Heute geht es nun los mit der Nachlese unserer Reise aus dem September. Ich bin noch etwas nervös, weil dieses meine ersten Posts im Forum sind und ich hoffe, dass ich den Tücken des Hochladens einigermaßen begegnen kann. Unsere 3. Namibiareise haben wir im Herbst 2022 angefangen zu planen. Wie auch bei der zweiten Tour haben wir, durch dieses Forum inspiriert, die Route (die ja mehr oder weniger klassisch ist) und die Unterkünfte selbst zusammengestellt und zusammen mit den Flügen über unser heimisches Reisebüro buchen lassen. Das hatte den Vorteil, dass wir eine finanzielle Rückfallebene gehabt hätten, falls die Reise nicht hätte stattfinden können. Das Auto und auch die Ausflüge haben wir direkt gebucht. Größte Veränderung zur letzten Tour war die Unterbringung im Etosha Nationalpark Bei der ersten Tour in 2018 waren wir in den NWR-Camps im Etosha in Doppelzimmern untergebracht. (Das hat uns gar nicht gefallen, auch das Essen war damals unterirdisch) Daraufhin haben wir 2021 außerhalb des Parks gewohnt. Das war zwar total schön, uns fehlte aber der Zauber, abends am Wasserloch sitzen zu können und morgens direkt im Park zu sein. Die Alternative, die wir dann in diesem Jahr probieren wollten war also, die 4 Nächte im Etosha im Dachzelt zu verbringen und uns selbst zu verpflegen. Davon später mehr. Unsere Route sah dieses Mal so aus: 03.09.2023 Bremen - Frankfurt- Windhoek 04.09.2023 Windhoek Capbon Guest House 05.09.2023 Swakopmund The Delight 06.09.2023 Swakopmund 07.09.2023 Damaraland Damara Mopane Lodge 08.09.2023 Etosha Okaukuejo 09.09.2023 Etosha 10.09.2023 Etosha Halali 11.09.2023 Etosha Namutoni 12.09.2023 Rundu Kaisosi River Lodge 13.09.2023 Kongola Namushasa River Lodge 14.09.2023 Kongola 15.09.2023 Ngoma border Chobe River Camp 16.09.2023 Ngoma border 17.09.2023 Divundu Shametu River Lodge 18.09.2023 Divundu 19.09.2023 Grootfontein Dornhügel 20.09.2023 Otjiwarongo Frans Indongo Lodge 21.09.2023 Otjiwarongo 22.09.2023 Windhoek Naankuse Lodge 23.09.2022 Windhoek 24.09.2023 Frankfurt- Bremen
In unserem Freundes- und Familienkreis wurden wir etwas irritiert angesehen, wenn wir erzählt haben, dass wir in etwa die gleiche Runde wie beim letzten Mal fahren wollen. Wie soll man auch erklären, dass es immer anders und doch jedes Mal wieder gleich schön ist und man eine Gegend auch fünf Mal besuchen kann, ohne dass es langweilig wird. Lediglich diejenigen, die bereits in Namibia/Südafrika waren haben uns neidisch angesehen und mit uns gefiebert, wann es endlich losgehen wird. Losgehen wird es dieses Mal auch in etwas anderer Besetzung. Unsere Tochter, die uns damals durch ihr Auslandsjahr auf „Namibia-Spur“ gesetzt hat, kann beruflich leider nicht mit, sodass wir zu viert unterwegs sein werden. Seit dem Sommer ist aus dem Freund unserer ersten Tochter unser Schwiegersohn geworden, so dass die Reise auch ein bisschen Honeymoon-Charakter hat. So, nun habt Ihr einen ersten Eindruck, was Euch erwartet. Vielleicht hat der eine oder andere Lust unsere Reise mitzuerleben. Ich würde mich freuen.
Teil 215. Okt. 2023
03.09.2023/04.09.2023 Anreise Nach unserem Bahnstreik-Erlebnis beim letzten Mal haben wir uns dieses Mal entschlossen, auch bereits die Strecke Bremen- Frankfurt per Flugzeug zurückzulegen. Wir sind gegen 12.20 Uhr am Flughafen in Bremen, können unsere Koffer bereits bis Windhoek durchchecken und haben nach dem Sicherheitscheck noch jede Menge Zeit, bis es losgeht. Der Flug nach Frankfurt läuft reibungslos und in Frankfurt haben wir dann auch noch jede Menge Zeit, weil wir vorsichtshalber einen frühen Zubringerflug gebucht haben. Die Stunden gehen aber auch hier gut rum, wir müssen nur noch einmal das Gate wechseln. Im Flugzeug sitzen wir relativ weit hinten, ich empfinde es dieses Mal als sehr laut und gefühlt wird der Beinabstand zur Vorderreihe immer kleiner. (Im Zubringerflug hatten wir mehr Platz)
Durch das Überflugverbot in Niger wegen der politischen Unruhen müssen wir einen kleinen Umweg fliegen und sind erst nach etwas über 11 h mit etwas Verspätung in Windhuk. Hier mag ich das Landen, weil es ganz langsam heruntergeht und es keinen Druck auf die Ohren gibt. Wir sehen schon die ersten Graslandschaften beim Anflug und es kribbelt im Bauch…bald geht es los!
Wir können hinten aussteigen und haben die ausgefüllten Immigration Formulare parat sodass die Einreise schnell geht. Als dann noch alle vier Koffer unversehrt auf dem Gepäckband auftauchen freuen wir uns und der Urlaub kann beginnen. Der Shuttle Fahrer von Savannah ist bereits da und hat außer uns keine Gäste, so dass wir noch eine Telefonkarte bei MTC holen und etwas Bargeld am Automaten ziehen können. Wir werden zum Savannah Depot geshuttelt und dort erwartet uns bereits der Mitarbeiter der Reiseagentur, der uns unsere Papiere und Karten überreicht und einen kurzen Abriss der Reise macht. Wenn er wüsste, dass wir die Route selbst geplant haben und die Hälfte der von ihm bereits in die Karte eingezeichneten Strecken so gar nicht fahren werden und die ganze Mühe umsonst war… Trotzdem kann er uns noch einige Tipps geben. Danach gehen wir in die Fahrzeughalle und sehen unseren Landcruiser, der uns die nächsten drei Wochen durch die Gegend schaukeln wird. Ein Dachzelt ist bereits aufgebaut und der Mitarbeiter erklärt uns, wie das funktioniert. Vorsichtshalber filme ich mit, falls wir doch einmal etwas vergessen. Das hintere Dachzelt würde genauso funktionieren und es wäre damit alles tipp topp, er habe das selbst kontrolliert heißt es. Ich bin skeptisch, da es aber mittlerweile schon relativ spät ist verzichten wir darauf, dieses auch noch einmal aufzubauen. Der Landcruiser hat knapp 130.000 km auf der Uhr, schon einige Schrammen und einen kleinen Schmiss in der Windschutzscheibe (der aber nicht weiter reißt), ein Zurrgurt fehlt am Dachzelt und wir notieren alles. Der Wagen ist leider nur zu ¾ getankt, wir sollen ihn auch so wieder abgeben…doof, vollgetankt ist einfacher zu handhaben.
