4x4 Routen Botswana & Sambesi: Einschätzung?

3 Antworten · 273 Aufrufe · gestartet 24. Juni 2026 von caroline
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Themenstarter18 Beiträge · seit 202624. Juni 2026 · #1
Hallo zusammen,

ich hatte mich schon mal kurz vorgestellt, aber lieber nochmal zur Sicherheit 🙂 Ich bin Caro, und mir wurde die Liebe zum Reisen von meiner Familie mitgegeben. Wir sind oft und gern mit dem Wohnmobil oder auch mal mit dem Zelt unterwegs. Mein Sohn liebt Tiere über alles, deshalb müssen wir immer eine Destination finden, wo es genug davon gibt 😄

Wir waren 3x in Südafrika, letztes Jahr dann ein Ausreißer nach Costa Rica, und das war wirklich wunderbar. Jetzt ist er fast 10, da haben wir beschlossen, jetzt ist Zeit für Botswana! Allerdings (leider) nicht campen, sondern Lodge-Tour. Gar nicht so einfach, da eine bezahlbare Route zu finden 🙄 aber unsere Agentur hat uns (hoffentlich - wir werden sehen!) - gut unterstützt.

Wir sind eine vielleicht etwas unkonventionelle Gruppe: Ich, Sohnemann, Oma und Opa. Oma und Opa sind die Erfahrenen im südlichen Afrika; sie waren bisher 2x in Namibia, 2x Botswana (einmal mit Fahrt Kasane - Savuti - Maun), 1x Mozambique, 1x Tansania und 3x Südafrika. Mein Vater hat Sandfahrerfahrung.

In 2 Wochen geht es für uns los!! 🤩

Unsere Route ist wahrscheinlich ganz klassisch Ersttäter: Maun - Guma Lagoon - Divundu - Camp Kwando - Kasane - Nata - Planet Baobab - Leopard Plains - Mababe - Maun. Gebucht haben wir einen Hilux 4x4 doublecab 2.4l (die 2.8l Variante war leider nicht mehr verfügbar) bei Bushlore. Satphone haben wir ebenfalls gebucht. Fahren werden mein Vater und ich selbst, mein Vater kennt den Hilux schon ganz gut, den hatte er schon mehrfach auf den bisherigen Reisen; ich bin ihn in Südafrika ebenfalls schon gefahren, aber nicht offroad.

Jetzt hätte ich 3 Fragen zu Ausflügen, die wir gerne gemacht hätten:

1. Divundu -> Camp Kwando: Kwando Core Area? Am Abreisetag haben wir in Divundu noch einen Morning Gamedrive (geführt) und fahren dann nach Camp Kwando. Reisezeit ca: 3-4h.
Wir würden gerne zumindest ein bisschen in die Kwando Core Area reinfahren. Macht das zeitlich Sinn? Und wie sind die momentanen Streckenbedingungen, ist es einigermaßen gut zu fahren?
Von Camp Kwando aus macht es glaube ich weniger Sinn, da wäre die Anreise zu lange.

2. Nata -> Planet Baobab: Hier würden wir auf der Fahrt von Nata nach PB gerne das Bird Sanctuary besuchen. Ist das sinnvoll, oder gäbe es eine bessere Alternative auf der Strecke?

3. Planet Baobab -> Leopard Plains: Boteti River? Wir würden gerne den Boteti besuchen, er müsste jetzt ja auch gut gefüllt sein und es ist sicher wunderschön. Unser Plan wäre, beim Phuduhudu Gate hineinzufahren, um dann an den Boteti zu kommen. Dann mit der Fähre rüber und auf der Straße nach Leopard Plains.
Weiß jemand von euch, wie die Strecke momentan aussieht? die 32 km zum Boteti können ja teilweise recht anspruchsvoll sein, was ich gelesen habe (und auch danke an Bele an dieser Stelle für die Hinweise!). Wäre es sinnvoller, über die A3 nach Motopi und dann die Straße runter nach Khumaga und dann am Boteti wieder hoch? Das wäre halt nur halb so spannend und wir würden gar nichts vom Makgadigkadi NP sehen.

