Reisebericht

Von Gnudus und Geoparden - SA mit Kindern 2025

von fidel · begonnen 27. Sept. 2025 · 38 Teile

Teil 127. Sept. 2025
Sofern Interesse besteht, möchte ich euch an dieser Stelle gerne von unserer letzten Reise ins südliche Afrika im August 2025 berichten. Ich selbst habe dem Forum und den hier regelmäßig veröffentlichten Reiseberichten so viel Informationen und Vorfreude entnommen, dass ich gerne dazu beitragen möchte, dass es auch weiterhin so bleibt.

Ich werde den Bericht parallel auch im “Nachbarforum” veröffentlichen, da ich auch von dort viele Infos gezogen habe - also bitte nicht wundern 🙂

Wir sind eine Familie aus dem Süden Bayerns mit zwei kleinen Kindern (aktuell 2 u. 4 Jahre alt), schwer mit dem Afrikavirus infiziert und daher zum Leidwesen von Geldbeutel und CO2-Fußabdruck regelmäßig im (südlichen) Afrika unterwegs. Auch die Kinder sind bereits hinreichend reiseerfahren (für K1 war es die 3. Reise ins südliche Afrika - in Summe hat er somit mehr als ein halbes Jahr seiner 4,5 Lebensjahre auf Reisen hier verbracht - auch hierzu gibts natürlich Reiseberichte (s. Signatur)).

Vorgeschichte

Eigentlich hatten wir nach unserer dreimonatigen Reise 2024 beschlossen, Südafrika erst einmal wieder den Rücken zuzudrehen und uns der unendlich langen Liste anderer attraktiver Reiseziele zuzuwenden und vielleicht auch mal in Europa zu bleiben. Wir mussten dreieinhalb Wochen Kita- bzw. Kindergarten-Schließzeiten überbrücken, so dass alles andere als ein längerer Urlaub in dieser Zeit eine Verschwendung von Urlaubstagen gewesen wäre.

Wir konnten uns längere Zeit nicht auf ein Ziel einigen und haben immer wieder verschiedene Optionen geprüft, aber so zu 100% gepasst hat es nirgendwo. Bei vielen anderen Zielen hätte man sich erst umfangreich einlesen (und die dafür nötigen Quellen finden) müssen, oder mit weniger Vorausplanung buchen müssen. Zudem erscheinen im Fall von Fernreisen Flüge nach Asien oder Amerika hinsichtlich der Flugzeiten immer deutlich unattraktiver (auch wenn das natürlich an der Zeitverschiebung liegt). Eigentlich wollten wir dann einen langen Roadtrip durch Schweden und Finnland mit dem eigenen Fahrzeug mit dem Ziel Wandern & Wildlife machen - bis wir zum ersten Mal die Kilometer zusammengerechnet hatten..

Da das Jahr 2025 immer weiter vorrückte, keimte irgendwann dann doch wieder der Gedanke, warum nicht einfach nochmal Südafrika? Tiere kann man nie genug sehen, wir kennen uns aus und wissen, wo wir welche Infos bekommen und es gibt noch genug weiße Flecken auf unserer Landkarte.

Aufgrund der Jahreszeit und dem Wunsch nach Tieren war klar, dass nur der Osten Südafrikas in Betracht kommen würde. Ein erster Blick bei Sanparks zeigte, dass es je nach Region zumindest ein gewisses Maß an Verfügbarkeiten im Kruger NP geben sollte. Da wir hinreichend Erfahrungen in Sachen Game Drives mit kleinen Kindern hatten, gingen wir davon aus, dass es auch mit geringfügig älteren Kindern gleichermaßen entspannt klappen sollte - wie gut es tatsächlich geklappt hatte, werdet ihr sehen.

Aufgrund sehr positiver Berichte hatten wir zunächst überlegt, erstmals in unserem Leben ein Wohnmobil zu mieten. Preislich wäre dies insgesamt wohl ähnlich teuer gekommen wie ein günstiges Mietauto und feste Unterkünfte. Leider waren die Angaben der Vermieter über Heizmöglichkeiten sehr vage und widersprüchlich, so dass wir uns aus Angst vor tagelanger Eiseskälte im Winter wieder einmal gegen ein Wohnmobil entschieden. [Einschub: rückblickend wäre es in Bezug auf das Wetter wohl überhaupt kein Problem gewesen, zu “campen” - aber so etwas weiß man natürlich vorher nie].

Flüge

Das größte Problem in der europäischen Hauptferienzeit sind natürlich bezahlbare Flüge - vor allem wenn man davon vier braucht. Eine erste grobe Sichtung Anfang März war sehr abschreckend - unter 1500€ pP ohne Gepäck war nichts zu machen. Mit etwas mehr Flexibilität bei den Flugtagen war hier jedoch durchaus noch Potential nach unten. Die Differenzen waren teilweise enorm und auf den ersten Blick nicht immer nachvollziehbar (z.B. Flug am Sonntag halb so teuer wie am Freitag oder umgekehrt). Klar war, dass Condor das mit Abstand beste Verhältnis von Flugzeit und Preis hatte. Wir klickten uns also durch alle sinnvollen Flugkombinationen durch, um die günstigste für eine mindestens dreiwöchige Reise im August zu finden - die als “machbar” erachtete Spanne war schließlich von 960€ pP bis 1100€ pP (jeweils ohne Gepäck u. Sitzplatzreservierung) bzw. 21 und 30 Nächten vor Ort. Nachdem arbeitgeberseitig keine Einwände kamen und damit die horrenden Flugpreise im Verhältnis zum Gesamtpreis nicht so sehr ins Gewicht fielen, wurde es schließlich der längstmögliche Zeitraum von 30 Nächten vor Ort bei einem finalen Flugpreis von 5.200€ (mit 4x Gepäck und Sitzplatzreservierung). Ein absurder Preis, den wir mit der Erkenntnis, dass Fernreisen in den Ferien nunmehr finanziell wohl nicht mehr jährlich darstellbar sein dürften, schluckten - zu groß war die Verlockung, wieder einmal eine verhältnismäßig lange Zeit in Südafrika verbringen zu können..

(Ich habe weiterhin regelmäßig die Preise geprüft - wenige Wochen vor Abflug wären die Flüge pP 250€ günstiger gewesen. Man hätte an diversen Terminen kurzfristig für unter 900€ inkl. Gepäck fliegen können. Da vermute ich aber eher, dass Condor sich bzgl. der Nachfrage etwas verkalkuliert hatte und würde mich wohl nicht trauen, so lange mit einer Buchung zu warten. Man sieht aber, dass es sich manchmal auszahlen kann, kurzfristig zu buchen).

Routenideen

Die weitere Planung war vom Grundsatz her einfach - eine klassische Runde über Kruger, durch eSwatini nach Kwazulu-Natal und über die Drakensberge. Das Ziel war, eine gute Mischung aus Wildlife u. Wandern zu haben, lange Fahrstrecken zu vermeiden und immer möglichst lange an einem Ort zu bleiben.

Im Detail erwiesen sich diese Vorgaben natürlich wieder als schwierig. Im Kruger NP lag dies bei genauerem Blick doch sehr eingeschränkten Verfügbarkeiten südlich von Letaba - vor allem wenn man vier Personen unterbringen muss. Eigentlich wären wir gerne noch weiter in den Norden des Krugers vorgestoßen und hätten in Summe mehr Zeit dort verbracht - dann wäre die Route aber in anderen Teilen wieder stressiger gewesen oder man hätte dort kürzen müssen. Eine “Kruger Total” Reise bleibt also weiterhin auf der Wunschliste. Auch ansonsten musste man immer wieder Kompromisse aus Aufenthaltsdauer und Entfernung finden. Es zeigte sich zudem, dass die Kinder, je älter sie werden, immer öfters bei den Übernachtungskosten (i.d.R. anteilig) mitzählten, zudem war ein deutlicher Preisanstieg bei Unterkünften von ca. 10-20% im Vergleich zu unseren letzten Reisen zu festzustellen. Die Zielmarke von <100€ pro Nacht war damit (auch ohne Berücksichtigung einzelner, nach oben hin ausschlagender Stops) nicht mehr haltbar.

Wenigstens machten wir beim Mietwagen ein Schäppchen. Die deutsche Hertz-Seite spuckte uns für einen Fortuner für 31 Tage einen Preis von 1300€ aus - d.h. nur ca. 40€ pro Tag. Eigentlich hatten wir mit einem Toyota Avanza geplant - aber bei solch einem Preis natürlich zum Fortuner gegriffen.

Nach einigem hin und her stand somit schlussendlich folgende Route fest:

Flug MUC - FRA - JNB
1 N Dinokeng Chameleon Bush Lodge
3 N Mageobaskloof Rondebossie Farm Retreat
3 N KNP Letaba EA3U
2 N KNP Skukuza BN3
3 N KNP Bijamiti NGC5
3 N eSwatini Mantenga Cultural Village Chalet
3 N HLI Mpila 5Bed Chalet
2 N Salt Rock AirBnB
3 N Himmeville Ripon Country Cottages
3 N Cathkin Park Highbourne Cottages
3 N Nambiti PGR Ndaka Lodge
1 N Heidelberg Tree Trust Farm Cottage
Flug JNB - FRA - MUC

Gepäck & Technik

Die weiteren Vorbereitungen waren routiniert, auch wenn wir angesichts der Jahreszeit erstmals “richtige” Wintersachen mitnehmen mussten. Welche Temperaturen uns tatsächlich erwarten würden und wie sie sich (v.a. in der Unterkunft) anfühlten, war eine der größten Unbekannten. Aufgrund unserer Reise im Mai/Juni mit einigen eklig kalten Unterkünften erwarteten wir das Schlimmste, zudem kamen Fahrten im offenen Fahrzeug in Nambiti. Zudem versuchten wir im Verhältnis zu den letzten Reisen Gepäck zu reduzieren, so dass einige Dinge von unserer Packliste flogen. Wir hätten es am Ende wohl mit drei Reisetaschen, 2 Handgepäck-Rucksäcken und Kraxe geschafft. Da wir aber bereits 4x Gepäck (aber nur 20Kg) gebucht hatten, lief es am Ende auf 4 Reisetaschen hinaus.

Ich möchte natürlich den Bericht auch wieder reichlich bebildern - daher vielleicht vorab ein paar Punkte zur Technik (es interessiert ja doch immer einige hier). Es gab keinerlei Neuerungen, lediglich das 14mm Objektiv sowie das Stativ blieben zum ersten Mal seit mehr als 10 Jahren daheim - so viele Möglichkeiten, es einzusetzen, habe ich im Vorfeld nicht gesehen (und es auf unserer Route auch nie vermisst). Auch auf einen Bean-Bag habe ich (erneut) verzichtet, da man mit Kindern ohnehin selten stundenlang an Sitzungen wartet und die primäre “Safari-Kombo” aus R7 und 100 - 400mm gut in der Hand zu halten ist. Dabei waren somit:

Canon 5D Mark IV
Canon R7
Tamron 24-70mm F2.8
Canon 70-200 F4 II
Canon 100-400 F5.6 II
Canon 1,4 Konverter III
Sony RX 100 VI

An der R7 war zu 99% der Zeit das Canon 100-400mm, die 5D wurde nahezu ausschließlich für Landschaftsfotos benutzt (im Kruger und HLI hätte ich sie wohl sinnvollerweise als Zweitkamera einsetzen sollen). Fotos unterwegs, auf Wanderungen und Landschaftsaufnahmen während Game Drives stammen primär von der RX100, alles garniert nochmals mit Handyphotos. Insgesamt zeigt sich, dass wenn man sich nicht zu 100% aufs Fotografieren fokussiert (was mit kleinen Kindern nunmal i.d.R. nicht möglich ist), die Zahl der gemachten Bilder mit den Jahren immer weiter sinkt - hinterher ärgert man sich dann aus fotografischer Sicht über verpasste Chancen..

Damit es nach all dem Text nun endlich auch mal losgehen kann, hier vorab ein paar Bilder als Teaser.















Ich hoffe, dass der Bericht, auch wenn er sich weitestgehend auf bekannten Pfaden bewegt, gleichwohl den ein oder anderen interessiert oder vom nassen Herbst ablenken kann. Nachdem ich die letzten Berichte sehr schnell schreiben musste (um vor diesem Urlaub fertig zu werden), wird es nun wohl etwas mehr Zeit brauchen, bis ich im Familien-Alltag mit dem Bericht voran komme - bitte also ggf. um etwas Geduld. Die Bilder sind zumindest schon einmal vorsortiert und der geneigte Leser hiermit hoffentlich angefixt 🙂
Teil 230. Sept. 2025
Bevor es richtig losgeht, noch ein paar Ergänzungen, die ich leider im Eingangs-Post geplant, aber vergessen hatte.

Das wichtigste zur Einordnung: wir waren vom 02.08. - 03.09. unterwegs.

Zur Übersicht habe ich natürlich auch noch eine schöne Route unserer gefahrenen Strecke mitgebracht:



Insgesamt summierte sich unsere Strecke am Ende auf 3.839 selbstgefahrene Kilometer - für 31 Tage somit eine halbwegs erträgliche Gesamtstrecke (auch wenn wir natürlich trotzdem an manchen Tagen sehr viel und lange im Auto saßen)
Teil 330. Sept. 2025
02.08.2025 Anreise

Nun geht es endlich los - leider noch mal mit wenig Bildern im Vergleich zum Text - das wird sich aber zeitnah ändern, versprochen.

Der Vorteil einer für Afrika-Reisen verhältnismäßig kurzen Vorbuchungszeit von wenigen Monaten ist, dass die Wartezeit nicht so lange ist. Umgekehrt wird es manchmal dann natürlich auch etwas stressiger und man kann manches nicht in der gleichen Tiefe vorbereiten/planen (sofern das überhaupt nötig ist). Da wir erstmals im europäischen Sommer ins winterliche Afrika wollten, wollten wir natürlich eigentlich auch noch den einheimischen Sommer möglichst umfangreich ausnutzen - da machte uns nur leider das Wetter ein wenig einen Strich durch die Rechnung.
In der Woche vor Abflug waren die Temperaturen und das Wetter in Deutschland und Südafrika nahezu identisch - also wenigstens kein Sprung von >30°C in Deutschland zu 10-15°C in Südafrika.

Natürlich blieben auch kurzfristige Komplikationen nicht aus. Mit Erschrecken mussten wir zudem feststellen, dass wir uns für den Abflug ausgerechnet den ersten Tag der bayerischen Sommerferien ausgesucht hatten. Nach den Bildern von ewig langen Schlangen am Flughafen im letzten Herbst schwante uns Böses.