Schließlich machen wir uns auf den Weg , sind kurze Zeit später beim Capbon Guesthouse und werden herzlich begrüßt. Hier haben wir auch bereits die letzten beiden Reisen gestartet und fühlen wir uns gleich angekommen, checken ein und laden unsere Sachen ab.
Dann fahren wir in die Grove Mall, um noch Decken und Lebensmittel zu kaufen. Wir essen auch eine Kleinigkeit, sind aber irgendwann so erschöpft, dass wir die Lebensmitteleinkäufe auf den nächsten Tag in Swakopmund verlegen. Zurück im Capbon legen wir uns ein Stündchen an den Pool und ruhen uns aus. Abends gehen wir ins Riverside, das kleine Restaurant um die Ecke und wir genießen Pizza und Samosas bei unserem ersten Savannah.
Wir gehen früh schlafen und freuen uns auf die vor uns liegenden Wochen.
Teil 316. Okt. 2023
05.09.2023 (Windhoek – Swakopmund/ 320 km) Nach einem leckeren Frühstück mit Rührei, frischen Brötchen und Kaktusfeigenmarmelade verabschieden wir uns und es geht los. Zunächst tanken wir, was eine halbe Ewigkeit dauert, da die beiden Tanks verbunden sind und deshalb langsam getankt werden sollte, um diese auch tatsächlich richtig zu füllen. Über den nördlichen Teil von Windhoek verlassen wir die Stadt und biegen ab auf die C28, da wir uns nicht die ganzen LKW auf der B 2 antun wollen. Wir beginnen also ziemlich gleich mit einer guten Gravelroad, lassen etwas Luft aus den Reifen und genießen die Landschaft des Khomas Hochlands. Als wir dann auch gleich die ersten Warzenschweine sehen, sind wir richtig angekommen. Darauf haben wir uns gefreut. Vorbei am Liebighaus geht es durch tolle Täler und Berge, manchmal hat man ein bisschen ein Achterbahngefühl. Durch den Bosua Pass kommen wir ebenfalls gut durch, wir haben dieses Mal ein paar mehr PS unter der Haube und der LC schafft es mühelos. Lediglich wenn wir mal aussteigen und die Handbremse benutzen wollen schwächelt diese etwas.
Wir sehen schon einige Tiere: einen Kampfadler, Kudus, Perlhühner und Giraffen, die in den Felsen herumklettern. Das sieht sehr beeindruckend aus.
Lediglich auf dem letzten Wegstück ist es etwas eintönig.
Wir erreichen gegen 15.45 das „The Delight“ in Swakopmund und bekommen nach einem Willkommens-Eistee unsere schönen Zimmer, das von den Honeymoonern ist mit Rosenblättern und Naschkram bestückt. Voll süß! Da außer der Handbremse auch einige andere Kleinigkeiten (Fensterheber geht nicht, Schmutzfängerkette ist ab, Tischhalterung ist ausgeleiert un der Tisch rutscht immer heraus) am Auto zu erledigen sind, telefonieren wir mit Savannah und vereinbaren, den Wagen am nächsten Tag zu Thimos Autowerkstatt zu bringen. Wir telefonieren daraufhin mit JD von Red Dune Safaris, bei dem wir für den nächsten Tag eine Sandwich Harbour Tour gebucht haben und bitten ihn, uns nicht am Hotel, sondern an der Autowerkstatt abzuholen – gar kein Problem. Danach shoppen wir ein paar Kleinigkeiten, u.a. zwei kleine Stofftiere, die uns von nun an begleiten und unseren Nachbarjungs zuhause jeden Tag berichten, was wir so erlebt haben.
Zum Einkaufen ist es leider schon zu spät. Wir laufen von der Jetty am Strand entlang bis zum Leuchtturm und lassen uns den (kalten) Wind um die Nase wehen. Es hat 18 Grad.
Abends essen wir sehr lecker indisch im Garnish und trinken später noch einen Gin-Tonic in der Hotelbar des Delight. Hier haben wir beim letzten Mal den Stillhouse Gin kennen- und liebengelernt. Für den nächsten Tag haben wir nachmittags bei Stillhouse ein Gin-Tasting gebucht. Für heute geht es aber nun durch den schön beleuchteten Innenhof zu unseren Zimmern und ins Bett.
Teil 421. Okt. 2023
So, ich starte mal einen neuen Versuch.. 06.09.2023 Ausflug Sandwich Harbour und Gin Tasting Nach einem leckeren Frühstück bringen wir das Auto in Thimos Autowerkstatt und werden mit einem freundlichen „Moin“ begrüßt. Er verspricht, alle Mängel bis Nachmittags zu beheben und uns den Wagen zurück ins Hotel zu bringen. Vor der Tür wartet schon unser Guide Hans auf uns, um uns zur Sandwich Harbour Tour abzuholen. Hans lebt in 4. Generation in Namibia und spricht deutsch, als wäre er erst gestern eingereist. Wir verstehen uns gleich gut und nachdem wir unser Picknick abgeholt haben fahren wir zur Flamingo Lagoon, wo auch wirklich viele Flamingos zu sehen sind. Hans erklärt die unterschiedlichen Arten, die dort beide nach etwas zu fressen fischen.
Weiter geht’s an den Salzfeldern der Raffinerie vorbei, wir können den rosa Salzsee sehen und Hans erklärt, dass das Salz zunächst rosa und erheblich salziger ist und durch mehrmaliges Waschen weiß wird und an Intensität verliert. Ein Großteil des hier geförderten Salzes wird nach Europa als Streusalz verkauft, einiges in Südafrika verpackt und als Kochsalz wieder nach Namibia eingeführt. Wir fahren am Strand entlang und erreichen den Namib Naukluft Park.
Hier entdecken wir auch die ersten Robben, eine hat sich in einem Seil verfangen. Hans macht ein Foto und meldet dieses einer Organisation, die sich darum kümmert, dass solchen Tieren geholfen wird.
Der Weg führt uns weiter immer direkt an der Wasserkante entlang, der Sand ist oftmals rot gefärbt, was an dem Gehalt an Granat liegt, der hier viel vorkommt.
