Jogi62Themenstarter35 Beiträge · seit 202201. Okt. 2023 · #1Guten Abend,
wir planen zukünftig im Ruhestand mehr als 3 Monate p.a. in Namibia zu verbringen, d.h. wir werden bzw wollen erstmal zwischen den Welten pendeln.
Sommer hier ... Sommer dort 🙂
Welche Möglichkeiten der Krankenversicherung gibt es?
Es geht dabei nicht um eine Reisekrankenversicherung. Die haben wir über unsere Kreditkarten, aber "excluded are countries in which you or co-insured person(s) have a permanent residence".
Ich bin noch nicht so begeistert davon in beiden Ländern eine "normale Krankenversicherung" abzuschliessen.
Beide Versicherungen kassieren den vollen normalen Jahresbeitrag, tragen aber nur die Hälfte des Jahres das Versicherungsrisiko.
Es gibt hier doch sicherlich Menschen in einer ähnlichen Situation.
Wie habt ihr das Thema gelöst?
Viele Grüße
Joachim
Ebi904 Beiträge · seit 201001. Okt. 2023 · #2Wenn du privat in DE versichert bist, gilt die Versicherung bis 6 Monate auch im Ausland. Zumindest ist das bei unserer so.
Bist du gesetzlich versichert, prüfe bitte mal Hanse Merkur. Die hatte ein Freund über viele Jahre.
Jetzt haste nen Tipp, könntest mir auch einen geben. Wie machst du das mit über 3 Monaten im Jahr? 90 Tage, soweit ich informiert bin. Oder hast du Residency?
Jogi62Themenstarter35 Beiträge · seit 202201. Okt. 2023 · #3Ebi schrieb:Wenn du privat in DE versichert bist, gilt die Versicherung bis 6 Monate auch im Ausland.
Das ist bei der Hanse Merkur leider nicht so. Dort nur mit taggenauer An- und Abmeldung des Aufenthalts und einem ca. 50%-igen Aufschlag für die Zeit.
Ebi schrieb:Oder hast du Residency?
... ist beantragt.
... und das wird das "Problem". 😉
Dadurch ändert sich unser Status bei den Resisekrankenversicherungen. Dort ist man nur während einer Reise versichert. Und ein PRP spricht dagegen, dass es sich bei dem Aufenthalt um eine Resise handelt.
Oder es wird "erwartet", dass der gewöhnliche Aufenthaltsort/Lebensmittelpunkt in DE ist. Ist es das noch, wenn man mehr als 6 Monate p.a. in NAM ist?
Ich möchte eine solche Diskussion nicht an dem Zeitpunkt beginnen, an dem ich die Versicherung benötige. 😉
Ebi904 Beiträge · seit 201001. Okt. 2023 · #4Schick dir gleich ne PN
chrisanna275 Beiträge · seit 201301. Okt. 2023 · #5Schick dir gleich ne PN
@Ebi
warum ne pn...mich interessiert das auch 😛
chrisanna, die auch gerade dabei ist, dies Thema auszuloten.
PS. Ich kenne Leute, die in Deutschland gemeldet sind, ein PRP haben und nur 2 Monate pro Jahr in DE sind. Haben deutsche GKV und Langzeit Auslandskrankenversicherung über die HUK. Die bezahlt aber nur akute Krankheiten.
Jogi62Themenstarter35 Beiträge · seit 202201. Okt. 2023 · #6chrisanna schrieb:warum ne pn...mich interessiert das auch 😛
Ich vermute weil es in der PN nicht um das Thema Krankenversicherung ging. 😉
chrisanna schrieb:PS. Ich kenne Leute, die in Deutschland gemeldet sind, ein PRP haben und nur 2 Monate pro Jahr in DE sind. Haben deutsche GKV und Langzeit Auslandskrankenversicherung über die HUK. Die bezahlt aber nur akute Krankheiten.
... das werde ich mir anschauen. Das wäre zumindest etwas was für uns auch in Frage käme 🙂
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200601. Okt. 2023 · #7Hallo Joachim,
also mein Bruder, der immer 7 Wochen hier in Namibia und 7 Wochen in Deutschland abwechselnd ist, ist ganz normal auch hier im Ausland über seine private dt. Krankenversicherung mitversichert. Vielleicht hilft dir das als Info, sofern Du auch Privat in D versichert bist.
Ansonsten schau die BDAE an. Ich bin, nach 10 Jahren in der namibischen privaten KK, nun seit einiger Zeit über die versichert. Vielleicht gibt es da auch für Deinen Fall eine Lösung (z. B. mit dem Anwartschaftsangebot, wenn Du eben mal einige Monate nicht in Namibia sein wirst).
