Reisebericht

Zurück nach Namibia - April & Mai 2026

von Sorimuc · begonnen 10. Juni 2026 · 30 Teile

Teil 110. Juni 2026
Liebe Fomis,

seit einer Woche sind wir zurück von unserer mittlerweile 5. Reise in unser Lieblingsland. Für die vielen hilfreichen Tipps und Empfehlungen aus dem Forum sowie aus Freude darüber, auf diese Weise die Reise noch einmal erleben zu dürfen, möchte ich mich mit einem Reisebericht bedanken. Am Anfang ist er leider etwas textlastig, das wird sich aber schon bald ändern 😁 Ich freue mich, wenn ihr Lust habt, mit mir zu reisen und hoffe, dass ich den ein oder anderen von euch ebenfalls inspirieren kann.

Das sind übrigens wir: Mein Mann Marc, unsere Tochter Sophia und ich, Sonja. Auf geht's!
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Im Frühjahr 2026 haben wir uns einen lang gehegten Wunsch erfüllt: Bevor unsere Tochter kommenden September eingeschult wird, wollten wir noch einmal für mehrere Wochen als Familie unterwegs sein. Bei der Wahl des Reiseziels waren wir uns direkt einig – zum inzwischen fünften Mal sollte es nach Namibia gehen 😘

Was uns an Namibia besonders begeistert, ist die unglaubliche landschaftliche Vielfalt. Innerhalb weniger Kilometer verändert sich die Umgebung oft komplett. Die Weite des Landes, das warme Licht am späten Nachmittag und der spektakuläre Sternenhimmel gehören für uns zu den schönsten Naturerlebnissen überhaupt. Auch die Tierwelt spielt natürlich eine Rolle, unser Fokus liegt aber nicht auf Safari. Lieber kombinieren wir Naturerlebnisse, Wanderungen und landschaftliche Höhepunkte mit einzelnen Pirschfahrten oder geführten Touren.

Wir lieben außerdem die herzlichen Menschen, die oft außergewöhnlichen Unterkünfte, das gute Essen, die hervorragenden südafrikanischen Weine und das angenehme, trockene Klima. Nicht zuletzt verbinden wir mit diesem Land mittlerweile viele besondere Erinnerungen – vom Heiratsantrag über unsere erste Fernreise mit Sophia bis hin zu einigen unserer schönsten Reiseerlebnisse überhaupt.

Für diese Reise hatten wir knapp sechs Wochen Zeit und waren nahezu im gesamten Land unterwegs – vom Fish River Canyon im äußersten Süden bis zu den Epupa-Fällen an der Grenze zu Angola im Norden. Lediglich den Nordosten mit dem Caprivi-Streifen ließen wir diesmal aus, da wir diese Region bereits auf einer früheren Reise intensiv erkundet hatten. Ansonsten standen sowohl einige unserer Lieblingsorte als auch Regionen auf dem Programm, die sich schon lange auf unserer Wunschliste befinden.

Bei der Planung haben wir uns an einigen Erfahrungen aus unseren früheren Namibia-Reisen orientiert. Unser Ziel war es, die Reise möglichst entspannt zu gestalten, weshalb wir darauf geachtet haben, an den meisten Orten zwei bis drei Nächte zu bleiben. Nur an wenigen Stellen gibt es Einzelübernachtungen – und diese vor allem deshalb, um längere Fahrstrecken sinnvoll aufzuteilen.

Grundsätzlich haben wir versucht, die Tagesetappen auf etwa 300 Kilometer beziehungsweise drei bis fünf Stunden reine Fahrzeit zu begrenzen. Natürlich dauert ein Fahrtag in Namibia meist länger, weil man unterwegs immer wieder für Fotos, Aussichtspunkte oder spontane Entdeckungen anhält. Für uns gehört genau das zum Reiz des Reisens dort dazu: Nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg ist Teil des Erlebnisses.

Ein weiterer Gedanke bei der Routenplanung war die Jahreszeit. Da wir über mehrere Wochen unterwegs sein würden, bewegten wir uns im Verlauf der Reise zunehmend Richtung Winter. Deshalb haben wir die Route im Uhrzeigersinn geplant: Zunächst ging es in den Süden des Landes, wo wir zu Beginn noch auf angenehm warme Temperaturen hofften. Je weiter wir im Laufe der Reise nach Norden kommen, desto kühler sollte es saisonal werden, während die Temperaturen geografisch bedingt wieder ansteigen. Im Idealfall gleichen sich diese beiden Effekte etwas aus und sorgen während der gesamten Reise für angenehme Bedingungen 🤪

Außerdem wollten wir die Regionen im äußersten Norden möglichst spät in der Saison besuchen. Dort, insbesondere im Bereich der Epupa-Fälle, besteht ein gewisses Malariarisiko. Durch die Reisezeit möglichst weit entfernt von der Regenzeit hoffen wir, dieses Risiko zusätzlich zu reduzieren. Unabhängig davon haben wir uns entschieden, für diesen Teil der Reise vorsorglich eine Malariaprophylaxe mitzunehmen.

Bei den Unterkünften haben wir bewusst auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Lodges und Gästefarmen gesetzt. Wichtig waren uns dabei eine persönliche Atmosphäre, gutes Essen und natürlich die Erfahrungen anderer Namibia-Reisender, vor allem hier aus dem Forum. Große Anlagen mit Reisegruppen und Buffetbetrieb versuchen wir eher zu vermeiden. Stattdessen bevorzugen wir kleinere, individuell geführte Unterkünfte, in denen man die Ruhe und Weite Namibias besonders gut genießen kann.

Hier ein Überblick über unsere Reiseroute:

Reisezeitraum: 23.04.-01.06.2026

1 N Hohewarte Guestfarm
2 N Jansen Kalahari Guest Farm
1 N Duwisib Guest Farm
2 N Fish River Lodge
3 N Klein Aus Vista Eagles Nest Chalet
2 N Koiimasis Fest Inn Fels
2 N Desert Homestead Lodge
2 N Barkhan Dune Retreat
3 N @the Sea Boutique Guesthouse
1 N Spitzkoppe Cabin Camp
2 N Omandumba Bush Camp
2 N Vingerklip Lodge
3 N Doro Nawas
2 N Grootberg Lodge
1 N Opuwo Country Lodge
3 N Epupa Camp
1 N Hobatere Lodge
3 N Etosha Safari Lodge
3 N Kambaku Safari Lodge

Ansonsten versuchten wir, uns möglichst gut vorzubereiten, ohne jede Minute der Reise durchzuplanen. Zwar hatten wir uns zahlreiche mögliche Zwischenstopps und Sehenswürdigkeiten entlang der Route notiert, vor Ort wollten wir aber bewusst flexibel bleiben und vieles spontan entscheiden.
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Teil 210. Juni 2026
Anreise und Flüge

Besonders gefreut haben wir uns über die Direktverbindung von München nach Windhoek mit Discover Airlines, die es erst seit etwa einem Jahr gibt. Da wir nur wenige Minuten vom Münchner Flughafen entfernt wohnen, war das für uns die mit Abstand bequemste Lösung. Zwar ist der Flug kein Schnäppchen, aber bei einer Langstreckenverbindung mit Direktflug relativiert sich das aus unserer Sicht etwas. Für zwei Erwachsene und ein Kind lagen die Flugkosten zum Buchungszeitpunkt insgesamt bei knapp 3.400 Euro für die Economy Class. Vergleicht man das mit unseren früheren Namibia-Reisen, erscheint uns das sogar weniger außergewöhnlich, als man angesichts der aktuellen Preisentwicklung vielleicht vermuten würde.

Gerade bei Fernreisen schätzen wir die Vorteile eines Direktflugs sehr: kein Umsteigen, kein Stress mit Anschlussflügen und ein deutlich geringeres Risiko, dass Gepäck verloren geht. Außerdem ist es einfach angenehm, abends in München ins Flugzeug zu steigen und am nächsten Morgen direkt in Namibia anzukommen.

Mietwagen

Den Mietwagen hatten wir bereits lange im Voraus reserviert. Unsere Wahl fiel auf den Klassiker, einen Toyota Hilux Double Cab. Gebucht haben wir über Asco Car Hire, einen der größten lokalen Vermieter in Windhoek, da wir bereits auf früheren Reisen gute Erfahrungen mit Asco gemacht hatten.

Bei der Ausstattung gab es für uns drei wichtige Kriterien: Automatikgetriebe, einen hochwertigen Kindersitz und einen batteriebetriebenen Kühlschrank. Gerade das Automatikgetriebe empfinden wir als große Erleichterung, wenn man sich gleichzeitig an den Linksverkehr und die ungewohnten Straßenverhältnisse gewöhnen muss 😄

Der Kühlschrank hat sich bereits auf unseren letzten Reisen als ausgesprochen praktisch erwiesen. Auch wenn wir weder campen noch uns überwiegend selbst versorgen, sind kalte Getränke und kleine Snacks auf langen Fahrtagen Gold wert. So muss man sich unterwegs keine Gedanken machen, ob Lebensmittel oder Getränke in der Hitze zu warm werden.

Diesmal haben wir uns bewusst für ein reguläres Fahrzeug und nicht für ein günstigeres Budget-Modell entschieden. Bei einer Reise von fast sechs Wochen war uns wichtig, ein möglichst neues und wenig beanspruchtes Fahrzeug zu bekommen. Die etwas höheren Kosten waren uns der zusätzliche Komfort und das gute Gefühl wert.

Ansonsten bringt der Hilux alles mit, was man für eine Namibia-Rundreise benötigt: ausreichend Platz, gute Geländetauglichkeit sowie die bei seriösen Vermietern üblichen Extras wie Doppeltank und zwei Ersatzreifen. Damit fühlten wir uns für die kommenden Wochen bestens gerüstet.

Buchung der Reise

Wie bereits bei unseren Namibia-Reisen 2015 und 2017 haben wir auch diesmal wieder über die in Swakopmund ansässige Agentur Magic Vibes gebucht. Die Zusammenarbeit war bisher immer unkompliziert und zuverlässig, sodass für uns schnell feststand, auch diese Reise wieder über sie abzuwickeln.

