LOLowBayThemenstarter12 Beiträge · seit 202111. Juni 2023 · #1Liebe Forumsmitglieder,
wir sind "Wiederholungstäter" und waren schon mal im Kgalagadi-NP, was allerdings schon viele Jahre her ist. Jetzt wollen wir wieder im April nächsten Jahres für 8 Tage hin. Bei der Auswahl der Zeltplätze sind wir uns noch nicht sicher. Hat jemand aktuelle Erfahrungen, ob die Wasserlöcher und die Tiersichtungen besser im Auob-Flusstal oder im Nossob-Flusstal sind? Natürlich ist uns klar, dass Tiersichtungen immer Glückssache sind, aber vielleicht kann jemand aus Erfahrung sagen, welches Flusstal bezüglich der Tiersichtungen aktuell besser ist. Bei Bwana Tucke Tucke gibt es eine wirklich tolle Übersicht der Wasserlöcher und dort häufig anzutreffender Tiere, allerdings erscheint uns diese Liste schon etwas älter zu sein und wir fragen uns, ob die Angaben immer noch als Anhaltspunkt dienen können.
Bezüglich des Zeltplatzes würden wir eher mehr Nächte in Nossob bevorzugen, weil dieser abgelegener ist. Hat jemand Erfahrungen mit Mata Mata?
Sollten unsere Fragen schon irgendwo im Forum thematisiert worden sein bitten wir um Nachsicht, das wir es nicht gefunden haben und wären über einen Hinweis darauf ebenfalls dankbar.
TOTommy54155 Beiträge · seit 201812. Juni 2023 · #2Hi,
ich war letztes Jahr im April im KTP. Den Plan mit den wasserlöchern kannst du knicken. Ende der Regenzeit, in 6 Tagen ausser ein paar Vögel kein einziges Tier dort und auch sonst sehr mager mit Sichtungen.
VG Tommy
SESeyko1'093 Beiträge · seit 200912. Juni 2023 · #3Mata Mata bietet eine hohe Wahrscheinlichkeit, die in der Region ansässigen 4 Gepardenbrüder anzutreffen. Leoparden haben wir dort auch mehrfach gesichtet. In der Region um Twee Rivieren waren es eher Löwen und ein Mal ein Leopard und ein Gepard. Nossob bei uns bisher ohne Katzen 😄
Bei anderen ist alles ganz anders 🤪
Liebe Grüsse
Guido
PS:
Alle Sichtungen bis auf eine Hyäne waren weit entfernt von Wasserlöchern. Ich bin von dieser Positionierungs- und Wartestrategie nicht so überzeugt.
KAkalachee1'059 Beiträge · seit 200612. Juni 2023 · #4Für diese Reisezeit habe ich keine persönlichen Erfahrungen, meist waren wir zwischen Dezember und März im KTP unterwegs - während der Regenzeit also. Selbst da kann es sehr unterschiedlich sein, es hängt sehr davon ab, wo es Regen gegeben hat und dementsprechend Futter für die Herbivoren vorhanden ist. Das ändert aber schnell, wir haben selbst beobachtet, wie innert Tagen nach Regen das Gras spriesst und die Huftiere zurück kommen. Was ich sagen will: es ändert recht schnell, die Kalahari ist ein sehr fragiles Ökosystem und eine so generelle Aussage kann man kaum machen. Mal hatte es im Nossobtal mehr Tiere, mal im Auob, mal war das obere Auobtal viel tierreicher als das untere, etc.
Aber: viele der Predatoren sind ja ziemlich Standorttreu und zum Beispiel Rooiputs und Kij Kij ist recht eindeutig Löwengebiet, ebenso Nossob. Geparden haben wir fast überall schon gesehen, aber wie Guido schreibt, ist bei Mata Mata und den Wasserlöchern im oberen Auob tatsächlich gutes Geparden-Gebiet. Giraffen gibt es nur im oberen Auobtal zu sehen.
Im KTP sind ja vor allem Springböcke, Streifengnus, Oryx und Kuhantilopen vorherrschend. Die Unterschiede, wann wo welche Herden sich aufhalten, können wirklich beträchtlich sein.
