RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202307. Apr. 2023 · #1
Nach einigen Jahren stiller Teilhaberschaft am Forum machen wir nun auch einmal einen Reisebericht. Die Planung für unsere Reise im Februar /März 2023 War wie folgt: Nächte Ort 3 Cape Town 2 Franschhoek 2 Cederberg 1 Niewoultville 1 Augrabis 9 KTP 1 Terra Rouge 1 Wildmoore 1 Arnhem Cave 1 Windhoek 3 Tsaobis 3 Black Rock 2 Gogogoseb 2 Swakopmund 3 Rooiklip 1 Windhoek Aber Planung ist der Ersatz des Zufals durch den Irrtum. Wir werden sehen.
Der Flug ab Zürich mit Ethiopian Airlines ist angenehm, das Personal freundlich, alles klappt und alles ist planmässig. Eurowings wird auf jeden fall um längen geschlagen.
Für die erste Tage mieten wir einen Hyundai Tucson von Europcar. Die Übernahme geht schnell und Problemlos.
Wir haben ein Zimmer in der Cape Paradise Lodge im Stadtteil Hyggovale reserviert. Persönlich geführt, schön gestaltet und ruhig. Einziger Nachteil ist die knappe und beengte Parkplatzsituation. Mit dem Hyundai geht's gerade noch.
Die Lodge liegt etwas unterhalb der Talstation zum Tafelberg, fitte können hochgehen.
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202307. Apr. 2023 · #2
Nachdem der Anreisetag nicht so richtig zählt bleiben zwei Tage für Cape Town. Erster Irrutm bei der Planung, 2 Tage sin zuwenig.
Am ersten Tag machen wir eine Rundreise um die Kap Halbinsel im Uhrzeigersinn, über Muizenberg und Simonstown ans Kap und über Scarborough, Kommetie, den sehr schönen Chapman's Peak Drive und Camps Bay zurück. Das beschäftigt uns mit allen Stops und kleinen Spaziergängen bis gut Mitte Nachmittag. Wir schliessen noch einen kleinen Zwischenstop an der Waterfront in Cape Town an.
Tag 2 ist dem Botanischen Garten in Kirstenbosch gewidmet. Wir ziehen zeitig los, um 9 Uhr ist Eröffnung, da sind noch keine Touristenbusse da und es ist noch Kühl. Obwohl gerade keine Blütenzeit ist und dementsprechend nicht so viel blüht, ist die grosse, parkähnliche Anlage sehr schön.
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202307. Apr. 2023 · #4
Erst mal eine Frage an die Profis: Wie kriege ich die Fotos im Bericht in Grossformat?
Nächste Etappe (14./16.02.23) auf der Reise ist der Besuch von Franschhoek, nur ca. 75 Km von Cape Town.
Die Unterkunft haben wir wiederum in einem B+B gebucht - Auberge Clermont, ca. 1.5 Km. ausserhalb der Ortsmitte. Sehr schön gelegen mit eigen Wein"berg" und einer Obstplantage mit Pflaumen. Die weissen Trauben sind abgeerntet, die blauen brauchen noch etwas Zeit, so werden die Pflaumen gepflückt. Die ganze Anlage ist angenehm, gepflegt, das Personal sehr hilfsbereit und das Frühstück hervorragend. Franschhoek ist zu dieser Jahreszeit sehr gut besucht; Restaurants die etwas über dem Niveau von Burger-Buden liegen müssen nach Auskunft bis drei Tage im Voraus gebucht werden. Viele Weinkeller bieten Degustationen an, jeweils drei Weine und nach Bedarf einen Imbiss. Das kann verbunden werden mit einer Fahrt mit Bähnchen oder Bus, so kann bedenkenlos degustiert werden. Uns sagt das weniger zu es ist ein Massenanlass und über Wein, Weinanbau und Kelterung erfährt man nur rudimentär etwas. So besuchen wir nur zwei Weinkeller. Etwas amüsant finden wir wie Franschhoek die Vergangenheit mit den Hugenotten Flüchtlingen ausschlachtet. Vieles ist frankophon aufgezogen (Strassen-, Flurn- und Weinkellereinamen etc.) aber französisch kann keiner.
Richtig gefallen hat uns aber der Ausflug nach Boschendal, das ist zwar auch sehr touristisch aber wirklich schön unterhalten mit einem vielseitigen Garten und einem ebenso vielseitigen Farmstall. 2. Planungsirrtum: Wir müssen von Franschhoek zurück zum Flughafen Cape Town, den Hyundai abgeben (09.00 morgens) bei Europcar abgeben und bei Bushlore "unseren" Land Cruiser übernehmen (10,00 Uhr). Das sind 65 Kilometer hin und dann wieder etwa dieselbe Strecke zurück. Fahrzeugübernahme und Basiseinkauf dauern alles in allem fast 3 Stunden, so dass wir erst um ca 13.00 Uhr wirklich unterwegs sein können. Wir hätten besser den Land Cruiser vor der Fahrt nach Franshhoek übernommen, obwohl diese Gegend wirklich kein solche Fahrzeug fordert aber der Start zur eigentliche Reise wäre sehr viel stressfreier verlaufen.