Bei unserer ersten Namibia-Reise hatten wir noch alle Unterkünfte und Leistungen selbst organisiert. Das war zwar machbar, bedeutete aber einen erheblichen Aufwand. Inzwischen schätzen wir es sehr, einen erfahrenen Ansprechpartner vor Ort zu haben, der sich um Reservierungen, Buchungen und organisatorische Details kümmert.
Teil 312. Juni 2026
Anreise und erster Tag in Namibia

Am Abend des 22. April 2026 war es endlich soweit – unser Nachbar brachte uns mit bis unters Dach mit Gepäck gefülltem Auto zum Flughafen München. Nach dem Einchecken gab es zunächst eine kleine Verwechslung bei den Koffern, die jedoch schnell am Serviceschalter gelöst werden konnte. Anschließend gönnten wir uns das traditionelle letzte bayerische Abendessen beim Airbräu. Dort trafen wir überraschend Bekannte, die wir seit Jahren nicht mehr gesehen hatten und die ausgerechnet an diesem Abend Deutschland verließen, um nach Florida auszuwandern – ein wirklich kurioser Zufall.
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Nach einem unkomplizierten Sicherheitscheck ging es zum Gate, und mit etwa 20 Minuten Verspätung startete schließlich unser Nachtflug nach Namibia. Die Nacht an Bord war dank kaum vorhandener Beinfreiheit leider wenig erholsam: Sophia schlief nach einem Film recht gut (quer über drei Sitze 🙄 ), während Marc und ich kaum Schlaf fanden. Das Abendessen hatten wir abbestellt (wer will bitte mitten in der Nacht noch Chicken Curry?) und das Frühstück – ein Mini-Muffin sowie eine Blätterteilrolle mit Lauch und Pilzen – war ehrlicherweise eine Frechheit 😵 Positiv in Erinnerung blieb uns vor allem der ausgesprochen freundliche Service der Crew.

So landeten wir am Morgen des 23. April gegen 7:45 Uhr leicht erschöpft in Windhoek. Direkt nach der Landung machten wir allerdings den Fehler, zunächst noch alle auf die Toilette zu gehen. Das war zwar dringend nötig, kostete uns im Nachhinein aber vermutlich fast eine Stunde, denn die Schlangen bei der Einreise wurden in dieser Zeit immer länger. Trotz bereits vorab beantragtem E-Visum dauerte die Einreise schließlich rund eineinhalb Stunden.

Nach der Gepäckausgabe mussten wir noch durch eine weitere Kontrolle. Dort wurde ein Apfel entdeckt, den wir versehentlich noch im Handgepäck hatten. Eine Mitarbeiterin schickte mich daraufhin zum Veterinärschalter, wo ich ein Formular für den Apfel ausfüllen sollte. Da ich den Apfel ohnehin nicht hätte einführen dürfen, fragte ich scherzhaft, ob ich ihn stattdessen einfach sofort essen könne. Nach einem zustimmenden Nicken stand ich also mitten im Flughafen und aß meinen Apfel auf, während andere Reisende noch schnell ihre mitgebrachten Würstchen oder andere Snacks verzehrten. Erst danach durften wir die Kontrolle passieren und schließlich den Flughafen verlassen.

Auch unser gebuchter Transfer ließ auf sich warten, sodass wir uns die Zeit mit einem Cappuccino vertrieben. Nach mehreren Telefonaten mit der Buchungsagentur traf unser Fahrer gegen 10:30 Uhr schließlich ein und brachte uns zur Hohewarte Guest Farm. Unterwegs konnten wir bereits einen Pavian auf einem Strommast entdecken – unser erstes Wildtier der Reise 😄

Die Hohewarte Guest Farm gefiel uns sofort. Das historische Haupthaus, die herzliche Begrüßung und unser schönes Familienzimmer sorgten dafür, dass wir uns auf Anhieb wohlfühlten. Während Marc etwas Schlaf nachholte, erkundeten Sophia und ich das Gelände. Zum Mittagessen gab es einen hervorragenden Oryx-Burger mit Süßkartoffelpommes.
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Bei sonnigen 25 Grad genossen wir die ersten Stunden in Namibia, machten später einen kurzen Mittagsschlaf und stießen am späten Nachmittag mit unserem ersten Savanna der Reise auf den Urlaub an. Besonders schön war es, wieder die vertrauten Geräusche, Gerüche und die besondere Atmosphäre Namibias zu erleben.
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Den Abend verbrachten wir bei einem gemeinsamen Essen mit anderen Gästen der Farm. Bei Samosas, Oryx-Gulasch und einem leckeren Dessert entstanden viele interessante Gespräche über Reisen und unsere geplanten Routen. Gegen 21 Uhr gingen wir müde, aber glücklich ins Bett – angekommen in Namibia und voller Vorfreude auf die kommenden Wochen.
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Teil 415. Juni 2026
Hohewarte Guest Farm – Fazit

Die Hohewarte Guest Farm hat uns als erster Stopp in Namibia richtig gut gefallen. Die Anlage ist wunderschön angelegt und bietet viele gemütliche Plätze, um einfach die Ruhe zu genießen und nach der Anreise anzukommen. Unser Zimmer war sehr schön und gepflegt, das Personal stets hilfsbereit und aufmerksam. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns das leckere Essen und das liebevoll zubereitete Frühstück. Für uns war die Hohewarte Guest Farm der perfekte Ort, um entspannt in unsere Namibia-Reise zu starten, und wir würden jederzeit wieder dort übernachten.
Teil 515. Juni 2026
Freitag, 24. April 2026 - Auf in die Kalahari!

Nach einem sehr leckeren Frühstück in der Lapa hieß es Abschied nehmen von der Hohewarte Guest Farm. Unser Fahrer ließ wie schon bei der Anreise etwas auf sich warten, brachte uns dann aber sicher zur Autovermietung in Windhoek. Die Übernahme unseres Toyota Hilux verlief unkompliziert und schon kurze Zeit später waren wir endlich unterwegs.

Nach einem Einkauf im SPAR bei der Maerua Mall führte uns die Route zunächst auf der B1 Richtung Süden.
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Kurz vor Rehoboth entschieden wir uns für die landschaftlich reizvollere Strecke über die C25, später die C21 und schließlich die D1268 bis zur Janssen Kalahari Guest Farm. Die Pad war gut zu fahren und führte durch eine wunderschöne Kalahari-Landschaft. Dank der außergewöhnlich guten Regenzeit präsentierte sich die sonst so trockene Gegend überraschend grün. Unterwegs entdeckten wir bereits die ersten Tiere: Springböcke, Paviane und sogar einen Löffelhund direkt neben der Straße.

Gegen halb vier erreichten wir unser heutiges Tagesziel. Unser Chalet „Shepherd’s Tree“ war einfach, aber gemütlich und bot reichlich Platz für die ganze Familie.
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Während eines kurzen Regenschauers saßen wir auf der Terrasse und beobachteten eine Herde Eland-Antilopen, die direkt an unserem Häuschen vorbei zur Wasserstelle zog. Gemeinsam mit Sophia pirschte ich ihnen mit Fernglas und Kamera hinterher. In der Ferne grasten Zebras, und sogar eine kleine Maus kam zum Trinken an den Wasserhahn – man kommt der Tierwelt hier wirklich erstaunlich nahe, das hatten wir so gar nicht erwartet 😘
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Das Abendessen war gut, wenn auch die Zusammenstellung etwas gewöhnungsbedürftig war: Es gab Spaghetti mit Tomatensauce, dazu Schnitzel, Brokkoli, Blumenkohl mit einer eigenen Soße, Blaukraut und noch einen gegrillten Maiskolben. Wirkte ein wenig wie Reste-Essen 🤪 Nach einem kurzen Blick auf den leider wolkenverhangenen Sternenhimmel fielen wir schließlich müde, aber glücklich ins Bett.
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Teil 618. Juni 2026
Samstag, 25. April 2026

Der Tag begann schon mal ziemlich gut: Noch im Schlafanzug standen wir vor unserem Häuschen, weil Sophia direkt nach dem Aufwachen zwei Giraffen entdeckt hatte. Gemächlich liefen sie an unserer Unterkunft vorbei zur Wasserstelle. Dazu kamen Zebras und Elandantilopen – vor unserem Chalet war eigentlich immer etwas los, das ist schon etwas ganz Besonderes.
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Nach dem Frühstück brachen wir zu einer Wanderung auf. Auf dem Farmgelände gibt es insgesamt vier farbig markierte Wanderwege unterschiedlicher Länge. Wir entschieden uns für den 6,5 Kilometer langen gelben Weg, während die längsten Strecken bis zu zwölf Kilometer lang sind. Der Weg führte durch die Dünenlandschaft, vorbei an Termitenhügeln, Webervogelnestern und blühenden Pflanzen. Es war beeindruckend zu sehen, wie farbenfroh die Wüste nach den Regenfällen sein kann. Unsere Gastgeberin Louise erzählte mir am Morgen, dass die Farmer der Region bereits ihre Wasservorräte aufgefüllt hätten. Mit Beginn der Trockenzeit wird das hohe Gras schnell zur Gefahr, und Buschbrände können sich dann rasch ausbreiten.
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Sophia hatte Spaß daran, die Wegmarkierungen zu suchen, auch wenn ihr die Strecke gegen Ende etwas lang wurde. Anfangs sorgte noch ein angenehmer Wind für Abkühlung, doch später wurde es richtig warm.

Zurück an der Lodge gönnten wir uns eine Dusche und verbrachten den Mittag entspannt am Pool. Während Sophia mit ihren Playmobilfiguren spielte, las Marc über die Kolonialgeschichte Afrikas und ich genoss ebenfalls mein Buch und die Ruhe.
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Am Nachmittag trafen wir uns mit den anderen Gästen zum Sundowner Drive. Die Gastgeber Heintje und Louise fuhren uns mit ihren Farmfahrzeugen über das weitläufige Gelände. Dabei erzählten sie viel über das Leben auf ihrer Farm, die sie vor einigen Jahren von 10.000 auf 5.000 Hektar verkleinert haben. Besonders spannend war zu hören, wie wichtig ihre beiden Brunnen mit trinkbarem Wasser für den gesamten Betrieb sind.

Die Fahrt führte durch eine traumhafte Landschaft aus Dünen, Grasflächen und weiten Ebenen. Über uns zogen dunkle Gewitterwolken hinweg, die immer wieder für spektakuläre Lichtstimmungen sorgten. Unterwegs begegneten wir zahlreichen Tieren, darunter Zebras, Oryx, Giraffen und sogar einem schwarzen Springbock, der ursprünglich eher in Südafrika heimisch ist.
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Für einen besonderen Lacher sorgte ein junger Strauß namens Anna. Mit ihren abgespreizten Federn sah sie so zerzaust aus, dass wir zunächst dachten, sie hätte ihre besten Tage bereits hinter sich. Tatsächlich war sie aber noch ganz jung. Sophia durfte sogar aussteigen und ganz mutig Anna aus der Hand füttern.
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Als wir schließlich die Düne für den Sundowner erreichten, hatte sich das Gewitter vorerst verzogen. Die Luft war klar, die Landschaft leuchtete im warmen Abendlicht, und die Stimmung dort oben war einfach perfekt. Bei Snacks und einem Getränk in der Hand beobachteten wir, wie die Sonne langsam hinter den Dünen verschwand – einer dieser Momente, die man gerne festhalten würde, obwohl man weiß, dass kein Foto ihnen wirklich gerecht werden kann 😘
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Nach der Rückkehr wartete noch ein leckeres Abendessen auf uns: Oryx-Roulade und Lemon Cheesecake zum Dessert. Müde, satt und voller schöner Eindrücke fielen wir schließlich ins Bett und freuten uns schon auf das nächste Abenteuer.
Teil 722. Juni 2026
Fazit Jansen Kalahari Guestfarm

Insgesamt haben wir uns auf der Jansen Kalahari Guestfarm sehr wohlgefühlt und die zwei Nächte dort gerne verbracht. Die wunderschöne Lage mitten in der Kalahari, das Wasserloch direkt vor unserer Terrasse und die vielen Tierbeobachtungen haben den Aufenthalt für uns besonders gemacht 😘

Ganz perfekt war allerdings nicht alles. Der Empfang durch die Angestellte wirkte auf uns eher routiniert und wenig herzlich, während wir die Gastgeber selbst leider erst viel später näher kennenlernen konnten. Auch beim Essen gab es Licht und Schatten: Geschmacklich war es durchwegs gut, die Zusammenstellung des Menüs am ersten Abend erschien uns allerdings etwas ungewöhnlich. Am zweiten Abend hat es uns deutlich besser gefallen.

