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BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201413. Dez. 2025 · #1
Liebe Foris
Wie versprochen, der nächste Bericht – der 2. letzte im 2025….
Zur Gruppe: Grossmutter war mit mir 2005 auf einer Tour. Der Fahrer war John. Es waren damals 6 Leute und eine der harmonischten Gruppen, die ich je hatte. Da war kein böses Wort, jeder nahm auf die Interessen des anderen Rücksicht. Damals lebt Ihr Mann noch. Nun wollte sie nochmals diese Tour machen. Ich fühlte mich echt gerührt und geehrt, da dies altershalber ihre letzte grosse Tour sein wird.
Dann der beste und einzige Sohn (ihre Wote) mit Frau und den beiden Töchtern, die Anfang 20 sind. Zudem war die Freundin der Grossmutter mit dabei, mit der sie schon einige Reisen gemacht hatte und sie auch in Deutschland regen Kontakt hat. 3.9. Ich holte Sie am späten Abend am Flughafen ab. Mit der Grossmutter gab es natürlich eine herzliche Begrüssung. Netterweise haben sie ein Raucherhäuschen beim Terminal 1E hingebaut. Wir sind nun 3, die das Laster haben. Mit 2 Taxis geht es ins Tamarind Tree Hotel. Ein Getränk und bald ab ins Bett.
4.9. Ein nicht zu frühes Frühstück und dann holen uns die 2 Taxifahrer ab. Es geht erst ins Karen Blixen Museum, wo wir von einer Führerin alles erklärt bekommen. Da alle Englisch können, brauche ich nicht übersetzen. Danach geht es, um der Geschichte willen, ins Norfolk Hotel. Dort hatte Karen Blixen, als sie Kenia verliess, gebeten, dass man ihre Angestellten auf einem Stück Land ansiedeln soll, das sie ihnen hinterliess. Es waren 405 Hektaren. 2.428 Hektaren ihres Farmlandes wurde an einen Investoren verkauft. Ihre Angestellten stammten von verschiedenen Stämmen. Eine der Töchter hat Gluten Allergie. Als unser Abendessen im Tamarind Tree Hotel kam, sah der Fisch trotz Anweisung nicht nach Gluten frei aus. Ich sah dem Kellner an, er ist überfordert und versteht den Ernst der Lage nicht. Also nehme ich den Teller und gehe zur Küche. Der Chefkoch kommt auch gleich und versteht blitzartig warum es geht. Der Fisch war nicht glutenfrei. Sofort bereitete er frisch zu und nun war alles wieder gut.
5.9. Joseph holte uns um 8 Uhr ab und es ging hoch auf den Rand des grossen Grabenbruchs. Wir hielten an einem der Aussichtspunkte. Leider war es recht diesig und die Fotos auch von den Vögeln wären nichts geworden. Weiter vorbei am Naivasha und Elementaita See zum Lanet Gate des Nakuru Nationalparkes. Nach dem Einchecken drängte die Zeit etwas, um noch Mittagessen zu bekommen.
Wir gingen auch gleich zum Buffet und danach auf unsere Zimmer. Das Essen war wie immer lecker.
Ich muss immer schauen, ob die Leopardorchidee / Ansellia africana blüht. Sie ist nahe des Empfangs. Und sie tat mir den Gefallen. Die Versuchung einen Teil mitzunehmen ist gross, aber wir haben noch viele Tage vor uns und sie würde kaputt gehen.
Gleich nach dem Ausgang der Lodge, bitte ich Joseph kurz anzuhalten. Das Bild spricht Bände. Für diejenigen, die den Nakuru Nationalpark nicht kennen, sieht alles normal aus. Man sieht das Band im Bild. Das ist der Weg. Von dort aus konnte man fast 1 km weiter zum Seeufer fahren. Der Weg lag im Süsswasser und ist nun mit Sodawasser vermischt. Wo die toten Bäume stehen, war Land und da konnte man toll Tiere finden. Die dicke, dunkle Wolke ist derzeit typisch. Das Gebiet bekommt aussergewöhnlich viel Regen und Ihr werdet noch sehen, wie der Wasserspiegel steigt. Das Grasland wird nun weniger, die Zahl der Tiere ist gleich. Zudem sind sehr viele exotische, eingeführte Pflanzen im Grasland und kaum eine davon wird von Tieren gefressen. Dies diskutiere ich später auch mit dem Besitzer der Nakuru Lodge. Vielleicht kann er Gruppen motivieren, zu jäten.
Früher war der See rosa gefärbt von all den Flamingos. Doch das Wasser ist zu stark verdünnt, was Algen, Krebschen und anderen Getierchen nicht gut tut. Flamingos ernähren sich davon, Rosaflamingo von Krebschen, Zwergflamingos von blau-grünen Algen. Beide Nahrungsmittel enthalten Karotin, welche die rosa Farbe erzeugen.