Sangwali311 Beiträge · seit 201707. Apr. 2023 · #5
Hi Rockhouds, da bin ich dabei, ist das doch eine ganz ähnliche Strecke, die wir nächstes Jahr im Herbst fahren wollten (aber jetzt wohl doch nicht so fahren ...), da bin ich gespannt. Bilder fügst Du wie folgt ein: In der Zeile Anhang auf "Datei hinzufügen" klicken, dann das gewünschte Bild aus deinem Verzeichnis auswählen und im Anschluss auf "Einfügen" klicken. Voila. VG Robert
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202307. Apr. 2023 · #6
Nun (19.2.3) am 6. Tag beginnt unsere Reise eigentlich wirklich.
Zum Tagesziel liegen ca. 240 Km. vor uns.
Wir fahren von Cape Town über Wellington und Ceres Richtung Cederberg. Die Gegend um Ceres ist geprägt von vielen grossen Obstplantagen, wir können eine ausgiebig bewundern, denn ein Verkehrsunfall hält uns lange auf. Kurz nach Ceres steigt die Strecke (immer noch Teer) zu einer Art Hochebene und wir passieren eine kleine Ortschaft die Dorp op di Berg heisst, ein treffender Name.
Die Fahrt über diese Hochebene ist schön, die Schotterstrasse nicht all zu breit aber gut fahrbar. Es geht schon gegen 18.00 Uhr bis wir unser Tagesziel, die Mount Ceder Lodge vor uns auftauchen sehen. Da das Frühstück ausgefallen ist und das Mittagessen aus einem Brötchen bestand meldet sich unser Hunger. Der nicht besonders motivierte Mann an der Reception meint aber ohne vorgängige Reservation sein nichts zu machen. Also begeben wir uns auf den uns zugewiesenen Campground, Stellen schnellst möglich auf und machen uns unser Essen eben selber. Die 5 Campgrounds liegen weit auseinander, jeder hat sein eigenes Sanitärgebäude mit Toilette, separater Dusche und Kochgelegenheit (Gas vorhanden) und sind eingebettet in eine mit Finbosch bewachsene Landschaft. Auch die Umgebung mit den Kalksteinbergen gefällt uns. Zu dem Anwesen gehören auch mehrere Olivenplantagen. Die Produkte dieser Plantagen haben uns begeistert. Beste Qualität von Kalamata-Oliven. Da wir zwei Nächte bleiben können wir den nächsten Tag nutzen um zu Fuss die Umgebung und den Flusslauf der zur Anlage gehört zu erkunden. Nächster Planungsfehler: Die nähere und weitere Umgebung hätte durchaus noch Potential für weitere 2 Tage Aufenthalt gehabt.
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202308. Apr. 2023 · #7
Samstag, 18.02.23 Mount Ceder Lodge - Grasberg Guesthouse, Nieuwoultville
Die vor uns liegende Strecke ist nicht allzu weit. Also beeilen wir uns mit dem Morgenessen, Abwaschen und Zusammenpacken nicht. Beim Abmelden in der Lodge decken wir uns nochmals mit Oliven ein und sind dann kurz nach 9.00 Uhr "on road again". Gleich nach den Olivenplantagen beginnt der Aufstieg zum Groot Rivier Pass. Dieser erweist sich als nicht so steil wie es von der Lodge her aussieht. Er lässt sich ohne 4x4 noch gut befahren, allerdings verzichten wir auf Schaltmanöver. Oben auf der Passhöhe befindet sich ein kleiner Parkplatz den wir nutzen, obwohl seit der Abfahrt nur wenige Minuten verstrichen sind. Die Aussicht ist traumhaft.
