CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202406. Juli 2026 · #1
Liebe Forengemeinde,
nach unserer dreiwöchigen Traumreise durch Namibia sind wir nun wieder zurück. Da wir im Vorfeld unglaublich von euren Reiseberichten, Erfahrungen und den vielen hilfreichen Tipps für unsere Routenplanung profitiert habe, möchten wir gerne etwas zurückgeben.
Deshalb werden wir unseren Reisebericht, den wir jeden Abend für unsere Familie und Verwandten geschrieben und über Polarsteps geteilt haben, nach und nach hier veröffentlichen (natürlich nur mit einer Bilderauswahl, da es sonst einfach zu viele Bilder wären). Bitte seht es uns nach, dass wir nicht immer genau dokumentiert haben, ob wir nun auf dieser oder jener C- oder D-Straße unterwegs waren – für unsere Verwandten spielte das keine große Rolle. Ich hoffe trotzdem, dass euch unser Bericht gefällt, euch vielleicht bei eurer eigenen Reiseplanung hilft und vor allem Spaß beim Lesen bereitet. Über eure Rückmeldungen und Fragen freuen wir uns natürlich sehr.
Vielleicht noch ein paar Worte zur Planung: Unsere Reise haben wir fast drei Jahre lang vorbereitet – gemeinsam mit Magic Vibes (an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön!) und mit sehr viel Eigenrecherche. Google Maps, Reiseforen, YouTube, spezialisierte Webseiten und unzählige Erfahrungsberichte haben uns dabei begleitet. Die Planung war fast schon ein Teil der Reise und hat unglaublich viel Spaß gemacht. Je intensiver wir uns mit Namibia beschäftigt haben, desto klarer wurde unsere Route – und desto größer wurde die Vorfreude.
Ursprünglich wollten wir bis in den Norden zu den Victoria Falls fahren. Irgendwann entschieden wir uns jedoch bewusst dagegen und planten stattdessen eine klassische Namibia-Rundreise: zunächst in den Süden, anschließend Schritt für Schritt Richtung Norden – mit dem Etosha-Nationalpark als krönendem Abschluss unserer Reise. Die Reise begann am 12. Juni und endete am 5. Juli 2026.
Abreise ins Abenteuer
Der heutige Tag verlief überraschend entspannt. Da wir bereits am Mittwoch etwa 90 % unseres Gepäcks vorbereitet hatten, ging heute alles sehr schnell. Innerhalb von nur 15 Minuten war alles fertig verstaut. Anschließend wurde noch ein wenig geputzt, Billi unsere Schildkröte versorgt und das Aquarium gereinigt – danach waren wir startklar.
Überpünktlich machten wir uns auf den Weg zum BER. Trotz einiger Staus unterwegs kamen wir dank unseres Chauffeurs (Papa) sicher am Flughafen an. Die Koffer waren schnell aufgegeben und auch die Sicherheitskontrolle verlief dank freundlicher Mitarbeiter reibungslos.
Danach war es Zeit für ein Abendessen beim König. Auf dem Speiseplan standen Cheeseburger.
Der Flug nach Frankfurt verlief pünktlich und angenehm. Bereits nach 45 Minuten landeten wir. Hätten wir allerdings gewusst, dass anschließend noch ein rund 20-minütiger Fußmarsch durch die verschiedenen Terminals auf uns wartet, hätten wir uns vorher vielleicht noch etwas mehr gestärkt. So ging es direkt weiter zum überraschend leeren Terminal C, wo wir schließlich mit leichter Verspätung in den Flieger stiegen.
Nun heißt es bald schlafen. Wenn wir wieder aufwachen, werden wir bereits über Afrika sein.
CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202407. Juli 2026 · #2
Nach dem eher ungenießbaren Abendessen bin ich schließlich eingeschlafen und habe immerhin rund fünf Stunden mehr oder weniger durchgeschlafen. Diana hatte leider weniger Glück. Der Sitz erwies sich als erstaunlich talentiert darin, jede bequeme Schlafposition zuverlässig zu verhindern, sodass an erholsamen Schlaf kaum zu denken war.
Das Frühstück war dann zumindest zur Hälfte essbar, und so landeten wir gut gelaunt und sogar überpünktlich in Namibia.
