Bitte Feedback zu meiner Reiseplanung

24 Antworten · 845 Aufrufe · gestartet 18. Juli 2026 von Wombat1963
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Themenstarter10 Beiträge · seit 202618. Juli 2026 · #1
Hallo! Ihr seid hier ein tolles Forum. Von euren Tipps kann man wirklich sehr gut profitieren. Schön, dass es so viele Namibia-Erfahrene gibt, die Ihr Wissen teilen wollen.

Wir sind Namibia-Erstätter, waren in den zurückliegenden Osterferien aber schon mal in Südafrika (Kapstadt, Garden Route bis Addo Elephant Park und vie Oudtshoorn zurück nach Kapstadt).

Meine Planung:
Start am 21.03.2027 in München
22.03.2027 Ankunft in Windhoek, Übernahme Mietwagen, halber Tag Windhoek, Übernachtung Windhoek
23.03.2027 Fahrt nach Sossusvlei und halber Tag Namib-Naukluft-Nationalpark
24.03.2027 Namib-Naukluft-Nationalpark
25.03.2027 Fahrt nach Swakopmund und halber Tag Großraum Swakopmund
26.03.2027 Großraum Swakopmund
27.03.2027 Fahrt nach Twyfelfontein und halber Tag Großraum Twyfelfontein
28.03.2027 Großraum Twyfelfontein
29.03.2027 Fahrt zum Etosha Nationalpark und halber Tag Etosha Nationalpark
30.03.2027 Etosha Nationalpark
31.03.2027 Etosha Nationalpark
01.04.2027 Fahrt zum Waterberg und halber Tag Waterberg
02.04.2027 Fahrt nach Windhoek, halber Tag Windhoek und Weiterfahrt zum Flughafen

Ich bin außerordentlich gehbehindert und kann mit Walkingstöcken nur kurze Strecken auf vglw. ebenen Untergründen gehen.
Wir waren in Südafrika aber bspw. u.a. auch Haifischkäfigtauchen. Letztes Jahr im Sommer waren wir 6 Wochen lang in England und Schottland unterwegs und vor 3 Jahren im Sommer 6 Wochen lang in Australien (mit Uluru, Great Barrier Reef und Whale Watching).
Insofern ist es nicht so, dass ich nichts im Urlaub machen kann.

Ich freue mich auf euer Feedbach und eure Tipps.
8 Beiträge · seit 202418. Juli 2026 · #2
Hallo Wombat1963,
meine Frau ist auch gehbehindert (100%,AG, B, linksseitige Lähmung), wir waren 2024 im Juni zum ersten Mal zu einer Selbstfahrerreise in Namibia und sind dort sehr gut zurecht gekommen.
Unsere namibische Reiseplanerin hatte uns nach einem persönlichen Kontakt Unterkünfte rausgesucht, die für unsere Einschränkungen geeignet waren. Bei kleinen Problemen wurde uns vom Personal der Lodges vorbildlich geholfen. In den Städten wurde unser blauer EU-Parkausweis für Behinderte akzeptiert.
Wir sind am Tag der Anreise nach der Autoübernahme und einem Einkauf direkt an den Waterberg gefahren, danach zum Etosha-Park, haben dort bewusst außerhalb (östlich und südlich) gewohnt. Dann weiter nach Twyvelfontain, wo wir auf die Felszeichnungen verzichtet haben und stattdessen die Wüstenelefanten und das Living Museum besucht haben. Anschließend über Cape Cross (Robben) nach Swakopmund (hohe Bordsteine, aber viele Behindertenparkplätze) und Walfis Bay (Katamaranausflug). Danach über Mondlandschaft und Spitzkoppe in die Nähe von Omaruru. Zum Schluss nach Okapuka und zuletzt das Auto in Windhoek zurückgegeben und zurück geflogen.
Wir haben gestaunt, wie hilfsbereit die Menschen in Namibia im Vergleich zu anderen Gegenden waren.
Der Urlaub war toll, so sind wir dieses Jahr über Victoria Falls und Kasane in die Sambesi-Region und Zentral-Namibia gereist. Trotz der Jahreszeit waren die Pegelstände in Sambesi, Chobe, Kwando und Okavango in unseren Augen noch sehr hoch.
Sossusvlei und besonders Deadvlei erschienen uns seinerzeit durch die Behinderung als nicht lohnenswert, nun wollen wir aber in zwei Jahren doch den südlichen Teil des Landes in Angriff nehmen, obwohl wir wissen, dass das Deadvlei für uns nicht machbar ist.
Ich denke, Du wirst in Namibia gut klar kommen. Bedenke aber, das die Regenzeit auch mal länger dauern kann, so dass Wildtiere evtl. seltener zu sehen sind.
LG Wolfgang
1'409 Beiträge · seit 201319. Juli 2026 · #3
Hallo Wombat 1963,