Zum Vergleich Bilder vom August 2017 und da war der See schon recht angestiegen. Vom Wegweiser aus ging es noch gut 200 m zum Seeufer. Heute sieht man nicht mal mehr ein Steinchen davon. Die Grossmutter hatte den See noch sehr tief erlebt und war echt geschockt.
Joseph biegt rechts ab, also auf die Seite des Hügels weg vom See. Man sieht, es ist recht überweidet und die Häuser stehen am Parkzaun.
Es geht kurz durch den Wald und auf den Weg zur Soysambu Campsite. Joseph nimmt die Herausforderung der nassen Schwarzerde auf sich, um uns den Löwenmann zu zeigen. Das tote Zebra liegt im Gebüsch. Andere Autos kommen und auch die müssen recht zirkeln.
Nein, meine Kamera ist nicht kaputt. Die Streifen kommen vom Regen. Wir waren grade noch rechtzeitig vom Löwen weggekommen, die folgenden Autos werden es schwieriger haben. Nakuru hat einige stattliche Büffelbullen. Diese älteren Herren sind nicht immer freundlich. Hier wollte auch mal einer unserem Auto eine Beule reinhauen.
Rothschildgiraffen Bullen schauen auf 2 ihrer Kollegen, die versuchen, die Rangordnung herzustellen. Der dunklere ist etwas höher und wahrscheinlich auch älter. Das zeigt er nun dem Kürzeren. Giraffen, wie auch andere Tiere, imponieren erst mal durch gross machen und versuchen den andern einzuschüchtern. Falls keiner nachgibt, heisst es halt kämpfen. Doch die gesellen sich bald wieder zu den anderen.
Nasse Anubispaviane sitzen am Wegrand. Der Regen hält das Junge nicht vom Trinken ab
So gross wie der Rheinfall ist er nicht, aber dennoch hat er für seine Verhältnisse sehr viel Wasser. Er heisst Makalia Fall. Das Wasser fliesst in den Nakuru See, der keinen Ausfluss hat.
Die heisse Dusche tat gut, der Regen hat doch die Luft ziemlich abgekühlt. Schon als ich aus dem Zimmer trat und langsam, immer mit der Taschenlampe nach Kleintieren suchend, Richtung bar lief, hörte ich die Nakuru Singer schon. Ganz langsam ging ich die Treppe hoch und die Stimmen verstummten. Ich hatte die Gruppe und vor allen den Leader der Gruppe total überrascht. Um so grösser war deren Freude. Nach dem Abendessen ging ich hin und wir plauderten. Danach durfte ich deren schöne Stimmen geniessen.
Gute Nacht
KAKarstenB2'396 Beiträge · seit 201113. Dez. 2025 · #2
Hallo Elvira, da kommen Erinnerungen hoch. 2003 waren wir auf dem 2. Flug, der nach der Sperrung des Airports wegen des Bin Laden Attentats wieder dort landete. Das Land war praktisch touristenfrei. Wir hatten eine traumhafte, abenteuerliche 6-wöchige Rundreise Nairobi - Naivasha - Baringo - Bogoria - Nakuru - Masai Mara - Amboseli - Tsavo Ost - Tsavo West - Nairobi. Wir hatten einen Suzuki Jimny gemietet (ich habe diese Schlaglochsuchmaschine häufig verflucht) und unser Bodenzelt dabei. Letzteres mussten wir nicht über Gebühr strapazieren, da wir häufig Angebote für tolle Lodges bekamen, die man einfach nicht ablehnen konnte (z.B. für Finch Hatton's). Wenn ich es recht erinnere, war damals schon der Wasserstand am Lake Naivasha höher als normal, so dass ein Camp (Fisherman's Camp?) aufgegeben werden musste. Die Seen Nakuru und v. a. Bogoria hatten sehr, sehr viele Flamingos. Meine Erinnerung ist leider nicht mehr die beste und meine Unterlagen sind in Hamburg - da komme ich erst Ende März wieder hin. (Meine Frau erinnert mich gerade daran, dass dort, wo wir schließlich gezeltet haben, einige Monate vorher ein Paar ermordet worden sein soll. Wir hatten eine schlaflose Nacht.) LG aus Puerto Karsten
PS: Ich hoffe, du nimmst mir mein Reingätschen in deinen Bericht nicht übel.
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201414. Dez. 2025 · #3
Hallo Karsten
Warum hattet Ihr eine schlaflose Nacht?
Es braucht viel mehr, bis ich etwas übel nehme.
2003/4 hatten wir arge Dürre (Meine verstorbene Mutter war 2004 zu Besuch) und es kann sein, dass von da die Seespiegel sanken. Der See war damals tief. 2012 konnte man noch gut am Seeufer spazieren und die vielen Flamingos sehen. 2017 war die Strasse am See entlang blockiert, die Geysire waren nur noch etwas Bewegung im Wasser, doch man konnte noch am Ufer gehen.
Wann die Campsite geschlossen wurde, kann ich nicht sagen.