Dort sollte sich allerdings direkt ein bekanntes Sprichwort bewahrheiten: „Europa hat Uhren, Afrika hat Zeit.“ An der Immigration standen wir ganze zwei Stunden am Visa-on-Arrival-Schalter an. Hintergrund war, dass es in den beiden Wochen zuvor Probleme mit der eVisa-Webseite gegeben hatte und deshalb deutlich mehr Reisende als üblich ihr Visum erst vor Ort beantragen mussten. Besonders beeindruckend waren die ersten 45 Minuten, in denen sich unsere Schlange keinen einzigen Zentimeter bewegte. Als wir endlich an der Reihe waren, waren die eVisa-Reisenden bereits abgefertigt und wir wurden in eine andere Schlange umgeleitet, wo es angeblich schneller gehen sollte. Kurzes Fazit: Nein. Es ging nicht schneller. Stattdessen durften wir uns zusätzlich noch einmal separat zum Bezahlen anstellen.
Das Ergebnis dieser kleinen Geduldsprobe: Wir waren die Letzten, die fertig wurden, und unsere Koffer warteten bereits einsam und verlassen vor dem Gepäckband auf ihre Besitzer. Unser Fahrer hatte inzwischen eine Gruppe Holländer eingesammelt, die durch die lange Warterei offenbar so durstig geworden waren, dass erst einmal ein Kaffee organisiert werden musste.
Auf dem Weg zur Autovermietung ASCO zeigte sich dann das erste größere Tier der Reise: ein Warzenschwein. Nicht unbedingt das majestätische Afrika-Klischee, aber definitiv ein würdiger Auftakt.
Die Fahrzeugübergabe verlief dafür vorbildlich. Alles war hervorragend organisiert, wurde ausführlich erklärt und sogar der Tank noch einmal bis zum letzten Tropfen aufgefüllt. Dass wir nach der langen Anreise nicht mehr ganz aufnahmefähig waren, merkten wir allerdings Tage später, als wir ein kleines Ventil zum Luftablassen suchten und es partout nicht finden konnten – aber dazu später mehr.
Zusätzlich hatten wir eine Kühlbox sowie ein Campingpaket gebucht. Dieses enthielt wirklich alles – vom Gaskocher über Töpfe, Pfannen und Geschirr bis hin zu Besteck und Tassen. Damit konnten wir unterwegs jederzeit einen heißen Kaffee kochen oder kleine Mahlzeiten zubereiten.
Anschließend ging es zum Einkaufen in den Spar Nahe der Maerua Mall. Wer denkt, hier gäbe es nur eine kleine Auswahl, wird eines Besseren belehrt. Es gab praktisch alles – und vermutlich noch einiges mehr. Wären wir nicht etwas unter Zeitdruck gewesen, hätten wir dort problemlos noch eine Stunde verbringen können. So blieb es bei einem soliden Grundeinkauf mit allem, was man für die ersten Tage braucht.
Danach stand noch der Besuch im Mobilfunkshop der Mall auf dem Programm, damit wir unterwegs zumindest gelegentlich Internet haben würden. Dort begegnete uns erneut die berühmte afrikanische Gelassenheit. Dem Verkäufer konnte man beim Tippen beinahe die Fingernägel lackieren. Was andernorts in zwei Minuten erledigt ist, dauerte hier etwa eine halbe Stunde.
Dann hieß es: Schnell noch etwas essen und endlich ab auf die Piste. Rund 250 Kilometer lagen noch zwischen uns und unserer ersten Lodge. Anfangs rollten wir über gut ausgebaute Straßen, bevor wir irgendwann auf die typischen welligen Gravel Roads abbogen. Hier zeigte der Toyota Hilux, warum er in Namibia so beliebt ist. Trotz der Schotterpisten lag er erstaunlich souverän auf der Straße.
Unterwegs bekamen wir bereits einen ersten Vorgeschmack auf die Tierwelt: Springböcke, Riesentrappen, Strauße, Erdhörnchen und Mangusten kreuzten unseren Weg.
An der Jansen Kalahari Lodge angekommen wurden wir zunächst herzlich von der freundlichen Dame an der Rezeption begrüßt. Auf dem Weg zu unserem wunderschönen Bungalow folgte dann das erste echte Afrika-Wow-Erlebnis: Zebras, Springböcke, Kudus und Elandantilopen standen praktisch direkt vor unserer Tür.
