Medien ( Rundfunk, Zeitungen, TV, News )

26 Antworten · 7'653 Aufrufe · gestartet 14. Jan. 2023 von hemmerling
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Themenstarter18 Beiträge · seit 202314. Jan. 2023 · #1
Hallo,
aus Interesse an Namibia und auch moderner afrikanischer Musik habe ich eine altmodische Link-Seite zum Thema "Medien ( Rundfunk, Zeitungen, TV, News )" frisch recherchiert:

http://www.hemmerling.com/doku.php/en/mediana.html

Wer in Namibia terrestrisch oder eben online per Audio-Stream Radio aus Namibia hört, darf gerne einzelne Sender vorstellen.

Die Frage die ich ans Forums-Publikum hätte, was sind für Euch die Unterschiede zwischen den großen Radiosendern bezüglich Zielgruppen, Musik(richtungen) / Musik-Stil-Schwerpunkt, Moderation, wieviele Wortbeiträge/News bringen sie,... ?
  1. 99fm
  2. Energy100fm
  3. Fresh FM
  4. Radiowave 96.7FM
  5. OTJI FM 107.6
  6. Rapids 107.7 FM Rundu

( Dies sind also die wichtigsten englischsprachigen Musiksender von Namibia, die auch terrestrisch senden. Eine "wesentlichen", "wichtigen" Radiosender der nur streamt, hab ich bislang nicht ausgemacht ).

Und insbesondere was sind die Unterschiede zwischen
  1. Fresh FM
  2. NOVA 103.5
  3. Radiowave 96.7FM
, die ja dem gleichen Unternehmen gehören? UPDATE, Nova gehört auch dazu

Diese beiden Sender sind stark wortlastig, also echte Informationsquellen, nicht nur kurze "News"
  1. Eagle FM Namibia – The Eye
  2. The Namibian - Desert Radio
Da dies ein deutschsprachiges Forum ist, sollte der Hinweis auf "Hitradio Namibia" nicht fehlen. Aber die haben nur eine einzige moderierte Morgen-Show Mo-Fr, 6:00-9:00 UTC+2, das Online-News-Archiv ist eine umfangreiche Informationsquelle, aber ein News-Sender ist das halt nicht

Auf meiner Link-Seite sind natürlich auch die öffentlich-rechtlichen NBC Radio-Sender vertreten, ich habe dank Hilfe aus Namibia auch die kürzlichen Namensänderungen aufgedröselt,
aber... es gibt nur aktuell 3 NBC Radio-Sender die einen Online-Stream anbieten, von denen 2 in afrikanischen Landessprachen senden. Und beim dritten, "Touch FM" funktioniert der Online-Stream schon längere Zeit nicht....
Der deutschsprachige Sender "Radio FunkHaus” ( ehemals: “NBC German Service” ) ist beliebt insbesondere bei Klassik-Musik Fans aller Bevölkerungsgruppen, denn Alleinstellungsmerkmal dieses Sender ist tatsächlich das Senden von klassische Musik, insbesondere in den Sendungen von Moderator Freddy Frewer. Er wird aber halt nicht gestreamt.

Grüße
Rolf
Zitierenzuletzt bearbeitet 16. Jan. 2023Original ↗
Themenstarter18 Beiträge · seit 202316. Jan. 2023 · #3
travelNAMIBIA schrieb:Diese Liste kennst du?
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_H%C3%B6rfunksender_in_Namibia
Ja, komplett veraltet, unvollständig,
habe ich selbstverständlich auch "abgearbeitet", die Informationen befinden sich auf meiner Seite.

Die nur dort gefundene Information ist
Jacc (ehem. Radio Kudu bzw. 1FM)
, denn ich bin auch immer ein bischen Online-Forensiker, also interessiere mich "für das was früher mal da war, um Entwicklungen zu verfolgen"

Das Interessante - auch weil wir seit Mitte der 1980er Jahre auch Privatradios haben ( eben im Norden: FFN, Antenne Niedersachsen, bei mir in NRW die ganzen Stadt-Sender wie Radio-Bielefeld ), dass dort ein einziges Unternehmen mit gleich 4 Sendern den Markt beherrscht, aber 3 davon fast-austauschbar sind.

Vorläufige Antwort auf meine Frage:
Wenn man mit der häufig in Deutschland von demokratischen Bürgern negativ empfundenen "neuen Sensibiliisierung" sich anschaut, wie sehen die Show-Moderatoren auf den o.g. 3 Stationen aus, also ihre ethnische Herkunft, und dann unterstellt wie die Bürger von Namibia darauf reagieren KÖNNTEN ( = Unterstellung ),
kann man zwei der Stationen zu einem Bündel zusammenfassen ( auch musikalisch ) - Nova und Radiowave, und die dritte Station des Privat-Radiosenders - FreshFM - steht für sich.

Wo die unterschiedlichen Zielgruppen für Nova und Radiowave sind, krieg ich aber immer noch nicht mit. In deutscher Sprache sind das ja beides "flachgebügelte Formatradios" mit englisch-internationaler, also britischer und amerikanischer Popmusik 🙂. Bei uns in Deutschland spielt der Soldatensender BFBS - den ich schon vor 45 Jahren gehört habe - diese Musik, der Radiosender könnte also in Grossbritanien, Irland, Malta, Zypern, Südafrika oder Deutschland stehen. Na in USA nicht so, US-Radio klingt wohl irgendwie anders. Aber "austauschbar" bezüglich des Standortes.

Ich habe meine Online-Bekannten aus Namibia nach ihren Lieblingssendern gefragt, war schon erstaunlich welch unterschiedliche Favouriten sie so haben.

