Mittwoch, 22.05.24Heute stehen wir um halb sieben auf, damit wir um kurz nach 7 Uhr beim Frühstück sein können.
Es soll heute wieder ein sehr warmer Tag werden!
Das Frühstück besteht aus einem liebevoll angerichteten Buffet, man kann zusätzlich Eierspeisen bestellen. Meine Kinder freuen sich über das Nutella 😄
Auch der Frühstücksraum ist sehr schön eingerichtet mit netten, kleinen Details, einfach zum Wohlfühlen 🙂
Wir gehen nochmal kurz in unser Zimmer, um unsere Rucksäcke zu holen, da klopft es auch schon und wir werden abgeholt.
Jürgen von Living Desert Adventures erwartet uns schon. Den Ausflug haben wir im Vorfeld bereits über Namibia Click and Travel gebucht.
Wir fahren zu einem Treffpunkt kurz außerhalb der Stadt, um noch auf ein weiteres Fahrzeug zu warten. Jürgen lässt schon mal den Reifendruck ab und als die anderen Gäste da sind und festgestellt wird, dass alle Deutsche sind, kann die Tour auf Deutsch starten. Super vorallem auch für die Kinder!
Los gehts in die Wüste!
Während Jürgen uns ein bisschen was zur Wüste und den Verhaltensregeln erzählt, geht sein Kollege Kevin spotten. Er sucht und findet einige wirklich tolle Tiere.
Seine erste Entdeckung ist ein 3 Wochen altes Chamäleon.
Wie klein und süß es ist 😘
Dann gehen wir zu einer Sandviper. Aber, wo ist sie denn jetzt? Jürgen zeigt uns die Stelle, wo sie war und sucht und sucht. Langsam wird es ganz schön warm 😎
Als wir schon davon ausgehen, dass sie weg ist, ruft plötzlich jemand aus der Gruppe: "Da ist sie." Sie war mitten unter uns, aber eben so gut im Sand versteckt, dass sie nicht zu sehen war.
So klein sie auch ist (es handelt sich um eine noch junge Viper), giftig bleibt giftig. Da habe ich schon gehörigen Respekt. Vorallem, weil wir sie einfach niemals selbst gesehen hätten.
Dann findet Jürgen einen Gecko. Darauf habe ich heimlich gehofft, schließlich sieht man sie in vielen Berichten über diese Touren.
Faszinierend, wie schnell er sich dann aber auch wieder im Sand eingräbt.
Jürgen zeigt uns noch eine Blendschleiche und erklärt uns, dass nur 10% davon tatsächlich blind sind und der Name Blindschleiche somit eigentlich nicht stimmt. Also gut, dann ab jetzt Blendschleiche!
Er zeigt uns außerdem die schwarzen Käfer und entdeckt einen weiteren Gecko, der aber auch gleich wieder verschwunden ist.
Wir steigen wieder in unser Auto (Getränke hat Jürgen mit und die brauchen wir auch, denn es ist inzwischen sehr heiß, es geht an die 40 Grad-Marke ran) und unsere Kinder können ihre roten Köpfe im Schatten ausdampfen lassen. So heiß hatten wir es tatsächlich nicht erwartet.
Bei der Weiterfahrt wird Jürgen von einer Kollegin eines Konkurrenzunternehmens aufgehalten, die ein erwachsenes Chamäleon entdeckt hat. Wir steigen dann doch nochmal aus, das lassen wir uns nicht entgehen.
Zu dieser Zeit wird es schon windiger und der Sand wird uns entgegen geweht. Jürgen erzählt, dass er die gestrige Tour dann abbrechen musste, weil es so heftig war. Wir schaffen es aber noch rechtzeitig, der Wind ist nicht so stark wie am Tag zuvor. Wir fahren die Dünen auf einem vorgegebenen Weg auf und ab, sehen die Sandverwehungen und erreichen schließlich einen tollen Aussichtspunkt mit Blick aufs Meer.
Dort ist dann auch das Ende der Tour, sie hat ca. 3,5 Stunden gedauert. Wir werden noch zurück in unser Guesthouse gefahren und verabschieden uns von Jürgen, der einen wirklich tollen Job gemacht hat. Sehr viel Wissen gepaart mit einer sehr sympathischen und witzigen Art. Können wir definitiv weiterempfehlen!
Dann gehen wir erst mal duschen und legen uns kurz ab, die Hitze in der Wüste hat uns doch sehr geschlaucht.