Auf der Karte ist als nächstes ein Ort namens Matjesrivier eingezeichnet, im Wesentlichen ist das aber nur eine Kreuzung. Das Navi will uns von hier über Clanwilliam auf die N7 führen. Wir mögen Teerstrassen nicht besonders und meiden sie wenn das geht, auch weil wir die Geschichte mit Luftablassen bei Gravel resp. aufpumpen bei Teer noch ernst nehmen. (Wir sind bald die Einzigen, die das noch machen). Also entscheiden wir uns, die 4x4 Strecke nach Wupperthal zu nehmen. War die Fahrt bis hierher auf landschaftlich schön und einfach zu fahren änderst sich das jetzt. Der schmale Track kann mit Allradunterstützung noch ohne grössere Probleme befahren werden, die Landschaft wechselt von schön zu grossartig. Am Wegesrand finden sich noch die letzten Protea Blüten und die ersten Roibos Feldchen. Nach etwa 30 Km. passieren wir die kleine Ortschaft Eselsbank, alles einfach aber sehr gepflegt, so dass wir uns fragen wovon die Leute hier wohl leben. Kurz nach der Ortschaft beginnt der sehr steile Abstieg hinunter nach Wupperthal. Gut, dass alles übersichtlich ist, und uns keiner entgegen kommt. Der Ort ist sehr verträumt und da Samstag ist, wird in der Schuhfabrik die ich gerne angesehen hätte auch nicht gearbeitet. Gleich hinter dem Ort beginnt der Aufstieg zum Kouberg Pass, der aber normal befahrbar ist. Danach folgen wir der R364 nach Nieuwoutville, alles Gravel. Das Grasberg Guestouse liegt etwa 15 Km ausserhalb des Ortes. Wir sind angemeldet, aber bei Ankunft ist keiner da, wenn man die beiden Hunde nicht mitrechnet. Das ganze sieht heruntergekommen und ungepflegt aus, insbesondere auch die Ecke die wohl als Stellplatz dient. Sofort ist klar: Hier bleiben wir nicht! Also zurück in den Ort, der zur Wildblumen Zeit offenbar überlaufen ist, jetzt sind aber die meisten Camps leer oder geschlossen. Das Blou Huis ist offen, zwei jüngere Männer haben das B+B mit Camping übernommen und sind an einer gelungenen und originellen Neugestaltung . Kaum haben wir unsere Ecke bezogen kommt eine Gruppe von 12 Harley Fahrer nebst Begleitfahrzeug, hier würden wir sagen Rocker, die sich umgehend im Pool befinden. Es sind massive Kerle mit Tattoo, den Revolver im Gürtelholster aber nett und diszipliniert und nicht wirklich laut, obwohl der Braai bis spät in die Nacht rege benützt wird. Hier sind wir gut geschützt, da wird sich keiner aufs Gelände wagen.
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202308. Apr. 2023 · #8
19.02.23 Nieuwoutville - ?? Gemäss Planung sollten wir heute Augrabies Falls Rest Camp zum Ziel haben. Das sind rund 490 Km, davon über 120 Km Gravel road. Unser Land Cruiser ist kein Rennwagen und wir fahren mit dem schweren Wagen nicht gerne schnell. Es steht also eine lange Fahrt bevor.
Dank den netten Betreibern des Blou Huis macht die Tankstelle in Nieuwoutville am Sonntag extra für uns um 9.00 Uhr auf, wir sind bereit und mit vollen Tanks geht es los. Bis Lorisfontein (65 Km.) gibt's Teerstrasse, danach Cravel für 120 Km. Meist ist die Strasse gut, aber manchmal müssen wir die Geschwindigkeit doch massiv reduzieren. So vergehen doch fast 3 Stunden bis wir bei Brandviel auf die R 27 (Teer) kommen. An der Kreuzung hat es ein Gasthaus, also machen wir Pause. Es ist richtig Urig und gefällt uns, nur der Gang zur Toilette wird etwas schwierig, es ist gerade load shedding und zappenduster.
Der R 27 folgen wir für über 230 Km. was schon etwas langweilig ist, da es kaum Abwechslung bei der Landschaft gibt. Langsam kommt die Frage auf, ob es Sinn macht, zu den Augrabisfällen zu fahren, es ist mittlerweile nach 15.00 Uhr, dort "schnell" zu übernachten um am anderen Morgen über Upington (zum Einkaufen) nach Twee Rivieren zu fahren.
Der Entschluss ist gefasst (nächster Planungsirrtum): Wir suchen in der Nähe von Upington eine Übernachtungsmöglichkeit. Unterwegs nachfragen ist immer eine gute Idee und so macht uns ein freundlicher Mann auf den Camping Oranje Rus, 12 Km vor Upington aufmerksam. Ein toller Hinweis. Die Anlage, direkt am Ufer des Oranje gleicht einem kleinen Park mit Grasboden und vielen schattigen Bäumen. Offenbar ist dieser Platz auch sehr beliebt bei den Langzeit Reisenden, wir treffen mehre davon an.
So gibt es ein gemütliches Abendessen ohne jede Hetze.
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202309. Apr. 2023 · #9
20.02.23 bis 01.03.23 Kgalgadi Transfrontier Park
Trotz intensiven Bemühens hatten wir keine Chance Bitterpan, Urikaruus, Lieloe Krankie, Gharagab oder Grootkolk zu buchen. Wie machen das andre bloss? So bleiben "nur" folgende Übernachtungen: 1 Twee Rivieren 1 Nossob 1 Bosobogolo 2 Lesholoago 2 Nossob 2 Kalahari Tented Camp
Wir erreichen den Parkeingang Twee Rivieren um ca. 15.00, vor uns warten noch andere Besucher und wir müssen für Südafrika und Botswana eichecken, also dauert das ganze etwas. Die Parkgebühren belaufen sich auf R 5280.- resp. Pula 2060.--, für Südafrika also knapp unter den Kosten für eine Wild Card. Der Camp Ground in Twee Rivieren ist ordentlich belegt, aber nicht ganz voll. Wir unterhalten uns lange mit einem Südafrikanischen Paar, noch älter wie wir. Natürlich tauschen wir uns über die geplante Route aus. Ron meint daraufhin "Tiere kann man in Mabuasehube in der Regenzeit möglicherweise sehen, aber dahin fährt man wegen der Natur". Er sollte recht behalten. Wir verlassen Twee Rivieren und fahren Richtung Nossob. Bald schon die ersten Tiere -die üblichen Verdächtigen. Gnu mit Jungtieren
oder Springbock Herden
Bei Dikbaardskolk machen wir Rast, aber rechts von der Strasse, weil alle anderen Schattenplätze belegt sind. Monika macht beim Fahrzeug noch belegte Brote und ich sitze bereist auf der Bank. Da bemerke ich aufgeregte Webervögel, die so etwas wie Scheinangriffe fliegen. Beim genaueren hinsehen ist da eine Kap Kobra. Ich rufe meiner Frau, dass Sie den Fotoapparat bringen soll, der in der Fahrerkabine liegt. Bis ich diesen habe ist die Kobra bereits über die unbewachsene Fläche und hoch in einen Baum. Ich hätte nie geglaubt, dass die Dinger derart schnell und flink sind.