Zu Radiowave bekam ich folgendes Feedback:
Yes Radiowave used to be my favorite when growing up, but the management is now very poor. Incompetent presenters with very poor english proficiency levels. It used to be managed by whites before now its ghetto. I do hear about French radio station, but don't understand the language so no use for me
It's just my opinion on it as seeing it. There's nothing im adding or taking away. Incompetent presenters is incompetent no experience no radio voice sound more like a kid is given a mic to talk on the radio. It was more productive and professional the time i was listening to it.
But the music is really great for that i can give them 5 points and zero for presentations.
Wobei ich dem nicht zustimme, Radiowave und Nova haben Radiomoderatoren auf typisch professionellem Niveau, mit jahrelanger Berufserfahrung ( also kein Job den man als "Berufsanfänger ohne Sprecherfahrung" bekommt ),
d.h. die Idee meiner jungen hübschen Online-Bekannten mit Hochschulabschluss und gutem Management-Job in Windhoek, die nach weiteren Karrieremöglichkeiten in Namibia Ausschau hält ( Radiomoderator / Werbespot-Sprecher, Immobiliengeschäft, Mode/Stilberatung ), dass da irgend jemand auf sie wartet, weil - "Fachkräftemangel" dringend Moderatoren und Sprecher gesucht würden, neee bestimmt nicht.
Zitierenzuletzt bearbeitet 16. Jan. 2023Original ↗
33,0k Beiträge · seit 200616. Jan. 2023 · #4
Ja, komplett veraltet, unvollständig,
Nein. Die Liste wird nämlich von mir gepflegt und entspricht den bei der namibischen Kommunikationsbehörde registrierten Sendern. Alle anderen operieren illegal.

Viele Grüße
Christian
Themenstarter18 Beiträge · seit 202316. Jan. 2023 · #5
Cool. 🤩 🤩
hier gleich einen Experten zu finden.
Na wo sonst auch.

Natürlich hiermit offizielle Erlaubnis, meine Liste zu plündern und Deine Liste zu updaten! 😎
z.B. bezüglich des Rebrandings der NBC-Stationen, viele Bürger Namibias kennen weiterhin nur die früheren Namen...

Da ich ja nicht in Namibia bin... bin ich auf Online-Streams angewiesen.
In Deutschland muss es gefühlt "tausende" von Nur-Online-Stream Radios geben, die vermutlich niemanden interessieren. Für Namibia, weil so winzig, ist meine Übersicht ein aktueller Schnappschuss was es überhaupt gibt.

Bezüglich illegal, Online-Streams unterliegen in Namibia doch wohl keiner "Frequenz-Regulierung",
aber dass die Gebühren an Musikverwertungs-Organisationen abdrücken ( gerade auch wenn sie Musik spielen die in Afrika produziert wurde...), sehe ich auch nicht... 🙁 , vieles scheint Hobby-Projekt zu sein.

Aber interessant war für mich, dass man offensichtlich mit einem minimalen technischen und finanziellen Aufwand einen 24/7 Moderator-losen Online-Stream unterhalten kann, leider hab ich noch niemanden kennengelernt von den Organisatoren, der mir das mal erklärt. Wo haben die denn die Musik her, und lagert die "schon" in der Cloud, oder "noch" bei ihnen auf einem lokalen PC?
Selbst die für kleine lokale Radiosender notwendige Technik mit Mischpult, PC mit Software und einer Funkanlage, was bei australischem Spezialanbieter in einer Box in den Kofferraum eines Personen KfzS passt, benötigen die Online-Sender ja nicht...

Aber ich ahne, eventuell gibts ein "Gap" ( Differenz ) zwischen Online und echtem Radiosender-Leben?
Für mich gilt, "was es nicht online gibt, gibts nicht" - vielleicht stimmt das nicht bezüglich Radiosendern in Namibia?

==== Fragen zu meiner Liste ====

Community-Sender
a)“NCBN – Namibia Community Broadcasters' Network” , das ist online verschwunden, ist das wirklich eingestellt mangels Staatsknete-Subventionierung?
1. Kunene Radio (NCBN )
2. Omaheke Radio FM (NCBN)
Die Websites sind "abgebrannt", die 2 Facebook-Seiten haben aber aktuelle EInträge vom Dezember 2022.
Senden die wirklich noch, und welches Publikum, eins das mit einer simplen Facebook-Seite als Online-Präsenz zufrieden ist????
b)
3. Oranjemund Community Radio ( nicht NCBN )
4. Khorixas Community Radio ( nicht NCBN)
Die Websites sind "abgebrannt", die 2 Facebook-Seiten haben aber aktuelle EInträge vom Dezember 2022.
Senden die wirklich noch, und welches Publikum, eins das mit einer simplen Facebook-Seite als Online-Präsenz zufrieden ist????
5. Base FM ( nicht NCBN )
, online ist alles "abgebrannt" ( Website seit 2017, letzter Facebook-Eintrag 2021-04 ) , aber eine Online-Bekannte aus Namibia hat geschworen, das das ein für sie bekannter Sender sei, den sie in einem Atemzug mit Radiowave, FreshFM ect. genannt hat.
gemeinschaftlicher Sender ohne Online-Präsenz?
Gibts den noch ??????????????

z.B. UNAM Radio.
Die altbekannten Seite auf der Hochschul-Website existiert nicht mehr, dafür wird lediglich auf eine Seite mit Photos vom Studio mit Mitarbeitern/Studenten umgeleitet.
Wie soll ein aktiver Radiodienst bestehen, wenn es noch nicht mal eine Hochschul-Seite wo gibt mit Ansprechpartner, Ortsangabe, Sendeplan ect?

z.B die kirchlichen Sender
”Shalom RADIO 106.3 FM” / ”Shalo'm Messenger Ministries” - Letzter Facebook-Eintrag von 2020, halte ich für "tot".
“Adventist Radio Namibia” - Aktive Facebook-Seite, letzter Eintrag von 2023, aber die FB Seite verrät noch nicht mal die FM-Sendefrequenz, und Website in 2021 "abgebrannt",
senden die wirklich regelmäßig?

Bitte schaue also mal die Liste der von mir als "Permanently Closed Radio Stations" an, würde mich freuen mir mitzuteilen, welche davon noch "leben".

