Reisebericht

Noch einmal Richtung Norden......

von Papa Kenia · begonnen 05. Apr. 2023 · 45 Teile

Teil 105. Apr. 2023
.....danach kommt nichts mehr.

Hallo allerseits in die Runde. Hallo an die, die vielleicht den ein oder anderen meiner Berichte gelesen haben. Und an die, die sich nicht für Reiseberichte von Ländern innerhalb Europas interessieren. Um diese nicht zu enttäuschen: Es gibt in diesem Bericht nichts über Giraffen, Katzen oder Elefanten. Noch nicht einmal über Vögel. Auch keine Fotos von Tieren. Wenn also kein Interesse an dem Bericht besteht – einfach weiterklicken!

Den Zusatz zur Überschrift habe ich bewusst gewählt. Denn - dieses sind meine letzten Zeilen. Danach kommt wirklich nichts mehr!

Wer noch keinen RB geschrieben hat, der kann auch den Zeit- und Arbeitsaufwand nicht abschätzen. Daher wollte ich eigentlich nach den Berichten der letzten Reisen in 2018 (Skandinavien-Rundreise) und 2019 (Norwegen) nicht und nichts mehr schreiben. Vorsätze darf man aber auch mal über Bord werfen. Die Langeweile lässt mich nun doch erneut flink in die Tasten hauen. Soweit das bei Männern überhaupt möglich ist. Flink ist anders.

Seit der Pandemie ist es wohl erlaubt, hier auch Berichte von Nicht-Afrika-Ländern einzustellen.

Da mir Oldie die letzten Touren außerordentlich gut gefallen haben, begann ich Anfang 2020 mit meiner Planung. Der Reiseveranstalter meines Vertrauens machte mir das Leben und damit die Entscheidung auch leicht. Immerhin bekam ich fast stündlich (o.k. – das ist übertrieben 😄 ) viele bunte Seiten mit ebenso vielen bunten und Sehnsucht weckenden Bildern zugeschickt.

Wenn da bloß dieses blöde Virus nicht wäre.
Lock down. Impfe. Masken. Abstandsregel. Zweite Impfe. Das waren alles so Dinge, die hatte zu diesem Zeitpunkt kein Mensch so richtig auf dem Plan. Man sah nur die teils schrecklichen Bilder im TV. Und das machte mich schon nachdenklich.

Tägliches update: Mal war Norwegen Risikogebiet, mal Deutschland. Irgendwann machte Norwegen die Grenzen dicht. Dann wieder auf. Dann wieder dicht. Es war ein auf und ab. Wie in vielen anderen Ländern dieser Welt auch. Kreuzfahrtschiffe stellten ihren Dienst ein. Ebenso wurde zwischenzeitlich durch die Reederei die Fährverbindung Deutschland – Norwegen ganz gestrichen. Eigentlich wusste man nichts. Aber davon ganz viel.

Das Reiseunternehmen gab täglich neue Infos auf seiner Homepage bekannt. Wir fahren. Wir fahren nicht. Es fahren nur Geimpfte mit. Sie haben Platz. Wir haben die modernsten Busse mit modernsten Filteranlagen etc., etc. Wir besetzen nur jeden 2. Platz, und, und, und.

Es gab zwei Touren, die zeitgleich starteten. Zum einen war es fast exakt die Route, die ich 2018 bereits mitgemacht hatte. Zum anderen war es eine Kurzreise von nur 14 Tagen. Auch hiervon kannte ich bereits einige Städte bzw. Sehenswürdigkeiten. Sooo groß ist Norwegen ja nun auch nicht. Es gab bis dato aber auch Orte, wo ich noch nicht war. Also habe ich diese Variante gebucht. Zumal sie um einiges preiswerter war als die große Rundreise. Obwohl es nur 14 Tage waren, Hauptsache, mal wieder raus aus den eigenen vier Wänden.

Hier die Links zu den mittlerweile schon sehr alten Kenia-Berichten:
2016 -- 2015 -- 2014 -- 2013 -- 2012



Bis dann!

Viele Grüße
Dieter
Teil 208. Apr. 2023
Tag 1
Der Programmablauf lief genauso ab wie in den Reiseunterlagen beschrieben. Abholung frühmorgens mit Shuttlebus. Kurze Begrüßung mit dem Fahrer, den ich übrigens von meinen beiden letzten Touren kannte und den Insassen, die bereits im Wagen saßen. Diese drei Personen machte die große Rundreise mit. Die Weiterfahrt ging über die A43 bis Münster. Dort erfolgte der Umstieg in die ***** Reisebusse. Hiervon gab es dieses Mal gleich drei! Zwei Gruppen absolvierten die große Rundreise bis zum Nordkap. Mein Luxusliner machte die kleine Route.

Alle Busse waren nur halb besetzt. Der Reiseveranstalter hatte wirklich das gehalten, was er vorher angekündigt hatte. Es gab ausreichend Abstand nach vorne und hinten. Tatsächlich war nur jede zweite Reihe besetzt. Auch der Platz neben mir blieb leer. Die Reihe vor und auch hinter mir ebenfalls. Bei diesem Platzangebot richtete ich mich dementsprechend häuslich ein. Weil alle Mitreisenden geimpft waren und genügend Abstand geboten wurden, herrschte im Bus keine Maskenpflicht! In Norwegen war die Maskenpflicht zu diesem Zeitpunkt sowieso bereits seit einigen Wochen aufgehoben.

