In Onguma angekommen, bauen wir unsere Dachzelte gleich auf, solange noch ein bisschen Licht da ist. Mit jedem Mal werden wir routinierter im Aufbau und auch bei den Sachen, die dann ins Zelt rein müssen (Kuscheltiere, Buch, Brillenetui, Lampen etc) werden wir immer besser und es klappt auf Zuruf ganz gut.
Wir haben uns entschieden, alle 3 Abende hier im Restaurant zu essen. Insgesamt merken wir schon, dass wir nicht die geborenen Camper sind und es doch auch sehr schätzen, bedient zu werden. Treibt natürlich die Kosten etwas mehr in die Höhe als geplant, aber im Urlaub sitzt das Geld dann doch etwas lockerer.
Das Essen bestellt man schon im Laufe des Tages vor und es gibt auch eine extra Kinderkarte. Wir haben für 20 Uhr reserviert, gehen aber schon früher hin, um zu sehen, was am Wasserloch so los ist.
Es ist schön beleuchtet aber bis auf den einen Flamingo, der irgendwie immer da ist, ist gerade nichts los.
Wir bekommen einen großen Tisch und bestellen einfach schon mal Getränke. Ich bin der Meinung, dass der Rock Shandy alkoholfrei ist und lasse deswegen meine Kinder auch probieren. Sie finden ihn sehr lecker. Als ich auf der Karte sehe, dass es eine extra Spalte für alkoholfreie Getränke gibt, frage ich doch lieber mal nach. Ok, er ist nur fast alkoholfrei 😄 das war mir nicht bewusst. Aber mir schmeckt er 😎
Das Essen ist sehr lecker, wir sind heute aber auch sehr müde und meine Erkältung macht mir immer noch ein wenig zu schaffen. Deshalb werden wir hier nicht wirklich alt und verziehen uns zeitig in unsere Zelte. Außerdem wollen wir morgen gleich zur Gateöffnung in den Park. Für den Abend haben wir dann einen Sunset-Drive in Onguma gebucht. Das wird wieder ein erlebnisreicher Tag werden!
Teil 4208. Okt. 2025
Mittwoch, 03.09.2025
Pünktlich zur Gateöffnung sind wir da, aber wir sind nicht die ersten und müssen somit warten. Wir wissen nicht genau, ob wir auch einfach durchfahren dürften, weil wir ja schon bezahlt haben, aber ich glaube nicht. Schließlich wollen sie immer wissen, woher man kommt, wohin man geht, ob man Fleisch dabei hat etc.
Die ersten Sichtungen sind Giraffen, Zebras, Impalas, Oryxe und das erste Mal (glaube ich) Elenantilopen bei Tsumcor.
Auch ein Elefant gesellt sich dazu.
Weiter als bis Tsumcor sind wir letztes Jahr nicht gefahren. Wir überlegen, aber die Strecke bis Andoni kommt uns schon sehr weit vor. Im Nachhinein ärgere ich mich ein bisschen, wir hätten ja Zeit gehabt. Aber wir fahren wieder zurück über Groot und Klein Okevi nach Namutoni, einen kurzen WC-Stopp einlegen und uns im Shop umschauen.
Hier finde ich dann Mentos, was den gesuchten Husten- oder Halsbonbons noch am ehesten nahekommt. Also packe ich mal welche ein, auch der Rest versorgt sich mit ein paar kleinen Snacks.
Und weiter gehts. Um die Fischer's Pan sind wir noch gar nicht gefahren. Das könnten wir doch mal machen. Tja, von den Kilometern her hätten wir auf jeden Fall in der Zeit auch nach Andoni fahren können und weniger hätten wir dort auch nicht sehen können. Die Pad ist teilweise ok, teilweise eher mäßig, es herrscht absolut gähnende Leere und das einzige, was wir entdecken, sind die Palmen bei Twee Palms.
Das war vielleicht eine öde Strecke... Kurz vor Schluss sehen wir aber noch einen richtig stattlichen Kudu-Bullen
Puh, das war's dann aber auch.
Damit wollen wir uns aber noch nicht zufrieden geben. Also ab zum Wasserloch Koinachas. Da kommt uns gleich mal ein Elefant entgegen.
Am Wasserloch warten Gnus mit Nachwuchs auf uns
Wir versuchen unser Glück am Chudop-Dreieck. Ich scanne jeden Winkel mit dem Fernglas ab, sehe aber leider nichts. Dann fahren wir weiter ans Wasserloch. Dort stehen Kudus und Springböcke und man sieht endlich wieder ein bisschen grün.
Dann ist es auch schon gleich Mittag. Die Kids wollen lieber an den Pool und auch wir hängen ein bisschen in den Seilen. Wir fahren noch schnell nach Klein Namutoni und sehen wieder einen Elefanten und Impalas.
Ein paar schöne Sichtungen waren wieder dabei, aber insgeheim habe ich mir mehr erhofft. Aber wir haben ja noch ein bisschen Zeit.
Ein bisschen geschlaucht fahren wir zurück nach Onguma. Ich möchte mich einfach nur an den Pool legen und ein bisschen schlafen. Wenn man nicht ganz fit ist, wäre auch ein Bett sehr verlockend. Aber unsere Zelte wollen wir noch nicht aufbauen. Viel zu warm 😎 Eine Liege tut es erst mal genauso.
Teil 4308. Okt. 2025
Ich versuche, ein bisschen am Pool zu dösen, weil ich wirklich erledigt bin. Wirklich schlafen kann ich nicht, aber zumindest ein bisschen chillen. Die Mentos sorgen jetzt immerhin dafür, dass die Nase wieder frei ist. Das tut schon gut!