Wir kommen an einem Schakal vorbei, der gerade damit beschäftigt ist, eine Robbe zu verspeisen und sich auch von uns nicht stören lässt.
Der Weg zwischen Dünen und Meer wird immer enger, die Dünen ragen hoch auf und die Wellen schlagen an den Fuß der Düne. Da das Wasser zu hoch und es damit zu gefährlich ist, können wir nicht komplett nach Sandwich Harbour durchfahren. Das stört uns aber gar nicht, wir sind beeindruckt, wie diese Riesendünen direkt ans Meer treffen.
In einer kleinen Sporteinheit klettern wir eine der Dünen hinauf. Hans fährt mit dem Auto außen herum und erwartet uns dann mit unserem Picknick. So genießen wir bei Sekt und Snacks einen unvergleichlichen Blick auf den Atlantik – oder wahlweise die Namib Wüste.
Danach beginnt eine Achterbahnfahrt durch die Dünen. Das ist manchmal ganz schön steil und daher kribbelig im Bauch. Wahnsinn, dass das Auto das so mühelos schafft. Zwischen den Dünen sehen wir Oryxe, Springböcke und Strauße.
Auf dem Rückweg am Strand entlang hat sich eine riesige Kolonie Kap-Kormorane niedergelassen, die gefühlt kilometerweit am Strand entlang rasten.
Viel zu schnell ist die Tour zu Ende und Hans liefert uns im Hotel ab. Auch er hat einige Fotos von der Tour gemacht, die er uns später noch per Email schickt. Mit uns gemeinsam wird gerade unser Auto zurückgebracht, alle Mängel konnten behoben werden. 🙂 Nach einer kurzen Pause bestellen wir ein Taxi und lassen uns zu Stillhouse Atlantic bringen. Das ist eine ganz kleine Destillerie, die wir bei unserem letzten Besuch entdeckt haben und wir haben hier ein Gin Tasting gebucht. Wir werden sehr herzlich von der Besitzerin Sandy begrüßt und bekommen zunächst eine Erklärung, wie dort der Gin hergestellt wird.
Hierzu wird aus Hefe eine Maische angesetzt, aus der dann der Basisalkohol mit ca. 94%o Alkohol hergestellt wird. Das dauert ziemlich lange. Der Basisalkohol wird dann zusammen mit den Botanicals destilliert und hat danach ca. 80%o Alkohol. Mit destilliertem Wasser wird dieser Rohgin auf 43%o verdünnt, um dann noch ca. 4 Wochen in einem Tonfass zu ruhen, so dass sich der Geschmack entfalten kann. Wir probieren zunächst den Gin pur, geben dann Eis hinzu und später dann erst das Tonic. Es ist erstaunlich, wie sich der Geschmack des Gins nur nach Zugabe des Eises schon verändert. Wir probieren beide Sorten Gin, die dort hergestellt werden und auch noch einen Kaffeelikör (der mir aber nicht sooo gut schmeckt, ich mag allerdings Kaffee eigentlich auch nur als Heißgetränk, am liebsten mit viel Milch) 😄 Nachdem wir uns danach mit Gin eingedeckt haben verabschieden wir uns und lassen uns vom Taxi wieder abholen.
Abends gehen wir im Lighthouse essen und trinken danach noch einen Absacker in der „Bar zonder Naam“, hier gibt es eine Hausedition des Stillhouse Gin mit Schoki und Orange. Den Tipp hatten wir nachmittags bekommen und mussten natürlich gleich probieren.
Abends sind wir von den vielen tollen Eindrücken ganz erschöpft und schnell im Reich der Träume. Und woher weiß man, dass man in Swakop ist? Durch die bereits von einem guten Geist ins Bett gelegte Wärmflasche.
Danke für diese liebe Geste, liebes Personal aus dem Delight. Wir haben uns hier wieder sehr wohlgefühlt.
Teil 522. Okt. 2023
07.09.2023 / Swakopmund „The Delight“ – Damara Mopane Lodge, 313 km Um 6.45 Uhr gibt es Frühstück und wir kommen nach unserem Einkauf im Superspar, damit wir uns im Etosha selbst verpflegen können, gegen 9 Uhr los. Es ist diesig und das Thermometer zeigt lediglich 12 Grad an. Bis Henties Bay fahren wir auf der geteerten C34 am Atlantik entlang.
Dann biegen wir auf die C35 ein, auch diese ist zunächst geteert. Nach einigen Kilometern beginnt eine Baustelle, hier kann man sehen, dass die Teerstraße bald länger sein wird. Für uns beginnt hier aber die Gravelroad und präsentiert sich in richtig schlechtem Zustand, so dass wir bis zum Abzweig nach Twyfelfontein eine ordentliche African Massage bekommen. 🙄
Den ganzen Vormittag über bleibt es dunstig, so dass wir die Gegend mit dem Brandbergmassiv nur erahnen können. Nach dem zunächst kargen Stück Strecke wird es im Verlauf wieder interessanter und bergiger, die Vegetation üppiger.
Wir finden Elefantenkot, allerdings begegnen uns nur Ziegen und Kühe auf der Straße.
Gegen 14 Uhr sind wir an der Damara Mopane Lodge und bekommen ein herzliches Willkommen. Unsere Häuschen sind jeweils von einem Gemüsegarten umgeben, uns gefällt die Lodge trotz ihrer Größe gut.
Wir verbringen den Nachmittag am Pool und genießen den schönen Ausblick. Zum Sundowner machen wir uns auf in Richtung Hausberg.
Von hier haben wir einen tollen Blick über die Ebene und genießen das warme Licht der untergehenden Sonne bei Gin-Tonic, Weißwein und Savannah. Es ist total schön und friedlich hier oben.
Zum Abendessen gibt es ebenfalls einen "Berg" mit einem Auberginetower als Starter sowie diversen Köstlichkeiten vom Büffet.
Teil 623. Okt. 2023
08.09.2023/ Damara Mopane Lodge- Okaukuejo , 280 km Nach einem schönen Frühstück auf der Terrasse machen wir uns gegen 8.30 Uhr auf den Weg Richtung Etosha. Über die M80 fahren wir bis zur D2666 und weiter über die D2694 und D 2710.
Wir haben bewusst die D Straßen gewählt, da hier weniger los ist und man gemütlicher fahren kann. Alle Straßen waren gut befahrbar und um einiges komfortabler als die C Straße am Tag vorher. Kurz bevor wir wieder auf die C38 abbiegen, um die letzten Kilometer bis zum Anderson Gate zu fahren sehen wir am Wegrand mehrere Singhabichte direkt neben der Straße, die uns ihre Flugkünste präsentieren.