Das Packen verlief hingegen routiniert, wie bereits geschildert hatten wir am Ende insgesamt 4 mittelgroße Reisetaschen, eine Kraxe, zwei Handgepäckrucksäcke und einen Kinderkoffer fürs Flugzeug dabei. Auf Kindersitze haben wir diesmal verzichtet, da die Vermieteten in der Vergangenheit in Südafrika bisher immer in Ordnung waren. Wenn nötig, hätten wir uns wohl auch auf 3 Taschen beschränken können, aber wir hatten ja Platz und das Gepäck ohnehin bereits gebucht.



In leichter Panik aufgrund eines möglicherweise übervollen Flughafens buchte ich vorab einen Parkplatz in Terminalnähe (meine Eltern sollten das Auto dann später von dort einsammeln und heimbringen). Alle Taschen ins Auto zu bringen, war wieder einmal eine kleine Herausforderung. Da natürlich auch überall Stau angesagt war, starteten wir extra früh. Nieselregen und 15°C vereinfachten uns den emotionalen Abschied vom Sommer.

Tatsächlich war zwar viel Verkehr, wir kamen jedoch gut durch und waren somit deutlich zu früh am Flughafen. Die Parkplatzreservierung zeigte sich als sinnvoll, da wir ohne Reservierung nicht reingekommen wären und auf einen der externen Parkplätze hätten ausweichen müssen. Der Checkin war noch nicht geöffnet. Eine anwesende Mitarbeiterin hatte jedoch mit Blick auf unseren Gepäck-Berg und die Kinder Mitleid, verschob ihre Brotzeitpause um 5 Minuten und nahm unser Gepäck vorab entgegen. Auch wenn wir keine Fans von Extra-Würsten für Familien mit Kindern auf Reisen sind, so ist doch so viel Service-Bereitschaft lobend zu erwähnen. Auch lobend zu erwähnen ist in Bezug auf Condor, dass sie hinsichtlich des Gepäcks deutlich flexibler sind als andere Airlines. Es gibt zwar nur 20kg statt 23kg pro Person, das Gepäck kann jedoch höchst offiziell auf verschiedene Gepäckstücke und Personen verteilt werden, solange das gebuchte Gesamtgewicht nicht überschritten wird.

Insgesamt war es jedoch nirgendwo voll, trotz angeblichen Rekord-Wochenende. Vielleicht spielte hier das Terminal/Gate eine Rolle. Die Zeit bis zum Abflug vertrieben wir uns Bingo-Spielen, Flugzeugen beobachten und einem kleinen Abendessen.

Nach Frankfurt ging es mit einem Flugzeug der kroatischen Linie Flyair41. Bis auf eine leichte Verspätung verlief alles nach Standard. In Frankfurt hatten wir ebenfalls Glück und mussten, entgegen bisheriger Erfahrungen, nur einen kurzen Weg zum neuen Gate und zur Passkontrolle zurücklegen. Auch eine erneute Sicherheitskontrolle fand nicht statt. Ein wenig überrascht waren wir schon, wie viel einfacher und besser manches beim vermeintlichen Billigflieger im Vergleich zur Lufthansa funktionierte..

Das Boarding begann bereits über eine Stunde vor Abflug. Über die Frage, wie sinnvoll es ist, mit kleinen Kindern die Möglichkeit des bevorzugten Boardings in Anspruch zu nehmen, kann man sicher geteilter Ansicht sein - wir haben diesen Vorteil bisher immer genossen, auch wenn man dafür deutlich länger im Flugzeug sitzt. Leider zog sich alles erheblich. Erst mussten wir ca. 30min im Bus vor dem Flieger warten, dann im Flieger nochmals über eine Stunde, da noch auf Anschlussreisende gewartet wurde.


(Die Kinder waren natürlich ganz heiß darauf, mit einem gestreiften Flugzeug zu fliegen)

Wir hatten uns für eine Mittelreihe entschieden. Da Condor mit 2-4-2 Bestuhlung fliegt, keine leichte Entscheidung, aber im Ergebnis wohl das bequemste und stressfreieste mit Kindern, da die beiden so auf den beiden mittleren Sitzen gut schlafen können.

Mit über einer Stunde Verspätung ging es schließlich um 21:50 Uhr los. K2 war zu diesem Zeitpunkt bereits im Sitzen eingeschlafen und ließ sich glücklicherweise auch durch den Start nicht wecken. K1 wollte partout nicht schlafen und bestand darauf, auf das Essen zu warten. Das zog sich natürlich nochmals bis ca. 23:15 Uhr.. Danach war dann jedoch schnell Schlafen angesagt. Beide Kinder schliefen gut bis ca. 6/7 Uhr. Wir Erwachsenen taten uns etwas schwerer, man dämmert halt immer mal wieder für einige Zeit weg.

Das Essen war ersichtlich “günstig”, aber erträglich, der Sitzabstand weniger schlimm als befürchtet, jedoch die Sitze doch eher von der härteren Sorte. Dafür ist das nagelneue Infotainment positiv zu erwähnen - HD-Auflösung, super responsiv und mit der Möglichkeit, die eigenen Kopfhörer per Bluetooth zu verbinden - endlich mal was Zeitgemäßes.

Zum Frühstück gab es eine okaye warme Apfeltasche.

Insgesamt ist der Gesamteindruck - im Vergleich zu Lufthansa - doch sehr positiv und es ist sicher gut, wenn es etwas mehr Konkurrenz gibt.

Die Ankunft in Johannesburg war direkt am Gate mit einer Stunde Verspätung. Der Weg zur Passkontrolle war wie immer weit. Dort war zwar keine Riesenschlange, es dauerte dennoch einige Zeit, bis wir durch waren (ca. 40 Minuten nach Landung). Dafür war unser Gepäck bereits vollständig auf dem Band.

Wir suchten zunächst etwas nach den Autovermietungen (wir hatten zuletzt 2018 direkt am Flughafen gemietet und wussten nur noch, dass wir irgendwo raus mussten). Ein freundlicher Mitarbeiter des Flughafens (von denen dort etliche mit offizieller Weste und Karte rumlaufen) bemerkte uns sofort und lotste uns auf den richtigen Weg.

Mit Hertz am Flughafen Johannesburg hatten wir in der Vergangenheit sehr durchwachsende Erfahrungen (Wartezeit von 1-2 Stunden, Dokumente nicht vollständig, falsche Sachen abgebucht..). Auch die aktuellen Google-Rezensionen ließen Schlimmes befürchten. Hinzu kam, dass wir - mutmaßlich aufgrund eines Datenbankfehlers - wie bereits geschildert einen extrem attraktiven Preis für Group R (Toyota Fortuner) hatten, so dass wir innerlich bereits auf jede Menge Diskussionen gefasst waren.

Tatsächlich war am Schalter jedoch überhaupt nichts los. Wir wurden nett und freundlich bedient und erhielten ohne jede Bemerkung zum Preis einen Fortuner mit unter 10.000 Kilometern auf der Uhr. Sogar die beantragten Cross-Border-Dokumente lagen bereits vorbereitet bereit. Etwas geschmälert wurde die positive Erfahrung durch offenbar suboptimale Prozessabläufe. Das System hatte sich für den Vertrag vor Ort nicht unsere aktuellen Daten, sondern die Daten unserer letzten Buchung aus 2018 gezogen, die somit erst einmal aktualisiert werden mussten. Zudem fehlten die Kindersitze in der Buchung, konnten jedoch ad hoc beschafft werden.



Auch in der Tiefgarage bei der Übergabe war man bemüht. Die Kindersitze waren in Ordnung, einzig der Einbau gestaltete sich wie immer beim ersten Mal mit unbekanntem Sitz und Auto bei spärlicher Beleuchtung etwas umständlich - Helfen wollte oder konnte aber kein Mitarbeiter (wir sollten einfach nach der Anleitung Googlen).

Insgesamt erwies sich das Fahrzeug als Top - wirklich ein nahezu perfektes Fahrzeug. Der bisherige Durchschnittsverbrauch war mit 6,7l erfasst. Wenn es solch ein Fahrzeug auch bei uns gäbe, könnte man fast schwach werden. Fährt sich super, riesiger Kofferraum und bei Bedarf können 7 Personen mitfahren..


(Unser Auto ein paar Tage später)

Mit Gepäck im Auto gehen wir nochmal zurück zum Flughafen und holen eine Sim-Karte bei MTN (hier haben wir uns preislich etwas übers Ohr hauen lassen, dafür ging alles schnell und einfach), etwas Bargeld (das uns bis zum Ende des Urlaubs reichen wird), Kekse und Wasser im Supermarkt. Gegen 11:30 Uhr, d.h. fast 3 Stunden nach Landung, geht es endlich los. Natürlich hätte man an der einen oder anderen Stelle vielleicht 15 Minuten einsparen können, aber insgesamt zieht es sich dann doch immer, bis alles erledigt ist, selbst wenn es nirgendswo außergewöhnlich lange Wartezeiten gibt.
Teil 402. Okt. 2025
03.08.2025 Dinokeng NR Chameleon Bush Lodge

Die Strecke bis zu unserer ersten Unterkunft hatten wir bewusst kurz gehalten. Wir hatten lange hin und her überlegt, ob wir - bekannt und bewährt - wieder zum Amohela Guesthouse in Midrand fahren sollten oder etwas neues probieren. Wir hätten dort wieder wunderbar unseren ersten Einkauf anliefern lassen können und es gibt in der “Nähe” (für südafrikanische Verhältnisse) diverse gute Essens- und Einkaufsoptionen. Alternativ hatten wir erwogen, noch ein Stück weiter zu fahren und im Nylsvlei Nature Reserve zu nächtigen - dies erschien uns dann aber doch zu weit (und abseits von Einkaufsmöglichkeiten für den Fall der Fälle).

Das Dinokeng NR ist in gewisser Weise speziell. Es ist ein umzäuntes Gebiet mit wilden Tieren, in dem jeder wiederum alle möglichen (umzäunten) Häuser, Unterkünfte, Farmen und teilweise sogar Betriebsstätten liegen. Die Preise für die Unterkünfte sind - verglichen mit ähnlichen Standards in der Umgebung - oftmals eher gehoben bis nicht nachvollziehbar. Wir fanden jedoch mit der Chamelon Bush Lodge eine bezahlbare Selbstversorgerunterkunft und entschieden uns daher schließlich dazu, dem Dinokeng NR mal eine Chance zu geben.

Etwas getrübt wurde die Freude über den Übernachtungspreis von unter 100€ für ein schönes Haus durch den - für Ausländer im Vergleich zu Südafrikanern und angesichts der begrenzten Größe und Tierwelt - doch stattlichen Eintrittspreis von 500R für uns vier.

Erst nach bereits erfolgter Buchung stieß ich noch auf die Zaagkuilsdrift Bird Sanctuary And Lodge, die für unsere Anforderungen auch ziemlich perfekt wirkte - falls jemand nochmal einen Tipp sucht.

Wir brauchten eine knappe Stunde bis zum Reserve. Wir hatten unseren Eintritt bereits Online bezahlt und zeigten am Gate lediglich einen QR-Code vor. Dann fuhren wir die wenigen Kilometer auf der Durchfahrtsstraße bis zum Gate unserer Unterkunft - wo wir erst einmal vor verschlossenen Türen standen. Leider war die frisch erworbene Sim-Karte noch nicht eingelegt und installiert (ich hatte im Laden großspurig verkündet, dass ich das schon selbst kann) - also mussten wir teuer mit deutscher Sim die vermerkte Telefonnummer anrufen.

Obwohl wir zu früh waren, konnten wir bereits unser Haus beziehen. Direkt beim Anfahren sahen wir 3 Giraffen, die am Zaun vorbei liefen. Die Kinder waren vollkommen aus dem Häuschen und auch wir haben uns natürlich über eine solche schöne Begrüßung sehr gefreut.







Unser Haus war groß, sauber und gut ausgestattet. Die Aussicht in den Bush war sehr gut, es gab vor dem Zaun eine gemähte Schneise.

Wir packten aus und fingen an, unser Gepäck aus den Reisetaschen aus- und umzupacken. Das Auto wurde nochmals genauer inspiziert und eingerichtet und wir spazierten ein wenig umher auf der Suche nach Tieren und Vögeln. Die Kinder machten sich mit Fernglas vertraut, ich mit der Bedienung der Kamera..









Am Zaun sahen wir immer wieder Impalas, Warzenschweine und einmal kurz einen Schakal - leider waren wir jeweils zu sehr aus der Übung für Bilder..



Anschließend machten wir uns auf den kurzen Weg zur Safari Mall - einem kleinen Shop mit Tankstelle und Restaurant nebendran. Eigentlich wollten war der Plan, erst am übernächsten Tag Großeinkauf zu machen und sich bis dahin extern zu verpflegen. Da es dort aber sehr lecker aussehende Marmeladen und Honig zu fairen Preisen gab, kauften neben Wasser gleich noch Brot und Saft, um wenigstens zu Hause frühstücken zu können. Anschließend gab es ein erstes Eis - man ist schließlich im Urlaub. Es war warm, aber nicht heiß.

Nach der Rückkehr zum Haus wurde geduscht, etwas auf der Terasse gespielt und dann ging es wieder los zum Abendessen. Es gibt im Reserve eine reichhaltige Auswahl an Restaurants - aber: nahezu alle haben Sonntag abends zu, viele auch noch am Montag oder Dienstag (als Wort der Warnung). Dies schränkte die Auswahl doch sehr ein - das Kingfisher Restaurant in der Mogena Lodge hatte jedoch offen, war nahe und machte einen sehr guten Eindruck. Am Gate wurden alle möglichen Daten erhoben. Das Restaurant liegt sehr schön an einem Weiher/Wasserloch/Damm, wo man theoretisch schön auf der Terasse sitzen könnte. Da es jedoch mit untergehender Sonne ziemlich frisch geworden war, waren wir froh, dass man auch drinnen sitzen konnte.



Es gibt eine gute Auswahl an Essen, wir empfanden es als sehr lecker und fair bepreist. Noch während des Essens legte K2 sich plötzlich auf die Bank und schlief dort einfach ein.. (Das ist uns sonst bisher noch nie passiert). Beim Bezahlen hieß es dann plötzlich, dass das Kartenzahlungsgerät kaputt sei.. Wir zahlten daher Cash (gut, dass wir etwas geholt hatten). Dies war übrigens das einzige Mal im gesamten Urlaub, dass wir (außer Trinkgeld) tatsächlich auf Cash angewiesen waren.