Die Kids haben beide Spaß im Wasser, irgendwann wird es ihnen dann aber doch zu frisch. Der Pool ist aber durchaus gut besucht, weil es heute einfach wieder sehr heiß ist. Irgendwann gehen wir duschen und gammeln dann noch ein bisschen auf unserer Campsite ab. Die ersten Besucher hatten wir inzwischen: Sowohl im WC als auch in unserer Geschirr-Box fühlen sich (relativ große) Echsen wohl. Ich habe keine Angst vor Ihnen, erschrecke aber ziemlich 😄 Ab sofort bitte überall die Deckel wieder gut zu machen! Wer weiß, was sich sonst noch einnistet. Es ist ganz chillig hier. Wir haben mal wieder das Problem, dass der Kofferraum nicht auf geht. Hatten wir bei der Einfahrt in den Etosha ja schon, das habe ich glaube ich gar nicht aufgelöst. Ein bisschen Wasser, um das Schloss zu reinigen und dann noch ein Spritzer Speiseöl, dann flutscht das auch wieder. Heute wieder genau so. Dann verstauen wir wieder alles und gehen ans Wasserloch, weil um 17 Uhr dann der Sundowner-Drive startet. Ich entdecke, dass es neben Appletiser auch Grapetiser gibt. Boah, lecker, das mag ich!
Am Wasserloch sind ein paar Impalas und später schaut auch mal ein Kudu vorbei.
Punkt 17 Uhr sind wir am Treffpunkt. Unser Guide ist Frans. Mit ihm haben wir einen Glücksgriff gemacht. Er ist so lustig und der Drive macht richtig viel Spaß. Heute sind wir sogar zu viert unterwegs. Der Deal mit dem Teenie war, dass sie eine Tour auf Onguma mitmacht. Da ihr der Morning-Drive übermorgen zu früh ist, hat sie den Sundowner-Drive genommen 🙂 Mit uns ist noch ein junges, deutsches Pärchen dabei. Wir fahren zuerst an ein Wasserloch, an dem der Onguma Dream Cruiser steht. Hier kann man unter den Sternen übernachten. Bestimmt auch toll, wenn man irgendwann mal nur zu zweit unterwegs ist. Das Bett direkt am Wasserloch, sehr cool!
Ziemlich schnell bekommt Frans die Info zu einer Sichtung. Wir fahren weiter und sind gespannt. Und dann sehen wir sie: unsere ersten Breitis!
Es sind 2 Bullen, die Onguma im Tausch gegen andere Tiere von einer anderen Lodge bekommen hat. Wow, die sind noch mal ganz schön viel wuchtiger als Black Rs. Sie fressen gemütlich und lassen sich von uns nicht stören. Wir sind ihnen so nah, da können wir echt nur staunen.
Frans erzählt uns, dass bei Breitis die Hörner oft nicht abgemacht werden, weil sie nicht so begehrt sind wie die von Black Rs.
Der Rest der Fahrt ist sehr ruhig. Wir sehen Impalas
und erfahren, dass es hier die Common Impalas gibt. Diese haben keine schwarze Nase im Gegensatz zu den Schwarznasenimpalas. Dadurch, dass aber immer wieder auch Impalas aus dem Etosha hier "einwandern" (zB. wenn die Elefanten die Zäune niedertrampeln, weil sie dem Geruch der Makalanis folgen, die auf den Palmen auf Onguma wachsen), gibt es hier auch einen Mix aus Black Faced und Common Impalas.
Die Landschaft in der untergehenden Sonne gefällt mir wieder sehr gut.
Dann erreichen wir auch bald schon den Sundowner-Platz. Die Mädels fragen, ob sie die Bush-Toilette benutzen können. Frans sieht sich um und zeigt uns eine Stelle. Nachdem sich uns sowieso nur sehr wenige Tiere gezeigt haben, ist die Gefahr auch so gut wie nicht vorhanden, dass uns plötzlich ein gefährliches Tier überrascht. Frans hat auch keine Spuren entdecken können. Er meint, den Tieren ist es aktuell zu windig. Nur ein paar Zebras leisten uns noch mit etwas Abstand Gesellschaft.
Frans bereitet unsere Getränke vor, es gibt leckeren Gin Tonic und Appletiser
Und dann brennt der Himmel.
Teil 4409. Okt. 2025
Nach der Sundowner-Tour geht es direkt zum Essen ins Restaurant. Es schmeckt wieder sehr lecker, die Angestellten sind hier sehr zuvorkommend und haben auch immer ein Späßchen auf den Lippen.
Gegen 20:30 Uhr kommt einer von ihnen an den Tisch und flüstert uns etwas zu. Wir müssen nachfragen, weil wir ihn nicht ganz verstehen. "Leopard at the waterhole." Noch mit meinem Löffel bewaffnet schnappe ich mein Handy und gehe ein paar Schritte nach vorne, um ihn besser fotografieren zu können. Leider ist es nicht sooooooooooo toll geworden...
Mein Mann gibt den "Jungs", die heute auch hier in Onguma angekommen sind, ein Zeichen und flüstert ihnen zu, dass jetzt ein Leopard am Wasserloch ist. Es dauert aber nicht lange und der Leo verschwindet wieder. Schade, aber wir sind trotzdem total begeistert und happy. Die Jungs finden, dass sie sich einfach weiterhin an unsere Fersen heften müssen, weil sie mit uns so tolle Sichtungen haben 😄 Wir stellen dann auch fest, dass wir uns an unserem letzten Stopp auch wieder treffen werden. Das ist schon ganz witzig!