Unser Häuschen war schön gelegen und bot einen tollen Blick auf das Wasserloch. Die Einrichtung wirkte stellenweise etwas in die Jahre gekommen und auch die Betten waren nicht die bequemsten. Dafür konnten der schöne Poolbereich und vor allem der fantastische Sundowner Drive viele dieser kleinen Schwächen wieder wettmachen.

Positiv aufgefallen ist uns außerdem, dass aktuell ein neuer Dining Room mit Terrasse entsteht, der zum Zeitpunkt unseres Besuchs kurz vor der Fertigstellung stand. Das dürfte die Atmosphäre beim Essen künftig noch einmal deutlich aufwerten.

Unterm Strich würden wir die Jansen Kalahari Guestfarm auf jeden Fall weiterempfehlen. Die herzliche Gastfreundschaft, die tolle Landschaft und die vielen schönen Erlebnisse vor Ort überwiegen die kleinen Kritikpunkte deutlich. Die Unterkunft bietet aus unserer Sicht ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wir würden bei einer weiteren Namibia-Reise durchaus wiederkommen.
Teil 822. Juni 2026
Sonntag, 26. April 2026 – Sundowner mit Schlossblick

Nach einer ruhigen Nacht wurden wir gegen 7:15 Uhr wach und machten uns kurz nach Sonnenaufgang auf den Weg zum Frühstück. Da die Gästefarm gut besucht war, herrschte ordentlich Betrieb. Nach Rührei mit Speck für uns und mehreren Butterbroten für Sophia packten wir unsere Sachen zusammen – bei nur zwei Übernachtungen geht das zum Glück immer recht schnell.

Bevor wir losfahren konnten, sorgte die versehentlich aktivierte Wegfahrsperre noch für ein paar Minuten Verwirrung, bis der passende Schlüssel zu dem Schloss unter der Handbremse gefunden war. Anschließend beglichen wir unsere Rechnung, reduzierten den Reifendruck auf 1,8 Bar für die bevorstehenden Gravel-Pisten und starteten gegen halb zehn Richtung Duwisib.

Unsere Route führte über die D1268, die C20 und später die C19 über Mariental nach Maltahöhe. Die Landschaft präsentierte sich weiterhin erstaunlich grün – ein ungewohnter Anblick für Namibia. In Maltahöhe legten wir am gleichnamigen Hotel eine gemütliche Pause ein und genossen im Garten am Pool etwas zu trinken.
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Auf den folgenden Schotterstraßen (C14, D842 und D831) wurden die Auswirkungen der starken Regenfälle deutlich sichtbar. Immer wieder passierten wir ausgetrocknete Schlammlöcher, zwei Wasserdurchfahrten und Abschnitte, die offenbar erst kürzlich repariert worden waren. Die ausgiebige Regenzeit hatte hier deutliche Spuren hinterlassen.

Gegen 13:45 Uhr erreichten wir die Duwisib Guest Farm, wo wir vom Besitzer herzlich empfangen wurden. Unser Zimmer Nr. 8 mit großem Bad und bequemen Betten machte sofort einen sehr guten Eindruck. Nach dem Einchecken zogen wir uns um und verbrachten etwas Zeit am Pool. Trotz des kristallklaren Wassers war es recht windig und kühl, sodass wir es eher beim Lesen beließen. Dabei kamen wir mit einem netten Ehepaar aus Rosenheim ins Gespräch, das wir später noch öfter treffen sollten.
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Am späten Nachmittag liefen wir zum nur wenige hundert Meter entfernten Duwisib Castle. Eigentlich hatten wir nicht damit gerechnet, das Schloss besichtigen zu können, da es offiziell geschlossen ist. Umso größer war die Überraschung, als ein Mitarbeiter plötzlich aus dem Schlosstor winkte und fragte, ob wir es von innen sehen möchten. Für 80 NAD pro Person schloss er extra sämtliche Räume für uns auf. Marc musste dafür zwar noch einmal Bargeld holen, da keine Kartenzahlung möglich war, aber der Aufwand lohnte sich.
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Der Rundgang durch das Schloss war beeindruckend: der wunderschöne Innenhof, die historischen Wohnräume von Hansheinrich von Wolf und seiner Frau Jayta, der Salon, der Speisesaal und sogar eine kleine Schlange in einem der Gästebäder. Sogar eine Bar im Keller gab es, in der früher wohl ausgelassen gefeiert wurde.
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Besonders interessant fanden wir die Geschichte des Schlosses und seiner Besitzer, die ebenso faszinierend wie tragisch ist. Hier dazu ein Text aus der Infomappe der Duwisib Guestfarm sowie ein Foto von Hansheinrich und Jayta aus dem Schloss:
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Nach einer Dusche machten wir uns zum Sundowner auf den Aussichtspunkt „Baron's View“ hinter der Gästefarm auf. Von dort oben hat man einen fantastischen Rundumblick über die Landschaft. Mit ein paar Getränken im Gepäck genossen wir den Sonnenuntergang, auch wenn dieser fast etwas in den Hintergrund rückte, weil wir uns so angeregt mit dem Ehepaar aus Rosenheim über unsere Reisen unterhielten.
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Zum Abendessen gesellten sich neben uns noch zwei Südafrikaner dazu, die gerade aus Lüderitz angekommen waren. Besonders unterhaltsam wurde der Abend durch Jochen Frank-Schulz, den früheren Besitzer der Gästefarm. Obwohl die Farm inzwischen von seinen Kindern geführt wird, übernimmt er noch immer gerne die Rolle des Gastgebers und Geschichtenerzählers. Mit seinen Erzählungen über die Farm, seine Familie und das Leben in Namibia sorgte er für beste Unterhaltung.
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Kulinarisch wurden wir ebenfalls verwöhnt: Zur Vorspeise gab es Kürbissuppe, anschließend Oryx-Gulasch mit Kartoffeln, Karotten und Reis sowie ein hervorragendes Bobotie. Den Abschluss bildete ein köstlicher Malva-Kuchen mit Vanillesoße.

Nach diesem rundum gelungenen Tag fielen wir müde ins Bett und schliefen wie die Babys.
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So, als kleine Abkühlung bei der Hitze hier ein eher kühler Reiseabschnitt 😉

Montag, 27. April 2026 – Ab in den Süden!

Für die Weiterfahrt Richtung Fish River Canyon mussten wir heute zum Glück keine Rekorde im Kofferpacken aufstellen – für die eine Nacht hatten wir ohnehin kaum etwas ausgepackt. Nach einem soliden, eher einfachen Frühstück mit Müsli, Joghurt, Obstsalat, Toast sowie Ei nach Wunsch starteten wir gegen 9:30 Uhr.

Fazit Duwisib Guestfarm

An die Duwisib Guestfarm hatten wir im Vorfeld keine besonders hohen Erwartungen – umso positiver wurden wir überrascht. Unser Zimmer war schlicht eingerichtet, aber sehr sauber, mit bequemen Betten, einem großzügigen Bad und einer schönen Terrasse mit Blick in die Landschaft. Da während unseres Aufenthalts nicht viel los war, herrschte eine angenehm ruhige Atmosphäre. Den Pool konnten wir wetterbedingt zwar nur eingeschränkt nutzen, trotzdem haben wir dort eine entspannte Lesepause eingelegt.

Besonders gefallen hat uns der Aussichtspunkt „Baron’s View“, von dem aus man einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben kann. Auch das Essen hat uns überzeugt. Die Küche ist eher bodenständig, dafür aber sehr lecker und authentisch. Vor allem Jochen Frank-Schulz war beim Abendessen ein großartiger Gastgeber, immer aufmerksam, gesprächsbereit und mit vielen spannenden Geschichten über das Farmleben und die Geschichte des Schlosses.

Die Duwisib Guestfarm liegt zudem in einer landschaftlich reizvollen Gegend und hat bei uns insgesamt einen rundum positiven Eindruck hinterlassen. Es ist einer dieser Orte, an denen man sich sofort wohlfühlt und an die man gerne zurückkehrt 😘

Zunächst ging es zurück auf die C14 Richtung Süden. Vor der Reise hatten wir uns einige Gedanken gemacht, wie wir Sophia auf den oft langen Fahrstrecken beschäftigen können. Hörbücher, kleine Reisespiele und vor allem eine selbst zusammengestellte Mal- und Bastelmappe haben uns dabei auf den vielen Kilometern durch Namibia wirklich gute Dienste geleistet. So vergingen auch längere Etappen meist erstaunlich entspannt und Langeweile kam nur selten auf.

In Helmeringhausen legten wir einen Tank- und Kuchenstopp ein. Natürlich mussten wir den angeblich besten Apfelkuchen Namibias probieren. Mir hat er tatsächlich hervorragend geschmeckt – aber ob er wirklich besser ist als der in Solitaire werden wir in ein paar Wochen noch einmal überprüfen 🤪
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Je näher wir Richtung Fish River Lodge kamen, desto deutlicher sah man die Folgen der außergewöhnlich starken Regenfälle. Ausgewaschene Straßenabschnitte, tiefe Fahrrillen ehemaliger Matschlöcher und ständig wechselnde Straßenverhältnisse machten die Fahrt anspruchsvoll. Kaum dachte man, man könne mal etwas zügiger fahren (und damit meine ich lediglich 50-60 km/h – man wird ja bescheiden 😈 ), wartete hinter der nächsten Kuppe schon die nächste Überraschung.
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Dafür gab es zwischendurch auch ein paar Blümchen am Wegesrand.

Die berüchtigte Zufahrt zur Fish River Lodge setzte dem Ganzen dann die Krone auf. Für die letzten 19 Kilometer waren laut T4A Karte 50 Minuten Fahrzeit ausgeschrieben, und wir dachten zunächst noch: „Das kann doch niemals so lange dauern.“ Doch wir wurden schnell eines Besseren belehrt 😎 Die Strecke hatte es stellenweise wirklich in sich, und ich war sehr froh, dass Marc am Steuer saß. Ehrlich gesagt hätte ich das Auto vermutlich nach der zweiten Kurve stehen und mich abholen lassen. Erst kurz vor der Lodge – nachdem wir einen Grader bei der Arbeit passiert hatten – wurde die Strecke wieder etwas angenehmer.