Der Gedanke an Corona war ganz schnell verdrängt. Alle Mitreisenden hatten nur eins im Kopf: Urlaub! 😄

Drei Tage vor Abfahrt hatten alle Teilnehmer die Reiseunterlagen erhalten. Laut Sitzplan waren wir nur 19 Leute im Bus! Umso erstaunter war ich heute, dass einige Plätze mehr besetzt waren. Die haben doch nicht alle am letzten Tag gebucht?? Die Lösung: Fünf Leute, die wir nun mehr an Bord waren, hatten ursprünglich eine Schottlandreise gebucht. Und dann, so Knall auf Fall, einen Tag bevor diese Schottlandrundreise starten sollte, machten die Schotten die Schotten – äh, die Grenzen – dicht und diese Tour fiel aus. Da aber auch hierunter Urlauber waren, die einfach nur noch raus wollten, buchten diese Leute kurzerhand um und machten nun unsere Tour mit. Flexibel muss man sein. Für den Veranstalter muss das eine logistische Meisterleistung gewesen sein.

Da die Koffer dieser Teilnehmer ja bereits gepackt waren, gab es keine Probleme bei der Kleiderwahl für die neue Route. Ob Regen in Schottland oder Regen in Norwegen, das ist egal!

Außer dem Fahrer waren wir nunmehr also 24 Personen an Bord eines 5 Sterne Busses mit 46 Sitzplätzen. Darunter drei männliche und eine weibliche Alleinreisende.

Auf los gehts los. Wir fuhren von Münster im Convoy mit drei Bussen Richtung Norden. Und zwar ganz hoch bis zum hohen Norden. Bis Hirtshals in Dänemark. In einem der anderen beiden Busse fuhr sogar der Firmeninhaber mit. Bisher war ich zweimal die Route, allerdings mit Fährverbindung Kiel – Oslo und auf dem Rückweg Bergen – Hirtshals gefahren. Die diesjährige Tour ging genau anders herum. So war der Rückweg von Kiel Richtung Ruhrgebiet doch um geschätzte drei Stunden kürzer als anders herum. Wenn der Urlaub sowieso vorbei ist, will man nur noch nach Hause! Diese Planung gefiel mir wesentlich besser.

Unterwegs wechselte der Firmenchef bei jedem Stopp den Bus. Zum einen, um sich vorzustellen, zum anderen, um einiges zum Programmablauf zu kommentieren.

Nach insgesamt zwei Stopps und einer längeren Mittagspause erreichten wir, nachdem wir Hamburg und Flensburg passiert hatten, irgendwann am späten Nachmittag Hirtshals. Wir hielten neben dem Fjordline-Gebäude. Unsere Busse waren die einzigen auf diesem Parkplatz.
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Es herrschte ein richtiges Schmuddelwetter. Wir gingen mit unserem Gepäck, die Meisten nur mit Rucksack oder Plastiktüte, zum Fährgebäude. Der Chef des Reiseunternehmens und die Fahrer organisierten die Tickets und wir durften gegen 19 Uhr an Bord der M/S Stavangerfjord gehen.
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Punkt 20 Uhr legte die Fähre ab. Doch das bekamen wir nicht so ganz mit. Das Wetter und hungrige Mägen sorgten dafür, dass wir pünktlich zum Abendessen erschienen. Um 19.30 Uhr wurden die Türen zum Speisesaal geöffnet. Hier herrschte gähnende Leere.
Es war erschreckend, wie wenig Leute auf den Beinen waren. Allein in unseren drei Bussen waren ja immerhin 70 bis 80 Reisende.

Für unsere drei Gruppen waren im hinteren Teil des Speisesaals einige Tische reserviert. Wir waren die einzige Rundreisegruppe. Man benötigte zwar keine Mund- und Nasenschutzmaske (Norwegen war zu diesem Zeitpunkt ein wenig lockerer als Deutschland); es wurde aber seitens des Personals sehr darauf geachtet, dass an den Tischen jede Menge Abstand zum Sitznachbar war. So kam es, dass jeweils zwei Alleinreisende an einem Sechsertisch saßen. Die Verständigung zum Tischnachbarn fiel dadurch leider etwas lauter aus. Außenstehende hätten mitleidig gesagt: Typisch Deutsche. 🙂 Aber was will man in so einer Situation machen? Davon ab, an den anderen Tischen war es auch nicht leiser.

Wie bei Buffets meistens leider üblich, so drängelten sich trotz Corona die hungrigsten Mäuler bzw. dicksten Bäuche dicht an dicht, um ja das beste Stück Fleisch oder den größten Fisch zu kommen. Ich hasse das!

Das Personal achtete aber penibel darauf, dass die Abstandsregel eingehalten wurde und ging auch schon mal energisch dazwischen, wenn das Gedränge zu groß wurde. Obwohl die Zahl der Reisenden überschaubar war, fehlte es am Buffet an nichts. Es war optisch sehr ansprechend aufgebaut und die Qualität war auch vom Feinsten. Gezapftes Bier war heute Abend ebenfalls beinhaltet.