Ich poste ein paar alte Bilder, teils noch von Papierbildern eingescannt.
2017
Blick auf die nun unter Wasser Geysire
In den letzten Tausenden von Jahren hat der Wasserspiegel sich oft geändert. Es scheint, die Seen sind untereinander verbunden, denn es gehen all rauf oder runter. Im Moment ist es der viele Regen und klar die menschlichen Taetigkeiten, die Wasser nicht mehr versickern lassen.
Von dem ermordeten Paar weiss ich nichts. Nur dass Joan Root 2006 ermordet wurde, weil sie sich für einen Stop der Überfischerei einsetzte.
Gestern hat es auch bei mir entlang des Thika Highway gut geregnet. Dafuer war November ziemlich trocken.
Liebe Gruesse Elvira
PIpicco6'360 Beiträge · seit 201114. Dez. 2025 · #4
Hoi Elvira
Bin gespannt und dabei! Schönen Gruss auch von Sabine und auch an Joseph
DADaxiang5'035 Beiträge · seit 201414. Dez. 2025 · #5
Grüss Dich Elvira, das mit Deiner Oma finde ich richtig gut. Supergut, denn grad für die "alten" Leute ist es das schönste Geschenk, wenn die Jugend mit ihnen auf Reisen geht. Da freut sich jeder Senior! 🙂
Viele Grüße! der bayern schorsch
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201414. Dez. 2025 · #7
Hallo Bayern Schorsch
es war nicht meine Oma, die sind schon lange nicht mehr. Sondern eine Familie mit einem echt tollen Zusammenhalt.
Liebe Gruesse und schoen, dass Du hier rein schaust Elvira
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201420. Dez. 2025 · #8
6.9. Vor 7 Uhr sind wir schon gesättigt vom Frühstück und um 07.05 fahen wir auf dem Weg, der im ersten Bild wie ein Band aussieht. Joseph drückt deutlich aus, dass es kalt ist… wir sind ja auch auf ca. 1.900 m. Dieses Necky hatten Ivo und Yana uns gebracht.
Wir kommen ganz langsam voran, denn ich bin nicht die einzige, die fotografiert und auch auf Vögel aus ist. Macht Spass! Von hinten links, wo mein toter Winkel ist, kommt eine Tüpfelhyäne angelaufen. Das Wasser macht ihr scheinbar nichts aus. Ob sie auf Vogeljagd gehen wird? Gelegentlich fressen sie Flamingos
Der Graureiher steht super im noch nicht so starken Morgenlicht
Klatschnass wartet der Weissbrustkormoran / Greater Cormorant auf wärmende Sonne. Die haben keine Bürzeldrüse, da Luft zwischen den Federn das Tauchen schwierig machen würde
Dieses noch etwas schwächelnde Licht hat seinen Reiz mit den Spiegelungen. Silberreiher / Great White Egret
Joseph fährt Meter um Meter und immer wieder heisst es: Stop! Doch er ist sich solches gewohnt. Morgenstund hat Gold im Mund – oder vielleicht einen Fisch? Rosapelikan / Great White Pelican. Auf dem 3. Bild erhofft sich wohl der Kormoran einen Anteil
Zwergtaucher / Little Grebe sind nervig. Sie wuseln schnell und sind immer mal wieder ganz unter Wasser und dann weiss man nicht wo sie hochkommen
Die Graukopfmöven / Grey-headed Gull hätten sich ruhig etwas besser hinstellen dürfen
Wir kommen der grossen Vogelansammlung etwas näher. Dahinter sind die Gelbrindenakazien, von denen leider sehr viele abgestorben sind und das nicht nur in Nakuru
Mal etwas heranzumen. Es sind Rosa- und Zwergflamingos und Rosapelikane
Vor uns ist der Weg überspült. Ob wir durchkommen werden? Joseph macht es schlau, er wartet, bis uns ein Auto entgegenkommt und kann dann genüsslich durchfahren. Die Stelle war 3 Wochen später nicht mehr passierbar und mit einem Schild von einem abstürzenden Auto markiert. So schnell steigt der See im Moment.
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201420. Dez. 2025 · #9
Nun sind wir näher. Es hat recht viele junge Flamingos dabei. Auch ein Nimmersatt / Yellow-billed Stork und eine Nilgans sind zu erblicken. Weit hinten sind Reiher
Von hier aus müssen wir den Weg zurück und es geht unten an der Nakuru Lodge vorbei, durch den Wald und weiter zum Leopard Hill. Perlhühner / Helmeted Guineafowls sind immer wieder schön
Leider sitzt der Schopfadler / Long-crested Eagle nicht ideal, aber ein toller Vogel ist er. Sie sind nicht immer hier, sondern ziehen innerhalb von Afrika
Noch wackelig auf den Beinen, doch die Impala Mutter kümmert sich rührend
inter dem Leopard Hill erspähen wir Rothschild Giraffen. Und dann die grauen mit Hörnern. Breitmaulnashörner Bullen werden bis zu 2.300 kg, Kühe bis zu 1.700 kg schwer. Wir sehen sie erst in einiger Distanz. Mit ihrem breiten Maul mähen sie und kommen immer näher. Das dauert etwa 15 Minuten und dann liegen sie einfach nur da. Die Leute, die jetzt angefahren kommen, sind halt zu spät.
