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ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200804. Sept. 2025 · #1
Freitag, den 15. August 2025
Um 22.15 hebt der Flug ET 729 Richtung Addis Abeba ab Genf ab. Endstation wird am nächsten Tag Brazzaville sein.
Ich habe noch nie eine Gruppenreise gebucht. Ich habe auch noch nie ein Zimmer oder eine Kabine mit Jemanden geteilt den ich nicht kannte.
Aber ich wollte schon immer das Kongo Bassin erkunden. Als Solo Reisende sehr schwierig.
Und da kam im Dezember 2024 der "Thread" von robert.vienna der den Kongo bereisen wollte. Christa (Botswanadreams) und ich zeigten grosses Interesse. Am nächsten Tag bekam ich auch eine PM von Christa. Sie fragte ob ich eine Kabine auf der Princesse Ngalessa mit ihr teilen würde. Ohne wirklich nachzudenken sagte ich gleich zu. Am nächsten Tag bekam ich dann die Nachricht von Christa dass es eine Stornierung gab und wir 1000 Euros weniger pro Person zahlen würden. Da konnten wir Beide nicht wieder stehen! 🙂 Die Reise wurde noch am selben Tag gebucht.
Punkt um 06.10 landet die Maschine auf Bolé International Airport Addis Abeba. Am Flughafen ist wie immer viel Betrieb aber ich komme sehr schnell beim Transit vorwärts. Jetzt brauche ich nur noch im Café gegenüber von der Moschee nach einem älteren Mädel zu suchen. Ich finde es sehr schnell denn es gibt nur Eins! 😛 Wir fangen gleich an über uns zu reden. Zum Glück sind wir Beide Frühaufsteherinnen. Ein Problem weniger. Am Schluss stellen wir fest dass es hinhauen könnte.
Um 09.00 geht es dann mit dem Flug ET 861 weiter nach Brazzaville. Die Maschine ist praktisch voll. Ich wundere mich dass da so viele Chinesen da sind. Zwei haben auch neben mir Platz genommen. Christa sitzt 10 Reihen hinter mir. Nach 10 Minuten fange ich an mit den Chinesen zu reden. Sie erklären mir das China einen grossen Vertrag mit dem Kongo hätte. China hat auch den Flughafen in Brazzaville sowie die meisten Strassen gebaut.
Gegen 11 Uhr landen wir in Brazzaville.
Der Flughafen ist nicht sehr gross. Wir begeben uns gleich zum Immigration Schalter. Da werden alle Papiere verlangt die ich schon für das Visum benötigt habe. Der Beamte liest genau das Einladungsschreiben sowie den Impfpass mit Gelbfiebernachweis. Nach 15 Minuten bekommen wir endlich den Stempel und begeben uns zur Gepäckausgabe. Leider wird hier alles per Hand geladen so dass ich eine Ewigkeit auf meinen Koffer warte. Draussen wartet schon Thorsten Hansen. Wir tauschen noch schnell bei der Bank am Flughafen Euros. 1 Euro = 700 FCFA
Ein Taxi bringt uns dann ins Pefaco Maya Maya Hotel wo wir zuerst unsere Koffer unterstellen. Einige von der Gruppe sind schon Gestern Abend mit dem Air France Flug angereist. Die Anderen kommen heute Abend an. Leider blieben einige Koffer in Paris hängen. Alle hoffen dass sie mit dem nächsten Flug heute Abend ankommen. Christa und ich wissen warum wir nicht mit Air France fliegen wollten.... 😄
Im Hotel machen wir schon einmal mit unseren Reisegenossen Bekannschaft: Gunter (Solo Reisender und Fotograf), Karl (Solo Reisender), Bettina (Solo Reisende). Sie gehören wie wir zur Holzklasse da wir die billigeren Kabinen haben. Da das Schiff noch freie Plätze hatte, nimmt Thorsten auch seine Frau und Tochter mit. Dazu auch ein holländische Ehepaar.
Hier noch einige Infos über das Land Kongo. Die Republik Kongo bis 1960 als Kolonie Französich Kongo, ist eine Republik in Zentralafrika. Hauptstadt: Brazzaville Die Republik grenzt an Gabun, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, die angolanische Exclave Cabina und den Atlantischen Ozean. Sprachen: Französich ist (als Erbe der Kolonialzeit) Amtsprache. Daneben sind die Verkehrssprachen Lingala und Kituba anerkannt. Die Mehrheit der Gesamtbevölkerung der Republik Kongo gehört dem Christentum an.