Wie kann ein Radiosender existieren, den man noch nicht mal per Telephon anrufen kann oder einen Papierbrief hinschreiben kann, mangels Website wo man Telephonnummer und postalische Adresse nachlesen kann?

Eine "FM-Sendelizenz besitzen" und aktiver FM-Rundfunkbetrieb MIT PUBLIKUM sind halt zweierlei.
Natürlich kenne ich auch in Deutschland Internet-ferne Organisationen ( Briefmarkensammler, Schrebergärtenvereine...),

aber "Radio" und "Internet bleib mir weg", insbesondere Abbrennen existierender Websites bei Radios mit FM-Sendelizenz, wie kann das sein?

Bei NBC wurde offensichtlich abgeholzt, viele ehemalige Stream-Radios gibts nicht mehr, dazu das unsinnige Rebranding.
Noch schlimmer, NBC "vergisst"
“Radio Hartklop FM” ( formerly: “NBC Afrikaans Service” ),
das taucht auf der Seite mit der Liste der Radio-Stationen gar nicht auf... aber es gibt eine Facebook-Seite.
Auman.....

==== Fragen zu Deiner Liste ====
Hype Radio
Was soll das sein? KEINERLEI Infos über irgend einen Radiosender in Namibia
Das einzige was ich gefunden habe, ist ein Online-Sender aus Niederlande...
https://www.hyperadio.live/
.. den die Afrikaans Sprechenden in Namibia ja (vielleicht?) verstehen, aber was hat das mit Namibia zu tun?

Hardap Radio
Was soll das sein? KEINERLEI Infos über irgend einenRadiosender in Namibia

Usakos FM
Was soll das sein? KEINERLEI Infos über irgend einen Radiosender in Namibia.

EFM Radio Carol Ann van der Walt
Website so gut wie leer,
Facebook-Seite verweist NUR auf Live-Stream
Eventuelle FM-Frequenz wird nicht beworben, ausser über E-Mail Namen ( 91.3@iway.na )?!
Senden die wirklich terrestrisch?
Zitierenzuletzt bearbeitet 16. Jan. 2023Original ↗
33,0k Beiträge · seit 200616. Jan. 2023 · #6
Bezüglich illegal, Online-Streams unterliegen in Namibia doch wohl keiner "Frequenz-Regulierung",
doch, sehr wohl. Jede Rundfunkanstalt, auch wenn sie online aus Namibia überträgt, muss registriert sein. Das war z. B. am Anfang das Problem von Jacc, die nur online ohne Lizenz unterwegs waren.
Für mich gilt, "was es nicht online gibt, gibts nicht" - vielleicht stimmt das nicht bezüglich Radiosendern in Namibia?
Das gilt mit Sicherheit nicht für Namibia. Viele Sender haben keinen Internetauftritt, einige sogar nichtmal eine Facebookseite, viele haben keinen Stream etc.

Alle zugelassenen Sender findest Du hier: https://www.cran.na/broadcasting-licensees/ NBC unterliegt nicht der Regulierung durch CRAN, da öffentlich-rechtlich. Das soll sich aber ändern.

Viele Grüße
Christian
Themenstarter18 Beiträge · seit 202316. Jan. 2023 · #7
Danke für die Infos, ich werde meine Seite daraufhin etwas umgestalten.
Aber... nur weil man eine "Lizenz" hat, muss man ja nicht senden?

Denn Corona, Energiekrise, angeblicher Fachkräftemangel können ja kein Grund sein für ZERO-Marketing.
Im Zweifelsfalle wie soll ein lokaler Radiosender neue Zuhörer finden wenn nicht durch Online-Marketing ( Facebook, Homepage,..), heutzutage?
Wohnst Du in Namibia? Wenn ja, haben da die lokalen Radiosender große Aussenwerbung ( Plakate)?

Ich bin so alt, "damals" bin ich beim UKW /MW/LW-Radio manuell mit dem Frequenzwähler-Rad die Sender von Sender zu Sender angewählt und musste auf die Nachrichten oder die damals noch unüblichen Sendernamen-Nennung durch einen Moderator warten.... sind wir da "noch" in Namibia?

Das Abschalten der Websites von Organisationen "erschreckt", ich kenne das bloss von IT-OpenSource Projekte wo erst grosspurig eine Website eröffnet wird, obwohl ja keine Einnahmen, und nach einer Weile wird sie abgeschaltet.
Aber das kann man doch nicht vergleichen.
Der Internet-Zwang und die Präsenz hat doch nun dank Smartphone deutlich zugenommen in den letzten 10 Jahren... auch in Namibia garantiert.

Nach was hast Du die Wikipedia-Liste sortiert?
Ich persönlich bei meiner Liste bevorzuge alphabetische Sortierung, man könnte natürlich auch die Regulierungs-Liste als Grundlage nehmen.
Zitierenzuletzt bearbeitet 16. Jan. 2023Original ↗
33,0k Beiträge · seit 200616. Jan. 2023 · #8
Wohnst Du in Namibia?
Wenn ja, haben da die lokalen Radiosender große Aussenwerbung ( Plakate)?
Eigentlich nur Futuremedia mit seinen Sendern.
Aber... nur weil man eine "Lizenz" hat, muss man ja nicht senden?
Wer zahlt freiwillig für eine Lizenz, die er nicht nutzt?!

Viele Grüße
Christian
Zitierenzuletzt bearbeitet 16. Jan. 2023Original ↗
Themenstarter18 Beiträge · seit 202316. Jan. 2023 · #9
travelNAMIBIA schrieb:
Wer zahlt freiwillig für eine Lizenz, die er nicht nutzt?!
Jede Menge Unternehmen, man denke an ORANGE, den Mobilfunkanbieter der seine UMTS-Lizenz in Deutschland in den Sand gesetzt hat. 1 Millarde EUR wohl... oder waren das noch DM?