Die bläulichen Blüten, die man auf einigen Bildern sehen kann, ist der Sodom Apple / Solanum incanum. Er gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist giftig. Sie sind einheimisch, nehmen aber auf überweidetem Land überhand. Im Arusha Nationalpark in Tansania, gehen Leute und hacken sie ab. Leider wird hierzu in Kenia viel zu wenig gemacht. Der Nakuru Nationalpark hat nun wohl mit den schrinkenden Weideflächen und Gelbrindenakazien die Limite an Pflanzenfressern erreicht
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201421. Dez. 2025 · #10
Wir verabschieden uns von den Nashörnern und den Rothschild Giraffen. Uups, da läuft ein Spitzmaulnashorn in den Wald. Wir versuchen, es zu finden. Aber das Pflanzengewirr ist zu hoch und dicht. Es kommt noch ein anderer Fahrer, vergebliche Mühe. Und weiter geht es
Da wir nun viel besseres Licht haben als gestern, fährt Joseph zum Makalia Fall. Er hat immer noch sehr viel Wasser…
Es geht das kleine Stück Weg hoch. Da stehen Löwenköpfchen / Leonotis spp und das heisst irgendein Nektarvogel sollte hier sein. Also versuchen. Es ist ein echt schwieriger Vogel zu fotografieren, denn die Farben auf dem Kopf und an der Kehle kommen nur bei richtigem Lichteinfallswinkel zur Geltung. Die Schwiegertochter macht mit. Leonotis pflanzen wir im Garten, eben wegen Nektarvögeln.
Über die kleine Brücke geht es auf die andere Seite. Von hier sieht der Wasserfall etwas anders aus.
Eine Malvenblüte lockt mich an – Pavonia urens. Wir haben eine Fülle an Malvenarten und alle sind schön.
Der Weg geht ein Stück durch Gelbrindenakazienwald und dann in die offen Fläche. Hier finden wir Schabrackenschakale. Sie sind am Nahrung suchen und somit nicht so leicht zu erwischen. Die violette Blüte gehört zu den Astern – Vernonia cinerascens. Schmetterlinge lieben diese Blüten.
Zurück in der Lodge sind wir vor 12 und bald gibt es leckeres Mittagessen auf der Terrasse und eine Pause.
Um 16.00 Uhr wieder auf Pirsch und als erstes findet Joseph Löwen. Eine Löwin und ein Löwe. Er ist wohl nicht mehr der Jüngste, wenn ich die Zähne anschaue. Es ist die Stelle, wo wir gestern schon den Löwen gefunden hattten.
Es wurde von hinten gemeldet – wir möchten Flamingos. Man sieht die Zwerg- und Rosaflamingos zum Vergleich. Nun ist es das Abendicht, der sie bescheint. Das Abendlicht reflektiert auf dem Wasser. Doch man sieht auch die Wolken. Später regnet es wieder. Der Marabu stolziert vorbei und findet dann einen toten Vogel als Nahrung. Die Rosapelikane / Great White Pelicans sind fleissig am Fischen, aber weit weg. Die Afrikanischen Löffler / African Spoonbill haben sich schon zur Ruhe gelegt.
Ein Aufschrei von hinten – da ist ein Hippo!
Joseph hat schon das Abendessen in der Nase. Nein um ehrlich zu sein, die Zeit rennt und um 18.00 Uhr müssen wir in der Lodge sein. Doch aus dem Augenwinkel erblicke ich neben den Graukopfmöven eine Möve, die anders aussieht. Meine Freude – eine neue Vogelart. Joseph muss das Auto biegen, so dass ich eine einigermassen anständige Aufnahme machen kann. Er schaut auch selber ins Buch 🙂 , nicht weil er mir nicht glaubt, sondern um zu lernen. Den Norddeutschen ist die Schwarzkopfmöve gut bekannt. Hier sie noch im Brutkleid anzutreffen, ist Glück. Sie werden bald blass und ohne schwarzen Kopf. Es ist nun 17.55
Wieder geht es zur Lodge und guter Schlaf kommt dann später.
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201425. Dez. 2025 · #11
7.9. Frühstück, bezahlen die Getränke und das Gepäck lädt Joseph ins Auto. Es wurde gebettelt nochmals zu den Flamingos zu fahren. Also tun wir das.