Thorsten organisiert dann 3 Taxis die uns zum Bantu Beach bringen.
Ein netter Ort um eine Stunde zu verbringen. Die Jugend spielt Fussball
oder profitiert von der Frische des Kongo Flusses.
Sehr schnell komme ich mit den Einheimischen ins Gespräch. Sie sind sehr humorvoll. Sie sprechen französisch und wollen ein Foto mit mir schiessen. Warum nicht.
Der Ort besitzt Charme und man fühlt sich einfach wohl
Danach fahren wir mit den Taxis zu den Stromschnellen Da gibt es auch ein Restaurant.
Da bestellen wir uns ein kühles Bier : Ngok.
Die Flasche macht 0,65L und kostet 1000 FCFC (1,5 euros). Die Aussicht hier kann sich sehen lassen.
Die Stromschnellen sind aber nicht gewaltig. Gegenüber vom Fluss liegt die moderne Stadt Kinshasa (RDC).
Fortsetzung folgt
PIpicco6'360 Beiträge · seit 201105. Sept. 2025 · #2
Hoi Annick
Kongo...da hab ich auch schon etliche Male drüber nachgedacht, aber immer von der DRC-Seite her. Und nun ward Ihr da...da bin ich natürlich wenigstens beim Reisebericht dabei! 😁 ...wenn Ihr mich schon nicht gefragt hab ob ich mitkommen will... 😊
ENEnilorac65762 Beiträge · seit 201705. Sept. 2025 · #3
Hallo Annick, du bist einfach unglaublich! Immer für ein Abenteuer zu haben. Schön, dass du es auch diesmal wieder mit uns teilst. Ich bin gespannt. Liebe Grüsse Caroline
als erstes möchte ich mich bei Dir ganz herzlich bedanken, dass Du so spontan zugesagt hast, mit mir zusammen in den Kongo zu reisen. Bis Dezember 2024 hatten wir wohl beide noch nichts von Expeditions Ducret und der Princesse Ngalessa gehört. Ein Blick auf Thorsten Hansens Webseite nach dem Post von @robert.vienna mit Grundpreis plus 50% Einzelkabinenzuschlag schreckte uns beide unabhängig von einander ab. Ganz so schnell ging es mit dem Buchen aber noch nicht. Im Januar 2025 gab es im Safaritalk Forum eine Reisebericht zu einer ähnlichen Tour und ich war total angefixt. Ich schaute nochmals auf Thorstens Webseite und entdeckte das Sonderangebot auf Grund einer Stornierung. Diese Chance musste genutzt werden. Binnen zweier Tage mit etwas Schriftverkehr und einigen Telefonaten waren wir uns einig und unsere Buchung war erledigt.
Ganz so schnell wie Du bin ich beim Bilder bearbeiten und Videos zusammenbasteln jedoch nicht. Ich werde aber versuchen, die wenigen Momente, die wir getrennte Unternehmungen hatten, zeitnah zu ergänzen.
Hi Picco,
Du hattest ja Deine Sicherheitsbedenken zum Kongo geäussert, also war doch wohl eine Frage, ob Du mit kommen möchtest überflüssig - oder?
LG Christa
PEpero65221 Beiträge · seit 201405. Sept. 2025 · #5
Liebe Annick,
da bin ich aber gespannt. Lässt sich spannend und abenteuerlich an.
Meine Vorstellung von Kongo-Brazzaville ist immer noch von Redmond O'Hanlon "Kongofieber" geprägt 😎 - ich hoffe, Du hast das Buch vor der Reise - oder zumindest danach gelesen!?
herzliche Grüße Peter
GAGabi-Muc2'188 Beiträge · seit 201605. Sept. 2025 · #6
Hallo Annick,
schön, dass Du wieder ein Land bereist, was vermutlich bei mir nie auf der Reiseliste stehen wird. Daher umso schöner, es zumindest virtuell zu bereisen. Ich bin gespannt.
Hast Du denn mit Christa nicht vorher zumindest telefoniert oder per Videokonferenz gesprochen?