Dann ging es im Dunkeln zurück - etwas ungewohnt, noch dazu in einem ungewohnten Auto, aber ohne jegliche Zwischenfälle und ohne Sichtungen, bevor es auch für uns früh ins Bett ging.
Teil 511. Okt. 2025
04.08.2025 Magoebaskloof - Rondebossie Farm Retreat


Die erste winterliche Nacht in Südafrika wurde dank warmer Wolldecken auch ohne Heizdecken gut überstanden. Wir frühstückten gemütlich in der Wohnküche und beobachteten die zahlreichen Vögel, die sich in den Büschen vor dem Fenster bewegten. Sehr positiv nahmen wir das große Interesse unserer Kinder an den Vögeln und am Vögelbeobachten zur Kenntnis.





Wir packten zusammen, dann drehten wir noch einmal eine kleine Runde durch die Anlage auf der Suche nach Vögeln und Tieren. Gegen 10:00 Uhr ging es weiter auf eine unserer eher längeren Etappen bis in die Magoebaskloof.





Bei der Fahrt aus dem Dinokeng NR sahen wir - vor allem nach dem Verlassen des Gates - immer wieder Tiere in Zaun-Nähe: Zebras, Springböckchen, Nyala und in der Ferne Giraffen. Es gibt also durchaus Tiere hier, ob sich die Selfdrive-Route tatsächlich rentiert, wird im Netz sehr unterschiedlich beurteilt. Für einen ersten Stop bzw. 1-2 Nächte mit etwas Bush-Feeling ist es eine gute Option, mit richtigen Parks kann man es aber wohl nur schwer vergleichen (auch wenn die Fotos im hervorragenden, alle zwei Monate erscheinenden Dinokeng Magazine einen anderen Eindruck machen).

Wir fuhren wieder zur N1 und folgten ihr gen Norden. Wir hatten erwogen, unterwegs wenigstens einen Tagesbesuch im Nylsvlei NR einzulegen. Obwohl es nahezu direkt neben der N1 liegt, ist die Anfahrt aufgrund der weit auseinanderliegenden Ausfahrten doch etwas länger und ein gewisser Umweg. Da wir nicht wussten, was uns außer Vögeln erwarten würde und die Jahreszeit nicht die beste sein dürfte für das Vlei, fuhren wir einfach weiter.



Es war interessant zu sehen, wie schnell es auf dem Weg Richtung Norden leer und einsam wurde. Es ging wohl primär durch größere Farmen. Das hätte ich ehrlich gesagt in dieser Gegend hier gar nicht erwartet, sondern es mir deutlich zersiedelter vorgestellt. An einem Rastplatz machen wir kurz Pause, dann entscheiden wir uns, weil es zeitlich gesehen gut liegt, die Mall of the North in Polokwane anzusteuern zum Mittagessen. Der Parkplatz wirkt sicher genug für ein vollbepacktes Auto. Im Panarottis freuen sich die Kinder über die große Spielfläche. Von den Pizzen hätte ich mir mehr erhofft - ok, aber nicht überragend. Da habe ich auch in Afrika schon bessere gegessen. Den Kindern waren, nachdem sie auf der Karte zu sehen waren, die Milch-Shakes nicht mehr auszureden. Tatsächlich geschmeckt hatten sie ihnen dann nicht wirklich..



Auch wenn wir eigentlich erst an einem der nächten Tage in Tzaneen unseren ersten Großeinkauf erledigen wollten, nutzen wir nun das Vorhandensein eines großen Checkers und ziehen den Großeinkauf einfach gleich durch - das spart uns den Weg bis nach Tzaneen. Dafür kostet es natürlich Zeit.. Wir finden das meiste von unsere Liste. Für einen Besuch bei Game oder anderer Läden bleibt jedoch leider keine Zeit mehr.

Wir fahren nun weiter entlang der R71, erst durch dichter besiedelte Gegenden, dann wird es immer ländlicher und bergiger. Die Sonne nähert sich bereits dem Horizont - der Sonnenuntergang ist wirklich sehr früh.. Schließlich kommen wir noch im Hellen an und geben den übersandten Code am Tor ein - ohne dass sich etwas tut. Nach einiger Zeit kommt ein Fahrzeug von der Farm und hält an - auch hier öffnet sich kein Tor. Nach weiterer Zeit kommen ein paar Arbeiter und machen sich am Tor zu schaffen. Es ist also wohl defekt. Glücklicherweise kann es innerhalb kurzer Zeit repariert werden.

Der Weg zur Farm ist etwas rumpelig, aber gut machbar. Wir werden sehr nett durch unsere Gastgeberin begrüßt, die uns alles zeigt. Das Cottage ist groß, sauber und gut ausgestattet. Die Aussicht aus dem Wohnzimmer ist sehr schön. Fotos habe ich leider von Innen nicht wirklich viele gemacht - man findet es aber leicht über alle üblichen Portale.






(gesammelte Fotos der nächsten Tage)

Die Auswahl an interessanten Unterkunftsoptionen ist in der Gegend relativ groß, die preisliche Bandbreite ebenso. Wir hatten uns für das Rondebossie Farm Retreat aufgrund der relativ zentralen Lage, das Vorhandensein von Tieren und einem offensichtlich guten Preisleistungsverhältnis entschieden.

Kaum ausgeladen, wollen die Kinder sofort los und nach Farmtieren suchen. Leider finden wir auf die Schnelle nur ein paar Schafe. Die Kinder haben eine Menge Spaß auf der Terasse - leider sind manche Stellen der Wand frisch gestrichen..





Abends wird es hier doch nochmal frischer. Hier merkt man doch etwas die Höhenlage. Wir essen - nach unserem Pizzaessen mittags und aufgrund der vorgerückten Stunde - einfach Müsli zum Abendessen, bevor es in die mit Wärmedecken angenehm vorgewärmten Betten geht.
Teil 612. Okt. 2025
05.08.2025 Magoebaskloof - Rondebossie Farm Retreat

Die Nacht war kältetechnisch in Ordnung. Das Thermometer (das wir extra mitgenommen hatten, um das Kältegefühl quantifizierbar zu machen) in der Küche zeigte 12°C - mit Hausschuhen und Fleecejacke aber alles angenehm. Nicht nur bei den Temperaturen ist noch Luft nach oben, auch beim am Vortag erworbenen Baguette - welches sich als steinhart erweist. Zudem hatten Ameisen offenbar ihren Gefallen an einigen Vorräten gefunden, die wir noch nicht gut genug weg gepackt hatten.. Ich verbuche das mal unter üblichen Startschwierigkeiten..

Wir fahren die kurze Strecke zum Magoebaskloof Hotel - auch hier gibt es wieder strenge Zufahrtskontrolle mit Foto von ID, Check der Licence Disk etc.. Vermutlich hat hier irgendeine Sicherheitsfirma vorgefertigte System-Lösungen an alle Hotels in der Provinz verkauft.. Unser Ziel ist der Swartbos-Trail. Eine nette kleine Wanderung von ein paar Kilometern durch traumhaften Primärwald.

Es geht zunächst ein Stück an der Straße entlang zurück, dann auf schmalen Pfaden talab- und auf durch den Wald. Der Weg ist sehr schön und gut zu gehen - bei Regen in den Tagen davor stellenweise mutmaßlich etwas rutschig.


(Hotel mit Blick Richtung Tal)









Immer wieder sehen wir Vögel, u.a. einen Knysna Lourie - jedoch zierte er sich etwas für ein Foto.









Dafür sehen wir relativ nahe eine Gruppe Samango Monkeys in den Bäumen.











Nach knapp 2 Stunden sind wir an einem Aussichtspunkt angelangt. Es liegt sehr viel Rauch von diversen Feuern über dem Tal.





Die Runde ist fast zuende - K1 würde eigentlich gerne weiter laufen. Es gäbe noch einen kurzen Weg zu einem Wasserfall von unserem Parkplatz aus, wir beschließen jedoch, zunächst nach Haenertsburg zu fahren, um etwas zum Mittagessen zu suchen.

Der Ort macht einen recht netten Eindruck mit vielen kleineren Läden und diversen Essensoptionen. Man merkt, dass die gesamte Gegend doch sehr vom Tourismus lebt. Wir landen schließlich auf der sonnigen Terasse des Pancake House. Im Hausinneren scheint es bei loderndem Feuer auch recht gemütlich zu sein. Die Pancakes sind in Ordnung, nichts Weltbewegendes.

Anschließend erstehen wir noch hervorragendes Biltong im nebenan gelegenen Stellas Farmstall, bevor wir wieder nach Hause fahren.

Nach kurzer Pause spazieren wir ein wenig über das Farmgelände und beobachten die Schafe.









Da die Kinder offenbar noch nicht ausgelastet sind, fahren wir die Straße vor der Farm noch weiter hinauf in das Woodbush Forest Reserve, um dort etwas spazieren zu gehen. Auf den Wanderkarten sind eine Reihe Wege eingezeichnet, wir wollen mal sehen, wie es da oben aussieht und wo man dort langgehen kann.

Die Gravel Road ist etwas rauer und hat ein paar tiefere Schlaglöcher - mit unserem Fortuner aber natürlich kein ernsthaftes Problem. Zufällig sehen wir ein Schild zu den Champion Trees - den laut Tourismuswerbung höchsten gepflanzten Bäumen der Welt. Wir parken an der Straße - die Zufahrtsstraße zum offiziellen Parkplatz wäre etwas grenzwertiger gewesen ohne Allrad. Extrem ausgefahren und schlammig.



Die Beschilderung ist eher so “naja”. Wir gehen zuerst zu offenbar besonders großen mexikanischen Kiefern, können diese aber nicht so wirklich eindeutig identifizieren.



Dann folgen wir dem Pfad, bis wir zum mehr oder weniger offiziell höchsten gepflanzten, aktuell noch stehenden Eukalyptusbäumen kommen. Beeindruckende Bäume und ein beeindruckender Wald. Etwas amüsant, dass Sponsor sämtlicher Beschilderungen ausgerechnet die bekannte Kettensägen-Marke Stihl ist.









Gegen 17:15 Uhr sind wir zurück auf der Farm - es ist deutlich abgekühlt bei nur noch 13°C. Die Kinder spielen dennoch noch auf dem Hof Ball, bis es zu Dunkel wird.



Teil 719. Okt. 2025
06.08.2025 Magoebaskloof - Rondebossie Farm Retreat

Der heutige Tag begann so sonnig, wie der letzte aufhörte. Beim Frühstücken entzückten die um das Haus herumziehenden Schafe die Kinder. Für heute hatten wir uns einen Besuch bei den Debengeni Falls ausgesucht. Es gibt zwar in der Gegend eine Vielzahl an Wanderwegen und Attraktionen, aber es ist nicht immer so wirklich einfach, an übersichtliche Informationen zu kommen (oder ich bin zu blöd, sie zu finden). Auf der anderen Seite ist das Attraktive daran natürlich, dass man selbst mehr Entdecken kann und muss.

Wir fahren die R71 ein gutes Stück Richtung Tzaneen. Unsere Unterkunft ist nahezu an der höchsten Stelle der Straße, ab hier geht es sehr kurvenreich bergab. Wir halten kurz am Mageobaskloof Farm Stall, so wirklich viel Spannendes gibt es aber nicht zu entdecken - die Lage ist aber echt gut und es soll recht lecker sein. Die Zufahrt zu den Falls ist über Gravel, bisweilen auch mit ein paar ausgewaschenen Stellen, die für Autos mit geringer Bodenfreiheit schwieriger werden könnten (wir haben aber oben dann auch Besucher mit einem Hyundai Stari gesehen).

Die Wasserfälle erstrecken sich über eine relativ lange Strecke durch schönen, teilweise herbstlichen Wald.










Es gibt ein relativ großes Picknick-Areal mit zahlreichen Hinweisen darauf, dass man nicht ins Wasser gehen soll. Man kommt zunächst relativ weit oben zum Fluss und kann dann auf der gegenüberliegenden Seite am Fluss entlang bergab gehen - was wir natürlich machen. Dort gibt es erneut eine Brücke und in der Theorie einen Weg nach oben.

Dieser war jedoch so zugewachsen, dass wir lieber wieder umdrehten und den selben Weg wieder zurück nach oben gingen.



Immer wieder sehen wir verschiedene Schmetterlinge und Vögel, zudem ein aktives Bienennest in einem Baum.











Anschließend sehen wir noch einen Pfad, der am Wasserfall entlang nach oben führt und folgen ihm. Teilweise ist es etwas steil, aber alles gut machbar. Man sieht den Wasserfall aber immer nur durch dichtes Blattwerk. Oben trifft der Pfad auf den 5-tägigen Mageobaskloof Hiking Trail. Wir gehen noch ein wenig weiter am Fluss und machen auf einem Felsen am Fluss Brotzeit.



Dann machen wir uns wieder auf den Weg zurück und halten am Krabbefontein Coffee Shop. Hier gibt es in einem äußerlich eher schäbig anmutenden Gebäudekomplex ein sehr hipp wirkendes Café. Zudem wird hier lokal Kaffee angebaut - einer von sehr wenigen kleinen Bereichen in Südafrika, wo dies wirtschaftlich sinnvoll versucht wird. Da ich als großer Kaffee-Fan vorher überhaupt nicht wusste, dass es überhaupt in Südafrika produzierte Kaffeebohnen gibt, wollte ich hier natürlich unbedingt vorbeischauen.





Rund um das Café sind lauter Jungpflanzen zu sehen, die eigentlichen Felder (die man auch besuchen kann und wo es auch Wanderungen etc. durch gibt) liegen noch etwas weiter rauf.

Wir essen noch eine Kleinigkeit, die Kinder spielen im Sand, es gibt auch eine Schaukel, einen Wasserlauf und eine Kletterwand. Dann kaufen wir natürlich noch Kaffee - wobei wir feststellen müssen, dass es aufgrund der bisher eher geringen Erträge leider keinen sortenreinen Kaffee von dort gibt, sondern nur vermischt mit Bohnen anderer afrikanischer Länder. Aber allein schon damit die Kinder einmal in echt sehen, wie Kaffeebohnen an der Pflanze aussehen, wäre es ein Stop wert gewesen.

Zurück in unserem Ferienhaus mache ich mich mit den beiden Kindern auf die Suche nach Vögeln. Sonderlich erfolgreich sind wir leider nicht - vor allem da K2 immer lieber getragen wird und K1 voraus rennt. Beide wollen unbedingt Vögel suchen, die Details des sinnvollen Birdings müssen wir aber wohl noch üben.