Kurz vor 8 sind wir schon auf dem Vogelweg. Die Moorhenne / Common Moorhen präsentiert sich zu einladend im tollen Morgenlicht
Auch Kammblesshühner / Red-knobbed Coot begrüssen die Morgensonne
Die Witwenpfeifgänse / White-faced Whistling Ducks sind doch auch schön
Die kleinen Dreibandregenpfeifer / Three-banded Plovers sind häufig aber auch niedlich
Das Licht spielt 100%ig mit und die Farben und Spiegelungen sind traumhaft schön. Zwergflamingos, Rosapelikane mit den abgestorbenen Gelbrindenakazien dahinter. Früher sind wir noch rechts von den Bäumen gefahren.
Die Zwergflamingos leuchten. Die Jungen bekommen die Farbe auch irgendwann
Der einzelne Rötelpelikan / Pink-backed Pelican kommt in dem Licht auch gut zur Geltung
Die Graufischer Dame / Pied Kingfisher lady sitzt wegen Mangel an Sträuchern am Boden. Doch auch so wird sie einen Fisch ergattern
Leider drängt nun langsam die Zeit und wir sollten weiter. Aber der Abstecher hat sich echt gelohnt.
PIpicco6'360 Beiträge · seit 201126. Dez. 2025 · #12
Hoi Elvira
Bushtruckers schrieb:Die Graufischer Dame / Pied Kingfisher lady sitzt ...
Woran kann man/frau erkennen dass es sich hier um eine Dame handelt?
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201426. Dez. 2025 · #13
Hoi Picco
Beim Weibchen ist das schwarze Band unterhalb der Kehle durchbrochen, beim Maennchen durchgehend und er hat ein dickeres und ein duenneres Band.
Schwieriger wird es bei anderen Vogelarten....
Liebe Gruesse aus der warmen Sonne Elvira
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201426. Dez. 2025 · #14
Es geht auf die Strasse Richtung Lanet Gate. Doch da ist ein Augurbussard / Augur Buzzard am Baden. Das ist für mich das erste Mal, dass ich das sehe. Auf einem Bild sieht man das bläuliche Auge. Er ist nicht blind, aber die Nickhaut schützt das Auge vor starkem Licht. Wir müssen Sonnenbrillen mittragen 😛
Schon wieder muss Joseph anhalten. Ein Hildebrandtfrankolin / Hildebrandt’s Spurfowl / Pternistis hildebrandthi altumi, Männchen ist am Wegesrand und auf gute Höhe, so dass man nicht runter fotografieren muss.
2 Weisstirn-Bienenfresser / White-fronted Bee-eater sitzen toll auf einer Weissdornakazie (Vachellia seyal). Einer tut uns den Gefallen und fängt ein Insekt in der Luft und positioniert sich dann ganz ordentlich.
Gut, dass das Auto Bremsen hat und somit können wir auch die Szene geniessen. Ein Russ-Schmätzer/ Northern Anteater Chat / Myrmecocichla aethiops cryptoleuca eine grosse Raupe gefunden und versucht nun diese zu vertilgen. Da liegt ein gutes Stück Arbeit vor ihm. Aus der Raupe wird mal ein Totenkopffalter.
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201426. Dez. 2025 · #15
Ich dachte erst Joseph fährt durch das Lanet Gate raus, aber nein er fährt entlang des Sees auf der nun höher gelegten Strasse. Nicht so weit vom Ausgang enternt treffen wir auf die “Kläranlage” der Stadt Nakuru. Es hat aber wirklich Reinigungsbecken! Abfall überall, aber auch viele Wasservögel. Kürzlich haben sie dort eine Aktion unternommen und Abfall eingesammelt.
Der Klaffschabel / Open-billed Stork mit erst dem hässlichen, roten Flaschendeckel und dann doch mit einer Schnecke. Ob die Schnecke einheimisch ist oder eingeführt, weiss ich nicht.
Klar das nicht so saubere Wasser bietet einigen Insekten / Wassertierchen Lebensraum und somit werden sie zum Futter für andere. Blaustirn-Blatthühnchen / African Jacana
Kampfläufer / Ruff im nicht Brutkleid
Stelzenläufer / Black-winged Stilt
Nachtreiher / Black-crowned Nightheron. Die Tiere sind noch nicht voll ausgefärbt. Auch wenn die Fotos nicht ganz scharf sind, es war lustig, wie sie plötzlich übereinander purzelten
Waldwasserläufer / Wood Sandpiper. Die kommen im August aus dem Norden an und ziehen im April wieder zurück
Sogar 2 Nilwarane tummeln sich hier
Silberreiher / Great White Egret und Pharaonenibisse / Sacred Ibis
Ein Weissbrustkormoran/ Greater Cormorant mal anders
Rallenreiher / Squacco Heron – für uns Vogelliebhaber war das grade ein Highlight
Und endlich darf Joseph zum Ausgang fahren. Wir checken aus und beklagen uns über die wirklich nicht sauberen Toiletten. Ach, sie hätten schon lange kein Wasser mehr angeliefert bekommen. Auch wenn das Wasser in Nakuru weiterhin steigt, so hat es nach wie vor tolle Ecken, wo man auch interessante Beobachtungen machen kann.