LG
Gabi
UTutaeleonore585 Beiträge · seit 202205. Sept. 2025 · #7
Da hänge ich mich auch gerne an und bin wahnsinnig neugierig
PIpicco6'360 Beiträge · seit 201106. Sept. 2025 · #8
Hoi Christa
Botswanadreams schrieb:Du hattest ja Deine Sicherheitsbedenken zum Kongo geäussert, also war doch wohl eine Frage, ob Du mit kommen möchtest überflüssig - oder?
Sicherheitsbedenken zu haben bedeutet dass man über die Sicherheit nachdenkt. Auch wenn die meisten das Wort 'Sicherheitsbedenken' für 'Nein, nie und nimmer würd ich das machen' missbrauchen. Sicherheitsbedenken hatte ich auch bevor ich das erste Mal nach Afrika ging, habs aber trotz vorgehaltener Pistole, Wildtierbiss in den Bauch (OK, es war eine Zecke...die mir ein Fleckfieber vermacht hat) und nächtlichen Strandspaziergängen überlebt. Ebenso hatte ich Sicherheitsbedenken vor uns während unserer 2013er Reise, als wir auf den Niyragongo rauf wollten. Infos aus UN-Kreisen und von einem Bewohner Goma's über einen Angriff auf Goma haben uns davon abgehalten, und tatsächlich wurde Goma kurz nachdem wir in Gisenyi waren, mit Artillerie beschossen. Du siehst, 'Sicherheitsbedenken' hab ich immer mal wieder, aber das alleine hält mich nicht davon ab etwas zu tun. Denn die Sicherheitsbedenken alleine sagen nichts über die reale Gefahr aus. So gut solltest Du mich eigentlich kennen...
Einen Vorteil hätte ich ja gehabt: Ich kenne Euch beide ja schon seit Jahren persönlich!
Aber ich hätte zu dem Zeitpunkt eh nicht gekonnt und ich bezweifle auch dass Du mit mir ein Zimmer geteilt hättest 😉
Nun werd ich dem Reisebericht folgen und auch auf Deiner Seite immer wieder mal schauen ob Du was geschrieben hast. Auch jeden Fall bin ich etwas neidisch auf Annick und Dich! 😉
H.H.Badger1'820 Beiträge · seit 201606. Sept. 2025 · #9
Hallo Annick und Christa,
bei eurem Abenteuer bin ich äußerst interessiert dabei. Ich finde es großartig, über das Forum solch spannende Ecken der Welt nähergebracht zu bekommen. Danke fürs Berichten!
Lieber Gruß Sascha
TRTrollkind242 Beiträge · seit 202106. Sept. 2025 · #10
Liebe Annik, ich verfolge ja alle Deine Reiseberichte und bin diesmal aber besonders gespannt auf Eure Erlebnisse. Liebe Grüße Kirsten
TITinochika1'650 Beiträge · seit 201406. Sept. 2025 · #11
Hallo Annick, bei einem Bericht aus Afrika sind wir gerne wieder dabei, insbesondere wenn gleich zwei Fomis sich gefunden haben und uns berichten, wie es ihnen im Kongo gefallen hat.
Liebe Grüße Die Tinochikas
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200806. Sept. 2025 · #12
Fortsetzung
Am Ufer ist immer etwas los.
Und die Einheimischen sind echt freundlich.
Anschliessend machen wir noch einen kleinen Abstecher zum nahgelegenen Souvenirs Shop.
Am Eingang steht dieser riesen gebastelte Elephant.
Alles aus Bierkapseln gemacht. Wahnsinnig!
Zur Hauptstrasse ist es nicht weit.
Da nehmen wir wieder 3 Taxis zum Pefaco Maya Hotel. Davor steht der Shuttle vom Hotel Radisson. Ursprünglich sollten wir ja im Pefaco Maya übernachten. Wurde aber heute morgen geändert. Thorsten sagte uns er hatte ein Upgrade ergattert. Ich glaube mehr das Pefaco Maya war total überbucht und es hat uns alle auf das Radisson transferiert. Ist uns Recht denn das Radisson Hotel liegt im Zentrum, am Kongo Fluss.
Das Check-in ist ein wenig mühsam. Nach 15 Minuten bekommen wir endlich den Schlüssel zu Zimmer 218. Es ist gut ausgestattet.