Nach der Rast fahren wir nicht lange und ein nächster Höhepunkt wartet: 3 Geparde, wahrscheinlich Mutter mit grossen Jungen.
Wir sind etwas traurig, vor einigen Jahren hat ein Feuer all die schönen, grossen Bäume zerstört, wegen der vielen Tiere werden nie mehr solche Bäume nachwachsen können. Die wenigen überlebenden fallen nun noch den Webervögeln zum Opfer.
Bei der Weiterfahrt werden die Neusichtungen spärlicher. Eine Schildkröt mitten auf der Strasse, Strauße mit Jungen und einsame Oryx.
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202309. Apr. 2023 · #12
Nossob - Mabuasehube - Nossob (3 Tage)
Wir verlassen Nossob mit Tagesziel Bosobogolo Campsite 1 (175 Km.). Eigentlich gar nicht so weit - sollte man denken. Der Track ist einspurig und theoretisch mit Gegenverkehr. Der Track ist an sich gut befahrbar, mit ein paar sandigen Stellen auf den Dünen und recht ausgefahren, das bremst. Man kommt nicht besonders schnell voran, wir zumindest brauchen da auch mal eine "soziale Pause", so sind 5 Stunden Fahrzeit wie einige im Forum schreiben recht sportlich.
Die Landschaft ist zumindest in dieser Jahreszeit wirklich schön, teilweise fas offene Savanne, manchmal etwas dichter bewachsen und auch hier und dort ein paar Blumen.
Tiere sehen wir wenige, zwei- drei mal kleinere Gruppen Kuduweibchen oder vereinzelt Springböcke. Die Fluchtdistanz dieser Tiere ist gross, so dass wir diese auch nur von weitem sehen bevor sie in wilder Flucht davonstieben. So ist es eine willkommene Abwechslung mal ein/zweihundert Meter hinter einem Stauss nachzufahren, der seine Jungen absichert. Auch die laufen lieber auf dem Track denn durchs Gestrüpp.
Kurz vor ende der Fahrt kommt uns dann doch noch ein Fahrzeug entgegen. Auch wenn die Landschaft schön ist, irgendwann hat man genug und ist nicht unglücklich am Camp anzukommen. Was wir brauchen ist eigentlich da, aber das Camp macht einen heruntergekommenen Eindruck. Das verbaute Holz löst sich langsam auf, die ehemals installierte Blitzschutzanlage liegt am Boden und die Bodenplatten haben alle möglichen Ausrichtungen nur nicht eben auf dem Boden. Etwas Unterhalt würde dem Ganzen wohl anstehen. Also sehen wir uns mal die nähere Umgebung an. Die Pan hat kein Wasserloch somit keine Tiere, wieso auch, sie finden andernorts genügend Nahrung. Dann richten wir uns eben auf dem Camp ein, die Natur rund herum hat wirklich ihren Reitz.
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202309. Apr. 2023 · #13
Mabuasehube 2 Teil
Früh am Morgen sind wir auf den Beinen, Frühstück machen und dann auf Game Drive
Wir steuern zunächst das Wasserloch Monamodi an. Bei unserer Ankunft (wir sind wie immer in dieser Gegend allein) sind am Wasserloch nur ein paar Tauben zu sehen, so parken wir nahe so etwa 6 bis 7 Meter entfernt, lassen die Fenster runter, stellen den Motor ab und warten. Nach wenigen Minuten können wir unser Glück kaum fassen. Knapp vor dem Fahrzeug geht ein Leopard vorbei und zum Wasserloch. Er nimmt uns nicht zu Kenntnis und beginnt in aller Ruhe zu trinken. Das geht so ca. 15 Minuten, dann schreitet (anders kann man das nicht nennen) er gemütlich an uns vorbei. Wir denken das wars, sind aber glücklich und einige dutzend Fotos reicher. In Erwartung, dass vielleicht noch etwas anderes vorbeikommt bleiben wir noch ein wenig. Nach kurzer Zeit kommt noch etwas aber nichts anderes sondern der Leopard hat gemerkt, dass er noch mehr Durst hat und beginnt an der anderen Seite des Wasserlochs zu trinken. Nun haben wir in von seitlich hinten und von vorne beobachten können. In 7 Afrikareisen ist das sowieso erst der zweite Leopard, den ersten haben wir einmal in der Dämmerung zu Gesicht bekommen, entsprechend herrscht beste Stimmung.