Wildkatzen und Eulen haben wir bisher vor allem im oberen Auobtal gesehen; dort hat es im Trockenflussbett besonders viele grosse Akazien mit viel Unterholz und viel Totholz rundherum, welche gute Ruheplätze im Schatten bieten für diese Tiere. Wildkatzen ruhen gerne etwas erhöht in Astgabeln - also gut Ausschau halten. 🙂
Für Greifvögel, insbesondere Gaukler (Bateleur) ist das Wasserloch Cubitjie Quab berühmt. Es ist das erste Wasserloch nördlich von Nossob und hat gute Schattenplätze, um sich mit dem Auto hinzustellen frühmorgens.
Von den südafrikanischen Restcamps gefällt es mir in Nossob auch am besten. Es ist irgendwie das entspannteste und die Campsites sind teils unter grossen, schönen Schattenbäumen (die «Premium»-Campsites kann man sich getrost sparen, ziemlich lieblos und wenig Schatten). Das Abfahren der Wasserlöcher nördlich bis Polentswa oder sogar Lijersdraai bieten einen tollen Tagesausflug (Rückfahrt zieht sich aber), meist ziemlich einsam und wunderschön.
Liebe Grüsse
Sam
LOLowBayThemenstarter12 Beiträge · seit 202112. Juni 2023 · #5Hallo Seyko und Tommy54,
vielen Dank für eure aktuellen Informationen!
Liebe Grüße
LowBay
HIHippie604 Beiträge · seit 201012. Juni 2023 · #6Guten Morgen,
ich hole mal weiter aus: Campen warum in den Südafrika Camps Sites? Hier würde ich die auf der Botswanaseite(z.b.: Nossobtal) in Betracht ziehen. Kein Zaun und am Morgen und Abend an als erster/letzter an den Wasserlöchern.
Regenzeit April: es hatte jetzt in den letzten 3 Jahren sehr gute Niederschläge, aber wir hatten seit Ende 2019 La Nina. Sehr viele Prognosen zeigen an, dass dieses Jahr El Nino beginnt, oder schon begonnen hat. Dieses Phänomen wirkt sich immer auf das südliche Afrika aus. Ganz besonders Kgalagadi. Somit könnte es gut sein, dass es nächstes Jahr schon im März nicht mehr regnet, bzw. ausfällt, hoffentlich nicht.
Die Löwenrudel sind rel. stationär. Im Aob Tal ist eines, das sich auch Mal bei Kieliekrankie zeigt. Die 2 Männchen bewegen sich fast das ganze Aobtal rauf und runter. Sieht man öfters Mal auf der Straße. Südlich von Nossob gibt es das Cheleka Rudel. Bei dem gab es 2021 einen Umbruch, da der "King of Cheleka" verstorben ist. In 2022 haben wir das Rudel nicht angetroffen. Nördlich von Nossob gibt es auch zumindest 2 Rudel. Sehr bekannt sind ja die Löwen rund um Grootkolk.
Es gibt noch viele mehr Information(Leoparden Geparden), vor allem zu den Uhu's.
Zu uns: wir waren in den Jahren 2018-2022 jedesmal im Frühjahr und Herbst unter anderem im Kgalagadi.
Wenn du dich rel. aktuell informieren willst und auf Facebook bist: Kgalagadi Sites
https://www.facebook.com/search/posts?q=kgalagadi%20sightings&filters=eyJwb3N0c19zb3J0X2J5OjAiOiJ7XCJuYW1lXCI6XCJwb3N0c19zb3J0X2J5XCIsXCJhcmdzXCI6XCJyZWNlbmN5XCJ9In0%3DDort wird sehr aktuell berichtet
Viele Grüße Wolfgang
LOLowBayThemenstarter12 Beiträge · seit 202112. Juni 2023 · #7Hallo kalachee und Hippie,
herzlichen Dank auch an Euch für Eure ausführlichen und für uns sehr hilfreichen Informationen und Tipps! Das Campen auf der Botswana-Seite trauen wir uns nicht, weil wir einen Pick-Up-Camper mieten wollen. Der hat zwar 4x4, ist aufgrund des Gewichts und des Aufbaus aber nicht gut für tiefsandigere Pisten geeignet.
