Moremi mit Kindern?

11 Antworten · 800 Aufrufe · gestartet 13. Juni 2026 von Chris155
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Themenstarter4 Beiträge · seit 202613. Juni 2026 · #1
Liebe Namibia- und Botswana-Erfahrene,

wir planen mit unseren Kids (17,14 und 7 Jahre) für Juli 2027 unsere erste Namibiareise. Eigentlich hätten wir die Namibia-Tour super gerne mit einem Abstecher nach Botswana verbunden. Aber jetzt sind wir doch etwas unsicher, wie realistisch sich das mit einem 7- (fast 8)-jährigen Kind machen lässt. Insgesamt haben wir maximal 28 Tage und würden mit einer Hillux mit Dachzelten (vielleicht mit einem zusätzlichen Bodenzelt) unterwegs sein.
Folgende Route hatten wir uns bislang grob gedacht.
1. Start in Windhoek nach Einkauf und Fahrzeugübernahme
2. Keetmanshoop
3. Fish-River-Canyon (Hobas)
4. Sossusvlei
5. Swakopmund/Cape Cross
6. Damaralnd/Twyfelfontein
7. Etosha
Und jetzt kommt der Teil, den ich total spannend finden würde, bei dem wir aber überlegen, ob das mit 7-Jährigem Kind eine gute Idee ist. Wir würden dann gerne nach Rundu (1 Nacht), von dort nach Divundu (Mahangu, Ndhovu oder Nyime), von dort einen Tag in den Bwabwata und dann nach Maun und von dort drei Tage in den Moremi (South Gate und 3rd Bridge) und wieder zurück nach Maun und von dort wieder nach Windhoek.
Klar ist, dass wir uns mit der Malariafrage befassen müssen, das ist nicht das Thema. Caprivi/Bwabwata stehen eigentlich auch fest. Aber hat jemand Erfahrung mit Moremi mit kleineren Kindern? Viele Tiere in den Camps und ggf. Festfahren im Schlammloch mit allen Kids an Bord könnte vielleicht stressig werden. 🫣Aber vielleicht ist die Strecke South-Gate nach 3rd Bridge auch okay zumal wir eine Weiterfahrt Richting Khwai/Chobe nicht geplant haben.
Wir wären einfach dankbar für ein paar Meinungen von den Erfahrenen hier, was ihr uns raten würdet. Rein ins Abenteuer oder lieber noch ein paar Jahre mit Botswana warten und in Namibia bleiben?
Liebe Grüße
Chris
Themenstarter4 Beiträge · seit 202613. Juni 2026 · #3
Danke Karsten,

das hatte ich irgendwie auch schon befürchtet. Klingt ganz danach, Fish River oder Caprivi und Moremi zu streichen.

LG
2'188 Beiträge · seit 201613. Juni 2026 · #4
Hallo,

sehe ich genauso wie Karsten, das ist viel zu viel.

Bei unserem ersten Namibiaurlaub waren unseren Kinder 10 + 12 Jahre. Wir hatten in 3 Wochen folgende Runde: Kalahari, KTP, Fish River, D 707, Swakopmund.

In 4 Woche halte ich den Süden und Etosha mit Kids schon ziemlich viel, aber noch machbar. Caprivi fällt da schon weg. Ihr könntet die Runde wie folgt drehen: Kalahari, Köcherbäume in Keetmanshop, Fish River, Lüderitz, D 707, Sossusvlei, Swakopmund, Damaraland, Etosha.

Das reicht völlig. Mehr würde ich mit Kids nicht machen.

LG Gabi
448 Beiträge · seit 201014. Juni 2026 · #5
Moin, prinzipiell sage ich, rein ins Abenteuer. Wir haben es so gemacht, das jeweils einer von uns im Dachzelt mit einem Kind geschlafen hat, weil es nachts doch manchmal spannende Geräusche gibt. Dann haben wir in der Regel das kleine Kind zu den Ablutions begleitet und ansonsten rennen ja nicht die Massen an Raubtieren über die Campsite. Unsere Kinder waren ganz von alleine immer umsichtig, war alles kein Problem!
Gruß Sille
88 Beiträge · seit 201414. Juni 2026 · #6
Naja in den Campides im Chobe und Moremi würde ich bei Dunkelheit nicht empfehlen den Umkreis des Feuers zu verlassen. Die Campsides sind nicht eingezäunt, deshalb ist Besuch von allerlei Tieren nichts außergewöhnliches. Wir haben als die Kids noch jünger waren eine Lodgetour, bzw im Caprivi in feststehenden Zelten, gemacht..,das ist wesentlich entspannter.... Machbar ist es, aber mir wäre es zu stressig, auch die langen Transferzeiten
Zitierenzuletzt bearbeitet 14. Juni 2026Original ↗
254 Beiträge · seit 200715. Juni 2026 · #7
Hallo Chris,
wir waren 2009 mit einem 1-Jährigen 4 Wochen in Namibia im Dachzelt unterwegs, das hat super geklappt. Lass Dich nicht kirre machen. Was mich an eurer geplanten Tour stören würde, sind die extremen Distanzen, was aber nicht an den Kids liegt, sondern, die ihr fahren wollt / müßt. Ich würde mich für den Norden mit Botswana entscheiden, weil es dort viel mehr Tiere in freier Wildbahn zu sehen gibt. Es ist ein Unterschied eine Herde Elefanten in freier Wildbahn oder im Etosha eingezäunt. Unsere Bootsafari auf dem Chobe 2019 (mit dem dort inzwischen 12 Jährigen) bleibt durch die Krokos und Flußpferde unvergessen. Rein landschaftliche Highlights wie z.B. Fishriver Canyon, Köcherbäume oder Dünen sind für Kinder nicht sooo beeindruckend wie für uns Erwachsene!
Wenn Du noch Fragen zum Reisen mit Kindern hast, kannst Du auch gerne direkt schreiben.