Unterwegs entdeckten wir noch eine große Schildkröte mitten auf der Straße. Natürlich hielten wir an und halfen ihr die Böschung hinauf ins sichere Unterholz. Selbst wenn wir ihr auf der sehr schmalen Straße ausgewichen wären – wer weiß, ob die nächsten Fahrzeuge sie gesehen hätten. Ihr Muster fügte sich nämlich erstaunlich gut in die Umgebung ein.
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An der Lodge angekommen, waren wir sofort begeistert. Schon der Empfang mit Erfrischungstüchern und Eistee war herzlich, doch der eigentliche Wow-Moment kam beim Betreten der Lodge: Der Blick direkt hinaus auf den Canyon ist schlicht atemberaubend – so schön, dass man ihn kaum begreifen kann.
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Nach dem Check-in wählten wir unser Abendessen aus, klärten die Details für den Full-Day Canyon-Drive am nächsten Tag und bezogen unser wunderschönes Chalet. Allerdings merkten wir schnell, dass es hier oben deutlich kühler ist als in den letzten Tagen. Über die Abbruchkante des Canyons pfiff ein kräftiger Wind, der die Temperaturen noch niedriger erscheinen ließ. Die bereitgelegten Oropax hatten vermutlich ihren guten Grund.
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Zum Abendessen war die Lodge stimmungsvoll mit Kerzenlicht dekoriert, die Kamine brannten und sorgten für eine gemütliche Atmosphäre. Marc und ich starteten mit einem Espresso Martini, während Sophia ein neues Sticker-Spiel für sich entdeckte und den ganzen Abend damit beschäftigt war.
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Das erwies sich als Glücksfall, denn in der Küche lief an diesem Abend offenbar etwas schief. Unser Essen ließ ungewöhnlich lange auf sich warten; manche Gäste hatten bereits ihr Dessert beendet, während wir noch auf den Hauptgang warteten. Das Warten lohnte sich jedoch: Es gab Kingklip als Hauptgang und Malva Pudding mit Vanillesoße zum Dessert. Sophia freute sich über ein Kindermenü und entschied sich für Fish & Chips.
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Außerdem trafen wir noch einmal Elke und Jürgen wieder, die wir bereits aus Hohewarte kannten. Sie berichteten begeistert von ihrer Canyon-Tour, die uns am nächsten Tag bevorstand und unsere Vorfreude noch einmal deutlich steigerte.

Die Nacht selbst war dann weniger idyllisch. Der Wind pfiff mit unglaublicher Wucht um unser Chalet. Während Sophia erstaunlich gut schlief und Marc sich kurzerhand mit Oropax behelfen konnte, fühlte ich mich zeitweise an den Hinflug erinnert – viel Schlaf bekam ich jedenfalls nicht 🙄
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Dienstag, 28. April 2026 – Abenteuer im Fish River Canyon

Heute klingelte der Wecker schon um 6.15 Uhr – nach der eher wenig erholsamen Nacht war das alles andere als einfach 😵 Für heute hatten wir den ganztägigen Canyon Drive gebucht, der um 7.30 Uhr startete. Da die Sonne Ende April erst kurz nach 7 Uhr aufgeht, beginnt die Tour in dieser Jahreszeit etwas später als im Sommer. Um Viertel vor sieben saßen wir beim Frühstück.
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Sorry für die vielen Bilder von der Aussicht dort oben, aber ich finde sie einfach sensationell 😁 Eine richtig nette Überraschung war, dass Sophia noch ein kleines Lunchpaket mit Saft, Obst, Crackern, einem Nussriegel und etwas Biltong bekam, damit sie bis zum Mittagessen gut durchhält. Das war wirklich aufmerksam.

Wir waren insgesamt zehn Gäste und wurden auf zwei Fahrzeuge aufgeteilt. Unser Guide Justice ist seit fast 35 Jahren als Guide tätig – viele Jahre im Damaraland und seit 2022 am Fish River Canyon. Seine langjährige Erfahrung war während des gesamten Tages deutlich spürbar – nicht nur fahrerisch, was auf dieser Strecke definitiv nötig ist, sondern auch mit einem unglaublichen Wissen über die Landschaft, Tiere und die Entstehung des Canyons.
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Unterwegs legten wir immer wieder kurze Stopps ein und erfuhren viel über den Fish River Canyon. Er ist bis zu 27 Kilometer breit, 161 Kilometer lang und an seiner tiefsten Stelle 515 Meter tief. Dabei fällt der Canyon aber nicht senkrecht ab, sondern verläuft stufenweise nach unten. Genau diese drei steilen Stufen mussten wir auch mit dem Auto überwinden – darunter der berüchtigte Terror Pass. Wenn wir gestern schon dachten, die Lodgezufahrt sei anspruchsvoll gewesen, dann war das heute nochmal eine ganz andere Liga. Zum Glück saßen wir nur als Passagiere im Auto.
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Zwischendurch gab es eine Busch-Toilette und an einer besonders steilen Passage durften wir alle etwa 20 Minuten zu Fuß bergab laufen, bevor uns die Fahrzeuge wieder einsammelten.
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Später hielt Justice noch einmal im Flussbett an. Ein Teil der Gruppe lief dort ein Stück hinein. Ich blieb mit Sophia am Auto, weil sie keine Lust hatte, aber Marc meinte später, dass sich das auf jeden Fall gelohnt hat.
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Der nächste Halt war einfach gigantisch. Von oben hatten wir einen traumhaften Blick auf den Fish River, der dank der außergewöhnlich guten Regenzeit richtig viel Wasser führte. Justice erzählte uns, dass die Landschaft nur ganz selten so grün ist. Überall blühten gelbe Blumen, dazwischen sogar rosa, pinke und lilafarbene – ein wirklich außergewöhnlicher Anblick.
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Kurz vor der als "Terror-Pass" bekannten Engstelle 🤩
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Nach der letzten steilen Abfahrt erreichten wir unseren Lunchplatz direkt am Fluss. Dort gibt es eine kleine Terrasse und während Guides und Koch das Essen vorbereiteten, konnten wir schwimmen oder die Umgebung erkunden. Ich bin tatsächlich bis in die enge Schlucht hineingeschwommen. Das Wasser war glasklar und hinten warteten kleine Stromschnellen, die wie eine natürliche Gegenstromanlage funktionierten. Anschließend ließ ich mich einfach wieder zurücktreiben. Das Wasser war zwar eisig, aber herrlich erfrischend.
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Das Mittagessen war ebenfalls richtig lecker: Lammspieße, Chicken Wings, Boerewors, Salat und Toast mit Butter, dazu kalte Getränke. Danach schauten wir uns noch die Stromschnellen an, bevor die zweistündige Pause leider schon wieder vorbei war.
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Gegen halb drei machten wir uns auf den Rückweg. Ohne weitere Stopps ging es die komplette Strecke am Stück zurück. Das ständige Gerüttel und die anspruchsvolle Piste haben es wirklich in sich – nach gut anderthalb Stunden war ich froh, wieder aussteigen zu können 😈 Zurück in der Lodge stärkten wir uns erst einmal mit einem Stück Orangenkuchen und Kaffee. Anschließend genossen wir die tolle Aussicht an unserem Häuschen.
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Zum Abendessen gab es wieder ein hervorragendes Drei-Gänge-Menü mit Rote-Bete-Carpaccio, Rinderfilet mit Gemüse und Schokobrownie mit Karamellsauce und Vanilleeis. Ein richtig schöner Abschluss für einen großartigen Tag 😘

Sophia und ich gingen anschließend ins Bett. Marc blieb noch bis halb zwölf als letzter Gast an der Bar sitzen, weil er es tatsächlich geschafft hatte, das Champions-League-Spiel des FC Bayern auf dem iPad zu verfolgen 😎
Teil 1129. Juni 2026
Mittwoch, 29. April 2026 - Regen, Kaminfeuer und Wüstenzauber

Unsere Nacht war deutlich ruhiger als die vorherige. Der Wind hatte offenbar nachgelassen und wir wachten sogar noch vor dem Wecker auf – gut erholt und ganz ohne Zeitdruck. Heute stand nur die Fahrt zu unserem nächsten Ziel auf dem Programm.

Nach dem Frühstück packten wir gegen halb neun in Ruhe unsere Koffer, bezahlten und erkundigten uns noch nach der Strecke. Wir wollten diesmal über die D463 fahren und nicht den gleichen Weg wie bei der Anreise nehmen. Lustigerweise empfahl uns die Rezeptionistin genau diese Route und riet ausdrücklich von der Strecke ab, die wir vor zwei Tagen gefahren waren. Als wir ihr erzählten, dass wir genau dort hergekommen waren, musste sie schmunzeln 🤪

Die Lodgezufahrt kam uns diesmal tatsächlich deutlich besser vor. Ob sie inzwischen gegradet wurde oder wir nach der gestrigen Canyon-Tour einfach abgestumpft waren, weiß ich nicht. Jedenfalls brauchten wir nur noch 35 Minuten bis zur Weggabelung 😗
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Fazit Fish River Lodge

Die Fish River Lodge hat uns rundum begeistert. Die spektakuläre Lage direkt am Canyon ist kaum zu übertreffen und allein deshalb schon etwas ganz Besonderes. Dazu kommen ein sehr freundlicher Service, leckeres Essen und eine wunderschön gestaltete Lodge mit gemütlichen Chalets und tollen Bädern.

Wind kann dort allerdings durchaus ein Thema sein. In unserer ersten Nacht war es dadurch ziemlich laut und auch insgesamt ist es oben auf dem Plateau deutlich kühler als in der Umgebung. Der Pool dürfte deshalb außerhalb der Sommermonate wohl eher zur Dekoration dienen 🤩

Der absolute Höhepunkt war für uns der ganztägige Canyon Drive – eine fantastische Tour, die wir jederzeit wieder machen würden. Für uns gehört die Fish River Lodge definitiv zu den Highlights unserer Reise und wir würden sofort wiederkommen 😘

Die D463 war dann eine herrlich einsame Strecke. Auf den rund 115 Kilometern begegnete uns kein einziges Auto und auch wir wurden nicht überholt. Nur vereinzelt lagen kleine Farmhäuser am Weg. Landschaftlich hat uns die Strecke richtig begeistert – abwechslungsreich, wunderschön und in einem überraschend guten Straßenzustand.
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Wir ließen uns Zeit, hielten immer wieder zum Fotografieren an und entdeckten sogar Melonen am Straßenrand. Weiß jemand zufällig, welche das sind? Edit: Danke, liebe Konni - es handelt sich um Tsamma / Kalahari-Melonen.
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Gegen 13 Uhr erreichten wir die Teerstraße Richtung Aus. Dort machte sich wieder das bis dato einzige Manko unseres Mietwagens bemerkbar: Ab etwa 80 bis 90 km/h entstehen durch den Dachträger so starke Windgeräusche, dass man sich kaum noch unterhalten oder Musik hören kann. Auf Schotterpisten fällt das wegen der niedrigeren Geschwindigkeit kaum auf, auf längeren Asphaltstrecken ist es allerdings etwas nervig 🙄

Gegen halb drei kamen wir in Aus an und checkten in Klein Aus Vista für unser Eagles Nest Chalet ein.
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Wir erhielten die Schlüssel zum Häuschen Desert Vista, das wir uns bei der Buchung auch explizit gewünscht hatten. Anschließend bestellten wir einen Braai-Korb für den Abend sowie einen Frühstückskorb für den nächsten Morgen. Während wir darauf warteten, gönnten wir uns im Restaurant noch einen Light Lunch, der sich allerdings als so üppig herausstellte, dass wir uns fragten, ob wir das Grillpaket überhaupt noch brauchen würden.