Irgendwann wurde der Zapfhahn umgedreht und es gab kein Bier mehr. Der Tag war lang genug und so verzogen sich nach und nach alle Reiseteilnehmer gegen 22 Uhr in ihre Kajüten.

Dann zunächst: Gute Nacht!
Morgen kommen wir in Bergen an.
Teil 310. Apr. 2023
Tag 2
Um sechs Uhr wurde ich wach.

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Schnell ins Bad. Es folgte das übliche Morgenritual. Danach inspizierte ich die Fähre.

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Anschließend begab ich mich an Deck. Es war lausig kalt und stürmisch. Fluchtartig suchte ich mir unter Deck ein nettes Plätzchen mit Aussicht. Von diesem Sitz hatte ich gute Sicht nach draußen und auf die an mir vorbeischlendernden Passagiere.

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Hier bestätigte sich nochmal mein erster Eindruck von gestern. Ich schätzte die Zahl der gesamten Passagiere auf 150 Personen, wovon unser Veranstalter mit seinen drei Bussen ja schon mit ca. 70 bis 80 Menschen den Schnitt ziemlich anhob. Diese Fähre kann rund 2300 Passagiere befördern. Welch ein krasser Unterschied zu den beiden Vorjahren.

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Um sieben Uhr öffneten sich die Türen vom Speisesaal für das Frühstücksbuffet.

Es gab keine feste Sitzordnung, sodass sich jeder ein ruhiges Plätzchen aussuchen konnte. Das Frühstück war reichlich und lecker.
Gut gestärkt unternahm ich dann doch noch einmal einen Versuch, auf das Oberdeck zu kommen. Ich schnappte mir einen Liegestuhl und verkroch mich in eine windgeschützte Ecke. Hier hielt ich es dann doch längere Zeit aus und genoss die Sonne, die sich hin und wieder durch die Wolkendecke kämpfte!

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Teil 410. Apr. 2023
Um 12.30 Uhr legte unsere Fähre in Bergen an.

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Das Ausschiffen ging tatsächlich ruckzuck über die Bühne. Als wir aus dem Ankunftsterminal kamen, parkten unsere Busse bereits in Sichtweite.

Vor einem dieser drei Busse stand wieder Sören. Mein Reiseleiter der beiden letzten Touren. Ob er wieder bei uns mitfährt? Oder die große Rundfahrt mitmacht? Sören sah mich. Erkannte mich. Winkte. Grinste und kam auf mich zu. Wir klatschen uns ab und nach ein paar Begrüßungsworten war klar, er fährt wieder bei uns mit. Toll! So hatten wir die nächsten Tage Gelegenheit, uns noch ein wenig zu unterhalten.

Das Wetter wurde immer ungemütlicher. Wir waren froh, die Busse besteigen zu dürfen. Es ging nun schnurstracks zum Hotel.

Durch die Infos, die wir auf der Hinreise bekommen hatten, wussten wir, dass alle Urlauber während der ersten fünf Übernachtungen in denselben Hotels untergebracht waren.

Das Einchecken ging relativ gesittet über die Bühne. Immerhin waren wir wohl fast die einzigen Gäste des Hotels. Ich bekam ein typisches Einzelzimmer. Also ein Zimmer mit einem Einzelbett. Voll gut! Sauber und groß genug. Das Bad war auch in Ordnung.

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Nicht lange zögern. Kamera schnappen und mit dem Fahrstuhl nach unten.

Bei der Ankunft hier im Hotel hatte Sören allen Mitreisenden freigestellt, mit ihm einen Rundgang durch Bergen zu machen und vorher mit der Standseilbahn auf den Floyen zu fahren.

Wer mitgehen wollte, sollte sich um 15 Uhr hier in der Lobby einfinden. Das miserable Wetter hielt die meisten Urlauber in ihren Zimmern gefangen. Wir waren insgesamt nur so gut 10 Personen, die auf den Floyen wollten.

Bis zur Standseilbahn war es nicht weit. Wir mussten keine fünf Minuten laufen.

Sören holte am Kassenhäuschen die Tickets. Bei dem Touristenmangel und dem Sauwetter waren wir die einzigen und konnten ohne Wartezeit sofort zur Bahn laufen und die Kabinen besetzen.

Wenn Engel reisen; als wir oben ankamen, riss die Wolkendecke für ein paar Minuten auf und man konnte ohne nass zu werden doch einige Fotos von hier oben schießen.

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Da wir nur ein ganz kleiner Personenkreis waren, einigten wir uns schnell darauf, dass jeder nach dem Besuch des „Floyen“ die Stadt auf eigene Faust besichtigt. Die Interessenlage war eben sehr vielfältig.

Die Alleinreisende aus unserem Bus hatte diesen Programmteil auch mitgemacht. Sie fragte mich, ob ich denn wohl nachher mit ihr einen Bummel machen würde. Allein als Frau in einer fremden Stadt und einem fremden Land, das war ihr wohl nicht so geheuer. Also willigte ich ein. Unsere Stadtbesichtigung endete jedoch ziemlich abrupt am Fuße des Floyen in einer Kneipe. Es hatte nämlich zwischenzeitlich angefangen zu schütten. Das ist ja ein Urlaubseinstieg ☹.