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201428. Dez. 2025 · #16
Es geht kurz durch die Stadt Nakuru und nördlich Richtung Bogoria See. Leider sind die tollen Akazienwälder verschwunden. Das Aufteilen des Landes in Privatbesitz mit Zaun drum rum ist nicht grade das beste. Kohle ist die schnellste Möglichkeit zu etwas Bargeld zu kommen. Aber was ist morgen? Bäume wachsen nicht über Nacht.
Am Äquator halten wir und warten bis die Rotel Leute weg sind, damit meine Leute ungestört ein Foto mit dem Schild machen können. Weiter geht es um leichte Kurven auf und ab bis wir den Baringo See weit hinten sehen können. Die Strasse zweigt rechts ab und es geht steil runter. Zum Glück haben wir hier nie Schnee, da käme keiner mehr hoch oder ginge viel zu schnell runter.
Im Hotel Lake Bogoria Resort werden wir nett begrüsst. Sie hätten uns neue Zimmer unten und nicht wie vereinbart Bungalows oben zugeteilt. Na ja. Die Zimmer sind in Ordnung und alles funktioniert. Nun geht es auch schon zum Buffet. Es hat eine Konferenz hier, aber die benehmen sich echt gut und total unauffällig.
Beim Parkplatz stehen toll grosse Moringa Bäume Moringa oleifera in Blüte. Der Baum stammt aus Indien, wurde am in Ost- und Südafrika eingeführt. Aus den Blättern kann man Suppe kochen, die auch gesund sein soll. Der Sohn versucht die Suppe, ist aber gar nicht begeistert. Sie hat einen sehr eigenwilligen Geschmack.
Am Nachmittag starten wir zum Bogoria See. Der alte Eingang ist nun etwa 300 m vom Seeufer entfernt, also unter Wasser. Wir finden den nun weiter oben gebaute Eingang, von wo die neue Strasse dem Hügel entlang führt. Der See ist nun viel weiter unten. Ich bezahle und der Kassier erklärt Joseph, wo er an das Seeufer fahren kann.
Da war mal die Strasse und man kann das Dach eines Hauses sehen. Die Leute mussten wegziehen.
Wir gelangen an den See doch der Winkel ist recht klein und man kann auch nicht weit laufen, will man nicht im Gestrüpp mit Dornen hängen bleiben. Eine Schar Zwergflamingos mit etlichen Jungen sind anwesend. Wir beobachten die eine Weile und dann fahren wir weiter nach hinten.
Fasziniert beobachten wir eine Dominikanerwitwe. Das Männchen ist am Balzen. Die Weibchen sind unscheinbar braun. Mal ist er Boden und sucht Samen und mal sitzt er auf einem Zweig
Eine kleine Gruppe Impalas begegnet uns. Wir sind nun am Diskutieren, ob weiter nach hinten fahren, Sinn macht, denn die Zeit ist nicht auf unserer Seite. Und man könnte höchstens etwas Dampf sehen. Für die Grossmutter war es natürlich ein Schock. Sie hatte den See im Tiefstand erlebt mit Geysir und vielen Flamingos. Doch Veränderungen gibt es überall auf der Welt. Wir wenden. Zumal nun bettelnde Kinder sehr aufdringlich und lästig sind. Die Strasse ist nun näher an den Siedlungen und die Kinder sind es wohl gewohnt, von Touristen etwas zu bekommen.
Freude macht es, einen Jacksontoko / Jackson’s Hornbill zu entdecken. Er hat sein südlichstes Verbreitungsgebiet am Baringo und Bogoria See. Er präsentiert sich kurz und weg ist er. Er sass auf einer Grewia bicolor, ein Vertreter der Lindenfamilie und sie fressen deren Früchte.
Ein Strauch ist mit Blutschnabelwebern / Red-billed Queleas dekoriert. Diese Vogelart bildet die grössten Schwärme in Kenia und kann über Weizen- und Reisfelder herfallen. Hätte es genügend natürliche Nahrung, würden sie es wohl weniger tun.
Oh, da ist eine Pantherschildröte / Leopard tortoise. Das Gebiet war früher voll mit denen, von klein bis gross. Es wird stark vermutet, dass sich Sammler bedient haben… und klar es hat wegen Rindern weniger Gras. Kurz vor dem Ausgang finden wir nochmals eine Pantherschildkröte – toll.
So steht das alte Eingangstor
Zurück im Hotel haben wir Duschpause, bevor es zum Abendessen geht. Es schmeckt wieder gut, da kann man nicht meckern.
Der Bogoria See war mal eine meiner liebsten Gegenden. Ich hatte ihn mit so vielen tollen Stimmungen erleben dürfen. Aber so muss ich ehrlich gestehen, bringt es kaum etwas, die 3 Stunden von Nakuru hier hin zu fahren. Vielleicht kommt ja eine Wende und die Wasserspiegel gehen wieder runter.