Eigentlich hatten wir gar keine Lust, uns von dieser Kulisse loszureißen. Doch das Abendessen – ein hervorragendes Drei-Gänge-Menü mit Oryxsteak als Hauptgang – und natürlich das Bett warteten bereits auf uns.
Bevor wir jedoch schlafen gingen, mussten wir unbedingt noch den einmalig schönen Sternenhimmel fotografieren. So einen klaren, funkelnden Nachthimmel sieht man in Deutschland zu keiner Jahreszeit. Spätestens in diesem Moment wussten wir: Die lange Anreise hatte sich gelohnt.
JOJohannaHen130 Beiträge · seit 202307. Juli 2026 · #3
Wow , tolle Sternfotos! Die sehen richtig klasse aus. Ich lese gerne mit 🙂
Liebe Grüße Johanna
CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202407. Juli 2026 · #4
JohannaHen schrieb:Wow , tolle Sternfotos! Die sehen richtig klasse aus. Ich lese gerne mit 🙂
Liebe Grüße Johanna
Vielen lieben Dank. Wir freuen uns, dass du dabei bist.
Das mit den Sternenfotos war immer ein Traum und es war schön dies umsetzen zu können.
MEMelanie1982627 Beiträge · seit 202307. Juli 2026 · #5
Ich springe auch schon gleich mit auf. Reiseberichte lese ich immer sehr gerne und eurer startet mit dem ersten Abend ja schon mal wirklich super!
Hallo, Ich bin auch gerne dabei und freue mich schon auf weitere so schöne Fotos!
Liebe Grüße, Dorie
BLBlack Lion354 Beiträge · seit 201207. Juli 2026 · #7
JohannaHen schrieb:Wow , tolle Sternfotos! Die sehen richtig klasse aus. Ich lese gerne mit 🙂
Da kann ich mich nur anschliessen. Wirklich tolle Milchstrassenfotos! Das sieht auch nach einer semi-professionellen Kamera-Objektiv-Kombination und einer sehr guten Nachbearbeitung aus. Darf man fragen, was du da dabei hattest?
Ansonsten waren 250km Autofahrt noch am Ankunftstag wohl eigentlich schon ein Tick zu viel. Gerade in deinem Bericht kann man sehr gut lesen, wie viel Zeit einem am ersten Tag verloren gehen kann mit Immigration am Flughafen, Autoübernahme, SIM-Karte und Einkauf. Aber zum Glück konntest du 5 Stunden im Flieger schlafen und ihr habt es noch im letzten Licht geschafft eure Lodge (Jansen?) zu erreichen.
CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202408. Juli 2026 · #8
Fahrt in den Süden
Heute hieß es früh aufstehen, denn wir wollten den ersten Sonnenaufgang nicht verpassen. Es war wunderschön, am frühen Morgen vor der Veranda zu stehen und zuzusehen, wie die Sonne langsam hinter der Savanne aufstieg. Die Stille, die Farben und die angenehm kühle Morgenluft machten diesen Moment zu einem ganz besonderen Start in den Tag.
Nach dem Frühstück hieß es dann Abschied von der Kalahari nehmen, denn über 400 Kilometer lagen vor uns. Die Strecke versprach lang zu werden und wir hatten ehrlich gesagt nicht allzu viel Abwechslung erwartet. Doch schon die ersten Kilometer belehrten uns eines Besseren. Überall am Wegesrand standen Tiere: Springböcke in großer Zahl, dazu Impalas, Strauße, Oryx-Antilopen, Gnus, Geier und viele weitere. Es wirkte fast so, als hätte die Kalahari zum Abschied noch einmal ihre gesamte Tierwelt aufgeboten.
Schließlich mussten wir die Kalahari endgültig hinter uns lassen und machten uns auf den Weg zum zweitgrößten Staudamm Namibias, dem Hardap Dam. Dort waren wir nahezu allein und konnten die gewaltigen Ausmaße dieses Wasserreservoirs in aller Ruhe bestaunen. In einem Land, das von Trockenheit geprägt ist, wirkt eine solche Wassermenge beinahe surreal.