Kurz vor dem Gate halten wir noch einmal am Traders Post und tanken, dann gehts auf in den Etosha. Die Kontrolle am Gate geht fix und wir fahren gleich einen Schlenker, um bei Ombika nach Tieren Ausschau zu halten. Wir sehen viele Springböcke, einige Zebras und Giraffen und freuen uns auf die nächsten Tage.
Nun beginnt auch unser Campingabenteuer. In Okaukuejo wird uns ein Platz in der Nähe des Waschhauses zugeteilt, was mich etwas beruhigt, falls ich denn nachts tatsächlich mal raus muss. Das war im Vorfeld meine größte Sorge in Bezug auf das Campen gewesen. Wir machen einen kleinen Spaziergang ans Wasserloch und sehen hier Springböcke, Oryxe und von weitem auch einen Elefanten. Das ist schon einmal ein guter Start.
Nachmittags fahren wir noch eine kleine Runde nach Okondeka, auch hier sind viele Springböcke und etliche Gnus zu finden.
Weiter sehen wir noch einige Gaukler.
Nach unserer Rückkehr ins Camp versuchen wir uns an unserem ersten Zeltaufbau, was erstaunlich gut klappt.
Teil 723. Okt. 2023
08.09. Teil 2 Unsere Tochter kocht nebenher Nudeln mit Soße. Unser Schwiegersohn macht vor dem Essen noch einen kurzen Abstecher zum Wasserloch. Hier sind nun einige Giraffen zum Trinken eingetroffen.
Während die Sonne mit einem tollen Farbenspiel untergeht essen wir, waschen ab und gehen gemeinsam noch einmal zum Wasserloch.
Über den Abend verteilt sehen wir 8 Nashörner, zwei davon mit Babies, einen Elefanten, eine Hyäne (haben wir bisher noch nie gesehen) und einen Schakal. Es ist so schön, man mag sich gar nicht losreißen.
Irgendwann machen wir uns dann aber doch auf den Rückweg zur Campsite und klettern müde in unsere Zelte. Wirklich bequem ist es nicht. Wir liegen ziemlich hart. Die 1,30 m Breite ist aber völlig ok, trotzdem mein Mann und ich definitiv nicht in Kleidergröße S passen. 😛 Zum Einschlafen hören wir noch Löwengebrüll, ein Pluspunkt auf der „pro campen“-Liste. 😎
Teil 824. Okt. 2023
09.09.2023 Im Park 143 km Wir stehen um 6 Uhr auf und bauen die Zelte ab. Zeitgleich kochen wir Wasser für Tee, Kaffee und Porridge. Zusammen mit einem Nutella-Toast nehmen wir alles to go und fahren mit Gateöffnung um 7 Uhr Richtung Nebrownii. Hier frühstücken wir bei einem schönen Sonnenaufgang. Die Tiere sind allerdings schon fertig mit ihrem Frühstück. Außer einer Löwin in weiter Ferne sehen wir keine Tiere.
Nach einer Weile machen wir uns auf den Weg. und halten an der Pfanne, mit wunderschöner Aussicht.
Und dann passiert es: Als ich dabei bin ein Steinböckchen zu fotografieren, gibt meine neue Kamera urplötzlich den Geist auf und außer einem schwarzen Display mit der Aufforderung die Kamera aus und wieder einzuschalten lässt sie sich zu keiner Aktion mehr verlocken. 😐 Den Rest des Urlaubs kann ich wenigstens unsere „alte“ Spiegelreflex, die wir glücklicherweise auch noch eingepackt hatten nutzen, allerdings mit einer halb so großen Brennweite. Da auch mein Schwiegersohn eine große Kamera dabei hat ist der „Schaden“, was die Bildausbeute insgesamt angeht zwar nicht sooo groß, allerdings bin ich schon extrem enttäuscht, weil ich die neue Kamera erst vor einigen Monaten und mit Hinblick auf diesen Urlaub gekauft hatte. Hier mein letztes Bild mit der Kamera
Bevor nur noch das zu sehen ist....
Einiges an Fotos in diesem Bericht hat unser Schwiegersohn beigesteuert, danke dafür.
Nach dem Schock fahren wir weiter Richtung Olifantsbad und sehen auf dem Weg einige Kudus.
Dann, direkt neben der Straße liegt eine Löwin, die es sich in einem Gebüsch bequem gemacht hat. Juchhu!
Wir beobachten sie ganze eine Weile und fahren schließlich weiter nach Olifantsbad. Ein weiblicher Guide (gibt es für Guide eine weibliche Form??) gibt uns den Hinweis, dass dort ebenfalls Löwen sind. Diese finden wir dann nach einigem Suchen auch in ziemlicher Entfernung und gut getarnt im Schatten liegen.
Wir machen eine kurze Zwangspause auf dem Picknickplatz, um unsere Kofferraumklappe wieder richtig zu schließen….das werden wir im Verlauf der Reise leider noch des Öfteren tun müssen, da die Verschlüsse ausgeschlagen waren. 😵 Dann fahren wir weiter Richtung Gemsbokvlakte und treffen dort auf einen Strauß, ein paar Oryxe und eine Giraffenmama, die mit ihrem Kind ihren Durst stillt.
Auf dem Rückweg zum Camp erspähen wir in weiter Entfernung noch 2 Elefanten. Die Mittagshitze verbringen wir am Pool und machen uns am Nachmittag noch einmal auf den Weg. Direkt hinter dem Camp treffen wir auf ein NH, das es sich wenig fotogen hinter ein paar Büschen bequem gemacht hat.
Wir fahren weiter nach Nebrownii und sehen dort neben vielen Antilopen und Zebras auch eine Gruppe Elefantenbullen, die trinken, rangeln und Kräfte messen. Wir bleiben eine ganze Weile dort und genießen das Schauspiel.
Dann glauben wir unseren Augen nicht zu trauen: Ein Auto parkt ein Stück vom Wasserloch entfernt, der Fahrer steigt aus und macht sich zu Fuß auf den Weg zum Wasserloch. Der Guide eines gerade ankommenden Gamedrives weist den Mann zurecht und schickt ihn zurück zu seinem Auto. Wie dumm kann man sein!!! Über Gemsbokvlakte fahren wir dann weiter nach Olifantsbad. Die Löwen haben sich nicht von ihren Schattenplätzen bewegt und liegen immer noch weit entfernt im Gras. Am Wasserloch stehen jetzt jede Menge Schwarzgesichtimpalas, die von den Löwen gar keine Notiz nehmen.