Ich würde mich über eure Einschätzung sehr freuen und bin dankbar für jeden Tipp 🙂

Vielen lieben Dank und liebe Grüße,
Caro
1'150 Beiträge · seit 201724. Juni 2026 · #2
Hi Caro.

Bzgl. der Strecke Phuduhudu Gate. Die sind wir schon in beide Richtungen gefahren, beim ersten Mal Botswana auch eure Richtung von Norden kommend.

Die ist schon tiefsandig, Reifendruck runter, aber ansonsten einfach zu befahren. Denke aber nicht, dass du auf den Plains unterwegs bist dort, das ist größtenteils Buschland und man sieht wenig bis nix. Aber dafür belohnt man sich mit dem Blick auf den Boteti, wenn man dort ankommt. Eine unserer besten Safari Erinnerungen überhaupt.

Vom Gate kommend gibt es nach ein paar Kilometern (gerade mal nachgeschaut... ca. 12km ab Gate) links rein einen kleinen Abzweig. Früher konnte man dort ein Solarpanel erkennen, ansonsten nix. Fährt man da rein, kommt man an ein Wasserloch. Da hatten wir immer Elefanten, aber muss erstmal nix heißen, wie es dann bei euch aussieht. (ich war halt auch 2022 das letze Mal da)

Vorteil ist bei Wahl dieser Route, dass ihr oben im Boteti Gebiet raus kommt und dem Fluß zur Fähre folgt.

Ich würde den Schlenk so fahren.

Zeitlich meiner Einschätzung nach sogar besser. Auch wenn die Asphalt-Strecke Asphalt ab Motopi sehr gut befahrbar ist dauert es inkl. Fähre und weil du zweimal die Boteti Strecke fährst, länger. Übers Gate alles in allem zeitlich besser unterwegs und eben eine klare Route. Dann kannst du dir bei den Sichtungen die Zeit einteilen.


DIVUNDU > CAMP KWANDO
Die Frage verstehe ich nicht ganz, vielleicht verwechselst du da was. Camp Kwando ist ja bei der Kwando Core Area, also wenn, dann von dort aus als Startpunkt los. 33min vom Camp bis zum Perkeingang, auch wenn es erst deutlich hinter dem Eingang spannend wird. Also hat man schon etwas Fahrt. Deswegen denke ich, dass einmal abzweigen auch nicht sinnig ist.

Ich würde ab Divundu den MorningDrive machen. Dann zum Camp Kwando und dort eine Bootstour nachmittags > Sundowner machen. Dann könnt ihr ggf. dort das Camp mittags etwas erforschen und habt zwei tolle Aktivitäten an dem Tag ohne viel Stress.

Je nachdem wie es weitergeht kann man dann dort in der Gegend noch einen Drive am nächsten Tag einbauen.



Gruß,
Robin
Zitierenzuletzt bearbeitet 24. Juni 2026Original ↗
4'129 Beiträge · seit 200824. Juni 2026 · #3
Hallo, caroline,

im Prinzip viele schöne Destinationen, die du/ihr euch da überlegt habt.
Allerdings auch sehr viel Strecke, die man nicht unbedingt auswählt, wenn man den Norden von Botswana ab/bis Maun bereist.
Gibt es einen besonderen Grund, dass ihr den enormen Schlenker über Namibia nach Kasane fahrt?
Bisher ist das für mich ein etwas unverständlicher Umweg. Vor allem auch, weil ihr am Ende der Route von Maun nach Mababe (also direkt an den Chobe NP in der Khwai Region) und wieder zurück nach Maun geht.

