Blutkuppe Camping Sicherheit

3 Antworten · 424 Aufrufe · gestartet 06. Juli 2026 von nikstun
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Themenstarter1 Beiträge · seit 202606. Juli 2026 · #1
Hi zusammen,
ich war das letzte mal vor 30 Jahren in Namibia (4x4, Dachzelt...) und habe auch an der Blutkuppe und der Spitzkoppe übernachtet. Damals haben wir uns überhaupt keine Gedanken gemacht. Inzwischen liest man ja doch vom ein oder anderen Überfall auf Touristen, und als Papa mit Kids wird man vorsichtiger, auch wenn es vermutlich in manchen Gegenden Frankfurts unsicherer ist...
Bisher konnte ich nirgends etwas von einem Raub oder Überfall bei der Blutkuppe im Netz finden. Trotzdem, das Auswärtige Amt und weitere Quellen raten dringend vom Übernachten auf unbewachten Plätzen ab, was auf die Blutkuppe ja zuträfe. Daher die Frage: hat irgendjemand etwas davon gehört, dass das Campen (mit Permit natürlich) dort unsicher sei? Oder ist das einfach so weit ab vom Schuss, dass da auch kein Krimineller hinkommt - er müsste ja nach dem Raub auch wieder weg.
Für spezifische Hinweise bin ich dankbar.
Grüße - Nik
ps: Plan ist: von Sesriem zur Blutkuppe, dort campen, dann am kommenden Tag nach Swakopmund, ggf. unter "Mitnahme" des Welwitschiadrives. So hatten wir es vor 30 Jahren gemacht.
33,0k Beiträge · seit 200607. Juli 2026 · #2
Hi Nik,
das Auswärtige Amt
die müssen sowas erwähnen, auch wenn es nur einen Fall irgendwo im Land mit einem deutschen Staatsangehörigen gibt. Mir ist kein Überfall o. ä. bei der Blutkuppe bekannt.

Viele Grüße
Christian
150 Beiträge · seit 200707. Juli 2026 · #3
Ja, es ist schon von Übel. In solchen Gegenden lauern hinter jedem Busch oder Felsen die Missetäter mit blutunterlaufenden Augen und langen Messer zwischen den Zähne. Hier lauern sie auf arglose Touristen, manchmal jahrelang und ernähren sich in dieser Zeit nur von Morgentau und Steinläusen.

Nun 'mal im Ernst. Nik, du stellst dir doch die richtigen Fragen. Wo und wie sollen diese Kriminellen plötzlich herkommen. Sie fallen doch nicht vom Himmel. Dann müssen sie auch noch verschwinden. M.E. müssen für einen Übergriff mehrere Faktoren zusammen kommen:

1. Sie müssen das Ziel gut erreichen können oder schon da sein (z.B. Wanderarbeiter auf einer Lodge)
2. Sie müssen Gelegenheit haben, dich unauffällig auszuspionieren. Wo und wie steht das Opfer. Was ist vermutlich zu holen und was für und wie viele Personen sind vor Ort. Ein altes krummes Mütterchen oder ein durchtrainierter 2m-Mann, der möglicherweise plötzlich vor steht, weil er seine Prostata ausführt.
3. Sie müssen sich unauffällig vor Ort bewegen können, z.B. der Wanderarbeiter, der sein Handy sucht.
4. Sie müssen die Gelegenheit haben, zügig zu verschwinden oder in der Menge unterzutauchen können.

Das alles sehe ich an der Blutkoppe nicht. Ein Fahrzeug hörst du schon kilometerweit vorher. Die Missetäter werden wohl kaum Kilometer weit durch die Savanne stolpern. Da gibt es bessere Orte, die sich lohnen. Anders sieht es aus, wenn sich eine Ansiedlung in der Nähe befindet. Hier muß man damit rechnen, das möglicherweise Jugendliche eine Mutprobe machen wollen.
Schleicht um mein Zelt jemand herum, gehe ich immer freundlich auf ihn zu, schüttle ihm die Hand, frage nach seinem Namen und seine Aufgabe. Einem Bekannten schlägt man nicht so leicht den Schädel ein. An der Blutkoppe hätte ich mehr Angst, das ich im Dunklen stolpere und ins Feuer falle oder das der Gaskocher den Geist aufgibt und es morgens keinen Kaffee gibt.
Ein Restrisiko bleibt halt immer. Lass dich nicht durch Andere verrückt machen. Vertraue auf dich und deinen Verstand.

Peter
Zitierenzuletzt bearbeitet 08. Juli 2026Original ↗
208 Beiträge · seit 200707. Juli 2026 · #4
Lieber Nikstun

An der Diskussion über Sicherheit beim Wild Campen möchte ich mich nicht beteiligen. Bislang habe ich in Namibia jedenfalls keine schlechten Erfahrungen gemacht. In Frankreich oder Italien hätte ich da mehr Bedenken.

Wir waren im Mai 2026 an der Blutkuppe und die Uran Mine Langer Heinrich, arbeitet im 24 Stunden Betrieb mit viel Licht in der Nacht. Jedes mal wenn ein Kipper voll ist, wird zudem vom Bagger die Hupe betätigt.

Wir fahren da nicht mehr hin, weil es aufgrund der massiven Erdbewegungen hinter der Blutkuppe aus meiner Sicht schönere Campsites wie Mirabib, Donkerhuk oder Tinkas gibt.

Liebe Grüsse Flipper
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