Als Jutta und ich die Kneipe betraten, grinsten uns schon die beiden anderen Singles an. Ein paar Minuten später tauchte auch noch ein Ehepaar auf, das vier Reihen vor mir im Bus saß.

Wir sechs setzten uns an einen Tisch, führten erste lockere Gespräche und ließen es uns eigentlich ganz gut gehen. Die Abstandregel verdrängte wir ganz schnell. Immerhin waren ja alle Teilnehmer geimpft. Kuchen, Kaffee, Bier bzw. Wein. Der Urlaubseinstieg war doch nicht so ganz schlimm. Und das Wetter? Das konnte nur besser werden.

Als es ans Bezahlen ging, mussten wir erst einmal tief durchatmen. Gerade das Ehepaar, das zum ersten Mal in Norwegen war, bekam Schnappatmung.

Auf solche Preise, speziell bei den alkoholischen Getränken, waren die beiden nicht vorbereitet. Wir drei anderen wussten von früheren Urlauben, dass Norwegen nix für Alkis ist.

Gegen 18 Uhr machten wir uns dann gemeinsam Richtung Hotel zum Abendessen auf den Weg. Es nieselte Gott sei Dank nur noch.

Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zum Handelszentrum Bryggen. Trotzdem hatte niemand von uns Lust, bei diesem Dreckswetter hier noch umher zu bummeln. Glücklicherweise hatte ich dieses Hanse-Viertel im letzten Jahr bei herrlichstem Wetter besichtigen können. Für mich war es also kein Drama.

Nach zehn Minuten kamen wir beim Hotel an.

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Selbst hier im Speisesaal war für ausreichend Platz gesorgt. Jeder Single bekam seinen eigenen Tisch. Es wurde strikt auf die Einhaltung von Abstand geachtet. Nach dem Abendessen saßen wir in kleiner Runde noch auf einen Absacker zusammen. Danach ging es aufs Zimmer.
Teil 512. Apr. 2023
Tag 3
Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, fuhren wir nach Halhjem. Von hier wollten wir die Fähre nach Sandvikvåg nehmen.

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Sandvikvåg liegt auf der Insel Stord. Dort angekommen ging es mit dem Reisebus weiter nach Haugesund (Namen gibt es – die gibt es gar nicht 😄 ). Sören erzählte uns auf der Fahrt dahin einiges über den ersten norwegischen König, Harald Schönhaar. Dieser soll in Haugesund begraben sein. Außerhalb des Stadtzentrums von Haugesund befindet sich das Nationaldenkmal Haraldshaugen. Vor dem Hügelgrab steht ein beeindruckender Obelisk.

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Die ganz Harten gingen bis zum Monument. Mir reichte dank mittlerem Zoomobjektiv ein Foto vom Bus aus. Es regnete nämlich immer noch.

Anschließend nahmen wir die nächste Fähre von Arsvågen nach Mortavika. Dort waren wir im Kloster Utstein zur Besichtigung angemeldet. Das Kloster Utstein ist die angeblich besterhaltene Klosterruine von ganz Norwegen.

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Wir bekamen eine Führung durch einen Augustinermönch, der hier im Kloster lebt. Bruder Einar machte seine Sache gut! Trinkgeld bekam er aber nur in Form von Applaus. So ist das, wenn nur noch Plastikgeld im Umlauf ist.

Das letzte Etappenziel für den heutigen Tag war Stavanger. Unser Fahrer steuerte zunächst zielstrebig unsere Unterkunft an. Gegen 13.30 Uhr stoppten wir am Hotel und bezogen für wenige Minuten unsere Zimmer.

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Rund 20 bis 30 Minuten später saßen wir bereits wieder im Bus und fuhren, - selbstverständlich bei Regen -, zum Denkmal „Schwerter im Stein“. Dieses Monument soll an eine Seeschlacht von 872 erinnern. Wo auch König Harald Schönhaar wieder seine Finger im Spiel hatte.

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Die 3 Schwerter erinnern an die Wikinger und an die Gründung Norwegens. Sie symbolisieren Frieden, Freiheit, Einheit.
Teil 612. Apr. 2023
Anschließend ging es zurück zur Stadt. Als wir am Hafen aus dem Bus kletterten, war es endlich mal trocken. Unser Veranstalter hatte eine deutschsprachige Stadtführerin für uns gebucht. Sören und diese Stadtführerin hatten wohl schon mal zusammengearbeitet. Sören ging schnurstracks auf sie zu. Sie begleitete uns auf einem zirka einstündigen Bummel durch Stavanger.

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Dieser Rundgang gefiel mir außerordentlich gut. Zumal es immer wieder mehr und auch längere Stopps gab, damit auch jeder seine Fotos machen konnte (oder wie ich -, auch mal richtig durchatmen konnte). Die schmucken Holzhäuschen boten tolle Fotomotive. Die Stadtführerin versorgte uns dabei mit allerlei Informationen.

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Man wundert sich, wie schnell eine Stunde vergehen kann. Zwischenzeitlich hatte sich die Sonne auch verzogen. Dunkle Wolken hingen am Himmel und es roch bereits wieder nach Regen.

