten nicht alle probleme dieser welt angesprochen, sondern lediglich das angesprochene problem thematisiert werden!
MAMartinL503 Beiträge · seit 200605. Mai 2007 · #38Hallo Anette,
bei einer Fragestellung wie der Trophäenjagd, in deren Einschätzung ich Deine Meinung ohne wenn und aber teile, kann man sich doch - wie Konno es getan hat - fragen, warum die Jagd so viel Raum in einem Namibiaforum einnimmt, und die Lebensbedingungen der Menschen dort so wenig. Ich zumindest finde Lebensbedingungen von Menschen keinen, wie Du schreibst, Nebenschauplatz. Selbst wenn Dein Thema damit nicht zu 100% berührt ist, nimmt es doch niemandem den Platz weg, sich nur zur Trophäenjagd zu äußern. Also: Ball flachhalten. Und ich finde in dem Thread auch andere Äußerungen, die Dein Thema vielleicht nur am Rande berühren, sehr wichtig: neben Konnos auch Armins Beitrag zum Kanal und die Wertigkeit des Tierschutzes ebenso wie die Nicht-Trophäenjagd, aber eben doch Jagd in Namibia. Ich habe es selbst nicht erlebt, aber von Freunden gehört, wie denn das gute Wildfleisch auf die Teller der Restaurants kommt, nämlich, indem die "Jäger" nachts mit grellen Scheinwerfern auf schlafende Springbockherden zufahren, um sie dann in einer Massenexekution für die Restaurants und Lodges zu erlegen. Ist auch nicht Dein Thema und dennoch, finde ich, gehört es mit hinein, wenn wir über den Wert eines Tieres und die Art seines Todes diskutieren.
Gruß
Martin
Cora1'335 Beiträge · seit 200606. Mai 2007 · #39Es tut mir leid, Chrigu, dass Du in letzter Zeit viel Ärger mit dem Forum hast. Das erneute Auftauchen von Themen, die polarisieren, ist sicherlich schwierig handzuhaben.
Was mir auffällt ist, dass sich bei diesen Diskussionen die Ebenen vermischen. Während die einen sich über die Sache aufregen (auf dieser oder jener Seite) ärgert sich ein weiterer, geht in der Stellungnahme auf eine andere, meist persönliche, Schiene. So nach dem Motto, "...wenn Du dafür bist, dann bist Du auch sonst ein übler Mensch..."
Dass dann natürlich alles ins Chaos gerät ist normal und kann nur durch den Admin (Chrigu) wieder beruhigt werden.
Mein Appell lautet: Bleibt in der Sache! Packt Euch bei solchen heißen Themen an die Nase und fragt Euch: Habe ich sachlich geantwortet? Habe ich den Menschen oder seine Ansicht negativ bewertet (stigmatisiert)? Habe ich generalisiert?
Bei Verdacht: Beitrag löschen und einmal drüber schlafen!
Einige Beiträge vorab zeigen, dass es geht, dass man auch bei diametralen Ansichten sachlich und sozial kompetent bleiben kann (siehe z.B. MartinL und Armin und andere). Dann machen auch kontroverse Diskussionen Spaß.
Sanne2'462 Beiträge · seit 200606. Mai 2007 · #40Hallo,
seit Tagen überlege ich, mich zu diesem Thema zu äußern und zögerte doch immer wieder. Der Grund dafür ist einfach und schwierig zu erklären zugleich.
Ich bin ein absoluter Gegner von Jagd nur um des Jagens willen, was für mich der Trophäenjagd gleich kommt. Weil ich glaube, dass Hege und die Ernäherung wichtiger ist und an erster Stelle kommen muss. Mein subjektiver Eindruck ist aber, dass bei Trophäenjagden dies bestenfalls eine erfreuliche Begleiterscheinung ist.
Doch die Diskussion hier führt mich eher dazu, mich den Jagdbefürwortern anzuschließen, nicht weil sie meines Erachtens im Recht sind, sondern weil sie mir in Teilen zeigen, dass sie eine Diskussion weniger emotional und in Summe toleranter und sachlicher führen.
Dass das Abschießen von Tieren in Käfigen zu verdammen ist, wird wohl auch jeder einsehen. Wir haben Freunde, die in Deutschland der Jagd nachgehen, und ich bin mir sicher, dass sie nicht auf Löwen schießen würden, die halb narkotisiert in einem 2x2 Meter "Gehege" sitzen. Sie gehören auch nicht zu denen, die der Trophäe wegen jagen und sind deshalb vielleicht nicht zu vergleichen.
Aber die Jäger, die wir kennen gelernt haben - auch in Namibia - , waren bereit, Pro und Contra zu diskutieren und persönliche Angriffe wie in Beiträgen oberhalb diesem haben wir nicht erlebt.
Wie will man einen Menschen mit anderer Einstellung überzeugen, wenn man ihn beleidigt?
Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag,
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo