WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202317. Apr. 2024 · #1
Einleitung
Nach 3 Monaten auf Reisen müssen wir uns erst einmal wieder in unserem Alltag zurecht finden. Da wir sehr viele Tipps aus diesem Forum erhalten haben und nutzen konnten, haben wir uns entschieden, uns ebenfalls an einem Reisebericht zu versuchen. Eventuell können Neulinge und Interessierte genauso davon profitieren 🙂 .
Unsere Reise startete und endete in Johannesburg. Als Mietauto hatten wir einen Toyota LandCruiser mit Dachzelt von Bushlore. Unsere grobe Route war schlussendlich wie folgt: Augrabies NP, KTP, Fish River Canyon, Lüderitz, Sossusvlei, Windhoek, Spitzkoppe, Swakopmund, Damaraland, Etosha NP, Rundu, Bwabwata NP, Kasane, Chobe NP, Moremi GR, Maun, Gaborone, Madikwe GR, Marakele NP, Blyde River Canyon und Kruger NP.
Wir haben bereits auf der Reise täglich unsere Erlebnisse niedergeschrieben und lassen euch hiermit daran teilhaben, werden aber natürlich nicht, die gesamten 90 Tage auf einmal hochladen 😉. Sämtliche Fotos wurden mit dem Handy oder einer Panasonic Lumix FZ1000 aufgenommen, also definitiv kein Profiniveau 😛.
Wir hoffen auf viele interessierte Leser und wünschen euch viel Spass mit dem Bericht 🙂
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202317. Apr. 2024 · #3
Tag 1 / 10.01.2024
Heute ist es so weit. Nach etlichen Stunden der Vorbereitung, einem wunderschönen ersten Teil unserer gemeinsamen Reise in Europa und stressigen Festtagen, fliegen wir heute Nacht um 22.40 Uhr von Zürich nach Johannesburg. Den ganzen Tag über bin ich angespannt, packe ständig nochmals das Handgepäck um, telefoniere mit meiner Freundin ob wir an alles gedacht haben und bin unendlich froh, als wir um 18.15 Uhr die S-Bahn von Schaffhausen in Richtung Flughafen Zürich besteigen. Der Abschied von unseren Familien fiel zum Teil tränenreich aus. Die S-Bahn fährt pünktlich um 19.02 im Bahnhof des Flughafens ein. Schnell machen wir uns auf den Weg, um unser Gepäck abzugeben, was dank Self-Service und wenig anderen Fluggästen auch sehr schnell vonstattengeht. Danach begeben wir uns durch den Sicherheitscheck, welcher aufgrund unseres doch eher umfangreichen Handgepäcks (Notebook, 2 Kameras, Tablet, Taschenlampe, GameBoy etc.) etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Die Mitarbeiter sind aber total easy drauf und es kommt dadurch auch keine Hektik bei uns auf. Nachdem wir alles wieder richtig verpackt haben, wollen wir noch eine Kleinigkeit essen. Wir entscheiden uns für das Marché Restaurant. Für mich gibt es eine Pizza mit Schinken und Funghi, Hannah gönnt sich mit Käse überbackene Rösti. Mit 2 Bier zusammen schmeckt alles ganz ordentlich und wir schlendern die letzten Minuten vor Bekanntgabe des Abfluggates gemütlich durch den modernen Flughafentrakt. Als das Gate bekannt ist, machen wir uns auf durch die Passkontrolle, stellen uns in die Schlange und sind froh, als wir unsere Plätze in der Premium Economy gefunden haben. Auf das Essen im Flugzeug verzichten wir, zu voll sind wir noch vom Essen im Marché. Lediglich je einen Rotwein genehmigen wir uns, checken das Board-Programm und heben mehr oder weniger pünktlich in Richtung Südafrika ab!
Flauder zur Begrüssung
Tag 2 / 11.01.2024 – Mountain Sanctuary Park ZA
Wir konnten beide einige Stunden schlafen, trotzdem fiebern wir der Landung entgegen. Das Frühstück schmeckt nicht schlecht und auch das obligate Swiss «Schöckeli» wird von der Crew wieder verteilt. Allerdings kann Hannah ihres nicht mehr finden, nachdem sie es erhalten hat. Dieses Rätsel wird sich bei der Landung klären…Leider ist es ihr offenbar zwischen Gesäss und Sitz gerutscht und hat dementsprechenden Schaden an ihrer Trainerhose angerichtet. Um es kurz zu fassen, sie trug ab da eine Jacke um die Hüfte und wechselte bei erster Gelegenheit die Hosen 😄 . Das Flugzeug landete pünktlich um 10.00 Uhr am Flughafen O.R. Tambo. Die Immigration verlief schnell und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Während Hannah auf das Gepäck wartete, musste ich auf die Toilette und konnte dies gleich noch mit einem Bargeldbezug kombinieren. Als ich zurückkam, mussten wir noch einige Minuten warten, bis unsere Koffer bei uns waren und wir uns in Richtung Ausgang begeben konnten. Dort sahen wir auch schon wie vereinbart einen Mitarbeiter von Bushlore mit einem Schild, auf welchem mein Nachname stand. Nach einer netten Begrüssung führte uns Dokta noch zur Vodacom Filiale, wo wir noch eine südafrikanische SIM-Karte mitsamt Datenvolumen kauften. Danach ging es auf direktem Wege zum Auto von Dokta und dann zur Bushlore Zentrale in Midrand. Der Papierkram war schnell erledigt und danach zeigte uns Dokta unser Zuhause für die nächsten 3 Monate: Einen Toyota LandCruiser mit 81'800 Kilometern auf dem Tacho. Die Einweisung in die Ausstattung und Funktionen des Fahrzeuges nahm mehr als zwei Stunden in Anspruch, allerdings war dies auch nötig, damit wir wirklich selbstständig das Fahrzeug für die nächsten 3 Monate bedienen können. Um ca. 14.30 Uhr fuhren wir bei Bushlore vom Hof in Richtung unserer ersten Unterkunft, dem Mountain Sanctuary Park. Als Ort für unseren ersten Grosseinkauf haben wir uns für den Superspar in MooiNooi entschieden. Auf dem Weg merken wir allerdings, dass dies alles nicht ganz aufgehen dürfte, da wir bis 17.00 Uhr bei unserer Campsite aufschlagen müssen. Also entscheiden wir uns, den Ersteinkauf auf den nächsten Tag zu verschieben und heute Rösti aus der Packung zu essen, welche ich als Notvorrat aus der Schweiz mitgenommen habe. Eigentlich war dieser Notvorrat für später gedacht, aber manchmal kommen die Dinge eben anders als geplant. Den Eingang zum Camp erreichen wir um 16.55 Uhr und sehen gleich darauf unser erstes wild lebendes Tier: eine kleine Schildkröte wandert über die Fahrbahn. Bei der Rezeption angekommen, checken wir ein und gehen dann zu unserer Campsite Nummer 14. Der Platz ist ziemlich ordentlich, mit einem grossen Baum und der obligatorischen Feuerstelle. Der Weg zum Ablution-Block ist auch nicht allzuweit und so bauen wir das Auto für die erste Nacht in Südafrika auf und versuchen die Strapazen der vergangenen Tage ein wenig zu vergessen. Ein paar lustige Meerkatzen turnen ganz in der Nähe durch die Bäume. Auch die vielen Vögel zwitschern uns ein schönes Gesangskonzert. Nach den passablen Rösti fallen wir kurz nach 20.00 Uhr todmüde ins Bett.
Enilorac65768 Beiträge · seit 201717. Apr. 2024 · #4
Drei Monate!? So toll, da bin ich gerne mit dabei. Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
BOBoHoCat22 Beiträge · seit 202217. Apr. 2024 · #5
Ich lese auch gerne mit. Wir werden bei 6 Wochen südl. Afrika schon beneidet, aber 3 Monate . . . . 😕
Werde eure Worte aufsaugen, bin dabei. Das verkürzt mir die Wartezeit bis zum 1. November etwas
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, daher immer in Vorfreude
Ines
2001 Ghana, 2019 Südafrika, Eswatini, 2019/2020 Südafrika, Lesotho, 2022 Südafrika, 2024 Südafrika, Eswatini, Namibia, 2025 Sinai, 2027 Tanzania in Planung
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200818. Apr. 2024 · #7
Hallo Wini,
Mensch drei Monate. Da bin ich auch dabei. 🙂
Bin gespannt wie du so manche bekannte Stationen erlebt hast.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202318. Apr. 2024 · #9
Tag 3 / 12.01.2024 – Red Sands Country Lodge ZA
Schon früh hören wir wieder ein wildes Gezwitscher draussen und die ersten Sonnenstrahlen färben die Landschaft in angenehme, warme Töne. Um etwa 6.30 Uhr kriechen wir aus unserem Dachzelt und bereiten unser Frühstück vor, welches aufgrund des verschobenen Einkaufs mit Ovo Riegel und Kaffee recht spärlich ausfällt, aber ausreichen muss. Während dem Frühstück rennt ein einzelner, männlicher Baboon über den Campingplatz. Es ist erstaunlich, wie leise sich diese Affen fortbewegen können. Später können wir ihn noch hören und gehen davon aus, dass sich noch weitere seiner Artgenossen in der Gegend aufhalten. Nachdem wir unser Frühstück beendet haben, machen wir unser Fahrzeug schon mal fahrtauglich, wollen vor dem Aufbrechen aber noch den kurzen Weg zu den West Pools auf uns nehmen. Da wir heute eine enorme Etappe vor uns haben, sind wir froh, wenn wir uns noch ein wenig die Beine vertreten können. Die Landschaft auf dem Weg ist schön, die Pools selber haben wenig Wasser und so wenden wir zeitnah, damit wir nicht zu viel Zeit verlieren. Um ca. 9.00 Uhr melden wir uns bei der Rezeption ab und machen uns auf den Weg zu unserem heutigen Tagesziel: Die Red Sands Country Lodge, nahe bei Kuruman. Für die Fahrt von der Hauptstrasse zum Mountain Sanctuary Park haben wir den 4x4 bei unserem Landcruiser eingeschaltet. Nachdem wir den Rückweg gemeistert haben, wollen wir wieder auf Frontantrieb umstellen, da man gemäss Dokta mit 4x4 maximal 60 – 70 km/h fahren sollte. Als wir dies versuchen, müssen wir feststellen, dass das leider nicht so klappt, wie gedacht (wir haben es extra noch bei der Campsite ausprobiert). Wir denken uns zuerst, dass wir mal mit 4x4 weiterfahren und es nach ein paar Kilometern nochmal versuchen. Dies tun wir dann auch, aber leider funktioniert es immer noch nicht und wir müssen das erste Mal Bushlore anrufen:D. Die Dame am Telefon kann uns dann auch direkt helfen: Wir sollen circa 5 Meter zurück fahren, dann den Wagen ein wenig im 1. Gang rollen lassen und anschliessend versuchen, auf Frontantrieb zu wechseln. Erleichtert nehmen wir unsere Etappe nun mit maximaler Geschwindigkeit in Angriff, wechseln uns beim Fahren ab und sehen die Landschaft an uns vorbeistreichen. Hannah muss einigen fiesen Potholes ausweichen, sie meistert diese aber bravourös und so erreichen wir zur Mittagszeit Vryburg. Da wir doch ein kleines Hüngerchen haben, entscheiden wir uns, uns im Spar vor Ort nach etwas Essbarem umzuschauen. Es gibt einige warme Mahlzeiten zur Auswahl und so nehmen wir etwas Reis mit einer Art Currysauce und Wassermelonen zum Dessert. Zufrieden machen wir uns wieder auf den Weg. Die Strecke zieht sich wie Gummi und wir kommen doch schon ziemlich erschöpft um 17.30 Uhr beim Superspar in Kuruman an. Wir finden das Meiste, benötigen für den Einkauf circa 1 Stunde, verladen die Waren notdürftig und rollen dann weiter in Richtung Red Sands Country Lodge. Um 19.00 Uhr kommen wir dort an, nehmen den Schlüssel für unser privates WC mit Dusche entgegen und stellen unseren Landcruiser ab. Wir sind beide nicht mehr wirklich motiviert heute noch selbst zu kochen und so entscheiden wir uns, ins Restaurant zu gehen. Für mich gibt es Rindsfilet und für Hannah vegetarisches Curry, beides schmeckt sehr gut und so gehen wir nach dem Abendessen wieder früh ins Bett.