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Nach der Stadtbesichtigung liefen wir gemeinsam zurück zum Hotel. Dort angekommen, verschwanden alle Reiseteilnehmer auf ihren Zimmern. Zum Abendessen sah man sich um 19 Uhr wieder. Auch hier im Hotel wurde peinlichst auf Abstand geachtet. Jeder Single bekam einen Vierertisch.

Drei Personen, zu denen ich auch gehörte, benötigten vor der Bettruhe erst noch ein leckeres Bier. Für einen Verdauungsspaziergang war niemand mehr zu bewegen.

Mein Eindruck: Stavanger ist es wert, dass man auch mal 2 bis 3 Tage hierbleibt.

Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Dieter
Teil 714. Apr. 2023
Tag 4
Bereits für 7.30 Uhr war Koffer verladen angesagt. Die Reisebusse mussten vor uns Stavanger verlassen. Die würden wir heute Nachmittag in Lysebotn wiedersehen. Daher gab es erst nach getaner Arbeit ein reichhaltiges Frühstück.


Zunächst gingen die drei Reisegruppen frisch gestärkt zum nahegelegenen Hafen. Hier wartete ein ausschließlich für uns gechartertes Boot. Mit der Helgøy Glimt würden wir nun die nächsten knapp drei Stunden durch den Lysefjord schippern.

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Der Fjord ist 37 km lang. Die Felswände steigen bis zu 1000 m in die Höhe.

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Wir kamen unterwegs auch am Preikestolen vorbei. Jeder, der schon mal einen Norwegenkatalog in Händen hatte, kennt das Bild vom fast quadratischen Plateau, das spektakulär fast 600 Meter senkrecht zum Fjord abfällt. In den Sommermonaten ist dieser Platz ein Touristenmagnet mit phantastischem Blick auf den Fjord und die Berge im Hinterland.

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Teil 816. Apr. 2023
Tag 5 - Teil 1 -
Nach einer ruhigen Nacht war ich so früh auf den Beinen, dass ich noch vor verschlossener Hoteltür stand, um draußen meine ersten Fotos zu schießen. Schnell bemerkte mich aber ein Angestellter und schloss mir die Tür auf. Strahlender Sonnenschein empfing mich.
Ich schlenderte ums Hotel. Meine Beine führten mich Richtung Anlegesteg. Echt schwer vorstellbar, dass hier Kreuzfahrtschiffe festmachen, die Aussicht versperren und die Luft verpesten. Gott sei Dank ist mir das bisher erspart geblieben.

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Nach gut 30 Minuten ging ich zurück ins Hotel um zu frühstücken.

An diesem Tag trennten sich die Wege der beiden Reisegruppen. Wir hatten heute einen schlappen Tag und konnten es vormittags relativ ruhig angehen lassen. Die Teilnehmer der großen Skandinavienrundfahrt hatten ein strafferes Programm. Sie fuhren bereits los, als unsere Gruppe so nach und nach zum Frühstück im Speisesaal erschien.

Wir bekamen Gott sei Dank einen neuen Fahrer. Der bisherige hatte sich als richtiger Muffkopp erwiesen. Da er nur aushilfsweise für diese Rundreise eingesprungen war, nahm er seine Rolle natürlich nicht ernst. Bloß keinen Handschlag zu viel machen. Er steuerte nun einen der anderen Busse.

Der neue Fahrer war wesentlich angenehmer als sein Vorgänger. Er war der Dienstälteste im Unternehmen und ging wirklich voll auf in seinem Job. „Das Wohl der Urlauber hat bei mir oberste Priorität.“ Das war nicht nur Geschwätz; er meinte das wirklich so.
Wo er hergekommen war, wusste niemand so genau. Die Logistik in diesem Reiseunternehmen steckt voller Überraschungen und Geheimnisse.

Zumal Sören heute Morgen verkündete, dass die Norweger seit Mitternacht die Grenzen wieder geschlossen hätten. Er schaute in die fragenden Mienen der Reiseteilnehmer und meinte, dass wir froh sein könnten, im Land zu sein. Wir würden nicht ausgewiesen. „Wer hier ist, darf bleiben! Genießen sie die Reise bis zum Ende.“

Unser neuer Busfahrer hatte tatsächlich die letzte Gelegenheit erwischt, um ins Land zu kommen. Er war gestern Mittag mit der Fähre in Oslo angekommen. Dann hat er sich mit Bahn und Öffentlichen bis Eidfjord durchgekämpft und traf gestern Abend recht spät hier im Hotel ein.
Teil 916. Apr. 2023
Tag 5 Teil - 2 -
Gut gestärkt fuhren wir gegen 9 Uhr auf die andere Seite des Hardangerfjords ins Bondhustal. Hier wurde Rast gemacht und wer wollte, konnte eine Wanderung in Richtung Bondhusgletscher unternehmen. Es gibt drei Rundwege, die im Reiseführer mit ein bis drei Stunden angegeben sind. Unsere Gruppe entschied sich für den kürzesten Weg. Immer am Gletscherfluss Bondhuselva entlang.