Am Abend spazieren wir nochmals über die Farm und besuchen die Schafe (und Ziegen).







Damit endet unser Aufenthalt in der Magoebaskloof auch schon wieder. Die Gegend bietet echt viel Möglichkeiten an schönen Wanderungen, tolle Wälder, super Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und diverse nette Verpflegungsoptionen. Man kann hier sehr nett einige Tage verbringen - auch sehr gut gelegen auf dem Weg von oder zum Kruger.

Auch unsere Unterkunft kann man guten Gewissens empfehlen. Wir hatten etwas Sorge, dass man die doch recht nahe R71 hören würde. Das war glücklicherweise jedoch nicht der Fall. Mag sein, dass es anders ist, wenn man sich bei wärmerem Wetter mehr draußen aufhält und mit offenen Fenstern schläft, das kann ich nicht beurteilen.
Teil 821. Okt. 2025
07.08.2025 Letaba Restcamp

Die Nacht war von den Temperaturen her dank Wärmedecke vor dem Zubettgehen erträglich. Jedoch war es durchgehend hörbar windig. Morgens ist alles in dichten Nebel gehüllt.



Wir frühstücken gemütlich, laden alles ins Auto und starten gegen 10:00 Uhr bei 10 Grad auf der R71 Richtung Osten.


(man sieht, es ist noch geringfügig Platz für Einkäufe etc.)

Je weiter wir bergab fahren, desto wärmer wird es. Es ist zwar bewölkt, aber in Tzaneen bereits 20 Grad warm. Wir fahren immer wieder an Bananenfeldern vorbei - auch die hätten wir in diesem Ausmaß in Südafrika gar nicht erwartet. Ab Tzaneen ist der Verkehr zunächst recht dicht, wird es einsamer und eintöniger. Immer wieder fallen ein paar Tropfen aus den Wolken.

Bei Gravelotte fahren wir einen kleinen Umweg zum dortigen Baobab.



Dieser liegt etwas versteckt inmitten von Farmland. Wir zahlen Eintritt und erhalten eine umfassende Einführung von einem netten älteren Herrn zur Geschichte und Ausmaßen. Er soll laut jüngster Radiocarbon-Datierung ca. 3800 Jahre alt sein. Auch Paul Kruger soll dort über Nacht Station gemacht haben und zum Schutz vor Löwen im Baum geschlafen haben.

Der Baum ist hohl und beinhaltet einen Raum von einigen Quadratmetern.



Leider überrascht uns hier ein kurzer Regenschauer, zudem ist der Himmel für Fotos natürlich alles andere als optimal.

Man könnte hier wohl auch picknicken/grillen.

Dann fahren wir weiter nach Phalaborwa zum Einkaufen für unsere Zeit im Kruger. Wir wollen zum Pick’N’Pay, können ihn jedoch nicht finden. Stattdessen steuern wir den Checkers an. Es ist ziemlich trubelig, so dass wir uns aufteilen und ein Teil am Auto bleibt. Leider dauert es recht lange, alles gesuchte zu finden. Leider fehlt am Ende immer noch ein bisschen was von unserer Liste. Auch die Auswahl an Pies, Brot oder sonstigen Backwaren ist leider nicht besonders gut. Dann gehen wir noch zum Game für ein paar Kisten. Dann fahren wir die letzten Kilometer bis zum Phalaborwa Gate und machen dort Mittagspause.



“Leider” entdeckt K2 gerade ihren eigenen Willen und meint, alles müsse exakt nach ihren Vorstellungen laufen, so dass das Essen etwas anstrengend wird. Zum Glück laufen ein paar Zwergmangusten herum, die für etwas Ablenkung sorgen.

Dann fahren wir durch wunderbar herbstlich anmutenden Mopane-Busch zunächst Richtung Sweni-Hide. An einem Wasserloch treffen wir auf unsere erste Elefanten-Herde.








Kurz darauf sehen wir einige Impalas, Wasserböcke und nochmals Elefanten.







Leider ist K2 weiterhin sehr eigenwillig und nicht sehr begeistert vom Autofahren oder hat genug davon. Aufgrund ihrer Laune verzichten wir auf einen Halt am Sweni Hide. Wir fahren noch den Loop von der H9 nach Norden. Die Fortsetzung der S51 ist recht rumpelig, zurück nach Süden ist es landschaftlich durchaus attraktiv, aber leider sehr tierarm.

Auch auf der weiteren Strecke sehen wir primär Busch. Erst kurz vor Letaba gibt es wieder mehr Tiere in Form von Elefanten, Wasserböcke und Giraffen zu sehen.





Insgesamt ist die Stimmung nicht die beste. K2 ist weiterhin sehr eigensinnig, K1 will endlich ankommen. Glücklicherweise kommen wir irgendwann doch an.

Wir hatten in Letaba zunächst eine BD3U gebucht und vorab per Mail angefragt, ob wir ein weiteres Kind (gegen Zuzahlung) im Elternbett unterbringen könnten - was sehr rasch positiv bestätigt wurde. Die Unterbringung weiterer Kinder ist Ermessenssache der jeweiligen Camps. Im Regelfall klappt es wohl, wenn das Kind im selben Bett schläft oder man eine eigene Matratze etc. dabei hat - bis zu welchem Alter, ist wohl wie immer in Afrika auch nicht exakt voraussagen.

Da uns die Gesamtkosten der Reise irgendwann doch recht hoch erschienen, entschieden wir uns in einem Anfall von Sparwut, die BD3U (mit Bad und Küche) gegen eine einfache EA3U Hütte ohne Toilette und Küche zu tauschen - immerhin eine Ersparnis von fast 800 Rand pro Nacht. Irgendwann kamen uns im Vorfeld dann doch wieder erhebliche Zweifel, ob es so eine gute Idee war, auf Toilette und Küche zu verzichten - leider war nunmehr keine BD3U verfügbar.

An der Rezeption ist es zum Glück wie für die BD3U angefragt auch in der EA3U möglich, K2 unterzubringen. Wir bezahlen die noch für K2 ausstehenden Gebühren und bekommen die Hütte Nr. 32. Sie ist direkt neben dem Restaurant und damit einerseits wohl die Unterkunft mit der besten Aussicht in ganz Letaba, andererseits hat sie natürlich etwas weniger Ruhe als anderswo. Für eine weitere Matratze wäre im Inneren kein Platz gewesen. Mit zwei zusammengeschobenen Betten geht es aber gut. Es gibt in der Hütte ein Waschbecken, die Communal Ablutions sind keine 50 Meter weit entfernt und durchgehend in sauberem, wenn auch einfachen Zustand.





Wir sprühen Kinder und Hütte trotz der wenig zu erwartenden Mücken ein und Essen anschließend in der Hütte zu Abend mit den Resten unserer in Phalaborwa gekauften Pies und Pastries. Wir wollen hier jegliches Risiko so weit wie möglich reduzieren, wenn wir schon mit kleinen Kindern ohne Prophylaxe ein Malariagebiet aufsuchen. Der Nachteil davon ist natürlich, dass man sich deutlich weniger frei fühlt und bewegt, als es ansonsten möglich wäre. Aber wenigstens den Kindern macht es nichts aus, drinnen zu Essen anstatt vor der Hütte und sie finden es alles sehr aufregend. Auch jetzt ist K2 eher als anstrengend zu bezeichnen - auch daher ist es vielleicht ganz angenehm, wenn man in der eigenen Hütte ist und alle Geräusche vom Restaurant nebenan übertönt werden.

Leider dauert das Einschlafen bei beiden recht lange. Es ist doch recht laut vom Restaurant her - was aber vor allem an einer größeren Gruppe liegt, die über die Stränge schlägt. An den weiteren Abenden ist es deutlich ruhiger und man hört in der Hütte nicht viel vom Restaurant.
Teil 924. Okt. 2025
08.08.2025 Letaba Restcamp

Die Nacht war ruhig. Wir haben uns darauf verständigt, den Wecker auf 06:00 Uhr - Gateöffnungszeit - zu stellen, so dass wir nicht zu früh, aber doch halbwegs zeitig loskommen. Das hat sich im Laufe des Urlaubs als zwar zum Teil anstrengend, aber doch gut durchführbar erwiesen, immerhin ist das nur eine Stunde vor ihrer üblichen Aufwachzeit. Game Drives mit Kindern sind nunmal immer eine Form des Kompromisses. Wir stehen auf und bereiten im Dunkeln alles für die Abfahrt vor (Kühlbox befüllen, Kaffee kochen..), dabei wachen beide irgendwann entspannt auf. Vor der Tür werden wir von einem wunderschönen Sonnenaufgang begrüßt.



Um 06:37 Uhr starten wir gen Norden - noch unklar ob bis Giriyondo oder Mooiplas Picnic Site.

Bald treffen wir auf erste Elefanten und Giraffen.









Die Brücke über den Letaba River bietet tolle Aussichten.






Weniger Kilometer darauf stoßen wir auf drei Löwenmännchen, die sich freudigst begrüßen, dann leider jedoch schnell verschwinden.











Da die Stimmung gut ist, beschließen wir bis zum Mooiplas Picknickplatz zu fahren. Wir sehen nochmals Elefanten, zudem Büffel, Zebras und einen Hornraben.











Der Picknickplatz liegt sehr schön an einem Fluss - wir waren zwar hier schon vorbeigekommen, hatten aber hier noch nie gestoppt. Um uns herum sind zahlreiche Glanzstare, Tokos und Baumhörnchen, die die Kinder gut unterhalten.







Wir frühstücken unser Müsli und schauen dann noch kurz zum Aussichtspunkt in den Fluss. Hier ist jede Menge los. Zebras, Wasserböcke, ein Sattelstorch und ein Krokodil.





Da wir schon so weit im Norden sind und trotz Übernachtung in Mopani noch nie dort waren, fahren wir noch kurz bis zum Pioneer Dam Hide. Unterwegs finden wir noch einen Klippspringer.



Am Hide treffen wir auf einigen Nachwuchs:





Die Rückfahrt zieht sich etwas, wir sehen nochmals Elefanten und Zebras, insgesamt machen die Kinder es sehr gut mit.







Zurück im Camp will K2 gern Schlafen, schafft es dann aber nicht einzuschlafen. Wir spülen ab, duschen und gehen dann essen. Anschließend besuchen wir die Elefant Hall, bestaunen die riesigen Stoßzähne und Impala Lilies und spazieren ein wenig durchs Camp. Das Camp gehört unseres Erachtens mit zu den schönsten im Park, weshalb wir uns dazu entschieden hatten, hier erstmals für drei Nächte zu bleiben.











Nachmittags fahren wir Richtung Westen bis zur S69. An einer Brücke sehen wir eine große Büffelherde, im Wasser zwei Störche.









Auf dem Rückweg treffen wir auf Giraffen, Baumhörnchen und (mutmaßlich) ein Albino-Baumhörnchen.









Da wir zu früh wieder zurück sind, fahren wir noch ein kleines STück nach Norden bis zur S93. Das Licht ist traumhaft, leider machen sich Tiere rar. Kurz vor dem Camp genießen wir den Sonnenuntergang.







Zum Abendessen gibt es Brot in der Hütte - leider hat eines unsere Brote bereits angefangen zu schimmeln und eine gekaufte Wurst ist geschmacklich kaum genießbar. Die Kinder streiten sich und sind beide doch irgendwie ziemlich KO. Zudem ist der Sprühdeckel des Insektenraumsprays kaputt gegangen. Läuft also..

Sobald die Kinder schlafen, sitzen wir vor unserer Hütte mit traumhafter Sicht im nahezu Vollmondlicht über den Fluss. Heute ist es deutlich wärmer abends und sogar im T-Shirt gerade noch auszuhalten. Das Restaurant ist heute deutlich ruhiger und nicht störend.
Man sieht immer wieder Elefanten und Hippos im Mondlicht unten im Fluss vorbeiziehen, ein wunderbarer Abend im Kruger, der viele Erinnerungen an vergangen Reisen weckt - insbesondere an unsere erste Reise ins südliche Afrika, als wir am Kwando auf einer Insel im Fluss zelteten und von einem Baum aus am Abend eine riesige Elefantenherde beim Baden im Fluss im Mondschein beobachteten.. (und dabei lernten, wie nützlich Ferngläser im Dunkeln sind).
Teil 1031. Okt. 2025
09.08.2025 Letaba Restcamp

Die Nacht war ruhig. Der Wecker klingelt wieder um 06:00 Uhr. Zudem erschallt pünktlich um 06:00 Uhr der Gesang der Restaurant-Mitarbeiterinnen auf dem Weg zur Arbeit. In Europa unvorstellbar, in Südafrika immer wieder anzutreffen - obwohl es den Angestellten im Regelfall vermutlich deutlich schlechter geht als Angestellten in Europa.

Nach dem gestrigen ersten Zusammenpacken im Dunkeln läuft es heute bereits deutlich routinierter. Für heute haben wir uns die Gegenrichtung nach Olifants am Fluss entlang ausgesucht.

Die Fahrt ist mäßig ergiebig - immer wieder sehen wir Kudus, Warzenschweine und Impalas.





Einmal kreuzt eine Hyäne kurz unseren Weg.



Insgesamt ist es heute deutlich bewölkter und diesiger. In Olifants frühstücken wir. Der direkte Vergleich mit Letaba zeigt, um wie viele Level Letaba attraktiver ist - mal von der spektakulären Aussicht abgesehen. Wir besuchen den Aussichtspunkt, kaufen ein wenig im Shop ein und die Kinder klettern auf den Felsen herum.







Auch der Rückweg ist leider eher “quiet”. Das Highlight ist eine Gruppe Paviane. Wir versuchen noch den Loop über S92 und S93 - ganz nett, aber leider auch nichts spektakuläres.





Ansonsten sehen wir lediglich Impalas, einige Giraffen und einen Elefanten tiefer im Busch.









Gegen 12:00 Uhr sind wir wieder zurück im Camp. Wir besorgen uns Münzen für Waschmaschine und Trockner und haben das Glück, dass gleich eine Waschmaschine frei ist - in der Vergangenheit hatten wir da bei Sanparks schon ganz andere Erfahrungen. Dann gehts zum Mittagsessen ins Restaurant. Die Tokos und Glanzstare sind hier mehr als nur dreist und geradezu eine Plage. Sie haben bisweilen jeglichen Respekt verloren und Hüpfen auf Tische oder stehlen Essen aus der Hand. Ein Mitarbeiter geht alle paar Minuten auf Patrouille..