Weg zu den Westpools
Waschhaus auf dem Campingplatz
Dusche mit WC, alles völlig in Ordnung
Campingplatz der Red Sands Country Lodge
Tag 4 / 13.01.2024 – Red Sands Country Lodge ZA
Wir haben beide gut geschlafen und freuen uns, dass heute keine weitere Fahretappe auf dem Plan steht. Entspannt starten wir in den Tag, machen uns ein leckeres Frühstück und verräumen den Einkauf von gestern noch richtig. Anschliessend erkunden wir ein wenig das Lodge Gelände, entspannen im Pool, spielen eine Partie Brändi Dog und amüsieren uns an den hauseigenen Alpakas, welche immer zusammen und am selben Ort ihr Blase leeren. Aufgrund der Erkenntnis von gestern, dass wir für die Strecken doch länger brauchen als es zum Beispiel Google Maps vorrechnet, entscheiden wir uns nicht direkt bis zu den Augrabies Falls zu fahren, sondern in Upington einen Zwischenstopp einzulegen. Da wir glücklicherweise 90 Tage Zeit haben, können wir solche kürzeren Etappen gut verkraften. Heute kochen wir selber unser Abendessen. Es gibt lecker marinierte Pouletbrust mit Pilzen, Knoblauchbrot und Maiskolben. Es schmeckt ausgezeichnet und wir gehen danach zufrieden und entspannt ins Dachzelt.
Pool auf dem Lodge Gelände
Die Tiere erledigten ihr Geschäft unter dem selben Baum. Dieser variierte jedoch von Tag zu Tag 😄
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201418. Apr. 2024 · #10
Hallo Wini,
da freuen wir uns einfach einmal darauf was Du so alles erlebt hast. Deine Reiseroute verspricht viel Abwechslung und es gibt hier sicher in nächster Zeit lange etwas von Dir zu lesen. Wir sind dabei. Liebe Grüße
Tinochika
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202319. Apr. 2024 · #11
Tag 5 / 14.01.2024 - Kalahari Monate Lodge ZA
Auch den heutigen Tag starten wir langsam und entspannt. Wir sind die Letzten auf der Campsite, als wir mit unserem Frühstück starten. Wir machen unser Fahrzeug fahrtauglich und checken aus. Die Red Sands Country Lodge hat uns ausgesprochen gut gefallen und wir können sie ohne Einschränkung weiterempfehlen. Um etwa 9.00 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Upington. Unser heutiges Ziel ist die Kalahari Monate Lodge bei Upington. Wir kommen gut voran, füllen unseren Tank in Olifantshoek und erreichen um 11.30 Uhr Upington. Als erstes steuern wir die Kalahari Mall an. Da heute Sonntag ist, hat die Mall nur bis 14.00 Uhr geöffnet und die Liquor Shops verkaufen ebenfalls keinen Alkohol. Weil wir etwas hungrig sind, gehen wir in Panarottis eine Kleinigkeit essen. Hannah wählt eine vegane Bolognese und ich ein veganes Schnitzel mit Nudeln. Beides schmeckt überraschend gut und wir können um 13.00 Uhr noch schnell im Checkers einige Einkäufe tätigen. Die Kalahari Monate Lodge ist nur ca. 15 Minuten von der Mall entfernt, wir kommen also relativ früh dort an und werden von der Besitzerin nett begrüsst. Wir bezahlen für eine Nacht und können unsere Campsite selbst aussuchen. Wir sind die einzigen Gäste und wählen eine Campsite mit einem grossen Baum, der für mich später noch zum Verhängnis werden sollte. Das ganze Areal ist zweckmässig eingerichtet, aber mehr auch nicht. Es gäbe noch einen Pool, dieser wurde aber offenbar schon länger nicht mehr gereinigt und so verzichten wir auf eine Abkühlung darin. Der Ablution Block ist aber tiptop sauber, es gäbe auch ein Waschhaus, welches aber abgeschlossen war. Bei Bedarf könnten man dies bestimmt öffnen lassen. Den restlichen Tag verbringen wir auf unserer Campsite, genehmigen uns das ein oder andere Glässchen Wein, schreiben Tagebuch, beobachten einige Springböcke und lassen einfach ein wenig die Seele baumeln - bis ein Vogel das Gefühl hat, seinen Darm über mir entleeren zu müssen. Es ist ein fieser Splitterangriff, verteilt auf Hose, Shirt, Mütze und auch das Notebook hat es ein wenig erwischt. Nachdem die Sauerei beseitigt ist, entscheiden wir uns schon frühzeitig ins Dachzelt zu kriechen. Morgen wollen wir möglichst früh eine Apotheke aufsuchen, um uns die zweite Tollwut Impfung verabreichen zu lassen.
Auf Fondue verzichten wir erstmal...