Außerdem entdeckten wir unseren ersten „Elefanten“ – oder zumindest einen entfernten Verwandten. Ein Klippschliefer saß gemütlich auf dem Weg. Wer ihn zum ersten Mal sieht, käme wohl nie auf die Idee, dass dieses putzige Tier tatsächlich mit dem Elefanten verwandt sein soll. Die Natur hat offensichtlich ihren ganz eigenen Sinn für Humor. Auch einige Borstenhörnchen konnten wir an ihrem Bau beobachten.
Nach dem Staudamm stand zunächst Tanken auf dem Programm. Besonders gefreut haben wir uns über den Service inklusive Fensterreinigung – nach vielen Kilometern auf namibischen Straßen weiß man das durchaus zu schätzen.
Anschließend wurde die Fahrt etwas eintöniger. Die Landschaft ging immer mehr in eine weite Steppe über. Kaum ein Baum, kaum ein Hügel – stattdessen Buschland bis zum Horizont. Ein starker Kontrast zu den roten Dünenlandschaften der Kalahari. Doch Namibia wäre nicht Namibia, wenn die Landschaft nicht schon wenig später wieder ihr Gesicht ändern würde.
Nachdem wir etwa 300 Kilometer hinter uns gebracht hatten, wurde die Umgebung erneut spektakulär. Grasbewachsene Hügel wechselten sich mit teils schroffen Felsformationen ab und erinnerten uns je nach Blickwinkel entweder an Bilder aus den USA oder an die Highlands Schottlands. Es ist wirklich beeindruckend, wie facettenreich und abwechslungsreich dieses einzigartige Land ist.
An unserer nächsten Unterkunft der Alte Kalköfen Lodge angekommen, bezogen wir erst einmal unser Häuschen mit dem Namen „Bella“ und machten uns etwas frisch. Danach besichtigten wir die Zucht der sogenannten Lebenden Steine, einer faszinierenden Sukkulentenart, die ihrem Namen alle Ehre macht. Anschließend genossen wir den Pool und beobachteten den Sonnenuntergang.
Abgerundet wurde der Tag von einem ausgezeichneten Abendessen. Zufrieden, satt und voller neuer Eindrücke fielen wir schließlich ins Bett – bereit für das nächste Abenteuer.
CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202408. Juli 2026 · #9
Black Lion schrieb:
JohannaHen schrieb:Wow , tolle Sternfotos! Die sehen richtig klasse aus. Ich lese gerne mit 🙂
Da kann ich mich nur anschliessen. Wirklich tolle Milchstrassenfotos! Das sieht auch nach einer semi-professionellen Kamera-Objektiv-Kombination und einer sehr guten Nachbearbeitung aus. Darf man fragen, was du da dabei hattest?
Ansonsten waren 250km Autofahrt noch am Ankunftstag wohl eigentlich schon ein Tick zu viel. Gerade in deinem Bericht kann man sehr gut lesen, wie viel Zeit einem am ersten Tag verloren gehen kann mit Immigration am Flughafen, Autoübernahme, SIM-Karte und Einkauf. Aber zum Glück konntest du 5 Stunden im Flieger schlafen und ihr habt es noch im letzten Licht geschafft eure Lodge (Jansen?) zu erreichen.
Vielen Dank für die vielen netten Worte und die vielen Rückmeldungen. Wir freuen uns sehr, wenn euch unser Bericht gefällt. Der Bericht war wie erwähnt für unsere Verwandten und Freunde und die haben sich für die Namen der Lodges nicht so interessiert. Falls gewünscht kann ich das aber in den Bericht einfließen lassen.
Ich würde mich als guten Amateur betrachten und wobei die Ausrüstung für diese Reise doch extrem vielfältig war mit 2 Kameras, einer Drohne, einer 360 Grad und einer Actioncam.
Die Sternenhimmel-Aufnahmen habe ich mit der Sony Alpha 6700 und dem Samyang 12mm F2.0 gemacht und leicht in Snapseed auf dem Handy nachbearbeitet.