Danke dass Du mich auf
http://www.cran.na/broadcasting-licensees/
hingewiesen hast,

ich kontere mit
http://www.cran.na/withdrawn-cancelled-licenses/
... und da stehen Deine Listen-Kandidaten über die ich nix gefunden habe, z.B.
Hype Radio
Hardap Radio
Informanté Radio
😊

So ich hab meine Seite auf die Schnelle umgestellt
http://hemmerling.free.fr/doku.php/en/mediana.html
, ich unterteile ( auch für mich in der Reihenfolge, was ich in den nächsten Monaten hören möchte )

1. Terrestrial and Online Radio Stations with Broadcasting License or which are legal without Broadcasting License
2. Non-English Radio Stations ( Africaans & German & Local African Languages ) with Broadcasting License
3. Online Streaming, without License
4. Non-English Online Streaming ( Africaans & German & Local African Languages ), without License
5. News
6. TV & Online TV & Online Videos
7. Terrestrial Radio Stations and Online Radios with Broadcasting License, but with weak, insufficient or no Internet Presence
8. Permanently Closed Media

Gefällt diese Aufteilung nun?
Klar Radios ohne Online-Präsenz und ohne Online-Streaming werden bei mir unter ferner-liefen gelistet...
Zitierenzuletzt bearbeitet 18. Jan. 2023Original ↗
Themenstarter18 Beiträge · seit 202318. Jan. 2023 · #10
Durch die Kontaktaufnahme mit Radiosendern, die eine Lizenz, aber keine Website haben, bin ich jetzt sogar in geschäftlichem Kontakt mit einem berühmten Künstler und Unternehmer Ihres Landes:

Wambüseun

, der ist der Lizenzinhaber für BaseFM, dessen Internet-Präsenz ja so gut wie null ist. Aber der Sender sendet!
535 Beiträge · seit 202018. Jan. 2023 · #11
Hallo Rolf,

ich hoffe du nimmst es mir nicht uebel, aber ich musste wirklich heftig schmunzeln als ich deine Beitraege las. Du bist so offensichtlich deutsch, wie man nur sein kann 😄 - und warst wahrscheinlich noch nie, oder wenn dann nur sehr kurz in Afrika.
Hier gehen die Uhren komplett anders.
hemmerling schrieb:
Für mich gilt, "was es nicht online gibt, gibts nicht" - vielleicht stimmt das nicht bezüglich Radiosendern in Namibia?
Das stimmt nicht nur nicht bzgl Radiosender, sondern auch besonders bzgl staatlicher Einrichtungen. Es wurde schon sehr aufgeholt in den letzten Jahren, jedoch sind wir (zum Glueck!!!) von einem durchorganisierten Online-Leben in Namibia noch weit entfernt. Im Gegenteil - die analoge Buerokratie nimmt, fuerchte ich, in letzter Zeit sogar wieder zu, wenn ich an MTC und deren SIM Karten denke.
hemmerling schrieb:
Wie soll ein aktiver Radiodienst bestehen, wenn es noch nicht mal eine Hochschul-Seite wo gibt mit Ansprechpartner, Ortsangabe, Sendeplan ect?
Sendeplan? Selbst wenn es so etwas wie einen Sendeplan gaebe: es wuerde sich sowieso keiner dran halten und ueber kurz oder lang waere er veraltet.
hemmerling schrieb:Wie kann ein Radiosender existieren, den man noch nicht mal per Telephon anrufen kann oder einen Papierbrief hinschreiben kann, mangels Website wo man Telephonnummer und postalische Adresse nachlesen kann?
[...]
aber "Radio" und "Internet bleib mir weg", insbesondere Abbrennen existierender Websites bei Radios mit FM-Sendelizenz, wie kann das sein?
Wenn man unbedingt einen Radiosender kontaktieren will, wird man sich bei den kleineren Sendern wohl oder uebel physisch auf den Weg machen muessen.
hemmerling schrieb:
Denn Corona, Energiekrise, angeblicher Fachkräftemangel können ja kein Grund sein für ZERO-Marketing.
Im Zweifelsfalle wie soll ein lokaler Radiosender neue Zuhörer finden wenn nicht durch Online-Marketing ( Facebook, Homepage,..), heutzutage?
Wohnst Du in Namibia? Wenn ja, haben da die lokalen Radiosender große Aussenwerbung ( Plakate)?
Ich wohne in Namibia, und ja, es gibt hier (also in Windhoek) und da Aussenwerbung fuer Radiosender (ausserhalb nicht), aber nicht uebermaessig. Die Buren hoeren wahrscheinlich sowieso ueberwiegend Kosmos - ich hoer den uebrigens auch gern. Wenn ich denn ueberhaupt mal Radio hoere. Die Deutschen haben sicherlich Hitradio eingespeichert, und evtl NBC. Dem ueberwiegenden Teil der namibischen Bevoelkerung ist Musik am wichtigsten, gefolgt von religioesen Predigten. An Politik und Wirtschaft ist nur ein kleiner Teil interessiert, wenn es sie nicht unmittelbar betrifft.
hemmerling schrieb:Ich bin so alt, "damals" bin ich beim UKW /MW/LW-Radio manuell mit dem Frequenzwähler-Rad die Sender von Sender zu Sender angewählt und musste auf die Nachrichten oder die damals noch unüblichen Sendernamen-Nennung durch einen Moderator warten.... sind wir da "noch" in Namibia?
Jep, ich wuerde mal sagen dass das in den meisten Faellen so ist.
hemmerling schrieb:Der Internet-Zwang und die Präsenz hat doch nun dank Smartphone deutlich zugenommen in den letzten 10 Jahren... auch in Namibia garantiert.
Nein. Klar haben viele ein internetfaehiges Cellphone und bewegen sich viel auf Social Media, vor allem Facebook, aber ein Zwang ist es, wiederum zum Glueck, nicht. Zu viele Gegenden in Namibia haben eine so geringe Netzabdeckung (von 4G koennen die da nur traeumen, oftmals reicht es nicht mal zu 3G), dass man doch noch sehr analog lebt. Und das ist auch gut so.