In der Nacht bekommen wir dann Besuch. Uns wurde bei Ankunft schon gesagt, dass es hier Honigdachse gibt und dass wir bitte nicht versuchen sollen, sie abzuhalten, wenn sie auf der Campsite etwas zu fressen finden. Auf unserer heutigen Tour durch den Etosha sind ein paar Eier kaputt gegangen, die wir im Mülleimer der Campsite entsorgt haben. Ich wache irgendwann vom Geräusch einer umfallenden Tonne auf und höre es dann nur noch schlabbern. Ich bin aber so im Halbschlaf, dass ich mich nicht traue, das Zelt zu öffnen, um nachzuschauen. Jetzt im Nachhinein denke ich mir, wie doof eigentlich, was hätte mir da oben schon passieren können?! Also höre ich nur zu, wie der vermeintliche Honigdachs unsere Eier leer isst und dann wieder verschwindet.
Nach dieser trotzdem sehr erholsamen Nacht wache ich fast wieder gesund auf. Das ging jetzt aber dann doch schnell. Zum Glück, der letzte Tag war dann doch etwas anstrengend. Dafür hat es jetzt meinen Mann erwischt. Und wir wissen ja alle, wie krank Männer sein können 😄
Teil 4509. Okt. 2025
Donnerstag, 04.09.2025
Heute sind wir schon um 7 Uhr im Etosha. Bei Klein Okevi ist eine Herde Kudus.
Kudus sind schon besonders schöne Tiere. Ich freue mich immer, sie zu sehen!
Als sie gehen und uns an einem leeren Wasserloch zurücklassen, fahren wir ans Chudop-Wasserloch. Hier ist richtig viel los.
Zebras, Gnus, Impalas, Springböcke, Kudus...
Die Kinder können munter ihr Bingo, das sie von der Autovermietung bekommen haben, spielen bzw Tiere ankreuzen. Am schwierigsten sind bei uns die gefiederten Tiere, da kennen wir uns halt so gar nicht aus. Eine von beiden sucht zB den Go-Away-Bird, aber wir sind so unsicher... wir werden ihn aber auf jeden Fall noch finden!
Es ist schön, diesem Treiben am Wasserloch zuzusehen. Ein übermütiges Gnu scheucht zwischendurch alle mal wieder auf, jeder springt in eine andere Richtung davon und dann kommen sie doch wieder ans Wasser.
Wir einigen uns, dass wir einfach hier an diesen Wasserlöchern bei Namutoni bleiben und nicht weiter weg fahren. Bis wir auf ein Game-Drive-Fahrzeug treffen, das in rasantem Tempo die Hauptstraße in den Park entlang fährt. Unser Fahrer (mein Mann) fährt, ohne auf unsere Proteste zu hören, hinterher. "Da gibt es bestimmt eine tolle Sichtung." Jaaaaaaaaaa, an sich schon, aber halt sehr weit weg. Wir fahren viele viele Kilometer und als wir endlich an der Stelle sind, erklärt uns der Fahrer, dass hier ein Löwe ist. Weit hinten. Mit dem Fernglas gerade so noch zu erkennen. Aber auch nur, wenn man weiß, was es sein soll. Das hat sich jetzt irgendwie doch nicht so gelohnt. Also diese nicht so schöne Strecke wieder zurück und ab nach Klein Namutoni.
Dort sind noch 2 Giraffen am Wasserloch, das war es aber auch. Und was haben wir verpasst? Als wir in Namutoni nochmal den Shop besuchen, erzählt uns ein Paar, dass heute Morgen ein Leopard die ganze Zeit an der Hauptstraße auf und ab gelaufen ist. Ok, das ist jetzt schade, denn wir waren ja eigentlich auch da. Aber wohl nicht im ganz richtigen Moment.
Es ist dann schon wieder Mittag, der Mann möchte sich hinlegen, wir haben für jetzt eigentlich auch genug. Werden wir Safari-müde? Kann so etwas sein? Ich mache uns Nudeln, dann liegen wir nur am Pool rum und gehen dann mal duschen, bevor wir am späten Nachmittag doch nochmal losziehen.
Teil 4610. Okt. 2025
Gegen 16 Uhr fahren wir nochmal in den Park. Inzwischen kennen sie uns am Gate schon, aber natürlich wollen sie jedes Mal wieder den Pass und die Quittung haben und einen Blick in den Kühlschrank werfen.
Unser letzter Gamedrive für dieses Jahr im Etosha. Irgendwie ein komisches Gefühl. Andererseits waren wir jetzt insgesamt 6 Nächte hier, es wird Zeit für was Neues. Aber erst mal versuchen wir nochmal unser Glück.
Unser erster Halt in Klein Namutoni, da ist eigentlich immer was los. So auch heute.
Bei Koinachas kommt eine kleine Elefantenfamilie angeschlappt.
Wir schauen den dreien zu, bis sie genug getrunken haben und weiter gehen. Dabei suche ich mit dem Fernglas unter und auf Bäumen nach Katzen. Hm, kein Glück bisher.
Dann geht es weiter ans Chudop-Wasserloch. Immer noch hoffe ich, in der Gegend Geparden zu entdecken. Aber auch heute haben wir kein Glück. Am Wasserloch sind Giraffen, ein Gnu und dann kommt noch ein Elefant.
Wow, hier im Osten kann man schon wirklich viele Tiere sehen, ohne weit fahren zu müssen. Und Elefanten haben wir sowohl letztes als auch dieses Jahr wirklich sehr viele gesehen.
Wir beschließen, noch ein letztes Mal zum Tsumcor-Wasserloch zu fahren, auch dort finden wir wieder Elefanten und Giraffen.