Direkt unterhalb des Restaurants (und unserer Hütte) hat sich eine Gruppe Elefanten versammelt, zudem grasen Impalas, Warzenschweine und Wasserböcke.







Neben uns in der Hütte ist eine Paar mit einem wenige Monate alten Baby aus Mpumalanga eingezogen. Sie lassen - mutmaßlich zur “Malaria-Prävention” bei 25°C Außentemperatur durchgehend die Klimaanlage laufen, was aufgrund der Nähe der Hütten etwas sehr nervig ist.

Insgesamt ist auffällig, wie viele kleine Kinder im Park um diese Jahreszeit unterwegs sind. Man achtet natürlich mit kleinen Kindern selbst mehr darauf, was die Wahrnehmung verfälscht. Gefühlt waren jedoch in mehr als der Hälfte aller Autos oder Häuser kleine Kinder - das hätte ich ehrlich gesagt so nicht erwartet, bestärkt uns aber natürlich etwas darin, hier nicht etwas vollkommen absurdes und falsches zu tun..

Wir wollen den Kindern eigentlich mal die Gelegenheit geben, zu spielen oder zu entdecken - leider haben sie heute nur Blödsinn im Kopf und geraten ständig aneinander. Da ist man mit einer Hütte direkt am Fluss und neben dem Restaurant natürlich obendrein auf dem Präsentierteller. Daher entschließen wir uns gegen 15:30 Uhr, nochmal eine kleine Runde zu drehen, um die Kinder zu beschäftigen.

Wir fahren wieder den Fluss entlang Richtung Norden und treffen erneut immer wieder auf Elefanten.





An der Highwater Bridge machen wir Halt und steigen kurz aus - hier ist uns aber schon fast wieder etwas zu viel los, weil viele offenbar zum Sundowner hierher fahren.



Danach biegen ab auf die S62 Richtung Matambeni Hide. Die Strecke ist recht schön, es gibt viele hübsche Loops in die Bewaldung am Fluss. Leider alle ohne spektakuläre Sichtung. Ein Korhaan ist das Highlight.



Auch der Hide selbst ist nett und bietet eine schöne Aussicht. Wir sehen einen Brown-Hooded Kingfisher, eine Versammlung von Schildkröten, einen Klaffschnabel und diverse Krokodile in der Ferne.











Leider sind wir fast schon etwas spät dran für eine entspannte Rückfahrt, man braucht doch immer länger als man denkt bei Game Drive Geschwindigkeit..

Auf dem Rückweg am Fluss entlang sehen wir nochmal jede Menge Elefanten auf beiden Seiten der Straße.

Sie tun uns sogar den Gefallen und laufen mitten durch den Sonnenuntergang. Aus fotografischer Sicht geht bei sowas der Puls hoch. Leider sind sie so sehr in Bewegung, abgewandt und im teilweise hohen Gras, dass es mit den Wunschfotos nicht wirklich klappt. Zudem ist leider mal wieder die Konzentration mit 2 kleinen Kindern auf die Fotografie nicht wirklich einfach.





Fazit Letaba:

Das Camp gefällt uns außerordentlich gut, es gibt viele schöne Bäume und im allgemeinen Preisverhältnis verhältnismäßig erschwingliche Unterkünfte. Die Lage am Fluss ist toll, man kann hier auch recht lange am Fluss entlang spazieren. Unsere Hütte war natürlich recht einfach, die Aussicht dafür super. Basierend auf den Erfahrungen hätten wir nunmehr keine Bedenken, auch künftig einfache Hütten ohne Küche/Bad zu buchen (irgendwo muss man ja anfangen zu sparen..). Im Vorfeld las man immer wieder, dass die Sichtungen um Letaba im Allgemeinen eher schwierig seien. Dazu traue ich mir keine abschließende Meinung zu. Gemessen an unseren Fahrstrecken wäre etwas mehr Abwechslung sicher nicht verkehrt gewesen. Elefanten, Giraffen, Impalas etc. kann man hier zur Genüge sehen. Es gibt mehrere nette Hides in vernünftiger Umgebung. Es war nirgendwo voll auf den Straßen. Wir hatten am ersten Tag Glück mit Löwen kurz hinter dem Letaba River (auch wenn wir sie nur kurz sehen konnten). In der grünen Jahreszeit würde ich das Camp aber wohl eher meiden - dann dürfte es aufgrund des dichteren Laubs und der Tatsache, dass sich die Tiere nicht mehr am Fluss konzentrieren müssen, nochmals schwieriger werden mit Sichtungen.
Teil 1105. Nov. 2025
10.08.2025 Skukuza Restcamp

Die Nacht war eher unruhig. Im Dach waren immer wieder Geckos oder andere Tiere unterwegs, die sich zudem immer wieder etwas zuriefen - so ganz können wir es nicht zuordnen. Ab und an rieselte etwas hinunter.. Dafür hören wir erstmals seit langem auch endlich mal wieder nachts Hippos grunzen - auch hier wurden viele schöne Erinnerungen geweckt.

In der Früh werden wir wieder durch den Gesang der Restaurant-Angestellten geweckt - es gibt definitiv schlimmeres. Dafür lässt unser Nachbar (der mit der durchgehend laufenden Klimaanlage - auch nachts bei unter 20°C) - bestimmt 20 Minuten seinen Motor laufen, weshalb auch immer. Wir hatten uns dazu entschieden, erst in der Früh unser Gepäck zu verladen - dadurch kamen wir heute erst etwas später gegen 06:45 Uhr los.

Heute hatten wir eine längere Etappe vor uns - einmal quer durch den halben Park bis nach Skukuza. Statt Skukuza hätten wir lieber in Satara (oder Lower Sabie) genächtigt, leider gab es da aufgrund unserer eher späten Buchung keine passenden Verfügbarkeiten mehr.

Trotz der großen Entfernung wollen wir nicht nur stur die Teerstraße nach Süden fahren. Bis kurz vor Olifants sehen wir nicht viel Tiere. Dort treffen wir auf Impalas und eine Gruppe Paviane.





Wir überqueren den Olifants..



..und biegen kurz darauf ab auf die S39, um ihr bis zum Timbavati Picnic-Platz zu folgen. Die Straße zählt m.E. zu den schönsten und abwechslungsreichsten Straßen im Park, auch wenn sich die Strecke etwas zieht. Wir sehen diverse Vögel, Elefanten, Giraffen, Kudus und Gnus.











Bereits bei unserer längeren Reise 2024 hatte K1 gewisse Schwierigkeiten, sich die Wörter “Gnu” und “Kudu” zu merken - immer wieder fanden wir “Gnudus”. Nach etwas Übung saß es dann meistens. Die Existenz von Gnudus ist aber wohl offenbar in seinem Kopf hängen geblieben - so gab es weiterhin Kudus und Gnudus (wir sind dann irgendwann auf Wildebeest umgeschwenkt, um die Verwirrung ein für alle Mal zu bekämpfen..).

Auch ein junger Gaukler, einige Nimmersatte, ein Steinböckchen und ein Graufischer geben sich die Ehre.







Am Picnic-Platz frühstücken wir gemütlich. Dann geht es an einem schönen Baobab vorbei.



Kurz darauf sehen wir einige Autos am Straßenrand und eine Löwin in Bewegung, die durch eine Gruppe Elefanten läuft. Leider erlauben uns die enge Straße, die schnell laufende Löwin und die anderen Autos nur einen kurzen Blick, ehe sie wieder verschwindet.



Nun hatten wir immerhin unsere bereits zweite Löwensichtung, auch wenn bisher keine länger als 1-2 Minuten war (was mal wieder den Faktor Zeit/Glück unterstreicht). Wenigstens waren die Kinder so glücklich - Löwen waren vor allem für K1 das Wunschziel Nr. 1 (bei K2 waren es Nashörner und Elefanten - dazu später noch mehr). Immer wieder kam auf unseren Fahrten die Frage “Wann sehen wir denn jetzt endlich die Löwen?” (Die Frage ist wohl das Game-Drive-Äquivalent zu “Wann sind wir endlich da?”). Ich glaube aber, dass wir Beiden durchaus näher bringen konnten, was es bedeutet, in der Natur unterwegs zu sein, dass hier nichts garantiert ist und alles auf Glück und harter Arbeit beim Suchen basiert. Diesbezüglich waren beide - vor allem nach den ersten beiden Tagen - auch sehr engagiert. Es gab natürlich Phasen, wo sie einfach hinten spielten oder malten, aber auch Phasen, wo sie konzentriert über längere Zeit jede Menge Tiere von sich aus fanden und benannten (auch wenn vor allem die Angaben von K2 bei allem was über “Pallas” (Impalas) oder “Lalas” (Nyalas) hinausging nicht immer zu gebrauchen waren - ständig gab es neben Leoparden im Baum die nur sie sah, auch Elefanten oben in den Bäumen...)

Wenig später fanden wir wieder einige Elefanten, die vorbeigezogen.



Wir bogen in die Abzweigung zur Nkayapan ein. Kurz darauf kam uns ein Südafrikaner (es war offensichtlich kein Mietwagen) entgegen und erzählte uns begeistert, dass am Wasserloch zwei Wildhunde liegen würden, die da sicher noch länger lägen. Nachdem wir in all unseren Reisen erst einmal zwei Wildhunde in etwas größerer Entfernung beobachten konnten, war unsere Vorfreude und Anspannung auf dem weiteren Weg zum Wasserloch natürlich groß.

Die erwarteten Wildhunde entpuppten sich dann leider als etwas zu groß geraten..





Wir blieben noch eine Weile stehen, außer einer Familie Warzenschweine und einem einsamen Kudu-Bullen tat sich jedoch nichts.

Am Mazithi-Damm sind dafür viele Elefanten zu sehen.







Hier begann leider auch ein weiteres “Drama”, das sich in der Folge immer mal wieder wiederholte. K2 war so von den Elefanten angetan, dass sie sich partout nicht mehr von ihnen trennen wollte und gerne noch viel länger beobachten wollte. Wir wollten aber natürlich nicht stundenlang dort stehen, nachdem wir noch immer einiges an Strecke vor uns hatten. So gab es leider einige Abschiedstränen..

Wenige Meter weiter war ein ziemlicher Stau - Auslöser war ein schwer zu erkennender, schlafender Löwe neben der Straße. Angesichts der Tränen um die verlassenen Elefanten und des Nervfaktors der anderen Autos fuhren wir jedoch nur daran vorbei.



In Tshokwane machten wir nochmals Halt für ein verspätetes Mittagsessen. Hier gab es ein etwas aggressives Pavian-Männchen, das die Gelegenheit nutzte und an einem Tisch eine Tüte Reiswaffeln an sich nahm. Mitarbeiter und einige überengagierte Besucher (die Sorte, bei der aus jeder Pore schreit “seht her, ich bin so Afrika- und Busch-erfahren wie Crocodile Dundee und Livingstone zusammen”) verjagten es immer wieder. Diese Erfahrung hinterließ jedenfalls bei K1 nachhaltigen Eindruck und führte zu einem erheblichen Respekt vor Pavianen. Zudem mussten wir nachhaltige Erklärungen dafür finden, warum die Männer mit Steinen auf den Pavian schießen durften, obwohl er doch dort wohnt..

Die weitere Strecke war unspektakulär, bis wir zu einer Brücke über einen Zulauf zum Sand River kamen. Hier präsentierte sich uns ein traumhaftes, nahezu klischee-haftes Afrika-Panorama mit Elefanten, Giraffen, Pavianen und diversen Antilopen.

















Wir standen hier einige Zeit und beobachteten die Elefanten beim Sandbaden und warteten gespannt darauf, dass die Giraffen sich zum Trinken herunterbeugen.

Irgendwann rissen wir uns los und machten uns auf die letzten Kilometer Richtung Skukuza. Diese waren mit Ausnahme eines Geier-Pärchens verhältnismäßig ruhig.

Erst wenige Kilometer vor Skukuza gab es einen kleinen Stau. Hier befand sich ein Hyänen-Bau direkt neben der Straße. Einige Jungtiere (nicht mehr ganz klein und schwarz, aber dennoch unglaublich nett anzusehen) waren gut zu sehen.





Als große Hyänen-Freunde freute uns diese Entdeckung, vor allem so nahe am Camp, natürlich sehr. Leider liegt sie direkt an einer der am meisten befahrenen Straßen, so dass es sich hier auch in den Folgetagen, ständig staute und man nie die Gelegenheit oder Muße hatte, länger stehen zu bleiben.

Gegen 16:00 Uhr fuhren wir schließlich endlich in Skukuza ein. Es war bereits unser dritter Besuch hier, zum ersten Mal hatten wir jedoch keine der Hütten direkt am Fluss, sondern eine Hütte “mitten drin” gebucht. Wir wären für etwas mehr Abwechslung und um den nervigen Verkehr ums Camp herum zu umgehen, lieber nach Lower Sabie gegangen, allerdings wurde dort nichts passendes frei. Das Camp ist trotz der Größe toll, liegt wunderschön und bietet alle Annehmlichkeiten. Der Hauptnachteil ist aus unserer Sicht nur der starke Verkehr rund um das Camp, der jegliches Busch-Feeling auf den ersten und letzten Kilometern vermissen lässt.

Wir hatten eine der neuen BN3 Units bekommen. Aus Gründen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann, waren hier bereits 2 Kinder in der Buchung hinterlegt (keine Ahnung, ob das bei BN3 Units automatisch möglich ist oder hier ein “Fehler” im System bestand), so dass wir für K2 nichts mehr nachzahlen mussten. Dafür werden wir auf die Möglichkeit hingewiesen, dass - ob testweise oder semi-offiziell - nunmehr auch geführte Drives für kleine Kinder angeboten werden. Es gibt Morgen- (3-4h), Halbtags- und Ganztagstouren, durchgeführt in einem Standard-OSV. Eventuell fürs erste Mal eine ganz nette Sache, wenn man keine Tour von Außerhalb buchen will. Für uns aufgrund der Preise und da man nicht früher aus dem Gate kommt o. länger draußen bleiben kann, nichts.

Wir waren trotz der bekannten Fotos der renovierten Units natürlich sehr gespannt auf die Hütte. Wir erhielten Nr. 140. Sie liegt mitten drin, die Aussicht ist aktuell aufgrund eines davor befindlichen Bauzauns leider nur mäßig attraktiv.

