Zu deiner Frage 1. Grundsätzlich sind jegliche Ausflüge in die besonderen Regionen der Umgebung empfehlenswert. So wie du es beschreibst, ist unklar, von wo bei Divundu ihr einen Geführten Gamedrive machen wollt und vor allem wie lange. Dann habt ihr Divundu – Kongola (...200 km mit Congolesischen/Sambischen Kupferlastern, die gern im Päckchen fahren…) - wenn ihr im Camp Kwando ankommt, schaut doch einfach, wie ihr zeitlich dasteht und ob es sich für euch lohnt. Das könnt ihr am besten vor Ort entscheiden. Die spannenden Ecken im Suswe Triangle (Kwando Core) erreicht man nur recht zeitaufwändig, weil anspruchsvolles Gelände/tiefsandig.

Zu Frage 2. Von Nata nach Planet Baobab ist ja nur 100 km Asphalt. Der Besuch vom Nata Bird Sanctuary ist also zeitlich locker drin, - ist aber kein besonders spannender Park. Die Hauptattraktionen sind die Mengen an Flamingos am Pfannenrand, - wenn sie denn da sind. Wenn man gern Vögel beobachtet und dort gern einen Tag „abhängen“ will, dann passt es immer: Man kurvt von Tümpel zu Tümpel und wenn es grad feucht ist, ist nicht alles zu befahren. Insgesamt ist es kein besonders spannender Park, da würd ich z.B. lieber Baines Baobabs mit einbauen… die aber liegen streckenmäßig nach Planet Baobab…

Zu Frage 3. Ab Planet Baobab würde ich durch das East Gate des Makgadikgadi NP fahren (ab Gweta ca. 20 km), dann erhält man einen Eindruck von den Plains und kann mit etwas Glück sogar mal Zebraherden ziehen sehen und andere Wildtiere, - und kommt dann schließlich „querab“ zum Boteti. Die Strecke ist weniger tiefsandig als die direkte Umgebung des Boteti o. die Phuduhudu-Strecke.

Hoffentlich bringen die Infos euch was. Habt eine schöne Reise.
Zitierenzuletzt bearbeitet 25. Juni 2026Original ↗
Themenstarter18 Beiträge · seit 202625. Juni 2026 · #4
Hallo Robin,

vielen Dank für deine ausführliche Einschätzung, das hilft mir schon weiter!
Blende18.2 schrieb:
Bzgl. der Strecke Phuduhudu Gate. Die sind wir schon in beide Richtungen gefahren, beim ersten Mal Botswana auch eure Richtung von Norden kommend.

Die ist schon tiefsandig, Reifendruck runter, aber ansonsten einfach zu befahren. Denke aber nicht, dass du auf den Plains unterwegs bist dort, das ist größtenteils Buschland und man sieht wenig bis nix. Aber dafür belohnt man sich mit dem Blick auf den Boteti, wenn man dort ankommt. Eine unserer besten Safari Erinnerungen überhaupt.
Das klingt ja machbar. Wir werden uns vor Ort dann nach den aktuellen Bedingungen erkundigen und dann entscheiden. Und vielen Dank auch für den Tipp mit dem Wasserloch 😁
Blende18.2 schrieb:
DIVUNDU > CAMP KWANDO
Die Frage verstehe ich nicht ganz, vielleicht verwechselst du da was. Camp Kwando ist ja bei der Kwando Core Area, also wenn, dann von dort aus als Startpunkt los. 33min vom Camp bis zum Perkeingang, auch wenn es erst deutlich hinter dem Eingang spannend wird. Also hat man schon etwas Fahrt. Deswegen denke ich, dass einmal abzweigen auch nicht sinnig ist.

Ich würde ab Divundu den MorningDrive machen. Dann zum Camp Kwando und dort eine Bootstour nachmittags > Sundowner machen. Dann könnt ihr ggf. dort das Camp mittags etwas erforschen und habt zwei tolle Aktivitäten an dem Tag ohne viel Stress.
Ich dachte, das Gate zur Kwando Core Area liegt auf der B8 und dass es evtl zu weit wäre, von Camp Kwando aus quasi wieder ein Stück retour zu fahren und dann reinzufahren. Aber wenn die Anfahrt nur 33Minuten sind, wäre es tatsächlich überlegenswert, dann ist der Reisetag deutlich entspannter!

Vielen lieben Dank und liebe Grüße,
Caro
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