Beim Weiterfahren sehen wir auf einem Baum dann noch seine nun leere Vorratskammer.
Das wars aber mit Tiersichtungen für den Tag, da die Wasserlöcher Mabuasehube und Lesholoago nicht laufen ist da "kein Schwantz". An diesem Tag begegnen uns neben einem Fahrzeug mit Park Rangern und eine klein Gruppe (mit 2 Fahrzeugen) Südafrikanern niemand mehr. Letztere sehen wir aber öfter, so dass es durchaus eine Möglichkeit zum Gedankenaustausch gibt. Es bleibt uns also nur noch übrig, den Camp zu wechseln und Lesholoago 1 anzusteuern. Den Kommentar zum Camp könnte ich kopieren, nur ist hier auch die Feuerstelle komplett zerstört, so dass wir erst mal die Zementsteine der ehemaligen Feuerstelle in der Umgebung zusammensuche müssen um wieder etwas ähnliches aufzustellen. Für die nicht ganz unbescheidenen Parkgebühren könnte wirklich etwas mehr getan werden. Zu diesem Thema noch eine Randbemerkung: Den auf den Karten vermerken Camp Ground mit Toilettenanlage beim Mabuasehube Gate gibt es nicht mehr, die Toiletten sind gesperrt. Trotz all dem, unser eingangserwähnte Südafrikaner hatte in jeder Beziehung recht.
Wie üblich begeben wir uns so kurz nach 9.00 Uhr zur Ruhe, welche aber spät in der Nacht nachhaltig gestört wird. Lautstark ertönen künstlich erzeugte Tierstimmen aus einem Lautsprecher, Scheinwerfer zünden in der Gegend umher und Stimmen sind zu hören. Was ist das und was soll das????? Zumal die Camp Site auf der anderen Seite der Pan nicht belegt Ist. Wir wissen es nicht und werden es auch nicht erfahren. Nach etwa einiger Zeit wird es dann wieder dunkel und still, wir hören noch ein Fahrzeug wegfahren. Auch am Morgen ist nichts mehr zu sehen, erst recht keine Tiere. Wollen wir uns das wirklich antun und noch einen Tag mit Höchsttemperaturen von über 40 Grad hier verbringen? Die Aussichten auf Wild sind nicht besonders und einmal eine solche Nacht reicht uns. Wir beschliessen alles zusammen zu packen, einen ausgiebigen Game Drive zu machen und dann den Rückweg nach Nossob mit einer Übernachtung bei Matopi1 unter die Räder zu nehmen.
Auf dem Game Drive fahren wir auch die Mpayathuttwa Pan an, in welcher als einziger neben Monamodi das Wasserloch seinem Namen gerecht wird. Die richtige Entscheidung, aber im Gegensatz zum Vortag mit dem Leoparden sind wir ein klein wenig zu spät. Der Löwe hat bereits getrunken und ist schon auf dem Weg zu seiner Ruhestätte.
An der Einfahrt zum Trail finden wir "unsere" Südafrikaner wieder, sie sind zur selben Entscheidung gekommen, fahren aber bis Nossob durch.
Matopi1 hat uns eigentlich ganz gut gefallen, die Vegetation ist schön, man kann gut unter Schattenbäumen stehen und die Toilette ist erstaunlich sauber. Hier noch ein Kompliment an diejenigen die vor uns da waren: Bestens aufgeräumt, nicht einmal Zigaretten Stummel und nur ganz wenig kleine Holzkohlestückchen. Auch Naturliebhaber wie wir.
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202311. Apr. 2023 · #14
25.02.023 bis 28.02.23 Je 2 Tage Nossob und Kalahari Tented Camp
Zurück in Nossob können wir "unseren" alten Camp Ground wieder beziehen. Es scheint also ob noch der Eine oder Andere seit unserem Aufbruch am 22. immer noch an seinem Platz ist, insbesondere diejenigen welche mit Trailer unterwegs sind. Auf dem ersten Drive am Abend Richtung Süden tut sich sehr wenig, bei Marie se Gat hat es ausser den allgegenwärtigen Tauben gar nichts. Auch in der Folge nicht gerade viel.
Der Drive am nächsten Morgen geht gegen Norden bis Lijersdraai. Auch hier wenige Tiere aber doch hie und da ein paar Tessebe oder Oryxe.
Den Gaukler, den wir auf dem Rückweg bei Cubitje Quap bei seinem Bad vorfanden war aber für uns eine Überraschung und Novität.
Ansonsten haben wir am Platz einige Zeit mit dem Betrachten der Erdhörnchen verbracht. Von Zeit zu Zeit hat sich das Erdhörnchen im Schatten flach in den Sand gelegt und mit den Beinen Sand auf seinen Rücken geworfen. Wir deuten das so, dass auch dem Hörnchen heiss war und es sich so etwas Linderung verschafft, vielleicht irren wir uns aber auch.