Hier das Badezimmer.
Christa und ich beschliessen dann uns einige Laps im tollen Pool zu gönnen.
Herrlich! Es tut gut. Die Luftfeuchtigkeit hier ist schon beeindruckend. Uns klebten die Kleider am Leib.
Um 20 Uhr kommen die letzten Gäste mit dem Air France Flug an. Das fehlende Gepack von gestern war zum Glück dabei aber es fehlte wieder einen Koffer heute Abend. Gehört der 5 köpfigen Familie. Morgen muss sie noch schnell Laufschuhe kaufen sowie einige TShirts.....
Gegen 20.45 treffen wir uns alle im Restaurant Mami Wata. Liegt um die Ecke am Fluss. https://restaurantmamiwata.com Eine Institution. Bei den Einheimischen sehr beliebt. Da erwartet uns ein leckeres Buffet. Ein Feuerschlucker sorgt noch für Entertainment.
Während des Abendessen erklärt uns Thorsten das Programm für den nächsten Tag. Wir fliegen um die 12 Uhr nach Ouesso. Abfahrt vom Radisson um 10.45.
Der Abend verläuft sehr schnell. Es stellt sich auch heraus dass alle Solo Reisende sich sehr gut verstehen werden. Die Holzklasse wird das Beste aus dieser Reise machen! 😎 Thorsten erinnert uns aber immer wieder dass es hier im Kongo, im letzten Augenblick, sich noch alles ändern kann. Werden wir schon verkraften. Es ist schon kommisch wie schnell man eine Gruppe beurteilen kann. Die 5 köpfige Familie (Mama, Papa, Oma, Opa und 10 jähriges Kind) macht einen super sympatischen Eindruck. Das Pärchen dass im selben Ort wohnt als die Familie auch. Dann kommt das holländische Paar, es ist sehr interessant und freundlich. Allen fällt aber ein Pärchen auf dass immer abseits ist.......
Der Abend verläuft sehr schnell. Da wir alle sehr müde sind, verschwinden wir gegen 22 Uhr in unsere Zimmer. Ich plaudere noch ein wenig über den Tag mit Christa und dann schafen wir sehr schnell ein.
Ein kleiner Nachtrag zum Club femmes artistes Peintres et sculpteurs, den wir kurz besuchten.
Der berühmte Elefant aus Konservendosen
Der Verein wurde 2000 gegründete und hat es sich zum Ziel gesetzt, Bantu- und indigene Frauen in Malerei und Bildhauerei auszubilden.
Kinshasa liegt am gegenüberliegenden Ufer des Kongo (Luftlinie ca. 4.5 km entfernt).
Die Skyline von Kinshasa
VAvanitom61 Beiträge · seit 201907. Sept. 2025 · #14
Liebe Annick
Auf diese Reise bin ich sehr gespannt und komme gerne mit. Das klingt spannend und abenteuerlich. Vielen Dank fürs Teilen 🙂 Liebe Grüsse Vanessa
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200808. Sept. 2025 · #15
Sonntag, den 17. August 2025
Gegen 06.30 sind wir Beide schon ganz munter und plaudern. Dann geht es später zum Frühstücksbuffet.
Es ist vielseitig. Für Jeden etwas dabei. Da treffen wir auch Bettina, Günter und Karl die anderen Solo Reisende. Wir reden über ihre kommenden Reisen denn sie suchen Geheimtips. Danach laufe ich ein wenig um den Hotelgarten herum.
Die Poolanlage finde ich echt gelungen.
Hier der Hoteleingang vom Garten aus.
Günter, der Fotograf, empfehlt mir auch den Business Centre zu besuchen. Er liegt auf der vorletzten Etage. Von da aus bekommt man tatsächlich einen tollen Ueberblick von Brazzaville.
Um 10.30 stehen praktisch alle Gäste bei der Rezeption. Ein neuer Solo Reisende stellt sich bei uns vor. Es ist Marc, Franzose. Ich frage mich was er hier verloren hat. Da meine Neugier gross ist, rede ich gleich mit ihm. Es stellt sich heraus dass Marc der beste Kumpel von Nicolas Ducret, der französische Pächter von der Princesse Ngalessa, ist. Er hat 10 Jahre lang mit Nicolas in Russland gearbeitet. Als der Krieg mit der Ukraine begann, mussten Beide aus dem Land raus. Ich werde später noch Genaueres über das Schiff "Princesse Ngalessa" berichten. Nicolas hat Marc einfach auf diese Reise eingeladen. Das Schiff war ja nicht ausgebucht. Marc teilt mir auch noch mit dass Nicolas und seine Mitarbeiterin (Lucile) später mit uns auf das Schiff kommen und uns begleiten werden.