Liebe Grüße
LowBay
KAkalachee1'059 Beiträge · seit 200612. Juni 2023 · #8Sehr gern geschehen!
Zu den Camps auf botswanischer Seite hätte ich natürlich auch noch was schreiben können.
LowBay schrieb:Das Campen auf der Botswana-Seite trauen wir uns nicht, weil wir einen Pick-Up-Camper mieten wollen. Der hat zwar 4x4, ist aufgrund des Gewichts und des Aufbaus aber nicht gut für tiefsandigere Pisten geeignet.
Da macht euch mal keine Sorgen - Rooiputs und Polentswa würden sich sehr gut anbieten, die anderen botswanischen Camps in der Mabuasehube-Region und im Norden sind dann schon eher sehr abgelegen und mit viel Tiefsandfahrerei verbunden. Die beiden genannten liegen jedoch ja auch im Nossobtal und 4x4 ist für die Zufahrt auch vorgeschrieben, beide sind aber nur sehr kurz und gut zu erreichen von der Hauptpiste «unten» im Tal.
Wann immer möglich würde ich unbedingt diese beiden Camps einbauen. Gerade Polentswa ist einfach einmalig und eben auch sehr gut gelegen für Gamedrives im nördlichen Nossobtal. Man kann ganz früh am Morgen die 1,5 km zum gleichnamigen Wasserloch fahren und sich erstmal eine Weile hinstellen, danach nordwärts auf den Loop rund um Lijersdraai - einfach super! Auch vom Rooiputs Camp aus ist man im 2 Minuten unten am gleichnamigen Wasserloch - dort haben wir noch fast immer Löwen gehabt, letztes Mal sind sie sogar durch das Camp spaziert in der Morgendämmerung. 🙂
Liebe Grüsse
Sam
DADaxiang5'035 Beiträge · seit 201412. Juni 2023 · #9Hallo LowBay,
wir waren im März/April im KTP und hatten sowohl im Nossob-Tal als auch im Auob-Tal schöne Sichtungen. Es kommt natürlich ganz darauf an was man für Erwartungen hat. Wenn man sich nicht nur für Großtiere interessiert, gibt es eigentlich immer was zu sehen. Es gehört halt auch immer etwas Glück dazu. Ich würde mir weniger Gedanken machen, was man im April evtl. vor die Linse bekommt, sondern was überhaupt noch frei ist.
Liebe Grüße
Konni
KRkrausimausi131 Beiträge · seit 200812. Juni 2023 · #10Hallo LowBay,
ich würde hier Sam Recht geben. Die Anfahrt nach Rooiputs und Polentswa ist kein Problem. Bekannte von mir hatten auch Angst und waren hinterher richtig begeistert. Das Problem ist eher noch ein Plätzchen zu ergattern, vor allem in Polentswa.
Gruß,
Krausimausi
LOLowBayThemenstarter12 Beiträge · seit 202112. Juni 2023 · #11Vielen Dank euch allen für eure tollen Tipps!
Polentswa und Rooiputs klingen wirklich sehr verlockend. Das Feeling auf solchen Campsites ist sicher ganz was anderes als in den großen Camps auf der südafrikanischen Seite. Offenbar kann man aber wohl die botswanischen Campsites nicht online buchen, sondern muss eine Mail an die dortige Nationalparkverwaltung schicken! Wie habt ihr das denn immer gebucht? Und vor allen Dingen auch bezahlt - wir schicken nur sehr ungern unsere Kreditkartendaten übers Internet nach Botswana!
Liebe Grüße
LowBay
KRkrausimausi131 Beiträge · seit 200813. Juni 2023 · #12Hallo LowBay,
wir haben bisher immer direkt über die Nationalparkverwaltung gebucht dwnp@gov.bw - das hat mal besser und mal schlechter geklappt. Von dort erhält man ein Kreditkartenformular, das man ausgefüllt per Mail oder Fax zurückschickt. Bisher hatten wir keine Probleme mit Mißbrauch oder Hackern.
Gruß,
Krausimausi
LOLowBayThemenstarter12 Beiträge · seit 202114. Juni 2023 · #13Hallo Krausimausi,
vielen Dank für die Infos zur Buchung der botswanischen Campsites.