Mit Feuerholz, Frühstücks- und Braai-Korb ausgerüstet fuhren wir schließlich die letzten sieben Kilometer zu unserem Chalet. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen – und zwar ausdauernd. Trotzdem konnten wir auf der überdachten Veranda gut draußen sitzen. Das Häuschen gefiel uns auf Anhieb richtig gut und auch Sophia fühlte sich sofort wohl. Marc machte ein Feuer im Kamin, während ich einfach nur die Landschaft genoss und gespannt war, wie sie wohl bei Sonnenschein aussehen würde.
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Da die genaue Lage der Häuschen hier im Forum schon öfter Thema war, habe ich zur Info ein Bild des Lageplans gemacht, den man vor Ort erhält.
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Der Regen hielt bis zum Abend an, doch pünktlich zum Sonnenuntergang öffnete sich für wenige Sekunden ein schmaler Spalt am Horizont. Die Sonne tauchte die Landschaft in ein unglaublich magisches Licht – ein wunderschöner Moment.
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Im Kamin knisterte inzwischen das Feuer und sorgte für eine herrlich gemütliche Atmosphäre. Weil der Light Lunch noch immer nachwirkte, räumten wir den kompletten Braaikorb in den Kühlschrank, machten uns stattdessen ein Sandwich und ließen den Abend bei einer Runde UNO und Kniffel ausklingen.
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Teil 1202. Juli 2026
Donnerstag, 30. April 2026 – Willkommen im Mäusehäuschen

Bevor es weitergeht, noch eine kleine Anekdote vom Vorabend, die ich vergessen hatte: Sophia lag schon im Bett und schrie plötzlich auf, weil sie an der Wand eine Schlange entdeckt haben wollte. Ich war im ersten Moment auch kurz irritiert bis schockiert 🤩 , bis sich das vermeintliche Reptil zum Glück als ganz normales Stromkabel herausstellte 😗

Weniger lustig, aber mindestens genauso spannend waren dann die Mäusefallen, die wir in der Küche entdeckt hatten. Erst dachten wir noch, sie würden dort eher zur Dekoration stehen. Mitten in der Nacht hörten wir dann jedoch ein deutliches Klacken und anschließend Rascheln. Offenbar hatte sich tatsächlich eine Maus den Keks geschnappt. Am nächsten Morgen war die Falle allerdings leer. Der Bügel war gegen die Unterseite der Spüle geschlagen und hatte sich deshalb nicht komplett schließen können – die Maus war durch den kleinen Spalt einfach wieder entwischt 😵
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Gegen halb acht standen wir auf. Zunächst sah das Wetter vielversprechend aus und wir genossen erst einmal das wirklich umfangreiche Frühstückspaket. Genau wie der Braai-Korb war auch dieses unglaublich großzügig bestückt – mit Brot, Butter, Marmelade, Honig, Obst, Joghurt, Müsli, einer großen Käse- und Wurstplatte und sogar Kuchen. Während wir frühstückten, zog allerdings plötzlich eine dichte Nebelwand auf und verschluckte die komplette Aussicht. Also machten wir es uns noch einmal gemütlich, lasen ein wenig und warteten ab, bis sich der Nebel langsam wieder verzog.
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Gegen 10:45 Uhr starteten wir schließlich unsere Wanderung auf dem schwarzen Mountain Trail. Der etwa 6,5 Kilometer lange Rundweg beginnt quasi direkt vor dem Häuschen und führt zunächst einmal um den Hügel herum bis in die Geisterschlucht. Dort steht noch immer das Fahrzeug zweier Diamantendiebe, die 1934 auf ihrer Flucht vor der Polizei dort gestellt und erschossen wurden. Die Einschusslöcher sind bis heute zu sehen, die Diamanten wurden jedoch nie gefunden. Der Legende nach spuken ihre Geister noch immer durch die Schlucht und suchen nach ihrer Beute.
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Anschließend ging es von der Rückseite her auf den Berg hinter unserem Chalet. Teilweise musste man etwas klettern, was Sophia richtig Spaß machte. Oben wurden wir mit einer fantastischen Aussicht über die gesamte Landschaft belohnt. Mit vielen Fotostopps und kleinen Pausen waren wir nach etwa zwei Stunden wieder zurück.
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Während Marc und Sophia den Grill vorbereiteten, fuhr ich noch einmal zur Lodge, brachte unsere Körbe zurück und holte ein neues Frühstückspaket. Die Wartezeit verbrachte ich ganz entspannt bei einem Telefonat mit meinem Papa auf der Sonnenterrasse.

Als ich zurückkam, war gerade das Essen fertig – perfektes Timing. Es gab Oryx-Spieße, Lammkoteletts, Boerewors, griechischen Salat und Grillbrot. Letzteres entpuppte sich allerdings nicht als klassisches Kräuter- oder Knoblauchbrot, sondern als bereits belegte Sandwiches, die in Alufolie auf den Grill gelegt wurden. Genau wie schon am Vortag waren die Portionen riesig und mehr als ausreichend.

Den Nachmittag verbrachten wir ganz entspannt auf der Terrasse. Wir lasen, genossen die Aussicht und probierten später noch die ebenfalls riesigen Stücke Maracuja-Torte aus dem Frühstückskorb. Sophia spielte stundenlang Bibi-und-Tina-Rollenspiele, während in der Ferne dazu passend immer wieder Pferde vorbeizogen. Ehrlich gesagt könnte man sich an dieses Nichtstun ziemlich schnell gewöhnen.
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Zum Sonnenuntergang blieben wir einfach gemütlich sitzen und aßen die übrigen Grillbrote. Später machten wir es uns am Kamin gemütlich, spielten noch eine Runde UNO und gingen schließlich ins Bett. Vorher präparierten wir die Mäusefalle noch einmal – diesmal mit einem Stück Russisch Brot von Sophia. Die Maus war nachts tatsächlich wieder da. Man hörte sie genüsslich knabbern. Gefangen haben wir sie trotzdem nicht – sie hatte den Keks geschickt vom Haken gelöst und war erneut verschwunden.
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Teil 1305. Juli 2026
Freitag, 01. Mai 2026 - Wildpferde, Geisterstadt und Meeresluft

Mit Mäusen habe ich zum Glück grundsätzlich kein Problem – unangenehm finde ich jedoch ihre Hinterlassenschaften, die sie nachts überall verteilen 🙄 Morgens ist man deshalb erst einmal damit beschäftigt, Küche und Geschirr sauber zu machen, bevor überhaupt ans Frühstück zu denken ist 🤢

Nach einer ruhigen Nacht schliefen wir also erst einmal aus und machten uns gemütlich Frühstück. Auch das im Vergleich zum Vortag deutlich reduziertere Frühstückspaket war wieder so reichlich, dass wir beschlossen, auch am Abreisetag noch einmal hier zu frühstücken, um die Reste aufzuessen. Marc machte Rührei mit Speck, dazu gab es Brot, Müsli mit Joghurt und Obst sowie Schokomuffins – wirklich lecker.

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Lüderitz. Unser erster Stopp waren die Wildpferde von Garub. Es waren überraschend viele Tiere am Wasserloch und sie sahen alle richtig gut genährt aus – ganz anders als bei unserem letzten Besuch 2013. Lange konnten wir allerdings nicht bleiben, weil wir rechtzeitig zur Führung um 11 Uhr in Kolmanskop sein wollten.
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Wir schafften es gerade so pünktlich – nur um vor Ort zu erfahren, dass wegen des Feiertags am 1. Mai die einzige Führung des Tages bereits um 10 Uhr stattgefunden hatte 😈 Das war natürlich ärgerlich. Zum Glück kannten Marc und ich Kolmanskop schon von früher und konnten Sophia trotzdem einiges erklären. Sie hatte großen Spaß daran, durch die alten Häuser zu streifen und die Geisterstadt zu erkunden. Fast zwei Stunden verbrachten wir dort.
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Danach ging es weiter nach Lüderitz. Dort war wegen des Crayfish Festivals richtig viel los und rund um den Hafen waren viele Straßen gesperrt. Zum Mittagessen kehrten wir im Diaz Coffee Shop ein – genau dort hatten wir schon 2017 auf Empfehlung unseres damaligen Hosts gegessen. Das Essen ließ zwar etwas auf sich warten, war am Ende aber wieder richtig lecker (und recht günstig).
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Am Nachmittag fuhren wir weiter zum Diaz Point. Es war zwar windig, aber längst nicht so extrem wie bei unserem letzten Besuch. Wir spazierten zum Diaz-Kreuz, sammelten mit Sophia Muscheln am Strand und genossen das herrliche Wetter.
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Anschließend schauten wir uns noch die Große Bucht an, bevor wir uns langsam wieder auf den Rückweg nach Aus machten.
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Unterwegs hielten wir noch am Bahnhof von Garub, entdeckten in der Ferne ein paar Oryx und machten natürlich noch einmal einen Abstecher zu den Wildpferden. Das Abendlicht wäre perfekt gewesen, doch die Pferde standen weit entfernt und hatten offenbar keine Lust, noch einmal ans Wasserloch zu kommen.
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Kurz vor 18 Uhr waren wir zurück in Aus und beschlossen spontan, den Sundowner auf der Terrasse des Desert Horse Inn zu genießen und dort auch zu Abend zu essen. Zufällig trafen wir dort Angelika und Raimund wieder, die wir bereits auf Hohewarte kennengelernt hatten. Unsere Tische wurden zusammengestellt und wir verbrachten gemeinsam einen richtig schönen Abend. Vorspeise und Dessert wurden serviert, den Hauptgang konnte man sich am Buffet zusammenstellen – was besonders Sophia freute, weil sie endlich wieder etwas Auswahl beim Essen hatte.
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Zurück am Chalet erwartete uns dann doch noch ein kleines Erfolgserlebnis: Die Mäusefalle hatte tatsächlich zugeschnappt 🤩 Diesmal hatten wir einen der Kaffeekekse, die in Plastikfolie eingeschweißt sind, als Köder benutzt. Somit hatte die Maus erst die Verpackung durchknabbern müssen und dabei wohl genug Zug auf den Mechanismus ausgeübt, dass die Falle zuschnappen konnte. Wir brachten sie ein gutes Stück ins Feld und ließen sie wieder frei. Viel gebracht hat das allerdings nicht – keine zehn Minuten später hörten wir schon die nächste Maus in der Küche 😗 Vermutlich ein Kampf, den man hier wohl nie gewinnt. Bis auf das gelegentliche Rascheln aus der Küche hatten wir auch diesmal wieder eine herrlich ruhige Nacht.
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Teil 1407. Juli 2026
Samstag, 02. Mai 2026 – Über die D707 nach Koiimasis