KAKarstenB2'396 Beiträge · seit 201128. Dez. 2025 · #17
Moin Elvira, nicht nur die Großmutter muss schlucken, ich auch. Wir hatten damals die erste Nacht auf dem Picknickplatz bei den Geysiren gezeltet. Die Ranger haben uns am Abend netterweise Feuerholz gebracht. Am nächsten Morgen haben sie uns dann gesagt, dass man dort nicht zelten dürfe, und uns dann den Weg zum Fig Tree CS gezeigt. Der See war damals überfüllt mit Flamingos. Es war für mich einer der schönsten Plätze, die ich in Afrika besuchen durfte. PS: Man kann die Blüten und die Blätter der Moringa auch roh essen, soll sehr gesund sein. Wir haben eine Pflanze auf der Terasse stehen und bedienen uns fast täglich. LG aus Puerto de la Cruz Karsten
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201428. Dez. 2025 · #18
Hallo Karsten
na ja, wem rohe Blaetter und Blueten schmecken... 😐
Es ist ja nicht nur in Kenia so, dass die Seen steigen. Gruende sind umstritten. Einige sagen, der Grabenbruch hat Risse und der Boden sinkt, aber wenn das der Fall waere, muessten wir Erdbeben haben und das haben wir nicht. Der Viktoria See steigt auch und liegt nicht im Grossen Grabenbruch. Was sicherlich mitspielt ist Schlick, der durch die Fluesse reingetragen wird. Zu nahe an Baechen anpflanzen, Rodung etc. Zudem hatten wir enorme Regenfaelle. Dass die Seen untereinander verbunden sind, steht fest. Und vor ganz vielen Tausenden von Jahren, war es ein See.
Viele Gruesse Elvira
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201428. Dez. 2025 · #19
8.9. Kurz nach 6 Uhr strolche ich im Garten. Die Anlage ist echt schön. Wasser kommt warm aus dem Boden dank der vulkanischen Aktivität und wird in einem Swimmingpool gefangen. Dann fliesst es als Bach weiter und da am Morgen die Luft kühler ist, steigt der Dampf hoch.
Das Licht ist noch recht mager und nicht grade ausreichend, um die Jackson Weber / Golden-backed or Jackson’s Weaver / Ploceus jacksoni aufzunehmen. Die leben hier schon seit ganz vielen Jahren.
Das Gras ist etwas hoch und voller Tau. Da sind Büffelweber mit ihren Zweignestern auf einem Baum. Beim genaueren Hinsehen ist es eine Kolonie Alektoweber / White-billed Buffalo-Weaver. Das ist erst die 2. Kolonie, die ich kenne, die noch aktiv ist. Am Baringo See beim Robert’s Camp sind die Bäume zu sehr unter Wasser. Ach und nun ist das Licht nicht grandios, das Gras zu nass und die Zeit drängt. Doch ich versuche es, denn die Vögel sind immer von irgendeinem Zweig verdeckt oder verschwinden im Nest. Und zu hoch sind sie auch… also etliche erschwerende Umstände 🙁
Noch ein Bild von der Samenkapsel des Moringo Baumes.
Das Auto ist geladen und wir fahren die steile Strasse hoch und weiter nach Nakuru Stadt. Hier fahren wir nur durch und weiter nach Naivasha. Auch durch die Stadt fahren wir nur durch, hatten aber kurz bei der grossen Tankstelle entlang des Highways angehalten. Nun folgen wir der Strasse halb um den Naivasha See und auf der Naturstrasse zur Crater Lake Lodge.
John der Manager und Peter, der schon seit ewiger Zeit hier der Kellner ist und eigentlich den Laden schmeisst, begrüssen uns herzlich. Das Mittagessen ist schon fast fertig und wir essen auf dem Floss. Auch hier ist Wasserhochstand! Und bald müssen sie weiter umbauen. Die Zelte sind noch sicher, doch muss eventuell die Türe verlegt werden, da von dort wo die Treppen hoch gehen das Wasser schon züngelt.
Die Gruppe geht mit dem Guide auf die Wanderung. Leider kann ich das nicht mehr mitmachen. Ausser Oma und ihrer Freundin gehen später alle hoch auf den Kraterrand zum Sundowner. Abendessen. Und auf dem Weg dorthin finde ich die Nile Rocket Frogs. Der mit dem braunen Streifen ist seltener. Die Gattung Ptychadena heisst auf Deutsch Rillenfrosch oder auch Grasfrosch. Der englische Name weisst auf der Fähigkeit hin, wirklich wie eine Rakete hoch zu springen.
Warm anziehen, denn es ist kühl und es geht auf Nachtpirschfahrt. Das heisst für mich, mühsam die hohen Treppenstufen hoch. Zudem sind nicht alle gleich hoch. Gift für meinen Rücken und das kaputte Knie. Die Schwiegertochter fragt, kannst Du keine Safari mehr fahren. Doch klar, das kann ich nach wie vor. Oder ist dies für Dich das falsche Camp? Ja. Dennoch die idylle dieses Camps liebe ich. Der See mit seinen Reflektionen gleich vor dem Zelt und die Vogelstimmen…
Der Leuchter steht vorne mit dem Spottlicht. Wir sehen Antilopen, Zebras aber auch ein Erdferkel!