Springböcke auf dem Lodgegelände
"Abendessen" auf unserer zweckmässigen Campsite
Tag 6 / 15.01.2024 - Augrabies Falls Nationalpark ZA
Heute sind wir um 6.30 Uhr wach. Die Nacht verlief ohne grössere Zwischenfälle, ausser dass unsere Plane beim grössten Fenster aus den Metallstangen gesprungen ist und sich so auf die andere Seite des Spitzdaches verabschiedet hat. Der Wind war wohl etwas zu heftig für diese Vorrichtung. Nach einem kurzen Frühstück mit Blick auf springende Springböcke brechen wir auf und verlassen die Campsite. Zuerst geht es in Richtung Apotheke und wir können dort einen Termin für in 3 Tagen vereinbaren, denn aktuell hätten sie nur 1 Impfdosis vorrätig. So fahren wir nach einem kurzen Einkauf im angehängten Pick ‘n Pay weiter in Richtung unseres heutigen Tagesziels: Der Augrabies Falls Nationalpark. Die Strecke ist nicht wahnsinnig weit, die Strassen in einem guten Zustand und so erreichen wir bereits kurz vor 11 das Gate zum Park. Wir füllen das bekannte Formular für den Nationalpark aus und fahren die restlichen 3 km weiter bis zur Rezeption. Wir checken hier für 3 Nächte ein, so bleibt auch genügend Zeit für einen längeren Game Drive und den Dassie Trail. Nach dem Check-In laufen wir den kurzen Fussweg zu den Falls. Da es Mittag ist, ist es brütend heiss und wir sind auch die einzigen aktiven Säugetiere zu dieser Zeit - abgesehen von den süssen Dassies, welche im Schatten herumrennen. Die Falls sind beeindruckend und wir freuen uns schon darauf, diese bei besserem Licht und von anderen Perspektiven wieder zu besuchen. Leider scheint ein Aussichtspunkt beschädigt zu sein, sodass ein Teil des gut ausgebauten Weges nicht begehbar ist. Wir kehren um und nehmen noch ein Mittagessen zu uns. Es gibt Veggie Burger für Hannah und einen Chicken Wrap für mich. Beides schmeckt uns gut und wir besuchen noch kurz den Camp Shop. Dieser ist gut sortiert und man findet dort die wichtigsten Utensilien für einen Selbstversorgerurlaub, sowie einige hübsche Andenken. Danach suchen wir uns eine passende Campsite und schlagen unser Lager auf. Schon bald zieht es uns zu einem der beiden Pools - was für eine schöne Abkühlung! Wir können ausserdem noch beobachten, wie eine Manguste von mehreren Vögeln lauthals verfolgt wird, bis diese schliesslich weiterzieht. Den restlichen Teil des Nachmittags verbringen wir bei unserer Campsite und warten, bis es kühler wird, damit wir noch den Gorge Trail begehen können. Während wir gemütlich in Hängematte und Stühlen chillen, werden wir von einer grossen Pavian-Herde überrascht. Es scheint, als suchten sie die Campsite nach Beute ab. Auch ein kleines Pavian-Baby ist mit an Bord. Zum Glück genügen laute Rufe, um sie auf Abstand zu halten. Um ca. 18.00 Uhr begeben wir uns auf den Gorge Trail. Dieser ist mit 2 km hin und zurück recht kurz und somit noch gut um diese Uhrzeit zu schaffen. Das Licht verzaubert die so schon spektakuläre Landschaft - hier ist es wirklich wunderschön! Auf dem Weg können wir recht nahe einige Klippspringer beobachten. Trotz der späten Uhrzeit ist es aber immer noch sehr warm - zum Wandern fast zu heiss. Zurück im Lager wird der Grill angemacht. Heute wollen wir ein feines Safran Risotto mit gebratenen Champignons machen. Dieses schmeckt dann auch gut und wir können satt und zufrieden ins Bett kriechen. Als wir schon bettfertig in unseren Schlafsäcken liegen, bemerken wir den Lichtkegel der Taschenlampe unseres Camp-Nachbarn ganz in unserer Nähe. Im Schein der Lampe ist tatsächlich ein Genet zu sehen, welcher neugierig durch das Camp spaziert. Wir vermuten aufgrund der Musterung, dass es sich um einen selten zu sehenden long-spotted Genet handelt. Wow!
steige ebenfalls gerne zu und freue mich darauf, euch auf den weiteren Etappen begleiten zu können.
Herzliche Grüße Peter
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202319. Apr. 2024 · #13
Tinochika schrieb:Hallo Wini,
da freuen wir uns einfach einmal darauf was Du so alles erlebt hast. Deine Reiseroute verspricht viel Abwechslung und es gibt hier sicher in nächster Zeit lange etwas von Dir zu lesen. Wir sind dabei. Liebe Grüße
Tinochika
Hi Tinochika, schön dass du da bist und ja, der Bericht wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken 🤪
pero65 schrieb: Hallo Wini,
steige ebenfalls gerne zu und freue mich darauf, euch auf den weiteren Etappen begleiten zu können.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202320. Apr. 2024 · #14
Tag 7 / 16.01.2024 - Augrabies Falls Nationalpark ZA
Heute klingelt der Wecker bereits um 5.30 Uhr. Wir wollen in den Game Drive Bereich des Parks - in der Hoffnung, einige schöne Tiersichtungen zu geniessen. Zuerst trinken wir eine Tasse Kaffee und machen unser Fahrzeug abfahrbereit. Der ursprüngliche Plan, pünktlich zur Gate Öffnung um 6.00 Uhr ready zu sein, wird ziemlich bald verworfen. Wir müssen noch Luft aus unseren Reifen lassen und auch sonst vertrödeln wir einige Zeit. Hier haben wir für die späteren Safari Touren definitiv noch Optimierungspotenzial! Um 7.15 Uhr kommen wir schliesslich auf die Piste und müssen nicht weit fahren, bis wir unsere erste Giraffe sehen! Für Hannah ist es die erste wilde Giraffe überhaupt und so beobachten wir das schöne Tier eine ganze Weile, was für ein Erlebnis! Nach ca. 15 Minuten können wir uns losreissen und fahren weiter in den Park hinein. Die Wasserdurchfahrten sind easy zu meistern und wir kommen gut voran. Auf dem Weg sehen wir, wie sich zwei Mangusten gegenseitig «jagen». Wir fahren eine Weile und geniessen die schöne Aussicht, bis sich plötzlich direkt vor uns eine weitere Giraffe genüsslich an den Bäumen und Sträuchern labt. Wir können das Tier aus kurzer Distanz eine Zeit lang beobachten, bis wir uns entscheiden weiterzuziehen. Nur kurze Zeit später halten wir schon wieder an und sehen eine Gruppe Eland Antilopen sowie zwei Kudu Männchen. Die beeindruckenden Antilopen entfernen sich nach einigen Minuten und so machen auch wir uns auf den noch vor uns liegenden Weg. Wir können weiter einige Klippspringer, Springböcke, Oryx, weitere Giraffen und auch Strausse sehen bis wir schliesslich um kurz nach 10.00 Uhr den Pick-Nick Platz am anderen Ende des Loops erreichen. Hier vertreten wir uns kurz die Beine und gehen auf die gut nutzbare Toilette. Dabei läuft uns tatsächlich ein Skorpion oder - wie Hannah es zuerst nennt - eine «Albino-Spinne» über den Weg. Aus diesem Grund holen wir unser Frühstück anschliessend im Auto – und nicht auf dem dafür vorgesehenen Picknicktisch - nach. Bis jetzt sind wir schon sehr zufrieden mit unserer Ausbeute und auch die Landschaft des Parks gefällt uns mega. Auf dem Rückweg übernimmt Hannah das Steuer, während ich auf dem Beifahrersitz Ausschau nach weiteren Tieren halte. Unsere Hoffnung, noch zusätzliche Sichtungen zu haben, sind nicht sehr gross, da es immer heisser wird und auch wir nicht mehr zu viel Zeit bis zum Camp verlieren wollen. Trotz der Hitze können wir noch einige Tiere sichten, dazu gehört auch eine grössere Gruppe von Zebras, welche uns aufmerksam beobachten. Wir fahren weiter und weiter und geniessen die nach wie vor wunderschöne, immer wieder bergige Landschaft. Aus einiger Entfernung können wir 3 Giraffen bei einem Wasserloch ausmachen - eine vierte ist in dieselbe Richtung unterwegs. Wir fahren den kurzen Weg zum «Waterhole» und können den 4 Tieren entspannt beim Trinken zusehen. Ein einzelner Springbock wartet geduldig daneben, bis er an der Reihe ist und sich erfrischen darf. Nach einigen Minuten lassen wir die Tiere in Ruhe und fahren weiter in Richtung Camp, welches wir um etwa 12.30 erreichen. Wir können unser Fahrzeug wieder an denselben Platz wie gestern stellen und gönnen uns erst mal ein kaltes, erfrischendes Bier! Später wollen wir bei Bushlore aufgrund einiger «Mängel» an unserem Auto anrufen. Wir haben einen kleinen Steinschlag in der Windschutzscheibe und der hintere, linke Reifen verliert langsam, aber stetig Luft. Für einige mag dies kein Grund sein, direkt beim Vermieter anzurufen, wir sind als Camping Anfänger hier lieber etwas vorsichtiger. Das Gespräch gibt Klarheit und so entscheiden wir uns, nach unserem Impftermin in Upington eine Garage aufzusuchen, welche den Reifen und evtl. auch die Windschutzscheibe checken kann. Den Rest des Nachmittags entspannen wir auf unserer Campsite in der Hängematte sowie am Pool und geniessen es total, hier sein zu dürfen. Wir bereiten unser Grill-Abendessen schon etwas früher vor und als wir um 19.00 Uhr fertig gegessen haben, entscheiden wir uns, noch einmal kurz zu den Falls zu gehen. 19.00 Uhr ist wohl schon etwas spät, denn die Fälle sind nun nicht mehr in der Sonne. Also versuchen wir es morgen nochmal - einfach etwas früher. Nach einem Amarulla-Absacker kriechen wir in unser Dachzelt und schlafen bei windigen Bedingungen ein.
Erste Giraffe auf unserer Tour <3
Beim durchgehen der Bilder ist mir nochmals klar geworden, wie wunderschön die Landschaft hier war 😊
Elenantilopen vor schöner Kulisse
Bergzebras
Trinkende Giraffen sind immer sehenswert
Hammerkopf? (Wir sind absolute Vogel Neulinge, daher sind einige Bestimmungen bestimmt falsch. Wir bitten um Verzeihung und wenn ihr es besser wisst, dann sind wir um entsprechendes Feedback dankbar 🙂 )
der Hammerkopf stimmt und die Zebras sind Bergzebras.
LG Logi
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202323. Apr. 2024 · #16
Tag 8 / 17.01.2024 – Augrabies Falls Nationalpark ZA
Heute wollen wir den Dassie Trail am Morgen begehen. Wenn möglich möchten wir schon um 6.00 Uhr damit starten, um der Tageshitze zu entfliehen. Tja, leider habe ich gestern vergessen, den Wecker zu stellen und so wachen wir erst um 6.10 Uhr auf. Wir diskutieren noch kurz, ob wir trotzdem loslaufen sollen und entschliessen uns schliesslich, nach einer Tasse Kaffee doch noch aufzubrechen. Da wir vergessen hatten, unseren Trinkwasser-Vorrat aufzustocken, kochen wir noch etwas Wasser ab. Schliesslich möchten wir sicher genügend Wasser auf dem Trail dabeihaben. Das erste Frühstück gibt es auf dem Weg und besteht aus je einer Banane. Der Anfang des Trails verläuft parallel zum Gorge Trail und wir kommen schnell voran. Die Temperaturen sind um diese Zeit angenehm, viel später als 7.00 Uhr würde ich aber nicht starten (natürlich je nach Jahreszeit). Der Trail ist sehr schön, es gibt immer wieder einige kleine Kletterpassagen zu bewältigen und Bäche zu überqueren. Wir sehen einige Klippschliefer und einzelne Paviane. Die Landschaft um uns herum ist sehr schön und wir sind glücklich, hier sein zu dürfen. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir das Camp wieder und füllen im Shop unsere Trink-Wasservorräte auf. Zurück bei unserem Campingplatz gönnen wir uns ein zweites, ausgiebigeres Frühstück und waschen unsere dreckige Wäsche im Laundry Room des Campingplatzes. Viel mehr werden wir heute nicht mehr machen, ausser dass wir um ca. 16.30 Uhr nochmals zu den Falls laufen und einige Fotos schiessen. Die Hitze um diese Zeit ist erdrückend und wir sind froh, als wir wieder zurück auf unserer Campsite sind. Wir benötigen beide eine kurze Pause. In der Zwischenzeit lodert das Feuer schon vor sich her. Heute gibt es vegetarische Fajitas, es schmeckt ausgezeichnet. Als wir uns nach Einbruch der Nacht auf den Weg zum Ablution Block machen, können wir nochmals den Genet sehen, diesmal schleicht er um die Entsorgungsstation herum. Glücklich und zufrieden schlafen wir heute ein.
Los geht's!
Der Trail bietet schöne Ausblicke auf die Landschaft im Park
Die Fälle am Nachmittag
Tag 9 / 18.01.2024 – Rooipan Guesthouse ZA
Heute steht ein etwas anstrengenderer Tag auf dem Programm, da wir in Upington doch einige Punkte abhaken müssen. Der Wecker klingelt deshalb schon um halb 6, wir geniessen ein gemütliches Frühstück mit einer Tasse Kaffee. Um 7.15 Uhr rollen wir vom Campingplatz und steuern unser erstes Ziel in Upington an. Kurz vor Upington führt die Polizei noch eine grössere Kontrolle durch. Nach vorweisen der Papiere können wir aber schnell weiterfahren. Um kurz vor 9 erreichen wir die Apotheke und warten bis wir an der Reihe sind. Alles verläuft schnell und unkompliziert und nach ca. 45 Minuten haben wir beide unsere zweite Tollwut Impfung erhalten. Im selben Gebäude wie die Apotheke befindet sich ein Vodacom Store. Diesen besuchen wir ebenfalls und füllen unsere Voice Time auf. Wir sind bis jetzt sehr zufrieden mit dem zeitlichen Ablauf, vielleicht klappt es ja doch noch, schon heute in den Kgalagadi Transfrontier Park zu fahren. Unser nächster Stopp ist dann bei Fix It, um den linken Hinterreifen überprüfen zu lassen. Wir werden sehr freundlich empfangen und der Reifen wird schnell untersucht. Im Warteraum wird uns noch eine Tasse Kaffee offeriert und nach 30 Minuten rollen wir schon wieder vom Hof. Das war wirklich ein Top Service! Zur Vollständigkeit: Der Reifen hatte einen Nagel und verlor deswegen langsam, aber stetig immer etwas Luft. Das Loch wurde geflickt und der Reifen ist wieder voll funktionsfähig. Als nächstes geht es zu PG Glass, denn wir würden gerne noch unseren Steinschlag in der Scheibe kontrollieren lassen. Auch hier werden wir sofort bedient und der Schaden behoben. Wir hätten niemals gedacht, diese Punkte so zügig abhaken zu können und so gehen wir zufrieden zur Kalahari Mall. Wir essen wieder im «Panarottis» unser Mittagessen. Auch diesmal schmeckt das Essen gut und wir können danach den Einkauf gestärkt in Angriff nehmen. Wir benötigen einiges an Gemüse, Pasta, Holzkohle und auch etwas Fleisch für die Tage im Park. Als wir mit dem Einkauf fertig sind, machen wir uns auf den Weg. Wir sind mittlerweile beide etwas erschlagen und so entschliessen wir schon bei der Abfahrt, heute nicht mehr bis zum Park zu fahren, sondern eine Zwischennacht im Rooipan Guesthouse einzulegen. Dies stellt sich als eine sehr gute Entscheidung heraus. Wir werden von «Lizi» und ihren Haustieren sehr herzlich empfangen und bekommen gleich zu Beginn einen sehr leckeren, eisgekühlten Drink serviert. Anschliessend wird uns unser Cottage für die Nacht gezeigt. Endlich einmal wieder ein richtiges Bett! Nach einer Abkühlung im Pool essen wir eine Kleinigkeit. Kochen möchten wir heute nicht mehr. Als wir uns schon in unsere Wohnung zurückziehen möchten, klingelt es an der Tür. Lizi steht mit einem «kleinen Snack» davor. Sie streckt uns den reichlich gefüllten Teller entgegen und verabschiedet sich. Wir können es kaum fassen und essen einen Teil des Snacks auf. Den Rest behalten wir für das Frühstück am nächsten Tag auf. Dankbar und müde fallen wir in das bequeme, grosse Bett und lassen den Venti direkt daneben laufen.
Veranda vor unserem Zimmer
Die "kleine" Platte, welche auch noch fürs Frühstück gereicht hat 😁
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202325. Apr. 2024 · #17
Tag 10 / 19.01.24 – Twee Rivieren Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA
Gemütlich starten wir mit dem Rest des «kleinen Snacks» und einem Kaffee in den Tag. Anschliessend beladen wir unser Auto und werden von Lizi samt ihrem Mann Barri mit lieben Worten verabschiedet. Wir machen uns nun gespannt und vorfreudig auf den Weg zum Kgalagadi Transfronier Park. Auf dem Weg kommen wir an vielen Strassenständen mit Knochen- und Holzkunstwerken vorbei. Ob wohl genügend Kundschaft anhält, um etwas davon zu kaufen? Am Gate des Parks angekommen, werden wir von netten Park-Mitarbeiterinnen beraten. Wir füllen das offizielle Park-Formular sowie ein spezielles Permit für Game Drives aus. Diese müssen immer zum Gate zurückgebracht werden, wenn man den Park abends bis spätestens 19.30 Uhr verlassen hat. Auch soll man jeweils ankündigen, in welche Richtung man fährt. So könnte allenfalls nach einem gesucht werden, falls man nicht rechtzeitig zur Gate-Schliessung zurück ist. Um die Einreise in Namibia vorzubereiten, müssen wir nach Bezahlung unseres Campingplatzes zur südafrikanischen Grenzkontrolle gehen. Wir werden von einem mürrischen Grenzbeamten bedient. Auch zum Schalter der südafrikanischen Polizei müssen wir im Anschluss noch gehen. Insgesamt benötigen wir ca. 45 Minuten für die gesamte Prozedur. Als alles erledigt ist, suchen wir uns eine passende Campsite aus und gönnen uns eine kleine Abkühlung im Pool. Auch den Shop kundschaften wir aus. Hier gibt es neben vielen verschiedenen Souvenirs auch wieder eine ausreichende Auswahl an Lebensmitteln. Am Himmel sieht man den von Barri vorhergesagten Regen in Form von immer grösser und dunkler werdenden Wolken. Wir entscheiden deshalb, unseren ersten Game Drive im KTP bereits gegen 15 Uhr zu beginnen. Und wir werden mit der Sichtung von vielen Straussen, Oryx, Springböcken, Streifenhörnchen, Schabracken-Schakalen, Schildkröten, Gnus und drei männlichen Löwen belohnt. Viele Arten führen Jungtiere mit sich und die Landschaft ist aufgrund der Regenzeit ziemlich grün. Um auf den schönen ersten Drive anzustossen, öffnen wir zurück im Camp eine Flasche «Fat Bastard». Dazu gibt es Rump-Spiesse und Reis. Was für ein toller Start im KTP!
