Reisebericht

Mit den Kids nach Namibia - Ersttätertour

von Melanie1982 · begonnen 03. Juni 2024 · 57 Teile

Teil 103. Juni 2024
Wir sind seit gestern wieder zurück von unserer ersten Namibia-Reise und ich bin ganz gespannt, wie mir mein erster Reisebericht gelingen wird. Ich werde mein bestes geben und versuchen, auch ein paar schöne Bilder einzufügen.

Gerne seid ihr herzlich eingeladen, uns (42, 41, 12, 9) 2 Wochen auf unserer Tour zu begleiten. Wir fahren schön vorsichtig, weil wir uns erst mal an den Linksverkehr und an die Gravelroads gewöhnen müssen. Ihr könnt also jederzeit aufspringen 😄

Für manche wird so eine Ersttätertour vielleicht langweilig sein, für uns war sie mega spannend. Die erste Fernreise mit Kindern, das erste Mal Afrika, ganz viele tolle Erlebnisse und Eindrücke, die wir erst mal verdauen müssen.

Los geht es am 17.05.24 und zurück kommen wir am 02.06.24. Also, steigt ein, ich freue mich über jeden Mitfahrer 🙂
Und ich werde gleich mal versuchen, ein schönes Bild mit einzufügen!

Bis später,
Melanie
Teil 203. Juni 2024
Schön, dass ich nicht alleine losfahren muss 🙂
Der Rest kann ja zwischendurch noch mit aufspringen, wie gesagt, ich fahre langsam.

Die Reise habe ich ca. 16 Monate im Voraus geplant, fertig war sie ca. 11 Monate vorher. Dazwischen liegt ganz viel Internetrecherche, auch hier im Forum und in diversen Facebookgruppen. Entschieden haben wir uns letztendlich für eine relativ klassische 2-Wochen-Reise ohne Dachzelt und mit Verpflegung, weil es uns für das erste Mal und mit Kindern am einfachsten vorkam. Flüge haben wir selbst gebucht (11 Monate vorher), die Unterkünfte und das Auto hat Namibia Click&Travel für uns organisiert.

Freitag, 17.05.2024

Langes Warten und Vorbereiten haben am Freitag, den 17.05.24, endlich ein Ende. Ich habe bereits frei, mein Mann arbeitet noch ein bisschen und die Kinder kommen gerade rechtzeitig um 13:30 Uhr aus der Schule. Um 14 Uhr kommt unser Shuttle (Opa) zum Bahnhof und es geht endlich los. 1x Umsteigen in den ICE nach Frankfurt, Koffer abgeben (wir reisen übrigens zu viert mit 2 Reisetaschen à 16kg), Zeit am Flughafen verbringen und auf den Flug warten. Wir fliegen mit LH nach Johannesburg (ein sehr angenehmer Flug) und dann weiter mit Airlink nach Windhoek. Alles klappt bestens und dann sind wir da 🙂 und auch unsere beiden Reisetaschen, sehr schön!

Unser Fahrer von Namibia Car Rental wartet schon auf uns, zeigt uns den ATM und den MTC-Shop am Flughafen. Wir buchen 2 Pakete für je 30 Tage mit 25 GB und arbeiten dann mit Hotspots.
Im MTC-Shop warten wir sicher eine halbe Stunde oder länger, aber es hilft ja nix.
Und dann geht es auf nach Windhoek zur Autovermietung, wo wir von der Managerin (?) nicht extra freundlich empfangen werden. Ist uns aber egal, wir freuen uns einfach und haben auf der Fahrt auch schon Paviane und 2 Kudus gesehen! Unser Abenteuer Namibia kann beginnen.

Gebucht haben wir einen Toyota Fortuner Budget, wir wurden allerdings upgegradet auf einen fast neuen Mahindra Scorpio. Aha, ein Inder in Namibia. Da verlasse ich mich aber einfach auf meinen Mann, der damit einverstanden ist. Einen fetten Steinschlag hat er zwar (also, der Mahindra), aber auf der Beifahrerseite. Wir machen vorsichtshalber Fotos und nach einer kurzen Erklärung geht es los Richtung Krumhuk. Aufs Einkaufen verzichten wir, weil wir uns in Johannesburg schon mit Getränken eingedeckt haben und es langsam schon Abend wird.

Die erste Fahrt Linksverkehr ist ganz lustig (Scheibenwischer statt Blinker und so 😎 ) und so kommen wir nach nicht langer Zeit an der Abzweigung nach Krumhuk an. Die letzten Kilometer sehen wir dann schon Springböcke und Warzenschweine. Wie schön, wir sind hin und weg 🙂

Ich versuche jetzt mal, ein Bild einzufügen, ohne es als Anhang hinzuzufügen. Finde ich im Verlauf eines Reiseberichtes immer schöner, aber ich hab's noch nicht ganz raus 😄

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Teil 303. Juni 2024
Dann mache ich heute gleich noch ein bisschen weiter.

Krumhuk ist eine Farm etwas südlich von Windhoek, die ich auf Empfehlung einer Bekannten gebucht habe. Bei nur einer Nacht ist es schwierig, dort wirklich viel zu sehen und zu erfahren. Aber der erste Eindruck ist schon gleich positiv. Als wir ankommen, werden wir freundlich von Clemens auf Deutsch begrüßt. Das hat uns im ersten Moment sehr überrascht, wird uns aber noch öfters im Laufe der Reise passieren 🙂
Wir haben einen Bungalow gebucht, der ein paar hundert Meter vom Haupthaus entfernt liegt. Als erstes wird geduscht, es war doch eine anstrengende, lange Anreise.
Der Bungalow selbst sieht sehr nett aus. Gestört haben uns allerdings die Käfer, die in den Schränken und Gläsern zu finden waren. Zwar mussten wir uns nicht selbst versorgen, aber der Wein vom Flughafen Johannesburg wollte doch getestet werden 🙂


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Dann ist eigentlich auch schon gleich Zeit fürs Abendessen. Also laufen wir zurück zum Haupthaus. Dort werden uns 3 Gänge serviert. Und wir stellen fest, dass es mit unseren Kindern schon schwierig werden könnte, was das Essen betrifft. Im Nachhinein werden wir sagen, dass wir uns mit (zumindest teilweise) Selbstversorgung vermutlich doch einen Gefallen getan hätten. Wir essen Salat, können zwischen Schwein und Rind wählen und als Nachspeise gibt es Schokokuchen mit Vanilleeis.
Als wir bereits mit der Hauptspeise fertig sind, kommt noch ein Ehepaar dazu und erzählt uns von den 3,5 Wochen Namibia und Botswana, die bereits hinter ihnen liegen. Ein sehr nettes Gespräch, aber irgendwann fallen uns fast die Augen zu und wir gehen zeitig ins Bett.
Wir schlafen alle schnell, tief und traumlos.