Auf dem Rückweg sehen wir einige Fahrzeuge am Straßenrand stehen. Also halten wir auch. Wir sehen nichts und fragen deshalb vorsichtig nach. Hier sollen 2 Geparden sein. Trotz unseres hohen Sitzes im Hilux sind wir zu klein, wir können nicht über das hohe Gras sehen. Da haben es die Leute in den Gamedrive-Autos schon besser, sie sind viel weiter oben. Egal wie wir rangieren, wir haben keine Chance. Nach einer längeren Zeit beschließen wir, die letzte verbleibende Zeit noch bei Klein Namutoni zu verbringen. Dort sehen wir noch Dik Diks (ich hoffe, ich liege dieses Mal richtig) im Gebüsch.
Dann geht es zurück nach Onguma. Wir müssen unsere Sachen packen, da wir morgen noch den Morning Drive haben und danach direkt auschecken müssen. Wir bauen unsere Zelte auf, gehen wieder essen, haben dieses Mal keinen Leo am Wasserloch und genießen einfach den letzten Abend hier. Die Kids kaufen noch Schmuck im kleinen Shop und ich trinke auf Empfehlung einer sehr netten Angestellten meinen ersten Malawi Shandy. Lecker!
Heute geht es zeitig ins Bett, um 06:40 Uhr startet schon der Morning Drive.
Fazit Etosha
Bisher kennen wir noch keinen anderen NP in Afrika. Wir haben zwar sehr sehr viele Tiere gesehen und auch durch den Leo und die Löwen tolle Sichtungen gehabt, aber es waren auch sehr viele Strecken, wo einfach nichts los war. Das muss man einfach wissen, sonst ist man evtl enttäuscht. Letztes Jahr waren wir im Mai, da gab es noch etwas mehr Grün, der Park hat mir da auf jeden Fall besser gefallen. Für uns sind die Sommerferien von den Flugpreisen und auch der Flexibilität her aber schon sehr interessant. Manche Straßen sind einfach in einem unglaublich schlechten Zustand, andere sind dann wieder relativ ok. Uns gefällt die Ost-Seite des Parks auf jeden Fall besser als der Rest, allerdings waren auch Olifantsrus als Camp und die dortigen Sichtungen richtig richtig toll.
Teil 4711. Okt. 2025
Freitag, 05.09.2025
Heute stehen 3 von 4 zeitig auf, es geht auf Morning-Drive. Was wir schon wegpacken können, packen wir gleich noch ins Auto, dann laufen wir zu unserem Treffpunkt und stellen erfreut fest, dass wir wieder Frans als Guide haben.
Zum Sonnenaufgang sind wir dann schon unterwegs!
Wir haben uns warm angezogen und es ist morgens auch gar nicht so kalt. Aber nach einer gewissen Zeit wird der Fahrtwind doch sehr frisch und wir sind froh, dass wir richtig warme Ponchos von Onguma mit im Fahrzeug haben. Das ist dann doch auch nochmal sehr angenehm.
Zuerst scheint es wieder so ruhig zu sein wie gestern Abend. Keine Tiere unterwegs. Die Landschaft ist natürlich wieder schön, aber wir hoffen schon auf mehr. Als wir schon über eine Stunde unterwegs sind und gerade einen Stopp machen, weil Frans uns etwas erklären will, hören wir einen Löwen brüllen. So nah, dass sofort alle zu reden aufhören und die Luft anhalten. Wir fahren um die nächste Kurve und da sehen wir ihn auch schon:
Er läuft gerade über die Straße, ab durchs Gebüsch Richtung Wasserloch. Wir fahren hinterher und können ihm dann einige Zeit beim Trinken zuschauen.
Dann trottet er davon.
Er läuft noch eine Zeit lang auf der Straße vor uns her und biegt dann ab ins Dickicht.
Wir fahren weiter. Ich wäre eigentlich gerne noch in der Nähe geblieben, aber Frans hat einen anderen Plan. Im Nachhinein hören wir von einem anderen Fahrzeug, das noch 2 Löwinnen dazugekommen sind. Da waren wir aber leider schon zu weit weg.
Im weiteren Verlauf des Drives sehen wir Zebras
und einen nicht ganz gesund aussehenden Schakal.
Gegen 9 Uhr machen wir eine Kaffee-Pause. Darauf freue ich mich jetzt sehr.
Und dann geht es auch schon wieder zurück. Plötzlich sehen wir noch ein Black R.
Cool! Es verschwindet aber ziemlich schnell im Dickicht.
Als wir zurück sind, packen wir schnell unsere restlichen Sachen (unsere Große hat tatsächlich bis kurz zuvor geschlafen) und klappen unsere Dachzelte wieder ein. Dann packen wir zusammen und checken aus. Die Rechnung ist natürlich jetzt noch ein bisschen angestiegen, dadurch dass wir noch 2 Drives und 3x Abendessen drauf hatten. Aber so war es für uns jetzt auf jeden Fall entspannter!
Fazit Onguma Tamboti Campsite
Die Lage direkt am Gate ist natürlich perfekt. Die Campsites sind schön groß, auch das eigene Häuschen mit relativ großem Bad/Dusche und separatem WC sind praktisch. Der Poolbereich ist klein, aber fein und das Restaurant mit eigenem Wasserloch hat uns schon sehr gut gefallen. Essen sehr lecker, die Angestellten immer sehr freundlich und lustig. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen!
Teil 4812. Okt. 2025
Nach 6 Nächten Safari, 6 Nächten im Dachzelt, freuen wir uns auf richtige Betten 🙂
Wir haben nur eine kurze Strecke bis zur Gabus Game Ranch zu fahren. Dort landen wir, weil wir dieses Jahr unbedingt reiten gehen möchten. Zumindest die Damen unter uns.
Wir kommen gegen 13 Uhr an, werden freundlich empfangen und können auch schon gleich unser Familienzimmer beziehen. Was wir auf den Bildern im Vorfeld nicht gesehen haben: es handelt sich dabei um 2 einzelne Bungalows, die aber nebeneinander stehen. Die Kinder sind gleich total begeistert und besetzen den ersten der beiden 😄 Ok, dann bleibt uns der zweite Bungalow. Sie sind relativ neu und schön eingerichtet.