Heute Morgen wachten wir ganz von selbst auf. Als ich aus dem Fenster schaute, ging gerade die Sonne hinter den Hügeln auf und tauchte die Bergkuppen vor uns in wunderschönes Morgenlicht. Der Vollmond stand noch rund am Himmel – ein traumhafter Anblick. Natürlich schnappte ich mir sofort die Kamera und genoss die Stimmung draußen, bevor nach und nach auch Sophia und Marc aufstanden.
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Nach dem Frühstück packten wir gemütlich unsere Sachen zusammen. Aus den beiden Frühstückspaketen hatten wir inzwischen drei Frühstücke gemacht und trotzdem war noch so viel übrig, dass wir uns problemlos ein großes Lunchpaket mit Sandwiches sowie den restlichen Muffins und Kuchen für unterwegs richten konnten 🤩 Gegen 09:45 Uhr checkten wir aus. Auf dem Weg zurück zur Lodge wurden wir noch einmal von den Wildpferden und einem Strauß verabschiedet.

Fazit Eagle's Nest Chalets

Die Eagle's Nest Chalets haben uns rundum begeistert. Die einzeln zwischen den Felsen gelegenen Häuschen sind wunderschön, bestens ausgestattet und bieten viel Ruhe sowie eine traumhafte Aussicht. Besonders Desert Vista und Eagle's View haben aus unserer Sicht die schönste Lage.

Die Grill- und Frühstückspakete sind sehr reichhaltig und qualitativ wirklich gut. Man sollte lediglich etwas Zeit für die Abholung einplanen oder sie rechtzeitig vorbestellen. Auch das Abendessen in der Lodge hat uns sehr gut geschmeckt.

Mitten in der Natur gehören gelegentliche Mäusebesuche wohl dazu – für uns war das kein großes Problem. Insgesamt würden wir die Eagle's Nest Chalets jederzeit wieder buchen und einer Übernachtung in der Haupt-Lodge oder in Lüderitz klar vorziehen 😘

Nach dem Bezahlen fuhren wir über Aus, wo wir einen kleinen Abstecher an der Tankstelle und im "Super Mark" machten...
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...auf die C13 und bogen schließlich auf die D707 ab – völlig zurecht eine der schönsten Straßen Namibias. Die Strecke war in einem hervorragenden Zustand und führte durch eine traumhafte Landschaft. Immer wieder hielten wir an, um Fotos zu machen oder einfach die Aussicht zu genießen. Außerdem sahen wir unterwegs mehrere Oryx und sogar einige Löffelhunde.
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Gegen halb zwei erreichten wir die Fest Inn Fels Lodge auf der Farm Koiimasis. Schon die etwa 30 Kilometer lange Zufahrt war landschaftlich wunderschön. Alles war noch herrlich grün von der Regenzeit und im Hintergrund ragten die roten Tirasberge auf – wirklich ein traumhafter Anblick.
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An der Rezeption wurden wir von Hannah herzlich begrüßt, bekamen einen Willkommensdrink und erfuhren, dass wir heute die einzigen Gäste der Lodge sein würden. Unser Chalet Nummer 1 liegt wunderschön zwischen den Felsen im unteren Bereich der Anlage. Bis zum Restaurant und Pool läuft man zwar ein gutes Stück bergauf, aber das störte uns überhaupt nicht.
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Da es angenehm warm war, verbrachten wir den Nachmittag am Pool mit Lesen, Karten spielen und einfach nur Entspannen. Weil die Sonne hier schon früh hinter dem Hügel verschwindet, wurde es bereits am späten Nachmittag schattig. Nach einer erfrischenden Dusche im sehr originell eingerichteten Badezimmer freuten wir uns aufs Abendessen.
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Vor dem Essen lernten wir Roland kennen, den Besitzer der Lodge. Er erzählte uns, dass er 2005 aus Deutschland ausgewandert ist und die Lodge auf dem Gelände der Farm Koiimasis gebaut hat. Sie wird jedoch völlig unabhängig von der Farm, dem Reitbetrieb und dem Campingplatz geführt. Es war spannend, etwas über die Entstehung der Lodge zu erfahren – bei größerem Interesse gibt es auch ein Album mit Bildern aus der Bauphase.

Auch das Abendessen war wieder hervorragend: Butternut-Suppe als Vorspeise, gegrillter Oryx mit Reis als Hauptgang und zum Dessert ein „Koiimasis Butterfly“ – eingelegte Birne und Aprikose mit Sahne und Erdbeersoße. Da wir die einzigen Gäste waren, setzte sich Roland später noch zu uns und wir unterhielten uns in aller Ruhe. Ein wirklich gelungener erster Abend an einem wunderschönen neuen Ort.
Teil 1508. Juli 2026
Sonntag, 03. Mai 2026 - Koiimasis von seiner schönsten Seite

Nach einer ruhigen Nacht wachten wir gegen 8 Uhr auf und gingen erst einmal gemütlich frühstücken. Das Frühstück war wirklich lecker – mit selbstgebackenen Brötchen, Brot, Wurst- und Käseplatte, Marmelade, Nutella, frischem Orangensaft und auf Wunsch auch Eierspeisen. Besonders die selbstgemachten Brötchen und die Orangenmarmelade waren richtig gut.
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Nach dem Frühstück erklärte uns Roland eine kleine Wanderung, die sich gut mit Sophia machen ließ. Wir entschieden uns für den weißen Mountain Trail, der mit etwa eineinhalb Stunden angegeben war. Das passte auch ziemlich genau, obwohl wir immer wieder stehen blieben – einerseits, weil der Anstieg steiler war als gedacht und wir doch das ein oder andere Mal richtig über die Felsen klettern mussten, andererseits, weil die Aussicht einfach traumhaft war.
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Der Weg führte hinter der Lodge auf den Berg und bot immer wieder fantastische Ausblicke über die Landschaft. Da es nahezu windstill war, wurde es in der Sonne schnell richtig warm.
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Hat sich da etwa ein Klippschliefer versteckt?
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Zurück an der Lodge verbrachten wir den restlichen Vormittag ganz entspannt am Pool. Sophia schaute einen Film, Marc und ich lasen, und da wir bis zum Nachmittag noch immer die einzigen Gäste waren, genossen wir die herrliche Ruhe.
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Ich finde es ja sensationell, wie die Architektur der Lodge mit der Umgebung verschmilzt - bei der Anfahrt haben wir die Gebäude ewig lange nicht erkennen können und uns gefragt, wo hier denn eine Lodge sein sollte 😄
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Um 16 Uhr starteten wir gemeinsam mit Roland zur Farmrundfahrt. Hinten auf seinem umgebauten Amarok ging es über das weitläufige Gelände der Farm.
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Unterwegs erzählte er uns viel über die Geschichte der Farm, die Wasserversorgung, die Tierwelt und vor allem über die Buschmänner, die früher hier lebten. Er zeigte uns Felszeichnungen, alte Werkzeuge, ein Sommerlager der Buschmänner sowie einen historischen Jagdansitz. Besonders spannend fanden wir auch die Bedeutung des Namens Koiimasis – „Ort, an dem sich Menschen treffen“ –, weil es hier schon immer eine verlässliche Wasserquelle gab.
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Zwischendurch stiegen wir immer wieder aus und erkundeten die Umgebung zu Fuß. Zur Höhle mit der berühmten Felsmalerei des roten Elefanten wanderten wir allerdings nicht, da der Weg für Sophia zu anstrengend gewesen wäre.

Den krönenden Abschluss bildete ein Sundowner auf einem Aussichtspunkt mit traumhaftem Blick und ein paar dekorativen Köcherbäumen. Bei einem Gin Tonic genossen wir die einmalige Stimmung und das warme Abendlicht.
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Dort entstand auch eines meiner absoluten Lieblingsfotos der Reise – ein heißer Kandidat für das Titelbild unseres Fotobuchs 😁
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Roland ist ein unglaublich sympathischer Gastgeber und wir hoffen sehr, dass wir ihn dort eines Tages noch einmal besuchen können.
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Zum Abendessen gab es überbackenen Kürbis als Vorspeise, Oryx-Geschnetzeltes mit Kartoffelbrei und Gemüse sowie Schokopudding mit Vanillesoße. Für Sophia wurden extra Nudeln gekocht – leider etwas zu weich, sodass sie am Ende lieber bei unserem Essen mitgegessen hat. Später kamen wir noch kurz mit den neu angereisten Gästen ins Gespräch und empfahlen ihnen die Farmrundfahrt mit Sundowner. Danach ging es für uns zufrieden ins Bett.
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Teil 1609. Juli 2026
Montag, 04. Mai 2026 – Durch die Namib zur Desert Homestead Lodge

Nach einer ruhigen Nacht wurden wir gegen 8 Uhr wach, frühstückten noch einmal in aller Ruhe und packten anschließend unsere Sachen. Gegen 10 Uhr verabschiedeten wir uns von Roland und Hannah, bezahlten unsere Rechnung und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel.

Fazit Fest Inn Fels

Die Fest Inn Fels Lodge gehört für uns zu den schönsten Unterkünften der Reise. Die spektakuläre Lage zwischen den Felsen, die liebevoll gestalteten Chalets und die familiäre Atmosphäre haben uns sofort begeistert. Besonders Roland und Hannah haben mit ihrer herzlichen und gleichzeitig angenehm unaufdringlichen Art dafür gesorgt, dass wir uns rundum wohlgefühlt haben.

Das Essen war durchwegs hervorragend und die Farmrundfahrt mit Roland ein absolutes Highlight. Sie hat uns nicht nur die wunderschöne Landschaft, sondern auch die Geschichte der Region nähergebracht.

Der einzige kleine Kritikpunkt ist das offene Badezimmer, da Toilette und Dusche direkt im Zimmer integriert sind. Für Familien ist das kein Problem, wenn man mit Freunden oder Bekannten reist, könnte es aber etwas unangenehm sein.