Morgen geht es dann mit dem ersten "richtigen" Tag in Namibia weiter.

Bis dahin, Gute Nacht
Teil 404. Juni 2024
Wir machen uns auf in Richtung Sesriem, ca. 300km liegen vor uns.
Der Weg von der Farm zur B1 bietet uns wieder schöne Tiersichtungen. Wir sind total begeistert und wenn wir in diesem Tempo weiterfahren, kommen wir erst in ein paar Tagen an unserem Ziel an. Aber wir freuen uns über jeden Springbock, jeden Pavian und jedes Warzenschwein wie kleine Kinder 🙂 Sogar Oryxe bekommen wir schon zu Gesicht, wir können es kaum glauben und sind einfach nur happy.

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In den nächsten Tagen werde ich immer wieder "Wir sind tatsächlich in Namibia" sagen, weil ich es kaum glauben kann. Und meine kleine Tochter wird irgendwann nur noch antworten: "Ja Mama, das sagst du jetzt die ganze Zeit." 😁
Aber für mich ging mit dieser Reise einfach ein Traum in Erfüllung und ich habe jede Sekunde genossen!

Als wir endlich auf der B1 ankommen, geht es relativ zügig nach Rehoboth zum Spar. Aus dem Forum weiß ich, dass es Aufpasser auf dem Parkplatz gibt und was man in etwa an Trinkgeld gibt. Und so gehen wir zu viert das erste Mal in Namibia einkaufen. Sehr viel brauchen wir erst mal nicht, überwiegend Getränke und Snacks für Zwischendurch.

Dann geht die Reise weiter über die C24, unsere erste Gravelroad. Am Anfang finden wir es noch ganz lustig, aber dann wird die Straße doch immer schlechter. Wir hüpfen und holpern bis zum Spreetshogte Pass und sind froh, als wir ihn endlich erreichen. Das haben wir definitiv unterschätzt. Ok, als Fahranfänger in Namibia waren wir natürlich nochmal vorsichtiger und wurden auch häufig überholt (vielleicht waren wir auch einfach zu langsam und es war deswegen so holprig?). Aber wir wurden schon gut durchgeschüttelt.
Die Fahrt hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, denn der Ausblick vom Spreetshogte ist schon richtig toll. Ich finde, auf den Fotos kommt es gar nicht so toll rüber, wie es in Wirklichkeit war. Es ist ziemlich genau Mittag, wir machen dort eine kleine Pause und genießen den Ausblick!

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Ab da ist der Zustand der Straßen deutlich besser und so erreichen wir auch bald Solitaire. Natürlich machen wir dort auch eine Pause, trinken Kaffee, essen Apfelkuchen und tanken gleich mal voll. Auch Fotos der Autos gehören zu diesem Stopp dazu.

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Inzwischen ist es schon sehr heiß, um die 32/33 Grad. Deswegen freuen wir uns, als wir wieder im klimatisierten Auto sitzen und weiter zum Desert Quiver Camp fahren.
Unterwegs sehen wir jetzt immer mehr Springböcke und Oryxe.


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Als wir an einem Baum eine Pinkelpause einlegen wollen, entdecken wir 2 Springböcke, die sich dort im Schatten aufhalten. Wir sehen sie erst, als wir aussteigen und sie verschreckt aufspringen. Auch wir erschrecken und müssen erst mal lachen 😄
Das sind so kleine Highlights, die uns den inzwischen doch schon langen Fahrtag ein bisschen versüßen!

Und dann kommen wir endlich im Desert Quiver Camp an. Eine Unterkunft, auf die ich mich unglaublich freue, die Fotos haben mir schon von Anfang an sehr gefallen.

Dazu dann aber morgen mehr!

Bis dann 🙂
Teil 505. Juni 2024
Um kurz vor 16 Uhr kommen wir im Desert Quiver Camp an. Es gehört wie das Desert Camp zur Sossusvlei Lodge, wo unser Frühstück und Abendessen stattfinden. Von der Lodge liegt es ca. 4 km entfernt.
Als wir einchecken, fragen wir gleich nach, ob wir statt Abendessen nicht auch ein Grillpaket bekommen können. Davon hatte ich schon gelesen. Klar, kein Problem. Wir bestellen Rind, Oryx und Boerewors sowie Salate und Baguette. Auch einen Picknick-Korb können wir für den nächsten Morgen bestellen, wir wollen nämlich zeitig los. Das klappt ja schon mal wie am Schnürchen.
Dann fahren wir zu unserer Unterkunft und ich freue mich, dass es so toll aussieht, wie ich es mir vorgestellt habe 🙂


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Da es wirklich sehr heiß ist (um die 33 Grad), wollen alle sofort an den Pool. Also nur schnell ausladen, umziehen und los gehts. Der Pool ist sehr schön, mit einem fantastischen Ausblick.

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Wir sind zuerst ganz alleine am Pool, alle anderen sind wohl noch unterwegs.
Meinen Mann schicke ich gleich mal an die Bar, ich möchte jetzt endlich ein Savanna Dry probieren 🙂


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Und dann genießen wir erst mal. Ich auf der Liege mit tollem Ausblick, der Rest wagt sich tatsächlich in den doch recht frischen Pool. Wir sind einfach nur happy, dass wir hier sind 😎
Teil 605. Juni 2024
Es ist ca. 17:30 Uhr und wir gehen zurück zu unserer Unterkunft. Die Zeit am Pool war richtig schön, aber wir wollen noch schnell duschen und dann den Grill anwerfen.
Das Fleisch kommt etwas später als gedacht, aber wir sitzen einfach nur draußen und beobachten den tollen Sonnenuntergang, dabei genießen wir das Radler, das wir in Solitaire noch mitgenommen haben.