Ich bin jemand der sehr gut im Flieger schlafen kann vor allem bei einem Nachtflug, aber es war schon anstrengend vor allem da sich alles hingezogen hat und wir vor allem beim Einkauf gerne eine Stunde mehr gehabt hätten. Es gab einfach so viel Auswahl und wir sind mehr durch den Spar durchgerannt, als das wir einkaufen waren. Aber am Ende war das der Kompromiss den wir eingegangen sind, um den Tag an einem anderen Spot mehr zu haben.
auch ich reise gerne mit ... recht frisch war es zu Eurem Reisezeitraum in Namibia, wie ich am eigenen Leib erfahren durfte.
Obwohl wir nun schon das eine oder andere Mal in Namibia waren, ist der Dam (ist es der Hardap?) tatsächlich noch nie ein Ziel gewesen, was neues für uns und damit ab sofort auf der Liste. Aus diesem Grund hätte ich tatsächlich eine Bitte: Magst Du vielleicht im Eingangspost einmal kurz die Stationen nennen, wo Ihr wart bzw. übernachtet habt? Zumindest ich kann dem Reiseverlauf dann besser folgen. 😉
Viele Grüße Henning
CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202408. Juli 2026 · #11
MaHe schrieb:Hallo Chris (?),
auch ich reise gerne mit ... recht frisch war es zu Eurem Reisezeitraum in Namibia, wie ich am eigenen Leib erfahren durfte.
Obwohl wir nun schon das eine oder andere Mal in Namibia waren, ist der Dam (ist es der Hardap?) tatsächlich noch nie ein Ziel gewesen, was neues für uns und damit ab sofort auf der Liste. Aus diesem Grund hätte ich tatsächlich eine Bitte: Magst Du vielleicht im Eingangspost einmal kurz die Stationen nennen, wo Ihr wart bzw. übernachtet habt? Zumindest ich kann dem Reiseverlauf dann besser folgen. 😉
Viele Grüße Henning
Hallo Henning,
Ja es war gerade die Zeit im Süden recht frisch und wir haben die ein oder andere Nacht mit Wärmflasche geschlafen und uns trotzdem erkältet.
Bei dem Dam handelt sich um den Hardap Dam und er lag quasi auf dem Weg, daher haben wir uns entschieden diesen zu besuchen. Das Eintrittsgeld fanden wir ein wenig hoch, aber das scheint überall in Namibia gleich zu sein bei 250 Namibia Dollar, dafür waren wir quasi alleine mit toller Aussicht an diversen Punkten und vielen kleinen Tieren. Es soll dort auch Aktivitäten wie Boot fahren geben und ein Restaurant soll auch oben am Aussichtspunkt sein, aber für uns sah das alles zu aus.
Ich werde die genauen Stationen ab sofort in die jeweiligen Posts einbauen, so bleibt ein wenig mehr Spannung wo es als Nächstes hingeht. Hier aber schon einmal eine kurze Übersicht über die Reiseroute:
Am ersten Tag ging es zur Jansen Kalahari Lodge und am zweiten Tag zur Alte Kalköfen Lodge was aber nur eine Zwischenstation auf der Reise zur nächsten Lodge war. Dazu morgen mehr.
ENEnilorac65762 Beiträge · seit 201708. Juli 2026 · #12
Hallo, was für ein schöner Bericht, welcher mir die Wartezeit bis September verkürzt. Ich bin gerne mit dabei. Das Sternenhimmelfoto ist super! Vielen Dank und liebe Grüsse Caroline
DADaxiang5'035 Beiträge · seit 201408. Juli 2026 · #13
Hi Christian,
ich bin auch noch schnell zugestiegen und bin gespannt was ihr in eurem 3 Wochen Traumurlaub so alles gesehen und erlebt habt.
Liebe Grüße Konni
CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202409. Juli 2026 · #14
Vielen Dank für die vielen Likes, Kommentare und lieben Rückmeldungen! 😊 Wir freuen uns riesig, dass euch unsere Reise bisher so gut gefällt.
Die Aufnahmen vom Sternenhimmel sind tatsächlich gleich am ersten Abend entstanden – und ausgerechnet der erste Versuch war am Ende der beste. Wir wären heute richtig enttäuscht gewesen, wenn wir trotz unserer Müdigkeit nicht noch einmal vor die Tür gegangen wären. Bei allen späteren Versuchen hatten wir leider längst nicht mehr so ideale Bedingungen.