15 Minuten später bringt uns der Shuttle vom Radisson zum Flughafen. Er hält direkt vor der "Domestic VIP Aera" an.
Es gibt keine Formalitäten zu erledigen. Wir passieren die Minister Lounge
und setzen uns im Wartesaal.
Wir warten, warten. Es ist 12 Uhr und nichts geschieht. Auf einmal sehen wir eine Gestalt mit seiner Suite. Sie begibt sich zum Tarmac. Wir erfahren dass es Monsieur le Président Denis Sassou-Nguesso ist. Er fliegt nach Oyo wo er an einer Hochzeit teilnimmt. Eine halbe Stunden später folgen noch 2 Minister. Während dieser ganzen Zeit darf keine Maschine landen oder abheben.
Um 13 Uhr bekommen wir endlich das OK um uns zu unserer Maschine zu begeben. Ich bin erleichtert als ich das Flugzeug sehe, eine Embraer 145. Ich hatte mich auf das Schlimmste eingestellt.
Sie wurde extra für uns gechartet. Wir steige alle ein.
Ich bin die Letzte.
Ich setze mich unweit vom Cockpit.
Wir haben auch eine Stewardess an Bord. 15 Minuten später sind wir in der Luft. Auf einmal erscheint die Stewardess mit einem Servierwagen. Sie fängt bei mir an und fragt was ich gerne trinken möchte. Auf dem Servierwagen sehe ich eine Flasche die nach Champagner aussieht. Das kann nicht sein. Ich nehme sie raus und stelle fest dass es Einer der Besten ist: RUINART Ich zögere keine Sekunde und antworte: du Champagne Madame Die Dame schenkt aber nur wenig in mein Glas ein. Mit meinem Lächeln überzeuge ich sie das Glass voller zu machen. 😛 Dann werde ich auch gefragt was ich dazu essen möchte. Um ein wenig witzig zu sein, antworte ich: du Saumon Fumé. Mich trifft der Schlag als sie mir einen Teller mit Lachs überreicht. Ich bin total ausser dem Häusschen.
Das holländische Ehepaar das unweit von mir sitzt hat alles mitbekommen und bestellt dasselbe. Das obligatorische Foto wird geschossen. Elle est pas belle la vie! 😄
Hallo Annick, Kongo, das war bestimmt eine faszinierende Reise. Da begleite ich dich sehr gern virtuell und bin gespannt auf deine Erlebnisse und Fotos Liebe Grüße Febu
Ein paar Blicke aus der Vogelperspektive von unserem Flug von Brazzaville nach Ouésso
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200810. Sept. 2025 · #18
@Christa: toll dass du einige Bilder vom Flug gemacht hast. Ich war leider mit dem Ruinart und Lachs zu sehr beschäftigt.... 😛
Fortsetzung
Hier noch die Karte vom Kongo um die Route zu folgen. Ouésso liegt ganz im Norden.
Eine Stunde später erklärt der Pilot wir würden in 5 Minuten landen. 3 Minuten später höre ich ihn immer wieder sagen: Tour de contrôle, tour de contrôle répondez. Im Cockpit ist man auf einmal nervös. Statt zu landen macht die Maschine eine grosse Schlaufe. Die Stewardess, die vor mir sitzt, sagt mir dass Niemand am Kontrollturm von Ouésso antwortet. Der Pilot muss sich also vergewissern dass er ohne Problem landen kann. Das hört sich nicht gerade beruhigend an. 😗 Zum Glück bekommen die anderen Passagiere das nicht mit.
Ich bin erleichtert als das Flugzeug endlich auf dem Ouésso Flughafen landet. Er scheint total verlassen zu sein!
Wir steigen schon einmal alle aus
und begeben uns zum Wartesaal. Da müssen wir uns etwas gedulden.