Männlicher Strauss
Wie heissed die etzt uf dütsch? 😄 Es sind Kuhantilopen 🙂
Sekretäre
Springbok mit Jungtier 😊
Auch die Gnus waren fleissig
Lannerfalke
Raubadler mit hellem Kleid
2 der 3 Löwen, die wir auf unserem ersten Drive sahen 🙂
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202330. Apr. 2024 · #18
Tag 11 / 20.01.24 – Twee Rivieren Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA
Bereits um 04.50 Uhr klingelt unser Wecker, damit wir den heutigen Drive zur Öffnung des Gates starten können. Nach einem obligatorischen Kaffee und dem Abbau unseres Schlafplatzes, machen wir uns auf den Weg und schaffen es tatsächlich, um 05.40 Uhr durch das Tor zu fahren. Kurze Zeit später sehen wir zwei Autos vor uns stehen, welche etwas zu beobachten scheinen. Zuerst gehen wir davon aus, dass sie es auf den Adler auf dem Baum abgesehen haben müssen. Als wir beim Fahrer des ersten Autos nachfragen, werden wir aber auf den männlichen Löwen hingewiesen. Dieser liegt gemütlich unter einem Busch und geniesst träge die goldene Stunde. Leider befindet er sich für unsere Kameras etwas zu weit weg von der Strasse, weshalb wir nach ein paar Minuten beschliessen, weiterzufahren. Auf der weiteren Fahrt sehen wir viele Schakale, Springböcke, ein Steinböckchen-Paar, einen weiteren Adler und einige Riesentrappen. Auf dem Picknick-Platz, welcher sich auf einer Anhöhe neben dem Auob-Tal befindet, gönnen wir uns ein Müsli-Frühstück mit erfrischendem Orangensaft. Auch das Museum, welches von früheren Farmern in dieser Gegend erzählt, schauen wir uns kurz an. Auf der Rückfahrt zum Camp gibt es, abgesehen von einer toten Giraffe, nur wenig zu sehen. Da wir beide müde sind, beschliessen wir, zum Campingplatz zurückzufahren, uns auszuruhen und im Restaurant zu essen. Das Essen schmeckt gut und stärkt uns für den nächsten Drive. Nach dem Essen suchen wir den Pool auf und spielen anschliessend eine Runde Brändi Dog. Hannah kann diese umkämpfte Partie für sich entscheiden und führt in der Gesamtwertung 2:1. Den Abenddrive starten wir um ca. 17.00 Uhr. Wir wollen bis zum Kij Kij Wasserloch hin und zurück fahren. Unterwegs sehen wir Straussenbabys mit ihrem Vater, von der Mutter fehlt jedoch jede Spur… Der weitere Weg bis Kij Kij verläuft sehr ruhig. Als wir beim Wasserloch ankommen, sehen wir jedoch schon von weitem zwei Autos am Ende der Verbindungsstrasse nach Auchterlonie stehen. Gespannt fahren wir ebenfalls dorthin und können drei Löwen Weibchen in den Dünen bestaunen! Welch schöner Anblick in der Abendsonne . Glücklich und zufrieden mit dieser Sichtung hängen wir uns an die andren beiden Fahrzeuge an, welche ebenfalls in Richtung Twee Rivieren unterwegs sind. Auf dem Rückweg sehen wir ein einzelnes Erdmännchen und einen jungen Schmarotzermilan?. Um ca. 19.10 Uhr sind wir zurück im Camp und bereiten unser Abendessen vor. Heute gibt es vegetarisches Thai Curry unter dunklen Wolken. Zum Glück hält das Wetter, bis wir mit dem Kochen fertig sind und auch danach fallen nur wenige Tropfen. Wir können also in Ruhe einschlafen.
Als Löwe lässt es sich ruhig in den Tag starten
Oryxe vor prächtiger Kulisse
Schakal in der Morgensonne bei der Morgentoilette 😗
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202301. Mai 2024 · #19
Tag 12 / 21.01.24 – Nossob Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA
Heute verabschieden wir uns vom Twee Rivieren Rest Camp. Uns hat es hier ziemlich gut gefallen und als Einstieg in den Park ist dieses Camp sicher empfehlenswert. Wir haben auf unserem Drive am Vortag gesehen, dass in der Nähe von Twee Rivieren an einem neuen Rest Camp gearbeitet wird (Auob-Tal Seite). In der Hochsaison ist es sicher sehr voll in Twee Rivieren, so macht es bestimmt Sinn, ein weiteres Camp im Süden vom Park zu errichten. Wir haben keinen Wecker gestellt, deshalb schlafen wir heute aus (bedeutet wach um ca. 7.00 Uhr). Der Tag startet mit einer schlechten Nachricht von zuhause und deswegen ist die Stimmung heute ziemlich bedrückt. Wir versuchen trotzdem das Beste daraus zu machen und hoffen, dass wir auf unserem Weg nach Nossob einige tolle Sichtungen haben werden. Um etwa 9.00 Uhr machen wir uns auf den Weg und sehen beim Wasserloch Samevloeiing mehrere Erdmännchen direkt neben der Strasse! Wir beobachten die Tiere einige Minuten und fahren dann weiter. Nicht lange und wir kommen bei einer Gruppe von 3 Autos an. Langsam nähern wir uns den Fahrzeugen und sehen, dass die 3 Löwenmännchen, welche wir bereits am ersten Tag sehen konnten, direkt neben der Strasse im Schatten eines Baumes faulenzen. Wir stellen uns dazu und beobachten die Tiere beim Nichtstun. Das ist natürlich ein ausgesprochen toller Start und wir hoffen, dass es auf unserem Weg so weiter geht. Gemütlich fahren wir weiter bis zum Picknickplatz Melkvlei und ich übernehme bis zum nächsten Rastplatz das Steuer. Wir fahren weiter und merken, wie das Thermometer immer weiter steigt. Nach einigen Kilometern