Dort, wo wir morgens die Löwin am Wegrand gesehen haben, liegen jetzt zwei Löwinnen und schlafen. Hier bleiben wir eine ganze Weile in der Hoffnung, dass die Beiden sich vielleicht mal bewegen, aber außer eine Schwanzspitze zuckt fast nichts.
Dafür sehen wir noch ein paar gefiederte Gesellen, von denen wenigstens einer aktiver ist. 😉
Teil zwei folgt
Teil 924. Okt. 2023
09.09.2023 Teil 2
Wir wollen dann über Aus wieder auf den Hauptweg fahren. Daraus wird allerdings nichts. Ein Elefant läuft am Weg entlang und wechselt ständig von links nach rechts. Sobald wir etwas näher kommen dreht er sich um und zeigt uns sehr deutlich, dass wir das doch bitte unterlassen sollen.
Also bleiben wir auf Abstand und hoffen, dass er irgendwann links oder rechts abbiegt. Den Gefallen tut er uns allerdings nicht, so dass wir nach einiger Zeit und einem Blick auf die Uhr beschließen umzudrehen. Der Rückweg zum Camp ist also plötzlich nicht mehr 18 sondern 38 km lang und wir müssen uns beeilen, um noch vor Gateschließung im Camp zu sein. So streifen wir die badende Elefantenherde bei Aus nur mit einem sehnsuchtsvollen Blick, schießen ein paar Fotos von den nun erwachten Löwen und mein Mann gibt (soweit erlaubt) "Gas", was uns gar nicht gefällt, weil man nichts am Wegrand wahrnimmt. Wie oft haben uns sonst schon Autos überholt, ich frage mich, ob die überhaupt Tiere sehen, die kleiner als Elefantengröße sind. 🙄
Bei Gemsbokvlakte müssen wir dann aber doch noch einen kurzen Stopp einlegen. Hier haben sich vier Löwen eingefunden und trinken dort in der schönsten Abendsonne.
Schade, dass wir hier nicht lange bleiben können. Wir treffen kurz vor Gateschließung wieder in Okaukuejo ein und ich steige direkt am Wasserloch aus, um den Sonnenuntergang dort zu fotografieren. 12 Giraffen bilden dort ein tolles Motiv vor dem roten Feuerball.
Die Anderen bauen derweil die Zelte auf und beginnen zu kochen. Zum ersten Mal grillen wir am offenen Feuer und es gibt heute Rinderfilet und Grillgemüse mit Kartoffeln. Sehr lecker!
Danach machen wir uns noch einmal auf den Weg zum Wasserloch und haben wieder ein wunderbares Abendprogramm.
Plötzlich hören wir das kräftiges Schimpfen eines Vogels. Nach einiger Suche entdecken wir zwei Kiebitze und können kurz darauf auch sehen, warum diese so aufgeregt sind. Eine Schlange schlängelt in unmittelbarer Nähe um die Beiden herum, die davon „not amused“ sind .
Irgendwann ist aber wieder Ruhe und auch wir krabbeln müde in unsere Zelte und sind schnell eingeschlafen.
Teil 1025. Okt. 2023
10.09.2023 Okaukuejo – Halali, 108 km Heute sind wir schon geübt im Zeltabbau, packen und Frühstück zubereiten. Wir frühstücken sogar noch im Camp und waschen das Geschirr ab. (Später, als wir bereits in Halali sind fällt mir auf, dass ich meine Taschenlampe beim Abwaschen liegengelassen habe, sollte sie also jemand in Okaukuejo finden, darf er sie gerne behalten. 🤨 ) Trotzdem sind wir bereits um kurz vor sieben am Gate und haben die Pole Position, als das Tor aufgeht.
Auf dem Weg sehen wir zunächst eine NH-Mama mit ihrem Jungen. Bei Nebrownii kommen wir (wieder)etwas zu spät und sehen in der Ferne zwei Löwen, die offenbar ihren Durst schon gestillt haben. Wir genießen die aufgehende Sonne und fahren nach einer Weile nach Gemsbokvlakte weiter.
Auf dem Weg dorthin sehen wir ganz viele Gnus und Zebras, die in langen Reihen Richtung Wasserloch ziehen.
Diese können wir dann dort gut beobachten. Die Zebras haben (wie immer) irgendetwas zu zanken, bevor nachher doch alle friedlich nebeneinander stehen und trinken. Ein schönes Bild im sanften Morgenlicht.
Auf unserem weiteren Weg nach Olifantsbad treffen wir auf zwei Honigdachse, die emsig hin- und herwuseln.
Dies ist eine Erstsichtung für uns und ich mag diese knuffigen Tiere auf Anhieb, obwohl sie ja in den Camps nicht gerne gesehen sind. In Olifantsbad ist heute von den Löwen keine Spur. Später fahren wir an der Salzpfanne entlang und haben endlich einmal blauen Himmel, so dass diese auch extra weiß leuchtet. Ein tolles Bild mit einer unendlichen Weite, welches man auf den Fotos gar nicht so wiedergeben kann.
Wir haben noch einige schöne Begegnungen am Wegesrand
Ein Schakal hat gerade ein Hörnchen? erlegt und beginnt zu fressen. Als ihn ein Schildrabe hierbei bedrängt schnappt er sich seine Beute und zieht damit von dannen.
Auf dem Hauptweg halten wir nach einer Weile, weil vor uns bereits diverse Autos auf der ganzen Straße verteilt sind. Dann sehen wir eine Gruppe von Elefanten, die mitten zwischen den Autos die Straße quert. Wir sind nicht böse, ein bisschen Abstand zu haben. Bei einem Auto direkt bei den Elefanten kann aber offenbar jemand nicht dicht genug dran sein und hängt aus der geöffneten Tür, um Fotos zu machen.
Wir treffen gegen Mittag in Halali ein und dürfen uns eine Campsite aussuchen. Wir wählen einen Platz, der in der Nähe des Wasserlochs liegt. Die Mittagshitze verbringen wir am Pool und bauen später das Zelt auf, das geht inzwischen schon ganz flott. Wir essen früh und gehen danach mit unserem Sundowner Drink zum Wasserloch. Davon später mehr.
Teil 1125. Okt. 2023
10.09.2023 Teil 2 Am Wasserloch sind schon einige Zuschauer, trotzdem ist es mucksmäuschenstill. Am Wasser tummelt sich eine Elefantenfamilie mit mehreren, auch ganz kleinen Jungtieren.
Später gesellen sich noch mehrere Nashörner, eins davon mit Jungtier dazu. Die Elefanten ziehen irgendwann weiter.
In weiter Ferne sieht man dann zwei Löwen auftauchen, die ihren Durst an einem kleinen Wasserloch in einiger Entfernung stillen und sich dann in den Büschen niederlegen.