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Als die Grillsachen gebracht werden, haben wir ordentlich Hunger! Meinem Mann und mir schmeckt das Oryxfleisch ausgezeichnet. Die Kinder wollen es natürlich nicht probieren. Aber die Portionen sind so riesig... Wenn wir 2 Stück Fleisch bestellt haben, haben wir 3 oder 4 sehr große Stücke bekommen. Das müssen wir uns für den nächsten Tag unbedingt merken, so viel kann kein Mensch essen 😄

Im Anschluss sitzen wir noch eine Weile außen, es ist unglaublich mild. Ich hatte mit kühleren Temperaturen gerechnet, sobald die Sonne weg ist. Aber es hatte immer noch 22/23 Grad und das war einfach herrlich.
Plötzlich sehe ich, dass sich etwas bewegt. Da sind doch Augen! Wir holen die Taschenlampen und tatsächlich, da kommt etwas in unsere Richtung gelaufen. Meine Tochter meint, ein Fennek. Meine Google-Recherche sagt, es ist ein Löffelhund. Wir werden die Bilder ein paar Tage später einem Guide zeigen, der uns sagt, dass es ein Kapfuchs ist.


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Ok, wir sind einfach noch Anfänger auf dem Gebiet. Aber wir freuen uns über diese Sichtung, wundern uns allerdings, wie nah er kommt. Er ist gar nicht scheu, sondern kommt sogar sehr nah an unsere Terrasse. Irgendwann ist er wieder weg, wir räumen die Reste weg und gehen ins Bett.
Unsere Jüngste war so schlau, sich schon vorher auf meine Bettseite zu legen und schläft schon tief und fest, als mein Mann und ich nach innen gehen. So bleibt mir also nur noch der Platz auf der Klappcouch mit unserer großen Tochter. So war das zwar nicht geplant, wir wollen sie aber auch nicht mehr wecken und außerdem bin ich so müde, dass ich überall einschlafen könnte.

Wir stellen uns noch kurz den Wecker, denn wir wollen morgen gleich bei Öffnung um 7 Uhr ins Sossusvlei.
Schnell schlafen wir ein, werden jedoch bald wieder von lauten Geräuschen auf unserer Terrasse geweckt. Der Kapfuchs macht sich über unseren Mülleimer her. Daran haben wir natürlich überhaupt nicht gedacht. Er frisst die Reste, schleckt die Salatschüsseln aus (das waren Plastikverpackungen) und zieht das restliche Holz, das noch im Sack ist, ein Stück weit mit weg. So ein Schlawiner. Deshalb war er auch nicht scheu. Das hat er wohl nicht das erste Mal gemacht.
Teil 705. Juni 2024
Montag, 20.05.24

Mein Mann und ich stehen zeitig auf, machen uns fertig und wecken dann die Kinder. Hier kommt uns die Winterzeit in Namibia ein bisschen entgegen, wir müssen sie nicht extrem früh wecken. Einfach ist es trotzdem nicht 🙂

Wir fahren die paar Kilometer zur Sossusvlei Lodge und holen unseren Picknickkorb. Dann stellen wir uns um kurz vor 7 Uhr am Gate an. Der freundliche Herr, der unser Kennzeichen aufschreibt, sagt, dass wir Nr. 7 sind. Wir wundern uns, dass noch nicht mehr Autos hier stehen. Dann warten wir. Und warten und warten, bis es dann um 7:30 Uhr los geht 🤪
Das war gestern wohl eine nicht ganz richtige Info der Rezeption, die wir einfach nicht weiter hinterfragt haben. Die halbe Stunde hätten wir sonst gerne noch geschlafen, aber egal. Wir sind in Namibia, da ist es auch in der Autoschlange schön 😄


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Dann geht die Fahrt los. Kein Mensch hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h, nur ich nörgel meinen Mann ständig voll 😗
Wir genießen die Aussicht, das Farbspiel an den Berghängen und Dünen (und den Blick auf die Heißluftballons!) und freuen uns über unsere ersten Strauße.

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Als wir am 2x4-Parkplatz ankommen, entscheiden wir, dass wir lieber nicht selbst weiter fahren. Erfahrung haben wir sowieso keine und das Ehepaar, das wir auf Krumhuk getroffen haben, hat uns erzählt, wieviel Spaß die Fahrt mit dem Shuttle macht. Also ab in den Schuttle und das ist wirklich gut so. Eine richtig coole Fahrt, die Kids jauchzen vor Freude, es macht einfach richtig Spaß. Die ersten Gäste verlassen den Shuttle, um Big Daddy zu besteigen. Wir fahren weiter, steigen am Parkplatz aus und laufen Richtung Deadvlei. Noch ist es von den Temperaturen angenehm und unsere Kinder rennen begeistert über den Sand, machen Sandengel und als wir unterhalb von Big Daddy ankommen, laufen sie die Düne immer wieder ein bisschen hoch und rennen oder rollen nach unten. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so viel Spaß dabei haben werden.
Ich genieße den Blick über das Deadvlei, mein Mann fotografiert.


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Wir laufen wieder zurück und merken, dass es doch schnell sehr warm wird. Die Kinder sind erst mal ausgepowert, also steigen wir wieder in den Shuttle. Dieses Mal ist es der Traktor mit Anhänger. Wir fahren erst noch Richtung Sossusvlei und gabeln ein paar Leute auf.


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Dann geht es weiter Richtung 2x4-Parkplatz, auf dem Weg sehen wir noch vereinzelt Springböcke.


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Und dann stecken wir fest.


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Gerade bin ich froh, dass wir nicht selbst gefahren sind. Der Fahrer gibt alles, aber irgendwann müssen wir absteigen. Es dauert eine ganze Weile, dann endlich schafft er es und die Fahrt kann weitergehen.
Am Parkplatz angekommen, zahlen wir für den Shuttle und setzen uns an einen Picknickplatz unter einem Baum. Wir haben ganz schön Hunger, schließlich ist es inzwischen 11:15 Uhr und wir haben noch nix gegessen. Wir lassen uns Baguette, Wurst, Käse, Marmelade, Obst, Joghurt, Kaffee und Saft schmecken. Wir finden die Idee mit dem Picknickkorb ganz toll und auch hier genießen wir einfach wieder, in Namibia zu sein 🙂


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Teil 805. Juni 2024
Nach dem Picknick wollen wir eigentlich noch zum Sesriem Canyon. Also, mein Mann und ich. Die Kids sind da schon ziemlich durch und möchten gerne in den Pool. Verständlich, denn es hat wieder über 30 Grad und sie haben in den Dünen echt alles gegeben. Nachdem es für eine erneute Namibia-Reise aber Gründe braucht, entscheiden wir, dass wir den Sesriem Canyon einfach das nächste Mal machen, wenn wir wieder in dieser Gegend sind. Außerdem soll der Urlaub ja für alle Beteiligten schön sein und so kommen wir dem Wunsch der Kinder nach und fahren zurück.