lg
makis
Themenstarter18 Beiträge · seit 202326. Jan. 2023 · #12
makis schrieb:Du bist so offensichtlich deutsch, wie man nur sein kann 😄 - und warst wahrscheinlich noch nie, oder wenn dann nur sehr kurz in Afrika.
Hier gehen die Uhren komplett anders.
Ich kenne ja "Europäer haben Uhren, Afrikaner haben Zeit" 🙂
Im totalitärem Deutschland garantiert nicht mehr "politisch korrekt" sowas darzustellen....
makis schrieb:
Sendeplan? Selbst wenn es so etwas wie einen Sendeplan gaebe: es wuerde sich sowieso keiner dran halten und ueber kurz oder lang waere er veraltet.
NAMCOL "Campus Radio" hatte auch längere Zeit keinen Online-Stream. Heute geht er mal! 🙂. Mit echten Textbeiträgen! Aber wohl auch nur eine 25min Schleife....
Bei NUST FM erst keine Sendungen wegen Ferien, dann entweder weiter kein Stream, oder die selbe 30min Sendung wird den ganzen Tag immer wieder abgenudelt 🙂. Heute war mal eine längere Sendung...

Beide kündigen aber regelmäßigen Sendebetrieb an,
NUST hat sogar wie die Namibia-Formatradios ( Radiowave...) Shows zu bestimmten Zeiten angekündigt, die dann sogar alle 3h wiederholt werden. Aber nix davon passiert....

Da muss ich aus Konsumentensicht ( hier Studenten-Sicht ) sagen, dass solche Leistungen dann als "unzuverlässig" einzutufen sind.
1. Der Konsument wird nicht regelmäßig wiederkommen ( DAS was das Online-Business so versucht zu erreichen )
2. Er weiss dass der Service unzuverlässig ist und im Zweifelsfalle nicht vertrauen, dass er notwendige Informationen liefert.
Das ist bei Hochschul-Radios besonders schlecht, wenn der Betrieb nicht nur zum Ausbilden von Sprechern und Medien/Technik-Vermitteln für die betreibenden Studenten dient...
makis schrieb:
Wenn man unbedingt einen Radiosender kontaktieren will, wird man sich bei den kleineren Sendern wohl oder uebel physisch auf den Weg machen muessen.
Da die Rundfunkstudios ja zentral stehen, in einem Flächenland wie Namibia keine gute Idee.
Wäre auch für Deutschland die letzten 100 Jahre keine gute idee gewesen, obwohl ja viel kleiner. Ich wohne in Bielefeld /NRW, die WDR-Rundfunkstudios des Bundeslandes NRW sind seit über 70 Jahren in Köln, also schon seit vor meiner Geburt...
makis schrieb:
Ich wohne in Namibia, und ja, es gibt hier (also in Windhoek) und da Aussenwerbung fuer Radiosender (ausserhalb nicht), aber nicht uebermaessig. Die Buren hoeren wahrscheinlich sowieso ueberwiegend Kosmos - ich hoer den uebrigens auch gern. Wenn ich denn ueberhaupt mal Radio hoere. Die Deutschen haben sicherlich Hitradio eingespeichert, und evtl NBC. Dem ueberwiegenden Teil der namibischen Bevoelkerung ist Musik am wichtigsten, gefolgt von religioesen Predigten. An Politik und Wirtschaft ist nur ein kleiner Teil interessiert, wenn es sie nicht unmittelbar betrifft.
Also keine kulturelle Integration, sondern Parallelgesellschaften. So wie es für Deutschland auch gewünscht wird von gewissen leider mächtigen gesellschaftlichen Gruppen.

Hitradio Namibia - Nur eine Morgenshow mit Moderator, sonst nur Musik. Nicht wirklich eine Informationsquelle, oder?
Die deutschsprachige Tageszeitung hat 4.000 Abonnenten = Haushalte(?), bei 20.000 DeutschNamibiern(?) wohl auch kein Wachstumspotential.
Und die Papiermedien kannibalisieren sich nicht durch Online-Präsenz... Inhalte nur auf Papier, bei allen Medien.

Meine Lieblingssender sind bislang FRESH-FM, 99FM, weil die "auch" afrikanische Musik und US-Soul/R&B spielen. Bei den anderen Sendern die nicht in den afrikanischen Landessprachen senden, leider Fehlanzeige....

Ich höre jetzt mich so langsam durch die Sender durch, also meine Linkfarm-Seite bewährt sich, ich bin ihr bester Kunde ... 🙂
makis schrieb:
Dem ueberwiegenden Teil der namibischen Bevoelkerung ist Musik am wichtigsten, gefolgt von religioesen Predigten.
Wenn man einen beliebigen durchaus nutzbringenden (Online-) Service in Namibia eröffnen will, ist es also unterstützend wenn es auch Musik gibt ( also bei einer Geschäftseröffnung eine Band oder ein DJ spielt ), oder im Landengeschäft Musik dudelt ( getrennt nach Zielgruppe natürlich, also deutsch / afrikaans / englisch / afrikanisch ), oder auf der Service-Website unaufgefordert Musik dudelt sobald man sie läd.... hilfreich zur Umsetzung einer Geschäftsidee als 1 kleiner zusätzlicher Baustein? 🙂
Zitierenzuletzt bearbeitet 26. Jan. 2023Original ↗
535 Beiträge · seit 202026. Jan. 2023 · #13
hemmerling schrieb:
Ich kenne ja "Europäer haben Uhren, Afrikaner haben Zeit" 🙂
Im totalitärem Deutschland garantiert nicht mehr "politisch korrekt" sowas darzustellen....
Du glaubst gar nicht wie egal mir das ist.
hemmerling schrieb:
Da muss ich aus Konsumentensicht ( hier Studenten-Sicht ) sagen, dass solche Leistungen dann als "unzuverlässig" einzutufen sind.
1. Der Konsument wird nicht regelmäßig wiederkommen ( DAS was das Online-Business so versucht zu erreichen )
2. Er weiss dass der Service unzuverlässig ist und im Zweifelsfalle nicht vertrauen, dass er notwendige Informationen liefert.
Das ist bei Hochschul-Radios besonders schlecht, wenn der Betrieb nicht nur zum Ausbilden von Sprechern und Medien/Technik-Vermitteln für die betreibenden Studenten dient...
Das fett gedruckte erklaert einiges 😉