Insgesamt ist die Fest Inn Fels Lodge für uns eine absolute Empfehlung – landschaftlich eine glatte 12 von 10 und ein Ort, an den wir jederzeit gerne zurückkehren würden 😘

Zunächst ging es wieder über die lange Farmzufahrt und anschließend weiter auf der D707 Richtung Norden. Zu unserer Freude entdeckten wir noch einmal ein Rudel Löffelhunde – vermutlich sogar dieselben wie auf der Hinfahrt. Später wechselten wir auf die C27 und fuhren über Betta weiter Richtung Sossusvlei.
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Die C27 war mit Abstand die schlechteste Straße, die wir bisher gefahren sind. Viel Wellblech, tiefe Spurrillen und ordentlich Gerüttel machten die Fahrt teilweise ziemlich anstrengend. Dafür wurden wir wieder mit einer traumhaften Landschaft und riesigen Zebraherden am Straßenrand belohnt.
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Gegen 13:30 Uhr erreichten wir die Desert Homestead Lodge. Die Lodge liegt direkt an der C19 und machte sofort einen sehr guten Eindruck. Unser Chalet war richtig gemütlich und bot einen schönen Ausblick. Außerdem gibt es zwei Pools und ein sehr schönes Restaurant mit Bar.
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Den Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool. Es war angenehm warm und sogar Getränke und der Nachmittagssnack wurden direkt an die Liegen gebracht. Die Lodge war deutlich voller als unsere vorherigen Unterkünfte, trotzdem war die Atmosphäre sehr angenehm.
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Zum Abendessen frischte der Wind allerdings kräftig auf und es wurde nach Sonnenuntergang überraschend kühl. Unser Tisch auf der Terrasse lag ziemlich exponiert im Wind, sodass sogar die Tischdekoration davonflog. Zum Glück bekamen wir auf Nachfrage sofort einen geschützteren Platz zugewiesen, an dem wir den Abend ganz entspannt genießen konnten.
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Das Essen war wieder sehr lecker: Spinatroulade als Vorspeise, Kingklip mit Gemüse für uns, selbstgemachte Fischstäbchen mit Pommes für Sophia und zum Dessert eine Pfirsichtarte mit Sahnecreme. Dazu ein gutes Glas Wein – ein schöner Abschluss des Tages, bevor wir müde ins Bett fielen.
Teil 1712. Juli 2026
Dienstag, 5. Mai 2026 – Ein Tag zum Entschleunigen

Heute Morgen sind wir kurz vor 8 Uhr mit diesem Ausblick aufgewacht...
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...und zum Frühstück gegangen. Das Frühstück war insgesamt etwas zwiespältig. Positiv waren die vielen Extras wie frische Smoothies, belegte Bagel, Pfannkuchen und sogar Boerewors zum Frühstück. Weniger begeistert waren wir allerdings vom Brotbuffet. Dort stritten sich unzählige kleine Vögel um das Brot. Zwar lagen Servietten darüber, die Vögel hatten aber längst gelernt, diese herunterzuziehen und sich am Buffet zu bedienen. Als ich eine Serviette anhob, lag darunter nur noch ein halbes Croissant, weil der Rest bereits weggepickt worden war 🤢 Die Mitarbeiter verscheuchten die Vögel zwar immer wieder, wirklich geholfen hat das aber nicht. Mit einer einfachen Abdeckung aus Glas oder Kunststoff ließe sich das Problem leicht lösen. Brot hat deshalb von uns an diesem Morgen niemand gegessen 😵

Nach dem Frühstück gingen wir zur Rezeption. Sophia suchte eine Postkarte für ihre Freundin aus und wir meldeten uns für die Sundownerfahrt am Nachmittag an. Außerdem ließen wir uns einen kleinen Spazierweg auf dem Gelände empfehlen. Obwohl die Sonne schien, wehte ein eisiger Wind, sodass wir die kühlen Morgenstunden für einen Spaziergang nutzen wollten.
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Der etwa zwei Kilometer lange Walking Trail führt auf einen kleinen Hügel neben der Lodge. Die Wanderung ist keine große Herausforderung und nach rund 45 Minuten waren wir schon wieder zurück. Der Ausblick von oben lohnt sich aber auf jeden Fall.
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Anschließend schauten wir noch bei den Pferden vorbei. Gerade wurde ein weißes Pferd trainiert und wir wurden eingeladen, uns gemeinsam mit Sophia die Ställe anzusehen. Dort lebt auch ein zahmes Zebra, das vor vielen Jahren verletzt aufgenommen wurde. Ein Mitarbeiter erzählte uns schmunzelnd, das Zebra halte sich inzwischen wohl selbst für ein Pferd. Es war unglaublich zutraulich und ließ sich sogar streicheln – für Sophia natürlich ein echtes Highlight.
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Den restlichen Tag verbrachten wir am Pool. Eigentlich wollten wir entspannen und lesen, während Sophia den ersten Harry-Potter-Band als Hörbuch hörte. Allerdings war es trotz Sonnenschein erstaunlich kühl. Sobald der Wind nachließ, wurde es angenehm warm, doch die meiste Zeit wickelte sich Sophia in Handtücher ein und ich zog irgendwann sogar wieder Hose und T-Shirt an.
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Mittags bestellten wir uns einen wirklich leckeren Salat mit Avocado und Biltong, für Sophia gab es ein getoastetes Schinken-Käse-Sandwich. Bis etwa 16 Uhr blieben wir noch am Pool, bevor wir uns für die Sundownerfahrt fertig machten.
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Die Fahrt unternahmen wir gemeinsam mit unserem Guide Salomon. Wir hatten Glück und waren die einzigen Gäste. Auch während der Fahrt war es ziemlich kalt, aber wir waren gut eingepackt. Tierisch war diesmal nicht allzu viel los – in der Ferne entdeckten wir zwei Strauße sowie einige Zebras und Oryx. Durch das viele Gras verteilen sich die Tiere momentan einfach über ein riesiges Gebiet. Dafür erzählte uns Salomon wieder einiges über Webervögel und verschiedene Pflanzen. Landschaftlich war die Gegend einfach traumhaft.
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Der Höhepunkt kam zum Schluss: Auf einem Aussichtshügel warteten bereits Stühle und ein gedeckter Tisch für den Sundowner. Lustig war, dass wir bei der Buchung jeder gleich drei Getränke auswählen mussten, obwohl wir gar nicht so viel trinken wollten. Während Salomon alles vorbereitete, stiegen wir noch ein kleines Stück höher auf eine Düne.
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Später unterhielten wir uns mit ihm über seine Familie und seine Arbeit als Guide. Es war ein richtig nettes Gespräch und der Sonnenuntergang mit dem Rundumblick einfach wunderschön.
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Auf der Rückfahrt begegneten wir noch einmal dem zahmen Zebra Spotty, bevor wir direkt zum Abendessen gingen. Wegen des kalten Winds wurde diesmal drinnen serviert. Sophia bekam ein Hühnchenschnitzel mit Kartoffelbrei, für uns gab es eine Spargelsuppe mit Zitrone und Käse als Vorspeise, anschließend ein Rinderfilet, das für uns bisher das beste Fleisch der gesamten Reise war. Zum Abschluss wurde ein Oreo-Cheesecake serviert, der deutlich besser schmeckte, als der Name zunächst vermuten ließ 🤪

Nach dem Essen saßen wir noch kurz an der Bar und spielten mit Sophia eine Runde UNO. Dadurch wurde es heute etwas später als sonst, bis wir schließlich zufrieden ins Bett fielen.
Teil 1814. Juli 2026
Mittwoch, 6. Mai 2026 – Sesriem Canyon, Solitaire und ein Abend unter den Sternen

Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und wollten uns eigentlich noch von Spotty, dem Zebra verabschieden. Leider war er mit den anderen Pferden gerade unterwegs, sodass wir direkt losfuhren.

Fazit: Desert Homestead Lodge

Die Desert Homestead Lodge war vor der Reise die große Unbekannte. Sie wurde uns von Magic Vibes als Alternative zu einer Übernachtung im NamibRand Nature Reserve empfohlen, nachdem unsere Wunschunterkünfte dort deutlich über unserem Budget lagen 😵

Der erste Eindruck war etwas durchwachsen: Die Lodge liegt direkt an der C19 und der Check-In fiel eher nüchtern aus. Umso positiver wurden wir anschließend überrascht. Von der Straße war im weiteren Verlauf nichts mehr zu hören, unser Chalet bot einen wunderschönen Ausblick und das Essen gehörte zu den besten der gesamten Reise (wenn man vom Fauxpas mit dem Brot beim Frühstück absah).

Auch die Umgebung hat uns sehr gut gefallen. Zusammen mit unserer Wanderung und dem Sundowner Drive war es ein rundum gelungener Aufenthalt. Das Servicepersonal war – abgesehen von der unmotivierten Rezeptionistin – ausgesprochen freundlich und aufmerksam. Selbst am Pool wurde regelmäßig nach Getränken oder einem Mittagessen gefragt.

Die Lodge zählt zwar zu den größeren Unterkünften unserer Reise, was in der Nähe des Sossusvlei aber kaum überrascht. Den Wäscheservice haben wir ebenfalls genutzt. Er war verhältnismäßig teuer, kam für uns aber genau zum richtigen Zeitpunkt. Insgesamt können wir die Desert Homestead Lodge guten Gewissens weiterempfehlen. Sie hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen.

Unser erster Stopp war der Sesriem Canyon. Zunächst besorgten wir neben den Permits für den Canyon auch gleich welche für den Namib-Naukluft-Park, den wir zwei Tage später auf dem Weg nach Swakopmund durchqueren wollten. Im Canyon stand zwar noch etwas Wasser, aber deutlich weniger als erwartet. Wir liefen rund eineinhalb Kilometer hinein und waren überrascht, wie beeindruckend der Canyon tatsächlich ist.
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Mehrfach wurden wir gefragt, warum wir dieses Mal nicht auch zum Sossusvlei und Deadvlei fahren. Da wir beide Orte bereits 2013 und 2023 besucht hatten und der Besucherandrang für unser Empfinden inzwischen enorm zugenommen hat, haben wir uns ganz bewusst dagegen entschieden.