Schnell geht es Richtung Pool, heute wage ich mich auch ins Wasser. Herrlich! Kalt, aber herrlich!

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Und dieser Ausblick...

Wieder genießen wir den Pool eine Weile ganz alleine. Das hat schon auch was 🙂
Dann reist eine Reisegruppe an. Genau wie wir waren sie heute im Deadvlei und fahren morgen weiter nach Swakopmund. Es wird voll am Pool und irgendwann geht es für uns wieder unter die Dusche und unser Grillfleisch wird gebracht.


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Dieses Mal gibt es ein bisschen weniger Fleisch und für die Kinder haben wir noch Hähnchen dazu bestellt. Auch heute ist es abends sehr mild, wir bleiben wieder länger sitzen und schauen sowohl den Sonnenuntergang als auch den Sternenhimmel von unserer Terrasse aus an.


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Wir hoffen, dass unser gestriger Besucher wieder vorbeikommt und werden nicht enttäuscht. Er weiß genau, was er will und schleicht wieder um unsere Terrasse herum.


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Dieses Mal sind wir aber schlauer, wir lassen keine Essensreste im Abfall zurück. Wir beschweren ihn trotzdem noch mit dem Brennholz. Mein Mann meint, dass er dann auf keinen Fall mehr an den Inhalt rankommt.

Unsere zweite Nacht im Desert Quiver Camp verläuft ähnlich wie die erste: die Kleine schläft bereits in meinem Bett, ich darf wieder auf die Couch und der Kapfuchs schafft es tatsächlich, das Brennholz herunterzuziehen. Er scheint etwas enttäuscht, dass keine weiteren Essensreste im Abfall zu finden sind und so räumt er alles andere (Flaschen und Verpackungen) heraus. Ich finde unseren kompletten Müll am nächsten Morgen dann unter einem Baum, der nur ein paar Meter weg ist.
Teil 906. Juni 2024
Dienstag, 21.05.24

Heute stehen wir nicht so zeitig auf. Der Deal mit den Kindern war, dass wir sie jeden 2. Tag ein bisschen länger schlafen lassen. Was dann aber auch wirklich nie spät wurde, weil sie abends so platt waren, dass sie relativ früh eingeschlafen sind 😉

Als ich nach draußen gehe, sehe ich, dass der Kapfuchs tatsächlich das schwere Brennholz vom Mülleimer runtergezogen hat und den Müll komplett unter einem Baum verteilt hat. Also sammle ich wieder alles ein. So ein Lump 😁

Gegen 8 Uhr checken wir aus und fahren in die Sossusvlei Lodge, um zu frühstücken. Von der Terrasse hat man einen schönen Ausblick.


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Das wichtigste für unsere Kinder: hier gibt es Nutella 😄
Mein Mann stellt sich für ein frisches Omelett an und ich hole mir einen Bagle und belege ihn. Hm, lecker, so kann man es aushalten.
Als wir fast fertig sind, kommt die Reisegruppe von gestern und es wird ein bisschen laut. Wir wollen eigentlich auch nur noch kurz auf die Toilette und dann die lange Fahrt nach Swakopmund antreten. Dabei sehen wir uns im Außenbereich der Lodge etwas um. Sie gefällt uns, wäre uns aber dann wahrscheinlich doch zu groß.

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Wir entdecken noch einen Souvenirshop und die Kinder kaufen sich ein kleines Büchlein über die Säugetiere des südlichen Afrikas. Wirklich sehr interessant und sie haben schon wieder ein bisschen was zu lesen für die Fahrt.

Bewertung des Desert Quiver Camps

Hier hat es uns unglaublich gut gefallen. Das Häuschen war sehr sauber, man hat ein gutes Stück Platz zum Nachbarn und einfach nur ganz viel Weite um sich.
Der Poolbereich hat uns auch sehr gefallen. Der Service, statt eines Buffets in der Lodge Grillen zu können und das geliefert zu bekommen, hat uns begeistert. Geschmacklich sehr lecker, der Picknickkorb für den einen Morgen wirklich spitze und auch das Frühstücksbuffet am zweiten Tag sehr gut.
Da es an den Abenden sehr mild war, konnte man lange draußen sitzen, ohne eine Jacke zu brauchen.
Wenn wir wieder einmal in diese Gegend kommen sollten, würden wir das Desert Quiver Camp ganz sicher wieder buchen!
Teil 1006. Juni 2024
So, jetzt aber auf Richtung Swakopmund.

Als wir die Reise geplant haben, hieß es, in Swakopmund ist es deutlich frischer, man braucht dort warme Kleidung. Als wir in Namibia ankommen, wird uns allerdings erzählt, dass es aktuell aufgrund des Ostwindes in Swakopmund sehr warm ist. Das freut uns erst mal schon, denn wir mögen es lieber warm als zu frisch.

Die letzten Infos zur Strecke waren, dass sie in einem schlechten Zustand sein soll. Wir stellen uns also mal auf eine ungemütliche, lange Fahrt ein und sind froh, dass die Strecke bis einige KM vor Solitaire gerade erst einen "Refresh" erhalten hat und kommen so ganz gut vorwärts.
In Solitaire tanken wir nochmal und gerade, als wir weiter wollen, sehen wir die Erdhörnchen, die wir vorgestern nicht gefunden haben. So halten wir natürlich nochmal und gehen etwas näher hin.

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Ach, wie süß sie doch sind. Die Kinder sind auch total begeistert!

Dann geht es weiter. Die Landschaft ändert sich immer wieder und es fährt sich ganz gut.

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Vereinzelt sehen wir Läufer auf der Strecke und fragen uns, wie man bei dieser Hitze freiwillig hier laufen will. Es hat um die 30 Grad! Einer der Läufer hält uns auf und bekommt Wasser von uns. Er erzählt uns, dass er aus Argentinien kommt und hier an einem Charity-Lauf teilnimmt. Wow, Respekt!