Nein, der Konsument wird natuerlich wiederkommen wenn der Service wieder angeboten wird. Unzuverlaessigkeit ist hier etwas voellig Normales, da ist eher Zuverlaessigkeit die Ausnahme. Es wird sehr viel verziehen.
hemmerling schrieb:
makis schrieb:
Wenn man unbedingt einen Radiosender kontaktieren will, wird man sich bei den kleineren Sendern wohl oder uebel physisch auf den Weg machen muessen.
Da die Rundfunkstudios ja zentral stehen, in einem Flächenland wie Namibia keine gute Idee.
Wäre auch für Deutschland die letzten 100 Jahre keine gute idee gewesen, obwohl ja viel kleiner. Ich wohne in Bielefeld, die WDR-Rundfunkstudios in Köln, seit 70 Jahren...
Genau. Darum war das von mir auch nicht ernst gemeint. Ich glaube nicht, dass hier grossen Wert darauf gelegt wird, einen Radiosender zu kontaktieren, ausser er hat irgendwelche Anrufaktionen wo man etwas gewinnen oder seine Meinung kundtun kann. Dann hat der Sender aber auch Interesse daran, wenigstens eine Telefonnummer anzugeben und wird das auch tun.
hemmerling schrieb:
Also keine kulturelle Integration, sondern Parallelgesellschaften. So wie es für Deutschland auch gewünscht wird von gewissen leider mächtigen gesellschaftlichen Gruppen.
Ist das so? Ich denke nicht dass man das vergleichen kann. Namibia ist ein kuenstlicher Staat mit elf verschiedenen Volksgruppen. Es gibt kein "typisch Namibia", keine "namibische" Kultur, nichts was ueber Jahrhunderte (zusammen)gewachsen sein koennte - also voellig anders als Deutschland. Wenn man als Deutscher nach Namibia kommt, wird ihm niemand verwehren seine deutsche Kultur (so er denn noch eine hat) zu leben, sein Essen zu essen, seine Kleidung zu tragen, seine Sprache zu sprechen. Ebenso wird kein Deutscher hier dies einer der anderen Volksgruppen uebelnehmen. Du nennst es "Parallelgesellschaften", ich nenne es eine wahre Regenbogennation, da wir alle hier friedlich und mit grosser Toleranz zusammenleben. Hier darf eine weisse Frau sich sogar Zopffrisuren flechten lassen, ohne dass man ihr kulturelle Aneignung vorwerfen wuerde.
hemmerling schrieb:
Und die Papiermedien kannibalisieren sich nicht durch Online-Präsenz... Inhalte nur auf Papier, bei allen Medien.
Na, Informante zB hat einen Facebookauftritt und veroeffentlicht dort auch Artikel. Ansonsten - analog, hatte ich doch gesagt, oder?
hemmerling schrieb:
Ich höre jetzt mich so langsam durch die Sender durch, also meine Linkfarm-Seite bewährt sich, ich bin ihr bester Kunde ... 🙂
Ist das die Seite die du hier auch mal erwaehnt hast? Wo nicht mal MTC aufgefuehrt ist bei den Netzwerkanbietern? Gut, ich mag sie auch nicht, aber wir sind (leider) auf sie angewiesen.
hemmerling schrieb:
Wenn man einen beliebigen durchaus nutzbringenden (Online-) Service in Namibia eröffnen will, ist es also unterstützend wenn es auch Musik gibt ( also bei einer Geschäftseröffnung eine Band oder ein DJ spielt ), oder im Landengeschäft Musik dudelt ( getrennt nach Zielgruppe natürlich, also deutsch / afrikaans / englisch / afrikanisch ), oder auf der Service-Website unaufgefordert Musik dudelt sobald man sie läd.... hilfreich zur Umsetzung einer Geschäftsidee als 1 kleiner zusätzlicher Baustein? 🙂
Keine Ahnung. In den meisten Klamottenlaeden laeuft Musik - fuer meinen Geschmack oft viel zu laut. Ich bin da also kaum repraesentativ da ich Ruhe sehr zu schaetzen weiss. Webseiten mit Musik sind mir ein echtes Graeuel - ich find's ja schon grenzwertig wenn da ein Video ablaeuft sobald sie geladen ist.
Ob das eine Geschaeftsidee ist, die du da hast kann ich auch nicht sagen. Um herauszufinden, was hier geht und was nicht, muss man lange genug hier leben, um Namibia zu begreifen.
Themenstarter18 Beiträge · seit 202326. Jan. 2023 · #14
makis schrieb:
hemmerling schrieb:
Im totalitärem Deutschland garantiert nicht mehr "politisch korrekt" sowas darzustellen....
Du glaubst gar nicht wie egal mir das ist.
Alle Vertreter Deutschlands die Euch Geschenke machen, und sei es Infrastruktur ( Brücke im Norden vor ein paar Jahren), Geld als "Wiedergutmachung" für irgendwas sprechen nur noch diese Sprache, auch "totaliäre Neusprech" genannt,
dazu gehört auch die die deutsche Sprache verstümmelnde "gendergerechte Sprache" ( 2020 ist der Duden gleichgeschaltet worden, die letzte demokratische Ausgabe ist 23. Auflage von 2017, unbedingt besorgen - Worte die da nicht drinstehen, bitte nicht verwenden, bzw. ihre Verwendung ablehnen mit der Begründung dass sie halt nicht im Duden von 2017 drinstehen ! ),
verbunden mit der Auffassung, dass Deutsche immer an allem Schuld seien und dafür haften und büßen müssten, Nachplappern jeder ausländischen Hetze der letzten 100 Jahre gegen Deutschland,
bloss "sie selber" als Besser- und Sichergestellte, meist auf sinnbefreiten Administrationsjobs, Staatsknetejobs und im Öffentlichen Dienst, oder natürlich Politiker, seien natürlich davon ausgenommen.