Ansonsten tun es das was wir von Erdhörnchen bestens kennen.
Am anderen Morgen nehmen wir von Nossob, wo es uns gut gefällt, abschied. Noch kurz den Hide aufsuchen und grosse Schwärme Tauben am Wasserloch betrachten.
Dann über Dikbaardskolk und dann nach Westen. Bis hierher noch nichts besonderes. Dann aber bei Morevet werden wir belohnt. Eine Gruppe mit Löwen hat sich niedergelassen. Einige davon sind offenbar noch Jungtiere und zum Spielen aufgelegt. Wir geniessen das fast eine halbe Stunde. In dieser Zeit kommt kein anderes Fahrzeug vorbei.
Die Fahrt ist wieder ein Naturgenuss.
Die Unterkunft im Kalahari Tentet Camp ist schnell bezogen und wir können uns etwas umschauen. Schakale werden hier offenbar zeitweise von uneinsichtigen Gästen gefüttert, sie streichen immer wieder um das "Zelt".
Beim abendlichen Drive begegnen wir dann noch einer Gruppe Giraffen.
Der nächste Tag bringt in Bezug auf Sichtungen nichts neues. Zur Hitze (deutlich über 40 Grad) kommt nun auch noch eine höhere Luftfeuchtigkeit dazu. Das wird auch für uns, die wir Hitze recht gut ertragen ungemütlich. Schon früh beginnen die Wolken sich aufzutürmen. Wir bleiben also in unserer Unterkunft und haben Zeit, mal wieder richtiges Brot zu machen, auf das wir uns schon lange freuen.
Wir hören zwar den Donner aber Mata Mata bekommt keinen Regen ab. Am nächsten Morgen, es ist der 1. März gibt es noch einen ausgiebigen Morgendrive bevor wir den Park verlassen.
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202311. Apr. 2023 · #15
In vier Etappen nach Windhoek
Am frühen Nachmittag haben wir die Grenzformalitäten hinter uns und sind in Namibia. Eigentlich wollen wir nach Windhoek. Viele machen das mit einer Übernachtung, einige sogar ohne. Zum einen meiden wir Teerstrassen wo immer das sinnvoll möglich ist und zum anderen haben wir von früheren Reisen noch schöne Erinnerungen an das Auob-Tal. Also soll die Route zu den Farmen Terra Rouge, Wildmoore und zum Camp Arnhem Cave, welches wir noch nicht kennen, führen. Das ergibt dann die Gelegenheit auf dem Weg nach Windhoek am Flughafen eine Pre Payd Card zu erstehen.
Unsere Vorräte sind mittlerweile so ziemlich übersichtlich geworden und nach dem Grenzübertritt fehlt es uns auch an Fleisch und Holz. Unsere Hoffnung, dass findige Farmer das auch wissen wird schnell relativiert. Der erste Farmstall gleich nach der Grenze hat gar nicht offen, der nächst Kalahari Farmstall ist eigentlich "nur" ein Souvenir Shop mit Caffè unser Tagesziel soll aber eigentlich Terra Rouge sein. Die Farmersfrau enttäuscht uns nicht, wir kriegen für kleines Geld fast ein Kilo Kudu und einen rechten Büschel Holz. Den Camp Ground mögen wir, obwohl er noch genau so aussieht wie vor zehn Jahren, nur zehn Jahre älter. Es ist die Möglichkeit sich hier etwas zu Fuss zu bewegen die uns reizt. Nachdem auf der bisherigen Strecke die Spaziergänge in der Natur eher wenig war und wir viele Stunden im Auto verbrachten sind die Füsse etwas zappelig geworden. Kaum am Platz sind wir nicht mehr allen, es kommt noch ein Paar, das seit einem Jahr auf Afrika Tour ist. Von Spanien her über Westafrika bis Cape Town und nun langsam Richtung Ostafrika wieder zurück, nochmals ein Jahr. Wir teilen das Kudu mit ihnen. Was sich gestern schon angedeutet hat kommt nun. Die Wolken ziehen sich zusammen, es donnert und kaum ist alles im Auto beginnt es auch zu schütten, Nach eine viertel Stunde ist alles vorbei.
Das Gewitter beschert uns noch ein Farbenspektakel zum Sonnenuntergang.
Am Morgen deutet nichts mehr auf das Gewitter hin und wir können ein wenig spazieren gehen. Der Farmstrasse nach auf die nächste Düne, von dort hat man einen schönen Ausblick auf die Dünenlandschaft. In einiger Entfernung sehen wir noch Giraffen und Kudus, die sich aber schnell aus dem Staub machen.
Das nächste Ziel ist das Felsencamp der Wildmoore. Ein wunderbarer Platz, wenn man davon absieht, dass es keinerlei Schatten hat. Auch locken die Steilabbrüche zur Erkundung. So richtig schön wird es aber gegen Abend, so dass wir unser Abendessen mit Panorama geniessen können.