auch meine Frau ist gehbehindert (100%aG,H) und wir waren mit Rollstuhl mittlerweile 5x als Selbstfahrer in Namibia unterwegs.
Bis auf Waterberg kennnen wir alle eurer geplanten Reiseziele und waren schon dort.
Ein Blick in unsere Reiseberichte (in meiner Signatur) gibt dir eventuell einen Eindruck, wie man dort mit Mobilitätseinschränkungen zurechtkommt und was vor Ort möglich ist (Sossusvlei RB 2013+2016, Swakopmund RB 2013+2018, Twyfelfontein RB 2018, Etosha 2013, 2014, 2018, 2022).
Das Deadvlei ist mit Gehbehinderung sicher nicht machbar. Obwohl - Mir wurde mal erzählt, dass man mal eine mobilitätseingerschränkte Person mithilfe einer Zeltplane vom Parkplatz bis zum Deadvlei und zurück gezogen wurde ... da braucht es aber neben einer Portion Abenteuerlust mehrere "Sherpas" und für die es ist bestimmt eine ziemliche Schinderei ...
Für geplante Ausflüge z.B. in Swakopmund nimm frühzeitig Kontakt mit in Frage kommenden Anbietern auf und weise auf deine Gehbehinderung hin. Dann kann man dort auf eventuelle spezielle Bedürfnisse eingehen, eventuell wird dir auch speziell etwas passendes angeboten. In der Sossusvlei Lodge gibt es ein Adventure-Center. Auch da kann es sich bei Interesse lohnen, mal nachzufragen.
Die Tagesetappen sind sicher machbar. Gehe aber davon aus dass bei Ankunft im Sossusvlei und Twyfelfontein kein halber Tag für Aktivitäten mehr zur Verfügung steht. Die Stecken ziehen sich doch ziemlich und man ist in Namibia nicht so zügig unterwegs wie in Südafrika oder Australien.
Ansonsten - bei weiteren Fragen gerne melden und viel Spaß bei der weiteren Planung.
Zitierenzuletzt bearbeitet 19. Juli 2026Original ↗
39 Beiträge · seit 202619. Juli 2026 · #4
Hallo und viel Spass und gute Eindrücke auf der Reise.
Es gab ja schon zwei fundierte und erfahrene Antworten. Daher als gerade zurückgekehrter nur zwei Anmerkungen.
Ins Sossusvlei kann man gut reinfahren und vom Weg vieles sehen. Deadvlei eher nicht so einfach machbar, vom Aufwand für Sondertransport würde ich eher abraten.
Am letzten Tag scheint mir "halber Tag" Waterberg etwas unklar nach Rückfahrt Etosha. Dort Übernachtung am Plateau geplant? Die Wege sind dann schon weit Ich war selbst daher nicht mehr auf dem Waterberg.
1'929 Beiträge · seit 201119. Juli 2026 · #5
Hallo, ich stimme JeThu zu. Eine Fahrt ins bzw. Richtung Sossusvlei lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man dort dann nicht zu Fuß unterwegs ist und eventuell auch am 2x4-Parkplatz schon wieder retour fährt. Wenn ihr Frühaufsteher seid, könnt ihr den Sonnenaufgang am Aussichtsplatz ziemlich am Beginn der Strecke genießen, wenn ihr etwas später dran sein, dort das Farbenspiel der noch tief stehenden Sonne bestaunen und frühstücken. Es ist wunderbar, durch das Tsauchab-Tal zu fahren, die Landschaft ist beeindruckend. Und wenn man nicht ins Vlei hetzt, hat man die Muße, Antilopen, Vögel und (mit viel Glück, das ich letztens hatte) auch Braune Hyäne zu beobachten.

Liebe Grüße, Margit
348 Beiträge · seit 201319. Juli 2026 · #6
Sehr geehrter Wombat,

Sossusvlei geht gut.

2003_0108Bild0257.JPG


Tirasberge geht, Dead Vlei haben wir auch so geschafft. Davon kein Photo, da habe ich getragen.

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Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
Themenstarter10 Beiträge · seit 202619. Juli 2026 · #7
Vielen Dank für eine schnellen und ausführlichen Antworten. Das hilft mir sehr 🙂
Ich habe eine weitere Frage: Als Mietwagen ziehe ich einen Toyota Fortuner 2x4 oder einen Toyota Fortuner 4x4 in Betracht (über ADAC Mietwagen). Preisunterscihed sind ca. 325 €. Sollte es trotzdem der Allrad sein?
39 Beiträge · seit 202619. Juli 2026 · #8
Es gibt schon Strecken wo ein 4x4 mehr Traktion hat.
Evtl. auch kurzfristig schauen. Ich habe meinen so sechs Wochen vor Abreise nochmal neu gebucht und 120 € gespart.
8 Beiträge · seit 202419. Juli 2026 · #9
Hallo Wombat1963,
wir hatten den Fortuner 4x4.
Ich denke, die Traktion auf den Gravelroads ist besser, ich würde den Allrad nehmen, zumal man auch bei Teerstraßen immer mit, auch längeren, Baustellenstrecken z.B. parallel zur eigentlichen Straße rechnen muss.
LG Wolfgang
Zitierenzuletzt bearbeitet 20. Juli 2026Original ↗
Themenstarter10 Beiträge · seit 202620. Juli 2026 · #10
Hallo lieber Wolfgang, ich danke dir für deine Antwort.