Wer nun erst als Zuschauer dazu stößt würde nicht vermuten, dass Löwen dort sind, so gut sind sie getarnt. Als eine Gruppe Hyänen auch zum Trinken ans Wasserloch kommt zeigt sich einer der Löwen kurz und macht klar, dass die Hyänen nicht willkommen sind und diese machen sich dann auch schnell wieder aus dem Staub. Die Nashörner lassen sich von alldem nicht stören, passen aber gut auf. Nach einer Weile erscheint ein einzelner Springbock, um auch zu trinken. Das nutzt einer der Löwen aus und schleicht sich einige Meter an diesen heran.
Als er dann halbherzig schneller wird, entwischt der Springbock ohne Probleme und der Löwe kehrt wieder in sein Versteck zurück. Irgendwann ziehen sowohl Löwen als auch Nashörner von dannen, eine der Hyänen traut sich danach wieder zum Trinken zurück.
Wir sind ganz voll von diesen tollen Erlebnissen und krabbeln spät in unsere Zelte.
Teil 1228. Okt. 2023
11.09.2023 Halali – Namutoni, 181 km Auch heute sind wir wieder früh abfahrbereit und schauen noch einmal am Moringa Wasserloch vorbei, bevor wir das Camp verlassen. Hier sind zu dieser frühen Stunde nur ein paar Tokkos unterwegs, die vermutlich die heruntergefallenen Reste der Snacks vom Vorabend zum Frühstück verzehren.
Wir verlassen Halali und fahren heute Richtung Namutoni. Giraffen und Zebras kreuzen die Straße, ein Impala schaut neugierig zu uns herüber.
In weiter Ferne sehen wir ein NH, das es offensichtlich eilig hat.
Auch heute sehen wir wieder lange Schlangen von Zebras und Gnus, die zu den Wasserlöchern ziehen. Die Zebras haben viele Jungtiere dabei.
Wir sehen diverse Kiebitze und Sekretäre (die ja immer ein bisschen arrogant aussehen)
Auch ein Singhabicht ist unterwegs.
Wir biegen auf den Abzweig nach Okerfontein ab. Hier haben wir bei unserer letzten Reise Geparden gesehen. Zunächst sehen wir allerdings eine große Gruppe Kuhantilopen und auch noch wieder Elefanten, die parallel zu uns in einiger Entfernung unterwegs sind. Wir beobachten die Gruppe und diese beobachtet uns gefühlt auch.
Wir fahren weiter und nach einiger Zeit sehen wir, dass vor uns ein Auto und ein Gamedrive angehalten haben. Mit dem Fernglas können wir erkennen, dass dort eine Gepardin mit ihren Jungtieren im Schatten liegt. Fast an der gleichen Stelle, an der wir beim letzten Mal erfolgreich waren! 🤩 Wir freuen uns, dass das Auto vor uns Platz macht, damit auch wir besser sehen können.
Hinter uns ist dann auch noch ein Auto, so dass wir hier nicht so lange verweilen, wie wir es eigentlich tun würden, um auch den anderen die Möglichkeit auf eine gute Sicht zu geben. Wir folgen dem Gamedrive ein Stück, links und rechts der Straße stehen zwei Elefanten, die sich gerade ihr grünes Mittagessen schmecken lassen. In geringem Abstand passieren wir die Tiere, das ist schon ein kribbeliges Gefühl im Bauch, aber gleichzeitig denke ich wieder, wie schön Elefanten von Nahem sind.
Als wir wieder auf dem Hauptweg sind, beschließen wir noch das Wasserloch Kalkheuwel anzufahren. Die Zuwegung ist in einem ganz schlechten Zustand, eine african massage der feinsten Sorte. Aber es lohnt sich. Als wir am Wasserloch ankommen, sehen wir neben einigen Zebras auch eine Herde Elefanten, die auch ganz kleine Jungtiere dabeihaben. Es ist wunderschön anzusehen, wie die Gruppe am Plantschen ist und sich gegenseitig die besten Plätze streitig macht.
Teil 1328. Okt. 2023
Allmählich sammeln sich die Elefanten zum Abmarsch. Wir haben auf dem Hinweg schon gesehen, dass der Elefantenpfad direkt am Fahrweg entlangläuft und aus der Erfahrung von vor zwei Tagen entscheiden wir uns, vor den Elefanten loszufahren.
Wir fahren dann bis Namutoni durch und checken ein. Wir bekommen eine Campsite mit gemauerter Kochecke. Danach gehen wir zum Pool und verbringen hier eine ganze Weile. Meine Tochter und mein Mann bleiben den restlichen Nachmittag am Pool, wir anderen Beiden machen uns noch einmal auf den Weg. Direkt hinter der Ausfahrt vom Camp sehen wir einen Elefanten in den Büschen. Kurz darauf erkennen wir, dass es ganz viele, gut versteckte Elefanten links und rechts des Weges sind und wir fast mittendrin.
Ein Elefantenbaby liegt am Rand und schläft offensichtlich. Durch die Büsche können wir keine ordentlichen Fotos machen. Wir beobachten das Baby eine Weile. Irgendwann wacht es auf, steht auf und läuft laut trötend zu einigen anderen Mitgliedern der Familie. Wir sind total begeistert, so süß ist das. Ein Gamedrive fährt an uns vorbei und lässt eine Gnu- und Zebraherde, die direkt am Wegesrand stehen links liegen. Wir denken, dass der Fahrer vielleicht einen Tipp bekommen hat und fahren ihm hinterher bis zum nächsten Wasserloch, Tsumcor. Als der Gamedrive auch hier nicht abbiegt geben wir die „Verfolgung“ auf und gucken, ob es bei Tsumcor etwas zu sehen gibt. Außer diversen Knochen und einer Giraffe ist hier aber nichts zu entdecken und wir machen uns auf den Rückweg.