Der letzte Zwischenhalt vor Windhoek soll Arnhem Cave sein. Wir fahren also den "Hinterhof" Namibias hoch und sind sehr zufrieden damit. Die Strassen sind gut, der Verkehr wenig und irgend etwas zu sehen gibt's meistens auch. Nicht mehr weit vom Tagesziel entfernt taucht plötzlich ein Wegweiser am Strassenrand auf NINA. Nanu, wo sind wir da gelandet? Die T4A Karte hilft nicht weiter, eine solche dominant ausgeschilderte Ortschaft ist nicht verzeichnet. Das Rätsel löst sich, Nina ist die Bezeichnung für eine Farm, auf der überregionale Viehauktionen stattfinden. Arnhem Cave ist dann auch bald erreicht. Nach einem Besitzerwechsel im Dezember wird eifrig erneuert und die Anlage ist offiziell bis Ostern, also jetzt, geschlossen. Kein Problem: Ein Camp ist schnell zugewiesen und erweist sich als praktisch, mit viel grün fürs Auge. Stellplatz mit Braai auf der Wiese, pro Platz ein Häuschen mit Dusche, Toilette und Küche welche über Kühlschrank und Mikrowelle verfügt, also alles da. Auch der Bewegungsdrang kommt nicht zu kurz. Zwei Tourguides wollen die Höhle besichtigen wir können bis zum Einstieg mitgehen. Die Höhle selbst soll teilweise sehr niedrig sein und rumkriechen ist nicht mehr so das Wahre für ältere Semester.
Am Morgen sind es dann noch knapp 90 Km zum Flughafen mit 1,5 Std. Wartezeit für die Pre Payd Card und dann ist es nicht weit bis Klein Windhoek wo's einen gut sortierten Spar hat, unser "Stamm" B+B die Villa Violet liegt gleich in der Nähe. Wir werden aufs herzlichste mit Namen begrüsst, auch das Personal ist seit 10 Jahren dasselbe.
Reisemaus1'004 Beiträge · seit 200812. Apr. 2023 · #16
Hallo Rockhouds,
Danke für den schönen Bericht. Wir waren fast zur gleichen Zeit im KTP und manches Deiner Erzählungen habe ich wiedererkannt 🙂 Die Mabua Gegend fanden wir auch überraschend leer, haben auch kaum Autos gesehen und viele Campsites waren gar nicht belegt. Auf den Leo bin ich ein klein wenig neidisch. Wir haben vom Leo in Monamodi gehört, der war auch ein paar Tage nach Euch noch da, aber haben ihn nicht gesehen. Dafür hatten wir mit den Löwen um Mpaya Glück. Aber ich gebe Dir Recht, die Landschaft und Einsamkeit ist dort das Schöne.
Um Nossob herum fanden wir es auch sehr ruhig und die Schakale am KTC haben uns auch verwundert. 😕 Dafür konnten wir auch die Wolken und Blitze beobachten, ohne einen Tropfen Regen. Wie gesagt, vieles kam mir bekannt vor. Aber ich habe nachgerechnet, wir können uns nicht begegnet sein.
Dann reise ich eben virtuell weiter mit Dir… Viele Grüße Doro
solitaire1'942 Beiträge · seit 201112. Apr. 2023 · #17
Hallo Rockhouds, schöne Reise, danke für all die Infos. Welche Straßen meinst du mit "Hinterhof"? Wie war deine Route Richtung Arnhem. Ich möchte auch abseits der Teerstraßen fahren und bevorzuge abgelegene Straßen. Da ist es natürlich immer interessant, wie einfach oder wie anspruchsvoll sie zu befahren sind. Ich weiß zwar, dass sich das je nach Witterung immer ändern kann, aber grundsätzliche Infos sind schon mal hilfreich.
Liebe Grüße Solitaire
www.margit-noehrer.com
FB und Insta: reisende.autorin
Buch: Der glühende Atem der Wüste
Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202312. Apr. 2023 · #18
Hallo Reisemaus Gerne die im übrigen recht einfache Route von Mata Mata bis Arnhem: -Ab Mata Mata die C15 über Gochas (hat übrigens einen recht gut sortierten Laden) bis Stampriet, von dort für ca 30Km. die C20 Richtung Aranos, abbiegen auf die M42 und dieser folgen bis sie wieder in die C20 mündet. Dieser folgen bis kurz nach Leonardville links die C25 abgeht. Nach etwa 37 Km in die C23 abbiegen und dieser folgen bis zur Einmündung der M51 (hier der Wegweiser "Nina"). Der M51 folgen und dann in die D1808 abbiegen. Dann seid ihr gleich da. Die Straßenverhältnisse auf der ganzen Strecke waren gut bis sehr gut. Viel Spass!