Da mein Mann sowieso noch kränkelt, entschließen wir, uns erst mal zu duschen und dann aufs Ohr zu hauen. Schön, wenn man nach der Dusche nicht gleich wieder in den Sand steigt, sondern sich in ein kuscheliges Bett legen kann 🙂 Hach, ob aus uns je richtige Camper werden? Ich bezweifle es!
Am späteren Nachmittag schauen wir uns ein bisschen auf dem Gelände um. Es gibt einen Pool und ein Wasserloch.
Und auch so ist das Gelände sehr liebevoll gestaltet.
Hier gefällt es uns. Es ist auch kaum was los.
Für 16:30 Uhr haben wir einen ersten Ausritt gebucht. Mein Mann geht in der Zeit zu Fuß los, wir Mädels werden von 2 Mädels, die hier einige Wochen als Volunteers arbeiten, begleitet. Da wir 2 blutige Anfänger und eine halbwegs passable Reiterin sind, geht es im Schritt über das Gelände.
Auch hier ist heute nicht viel zu sehen. Die Mädels wundern sich auch, dass es soooooooooo ruhig ist. Aber durch diese Landschaft zu reiten ist trotzdem herrlich. Und ein paar Tiere zeigen sich dann doch noch:
Eine Warzenschweinfamilie
und einige Pferde, die wir dann gleich mit einsammeln, weil sie scheinbar ausgebüchst sind.
Impalas im Sonnenuntergang (das Foto lässt sich leider nicht hochladen) und Rappenantilopen
Nach etwas mehr als 1,5 Stunden sind wir wieder zurück. Eigentlich wäre der nächste Ausritt erst übermorgen Früh, aber wir werden gefragt, ob morgen Früh auch möglich wäre. Wir stimmen zu, dann schlafen wir übermorgen eben aus!
Teil 4913. Okt. 2025
Am Wasserloch sehen wir unsere ersten Wasserböcke. Gute Fotos habe ich davon scheinbar nicht.
Dafür habe ich noch ein paar Bilder, die mein Mann von seiner Tour zu Fuß mitgebracht hat, als wir reiten waren.
Dann ist es auch schon fast Zeit fürs Abendessen. Es ist ganz wenig los heute, es sind nur noch 3 weitere Personen an 2 Tischen hier. Dementsprechend ruhig (und angenehm) ist die Stimmung. Es gibt leckeren Salat als Vorspeise, der Hauptgang wird als Buffet serviert. Impala-Steak mit Fenchel (und vermutlich weiteren Kräutern) gefüllt, sehr sehr lecker, Oryx-Bratwurst und verschiedene Beilagen. Als Nachspeise ein Gebäck mit Schokosoße und Vanilleeis. Es schmeckt uns hier sehr gut.
Dann gehen wir wieder zeitig ins Bett, weil wir morgen ja sehr zeitig reiten gehen wollen. Inzwischen merke ich auch, dass ich ewig nicht mehr auf einem Pferd gesessen bin. Mein Hintern macht sich bemerkbar 😗
Teil 5014. Okt. 2025
Samstag, 06.09.2025
Für die Kinder und mich heißt es heute: raus aus den Federn und noch vor dem Frühstück ab aufs Pferd.
Kaum sitze ich, merke ich auch schon, WIE sehr mir der Hintern weh tut. Autsch, das ist nicht ohne. Ich spüre jede Bewegung des Pferdes und es wird im Laufe des Ausritts nicht besser 🙄
Es ist noch kühl, aber die Landschaft sieht im Morgenlicht einfach nur schön aus! Wir sehen Impalas,
einen Strauß
und Gnus.
Mehr Fotos gibt es leider nicht, weil ich mich ganz schön konzentrieren muss, auf dem Pferd zu bleiben bzw eine angenehme Sitz-Position zu finden.
Der Ausritt an sich ist wieder sehr schön, aber je länger er dauert, umso mehr tut mir alles weh und ich überlege, ob ich mir die Blöße geben soll, vom Pferd zu steigen und es zu führen. Ich kann bald nicht mehr sitzen 😗
Nachdem ich aber keinen blassen Dunst habe, wo wir sind, wie weit es noch ist und ich mich auch irgendwie nicht zur Lachnummer machen will, beiße ich die Zähne zusammen und kämpfe mich durch. Immer öfter schaue ich auf die Uhr. Eigentlich hatten wir 1,5 Stunden gebucht. Natürlich sind wir über 2 Stunden unterwegs 🙄
Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, als die Farm ins Blickfeld kommt. Fast geschafft! Jetzt nur noch heil absteigen und so tun, als wäre alles supi 😄
Wir bedanken uns bei den Mädels für die beiden Ausritte und gehen zurück zu unseren Zimmern, um uns frisch zu machen und um den Papa zu holen, damit wir frühstücken können. Inzwischen tut mir nicht nur mein Hinterteil, sondern auch der Oberkörper weh. Entweder habe ich mich verkrampft oder ich bekomme einen saftigen Ganzkörper-Muskelkater 😁
Nach dem Frühstück, das sehr lecker ist, geht es an und für die Kids in den Pool.
Später sehen wir am Wasserloch Giraffen, die Kühe liegen faul unter den Bäumen.
Für den Abend haben wir eine Sundowner-Tour gebucht, vorher machen wir noch eine kleine Schlafpause 🙂
Teil 5117. Okt. 2025
Wir sind der Meinung, dass die Sundowner-Tour um 16 Uhr startet, sind aber eine halbe Stunde zu früh dran. Also setzen wir uns noch auf ein Getränk ans Wasserloch und um halb fünf geht es dann los. Unser Guide ist meiner Meinung nach der Sohn der Inhaber, aber wirklich rausgefunden haben wir es nicht. Wir sind die einzigen Gäste und ganz am Anfang werden wir nicht richtig warm. Er erzählt lange nicht so viel wie wir es eigentlich gewohnt sind, aber mein Mann gibt nicht auf und frägt immer wieder nach.