Durch "Gleichschaltung" wird dies durchgesetzt. Wer in einem Bewerbungsgespräch andeutet, dass er das Geschwobbel nicht mag, wird als "Risiko" eingeschätzt im Kunden- und Lieferantenkontakt und bekommt den Job nicht (mehr). Vor Corona, also vor 2020, gabs das nicht.
Bislang nur vereinzelt, nicht flächendeckend. In dem Fall war der Haupt-Kunde des Unternehmens ein Staatsunternehmen ( gewisser Aktionenanteil gehört dem Staat bzw. einem Bundesland ), über solche Grossbetriebe wird also die Gleichschaltung vorangetrieben.

Sprecht Ihr DeutschSüdwester ihre Sprache nicht, gibts keine Geschenke mehr.
Gut auf Englisch kommunizieren löst das Problem.
makis schrieb:
hemmerling schrieb:
Nein, der Konsument wird natuerlich wiederkommen wenn der Service wieder angeboten wird. Unzuverlaessigkeit ist hier etwas voellig Normales, da ist eher Zuverlaessigkeit die Ausnahme. Es wird sehr viel verziehen.
Interessant zu wissen 🙂

Aber wenn ich morgens die beiden Studentensender anschalte und es kommt nix, wähle ich für den restlichen Tag andere Sender. Weil es doch doof ist, stundenlang einem geräuschlosen Radio zuzuhören.
Bei einem deutschen Discounter-Lebensmittelgeschäft war neulich am (Samstag) morgen die Kassen wegen Softwareproblem nicht nutzbar. Ich habe den Laden nach kurzer Zeit verlassen mit vollem Einkaufwagen vor der Kasse. Die durften die Ware selber wieder zurücklegen. Hat wohl auch 1/2 Tag gedauert bis die Kassen wieder gingen, hatte ich richtig eingeschätzt.
Gut das war nur einmal, ich kaufe da weiterhin, aber was wäre wenn das regelmäßig der Fall wäre und ich Alternativen hätte und in Deutschland natürlich auch habe?
Das wird doch in der Namibia-Kultur nicht anders sein?
makis schrieb:
Ist das so? Ich denke nicht dass man das vergleichen kann. Namibia ist ein kuenstlicher Staat mit elf verschiedenen Volksgruppen. Es gibt kein "typisch Namibia", keine "namibische" Kultur, nichts was ueber Jahrhunderte (zusammen)gewachsen sein koennte - also voellig anders als Deutschland. Wenn man als Deutscher nach Namibia kommt, wird ihm niemand verwehren seine deutsche Kultur (so er denn noch eine hat) zu leben, sein Essen zu essen, seine Kleidung zu tragen, seine Sprache zu sprechen. Ebenso wird kein Deutscher hier dies einer der anderen Volksgruppen uebelnehmen. Du nennst es "Parallelgesellschaften", ich nenne es eine wahre Regenbogennation, da wir alle hier friedlich und mit grosser Toleranz zusammenleben. Hier darf eine weisse Frau sich sogar Zopffrisuren flechten lassen, ohne dass man ihr kulturelle Aneignung vorwerfen wuerde.
Das finde ich auch so interessant an Namibia
In Deutschland gibts Neo-Kolonalismus, die letzte Bundeskanzlerin hat Deutschland ein "Einwanderungsland" genannt, ein Begriff der mit der Vernichtung der Einheimischen in Nordamerika durch die europäischen Migranten verbunden wird.
Und Migranten sind hier in Deutschland alles andere als friedlich,
BILD Zeitung bezeichnet gewisse Gruppen z.B. als "Clans" und meint damit bestimmt keine Deutschen ohne Migrationshintergrund,
Migranten sind nie friedlich, sie nehmen's sichs einfach auf Kosten der EInheimischen, seit locker 10.000 Jahren.

Sich als Einheimischer sich gegen Massen-MIgration wehren oder sich auch nur diesbezüglich negativ äußern, wird strafverfolgt ( also mehrjährige Haftstrafen ect ), sobald man angezeigt wird. Also natürlich nur falls.

Benamen sich deutsche Migranten irgendwo mal nicht einwandfrei auf der Welt, wie wohl auch in Namibia, sind natürlich wieder die Migranten schuld, nicht die Einheimischen, meinen die Vertreter des totalitären Systems. Wie es eben gerade passt, gegen Deutsche zu hetzen.
Wobei die Vertreter des totalitären Systems ja auch in der Regel Deutsche ohne Migrationshintergrund sind.

Insbesondere in Deutschland versuchen Vertreter des totalitären Systems Einheimische in Minderheit zu bringen und sie wirtschaftlich und sozial zu vernichten ( Fachbegriff "Machtergreifung" ),
z.B. dadurch dass Diskriminierung aufgrund des Alters ( "Alterdiskriminierung" ) bzw. allgemeiner Diskriminierung durch Zweitklassigkeit ( der Mensch wird halt nicht als einer aus 100 Bewerbern sofort bevorzugt z.B. bei der Jobvergabe oder Wohnungssuche ) durch Schaffung von künstlicher Bewerberschwemme ermöglicht wird.
Wenn kein neuer Job bzw. kein angemessener Job wegen Altersdiskriminierung oder Zweitklassigkeit, dann wirtschaftlicher und sozialer Absturz.
Fachkräftemangel gibt es in Europa seit 200 Jahren nicht - Ausser in Kriegszeiten wo jeder Soldat gebraucht wird.