Bei Groß Okevi biegen wir ab und sehen zwei Autos, die eine ganze Weile nach rechts aus dem Fenster schauen. Da wir nichts erkennen können fragen wir nach und werden auf einen Löwen hingewiesen, der wohl bereits den ganzen Tag in einem Gebüsch versteckt liegt. Mit dem Hinweis finden wir ihn auch. Er ist wirklich sehr gut versteckt, ein ordentliches Foto nicht drin. Das Paar mit dem wir sprechen erzählt, dass am Morgen auch ein Leopard hier über die Straße gelaufen ist und dass beide Tiere ganz in Ruhe nebeneinander vor Ort waren. Nun wissen wir, wo wir unsere Tour am nächsten Morgen anfangen. 😄 Wir fahren noch kurz an Klein Okevi vorbei
und danach ins Camp, wo wir unser Nachtlager vorbereiten und kochen. Es gibt Nudeln mit Chakalaka Soße. Die ist zwar ganz schön scharf, obwohl wir sie schon entschärft haben, aber super lecker. Unsere Tochter ist leider ein bisschen „malaronekrank“ und hat kaum Appetit. Abends gehen wir noch zum Wasserloch, das hier total zugewachsen ist. Hinter dem Schilfvorhang muss den Geräuschen nach zu urteilen eine ordentliche Badeparty stattfinden. Außer einem Elefanten, der offenbar auch eingeladen ist und schnell hinter dem Vorhang verschwindet, kann man aber leider keine Tiere entdecken. Wir sind wieder einmal früh im Bett. Morgen geht es weiter nach Rundu.
Fazit Camping im Etosha: Nach unseren eigenen Erfahrungen mit den festen Unterkünften und dem, was wir im Vorfeld über den schlechten Zustand der Camps gelesen hatten waren wir mehr als skeptisch, vor allem, was die sanitären Einrichtungen angeht. Das hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Es sind sicherlich nicht die schönsten Plätze, aber die Waschhäuser waren sauber und es hat alles funktioniert wie es soll. Das war mehr, als wir erwartet hatten.
Teil 1429. Okt. 2023
12.09.2023 Namutoni-Kaisosi River Lodge, Rundu - 394 km Heute Morgen ist es wieder frisch. Wir verlassen das Camp um 7 Uhr bei gerade einmal 13 Grad.
Bevor wir uns auf den langen Weg nach Rundu machen, hoffen wir darauf, vielleicht doch noch einen Blick auf eine Katze zu erhaschen. So fahren wir zunächst nach Klein und dann nach Groß Okevi. Spuren finden wir tatsächlich, aber außer diversen Perlhühnern und einem Adler, der sein Horst vor einem Singhabicht verteidigt gibt es nichts Spannendes zu sehen, so dass wir nach einer guten Stunde aufbrechen.
Auf dem Weg zum Gate fahren wir noch einen Schlenker nach Klein Namutoni. Hier sehen wir einen großen Adler, der gerade sein Frühstück „vorbereitet“, zumindest sieht man diverse Federn fliegen, als er seine Beute rupft. Dabei möchte er offenbar keine Zuschauer haben und fliegt damit ein paar Bäume weiter.
Kurz bevor wir den Park verlassen verabschiedet uns noch eine Gruppe Elefanten, die ebenfalls gerade beim Frühstück sind.
Nachdem wir das Gate passiert haben, fahren wir dieses Mal nicht die Hauptverbindung über Tsumeb und Grootfontein, sondern zunächst über die D3001 und D3016, die beide in einem guten Zustand und gut zu fahren sind. Lediglich das letzte kleine Stück ist sehr rumpelig.
Das letzte Stück bis nach Rundu wechseln wir dann auf die B8. Viele mit Kupfer beladene LKW kommen uns entgegen. Am Straßenrand gibt es viele kleine Siedlungen mit Rondavels und Blechhütten. Und viele lebensmüde Ziegen und Schafe, die einfach auf der Straße stehenbleiben. Als wir in Rundu ankommen fühlen wir uns ein bisschen unwohl, viele Menschen sind unterwegs und es sieht alles etwas heruntergekommen aus. Wir tanken und der Tankwart hat gut zu tun. Als er fertig ist meint er lachend, nun würden wir bis Windhuk und zurückkommen.
Gegen 15 Uhr kommen wir an der Kaisosi River Lodge an. Wir werden ziemlich lieblos in Empfang genommen. Die Zimmer sind zweckmäßig, haben aber einen schönen Blick auf den Okavango. Beim Ausladen des Gepäcks legen wir den Autoschlüssel auf die Rückbank, um die Hände frei zu haben und klappen die Tür zu. Auf einmal piepst es kurz und der Wagen verschließt sich von selbst, als der Schlüssel noch drinnen liegt. SCH.... 😮 Die Seitenscheibe lässt sich nicht herunterschieben, das Schiebefenster hinter der Rückbank ist allerdings (noch) nicht verriegelt. Über das Dach versuchen wir mit unserer Wäscheleine, die einen Haken am Ende hat den Schlüssel zu angeln – ohne Erfolg. Mit Hilfe eines Metallstabes, den uns ein hilfsbereiter Mitarbeiter organisiert, kann unser Schwiegersohn durch das offene Fenster die AUF Taste drücken. Glück gehabt. Für den Rest der Reise befindet sich der Schlüssel nun an einem Schlüsselband um den Hals, wenn der Wagen nicht läuft. Es gibt in der Lodge einen Minigolfplatz, einen Spielplatz und einen Naturpool. Wir verbringen den Nachmittag im Garten mit Blick auf den Fluss und auf das angolische Ufer.
Teil 1531. Okt. 2023
13.09.2023 Rundu- Namushasa River Lodge, Kongola, 410 km Guten Morgen Angola! Am nächsten Morgen sind wir nach einem Frühstück mit Fremdschäm-Moment (älterer deutscher Herr, der kein englisch spricht und sich darüber aufregt, dass das Personal ihn nicht versteht 🤨 ) um 8.00 Uhr wieder unterwegs. Das Thermometer zeigt 14 Grad an und wir fahren unseren langen Weg nach Kongola auf der B8. Es gibt einige Baustellen, da die Straße neu gemacht wird. Wir sind wieder einmal fasziniert von der Baustellenführung und dem STOP/GO System, das aber fast immer funktioniert.
Ansonsten gibt es am Straßenrand wieder viele Dörfer. Die Kinder haben in dieser Woche Ferien, spielen Fußball, bzw. im Sand und viele winken uns zu. Insgesamt sind viele Menschen am Straßenrand unterwegs, einige mit Wasserkanistern auf dem Weg vom/zum Brunnen. Nachdem wir Divundu passiert haben und in den Bwabwata NP einfahren sind nur noch 80 km/h erlaubt wegen möglicher Elefanten, dadurch dauert die Strecke noch länger. Als wir in der Namushasa River Lodge eintreffen, werden wir herzlich und mit einem Willkommensgetränk begrüßt und bekommen schöne Zimmer mit Blick auf den Kwando.
Die „Kinder“ bekommen einen Sekt zur Begrüßung, um auf ihren Honeymoon anstoßen zu können.
Wir verbringen ein Stündchen am Pool, das Wasser ist allerdings richtig kalt.
Heute haben wir die Sundowner Bootstour gebucht und sind mit zwei weiteren Paaren auf dem Boot.