Die Hütte selbst ist sehr gut durchdacht, das merkt man an diversen Stellen. Gerade Schlafzimmer u. Bad sind toll und mit vielen durchdachten Details versehen (gute Ablagemöglichkeiten, USB-Ladebuchsen neben den Betten). Der Nachteil ist, dass es keine wirkliche Terasse mehr draußen gibt und man “nur” bei offenen Fenstern im Koch/Essbereich sitzen kann. Das raubt etwas Busch-Atmosphäre. Es gibt aber eine Mückenschutz-Tür zum Schlafbereich hin. Leider waren die Türen zur “Terasse” so schwergängig und laut zu bedienen, dass es keinen Spaß gemacht hätte, diese jedes mal alle auf und zu zu machen. Für uns - mit kleinen Kindern und im Winter - hatte es so gepasst, aber ansonsten sehe ich hier einen gewissen Nerv-Faktor. Zudem waren in Bad u. Schlafzimmer bereits einige Sachen wieder kaputt.. Da hat man möglicherweise am falschen Ende gespart.

Interessanterweise wirkte das Camp extrem leer - es waren kaum Hütten um uns herum besetzt. Dennoch wurde es online als voll ausgebucht angezeigt. Möglicherweise wurden bewusst Units geblockt, um sie ggf. renovieren zu können, wenn man dazu kommt.

Nachdem wir ausgeladen und das Haus erkundet haben, machen wir noch einen kleinen Spaziergang durchs Camp. Die Aussicht über den Sabie bleibt einfach traumhaft und wir können sogar ein Krokodil erspähen.







Zurück in unserer Hütte wird erstmals seit einer Woche wieder abends gekocht.. das hatten wir ursprünglich etwas anders geplant 🙂
Teil 1225. Nov. 2025
11.08.2025 Skukuza Restcamp

Wie bereits geschildert, hadern wir in Skukuza immer etwas mit dem Verkehr im direkten Umfeld. Das macht die Planung der richtigen Morning Drive Strecke nicht einfach. Wir entscheiden uns, zunächst Richtung Westen zu fahren.



Es ist absurd, welcher konstante Fluss von Fahrzeugen in Kolonne aus Richtung Gate uns entgegenströmt. Wir biegen daher gleich ab Richtung Lake Panic Hide, in der Hoffnung etwas weniger Verkehr. Direkt an der Kreuzung liegt eine Hyänen-Mutter am Rand - das interessiert die vorbeifahrenden Massen aber offenbar überhaupt nicht.



Sobald wir auf der Gravel Road sind, sind wir schlagartig alleine. Außer einem erschreckten Steinböckchen und einigen Impalas sehen wir jedoch nicht viel. Aufgrund der gerade im Lake Panic Hide morgens anfangs doch manchmal fast etwas andächtigen Stimmung verzichten wir auf einen Stop im Hide mit den Kindern - manches muss man mit Kindern nicht ausreizen.

Wir fahren noch zur Plant Nursery. Hier gibt es einen stattlichen Elefantenbullen zu bewundern.



Zurück auf der S1 treffen wir auf einige Kudus, Impalas und Zebras. Kurz darauf einen Geier im Baum.









Wir biegen auf die S65 ein, auch hier gibt es jedoch außer einigen Impalas nicht viel zu sehen.



An einem Wasserloch finden wir eine Herde Elefanten. Während auf der Teerstraße die Autos Stoßstange an Stoßstange unterwegs waren, sind wir seit dem Abbiegen auf die S65 nur einer Handvoll Autos begegnet.






Wir folgen der S65 weiter und stoßen auf eine Herde Zebras und Gnus.





Von dort geht es weiter Richtung Transport Dam. Hier ist - leider am weit entfernten Ufer - ein stetiges Kommen und Gehen.





Impalas springen zur Gaudi umehr, ein Krokodil sonnt sich und auch ein Hippo zeigt sich von Zeit zu Zeit. Wir frühstücken gemütlich im Auto.

Mit der Gemütlichkeit ist es vorbei, als eine Gruppe von mehreren Südafrikanischen Autos kommt, die sich nicht nur direkt vor unser Auto stellen, sondern es mit der Lektüre der Parkregeln offenbar nicht so genau genommen haben.



Wir packen ein und fahren über das Stevenson-Hamilton Memorial wieder zurück - bis auf ein paar Büffel im Gebüsch leider recht unergiebig.

Mittags spazieren wir zum Selati Station Restaurant zum Essen. Das Warten dauert etwas, aber die Kinder sind glücklich über den schön gestalteten Spielplatz und finden eine schöne Agame.



Auf dem Weg zurück zu unserer Hütte gehen wir am Fluss entlang, wo gerade eine Herde Elefanten sowie Giraffen vorbeiziehen - leider habe ich nur kleine Sony-Kamera mit dabei.







Nachmittags fahren wir den Sabie auf der nördlichen Seite entlang.

Am Hyänenbau ist nicht viel zu sehen. An der Brücke über den Sandriver finden wir einen Plover und tolle Landschaft.





Wir finden einen Elefanten und biegen kurz darauf wieder ab um auf der Südseite zurückzufahren.



An der Brücke über den Sabie treffen wir erneut auf Elefanten.



Im weiteren Verlauf sehen wir Nyalas, ein schlafendes Hippo und Helmperlhühner.





Verglichen mit dem heutigen Morgen sind auffällig wenig Autos hier unterwegs. Immer wieder sehen wir kleinere Gruppen von Elefanten am Fluss oder in der Nähe.





Eine Gruppe Streifenmangusten nimmt leider zu schnell reiß aus. Wir warten einige Zeit und sehen sie immer wieder der Ferne. Sie tun uns jedoch leider nicht den Gefallen, wieder näher zu kommen.



So bleibt der weitere Verlauf ebenso ereignisarm wie der Rest des Tages. Erst kurz vor Skukuza gibt es am Hyänenbau wieder Stau. Es sind einige Tiere vor Ort, aber es sind in der Abenddämmerung kaum noch gute Bilder möglich.





Zurück im Camp essen wir Brot, dann geht es zeitig ins Bett. Insgesamt sind wir von unserer Ausbeute bisher nur mäßig überzeugt. Man sieht zwar beständig etwas, aber die wirklichen Highlights fehlen.
Teil 1318. Feb. 2026
12.08.2025 Biyamiti Teil 1

Da wir in den letzten Tagen immer früh gestartet waren und viel im Auto gesessen hatten, wollen wir heute ausschlafen. Wir müssen heute die Strecke nach Biyamiti hinter uns bringen. Da wir dort ohnehin nicht vor 14:00 Uhr einchecken können, wollen wir alles etwas entspannter angehen.

Wie das mit kleinen Kindern nunmal so ist, ist die Nacht aber dennoch um 07:00 Uhr bereits zuende. Um 07:45 Uhr sind wir unterwegs.

Fazit Skukuza

Was ich Eingangs zu Skukuza schrieb, hatte sich im Wesentlichen erneut bestätigt. Die renovierten Units sind gut gemacht und heben den Standard doch deutlich - mit den zuvor bereits geschilderten Nachteilen. Skukuza lebt von seinen vielfältigen Möglichkeiten und der schönen Lage am Fluss. Den Verkehr direkt um Skukuza empfanden wir wieder als sehr störend. Man kann ihm aber ausweichen, indem man sich primär auf Gravel Roads bewegt. Die Sichtungen waren leider - mit Ausnahme des Hyänenbaus - eher unterdurchschnittlich.


Für die Fahrt nach Biyamiti haben wir uns die Strecke nach Lower Sabie und dann runter nach Crocodile Bridge ausgesucht. So wollten wir in den Genuss der Gegend um Lower Sabie sowie die attraktive Gegend zwischen Lower Sabie und Crocodile Bridge kommen.

Am Hyänenbau waren heute die jüngsten Familienmitglieder zu sehen. Aufgrund der prominenten Position des Baus an einer Hauptverkehrsachse war jedoch großes Chaos auf der Straße. Einige Wohnmobile hatten sich zudem direkt davor positioniert und wollten auch nach längerem Warten nicht weichen. Wir konnten die Jungtiere daher bloß durch die Büsche sehen und kurz beim Vorbeifahren ablichten..





Im weiteren Verlauf entlang des Sabies treffen wir auf einen einsamen Elefanten, Warzenschweine, Nylas und eine Gruppe Paviane.









Kurz vor der Brücke über den Sabie gibt es einen absoluten Horror-Stau - das reinste Chaos auf mehreren Fahrspuren. Der Anlass sind wohl 2 Löwen - man kann sie erahnen, sie sind aber locker 50 Meter von der Straße entfernt. Da sich der Großteil der FahrerInnen wie Sau benimmt, drängen wir uns so schnell wie möglich durch den Stau, um diese unerfreuliche Situation hinter uns zu lassen.

An der Brücke wechseln wir auf die Nordseite zur S30. Wir sind große Fans der Strecke und hatten hier in der Vergangenheit tolle Sichtungen. Bei unserem letzten Besuch 2022 war die Strecke leider gesperrt. Daher nutzen wir jetzt die Chance, dem Verkehr etwas zu entkommen.

Kurz danach treffen wir erneut auf Nyalas, aber auch auf Wasserböcke und Zebras und schwelgen in Erinnerungen an eine einmalige Leopardensichtung mit Kill im Jahr 2018.





Im weiteren Verlauf finden wir endlich die ersten Carnivoren in Form von Zergmangusten.



Über uns kreisen Gaukler.



Die weitere Fahrt beschert uns weitere Warzenschweine, Baumhörnchen und Steinböckchen.



An der Kreuzung zur S128 können wir einen Elefanten beobachten, wie er ein Loch in das Sandbett eines Flusses gräbt. Kurz darauf quert eine ganze Familie die Straße.





Die Brücke über den Sabie beschert uns schöne Sichtungen von Krokodilen, Nilpferden und Vögeln.











Auch am Sunset Dam ist wie immer einiges los.











Wir machen in Lower Sabie Halt, genehmigen uns ein Frühstück beim Mugg & Bean und suchen (leider ohne großen Erfolg) nach Vögeln. Gerne hätten wir hier anstatt in Skukuza ein paar Nächte verbracht; leider ist die Zahl der Unterkünfte für >3 Personen hier deutlich überschaubarer als anderswo, so dass wir kein Glück hatten mit einer Buchung.
Teil 1419. Feb. 2026
12.08.2025 Biyamiti Teil 2

Nach der Frühstückspause (inzwischen ist es fast Mittag und gut warm geworden) machen wir uns auf den weiteren Weg. Ein erneuter Besuch beim Sunset Dam ergibt keine neuen Bilder.

Wir entscheiden uns wegen des Nthandanyathi Hides und guter Gepardensichtungen in der Vergangenheit für die S28. Die Fahrt ist, wohlmöglich auch aufgrund der Temperaturen, eher ereignislos.

Am Hide selbst ist jedoch einiges geboten. Einige Elefanten trinken bereits, weitere kommen dazu.









Auch eine Herde Zebras ist im Anmarsch.

Leider spielt sich hier wieder eine Episode der Diskussion “Wie sinnvoll ist Safari mit kleinen Kindern?” ab. K2 ist zu energiegeladen, hampelt herum und möchte lieber Krach und Quatsch machen als leise zu sein. Alle Ablenkungen oder Ermahnungen helfen nicht. Da wir natürlich nicht alleine im Hide sind, brechen wir notgedrungen unseren Besuch trotz gebotener Action ab (auch wenn wir generell keine negativen Reaktionen anderer Besucher mitbekommen hatten). Hier zeigt sich eindrucksvoll, dass Safari mit kleinen Kindern eben auch Grenzen hat und nicht immer alles so wie gewünscht verläuft.

Auch die weitere Fahrt ist relativ ereignisarm. Kurz vor Crocodile Bridge wird die Landschaft nochmals deutlich trockener und karger, fast schon trostlos. Am Vuhami River stoßen wir auf eine überdurchschnittlich große Herde Gnus.



Die oft gerühmte S25 ist bis auf Bienenfresser, Stare, Grünmeerkatzen und einen stattlichen Kudu-Bullen ebenfalls eher unergiebig. Auch dass man hier beständig die Zivilisation außerhalb des Parks im Blick hat mit Feldern, Lodges oder Farmen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es ist etwas schade, dass man fast nie näher am Fluss entlang fahren kann.









Schließlich kommen wir in Biyamiti an. Hierher wollten wir bereits seit vielen Jahren, da man immer wieder überschwängliche Meinungen zum Camp liest. 2022 waren uns die großen Unterkünfte schlicht zu teuer, dieses Jahr haben wir in den sauren Apfel gebissen in der Hoffnung, noch etwas günstigeres zu bekommen. Diese Hoffnung erfüllte sich leider nicht, insgesamt war sehr wenig Bewegung bei den Buchungen im gesamten Park für den August.

Wir erhielten Haus Nummer 13. Der Grundriss ist etwas seltsam. Die riesige Terrasse ist rundherum verglast (und lässt sich auch nicht voll “öffnen”), die Küche dafür winzig im Gang. Alles könnte mal wieder eine Renovierung gebrauchen. Rein vom Standard her sind die Preise hier in jedem Fall nicht gerechtfertigt. Eine halbwegs vernünftige Aussicht auf den Fluss hat man nur von wenigen Units aus - hier wäre deutlich mehr Potential gewesen..

Wir räumen um und spielen auf der “Terasse”, dann begeben wir uns auf einen Spaziergang durchs Camp. Unter dem Bird Hide versteckt sich sehr zur Freude der Kinder jemand.



Glücklicherweise sind wir genau zum richtigen Zeitpunkt zum Fluss gekommen. Eine Gruppe Elefanten läuft direkt ins Flussbett vor dem Zaun, um bei einem dort gegrabenen Loch zu trinken. Etwas weiter gibt es jedoch auch noch Oberflächenwasser.









Die kleineren müssen sich ganz flach hinlegen, um mit ihrem kurzen Rüssel bis zum Waser zu gelangen.





Auch ansonsten sind die Kleinen (die Elefanten) für jede Menge Spaß zu haben.

Verbunden mit der schönen Abendstimmung eine wirklich traumhafte Sichtung - die wir komplett verpasst hätten, wenn wir nicht zufällig Richtung Zaun spaziert wären..

Teil 1507. März 2026
13.08.2025 Biyamiti Teil 1

Für heute waren wir gespannt, was die vielgelobte Gegend rund um Biyamiti für uns zu bieten hatte. Wir waren heute früh dran und starteten bereits um 06:30 Uhr. Wir folgten der Camp-Straße nach Nordwesten und bestaunten einen schönen Sonnenaufgang.