In Ouésso erwartete man keine Maschine heute. Der Flughafen ist leer. Nach 10 Minuten tut sich endlich etwas. 2 Typen erscheinen und wollen unsere Pässe. Wir dürfen dann gleich raus. Da erwarten uns Fahrzeuge die uns anschliessend zum Hotel Onanga bringen.
An der Rezeption werden dann die Zimmerschlüssel verteilt.
Christa und ich bekommen sogar ein Einzelzimmer. Ich das Zimmer 302. Um es zu erreichen passiere ich schon einmal das Schwimmbad.
Die Anlage finde ich ganz OK.
Das Zimmer ist zweckmässig eingerichtet und sauber.
Hier das Badezimmer.
Die Klimaanlage ist aber so kalt eingestellt. Ich kann sie nicht abschalten, gla gla.....
Fortsetzung folgt
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200812. Sept. 2025 · #19
Fortsetzung
Ich habe aber keine Zeit mir darüber mehr Gedanken zu machen, wir werden nämlich zum Mittagessen gebeten. Es ist 15 Uhr......... Ein kleines Buffet erwartet uns mit verschiedene Salate, Fisch, Reis, Obst. Da werden auch unsere 3 einheimische Guides für die Reise vorgestellt: Arold, Shadrack und Jordan.
Gegen 16.45 verlassen wir das Hotel Richtung Hafen. Da stehen 2 Kleinboote von Ducret. Beim Einsteigen bemerke ich eine grosse Weber Vögel Kolonie auf einem Baum.
Die Fahrt kann losgehen. Ich schaue mir das Geschehen auf dem Fluss an.
Alles sieht so friedlich aus.
Wir nehmen Kurs auf Mbirou Dorf. Es liegt 15 Kilometer den Sangha Fluss hinunter, entfernt. Da erwarten uns schon 2 Einheimische. Sie führen uns zum Denkmal, das historische Verdienste bezeugt. Es besteht aus 2 Gräbern und einem Denkmal
auf dessen Bronzetafel Namen und Daten eingraviert sind.
Es wurde zu Ehren der Opfer der Ausseinandersetzungen zwischen Deutschen und Franzosen im ersten Weltkrieg, errichtet. Anschliessend marschieren wir in das kleine Dorf.
Hier lebt es sich ganz einfach.
Aber es wachsen diverse Früchten und Cacao.
Da wird auch Palmenwein selber produziert. Er schmeckt nicht besonders gut, igitigit. 😣
Die Zeit vergeht sehr schnell. Die Kinder sind eine Freude zum Fotografieren.
Fortsetzung folgt
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200815. Sept. 2025 · #20
Fortsetzung
Es ist schon 18 Uhr und es wird Zeit in unsere Boote zurück zu kehren.
Die Sonne geht langsam runter.
Bald erblicken wir wieder Ouésso.
Auf dem Fluss gibt es immer noch Betrieb.
Wir erreichen den kleinen Hafen
und steigen aus.
Unsere Wagen warten schon. Sie bringen uns zum Hotel Onanga. Bei Ankunft gibt es gleich das Briefing für den nächsten Tag. Frühstück morgen um 06.00 und 07.00 Abfahrt mit den kleinen Booten Richtung Bayanga, République Centrafrique. Hier die Karte für einen Ueberblick.
Anschliessend nehme ich mir ein wenig Zeit um heraus zu finden wie ich die Klimaanlage in meinem Zimmer abschalten kann. Bettina hat es schon herausgefunden und zeigt es mir. Bei den Holländern ist es leider nicht möglich da der Knop fehlt. Das Pärchen muss heute Nacht sehr verliebt sein um nicht zu frieren! 😛 Um 20 Uhr gibt es Abendessen. Ein Buffet. Da wird unter anderem Magret de Canard offeriert. Das Fleisch sieht besonders attraktiv aus. Ich nehme mir eine doppelte Portion. Miam, miam. Kurz vor 22 Uhr verschwinden wir alle in die Heia.
Montag, den 18. August 2025
Um 05.30 stehe ich auf und klopfe bei Bettina um sie zu wecken. Die Christa braucht es nicht. Sie hat den Wecker in ihrem Kopf eingestellt. Das Frühstück geht zügig und um 06.45 fahren wir schon Richtung Hafen. Da ist schon allerhand los.