Nach ca. 20 Minuten, in denen wir fast schweigend durch die (sehr schöne) Landschaft fahren, entdecken wir Giraffen. Hier startet dann tatsächlich so etwas wie ein Gespräch.
Zwischendurch sehen wir auch Impalas und der Guide (ich hab den Namen vergessen) erklärt uns, dass es sich hier um die Common Impalas handelt. Sie haben keine schwarzen Streifen im Gesicht.
Immer wieder sehen wir Giraffen, da scheinen wir heute wirklich Glück zu haben.
Kaum fahren wir ein paar Meter weiter, tauchen die nächsten auf. Mein Gott, sind die Kleinen aber süß 😘
Dann wieder eine einzelne Giraffe,
dazwischen mal ein Warzenschwein,
Zebras
und dann schon sowas wie ein Highlight: der Giraffen-Kindergarten 😎
Was für eine tolle Zeit!
Hier bleiben wir dann etwas länger und das Gespräch entwickelt sich doch ganz gut. Es geht auch viel ums Thema Wilderei und unser Guide scheint langsam aufzutauen.
Teil 5219. Okt. 2025
Nach dieser tollen Zeit geht es weiter Richtung Sundowner-Platz. Wir sehen aber erst noch einige Weißschwanzgnus
und dann werden wir am Sundowner-Platz abgesetzt und einem Angestellten übergeben. Unser "Guide" bedankt sich und fährt zurück. Das finden wir irgendwie schräg. Ist uns bisher noch nie passiert und irgendwie ist unser neuer Guide uns ja fremd. Hier kommt kein wirkliches Gespräch mehr in Gang.
Aber die Landschaft ist einfach wieder ein Traum.
Wir genießen unseren Sundowner und die untergehende Sonne, dann geht es zurück zur Farm.
Dort laufen die Pferde gerade frei auf dem Gelände herum und unsere Töchter wollen sie natürlich nochmal streicheln.
Dann geht es ein letztes Mal hier zum Abendessen. Heute sind sehr viele Gäste angereist, im Gegensatz zu gestern ist es richtig voll und natürlich auch lauter. Gestern war es eindeutig angenehmer 🙂 Aber das Essen ist wieder sehr lecker und wir lassen so den letzten Abend noch schön ausklingen. Dann geht es ab ins Bett, bevor es morgen zu unserer bereits letzten Station geht.
Teil 5320. Okt. 2025
Sonntag, 07.09.2025
Heute können wir ein bisschen länger liegen bleiben. Wir haben den Morgenritt ja von heute auf gestern vorverlegt und weit müssen wir auch nicht fahren. Deswegen gönnen wir uns eine längere Mütze Schlaf und dann nochmal eine Dusche, bevor es zum Frühstück geht. Das Frühstück ist lecker und reichhaltig. Dann packen wir zusammen und checken aus.
Fazit Gabus Game Ranch
Die Kids waren total begeistert. Für sie war es wichtig, Tiere zu sehen, Hunde streicheln zu können und reiten zu gehen. Außerdem hat es ihnen total gut gefallen, einen eigenen Bungalow zu haben. Uns hat die Unterkunft auch gut gefallen, optisch hat alles gepasst, das Essen war sehr gut. Es ist nur der Funke nicht so ganz übergesprungen. Zumindest bei mir nicht. Irgendwie hat mir ein wenig Herzlichkeit gefehlt. Und wenn es viele Gäste hier gibt wie an unserem 2. Tag, dann wird es schon laut und unruhig. Trotzdem haben wir richtige Betten sehr genossen und wir hatten eine gute Zeit. Ob wir wieder kommen würden? Höchstens wegen der Kinder. Sonst gibt es vielleicht auch noch andere Alternativen.
Teil 5420. Okt. 2025
Für uns geht es jetzt das erste Mal nach Okonjima! Mit ein Grund zu campen war, dass wir hierher wollten und den Preis einer festen Unterkunft zu viert absolut nicht zahlen wollten. Wir sind absolut gespannt, was uns hier erwartet.
Um ca. 12:45 Uhr kommen wir am ersten Tor von Okonjima an. Wir werden freundlich begrüßt und uns wird erklärt, wo wir jetzt hin müssen. Wir haben noch keinen wirklichen Überblick über Okonjima, halten uns aber brav an die Anweisungen.
Insgesamt müssen wir durch 3 Tore durch, dann geht es immer weiter, ein Stück bergauf, dann kommt der Abzweig zu den Campsites. Wir müssen uns aber im Day Center anmelden, also erst mal noch weiter den Berg hoch. Hier ist es sehr ruhig, wir checken ein und bestellen uns gleich noch etwas zu essen und trinken.
Durch die Leoparden-Bilder an den Wänden werden wir schon gleich auf unser bereits von Zuhause gebuchtes Leoparden-Tracking eingestimmt.
Das Essen schmeckt ganz gut, im Anschluss fahren wir zu unserer Campsite. Es ist die Nr. 3, Camp Koshi. Wow, wie viel Platz man hier hat!
Kurz nach der Ankunft kommt auch schon der Supervisor auf seinem Quad angefahren. Er begrüßt uns und erklärt uns, dass hier durchaus auch mal Hyänen oder Leoparden auftauchen könnten. Theoretisch. Unsere Kinder werden sich das merken 😄 Holz steht auch schon zur Verfügung, das ist ja toll! Wir haben noch gar kein richtiges Lagerfeuer gemacht, das wollen wir hier nachholen.