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hajo52409 Beiträge · seit 202201. Okt. 2023 · #8Die Krankenversicherungen in Namibia nehmen niemanden auf der älter ist als 60 Jahre.
Also wird man alternativen Krankenschutz suchen müssen.
Die namibischen Krankenversicherungen sind selbst für die Einheimischen unbezahlbar.
Eine Verwandte hängt an einer Familienpolice ihrer Kinder. Sie bezieht N$ 1300 Staatsrente und zahlt N$ 7000 monatlichen Krankenkassenbeitrag nur für sich anteilig.
Der Krankenschutz ist für viele ein heißes Thema.
Es wäre schon sehr interessant zu erfahren, wie Betroffene das gelöst bekommen haben, und zwar bei welchen Versicherern.
Jogi62Themenstarter35 Beiträge · seit 202202. Okt. 2023 · #9Christian schrieb:...ist ganz normal auch hier im Ausland über seine private dt. Krankenversicherung mitversichert.
In dem Tarif meiner PKV ist das so. Bei der PKV meiner Frau ist es leider nicht so. Und da suchen wir eine Lösung.
Unsere Krankenversicherungen in D wollen wir (eigentlich) behalten.
Beim BDAE werden wir uns in den kommenden Wochen auch informieren.
Hajo52 schrieb:Die Krankenversicherungen in Namibia nehmen niemanden auf der älter ist als 60 Jahre.
Ist und war nicht unsere Absicht. Und geht wohl offensichtlich alterbedingt auch nicht 😉 .
Ausserdem wären N$ 7000 p.M. zusätzlich zu den monatlichen PKV Beiträgen in D in Summe ganz schön viel 😮 .
Es wird wohl eine Zusatzversicherung werden, die tagesgenau abgerechnet wird (HUK, Hanse-Merkur, ...) oder etwas individuell zusammengestelltes wie es vielleicht beim BDAE ist.
Wir werden weiter recherchieren ... 🙂
Helu75 Beiträge · seit 201102. Okt. 2023 · #10Langzeitversicherungen werden vom ADAC und Barmenia angeboten. Zumindest wurden die uns für Südamerika angeboten.
Hajo52409 Beiträge · seit 202203. Okt. 2023 · #11
Hatsamas73 Beiträge · seit 201305. Okt. 2023 · #12Wir handhaben das so. Wir haben eine Trauma- bzw. Hospital-Plan in Namibia. Mein Mann war 63 und hat eine Versicherung in Nam erhalten, obwohl es immer heißt, gibt es nicht. Mit einem Attest von deutschem Arzt war es kein Problem.
Hajo52409 Beiträge · seit 202205. Okt. 2023 · #13Hatsamas schrieb:Wir handhaben das so. Wir haben eine Trauma- bzw. Hospital-Plan in Namibia. Mein Mann war 63 und hat eine Versicherung in Nam erhalten, obwohl es immer heißt, gibt es nicht. Mit einem Attest von deutschem Arzt war es kein Problem.
Dann nenne mal bitte einen Namen der Krankenkasse. Und dann bitte auch noch den Tarif und Beitrag und Altersklasse.
Danke!
H.
W1Wolfgang 181106 Beiträge · seit 201805. Okt. 2023 · #14Hallo,
die private Versicherung laß ich mal außen vor.
Bei einer Auslandsreiseversicherung handelt es sich letztlich um eine Notfallversicherung für Krankheiten, die im Ausland auftreten. Bestendende Krankheiten sind sind nicht versichert (Kleingedrucktes).
Ich habe den Eindruck, daß die meisten nicht wissen was eine private Krankenversicherung in Deutschland kostet.
Deshalb ist eine Auslandskrankenver. auch vergleichsweise günstig.
Ein Freund von mir hat gerade eine GallenOP in Nairobi gehabt. Die 18.000€ mußte er vorstrecken -wie bei privaten üblich- und dann begann der Kampf, ob es eine Vorerkrankung war.
In Afrika gibt es oft keine ärztliche Gebührenordnung, dh die Rechnung hat keine Grundlage und wird vom Arzt (überteuert) festgesetzt.
Viele Grüße
Wolfgang
Makra896 Beiträge · seit 201705. Okt. 2023 · #15Wolfgang 181 schrieb:
Die 18.000€ mußte er vorstrecken -wie bei privaten üblich- und dann begann der Kampf, ob es eine Vorerkrankung war.