Für uns hat sich damit wieder einmal ein Sprichwort bewahrheitet: Nicht warten – einfach machen! Oft entstehen genau dann die schönsten Momente.
CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202409. Juli 2026 · #15
Fish River Canyon
Heute sind wir wieder früh aufgestanden und haben den Sonnenaufgang bestaunt, bevor es zu einem wunderbaren Frühstück ging. Statt eines Buffets hatte jeder Tisch seine eigene Tafel mit allem, was man für einen gelungenen Start in den Tag braucht – eine sehr schöne und persönliche Idee.
Irgendwann mussten wir uns jedoch von unserer Unterkunft, der Alte Kalköfen Lodge verabschieden. Vor der Abfahrt erkundigten wir uns beim Gastgeber noch nach dem Zustand der Strecke. Seine Antwort klang beruhigend: Alles sei problemlos fahrbar, lediglich eine kleine sandige Stelle gäbe es. Die lediglich 99 Kilometer bis zur nächsten Lodge würden wir also locker schaffen.
Der Start verlief auch tatsächlich reibungslos – bis wir die besagte „sandige Stelle“ erreichten. Was uns dort erwartete, war allerdings eher ein Wasserbett aus Tiefsand als eine kleine Herausforderung. Umkehren war keine Option, also hieß es: Allradantrieb rein, Augen nach vorne und durch. Zum Glück hat alles bestens funktioniert.
Die weitere Strecke war bis zur Einfahrt in das Naturschutzgebiet gut fahrbar und führte durch die wunderschöne Savanne vorbei an verschiedenen Farmen.
Mit der Einfahrt zur Fish River Lodge war dann erneut Allradbetrieb angesagt. Über teilweise steile und extrem holprige Pisten ging es hinauf zum Canyon. Anspruchsvoll, aber genau die Art von Strecke, die richtig Spaß macht.
Oben angekommen wurden wir herzlich begrüßt und waren sofort von dem phänomenalen Ausblick begeistert. Auch die Bungalows direkt an der Canyonkante boten einen spektakulären Blick in die Landschaft.
Da wir die Zeit optimal nutzen wollten, entschieden wir uns gegen das Faulenzen und stattdessen für eine etwa 40-minütige Wanderung zu einem Aussichtspunkt westlich der Lodge. Von dort hatten wir einen fantastischen Blick in den Canyon und konnten einige beeindruckende Drohnenaufnahmen machen.
Zurück in der Lodge gab es zunächst Kaffee und Schokoladentorte auf der Terrasse. Als die Temperaturen sanken, verlegten wir den gemütlichen Teil des Nachmittags ans Feuer.
Für den Abend hatten wir uns zu einer Sundowner-Fahrt angemeldet und freuten uns, dass wir inklusive Guide nur zu fünft unterwegs waren. Zunächst besuchten wir eine Gruppe Springböcke, anschließend fuhren wir verschiedene Aussichtspunkte an, die jeweils einen herrlichen Blick in den Canyon boten.
Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon einer der größten Canyons der Welt und führt nur zeitweise Wasser. Den krönenden Abschluss der Fahrt bildete ein leckerer Sundowner mit kleinen Snacks und Getränken inkl. Blick auf die untergehende Sonne.
Anschließend ging es zurück zur Lodge, wo bereits ein köstliches Drei-Gänge-Menü auf uns wartete.
Nach dem Essen erwartete uns noch eine besondere Aufmerksamkeit: Eine Wärmflasche im Bett machte das Einkuscheln leicht und half dabei, die vielen Eindrücke dieses erlebnisreichen Tages noch einmal Revue passieren zu lassen.
CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202410. Juli 2026 · #16
Auf nach Lüderitz
Der Wecker klingelte wieder sehr früh, aber dieses Mal blieben wir einfach mit einer Tasse Kaffee im Bett liegen und bewunderten die einzigartige Aussicht. Wir konnten uns von der traumhaften Aussicht einfach nicht losreißen und entschieden uns deshalb sogar für die Außendusche. Bei gerade einmal 4 °C Außentemperatur am frühen Morgen war das zwar eine echte Herausforderung, aber gleichzeitig ein unvergessliches Erlebnis. Offenbar waren wir aber die Einzigen, die diesen Ort wirklich genossen. Beim Frühstück gehörten wir bereits zu den Letzten, und als wir schließlich zum Auto kamen, waren wir tatsächlich die Allerletzten, die losfuhren. Wie man einen solch herrlichen Ort freiwillig so früh verlassen kann, wird wohl für immer eines der großen Rätsel Namibias bleiben.