Wir erkunden kurz die Sanitärräume.
Das WC ist etwas abseits und als Tür dient nur ein Vorhang. Ok, den können wir auch einfach auf lassen, dann sehen wir wenigstens, was sich im Busch tut 🙂
Die Dusche ist sehr geräumig, wir haben hier schon wieder Besuch:
Eigentlich stören mich diese Echsen nicht, als dann aber mein Mann auch noch sagt "Sei froh, dass du nicht siehst, was ich sehe" und ich natürlich wissen muss, was es ist (nämlich eine sehr große Spinne), werde ich mir immer sicherer, dass ich einfach nicht für so viel Natur gemacht bin 😄 Zum Glück haben wir heute Morgen schon geduscht, morgen werden die Tierchen dann hoffentlich wieder weg sein.
Und dann dauert es auch gar nicht mehr lange, bis wir zum Leoparden-Tracking aufbrechen 😎
Teil 5521. Okt. 2025
Eine halbe Stunde, bevor das Tracking startet, kann man schon mal im Plains Camp Kaffee trinken und Kuchen essen. Hier ist es aber stylisch 🙂
Hier treffen wir auch wieder die Jungs - zumindest 2 von 3. Der dritte ist ein bisschen kränklich. Sie erzählen, dass sie gestern bereits das Leoparden-Tracking gemacht haben und es für heute dann gleich nochmal gebucht haben, weil es so toll war. Bei der Gruppeneinteilung stellen wir dann fest, dass wir zusammen fahren. Das ist ja schon mal ganz cool, inzwischen "kennen" wir uns ja ein bisschen 🙂
Ihr gestriger Guide (Daniell) ist auch heute der Guide und es gibt ein fröhliches Wiedersehen. Die Stimmung ist schon mal super.
Kurz nach dem Start erzählt uns Daniell, wie das Tracking abläuft und er versucht gleich mal, ein Signal zu bekommen. Bis wir aber tatsächlich in der Nähe eines Leoparden sind, dauert es schon so eine Stunde. Daniell ist aber sehr unterhaltsam und es ist eine tolle Fahrt durch das Gelände.
Als wir einem der Leoparden ganz nah sein müssen, fährt Daniell direkt in den Busch. Ich habe teilweise schon etwas Bedenken, dass wir den Leoparden einfach überfahren, aber natürlich weiß Daniell, was er da tut. Mitten im Gebüsch sehen wir ihn bzw sie dann: Saskia
Natürlich verzieht sie sich, als wir ihr auf die Pelle rücken. Wir fahren auf die andere Seite und da kommt sie uns dann richtig gechillt entgegen.
Erst bleibt sie ein bisschen stehen, dann geht sie an uns vorbei und ans Wasser. Wow, was für ein schönes Tier.
Schön, ihr zuzusehen, wie sie trinkt.
Wir können ihr eine ganze Weile zusehen, dann dreht sie wieder ab.
Teil 5623. Okt. 2025
Als Saskia sich wieder verzieht, fahren auch wir weiter. Etwa eine halbe Stunde später kommt die Info rein, dass in der Nähe ein Leopard auf dem Baum ist. Also nichts wie hin. Und wir haben Glück: unsere zweite Leo-Sichtung heute!
Ok, 2 Fahrzeuge in der Nähe scheinen zu viel zu sein - der Leo will weg von uns.
Ist ja auch verständlich, lauter Gaffer hier! Wir freuen uns trotzdem über diese Sichtung und die Jungs, die hinter uns sitzen, meinen zum wiederholten Male, dass sie mit uns einfach immer Glück haben 😄
Und als wäre das schon nicht mehr zu toppen, sehen wir nur 10 Minuten später eine braune Hyäne - eine Erstsichtung für uns. Die Jungs hatten gestern schon eine auf ihrer Campsite, nehmen diese Sichtung aber auch gerne mit 🙂
Sie ist mit uns als Zuschauer aber auch nicht wirklich zufrieden und versucht, sich möglichst gut zu verstecken.
Als es ihr doch zu blöd wird und sie möglichst viel Platz zwischen sich und uns bringen will, bekommen wir aber nochmal einen tollen Blick auf sie und es gelingen nochmal ganz nette Fotos.
Dann ist sie irgendwann aber nicht mehr zu sehen und für uns geht es weiter.
Teil 5724. Okt. 2025
Weiter geht es in der untergehenden Sonne mit schönen Sichtungen Richtung Sundowner.
Wir haben einen schönen Sundowner mit den Jungs, aber leider nur mit folgendem Foto:
Zurück im Plains Camp verabschieden wir uns von den Jungs, sie fliegen morgen nämlich nach Hause. Es ist bereits dunkel und die Rückfahrt zur Campsite ist irgendwie aufregend, da wir in Namibia noch nie selbst im Dunkel gefahren sind. Links und rechts sind immer wieder Impalas und Kudus, aber wir schaffen es heil zurück.
Unsere Kinder beschließen, nicht aus dem Auto auszusteigen, da hier ja schließlich wilde Tiere sein können. Zuerst stellen mein Mann und ich also unsere Camping-Leuchten auf und bauen die Dachzelte auf. Inzwischen klappt es auch im Dunklen ganz gut. Dann macht mein Mann unser erstes richtiges Lagerfeuer (das Grillfeuer in Olifantsrus zählt nicht wirklich), wir ziehen uns um und genießen ein Savanna am Feuer.