Windhoek hattet ihr scheinbar ausgelassen, weshalb?
Wie war es am Waterberg und hattet ihr dort übernachtet?
Wie lange wart ihr im Etosha Nationalpark und wie viele Tage sollte man deiner Meinung nach einplanen?
Wie viele Übernachtungen hattet ihr in Twfelfontein?
Wie viele Übernachtungen hattet ihr in Swakopmund?
Wo hattest du den Mietwagen geordert?

Grüße, Wombat1963
Themenstarter10 Beiträge · seit 202620. Juli 2026 · #11
Hallo JeTue, ich habe eine Übernachtung am Waterberg geplant. Würdest du das her nicht machen? Grüße, Wombat1963
8 Beiträge · seit 202420. Juli 2026 · #12
Hallo Wombat1963,
hier die Antworten auf Deine Fragen:

Windhoek hattet ihr scheinbar ausgelassen, weshalb?
Uns ging es mehr um die Natur, wir machen beide gerne Wildlife-Fotografie. Die Strecke von Windhoek nach Waterberg war nach dem Nachtflug, der Autoübernahme und einem Einkauf kein Problem.

Wie war es am Waterberg und hattet ihr dort übernachtet?
Wir waren in der Waterberg Wilderness Lodge und hatten zwei Nächte gebucht. Das war sehr gut, reichte aber auch.

Wie lange wart ihr im Etosha Nationalpark und wie viele Tage sollte man deiner Meinung nach einplanen?
Wir waren zwei Nächte östlich vom Etosha-Park und eine Nacht südlich. Ich könnte mir dort auch einen Tag mehr vorstellen, aber nicht in den Unterkünften im Park.

Wie viele Übernachtungen hattet ihr in Twfelfontein?
Hier hatten wir zwei Übernachtungen, das reichte uns.

Wie viele Übernachtungen hattet ihr in Swakopmund?
In Swakopmund hatten wir zwei Übernachtungen, hier würden wir bei einem zukünftigen Aufenthalt auch eine dritte Übernachtung buchen.

Wo hattest du den Mietwagen geordert?
Über die Planerin unserer Reise bei Zaris Safaris.

LG Wolfgang
Themenstarter10 Beiträge · seit 202620. Juli 2026 · #13
Vielen Dank Wolfgang!

Ich habe heute ein Angebot für einen Suzuki Jimny 4*4 5 Türer für 12 Tage und 992 € im Vergleich zum Toyota Fortuner 4x4 für 1.380 €. Was würdet ihr bevorzugen?
2'495 Beiträge · seit 201120. Juli 2026 · #14
Für knapp 400 € würde ich bei einem eh nicht günstigen Urlaub keinesfalls auf den deutlich höheren Komfort verzichten.
Bedenkt unbedingt auch die Tankkapazität.

Viele Grüße
Karin
Zitierenzuletzt bearbeitet 20. Juli 2026Original ↗
889 Beiträge · seit 201720. Juli 2026 · #15
Auf alle Fälle den Fortuner. Wir hatten den schon mehrfach, ist auch besser für die Tierbeobachtung, weil man höher sitzt. Und man hat viel Platz für das Gepäck.
64 Beiträge · seit 202320. Juli 2026 · #16
Warum nicht für € 723 einen Toyota Hilux? Gibt es inklusive aller Versicherungen bei Europcar über DERTOUR. Oder einfach bei Check24 suchen.
Gruß
Ralf
2'495 Beiträge · seit 201120. Juli 2026 · #17
Hab ich gerade bei Check24 nachgeschaut, super Tip. Das würd ich wohl machen.

Gruß
Karin
Themenstarter10 Beiträge · seit 202620. Juli 2026 · #18
Danke, für den Tipp mit Check24. Ich habe gerade einen Toyota Fortuner 4x4 für 875 € gebucht. Lohnt sich in West-Namibia ein Navi?
Themenstarter10 Beiträge · seit 202622. Juli 2026 · #19
Guten Morgen ihr Lieben und nochmals vielen Dank, für eure Rückmeldungen.
Ich habe für die 2 Übernachtungen in Sossusvlei die Solitaire Mountain Lodge, die Sossusvlei Lodge und das Desert Camp ins Auge gefaßt. Wo hattet ihr übernachtet und wie sind eure Erfahrungen?
33,0k Beiträge · seit 200622. Juli 2026 · #20
Wo hattet ihr übernachtet und wie sind eure Erfahrungen?
Logistisch macht Sossusvlei Lodge am meisten Sinn, da diese direkt beim Eingang zum Nationalpark ist. Solitaire Mountain Lodge ist hingegen bei Solitaire und damit nochmal ein gutes Stück vom Tor weg. Wenn ihr morgens früh im Vlei sein wollt, müsstet ihr dann schauen ob der Autovermieter Nachtfahrten irgendwie ausschließt.

Fazit: Wenn Geld keine Rolle spielt, dann Sossusvlei Lodge, ansonsten Desert Camp als "Kompromiss".

Viele Grüße
Christian
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