Wir sehen Hippos, die aus dem Wasser schielen und Krokodile, die an Land liegen.
Manchmal sehen wir auch nix 🤪
Eine Elefantenfamilie quert den Kwando und im Schilf lassen sich einige Elefanten das saftige Grün schmecken. Man sieht nur die Rücken, aber das Rascheln, wenn sie die Büschel ausreißen hört man sehr deutlich.
Auch diverse Vögel sind unterwegs und ich bedauere wieder einmal, dass meine Kamera nicht mehr funktioniert 🙁 .
Zum Sundowner gibt es auf dem Boot in gebührendem Abstand zu einer Hippo Gruppe Gin-Tonic, Weißwein und Snacks, dann geht es zurück.
Wir sind ganz glücklich und bekommen dann noch ein super leckeres Essen vom Büffet bei Kerzenschein auf der schönen Terrasse.
Ich liebe diese Lodge!!!
Teil 1603. Nov. 2023
14.09.2023 Ausflug Horseshoe Eigentlich wollen wir ausschlafen, sind aber alle schon wie gewohnt mit Sonnenaufgang wach. 🤪 Wir frühstücken gemütlich und legen das Auto trocken. Hier haben sich 2 Getränkedosen durchgescheuert und der ganze Kühlschrank schwimmt. Wir müssen den Kühlschrank komplett ausbauen, um ihn auskippen zu können, es dauert also ein wenig. Bei der Gelegenheit verschenken wir auch gleich den größten Teil unserer Lebensmittel und ernten ein strahlendes Lächeln. Später würfeln wir eine Runde auf der Terrasse mit Blick auf den Kwando und gehen danach an den Pool.
Für nachmittags haben wir einen Gamedrive zum Horseshoe gebucht. Diesen hatten wir bei unserem letzten Besuch in 2021 bereits unternommen und waren begeistert zurückgekehrt. Zunächst setzen wir bei einer kurzen Bootsfahrt auf die andere Seite des Flusses über. Hier können wir schon wieder viele Tiere beobachten.
Der Kingfischer sitzt fast auf dem gleichen Fleck wie am Tag zuvor. 🙂
Auch die Karminspinte sind wieder vor Ort, leider sind sie an einer Hand abzuzählen.
Nach ca. 10 Minuten auf dem Fluss steigen wir in die Safarifahrzeuge um. Dieses Mal sind wir mit drei Autos, wo wir beim letzten Mal aufgrund von Corona eine Privattour hatten. Die „Kinder“ sitzen in einem anderen Auto, wir sind mit drei Herren unterwegs, die alle sehr nett sind.
Teil 2 folgt.
Teil 1703. Nov. 2023
Teil 2 Wir sehen Sable, Tsessebe, Letschwe, Impalas, Büffel, Giraffen, einen Seeadler, Bee Eater, Kingfisher, Zebras, Springböcke und jede Menge Elefanten.
Am Horseshoe warten schon diverse Paviane auf uns und hier machen wir Gin-Tonic Pause.
Auf der anderen Flussseite steht ein schöner Kudubock und einige Wasserböcke. Die Farben Gras/Wasser sind wunderschön.
Teil 1803. Nov. 2023
Bald kommen einige Elefantengruppen zum Trinken. Einige rennen richtig aufs Wasser zu.
Auch eine Gruppe Sables kommt ans Wasser.
Viel zu schnell geht es zurück. Bei einer intensiven African Massage (ohne Bush Tattoo) genießen wir den Sonnenuntergang auf dem Kwando.
Danach lassen wir den Abend auf der Terrasse bei lecker Kudu Steak und baked Pudding ausklingen.
Wie schön war es heute!!!! 😁
Mit dem Geräusch der Glockenfrösche im Ohr schlafen wir ein.
Teil 1906. Nov. 2023
15.09.2023 Kongola – Chobe River Camp, Ngoma Border, 241 km Nach einem gemütlichen Frühstück brechen wir gegen 9 Uhr auf. Das Thermometer zeigt bereits 26 Grad an. Wir fahren über die geteerte C49 Richtung Katima Mulilo. Auch hier gibt es viele kleine Siedlungen und viele Menschen sind unterwegs, wir durchqueren den Mudumu NP. Hier gibt es dieses Mal sogar eine Schranke und die Frage, wohin wir unterwegs sind. Das kannten wir vom letzten Mal nicht. Mit der Zeit werden die Häuser größer und prächtiger. Irgendwann erreichen wir Katima Mulilo. Wir haben bei Caprivi Adventures für den nächsten Tag einen Trip zu den Vic Falls gebucht, den wir noch bezahlen müssen. Der nette E-Mail Kontakt bestätigt sich, Charmaine sagt, sie würden uns am nächsten Morgen um 6.45 Uhr abholen. Als wir im Chobe River Camp ankommen, müssen wir noch auf unsere Zimmer warten. Wir bekommen Zelt 3 und 4, das ist ein Stück vom Haupthaus entfernt. So haben wir gleich ein bisschen Bewegung auf dem Weg zum Pool oder Essen. Und einen schönen Ausblick auf den Fluss.
Wir verbringen den Nachmittag am Pool und genießen die Aussicht auf die andere Flussseite mit einem Sekt in der Hand, schließlich muss noch einmal auf die Honeymooner angestoßen werden.
Hier zeigen sich immer mehr Impalas und Zebras in großen Gruppen.
Auch diverse Vögel können wir beobachten.
Auf einmal rauscht es und beim Blick in den Himmel entdecken wir einen riesigen Schwarm Störche Pelikane Ich glaube, ich habe noch nie so viele auf einmal gesehen.
Die Vögel kreisen eine ganze Weile über uns und ziehen irgendwann ab. Als wir den Blick wieder auf die Floodplains richten, können wir weit entfernt eine Elefantenfamilie erkennen.
Als die sich in unsere Richtung aufmacht, wechseln wir auf die Terrasse vor unserem Zelt und können beobachten, wie die Gruppe nicht weit von uns entfernt nach einer kurzen Trinkpause den Fluss überquert.
Teil 2006. Nov. 2023
Auch sonst ist viel los am Fluss.
Guten Appetit!
Unser Abendessen gibt es in der Boma am Lagerfeuer, an mit Petroleumlampen beleuchteten Tischen. Das sieht total schön aus! Entfernt hört man Löwengebrüll. Es gibt Samosas, und ganz zartes Oryxsteak. Der obligatorische Baked Pudding mit custard ist auch wieder lecker.
Nachts hört man diverse Tiere am Fluss trinken, es klingt nach Elefanten. Ich schaue zwar noch aus dem Zelt, aber sehen kann ich leider nichts.