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Da Laufen bekanntlich nicht so mein Ding ist, blieb ich am Bus. Machte in der Nähe einige Fotos und habe mich hervorragend mit unserem Fahrer unterhalten. Nach rund 90 Minuten waren wieder alle vollzählig am Bus. Bevor es weiter ging, gab es noch ein paar Kekse, Firmenschokolade und frischen Kaffee von der Busküche.

Danach stand ein Besuch auf einem Obsthof an. Rund ein Fünftel aller Apfel- und Kirschbäume Norwegens wachsen am Hardangerfjord. Das milde Klima ist ideale Voraussetzung dafür.

Bei den Besitzern dieses Obsthofes hatte der Inhaber unseres Reiseunternehmens das komplette Paket für uns gebucht. Zunächst begrüßte uns die sympathische Besitzerin des Obsthofes und erzählte in sehr gutem Deutsch einiges über Ihr Leben, den Hof und den Obstanbau. Und sie stöhnte natürlich auch über den Touristenschwund, den Corona weltweit zu verantworten hatte. Wir wären die erste und auf absehbare Zeit auch die letzte Gruppe, die angemeldet war. Es folgte ein Rundgang durch die Obstplantagen mit allerlei Erklärungen. Zum Schluss landeten wir in der „guten Stube“. Hier waren Tische eingedeckt. Es gab leckeren, hausgemachten Apfelkuchen mit Sahne und Kaffee oder Tee.

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Zu guter Letzt hatten wir Gelegenheit, im kleinen Verkaufsshop auf der anderen Straßenseite das ein oder andere Leckerchen zu erwerben. Ich gönnte mir ein Fläschchen Apfelschnaps.

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Es folgte der letzte Programmteil für diesen Tag. Wir fuhren rund eine Stunde weiter zum Fjord und besichtigten dort eine Lachsfarm. Auch hier wieder ein informativer Vortrag in gutem Deutsch. Da der Fischgeruch nicht jedermanns Sache war, verkürzten eine Hand voll Leute diese Besichtigung und machten sich vorzeitig auf den Rückweg Richtung Bus.

Zum Tagesausklang besichtigten wir einen Bergbauernhof. Dieser wird aber schon seit längerer Zeit nicht mehr bewirtschaftet. Hier oben gibt es einige Stellen mit tollem Ausblick auf den Fjord.

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Obwohl das heutige Programm nicht so anstrengend war, waren wir letztendlich froh, als es zurück zum Hotel ging. Nach dem Abendessen unternahm ich mit einigen Leuten noch einen kurzen Rundgang durch den überschaubaren Ort. Danach saß ich erneut mit Sören noch recht lange zusammen.


Viele Grüße
Dieter
Teil 1018. Apr. 2023
Tag 6 - Teil 1 -
Zu gewohnt früher Zeit konnten wir frühstücken und fuhren gegen 8.30 Uhr Richtung Hardangervidda. Zum Fotostopp hielten wir am bekanntesten Wasserfall Norwegens, dem Vøringfossen. Hier war ich nun zum dritten Mal. Und zum dritten Mal hatte ich wieder kein Glück mit dem Wetter. Es war nebelig und es nieselte ein wenig. Daher waren gescheite Fotos fast unmöglich.

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Es gibt spektakuläre Wege zu den Aussichtsplattformen. Die Wege und die Plattformen bestehen aus Gitterrostplatten. Das ist nicht jedermanns Sache. Wenn man durch das Lochmuster in die Tiefe schaut, kann einem schon ganz anders werden. Für Nichtschwindelfreie ist das nur bedingt etwas. Auch ich schaute nur in die Ferne.

Anschließend fuhren wir zum Sysendamm. Die Temperaturen waren Gott sei Dank ein ganz klein wenig angenehmer.

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Teil 1118. Apr. 2023
Tag 6 - Teil 2 -
Das Highlight des Tages sollte die Fahrt mit der Eisenbahn der Bergen-Bahn darstellen. Unser Fahrer brachte uns nach Ustaoset. Kurz nach 12 fuhren wir von hier über Finse nach Myrdal.

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In Myrdal stiegen wir in die Flåm-Eisenbahn um. Gegen 14 Uhr sollten wir planmäßig in Flåm eintreffen. Hier würde auch unser Bus schon warten, denn der war vorgefahren.

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In einer ruhigen Minute blickte ich innerlich auf das letzte Jahr zurück. Da wurde diese Tour auch angeboten. War das ein Jahr zuvor ein Menschenauflauf und Gewusel. Touristen aller Herren Länder waren auf den Beinen. Ohne Reservierung hätte man keine Chance gehabt einen Platz in einer der beiden Bahnen zu ergattern.

Und heute? Tote Hose! Hier war nichts. Totentanz. Unsere Gruppe konnte einen Waggon ganz alleine in Beschlag nehmen.
Teil 1218. Apr. 2023
Unterwegs gab es am Wasserfall Kjosfossen den üblichen Fotostopp. Links der Wasserfall mit einer Fallhöhe von rund 90 Metern. Rechts auf dem Felsplateau erschien wieder Huldra, eine Waldfee oder Waldgeist. Betörende Musik aus Lautsprechern untermalte den Tanz von Huldra. Ich hatte bereits letztes Jahr behauptet, dass Huldra ein „Kerl“ ist. Dieses Mal bestätigte sich mein Eindruck. Wegen des miesen Wetters, der Feuchtigkeit und der Entfernung zu „Hulda“ ist die Aufnahme nicht so toll geworden.