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202313. Apr. 2023 · #19
Der Hausdienst und der Koch unsers Fahrzeuges haben heute Ruhetag. Das Wäschewaschen ist delegiert und so steht einem gemütlichen Abend im Stellenbosch nichts mehr im Wege. Im B+B kann man gut schlafen aber unsere gemütliche Höhle unter dem Pop Up Dach vermissen wir schon ein wenig. Die notwendigen Einkäufe wurden ja schon bei der Anfahrt erledigt, die Klein Windhoek Schlachterei hat das vorbestellte Fleisch schön portioniert, Vakuum Verpackt und tiefgefroren auch schon vor unserer Ankunft angeliefert (es ist ja Sonntag), so dass dem Aufbruch zu den letzten beiden Wochen unserer Reise nichts im Wege steht. Diese zwei Wochen sollen im Zeichen der Natur, Ruhe und Entschleunigung dienen, es sind (ausser Swakopmund) keine hot spots eingeplant. So finden wir uns schon bald auf der C28 in Richtung Bosuas Pass wieder. Wunderbar wie grün hier die Landschaft ist.
Auch die Pad ist sehr gut in Schuss und es geht gut voran; zumindest bis der eigentliche Pass beginnt, es wird ruppiger aber noch im 2x4 fahrbar. Hier ändert auch die Vegetation. Es hat deutlich weniger geregnet und das Grün geht bereits wieder in's Braun über.
Als Tagesziel haben wir den Tsaobis Park im Auge wo wir eigentlich drei Nächte eingeplant haben. Der Campground liegt schön eingebettet im Uferwald des Swakop. Das Personal ist aber außerordentlich desinteressiert und die sanitären Anlagen haben auch schon lange keine Auffrischung mehr gesehen. Es muss ja nicht mehr sein aber lose Leitungen und Wasserhäne wieder befestigen wäre schon etwas. Zudem hat sich die Anlage offenbar dem Offroad Fahren verschrieben. Wir fahren Offroadstrecken wenn dies zu unserer Reiseroute gehört, aber nur so zum Spass einen "Runde" durch die Landschaft drehen mögen wir nicht. Es werden so aus drei geplanten Nächten nur eine.
Was nun? Bis zu dem reservierten Aufenthalt im Erongo Black Rock Camp sind zwei Tag zu überbrücken. Wir haben in Omaruru noch Bekannte die wir gerne besuchen wollen und so überraschen wir halt diese mit einer früheren Ankunft und längerem Aufenthalt. Für Omaruru haben wir keine Erfahrungen bezüglich einem gemütlichen Stellplatz für uns. Wir fragen also einen der Bekannten nach einer Empfehlung, der nimmt sein Telefon und schon sind wir bei Kallie von Vogelsang angemeldet. Sein Grundstück liegt gleich am Ufer des Omaruru Riviers, so dass wir bequem zu Fuss in den Ort können. Kallie hat auf seinem Anwesen einen kleinen Teil ausgebaut, den er vorwiegend an ihm bekannte Tour Guides mit deren Gästen vermietet. Alles aufs beste hergerichtet und richtig gemütlich ausgebaut.
Auch kleine Tiere sind schön (ca 4 Cm.)
Dann ist es soweit: Wir können zur Omukutu Farm zum Erongo Black Rock Camp, darauf haben wir uns schon lange gefreut. Die Fahrt ist nicht weit. Der D2315 welche durch den Erongo führt folgen bis die D2316 links abgeht. Ab hier sind es dann noch 35 Km. die es aber vor allem auf dem letzten Abschnitt in sich haben. Es geht vorbei an den bekannten Namen wie Erongo Plateau, Eileen und Ombu wo die offizielle Strasse endet. Mit der Strasse endet auch die offizielle Ausschilderung und es wird deutlich origineller.
Der Pfad wird nun sehr steinig und ist durchzogen von vielen unangenehmen, da mit kurzen steilen Böschungen versehen, Wasserläufen. Das ist zwar noch gut fahrbar aber man kommt nur langsam voran.
RockhoudsThemenstarter39 Beiträge · seit 202313. Apr. 2023 · #20
Das Camp ist eine Wucht. Hier hat jemand seinen Traum verwirklicht. Der Stellplatz mit Braai/Feuerstelle sauber eingefasst mit Steinmauern. Die "Küche" ist wie eine Bar aufgebaut und neben Freiluft Dusche und Toilette hat es auch ein geschmackvoll hergerichtetes Sanitärgebäude. Ein auf der Anhöhe gelegener Sundowner/Aussichtsplatz kann da ja auch nicht fehlen. Und das alles nur für uns allein. Der Platz ist natürlich vor allem für kleinere zusammengehörende Gruppen ausgelegt.
Da schmeckt das Abendessen nochmal besser.
Und das alles eigebettet in der urtümlichen Landschaft des Erongo Kraters. Man könnte hier durchaus auch Game Drives machen. Die hatten wir bereits genügend und so nutzen wir die Möglichkeiten zu ausgedehnten Wanderungen. Als besonders Besuchens wert seien hier die beiden Wasserlöcher (nur wenige Meter vom Camp) und der schön gestaltet Dam etwa eine halbe Stunde entfernt zu erwähnen. Ansonsten Natur Pur.
Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir bedauern diesen wunderschönen Flecken wieder zu verlassen.