Leider haben wir mit Kreditkartenzahlungen in Südafrika schon sehr schlechte Erfahrungen machen müssen. Wir haben in einem Park eine (allerdings nicht staatliche) Unterkunft mit Kreditkarte bezahlt. Nach unserer Rückkehr mussten wir feststellen, dass mit unserer Kreditkarte in verschiedenen Ländern Zahlungen vorgenommen worden waren in einem Umfang von mehr als 10.000 EUR. Seitdem sind wir da sehr vorsichtig geworden! Selbst wenn wir grundsätzlich Vertrauen in die botswanischen Nationalparkverwaltung haben, weiß man ja nie, wo die ausgedruckte Mail oder das Fax mit den Kreditkartendaten letztlich landet (im Mülleimer?).
LG
LowBay
TRtravelNAMIBIA33,0k Beiträge · seit 200614. Juni 2023 · #14Hi LowBay,
dann bleibt Dir nur die Möglichkeit über ein Buchungsbüro zu buchen, dass andere Zahlungsmöglichkeiten akzeptiert.
Viele Grüße
Christian
SESeyko1'093 Beiträge · seit 200914. Juni 2023 · #15Hallo lowbay,
ohne KK wirst du in Botswana wenig Erfolg haben. Du könntest
Bwana als Agent probieren. Hier geht schätzungsweise eine Überweisung (habe selber Bwana nie als Agent genutzt). Ansonsten kann ich dir empfehlen für solche Anlässe eine Prepaid KK zu nutzen. Durch die Aufladung bestimmst du selbst das Risiko.
Liebe Grüsse
Guido
CHChrisbe28 Beiträge · seit 202114. Juni 2023 · #16Ich habe über Bwana als Agentur gebucht. Überweisung auf deutsches Konto. Hat reibungslos funktioniert. Würde ich wieder tun. Lg Christine
LOLogi16,9k Beiträge · seit 201220. Aug. 2025 · #17Ich stelle es mal hier mit dazu:
Löwenstudie im Kgalagadi gestartetEin Löwenforschungsprojekt im Kgalagadi Transfrontier Park wurde von SANParks in Zusammenarbeit mit dem Endangered Wildlife Trust initiiert, um Populationszahlen, Verbreitung und Bewegungsmuster zu ermitteln.
Die Studie wird in den kommenden Monaten mithilfe nichtinvasiver Techniken wie Kamerafallen, Spurenüberwachung, Sichtungen und fotografischer Identifizierung anhand charakteristischer Merkmale wie Schnurrhaarflecken und Narben durchgeführt.
Besucher können im Park Forschungsfahrzeuge mit den Logos von SANParks oder Endangered Wildlife Trust sehen. Die Teams, die sich den Löwen für Forschungsfotos kurz nähern, bitten die Besucher, respektvollen Abstand zu halten und Menschenansammlungen im Park zu vermeiden.LG
Logi
LOLogi16,9k Beiträge · seit 201210. Nov. 2025 · #18First elephant sighting in a decade at KgalagadiErste Elefantensichtung seit zehn Jahren in Kgalagadi:
Vier Elefanten wurden in der Nähe des Zutshwa-Gebiets in der Kgalagadi-Region Botswanas gesichtet. Damit befinden sich die Tiere bis auf etwa 70 km an den Kgalagadi Transfrontier Park heran – den einzigen großen Park unter der Verwaltung von SANParks, in dem es keine Elefanten gibt.
Die Sichtung wurde vom botswanischen Ministerium für Wildtiere und Nationalparks bestätigt, das gemeinsam mit SANParks den grenzüberschreitenden Kgalagadi-Transfrontier-Park verwaltet.
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Besucher des Kgalagadi Transfrontier Parks werden gebeten, aufmerksam auf mögliche Sichtungen zu achten und Fotos oder Standortangaben der Parkleitung im nächstgelegenen Camp mitzuteilen.
Die Gäste werden daran erinnert, die üblichen Parkregeln zu beachten und nicht aus den Fahrzeugen auszusteigen oder sich Wildtieren zu nähern, wenn Elefanten gesichtet werden.LG
Logi