Es gibt Reiseversicherungen, die direkt mit Ärzten/Krankenhäusern abrechnen. Eine solche haben wir vor ein paar Jahren abgeschlossen.
Eine Freundin von uns hatte einen Unfall in Thailand und neben Kopfverletzungen einen komplizierten Schulterbruch. Nach den Notfallmaßnahmen wollte die private Klinik eine Kaution von 25.000 € für weitere Maßnahmen wie OP. Ihr Mann hat sich mit der Versicherung in Verbindung gesetzt, die mit einem Ärzteteam zusammenarbeitet. Nach Überprüfung wurden die Kosten übernommen. Sie musste nichts vorschießen, die gesamte Abrechnung erfolgte über die Versicherung.
Das ist auch insofern wichtig, da man als Laie nicht beurteilen kann, was tatsächlich notwendig ist und ob die Forderung im Rahmen liegt.
Jogi62Themenstarter35 Beiträge · seit 202205. Okt. 2023 · #16Hatsamas schrieb:Wir handhaben das so. Wir haben eine Trauma- bzw. Hospital-Plan in Namibia. Mein Mann war 63 und hat eine Versicherung in Nam erhalten, obwohl es immer heißt, gibt es nicht. Mit einem Attest von deutschem Arzt war es kein Problem.
Daran wäre ich auch interessiert. Bei welcher Versicherung?
Wolfgang 181 schrieb:... nicht wissen was eine private Krankenversicherung in Deutschland kostet.
... wir haben zwei von den PKV 😉 . Die zusätzliche Versicherung soll "auch nur" die Notfälle in Namibia abdecken.
Für alle anderen Länder gibt es ja preislich überschaubare
Reisekrankenversicherungen. 😉
Makra schrieb:Es gibt Reiseversicherungen, die direkt mit Ärzten/Krankenhäusern abrechnen. Eine solche haben wir vor ein paar Jahren abgeschlossen.
Ist das eine Versicherung die auch Aufenthalte über 3 Monate hinaus abdeckt?
Vielen Dank für die Hinweise.
Bei meinen Recherchen bin ich immer auf folgende (K.O.-) Kriterien gestossen.
- Preis (ab 60 kaum noch bezahlbar)
-
Reisekrankenversicherung für Urlaube, aber nicht für längere Aufenthalte 4-9 Monate.
- in Ländern mit unbefristeter Aufenthatserlaubnis ausgeschlossen.
Makra896 Beiträge · seit 201705. Okt. 2023 · #17Hallo Jogi,
nein nur bis 10 Wochen
https://www.debeka.de/privatkunden/zuhausefahrenreisen/reisenimausland/auslandsreisekrankenversicherung.htmlAber ich bin auf den Rechner gegangen und wie es aussieht, kann man sich in einem anderen Tarif auch länger versichern.
jaw2'048 Beiträge · seit 200708. Okt. 2023 · #18Halllo,
ich habe wohl Glück mit meiner PKV.
Bis 6 Monate völlig ohne Probleme weltweit gültig.
Mit Voranmeldung bis zu 2 Jahre möglich in einem Land.
Abrechnung bisher immer problemlos - die sind mit Medikamenten und Arztrechnungen nie schwierig gewesen, weil immer billiger als vergleichbare Rechnungen aus D.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Warthog202391 Beiträge · seit 202317. Jan. 2024 · #19Ansonsten schau die BDAE an. Ich bin, nach 10 Jahren in der namibischen privaten KK, nun seit einiger Zeit über die versichert. Vielleicht gibt es da auch für Deinen Fall eine Lösung (z. B. mit dem Anwartschaftsangebot, wenn Du eben mal einige Monate nicht in Namibia sein wirst).
Hallo Christian, bin im Moment auf der Suche nach einer Krankenversicherung, BDAE gefällt mir gut, ist aber leider für ältere Semester nicht mehr geeignet, schade ........ "das höchstversicherbare Alter beträgt 66 Jahre"
Beste Grüße
Hans
Logi16,9k Beiträge · seit 201223. Aug. 2024 · #20Namaf accused of 'extortion and coercion' tacticsDas Register der Krankenkassen in Namibia darf keine Regeln genehmigen, die Zahlungen an Mitglieder von Krankenkassen beschränken. Die Beschränkung folgt einer Mitteilung der Namibian Association of Medical Aid Funds (Namaf) an Gesundheitsdienstleister im privaten Gesundheitssektor, wonach Krankenkassen direkte Ansprüche im Namen von Patienten ablehnen werden, wenn diese nicht das ICD-10-Kodierungssystem verwenden. ...LG
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