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Als er die Kinder im Auto sieht, nennt er sie Babys und wir müssen alle lachen 🙂
Dann läuft er weiter und wir fahren weiter!

Das obligatorische Foto am Tropic of Capricorn muss dann natürlich sein.

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Irgendwann nach dem Gaub-Pass wird die Straße immer schlechter und wir kommen nur noch langsamer voran. An einer Stelle übersieht mein Mann einen großen Stein und wir denken, das war's, wir haben unseren ersten Reifenschaden. Aber wir haben Glück!

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Immer wieder wird ein Teil der Straße gerade erneuert. Dadurch, dass wenig Verkehr ist, sind diese Baustellen aber für uns nicht tragisch. Allerdings werden wir ganz schön durchgeschüttelt und die Stimmung wird ein bisschen angespannter. Gefühlt geht es dann nur noch ewig durch Wüste und kein Ende ist in Sicht. Das Thermometer zeigt 39 Grad und wir bedauern die Bauarbeiter bei dieser Hitze.
Anfangs stehen immer noch Schilder mit den Angaben, wie weit es noch nach Walvisbay ist. Noch 180km, 160, 140... Irgendwann sehen wir keine Schilder mehr und wir verlieren ein bisschen das Gefühl, wie weit es wohl noch ist.

Und dann sehen wir endlich, dass wir uns Walvisbay nähern. Auf der linken Seite sehen wir Flamingos und halten an, steigen aber nicht aus. Kurz danach lese ich auf Facebook, dass genau an dieser Stelle in dieser Woche ein Ehepaar überfallen wurde. Puh, zum Glück habe ich es erst danach gelesen. An sowas hätte ich am hellen Tag nicht gedacht. Heftig! Zum Glück ist den beiden nichts passiert!

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Und dann sehen wir endlich das Meer 🙂

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Teil 1108. Juni 2024
Das freut mich. Dann fahren wir doch jetzt nach Swakopmund rein 🙂

Kurz vor Walvis Bay zeigt das Thermometer immer noch fast 40 Grad an. Damit haben wir nun überhaupt nicht gerechnet. Wir fahren die letzten KM am Meer entlang Richtung Swakopmund und kommen kurz darauf im Swakopmund Guesthouse an. Meike's war bereits vor 11 Monaten ausgebucht. Und was soll ich sagen? Wir sind total begeistert von diesem liebevoll eingerichteten Guesthouse. Schon an der Rezeption freuen wir uns auf den Aufenthalt dort und als wir unser Familienzimmer sehen, ist es um uns geschehen. Es ist einfach nur wunderschön, großzügig, sauber...


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Mein Mann verlässt sich bei der Planung immer total auf mich und ich bin froh, zu sehen, wie begeistert auch er ist! Unser Zimmer liegt im Obergeschoss und hat sogar eine kleine Küche dabei. Hier könnten wir es länger aushalten.

Übrigens: Die Temperaturen sind hier etwas angenehmer als noch in Walvis Bay. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber es sind "nur" um die 30 Grad.

An der Rezeption fragen wir nach einem Tipp zum Abendessen. Eigentlich wollen wir wegen der Kinder ins Brauhaus, aber davon wird uns abgeraten. Stattdessen erhalten wir die Empfehlung für Kückis Pub. Also entscheiden wir uns um und gehen zuerst natürlich noch ans Meer. Hohe Wellen, laute Brandung, herrlich! Aber nix zum Baden. Den Kindern taugt es trotzdem total.

Und dann passiert natürlich, was passieren muss: wir werden von einem netten Herren angesprochen, der uns frägt, woher wir kommen und wie wir heißen. Und zack, ritzt er unsere Namen in die Nüsse/Kastanien. Mist, so oft hab ich davon gelesen und doch ist es uns passiert. Wir können ihn für 4 Stück von 1000 auf 800 NAD runterhandeln. Immer noch viel zu viel Geld, ich ärgere mich wirklich. Mein Mann meint, ich soll mir jetzt davon die Stimmung nicht vermiesen lassen und ich versuche es. Dauert aber schon ein bisschen...
Teil 1209. Juni 2024
Was uns dann in Swakopmund gefühlt ständig passiert, nervt irgendwann: wir werden entweder angebettelt oder die Jungs mit den Nüssen sprechen uns an. Das finden wir sehr unangenehm. Sobald wir zu Fuß unterwegs sind, sind wir auf der Hut.

Vom Meer weg gehen wir Richtung Brauhaus, weil wir dort einfach mal reinschauen wollen. Und es gefällt uns da tatsächlich nicht. Ich glaube, es ist der Geruch... Wir gehen also noch ein bisschen bummeln, die Kinder kaufen in einem Andenkenladen Namibia-Magnete, mein Mann braucht eine neue Sonnenbrille. Dann machen wir uns auf den Weg zu Kückis Pub. Unterwegs ziehen wir noch Geld am ATM, an dem sogar ein Wachmann sitzt.
Im Pub gibt es dann erst ab 18 Uhr Essen, wir sind noch eine halbe Stunde zu früh, aber wir bleiben und trinken einfach erst mal was. Für mich gibt es den ersten Rock Shandy. Das wird mein neues alkoholfreies Lieblingsgetränk.

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Dann bestellen wir und bereuen nicht, dem Tipp des Guesthouses gefolgt zu sein. Es schmeckt wirklich sehr lecker!

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Die Dame im Guesthouse erzählte uns, dass wir den kurzen Weg ohne Probleme zu Fuß gehen können, auch wenn es schon dunkel ist. Als wir gehen, dämmert es und wir fühlen uns trotzdem nicht richtig wohl. Es passiert nichts, aber wir sind froh, als wir zurück sind. Wir duschen und lesen noch ein bisschen. Dann kuscheln wir uns in die gemütlichen Betten.
Für den nächsten Morgen ist die Little Five Tour geplant. Da am heutigen Tag allerdings ein Sandsturm aufkam, ist unsicher, ob es tatsächlich klappen wird. Wir werden sehen 🙂
Teil 1309. Juni 2024
Mittwoch, 22.05.24

Heute stehen wir um halb sieben auf, damit wir um kurz nach 7 Uhr beim Frühstück sein können.
Es soll heute wieder ein sehr warmer Tag werden!