Bis auf einen Buschbock und einen Wasserbock bleibt es bis zum Biyamiti-Wehr jedoch in Bezug auf Tiere sehr ruhig.



Mit der Ruhe ist es am Wehr dann aufgrund eines Paars Nilgänse dafür vorbei.



Wir biegen nach rechts auf die S23 ein und folgen ihr nach Norden. Kurz darauf sehen wir ein Paar Klippspringer, die sich die Morgensonne auf den Pelz scheinen lassen.



Wenig später stoßen wir auf eine kleine Gruppe Elefanten.Sie sind sehr entspannt - was auch gut ist, da immer wieder plötzlich ein Elefant verdammt nah am Auto vorbei läuft.



Irgendwann wollen wir weiter - K2 aber nicht. Sie will unbedingt bleiben und weiter den Elefanten zusehen. Nach weiteren 5 Minuten müssen wir leider irgendwann die Reissleine ziehen und mit herzzerreißend nach Elefanten weinendem Kind weiterfahren. Die optimale Verweildauer bei Sichtungen ist, gerade bei einem Morning Drive, ja schon immer nicht so einfach einzuschätzen. Mit Kindern und ihrem eigenen Willen wird das leider nochmal eine Ecke komplizierter.

Doch der nächste Stop ist nicht weit. Eine riesige Büffelherde blockiert die Straße. Da es bereits nach 08:30 Uhr ist und die “heiße” Phase des Morning Drives damit definitiv durch ist, sind wir entspannt und die Kinder ebenfalls. Ihre Zahl, Größe und Geräuschkulisse hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck.







Irgendwann sind sie weitergezogen und wir können weiterfahren. Im Sand am Rand der Straße sehen wir Spuren einer kleinen Katze, aber keinen Verursacher, sondern nur Impalas. Über die S113 fahren wir zur H3 und biegen wieder nach Süden ab.

Hier treffen wir noch auf eine Giraffe und warten gespannt darauf, ihre Zunge zu sehen. Glücklicherweise zeigt sie uns die Zunge kurz darauf.



Dann können wir endlich am Afsaal Picknickplatz halten und aussteigen. Wenn man nicht nur die teilweise nur mäßig ergiebige Zufahrt nach Biyamiti hoch und runter fahren möchte ist die Dichte an Stop-Möglichkeiten hier im Süden überschaubar. Glücklicherweise haben unsere Kinder dies (auch Toiletten-mäßig bei K1) immer toll durchgehalten.

Afsaal selbst ist sehr voll und im Vergleich zu anderen Plätzen in mäßig gutem Zustand. Wir frühstücken, beobachten große Gruppen von anderen Touristen und machen uns schließlich wieder - mit einem kleinen und bis auf eine Schildkröte (die die Kinder total begeisterte, aber auf Dauer nicht sehr spannend war) unergiebigen Schlenker über die Renosterpan - auf den Weg zurück nach Biyamiti.



Am Wehr treffen wir auf einen Wooly Necked Stork und sehen in der Ferne im Flussbett einige Elefanten. Leider ist das Licht bereits viel zu grell.





Die Adleraugen meiner Frau erspähen zudem auf einem Felsen am gegenüberliegenden Ufer zwei Löwenmännchen.



Da die Runde ohnehin schon viel zu lang war, das Licht bescheiden und die Temperatur langsam recht hoch, wollen wir hier auch nicht längere Zeit warten, ob die Löwen sich vielleicht in Richtung Fluss bewegen.

Wir überqueren den Fluss, beobachtet von einem Pied Kingfisher und fahren weiter Richtung Camp. Diesmal treffen wir auf ein paar mehr Tiere - Zebras, Kudus und die Büffelherde von vorher, die nunmehr im Flussbett weiterzieht.





Als Highlight stoßen wir noch auf einen Zwergsperber in einem nahen Busch.



Bis wir wieder zurück im Camp sind, ist es bereits Mittag.
Teil 1608. März 2026
13.08.2025 Biyamiti Teil 2

Die Mittagspause verbringen wir mit Spielen im Camp. Eigentlich wollten wir gegen 3/4 nochmals los. Davor wollten wir aber nochmal zum Zaun schauen - wer weiß was man heute verpassen würde.

Im Camp treffen wir wieder auf unseren Buschbock.



Unten am Fluss ist aber alles ruhig. Bis wir dann doch endlich starten, ist es fast schon etwas spät. Eigentlich wollten wir nochmal bis zum Wehr und nach den Löwen sehen - ob das bei nur noch knapp 2 Stunden klappt, mal sehen..

Wir freuen uns dafür zunächst über ein weiteres Raubtier am Straßenrand.



Kurz darauf treffen wir auf eine Hyäne neben der Straße, die in etwas seltsamer Körperhaltung in einem Busch schläft. Sie kommt uns seltsam dick vor und rührt sich nicht.



Die weitere Strecke ist eher ruhig. Abgesehen von ein paar Wasserböcken unten im Fluss und - in dieser Dichte doch ein wenig überraschend - einer weiteren Zwergmanguste, gibt es wenig zu sehen.



Irgendwann ist klar, dass das bis zum Wehr definitiv nichts mehr wird und wir drehen um, um gemütlich zurück zu zuckeln. Einzig eine Giraffe kreuzt noch unseren Weg, ansonsten genießen wir einfach nur die schöne Natur um uns herum.





Im schönsten Abendlicht auf einem kleinen Fahrweg durch die Natur zu rollen, in der Erwartung, dass hinter jeder Kurve etwas Spannendes warten könnte, ist für uns der Inbegriff von Urlaub - auch wenn dazu gehört, dass manchmal auch nichts passiert.



Was wir im Camp am Zaun verpasst haben - wer weiß?
Teil 1708. März 2026
14.08.2025 Biyamiti Teil 1

Auch heute schaffen wir einen verhältnismäßig frühen Start und sind gegen 06:30 Uhr unterwegs. Der Plan für heute Morgen ist, möglichst auf direktem Weg nach Afsaal zu fahren und dort zu frühstücken. Idealerweise sollte der Drive in Summe nicht ganz so lang werden wie am Vortag. Mal sehen, ob er ergiebiger wird.

Als erstes treffen wir auf Impalas und einige Kudus.





In einiger Entfernung sitzt ein junger Gaukler auf einem Baum, leider nicht im besten Licht.



In noch weiterer Entfernung zieht eine Elefantenherde durch den Busch.



Recht nah ist dafür ein kleiner Perlkautz.



Auch ein paar Elefanten zeigen sich.





Nach fast 1,5 Stunden sind wir am Wehr. Die niedrige Position bietet einige schöne Foto-Möglichkeiten, auch wenn die Foto-Modelle nicht allzu spektakulär sind.





Wir erhaschen einen kurzen Blick auf einen Schakal und können zwei Impalaböcke mein Kräftemessen beobachten.







In Afsaal angekommen ist es heute noch nicht so voll wie gestern - mutmaßlich weil wir etwas früher dran sind. Wir bestellen uns klassisch Toast, Speck und Eier - für die Kinder ein absolutes Highlight. Es bestünden wohl keinerlei Einwände, das als Standard-Frühstück zuhause zu etablieren.

Für den Rückweg nach Biyamiti wollen wir die - auch bisweilen vielgerühmte - S25 fahren. Dass das Licht nicht mehr das beste ist, überrascht nicht. Es ist aber zudem auch - wie bereits am östlichen Ende der S25 - extrem trocken und staubig.



Bis auf einige Impalas und ein Warzenschwein sehen wir länger nichts - über Steinböckchen freuen wir uns aber selbstverständlich immer.





Der weitere Verlauf hält noch eine Giraffe sowie einen einsamen Büffel bereit. Als für uns selteneres Highlight zeigt sich zudem noch ein Hawk Eagle.







Etwas früher als am Vortag sind wir schließlich wieder zurück im Camp. Leider war auch dieser Drive gefühlt eher unterdurchschnittlich..
Teil 1817. März 2026
14.08.2025 Biyamiti Teil 2

Die Mittagszeit verbringen wir mit dem Nachholen von Schlaf und Spielen. Nach den gestrigen Erfahrungen schaffen wir es heute etwas früher weg zu unserem letzten Abend Drive im Kruger NP für diesen Urlaub. Ziel ist, es diesmal bis zum Wehr zu schaffen.

Der Ausflug beginnt vielversprechend. Als erstes kommen wir wieder an der Stelle vorbei, an der am Vortag die Hyäne lag. Bereits aus der Ferne sehen wir, dass sie dort immer noch liegt.. kurz darauf ist der Grund dafür auch olfaktorisch bemerkbar. Wir halten mit geschlossenen Fenstern, können aber weder Verletzung noch sonst eine Todesursache feststellen (so gut man das als Nicht-Veterinär auf 2-3 Meter Entfernung eben kann..).

Nach einem guten Kilometer sitzt auf einem Baum neben der Straße ein Weißrückengeier, gegenüber wirft sich ein Toko im Abendlicht in Pose.





Wenige Meter weiter findet sich ein ungleiches Pärchen im Baum.



Kurz darauf gesellt sich auch der “Nachwuchs” dazu und die Patchwork-Familie ist perfekt.



Irgendwann reißen wir uns von der Familie los und fahren weiter, nur um wenige Meter weiter auf ein Pärchen Tawny Eagles zu stoßen. Was ist denn hier heute los?



Als wir uns dem Wehr nähern, treffen wir noch auf Giraffen und Zebras.





Am Wehr selbst ist bis auf einen Hammerkop nichts los.



Leider bleibt uns auch nicht die Zeit, um länger zu verweilen, sofern wir nicht unentspannt zurück rasen wollen. Eigentlich machen wir unsere Abend-Drives immer so, dass wir uns vorher einen Umkehr-Ort oder Zeitpunkt überlegen, der großzügig Luft lässt und uns erlaubt, die Rückfahrt dann mit Blick auf die Uhr so zu steuern, dass man kurz vor Gate-Schluss eintrifft. Dabei werden wir dann in der Regel immer langsamer, je näher wir dem Camp kommen - schließlich hatten wir schon die besten Sichtungen kurz vor Gate-Schluss. Jetzt hatten wir nur noch eine gute Stunde Zeit um wieder zurück zum Camp zu kommen, was zumindest nicht ganz so großzügig bemessen war wie es unseren Idealvorstellungen entsprechen würde. Wie das so ist, zeigt sich in so einer Situation natürlich immer gleich, dass man in einem Nationalpark mit Zeitplanungen immer aufpassen muss.

Bereits nach wenigen Metern stehen wir vor einer größeren Elefantenherde, die die Straße für sich beansprucht.





Auf so einer Straße wandert es sich natürlich deutlich besser, zudem scheinen die Sträucher an der Straße immer besonders lecker und interessant zu sein. So verstreichen die Minuten und wir werden doch etwas nervöser.

Irgendwann können wir weiter. Kurz darauf zeigt sich eine Giraffe im schönsten Abendlicht.



Im Fluss unten ist eine große Büffelherde zu sehen.



Von unserer Patchwork-Familie ist nur noch ein Elternteil übrig.



Kurz darauf sehen wir auf der Straße vor uns eine Hyäne die vor uns her läuft.



Nach einiger Zeit wird uns klar, wo sie hin will - zu ihrer toten Verwandten. Nach einigen hundert Metern hat sie die andere Hyäne erreicht. Sie geht langsam hin zu ihr, schnüffelt und springt erschrocken einen Meter zurück. Offenbar kommt ihr die Situation komisch vor.

Kurz darauf kommen zwei weitere Hyänen von der Seite. Was jetzt passiert, ist nichts für Zartbesaitete.. Die beiden neu hinzugekommenen Hyänen gehen sofort zu ihrer toten Verwandten, ziehen sie aus dem Busch - und versuchen, ihr Stücke herauszureißen.



Kurz darauf kommt noch eine weitere Hyäne dazu. Uns ist klar, dass Hyänen wie sehr viele andere Carnivoren Opportunisten sind. Es dann aber mit eigenen Augen mitzuerleben, ist dann aber doch relativ eindrücklich.

Die Kinder finden es auch seltsam, aber insgesamt kommt es ihnen wohl deutlich normaler und natürlich vor - oder sich machen sich schlicht weniger Gedanken.

Die Sonne ist inzwischen untergegangen und die Uhr tickt weiter.



Wir haben aber nur noch wenige Kilometer und gute 15 Minuten bis zum Gate-Schluss, so dass eigentlich alles kein Problem sein sollte.. Bis keine hundert Meter vor der Camp-Abfahrt ein Auto vor uns steht und vor ihm ein großer, einsamer Elefanten-Bulle, der immer wieder deutlich macht, dass das hier eigentlich sein Reich ist.

Über das optimale Verhalten in solchen Situationen gibt es unendlich viele Meinungen und Einschätzungen von unendlich vielen erfahrenen Personen. Auch im Auto vor uns gibt es offenbar diverse Meinungen zum optimalen Vorgehen - jedenfalls werden alle Varianten durchprobiert (vielleicht in etwas zu raschem Wechsel). Langsam vorwärts, rückwärts, Motor aus, Hupen.. Wir beobachten das ganze aus sicherer Entfernung und denken uns natürlich immer, dass wir alles anders und besser machen würden.. So verrinnen die Minuten. Irgendwann hat der Elefant ein Einsehen und begibt sich ein paar Meter neben die Straße. Wir können die Chance nutzen und kommen auf die Minute pünktlich im Camp an.



Eigentlich sind wir, was die Rückkehrzeit angeht, immer relativ entspannt. Schließlich sind wir oft genug mit Torschluss ins Camp gerollt (und es ging auch schonmal - Dank Elefanten-Roadblock - schief). Aber gerade mit kleinen Kindern im Auto ist man natürlich nicht unbedingt darauf erpicht, das Abenteuer bis aufs letzte auszureizen. Zudem sind übellaunige Elefanten wohl das größte realistische Risiko für Besucher in ihren eigenen Fahrzeugen.

Auf jeden Fall für einen letzten Abend Drive im Park eine vernünftige Ausbeute an Erlebnissen.

Als wir nach dem Abendessen die Kinder ins Bett bringen, hören wir seltsame Geräusche. Draußen muss irgendetwas los sein - und zwar richtig laut. Es ist ein Stöhnen, Grunzen, Brüllen - und Muhen. Ein Besuch am Zaun zeigt: Eine riesige Büffelherde zieht im Fluss entlang. Die Geräuschkulisse ist gigantisch. Tagsüber im Auto, selbst ohne Motor, nimmt man dies nie in gleichem Maße wahr wie zu Fuß, im Dunkeln, getrennt nur durch einen Zaun von hunderten Büffeln..