Das ist richtig richtig schön. Warum haben wir das bisher nicht gemacht? Irgendwie sind wir immer platt in unsere Dachzelte gefallen. Auch heute wird es zwar nicht spät, aber wir sitzen zuerst noch zu zweit eine Weile am Feuer. Plötzlich hört man es im Gebüsch rascheln, sofort spannt sich bei mir alles an und ich sage zu meinem Mann, dass er doch da mal hinleuchten soll. Im Licht der Taschenlampe sehen wir einen Honigdachs, der sich sofort wieder verzieht. Schade, hier gibt es wieder kein Foto. Aber ich bin auch ordentlich erschrocken. Mein Mann läuft noch ein paar Schritte, aber der Honigdachs ist weg.
Irgendwann traut sich unsere Kleine dann doch aus dem Auto, wir setzen sie zwischen uns ans Feuer. Die Große telefoniert so lange mit ihren Freundinnen, bis wir alle ins Dachzelt gehen. Unsere vorletzte Nacht in Namibia bricht schon an...
Teil 5826. Okt. 2025
Den nächsten Morgen nutze ich, um alles, was an Geschirr, Besteck etc von der Autovermietung ist, wieder so zu sortieren, wie es anfangs war. Mein Mann macht eine kleine Wanderung, wir drei chillen einfach nur ein bisschen: duschen, rumräumen etc
Später fahren wir zum Pool, der uns gut gefällt, aber zu kalt ist. Auch hier chillen wir wieder 😎
Am frühen Nachmittag fahren wir wieder zum Essen ins Day Center, im Anschluss gleich ins Plains Camp, denn wir haben die "Endangered Species-Tour" gebucht. Dieses Mal sind wir alleine im Fahrzeug, aber wir haben wieder den Guide von gestern, Daniell.
Schon nach kurzer Zeit findet er 2 Breitmaulnashörner. Hier haben sie eine 24/7-Bewachung. Schon heftig, dass sowas überhaupt sein muss.
Wir bleiben bestimmt 15 Minuten bei den beiden, bevor es weitergeht. Jetzt möchte Daniell Löffelhunde für uns finden. Ich kann es gleich vorwegnehmen: er sucht an 2 Stellen, an denen heute schon welche gesehen wurden, aber keine Chance. Schade, sehr schade, die fehlen uns nämlich noch.
Trotzdem haben wir noch ein paar schöne Sichtungen.
Und das Licht ist natürlich wieder sehr schön! Sonnenuntergänge in Namibia sind einfach besonders!
Teil 5911. Nov. 2025
Als es für uns Richtung Sundowner geht (dieses Mal auf einem Hügel), sieht Daniell Spuren. Er fährt ganz langsam den Berg hoch und als wir um die Kurve biegen, läuft vor uns eine braune Hyäne.
Ein paar kurze Momente können wir ihr folgen, dann biegt sie vom Weg ab. Für uns geht es dann zum Sundowner-Punkt. Der Sonnenuntergang ist wieder einmal sehr schön! Fotos haben wir davon aber nicht wirklich brauchbare.
Als wir dann auf dem Rückweg sind, treffen wir wieder auf eine braune Hyäne, die aber ganz schnell das Weite sucht. Dafür sehen wir nochmal ein paar Giraffen, die könnte ich sowieso ewig anschauen.
Auch ein paar Oryxe lassen sich noch blicken
Und dann geht es auch schon wieder zurück auf unsere Campsite. Wir setzen uns ein letztes Mal ans Feuer und genießen den Abend. Es gibt wieder viele Eindrücke zu verarbeiten und einerseits freue ich mich wie immer auf Zuhause, andererseits weiß ich, dass wir nicht so schnell wieder nach Namibia kommen werden.
Eine letzte Nacht im Dachzelt bricht an!
Teil 6015. Nov. 2025
Dienstag, 09.09.2025
Der letzte Tag ist schnell erzählt. Aufstehen, zusammenpacken, auschecken, nach Windhoek fahren.
Unterwegs sehen wir noch ein paar Äffchen.
In Windhoek müssen wir unser Auto waschen lassen. Nachdem die Kinder sowieso wieder in Joe's Beerhouse möchten, lassen wir nebenan das Auto sauber machen und werden dort auch unsere restlichen Lebensmittel los.
Dann gibt es ein letztes Mittagessen in Namibia.
Da die Zeit dann doch etwas schneller vergeht als geplant, fahren wir im Anschluss zum Tanken und dann direkt zur Autovermietung. Von dort geht es zum Flughafen, wo wir noch gemütlich Kaffee trinken und ein paar Kleinigkeiten einkaufen, bevor es pünktlich Richtung Heimat geht.
Fazit Okonjima Campsite
Die Campsites sind alle sehr großzügig und gut ausgestattet. Der nächste Nachbar ist so weit weg, dass man nichts mitbekommt. Die angebotenen Gamedrives sind wirklich ganz toll, wir hatten auch einen richtig lustigen Guide. Natürlich ist dort alles sehr hochpreisig, aber wenn man campt, spart man trotzdem noch gut Geld. Irgendwann würde ich dort schon auch gerne mal in einer festen Unterkunft nächtigen, das werden wir uns aber vermutlich nicht so schnell leisten können bzw eigentlich auch nicht wollen. Ich persönlich bin der Meinung, dass man mal in Okonjima gewesen sein muss. Jedes Mal muss ich dort aber nicht hin. Als letzter Stopp vor Windhoek ist es aber wirklich gut, wenn man einen Abend-Flug hat.
So, dann sind wir auch schon wieder am Ende des Berichts. Es wird noch ein Fazit von mir geben und einen kleinen Ausblick auf nächstes Jahr 😎
Ich freue mich über alle, die hier fleißig mitgelesen haben, so macht auch das Schreiben viel mehr Spaß! Und ich hoffe, dass ich mit dem Bericht vielleicht dem Einen oder Anderen auch eine Entscheidungshilfe Richtung Camping, Campsites und Unterkünften geben kann 🙂