und nach dem Wasserloch Gunong, kommt uns ein Fahrzeug entgegen und bedeutet uns anzuhalten. Die nette Frau berichtet uns von 4 Geparden, die gleich ums Eck unter einem grossen Baum liegen. Wir sind natürlich sehr gespannt und fahren voller Vorfreude weiter. Nach einigen Metern sehen wir ein weiteres Fahrzeug stehen und der Mann hinter dem Steuer scheint sehr aufgeregt zu sein. Er berichtet uns davon, dass die 4 Geparden kurz zuvor zur (erfolglosen) Jagd auf Strausse angesetzt hatten und sich nun unter einem Baum etwas weiter weg ausruhen. Tatsächlich können wir die Tiere in einiger Entfernung unter besagtem Baum ausmachen. Obwohl die Geparde nun ziemlich weit weg sind, sind wir sehr happy über diese Sichtung. Die Fotos taugen leider nur als Beweisfotos, aber immerhin. Nach einigen Minuten entschliessen wir uns, weiterzufahren. Die weitere Fahrt verläuft ziemlich ereignislos und die Strecke zieht sich etwas. Wir sind froh, als wir endlich den Picknickplatz Dikbaardskolk erreichen. Wir wechseln noch einmal das Steuer und Hannah übernimmt für die restlichen Kilometer nach Nossob. Wir versuchen, auch den letzten Teil der Fahrt einigermassen zu genissen, sind aber sehr froh, als wir dann endlich das Rest Camp erreichen. Die Fahrt bis hierhin verlief ohne nennenswerte Ereignisse. Bei der Rezeption werden wir freundlich empfangen, wir geben unser Permit für heute ab und suchen uns eine schöne Campsite aus. Nach einigem Tüfteln bezüglich der besten Parkposition, stellen wir das Auto ab und chillen fürs Erste. Da wir heute nicht mehr rausfahren, gibt es etwas früher Abendessen. Wir schmeissen den Grill an und es gibt Pouletbrust und Borewoers mit Pilzen und Knoblauchbrot. Alles schmeckt ausgezeichnet! Heute geht es früh ins Bett, denn morgen klingelt der Wecker bereits wieder um 5.00 Uhr, damit wir pünktlich zur Gate-Öffnung loskönnen.
WiniThemenstarter121 Beiträge · seit 202301. Mai 2024 · #20
Tag 13 / 22.01.2024 – Nossob Rest Camp im Kgalagadi Transfrontier Park ZA
Wir haben beide gut geschlafen, sind aber trotzdem noch nicht allzu wach, als uns der Ton des Weckers aus dem Schlaf holt. Wie immer machen wir uns zuerst eine Tasse Kaffee, holen unsere Permit für heute ab und um 5.40 Uhr sind wir auch schon unterwegs! Der heutige Game Drive führt uns zum Lijersdraai Picknickplatz und von dort wieder zurück nach Nossob. Zuerst einmal fahre ich durch das falsche Gate. Als wir hindurchgefahren sind, entschliessen wir uns, noch das Rooikop Wasserloch abzuchecken und dann zurück durch das North Gate in die richtige Richtung zu fahren. Das Rooikop Wasserloch stellt sich leider als verwaist heraus und so kehren wir um und fahren dann Richtung Lijersdraai. Nach einer halben Stunde sehen wir einen Wagen am Seitenrand stehen und bemerken dann ebenfalls das Löwenmännchen, das in einiger Entfernung auf dem Boden liegt (in unmittelbarer Nähe zu einer Herde Gnus). Schon wieder eine Katze! Bis jetzt durften wir auf jedem Game Drive im Park Löwen bestaunen. Wir machen einige Fotos und ziehen nach ein paar Minuten weiter - in der Hoffnung, dass der Rest des Drives so weitergeht. Nun, um es kurz zu machen: Tut er nicht. Der weitere Verlauf ist sehr Wild arm. Am Picknickplatz angelangt gibt es zum Frühstück Toast und ein Glas Orangensaft. So können wir gestärkt den Rückweg in Angriff nehmen. Leider verläuft auch dieser ohne nennenswerte Sichtungen. Erst beim Kwang Wasserloch können wir eine Herde Gnus ausmachen und es ist spannend zu beobachten, wie die Rangordnung der Tiere beim Trinken zu sein scheint. Nach etwa 15 Minuten fahren wir weiter und halten dann nochmals beim Cubitje Quap Wasserloch. Hier sitzt ein mächtiger Gaukler in aller Ruhe neben dem Wasser. Wir können einige Fotos von dem Tier machen und sind froh, zum Abschluss noch eine solche Sichtung gehabt zu haben. Als wir im Camp ankommen, schnappen wir uns erstmal unsere Badesachen und gehen in Richtung Pool, welcher eine super Abkühlung bei dem sehr heissen Wetter bietet! Danach kaufen wir uns noch einige Kleinigkeiten im Shop und essen ein spätes Mittagessen. Es gibt Rahmgeschnetzeltes mit Reis. Das Essen schmeckt gut und der Rest vom Nachmittag wird in der Hängematte oder im Pool verbracht. Um ca. 17.00 Uhr machen wir uns nochmals ready für einen kurzen Game Drive. Wir haben uns entschieden, heute Abend das Marie se Gat Wasserloch aufzusuchen und dort zu warten, bis sich ein Tier blicken lässt. Wir sind die ersten am Wasserloch und suchen uns eine schattige Position aus. Wir warten, und warten, und warten… Immerhin mit einem gekühlten Savanna Lemon in der Hand (ohne Alkohol versteht sich). Nach etwa einer Stunde zeigt sich dann ein Schakal und wir können einige Fotos von ihm schiessen. Leider ist dies die einzige Sichtung und so brechen wir um kurz vor 19.00 Uhr in Richtung Rest Camp auf. Aufgrund des späten Mittagessens haben wir gar keinen Hunger mehr und beschliessen den Abend mit einem Glas Amarula – cheers!