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Das Frühstück besteht aus einem liebevoll angerichteten Buffet, man kann zusätzlich Eierspeisen bestellen. Meine Kinder freuen sich über das Nutella 😄
Auch der Frühstücksraum ist sehr schön eingerichtet mit netten, kleinen Details, einfach zum Wohlfühlen 🙂

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Wir gehen nochmal kurz in unser Zimmer, um unsere Rucksäcke zu holen, da klopft es auch schon und wir werden abgeholt.
Jürgen von Living Desert Adventures erwartet uns schon. Den Ausflug haben wir im Vorfeld bereits über Namibia Click and Travel gebucht.

Wir fahren zu einem Treffpunkt kurz außerhalb der Stadt, um noch auf ein weiteres Fahrzeug zu warten. Jürgen lässt schon mal den Reifendruck ab und als die anderen Gäste da sind und festgestellt wird, dass alle Deutsche sind, kann die Tour auf Deutsch starten. Super vorallem auch für die Kinder!

Los gehts in die Wüste!

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Während Jürgen uns ein bisschen was zur Wüste und den Verhaltensregeln erzählt, geht sein Kollege Kevin spotten. Er sucht und findet einige wirklich tolle Tiere.

Seine erste Entdeckung ist ein 3 Wochen altes Chamäleon.


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Wie klein und süß es ist 😘

Dann gehen wir zu einer Sandviper. Aber, wo ist sie denn jetzt? Jürgen zeigt uns die Stelle, wo sie war und sucht und sucht. Langsam wird es ganz schön warm 😎
Als wir schon davon ausgehen, dass sie weg ist, ruft plötzlich jemand aus der Gruppe: "Da ist sie." Sie war mitten unter uns, aber eben so gut im Sand versteckt, dass sie nicht zu sehen war.

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So klein sie auch ist (es handelt sich um eine noch junge Viper), giftig bleibt giftig. Da habe ich schon gehörigen Respekt. Vorallem, weil wir sie einfach niemals selbst gesehen hätten.

Dann findet Jürgen einen Gecko. Darauf habe ich heimlich gehofft, schließlich sieht man sie in vielen Berichten über diese Touren.

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Faszinierend, wie schnell er sich dann aber auch wieder im Sand eingräbt.

Jürgen zeigt uns noch eine Blendschleiche und erklärt uns, dass nur 10% davon tatsächlich blind sind und der Name Blindschleiche somit eigentlich nicht stimmt. Also gut, dann ab jetzt Blendschleiche!
Er zeigt uns außerdem die schwarzen Käfer und entdeckt einen weiteren Gecko, der aber auch gleich wieder verschwunden ist.

Wir steigen wieder in unser Auto (Getränke hat Jürgen mit und die brauchen wir auch, denn es ist inzwischen sehr heiß, es geht an die 40 Grad-Marke ran) und unsere Kinder können ihre roten Köpfe im Schatten ausdampfen lassen. So heiß hatten wir es tatsächlich nicht erwartet.
Bei der Weiterfahrt wird Jürgen von einer Kollegin eines Konkurrenzunternehmens aufgehalten, die ein erwachsenes Chamäleon entdeckt hat. Wir steigen dann doch nochmal aus, das lassen wir uns nicht entgehen.


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Zu dieser Zeit wird es schon windiger und der Sand wird uns entgegen geweht. Jürgen erzählt, dass er die gestrige Tour dann abbrechen musste, weil es so heftig war. Wir schaffen es aber noch rechtzeitig, der Wind ist nicht so stark wie am Tag zuvor. Wir fahren die Dünen auf einem vorgegebenen Weg auf und ab, sehen die Sandverwehungen und erreichen schließlich einen tollen Aussichtspunkt mit Blick aufs Meer.

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Dort ist dann auch das Ende der Tour, sie hat ca. 3,5 Stunden gedauert. Wir werden noch zurück in unser Guesthouse gefahren und verabschieden uns von Jürgen, der einen wirklich tollen Job gemacht hat. Sehr viel Wissen gepaart mit einer sehr sympathischen und witzigen Art. Können wir definitiv weiterempfehlen!

Dann gehen wir erst mal duschen und legen uns kurz ab, die Hitze in der Wüste hat uns doch sehr geschlaucht.
Teil 1409. Juni 2024
Um ca. 13:30 Uhr machen wir uns auf in die Stadt. Wir haben Hunger und das Café Anton soll recht gut sein.
Dort gibt es kalte Getränke (unsere Kinder lieben den Appletiser, ich den Rock Shandy) und Wraps bzw Pommes. Ein alter Mann bettelt die Gäste an, wird jedoch von der Bedienung verscheucht. Wir wissen echt nicht, wie wir reagieren sollen. Uns geht es so gut, wir könnten leicht was abgeben. Aber tut man damit den Leuten einen Gefallen? Trifft es die richtigen? Kommen dann immer mehr?

Der Ausblick bei diesem herrlichen Wetter ist schon schön. Es hat in Swakopmund um die 30 Grad, wir sitzen gemütlich im Café und lassen es uns gut gehen. Was will man eigentlich mehr?

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Die Kinder wollen ans Wasser. Nachdem wir gezahlt haben, laufen wir also direkt runter ans Meer. Auch heute gibt es ziemliche Wellen, gerade ist auch Flut. Die Kleine sammelt Muscheln, die Große läuft barfuß im Sand.

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So gehen wir weiter Richtung Jetty. Nachdem aber auch heute das Wasser wieder so hoch spritzt, dass dort alles sehr nass ist, bringt uns niemand auf die Brücke 😵
Aber es sieht trotzdem einfach toll aus, wie die Wellen anrollen. Mein Mann und ich setzen uns auf eine Bank, die Kinder laufen immer Richtung Wasser und wieder zurück. Da entdeckt mein Mann eine einzelne Robbe im Meer. Immer wieder sieht man sie auftauchen, hochspringen oder in einer Welle schwimmen. Wir sind allerdings viel zu langsam, um davon ein Foto machen zu können.

Dann schlendern wir noch durch ein paar Geschäfte, kaufen ein bisschen Vorrat für die Weiterfahrt ein und gehen zurück in unser Guesthouse. Nach einer kurzen Pause fahren wir mit unserem Auto zur Tiger Reef Bar. Ich möchte so gern einen Sonnenuntergang in Swakopmund sehen und das soll ein toller Ort dafür sein.