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Nach 10 Minuten Aufenthalt setzte sich der der Zug wieder in Bewegung. Als wir in Flåm ankamen, schien zeitweise die Sonne. Das Wetter war umgeschlagen und es wurde freundlicher. Mit fünf Leutchen machten wir es uns vor einem Café in der Sonne gemütlich. Für Kuchen und Kaffee hatten wir noch eine knappe Stunde zur Verfügung. So macht Urlaub endlich mal wieder Spaß!

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Teil 1318. Apr. 2023
Irgendwann hieß es dann doch: „Einsteigen!“ Unser Bus war zwischenzeitlich gekommen. Der Fahrer hatte sich noch eine Ruhepause gegönnt. Anschließend nahmen wir Kurs Hardangervidda. Dort wollten wir dem Natursenter einen Besuch abstatten.

Dieses kleine Museum ist sehr interessant und familienfreundlich konzipiert. Zunächst nutzten wir die Möglichkeit einen rund 20minütigen Film über Gletscher, Fjorde, Berge, Rentiere und, und, und, anzusehen. Danach erkundeten wir den Rest des Gebäudes. Es gibt einige aktive Stationen, die die Besucher zum Mitmachen animieren. Nach knapp 60 Minuten waren wir mit unserem Rundgang fertig.

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Teil 1418. Apr. 2023
Danach ging es zum Hotel in Eidfjord zurück. Hier übernachteten wir heute letztmalig.

Da der heutige Tag nicht ganz so anstrengend war, unternahmen ich nach dem Abendessen zusammen mit einigen anderen noch einen kleinen Abendspaziergang.


Fortsetzung folgt -

Viele Grüße
Dieter
Teil 1520. Apr. 2023
Tag 7
Bereits ab 6.30 Uhr gab es Frühstück.

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Bis zur Abfahrt unseres Reisebusses schoss ich vor dem Hotelgelände noch das ein oder andere Foto. Als alle Koffer verstaut waren, ging es kurz nach acht Uhr los.

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Den ersten Stopp des Tages machten wir kurz nach neun Uhr am Wasserfall Tvindefossen. Das Wetter war heute Morgen vom Feinsten. Wolkenloser Himmel und T-Shirt Temperaturen.

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Nach zirka einer halben Stunde steuerte unser Fahrer den Bus Richtung Hopperstad, um mit uns eine Stabkirche aus dem 12. Jahrhundert zu besichtigen. Auf dem Weg dahin versorgte uns Sören mit den nötigen Informationen. Dieser Mann ist ein wandelndes Lexikon. Es machte richtig Spaß, ihm zuzuhören.

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Teil 1620. Apr. 2023
Nachdem wir die Stabkirche besichtigt hatten, selbstverständlich wieder mit Fremdenführerin, chauffierte uns unser Fahrer Richtung Sognefjord.

Hier machten wir einen kurzen Halt am Aussichtspunkt.

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Von Vangsnes nach Hella benutzten wir eine Fähre. Leider war die Überfahrt viel zu kurz. Denn die Sonne schien immer noch. Die Temperaturen waren richtig angenehm. Warum kann es nicht immer so sein? Nach geschätzten 20 Minuten verließen wir die Fähre und fuhren zum Briksdalsgletscher. Den Ablauf hier kannte ich auch durch die beiden letzten Touren. Man konnte gegen extra Bezahlung einen sogenannten Trollbil ordern und sich mit insgesamt 7 Personen pro Wägelchen bis auf wenige 100 Meter zum Gletscher bringen lassen. Sören übernahm natürlich die Organisation. Wir mussten uns nur noch in den Wagen setzen.

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Letztes Jahr hatte ich es geschafft, bis zum Gletschersee zu laufen. Dieses Mal hatte ich meine bekannten Luftprobleme und ließ es ganz langsam angehen. Alles andere wäre falscher Ehrgeiz gewesen.

Die Zeit danach reichte noch für ein Stückchen Kuchen und einen Shoppingbesuch im Touricenter.
Teil 1720. Apr. 2023
Dann nahmen wir Kurs auf Loen. Hier in Loen war ich nun ebenfalls zum dritten Male. Das Hotel an sich ist nicht so etwas Besonderes. Es ist rustikal angehaucht. Landhausstil. Das Mobiliar ist älter, aber alles ist picobello sauber. Die Lage und Flair sind jedoch schon fast einzigartig.

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Und was war hier los? Auch nichts! Wo wir im vergangenen Jahr mit geschätzten 300 Leuten im Speisesaal zusammengesessen haben, waren wir heute 26 Leute. 24 Urlauber, 1 Reiseleiter, 1 Fahrer. Es war einfach nur erschreckend. Trotzdem fehlt es am Buffet an nichts.

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Nach dem Abendessen unternahmen wir noch einen Spaziergang vor traumhafter Kulisse.

Zu guter Letzt saßen wir noch in kleiner Runde zusammen und hatten eine nette Unterhaltung mit der Kellnerin, die die totale Langeweile hatte. Wo keine Touris sind, da ist auch nichts zu tun. Die Kellnerin, eine Spanierin, versuchte ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Bei wem? Wir waren die einzigen Deutschen und nur für eine Nacht hier??