Weiter ging es nach Solitaire. Dort legten wir natürlich eine Pause ein – mit richtig gutem Cappuccino aus der ersten Siebträgermaschine der Reise, Bacon-and-Egg-Sandwiches und Kuchen. Der berühmte Apple Pie hat uns sogar noch besser geschmeckt als der in Helmeringhausen, vor allem wegen des Zimts und der Rosinen. Zum Glück mussten wir nicht tanken, denn an der Zapfsäule wartete bereits eine lange Schlange.
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Am Nachmittag erreichten wir das Barkhan Dune Retreat und bezogen unser wunderschönes Chalet Nr. 1. Wir wurden mit einem Willkommensdrink begrüßt und hofften, dass der Wind nachlassen würde, damit die Betten für eine Nacht unter freiem Himmel auf der Terrasse aufgebaut werden könnten. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool und genossen bei angenehmen 25 Grad die herrliche Aussicht.
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Zum Abendessen trafen sich alle Gäste an einem großen Tisch. Es gab Blumenkohlsuppe, Oryx-Steak und zum Abschluss Lemon Cheesecake, für Sophia wurden extra Nudeln zubereitet. Mit einem Paar in den Flitterwochen, einem Ehepaar aus Liechtenstein mit Guide sowie einem schwedisch-französischen Paar entwickelten sich tolle Gespräche, sodass der Abend wie im Flug verging.
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Später zog es mich mit Kamera und Stativ noch einmal nach draußen, um den beeindruckenden Sternenhimmel zu fotografieren. Während ich auf eine Langzeitbelichtung wartete, hörte ich plötzlich ein Rascheln hinter mir im Gras. Für einen kurzen Moment erschrak ich, bis sich herausstellte, dass es nur Ginger, die rote Katze der Lodge, war, die mir für den Rest des Abends Gesellschaft leistete.
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Teil 1918. Juli 2026
07. Mai 2026 - Zwischen Erdmännchen und Sternenhimmel

Nach unserer ersten Nacht in der Barchan Dune Lodge begann der Tag ganz entspannt. Sophia war schon vor Sonnenaufgang wach, Marc und ich ließen uns bis acht Uhr Zeit. Beim Frühstück wurden wir wieder rundum verwöhnt. Eigentlich gab es nichts Außergewöhnliches im Vergleich zu den vorherigen Unterkünften – aber alles war mit so viel Liebe angerichtet, dass es einfach besonders war 😘 Während draußen die Erdmännchen aus ihrem Bau kamen und durchs Beet vor dem Haupthaus flitzten, fiel es schwer, sich überhaupt zum Frühstückstisch zu lösen 😄
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Eigentlich wollten wir am Nachmittag am Sundowner Drive teilnehmen, erfuhren aber, dass dieser bereits ausgebucht war. Erst waren wir etwas enttäuscht, entschieden dann aber spontan, den warmen Tag stattdessen am Pool zu verbringen und unsere Wanderung auf den späten Nachmittag zu verschieben. Im Nachhinein war das die perfekte Entscheidung.

Während wir lasen, Sophia Harry Potter hörte und später am Pool spielte, verging der Tag herrlich entschleunigt. Mittags teilten wir uns einen griechischen Salat und ein Sandwich für Sophia, zur Tea Time warteten statt der erwarteten Muffins kleine, mit Fleisch gefüllte Mince Pies auf uns – ungewohnt, aber durchaus lecker 🤪
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Am späten Nachmittag machten wir uns auf, den kleinen Hiking Trail hinter der Lodge zu erkunden. Den Einstieg mussten wir zwar erst einmal suchen, wurden dafür aber gleich noch einmal mit einem Erdmännchen-Moment belohnt, als einige der kleinen Kerlchen neugierig aus einem Lagerraum huschten 🤩
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Oben auf dem Hügel setzten wir uns mit unseren Getränken auf die Felsen und genossen einfach den Ausblick. Zur Lodge auf der einen Seite, hinaus in die Weite der Namib auf der anderen. Zwar blieben wir nicht bis zum eigentlichen Sonnenuntergang, weil wir den Rückweg noch im Hellen schaffen wollten, aber genau dieser ruhige Moment dort oben fühlte sich einfach richtig an 😘
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Zurück an der Lodge gönnten Sophia und ich uns noch eine Dusche unter freiem Himmel. Es war so angenehm warm und windstill, dass die Außendusche ein echtes Highlight war.

Beim Abendessen erfuhren wir später, dass der ausgebuchte Sundowner Drive wegen einer großen französischen Reisegruppe verspätet gestartet war und wohl alles andere als ruhig verlief 😗 Da waren wir mit unserem Nachmittag auf dem Hügel im Nachhinein mehr als zufrieden. Auch das Essen überzeugte wieder auf ganzer Linie – Quiche, gefülltes Hühnchen mit Kartoffelpüree und Bohnen sowie eine herrlich cremige Panna Cotta. Kulinarisch war die Barchan Dune Lodge wirklich ein Volltreffer.

Das eigentliche Highlight hob sich die Lodge aber bis zum Schluss auf. Auf unseren Wunsch wurden zwei Betten auf die Terrasse gestellt, damit wir unter freiem Himmel schlafen konnten. Marc zog es vor, drinnen zu übernachten, Sophia und ich kuschelten uns dagegen mit Wärmflasche und zusätzlichen Decken unter dem unfassbar klaren Sternenhimmel zusammen. Sophia überlegte zwar zwischendurch kurz, doch lieber drinnen zu schlafen, entschied sich dann aber wieder für draußen 😄
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Ich wurde nachts immer mal wieder wach – erst wegen des lauten Grillenzirpens, später wegen eines Klipspringers, der mit seinen seltsamen, röhrenden Lauten durch die Nacht zog. Irgendwann ging der Mond auf und tauchte die Landschaft in ein fast unwirklich helles Licht. Als schließlich die ersten Sonnenstrahlen den Himmel färbten, war klar: Diese Nacht würden wir so schnell nicht vergessen.
Teil 2019. Juli 2026
08. Mai 2026 – Geburtstag zwischen Wüste und Meer

Der nächste Tag war Marcs Geburtstag und begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. Nach unserer Nacht unter freiem Himmel strahlte Sophia beim Aufwachen über das ganze Gesicht. Sie hatte das Schlafen draußen sichtlich genossen. Die Katze Ginger stattete uns auch noch einen Besuch ab und freute sich über das weiche, warme Bett 😄
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Auf dem Weg zum Frühstück warteten schon wieder die Erdmännchen auf uns – wir freuten uns sehr, dass wir sie zum Abschluss unseres Aufenthalts nochmal sehen konnten.
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Anschließend verabschiedeten wir uns von den anderen Gästen, die wir teilweise in Swakopmund vermutlich wiedersehen würden.

Fazit Barchan Dune Retreat

Das Barchan Dune Retreat war für uns eine absolute Wohlfühlunterkunft. Schon bei der Ankunft wurden wir von Lisa so herzlich empfangen, dass wir uns sofort willkommen fühlten. Diese Gastfreundschaft zog sich durch den gesamten Aufenthalt – sie hatte immer ein offenes Ohr und kümmerte sich mit viel Herz um ihre Gäste 😘

Unser Chalet gehörte zwar noch zu den älteren ohne durchgehende Glasfront, das hat uns aber überhaupt nicht gestört. Entscheidend war für uns, dass sich die Betten zum Schlafen unter den Sternen nach draußen schieben lassen – und sogar das wurde vom Team für uns erledigt. Das riesige Badezimmer und die modern eingerichteten Räume haben den sehr positiven Eindruck zusätzlich abgerundet.

Auch kulinarisch gehörte das Barchan Dune Retreat zu unseren Favoriten. Das Essen war hervorragend und für uns – zusammen mit der Desert Homestead Lodge – das Beste, was wir bis dahin auf der Reise erlebt hatten.

Den größten Teil des Tages verbrachten wir entspannt am Pool. Zwar fiel die geplante Farmrundfahrt aus, rückblickend war unsere kleine Wanderung am Nachmittag aber vermutlich die schönere Alternative.

Für uns war das Barchan Dune Retreat eine uneingeschränkte Empfehlung. Die herzliche Atmosphäre, die besondere Möglichkeit, unter freiem Himmel zu schlafen, die traumhafte Umgebung und das ausgezeichnete Essen machen diese Unterkunft zu einem echten Highlight. Für Marc war es sogar die bisher schönste Unterkunft der gesamten Reise.

Die Fahrt Richtung Norden verlief dieses Mal deutlich entspannter als bei unserer Reise 2023. Damals war die Strecke in einem so schlechten Zustand, dass wir für 100 Kilometer fast drei Stunden gebraucht hatten 😈 Diesmal kamen wir wesentlich schneller voran.
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Am Kuiseb Pass stoppten wir wie üblich am ein oder anderen Aussichtspunkt, bevor wir einen Abstecher zum Shelter von Henno Martin und Hermann Korn machten. Wichtig: Man benötigt ein Permit für den Namib Naukluft Park, um diese Höhle besuchen zu können.

Wenn man den Kuiseb Pass Richtung Walvis Bay passiert hat, sieht man auf der linken Seite ein unscheinbares Straßenschild, das auf einen „Viewpoint“ hinweist. Hier biegt man von der Hauptstraße auf eine schmale Schotterpiste ab. Nach etwa 6 Kilometern hält man sich an der Kreuzung links und erreicht am Ende der Straße ein Hinweisschild zum „Henno Martin & Hermann Korn Shelter“.
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Hier kann man parken und es sind zu Fuß noch ca. 15 Minuten bis zur Höhle. Die kurze Wanderung dorthin lohnte sich allein schon wegen der beeindruckenden Aussicht auf den Kuiseb Canyon. Für eine längere Tour war es uns allerdings einfach zu heiß.
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Zurück auf der C14 bogen wir bereits kurze Zeit später nach Norden ab. Anfangs gefiel uns die weite Landschaft mit den im Wind wogenden Grasbüscheln ausgesprochen gut. Später wirkte die Gegend jedoch wie frisch abgebrannt – überall verkohlte Pflanzenreste und sogar Rauch in der Ferne.
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Auch der weitere Streckenverlauf auf der anschließenden C28 konnte uns nicht überzeugen. Die Landschaft wurde zunehmend eintönig, später prägten Uranabbaugebiete und Industrieanlagen das Bild. Zusammen mit der größten Hitze unserer bisherigen Reise wirkte das alles sehr trostlos, und wir würden diese Strecke wohl kein zweites Mal wählen.

Da wir ohnehin ein Permit für den Namib Naukluft Park hatten, machten wir noch einen Abstecher zur Mondlandschaft und entdeckten unterwegs eine der faszinierenden Welwitschia-Pflanzen.
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Die Aussicht auf die bizarre Landschaft war einigermaßen beeindruckend, trotzdem würden wir dafür keinen eigenen Ausflug (z.B. von Swakopmund aus) einplanen.
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Umso besser gefiel uns die Oase Goanikontes. Bei einem Getränk und dem inzwischen dritten Apfelkuchen unserer Reise legten wir eine gemütliche Pause ein. An die beiden Apfelkuchen aus Solitaire und Helmeringhausen kam er zwar nicht ganz heran, lecker war er trotzdem.
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Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Swakopmund und bezogen unser Zimmer im At the Sea Boutique Hotel direkt am Strand. Das kleine Hotel gefiel uns auf Anhieb: liebevoll maritim eingerichtet, mit einem herrlichen Blick aufs Meer. Das Rauschen der Wellen begleitete uns den gesamten Aufenthalt über.
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Den Geburtstag ließen wir am Abend im Ankerplatz ausklingen. Das Essen war ausgezeichnet – besonders meine Springbok Pie war ein echtes Highlight.
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Sophia entdeckte ihre Liebe zu frittierten Calamari, während Marc von seinem Fischgericht ebenso begeistert war.
Zurück im Hotel brannte im Aufenthaltsraum bereits der Holzofen. Mit einem Glas Wein stießen wir auf Marcs Geburtstag an, bevor wir schließlich zum Rauschen des Atlantiks einschliefen.

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