Also ging es wieder zurück über den teils sehr holprigen Weg und am Ende eine ziemlich große Steigung hinauf zur Ausfahrt aus dem Nationalpark. Die weitere Strecke war vor zwei Monaten noch durch starke Regenfälle verwüstet worden, mittlerweile aber wieder gut instand gesetzt. Anschließend führte uns die Route knapp 90 Kilometer über eine sehr ruhige Gravelroad bis zur Hauptstraße. Wir begegneten auf der gesamten Strecke gerade einmal zwei Autos. Hätte eines davon liegen bleiben wollen, wäre vermutlich erst Stunden später Hilfe vorbeigekommen – dafür hätten wir immerhin die perfekte Kulisse zum Warten gehabt.
Auf der Hauptstraße angekommen, fuhren wir Richtung Küste nach Lüderitz, bogen aber kurz darauf wieder ab, um originales Biltong zu kaufen. Biltong ist mariniertes und luftgetrocknetes Trockenfleisch, das meist aus Rind-, aber auch aus Wildfleisch hergestellt wird. Manche Sorten sind etwas zäh, wir fanden jedoch auch Varianten, die an Knacker erinnerten, sowie Chili-Biltong, das geschmacklich fast an Schinken herankam. Sehr lecker. Die größte Herausforderung bestand darin, nicht bereits die Hälfte der Vorräte direkt auf dem Parkplatz zu verputzen.
Je näher wir der Küste kamen, desto häufiger wanderte unser Blick über die Landschaft. Plötzlich erklärte unser Navi wir müssen unbedingt die Fahrt unterbrechen sonst verpassen wir etwas. Also bogen wir erneut ab und erreichten eine kleine Aussichtsplattform, an der wir völlig überraschend rund 30 Wildpferde entdecken konnten.
Natürlich entschieden wir uns sofort für ein spontanes Picknick. Nur der Kaffee musste leider kalt bleiben, da wir beim Einkaufen ausgerechnet das Feuerzeug vergessen hatten. Ein klassischer Fall von „Alles dabei – außer dem, was man wirklich braucht“. Während wir unser Mittagessen genossen, beobachteten wir die Pferde und bekamen Besuch von einem jungen Vogel, den wir kurzerhand „Peter“ tauften. Peter zeigte sich ausgesprochen interessiert an unserem Essen und wir hatten zeitweise den Verdacht, dass er sich selbst eingeladen hatte.
Bei der Weiterfahrt kamen wir am alten Bahnhof Garub vorbei, der sich als Fotomotiv geradezu aufdrängte. Das Gebäude wurde bereits 1906 errichtet und verfällt heute langsam vor sich hin. Betrachtet man die Szenerie etwas länger, könnte man fast meinen, gleich würde irgendwo eine Dampflok auftauchen – oder die Kulisse eines alten Westernfilms zum Leben erwachen.
Anschließend ging es auf die letzten Kilometer Richtung Unterkunft. Bereits bei der Einfahrt in den Ort wurden wir von sechs freundlichen Polizisten begrüßt, die gerade eine Laserkontrolle durchführten. Für uns als ordnungsgemäß fahrende Deutsche natürlich völlig folgenlos. Trotzdem sinkt die Geschwindigkeit eines Autos erstaunlich schnell auf weit unter das Tempolimit, sobald man eine Laserpistole entdeckt.
An der Unterkunft, der Alten Villa angekommen, bezogen wir zunächst unser Zimmer. Auf ein weiteres Drei-Gänge-Menü verzichteten wir jedoch und entschieden uns stattdessen für eine Kleinigkeit im Restaurant Essenzeit an der Waterfront. Danach ließen wir den Abend gemütlich im Lesesalon der Villa ausklingen. Nach den vielen Eindrücken des Tages war das vermutlich die entspannteste Entscheidung des gesamten Tages – direkt nach dem Ausschlafen mit Aussicht.