Viele Grüße
Dieter
Teil 1822. Apr. 2023
Tag 8 Teil - 1 -
Nach einem guten Frühstück nahmen wir den nächsten Tagesablauf in Angriff. Von Loen fuhren wir nach Selje. Dort kletterten wir an Bord eines Charterbootes, welches uns auf die Insel bringen sollte. Hier galt es, eine ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert stammende Klosterruine zu besichtigen.

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Auf Selje ist die Ruine bereits vom Anlegesteg zu sehen. Da der Weg über Stock und Stein führte, blieb ich am Bootsanleger und machte es mir auf einer Bank gemütlich. Jacke und Fleecejacke konnte ich ablegen und genoss einfach nur die Sonne. Nach ein paar Minuten setzte sich eine Einheimische zu mir. Soweit es unsere Englischkenntnisse erlaubten unterhielten wir uns. Sie hatte sich in aller Herrgottsfrühe von einem anderen Boot hier absetzen lassen. So konnte sie in aller Ruhe Kräuter sammeln. Nachher würde Sie mit uns zurückfahren.

Meine Gesprächspartnerin wollte unbedingt ein Foto von mir machen. Da, wo ich jetzt saß, hat auch schon die norwegische Königin Sonja gesessen. Dann ist ja alles in bester Ordnung. 😉

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Als der Rest der Gruppe zurück war, schipperten wir zurück zum Anlegesteg und konnten am Bus „Brühwürstchen to go“ genießen. So ein kleiner Snack zwischendurch schmeckt richtig lecker. Ein Tässchen Kaffee noch dazu. Das Ganze bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein. Das war nicht schlecht.

- Teil 2 auf der nächsten Seite -
Viele Grüße
Dieter
Teil 1923. Apr. 2023
Teil - 2 -
Anschließend fuhren wir zum Westkap. Dieser westlichste Punkt Norwegens liegt auf der Halbinsel Kjerringa. Eine schmale Straße führt zum Aussichtsplateau mit Cafè und Parkplätzen.

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Ehrlich gesagt, ich wusste gar nicht, dass es das gibt. Von einem Westkap hatte ich noch nie gehört. Nordkap? Klar! Kennt jeder! Aber Westkap?

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Ich kann jetzt bestätigen, dass es das gibt. Und dass es am Westkap genau so stürmisch und kalt wie am Nordkap ist. Die Sicht war auch nicht gerade berauschend. Wolken und Regenschleier bedeckten den Himmel. Wir waren froh, dass trotz Corona und Touristenmangel das Café geöffnet war. Hierin war es mollig warm. Eine Tasse Kaffee und eine Waffel; die Welt war wieder in Ordnung.

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Kurz vor der Rückfahrt riss die Wolkendecke dann doch noch für wenige Minuten auf, sodass einige Fotos zustande kamen. Die Weiterfahrt erfolgte gegen 14 Uhr.

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Viele Grüße
Dieter
Teil 2023. Apr. 2023
Teil - 3 -
Heute nutzten wir für eine kurze Strecke mal wieder eine Fähre. Wir fuhren zum Koparneset Fähranleger und mussten eine knappe halbe Stunde auf die Fähre warten. Bei den mittlerweile sommerlichen Temperaturen fiel und das Warten nicht schwer. Die Überfahrt nach Årvik dauerte gerade mal 20 Minuten.

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Und dann folgte das, worauf ich mich schon seit der Reisebuchung freute. Wir fuhren nach Ålesund. Bereits letztes Jahr war ich zum ersten Mal in Ålesund. Im Rahmen eines Tagesordnungspunktes machten wir einen Stopp und unternahmen mit Sören einen gut einstündigen Stadtrundgang. Die Stadt gefiel mir außerordentlich gut. Schon damals habe ich noch gedacht, hier müsste man mal mehr Zeit haben und bei schönem Wetter bummeln und die Stadt genießen. Und nun blieben wir für drei Nächte in Ålesund. Toll!

Wir kamen dort um 17.30 Uhr an. Zunächst fuhren wir mit unserem Bus auf den Aksla. Das ist der sog. Hausberg von Ålesund. Von hier oben hat man einen tollen Rundblick. Letztes Jahr konnten wir vor lauter Regen nicht aus dem Bus steigen. Heute schien die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel.

Der Ausblick war phantastisch. Zwei Kreuzfahrtschiffe der Hurtigruten lagen im Hafen und warteten auf bessere Zeiten. Bisher hatten wir nicht ein einziges schwimmendes gesehen. Diese Postschiffe ankerten dort vermutlich schon längere Zeit.

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Nach rund 45 Minuten Aufenthalt hier oben auf der Aussichtsplattform Fjellstua brachte uns unser Bus schnurstracks zum Hotel. Wir checkten ein, nahmen die Zimmer in Beschlag und trafen uns zum gemeinsamen Abendessen um 19.30 Uhr.

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Danach machten wir bei angenehmen Temperaturen noch einen kleinen Rundgang. Der obligatorische Absacker in netter Runde durfte heute natürlich auch nicht fehlen.

Viele Grüße
Dieter

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