Fazit Biyamiti:

Wir können die von allen Seiten geäußerte Begeisterung für dieses Camp nur bedingt nachvollziehen. Die großen Vorteile sind sicher die Abgeschiedenheit und die Lage direkt am (trockenen) Fluss. Allerdings sind die Sichtungen auf der Zufahrtsstraße doch eher unterdurchschnittlich und man fährt sehr lange, bis man irgendwo anders ist. Es fehlen die großen Flüsse in der Gegend, die anderswo immer Gewähr für ein paar nette Bilder bieten. Die Häuser sind, verglichen mit anderen im Park, sehr renovierungsbedürftig und altbacken - für einen weit überdurchschnittlichen Preis. Mit Ausnahme weniger Häuser hat man keinerlei Aussicht. Ich bin daher froh, das Camp endlich einmal besucht zu haben für einen eigenen Eindruck. Angesichts der Preise und der Schwierigkeit, überhaupt ein Haus zu bekommen, wird es für uns voraussichtlich bei künftigen Besuchen eher nicht die erste Wahl sein.
Teil 1917. März 2026
15.08.2025 eSwatini - Mantenga Cultural Village Teil 1

Nach 8 Nächten im Park heißt es heute leider nun Abschied nehmen für uns. Selbst bei über vier Wochen Urlaub ist die Zeit im Park leider endlich. Wir hätten - auch die Kinder - ohne weiteres noch deutlich länger so weitermachen können. Aber man will ja auch noch etwas anderes sehen oder tun..

Wir wollen über das Melelane Gate raus und dann immer gerade aus südwärts bis zum Ezulwini Valley.

Beim Packen beobachten sich die Kinder und zwei Vervet Monkeys im Baum gegenseitig für etliche Minuten. Wir fahren schwerzen Herzen über die S25 Richtung Gate.

Zum Abschied sehen wir unseren ersten und einzigen Papageien des Urlaubs.



Der weitere Verlauf ist nett, aber unspektakulär. Wir sehen Zebras, Impalas, Steinböckchen und glücklicherweise noch eine Herde Elefanten, damit sich K2 von ihnen verabschieden kann.









Auch für eine Giraffe stehen wir länger als sonst zum verabschieden. Ein paar Kudus im schönsten Morgenlicht komplettieren das Bild.







Schließlich verlassen wir den Park und frühstücken am mehr oder weniger leeren Parkplatz vor dem Gate unsere Overnight Oats. Die Größte des Parkplatzes lässt erahnen, wie es hier manchmal zugeht - das wäre definitiv nichts für uns..

Fazit Kruger

Der Park ist und bleibt weltweit einmalig. Das Level an Infrastruktur sowie das Preisleistungsverhältnis ist für ein Safari/Wildnis-Erlebnis, gerade mit Kindern, unübertroffen. Die Unterkünfte sind - im Vergleich zu anderen Unterkünften im Land und zum gebotenen Standard - nicht billig. So gut und einfach wie hier, ist es als Familie jedoch nirgendwo sonst auf der Welt möglich, auf Safari zu gehen. Wenn man will, kann man durchaus noch sehr erschwinglich nächtigen und sich selbst verpflegen. Der Nachteil all dessen ist bisweilen der Verkehr beziehungsweise die Menge anderer Besucher und eine nicht immer einfache Buchungslage. Man kann den anderen Besuchern aber - auch im Süden - meistens gut entfliehen, in dem man Hauptstraßen meidet.

Zudem ist Malaria natürlich immer ein Thema. Hier sollte sich jeder anhand der allgemein verfügbaren (wissenschaftlichen) Quellen und eigener ärztlicher Beratung selbst für das richtige Vorgehen entscheiden und nicht den Meinungen einzelner Social-Media-Teilnehmer blind folgen. Wir hatten - mit immer mal wieder mulmigem Gefühl - weiterhin das Gefühl, dass das Risiko jedenfalls im August sehr überschaubar ist. Mit Prophylaxe wäre es möglicherweise einfacher abzuwägen und weniger mulmiges Gefühl - aufgrund des geringen Risikos wurde uns davon für die Kinder abgeraten.

Was unsere Sichtungen angeht, bleibt ein etwas schales Gefühl. Es ist immer schwierig, sich zu beklagen. Es fehlten irgendwie die wirklichen Highlights, die man gefühlt früher häufiger hatte - ob nun mit Katzen oder anderen Tieren. Eigentlich kann es nicht wirklich an den Fahrzeiten oder Strecken gelegen haben - wir waren schließlich durchaus sehr früh und spät unterwegs und deckten große Distanzen über längere Zeit ab. Vielleicht hatten wir schlicht etwas Pech, oder man hat mit kleineren Kindern einfach weniger Aufmerksamkeit für den Busch als ohne oder bleibt kürzer irgendwo stehen, wo man alleine möglicherweise einfach mal 20 Minuten gewartet hätte. Dies deckt sich ein wenig mit den Erfahrungen aus dem Vorjahr. Vermutlich ist man schlicht weniger konzentriert und fokussiert.
Teil 2017. März 2026
15.08.2025 eSwatini - Mantenga Cultural Village Teil 2

Nach dem Malelane Gate fuhren wir zur nächsten Tankstelle, machten voll und erstanden noch neues Trinkwasser und Doom. Dann ging es weiter geradeaus Richtung Grenze. Wie immer war es nach den Tagen im Park ein seltsames Gefühl, wieder in der “richtigen” Welt unterwegs zu sein.

Je näher wir der Grenze bei Jeppes Reef kamen, desto lebhafter wurde es neben der Straße. Jede Menge Menschen, Kühe und andere Tiere waren - vor allem für K2 - plötzlich deutlich spannender als alle Elefanten, Impalas und Kudus die Tage davor.

An der Grenze ist leider direkt vor uns eine deutsche Reisegruppe (mutmaßlich eine “Kleingruppenreise”) angekommen, wodurch sich vor allem auf eSwatini-Seite eine längere Schlange gebildet hat, wodurch sich alles etwas zieht. Die Mitarbeiter sind aber sehr nett und hilfsbereit (für Grenzbeamten eigentlich nicht der Standard) und uns wird genau erklärt, was wir wo machen müssen. Etwas baff bin ich, als ich sehe, wie der (deutsche) Guide der Reisegruppe in seinem Pass einen Hundert-Rand-Schein legt und ihn der Grenzbeamtin reicht. Diese entnimmt ihn und legt ihn unter einen Stapel Papiere.. Absolut nicht nachvollziehbar für mich, an einer doch normalerweise absolut unproblematischen Grenze mit einer Bestechungssumme, die geradezu lächerlich gering ist, vor den Augen der eigenen Gäste. Ob er tatsächlich davon ausgeht, dass die Bestechung den Prozess voranbringt, eine Bestechung erwartet wird oder er sich nur mit seinen Skills vor seinen Gästen profilieren will - who knows. Auf jeden Fall sind sowohl Außenwirkung als auch die Folgen für das von ihm besuchte Land katastrophal..

In eSwatini befanden wir uns bald in sehr ländlicher, von Forstwirtschaft geprägter hügeliger Landschaft. Die Straße war, von wenigen Abschnitten mit Pothole-Warnungen abgesehen, in gutem Zustand. Insgesamt sieht es hier sehr ähnlich wie weiter im Westen um Baberton aus (nur ohne die “High Crime Area” Warnschilder).







Wir hatten im Vorfeld lange überlegt und geknobelt, wie viele Nächte wir in eSwatini verbringen möchten und wie wir die Zeit aufteilen. Wir dachten uns, dass wir, wenn wir nach so vielen Reisen ins südliche Afrika endlich mal hierher kommen, auch mehr Zeit hier verbringen müssen als nur eine Zwischenübernachtung. Auf den Hlane NP haben wir bewusst verzichtet, da wir direkt aus dem Kruger kamen und in den Hluhluwe weiter wollten und uns nicht sicher waren, ob der Park da einen Mehrwert bieten würde. Gerne hätten wir mehr im Nordwesten - z.B. Phophonyane Phalls NR oder Malolotja NP - 1-2 Nächte verbracht. Aber einerseits war die Unterkunftsauswahl sehr eingeschränkt und barg gewisse Preisleistungs- und Zustandsrisiken, andererseits hätten wir so mehrere kurze Stops machen müssen. Wir entschieden uns daher als Kompromiss dazu, den Malolotja NP auf der Durchreise zu besuchen und 3 Nächte im Ezulwini Valley zu bleiben.

Gegen 12:00 Uhr waren wir am Eingang des Malolotja NP angekommen. Viel los ist hier definitiv nicht. Auch viele Informationen findet man nicht im Netz. Ich versuche mich daher an der Rezeption ein wenig schlauer zu machen, ob und wie wir hier vielleicht auch eine kleine Wanderung machen könnten oder wie es mit Essensmöglichkeiten aussieht.

Die Informationsversorung ist leider auch vor Ort etwas dürftig. Ich muss der Mitarbeiterin leider jeden Informationsfetzen einzelnd aus der Nase ziehen und soll mir doch einfach Fotos von den Karten an der Wand machen.





Die von uns angedachte Wanderung zu den Wasserfällen wird als zu weit im Rahmen eines Zwischenstopps eingestuft (wir müssen ja noch weiter), so dass wir uns entscheiden, eine Runde über den allgemein (ohne Allrad) befahrbaren Loop zu fahren.







Der Weg besteht aus verlegten Betonplatten und ist bisweilen etwas knifflig zu fahren, weil Platten verrutscht sind und manche Steigungen recht steil sind. Mit unserem Fortuner natürlich kein Problem, mit einem kleineren Auto vielleicht an der ein oder anderen Stelle unnötig nervenaufreibend. Insgesamt macht vieles einen relativ vernachlässigten und verfallenen Eindruck. In die eine Richtung ist viel verbrannt, auch in der Ferne sind diverse Rauchsäulen zu sehen und es ist sehr diesig. Das dürfte wohl in weiten Teilen des südlichen Afrikas um diese Jahreszeit normal sein.

Wir kurven also einfach etwas umher, machen eine Pipi-Pause, freuen uns über Buntböcke und sind relativ sicher, dass es eine gute Idee war, nicht hier in den staatlichen Unterkünften 1-2 Nächte gebucht zu haben.





Ansonsten ist es landschaftlich durchaus attraktiv. Mit mehr Zeit und einem Allradfahrzeug könnte man in die noch bergigeren Ecken vorstoßen und wohl sehr gut wandern. Zudem ist es natürlich so trocken, verbrannt und in der Mittagshitze nicht sonderlich attraktiv. Das dürfte aber z.B. im Sommer und Herbst durchaus anders sein.

Aufgrund des desolaten Zustands des Parks versuchen wir gar nicht erst, dass angeblich geöffnete Restaurant zu finden, sondern fahren weiter Richtung Mbabane in der Hoffnung, noch auf einen netten Mittagessens-Halt zu stoßen. Viel Auswahl gibt es nicht, manches ist falsch bei Google Maps hinterlegt, so dass wir vorbeifahren, anderes ist nicht mehr existent oder geschlossen. So sind wir schneller als erhofft auf der Autobahn durch das Ezulwini-Tal und in der dicht besiedelten Gegend um Mbabane. So wirklich viel Lust, nochmal anzuhalten, haben wir so kurz vor dem Ziel nicht mehr und fahren einfach durch (auch wenn die Kinder quengeln und mit Keksen ruhig gestellt werden müssen..). Rückblickend hätten wir diesen Tag wohl besser planen können/müssen.

Von Mbabane geht es kurvenreich immer weiter bergab bis ins Ezulwini Valley, der wohl wohlhabendsten Ecke eSwatinis. Wir haben uns für die Übernachtung eine Hütte im Mantenga Cultural Village reserviert. Es fanden sich hierzu wenig Reviews, aber zumindest keine negativen, zudem war der Preis recht attraktiv. Gerne hätten wir auch “nebenan” im Mlilwane NR übernachtet - hier wurden uns aber durchgehend keine Verfügbarkeiten für uns 4 angezeigt.

Leider leitet uns Waze falsch, so dass wir etwas unnötig herumkurven, ehe wir den Eingang zum Mantenga NR finden. Ein Stop hier gehört zu den absoluten Standard-Stops jeder Tour durch eSwatini, entsprechend ist immer ein bisschen was los. An der Rezeption ist man erstaunt, dass wir eine Buchung für eine Übernachtung haben sollen und teilt uns mit, wir sollen einfach ins Village fahren und dort jemandem Bescheid geben. Nach einer kurzen Strecke entlang eines schönen Flusses sind wir im Cultural Village, wo man jedoch ebenso zunächst überrascht ist, uns dann aber eine recht hübsche Hütte zeigt.



Leider hat die Hütte (entgegen der Angaben im Netz) nur ein Doppelbett - ein weiteres Bett wird jedoch rasch von zwei Damen herbei geschafft. Auch gibt es hier keine Küche - da war ich wohl fälschlich davon ausgegangen (mal wieder ein Planungsfehler). Immerhin gibt es einen kleinen Kühlschrank, wo wir unsere verderblichen Vorräte aufbewahren können. Zudem ist, was wir ebenfalls nicht wussten, Frühstück inkludiert und es gibt im Umkreis von 10 Kilometern so viel Restaurant-Auswahl wie an wenigen anderen Ecken eSwatinis. Also alles halb so wild.

Ansonsten sind die Hütten top und es gibt nichts an ihnen auszusetzen. Geräumig, sauber, tolles neues Bad, schöne Aussicht. Von den Besuchern des Cultural Villages kriegt man, außer die Trommeln und den Gesang während der zwei täglichen Vorführungen, nichts mit.







Wir laden schnell aus und begeben uns dann zum örtlichen Restaurant für ein verspätetes Mittagsessen.

Danach erkunden wir die Gegend ein wenig und spazieren - die Sonne beginnt bereits hinter den Bergen zu verschwinden - zum örtlichen Wasserfall. Die Reisegruppen verschwinden alle und wir haben das gesamte Dorf und Reserve mehr oder weniger für uns. Der Wasserfall kann sich mehr als nur sehen lassen.









Ohne Sonne kühlt es sehr schnell ab, so dass wir uns zum Abendessen mit Müsli in unsere Hütte verziehen. Sobald es Dunkel ist, scheinen wir die einzigen Gäste hier oben zu sein.

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