Am Wochenende stelle ich keinen neuen Bericht ein. Es geht also erst am Montag weiter.
chriboehm schrieb:Wir konnten uns von der traumhaften Aussicht einfach nicht losreißen und entschieden uns deshalb sogar für die Außendusche. Bei gerade einmal 4 °C Außentemperatur am frühen Morgen war das zwar eine echte Herausforderung, aber gleichzeitig ein unvergessliches Erlebnis.
Waaaahh!!! 🤩 🤩 DAS ist mutig! Alleine beim Lesen bekomme ich schon Frostbeulen… Hut ab! Sehr schöne Fotos, auch gerade das von dem Köcherbaum im letzten Kapitel!
Liebe Grüße, Dorie
NANacho955 Beiträge · seit 202312. Juli 2026 · #18
Hallo Christian, Hab deinen Bericht gerade entdeckt. Da steige ich ebenfalls gerne zu. Zwei eurer Unterkünfte kennen wir ebenfalls und waren nicht weniger begeistert als ihr.
Als Namibia- Neuentdecker kann ein Tierchen schon mal eine neue Identität bekommen. Euer Klippschiefer ist wohl eher ein Erdhörnchen. Was du meintest ist vermutlich ein Dessie- jedenfalls sind das die putzigen Tiere, die mit dem Elefanten verwandt sind. 🤩 Na, wer weiß, ihr werdet sicher noch einem Dessie begegnen und je nachdem vielleicht auch dem großen Bruder.
Bin sehr gespannt wie es weiter geht. Die ersten Fotos sind schon mal sehr ansprechend. Vielen Dank, dass du einen Bericht schreibst. Liebe Grüße, Silvia
CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202413. Juli 2026 · #19
Dorie schrieb:
chriboehm schrieb:Wir konnten uns von der traumhaften Aussicht einfach nicht losreißen und entschieden uns deshalb sogar für die Außendusche. Bei gerade einmal 4 °C Außentemperatur am frühen Morgen war das zwar eine echte Herausforderung, aber gleichzeitig ein unvergessliches Erlebnis.
Waaaahh!!! 🤩 🤩 DAS ist mutig! Alleine beim Lesen bekomme ich schon Frostbeulen… Hut ab! Sehr schöne Fotos, auch gerade das von dem Köcherbaum im letzten Kapitel!
Liebe Grüße, Dorie
Ja es war ganz schön kalt als das Wasser aus war, aber warmes Wasser bei Kälte fühlt sich unglaublich gut auf der Haut an.
CHchriboehmThemenstarter107 Beiträge · seit 202413. Juli 2026 · #20
Nacho schrieb:Hallo Christian, Hab deinen Bericht gerade entdeckt. Da steige ich ebenfalls gerne zu. Zwei eurer Unterkünfte kennen wir ebenfalls und waren nicht weniger begeistert als ihr.
Als Namibia- Neuentdecker kann ein Tierchen schon mal eine neue Identität bekommen. Euer Klippschiefer ist wohl eher ein Erdhörnchen. Was du meintest ist vermutlich ein Dessie- jedenfalls sind das die putzigen Tiere, die mit dem Elefanten verwandt sind. 🤩 Na, wer weiß, ihr werdet sicher noch einem Dessie begegnen und je nachdem vielleicht auch dem großen Bruder.
Bin sehr gespannt wie es weiter geht. Die ersten Fotos sind schon mal sehr ansprechend. Vielen Dank, dass du einen Bericht schreibst. Liebe Grüße, Silvia
Es freut uns, dass du zugestiegen bist und lieben Dank für deinen Kommentar.
Das Tier auf dem Bild ist ein Erdhörnchen (Borstenhörnchen), den Klippschliefer (südafrikanisch Dassie) haben wir zwar gesehen, aber leider nicht auf Kamera bannen können. Das Tier war ziemlich scheu und war als wir ausgestiegen sind verschwunden. Kein Wunder bei den wenigen Autos die da am Hardap Dam herumfahren. Wir haben es wahrscheinlich bei der Futtersuche gestört.
Wir dachten auch, dass wir nicht unbedingt warten bzw. suchen müssen, da wir noch so viele Möglichkeiten haben werden einen zu sehen, aber wir haben tatsächlich auf der gesamten Reise nur noch welche gehört, aber nicht mehr gesehen.