Und wie toll das Ambiente dort ist! Ich mag es, so chillig in einer Strandbar zu sitzen, aufs Meer zu blicken, eine Feuerschale hinter mir und der Sonnenuntergang vor mir!

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Unsere Große liebt das Meer so sehr, sie ist fast die ganze Zeit am Wasser und auch als es stockdunkel ist, bekommen wir sie fast nicht weg davon.
Das war schon ein sehr toller Abschlussabend für Swakopmund!

Wir fahren zurück in unsere Unterkunft und fallen wie immer sehr müde ins Bett. Morgen wollen wir ein bisschen länger schlafen, wir haben nur eine relativ kurze Fahrt vor uns und die Kinder haben ja schließlich Ferien!
Teil 1509. Juni 2024
Donnerstag, 23.05.24

Heute haben wir keinen Stress. Wir können länger schlafen, in Ruhe packen und gehen erst irgendwann nach 8 Uhr zum Frühstück. Auch hier lassen wir uns Zeit, wir sind ja schließlich im Urlaub!

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Eine Angestellte erzählt uns, dass wir absolut Glück mit diesem Wetter hatten, so toll ist es oft nicht mal im Sommer in Swakopmund. Ja, wir hatten mit Nebel am Morgen und deutlich kühleren Temperaturen gerechnet, aber so hat es uns auf jeden Fall besser gefallen 😄
Für uns geht es heute ins Erongogebirge, die nächste Lodge ist Ai Aiba. Wir haben keinen Stopp unterwegs geplant. Zuerst dachte ich an die Spitzkoppe. Aber mittags? Wir kommen lieber nochmal wieder nach Namibia, dann mit der Spitzkoppe im Programm 🙂
Aber wir bekommen dann noch einen tollen Tipp, der auch nur einen kleinen Umweg bedeutet. Lasst euch überraschen 🙂

Bewertung Swakopmund Guesthouse

Ganz klar eine 1!
Unser Familienzimmer war nicht nur groß und sauber, sondern alles ist richtig schön und harmonisch eingerichtet. Wir haben uns sofort wohl gefühlt. Das Frühstück war sehr gut, die Angstellten immer freundlich, es gibt nichts, aber auch gar nichts zu bemängeln. Einfach spitze! Daran denken wir wirklich sehr gerne zurück. Klare Empfehlung, auch was das Preis-Leistungsverhältnis betrifft.
Teil 1610. Juni 2024
Wir checken also aus, fahren aus Swakopmund heraus und tanken nochmal schnell.
Ich glaube, es ist die erste Abzweigung auf der B2, die Richtung Walvis Bay führt, auf die wir abbiegen. Kurz danach links auf die C28 und dann nach einer kurzen Zeit wieder links. Wir fahren zur Goanikontes Oase. Ach, ist das schön, eine richtig schnuckelige, grüne Oase so mitten im Nichts.


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Wir steigen aus und sehen uns um. Es gibt einiges an Tieren, einen Biergarten und wohl auch die Möglichkeit, hier zu übernachten. Alles ist bunt und grün und es gefällt uns dort sofort.


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Die Kids sind sofort hinter den Ziegen her, die sich allerdings schnell verdrücken 😄

Wir setzen uns hin und trinken erst mal was. Die Kinder spielen ein Holzspiel, das dort auf dem Tisch liegt. Ist das angenehm hier, so ruhig und einfach nur schön. Im Anschluss gehen wir durch den kleinen "Zoo", der hauptsächlich aus Hühnern, Perlhühnern und Straußen besteht. Wir sehen noch Ponys und Alpakas, dann machen wir uns langsam auf den Weg. Ein sehr schöner Zwischenstopp und sehr schön auch für Kinder.

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Nächstes Mal möchten unsere Kinder hier auf jeden Fall übernachten 🙂
Teil 1711. Juni 2024
Wir fahren weiter Richtung B2, dort geht es gut vorwärts. Wir biegen links ab auf eine Gravelroad und ich freue mich sehr auf das Erongo-Gebirge. Die Fotos haben mir im Vorfeld schon so gut gefallen und in Wirklichkeit haut es mich fast um 🙂

Wir sehen in der Ferne die Spitzkoppe, die wir uns fürs nächste Mal aufheben.

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Auf dem Weg Richtung Ai Aiba sehen wir so gut wie keine Tiere. Ich hoffe ein bisschen auf Giraffen, aber keine Chance. Ein paar Paviane und Ziegen, das war's. Aber die Landschaft ist einfach unglaublich.

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Kurz nach 13 Uhr erreichen wir Ai Aiba. Auf der Zufahrt zur Lodge dann die ersten Springböcke. Über die können wir uns immer noch freuen 😉
Wir werden mit Eistee begrüßt (es hat um die 30 Grad) und bekommen Zimmer Nr. 1. Die Zimmer gefallen uns sehr gut. Was wir aber auch richtig toll finden: Wir haben von dort einen tollen Blick auf das kleine Wasserloch 😁


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Für den Nachmittag haben wir nichts weiter geplant. Die Kinder wollen natürlich an den Pool, mein Mann testet den Trail, der hinter der Lodge entlang geht.


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Teil 1812. Juni 2024
Für 17 Uhr hat uns Click and Travel gleich einen Sundowner-Walk dazugebucht. Wir sind eine Gruppe von ca. 15 Personen und unser Guide zeigt uns gleich nach ein paar Metern die ersten Spuren: Giraffen! Ganz nah an der Lodge. Ach, was wäre es toll, wenn wir Giraffen sehen könnten 🙂
Gleich im Anschluss sehen alle einen Klippschliefer, ich natürlich nicht, so schnell wie er wieder weg ist 😄
Wir gehen um den Berg herum und unser Guide zeigt uns Löcher, in denen Erdferkel wohnen und erklärt uns, dass die Blätter des Shepherds Trees für medizinische Zwecke genutzt werden. Er spricht Englisch, so muss ich für unsere Kinder übersetzen und verpasse sicher die ein oder andere Ausführung. Interessant ist es trotzdem.

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Die Wanderung ist übrigens sehr leicht zurückzulegen, weil immer wieder kleine Pausen mit Erläuterungen eingebaut sind.