Und dann beginnt meine höllische Nacht. Irgendwann wachte ich auf und dann hiess es jede Stunde eine zeitlang im Badezimmer verbringen. Am Morgen war ich total erschöpft. Zum Glück war heute 9.9. Bootsfahrt und Hell’s Gate mit Mittagessen im Elsamere. Da brauchte es mich nicht unbedingt. Die Leute hatten auch Verständnis und meinten am Abend, sie hätten einen tollen Familienausflug gehabt.
Angestellte kommen und fragen, was ich bräuchte. Coca Cola und mit 3 von denen verbringe ich den Tag. Am Abend wollte ich nur Salzkartoffeln. Allerdings mussten sie nochmals in die Küche, da sie nicht weich gekocht waren. Die Nacht wird nun friedlich und was immer mir den Magen verdorben hatte, ist raus. Komischerweise, war ich die einzige.
Der Mond und eine sternenklare Nacht
10.9. Stimmung am See um 06.18 morgens. Frühstücken, packen und die Stufen hoch kraxeln. Langsam aber sicher. Der Kassier meinte noch, dass ich etwas nicht bezahlt hätte… zum Glück war der Laptop nicht weit weg und ich konnte ihm das Gegenteil beweisen. Leider ein nicht seltenes Vorkommnis oder die Rechnungen zur Buchung sind falsch.
Das Gepäck ist im Auto und los geht es in die Masai Mara. Unterwegs halten wir bei einem Souvenirshop, vor allem wegen Toilette. Die Preise für etwas, das sie möchten, sind viel zu hoch.
Zum Mittagessen kommen wir im Basecamp am Talek Fluss an. Wir beziehen die Zelte direkt am Fluss. Auf Pirsch geht es am Nachmittag.
Wir verweilen am Hippopool am Talekfluss. Die Hippos sind am Kräfte messen und versuchen dem anderen zu zeigen, dass sie die grössere Klappe haben. Ein Ernstkampf ist es nicht. Leider ist das Licht schon etwas am Schwächeln.
Es ist Zeit ins Camp zurück zu fahren. Beim Zelt der Oma sitzen Blassuhus / Verreaux’s Eagle-Owl. Leider kein Licht mehr, aber in den paar Tagen, die wir hier sind, höre ich sie rufen. Fotos habe ich ja schon einige. Das Abendessen schmeckt und die Lunchboxen für morgen sind bestellt.
BUBushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201405. Jan. 2026 · #20
11.9. Der Tagesablauf nun 6 Uhr Frühstück und kurz vor 7 Uhr losfahren. Der Service wird von Tag zu Tag besser und schneller – so langsam gewöhnen sie sich wieder an mich.
Am Talek Gate schauen sie nochmals die Tickets an und auch dann sind wir dort in Erinnerung. Sanft geht es den Hügel hoch und schon stehen da Topis im guten Licht. Weit im Hintergrund liegt das Olololo Escarpment, die westliche Grenze der Masai Mara. Dazwischen liegt der Mara Fluss.
Auf dem Hauptweg zum Sekenani Gate beobachten wir eine Tüpfelhyäne. Wie aus dem nichts taucht eine Löwin auf. Sie geht neben dem Auto her, das wir verstellen. Dann verschwand sie in einer Röhre. Sie muss wohl gefressen haben, denn da war noch frisches Blut, aber keine Wunde. Zudem sieht sie sehr gut genährt aus. Angst haben die keine vor Autos. Die Insassen des nächsten Autos konnten nur von Joseph vernehmen, dass da eine Löwin war. Das war die Show des Morgens!
Sie war ganz nah beim Auto und schaute hoch, ohne etwelche Aggression.
Die Richtung ist Sandriver. Kaffee hat es so an sich, dass er sich meldet, wenn er wieder frei gelassen werden möchte. Somit suchen wir ein sicheres Plätzchen. Und wenn es dann noch Blümchen hat, dauert es halt etwas länger
Auf dem Fels sitzt ein Männchen der Mwanza Agame oder Stahlbaue Felsenagame / Mwanza flat-headed Rock Agama or Spider-man Agama / Agama mwanzae
Das Männchen des Hadeschmätzer / Sooty Chat stellt sich auch zur Schau. Man sieht den Felsen an, dass es keine Lava ist. Dies sind Inselberge aus Urgestein, wenn auch nicht so imponierende wie in der Serengeti.
Diese tolle, dunkelblaue Blüte ist ein Hibiskus, Hibiscus cannabinus. Die Blätter sehen denen der Canabis Pflanze sehr ähnlich.
Das süsse Blümchen ist eine Vigna Art und gehört zu den Hülsenfrüchtler