VG
Jochen
Themenstarter4 Beiträge · seit 202615. Juni 2026 · #8
Liebe alle,
danke euch für die Tipps! Ja, irgendwie tendiere ich auch eher dazu, den Norden Namibias mit Botswana zu kombinieren und den namibischen Süden auszulassen. Ich weiß, der hat landschaftlich extrem viel zu bieten, aber uns zieht es immer eher in die Wildnis. 🤪
LG
Chris
109 Beiträge · seit 202417. Juni 2026 · #9
Wir waren letztes Jahr für ca. 5,5 Wochen unterwegs und haben dabei auch viel Strecke gemacht. Die Kids haben das ganz gut mitgemacht, ohne Tablett und Tonie-Box wäre das aber nicht gegangen denke ich. Wir hatten sehr viel Beschäftigungsmöglichkeiten für die Autofahrten dabei, aber das Tablett war trotzdem oft unerlässlich...

Wir haben uns bei der Route bewusst dagegen entschieden ganz in den Caprivi-Zipfel zu fahren und sind "vorne" bei Divundu im Ngepi-Camp (gibt natürlich viele andere Alternativen da) geblieben. Du hast dort im Mahango NP und dem Buffalo Core Area so ziemlich alle Tiere die du "hinten" bei Kangola auch sehen würdest. Gerade im Buffalo Park hatten wir richtig Glück mit massig Elefanten in riesigen Herden und Löwen, Rappe- und Pferdenantilopen, Büffel, eine Unmenge an Vögeln usw. . Hat uns die Strecke durch den Streifen erspart und wir sind trotzdem voll auf unsere Kosten gekommen. Außerdem kannst von deinem Camp aus immer spontan entscheiden, wo es denn heute hin gehen soll oder ob man mal einen Pool-Tag einlegt.

War für uns die entspannteste Alternative und hat sich definitiv gelohnt, ohne dass wir zeitlich den Süden auslassen mussten.
Themenstarter4 Beiträge · seit 202617. Juni 2026 · #10
Wir wollen auch nicht weiter in den Caprivi-Zipfel fahren. Die Buffalo Core Area haben wir auch auf dem Programm. Danke für die Eindrücke! Für uns ist nur die Frage, ob wir noch in den Moremi fahren. Aber das muss vielleicht halt einfach auch nicht sein. Was die Strecken angeht, bin ich eigentlich entspannt, weil wir auch in Europa oft sehr lange Strecken fahren. Klar, Schotterpiste ist nochmal anders als Autobahn. Aber die Kids sind da sehr geduldig. Nur eher mal ein paar Tage an einem Ort könnte schon entspannen. 🙂
5'479 Beiträge · seit 200924. Juni 2026 · #11
Die Südafrikaner fahren ganz selbstverständlich mit Ihren Kindern ins Delta. Warum sollte es also nicht auch mit Euren Kids funktionieren. Entscheidend ist, dass ihr Euch sicher sein könnt, dass Eure Kids Euren Anweisungen gehorchen.
7 Beiträge · seit 202525. Juni 2026 · #12
Wir haben eine Reise mit dem Dachzelt von Windhoek, Namibia, Etosha caprivi, Chobe, Moremi, Makadigadi , Nxai, Windhoek mit 3 Kinder gemacht. Ich hatte auch etwas Respekt, aber es hat super geklappt und wir hatten eine unvergessliche Reise, an die wir uns alle gerne erinnern. Machbar ist es also auf jeden Fall und wir wünschen uns alle, dass wir bald noch einmal die Gelegenheit bekommen.
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