Jetzt geht es an den Aufstieg. Unser Guide geht voran, auch hier macht er immer wieder Pausen, bis alle da sind. Wir genießen die Aussicht und ich bin echt froh, dass auch der Aufstieg leicht machbar ist.

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Kurz vor Sonnenuntergang sind wir oben angekommen. Eine unglaublich tolle Stimmung, tolle Farben, ein leckerer Gin Tonic und diese Aussicht in alle Richtungen... Unten sehen wir unsere Lodge ganz klein und es könnte einfach schöner nicht sein. So setzen wir uns hin und lassen das einfach auf uns wirken.

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Als die Sonne untergegangen ist, machen wir uns langsam an den Abstieg. Unten angekommen, fotografieren wir noch den Vollmond. Das ist schon irgendwie perfekt. Auch wenn wir keine weiteren Tiere sehen. Es ist einfach eine ganz tolle Erfahrung und jetzt freuen wir uns aufs Abendessen.

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Teil 1913. Juni 2024
Wir ziehen uns nur kurz um und schon geht es zum Abendessen.
Was uns vorher nicht so bewusst war, merken wir jetzt immer wieder: unsere Kinder sind keine guten Esser, dh. es gibt oft Vorspeisen oder auch Beilagen, die sie nicht mögen. Entweder essen mein Mann und ich sie dann zusätzlich oder (wenn wir daran denken bzw dann am zweiten Tag) wir fragen nach, ob die Kids einfach Hähnchenschnitzel und Pommes oder so bekommen können. Oft ist das kein Problem, aber wenn wir zB nicht rechtzeitig daran denken, die Vorspeise abzusagen, gibt es die einfach zusätzlich. Nur selten gibt es Buffet (wäre mit den Kids vielleicht einfacher), das wussten wir einfach vorher nicht.
Für uns Erwachsene ist es schon toll, dass man hier immer so bedient wird und dass es mehrere Gänge gibt. Das sind wir aus unserem Alltag jetzt nicht so gewöhnt. Aber wie gesagt, manchmal gibt es mehr oder weniger lange Gesichter bei den Kindern...

Das Essen schmeckt uns sehr gut, die Getränkepreise sind in allen Unterkünften sehr angenehm.
Wir können direkt auf das Wasserloch schauen und irgendwann zeigt sich ein Hase. Dann steht ein Oryx dort. Und dann werden es immer mehr. Richtig viele Oryxe, die teilweise auch miteinander spielen oder kämpfen. Das ist schon schön 🙂

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Als wir in unser Zimmer gehen, ist immer noch gut was los am Wasserloch. Wir setzen uns noch auf die Bank vor dem Zimmer und schauen dem Treiben eine Weile zu. Die Oryxe verziehen sich irgendwann, aber es kommt immer wieder ein Springbock oder so vorbei.

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Das finde ich total toll. Ich könnte ewig draußen sitzen, es ist auch jetzt immer noch recht mild und wir beobachten noch eine ganze Weile das Wasserloch. Dann geht es irgendwann aber doch ins Bett.
Teil 2014. Juni 2024
Freitag, 24.05.24

Heute vor einer Woche haben wir noch die letzten Sachen gepackt, jetzt haben wir schon so viel erlebt. Wahnsinn!

Kurz vor 8 Uhr sind wir beim Frühstück. Und das ist wirklich klasse (allerdings ohne Nutella): wir bekommen einen tollen Frühstückskorb.

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Zusätzlich gibt es eine Karte, von der man warmes Frühstück bestellen kann. Wow, da fällt die Entscheidung ja fast ein bisschen schwer.

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Mein Mann nimmt ein Omelett, die Kleine Pancakes und ich den Open Breakfast Burger. Wow, sowas kenne ich noch nicht, aber es ist richtig lecker. Die rote Soße hat eine gewisse Schärfe, aber es schmeckt sehr gut. Den Inhalt des Korbs schaffen wir natürlich nicht komplett, aber es ist einfach was besonderes.

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Als wir fertig sind, nehmen wir unsere Ferngläser und gehen den Trail, den mein Mann gestern schon gegangen ist. Er startet direkt hinter unserem Zimmer und führt uns zu einem tollen Aussichtspunkt. Zu laufen ist er relativ leicht, ein bisschen bergauf und bergab, aber weder für uns noch für die Kinder ein Problem.

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Wir suchen uns oben ein schönes Plätzchen und suchen mit unseren Ferngläsern die Gegend ab. Ich entdecke mal wieder nichts, aber mein Mann findet in der Ferne 3 Giraffen. Oh wow, wie toll, endlich! Sie stehen ein wenig voneinander entfernt, deswegen bekommen wir nicht alle auf ein Bild.

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Mein Mann hat die Idee, dass wir uns nachher ja auch zu Fuß auf die Suche nach den Giraffen machen können. Die Begeisterung der Kinder hält sich erst mal in Grenzen, aber wir haben auch noch ein Stück Weg vor uns. Also laufen wir weiter und mein Mann zeigt uns die Felsmalereien, die er gestern schon entdeckt hat.

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In einem großen Bogen geht es nach dem Abstieg dann wieder zurück zur Lodge. Der Trail ist auf jeden Fall empfehlenswert, um sie ein bisschen die Gegend anzuschauen.

Wir fragen an der Rezeption nach, ob man sich auf dem Gelände auch selbst zu Fuß auf die Suche machen darf und dies wird bejaht. Also holen wir noch Wasser, es wird nämlich schon wieder sehr warm. Dann machen wir uns auf den Weg in die Richtung, in der wir die Giraffen vermuten. Wir nutzen dafür vorallem die Bike-Trails, damit wir auch wieder wissen, wie wir zurück kommen. Puh, es wird tatsächlich ganz schön heiß und wir haben keinen Schatten. Außerdem sehen wir keine Tiere. Denken wir. Wir sind eigentlich auch wirklich leise unterwegs, aber die Herde Zebras, die wir dann nur noch von hinten sehen, haben wir wohl trotzdem aufgeschreckt. Wow, was für ein Moment. Es geht alles so schnell, dass wir nur sprachlos dastehen, keine Fotos haben und die Tiere auch schnell weg sind. Die Giraffen finden wir jetzt am Vormittag nicht mehr, das Wasser wird weniger, die Kinder haben keine Lust mehr und so gehen wir wieder zurück.

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