Massenarbeitslosigkeit kennt ihr ja auch in Namibia - wen triffts bei Euch, welche Bevölkerungsgruppen? Wem gehts weiterhin gut?

Kompliment: Ich merke dass Du extrem gut über Deutschland informiert bist, dass Du den Begriff "kulturelle Aneignung" kennst, den in Deutschland ja nur Befürworter des totalitären Systems verwenden und dessen Verwendung wohl erst letztes Jahr negativ aufgefallen ist.
makis schrieb:
Na, Informante zB hat einen Facebookauftritt und veroeffentlicht dort auch Artikel. Ansonsten - analog, hatte ich doch gesagt, oder?
Ich bin ja noch am Informtionsaufbau, tatsächlich Informate und Staatszeitung NewEra haben echten Newsticker auf Facebook, während bei NamibiaSun extrem viel Werbung für kommerzielle Konsumer-Produkte zwischen die News gestreut ist. Und die anderen bewerben auf Facebook mehr dass man sie abonieren solle...
makis schrieb:
hemmerling schrieb:
Ich höre jetzt mich so langsam durch die Sender durch, also meine Linkfarm-Seite bewährt sich, ich bin ihr bester Kunde ... 🙂
Ist das die Seite die du hier auch mal erwaehnt hast? Wo nicht mal MTC aufgefuehrt ist bei den Netzwerkanbietern? Gut, ich mag sie auch nicht, aber wir sind (leider) auf sie angewiesen.
Ich habe die Seite ja mal geupdated, aufgrund Deines Feedbacks.
Sender mit Sendelizenz aber ohne Internet-Präsenz sind jetzt getrennt aufgelistet...
MTC Namibia ist ein Internet- und Mobil-Provider, hat mit Radio nichts zu tun. Richtig? Solche Dienste liste ich tatsächlich nicht auf meinen wenigen Namiba-Seiten. Wozu auch, hier aus der Ferne macht das ja keinen Sinn. Ich hab nur einen Internet- und Mobil-Provider gelistet, wegen einer Facebook-Werbeanzeige-Posting auf der eigenen Wall, von der ich meine das das Bild ein ( politisch höchst inkorrektes ) Stockphoto ist, also wo ein internationaler "Bildrechteinhaber" dran verdient, statt dass das Photo in Namibia bzw. allerhöchstens noch in SA gemacht würde. Dem Zuschauer wird aber suggeriert, dass aber Einheimische gezeigt werden die die Dienste nutzen, implizit.
Gut und ich geb zu, die auf dem Photo abgebildete Frau hat mir ultragut gefallen, aber wenn klar ist, sie lebt gar nicht in Namibia/SA, dann ists auch egal, dass irgend eine Frau auf irgend einem Werbeplakat kein Interesse hat an Bekanntschaft mit irgend einem Gucker... 🙂

Es gibt also
http://hemmerling.com/doku.php/en/namibia.html
http://hemmerling.com/doku.php/en/mediana.html
sowie für zwei Namibia-Bekannte eine Sammlung von Links zum Thema Existenzgründung in Namibia, beide wollen sich selbstständig machen.
http://hemmerling.com/doku.php/en/startupna.html
Zitierenzuletzt bearbeitet 26. Jan. 2023Original ↗
535 Beiträge · seit 202026. Jan. 2023 · #15
hemmerling schrieb:
Alle Vertreter Deutschlands die Euch Geschenke machen
„Euch“? Wer ist „euch“? Ich brauche keine Brücke im Norden und hab vom deutschen Staat nichts mehr bekommen seitdem wir in Namibia leben.
hemmerling schrieb: Durch "Gleichschaltung" wird dies durchgesetzt. Wer in einem Bewerbungsgespräch andeutet, dass er das Geschwobbel nicht mag, wird als "Risiko" eingeschätzt im Kunden- und Lieferantenkontakt und bekommt den Job nicht (mehr). Vor Corona, also vor 2020, gabs das nicht.
Ja gut, das hat ja aber mit dem Thema nichts zu tun und berührt mich auch nicht. Warum denkst du sind wir ausgewandert?
hemmerling schrieb: Sprecht Ihr DeutschSüdwester ihre Sprache nicht, gibts keine Geschenke mehr.
Gut auf Englisch kommunizieren löst das Problem.
Ich bin kein Südwester, dass zum ersten. Und die bekommen auch sowieso keine Geschenke.
hemmerling schrieb:
Bei einem deutschen Discounter-Lebensmittelgeschäft war neulich am (Samstag) morgen die Kassen wegen Softwareproblem nicht nutzbar. Ich habe den Laden nach kurzer Zeit verlassen mit vollem Einkaufwagen vor der Kasse. Die durften die Ware selber wieder zurücklegen. Hat wohl auch 1/2 Tag gedauert bis die Kassen wieder gingen, hatte ich richtig eingeschätzt.
Gut das war nur einmal, ich kaufe da weiterhin, aber was wäre wenn das regelmäßig der Fall wäre und ich Alternativen hätte und in Deutschland natürlich auch habe?
Das wird doch in der Namibia-Kultur nicht anders sein?
Ich habe eigentlich keine Lust mich ständig zu wiederholen. Namibia ist nicht Deutschland. Zum Glück.
hemmerling schrieb:
Migranten sind nie friedlich, sie nehmen's sichs einfach auf Kosten der EInheimischen, seit locker 10.000 Jahren.
Das könnte ich jetzt persönlich nehmen…
hemmerling schrieb:
Massenarbeitslosigkeit kennt ihr ja auch in Namibia - wen triffts bei Euch, welche Bevölkerungsgruppen? Wem gehts weiterhin gut?
Das ist nichts worauf ich Einfluss hätte. Die Gründe liegen auf der Hand, allein es fehlt die Einsicht. Ist halt Afrika, und die Menschen hier dürfen sich die Regierung aussuchen die sie wollen.

Warum ich so gut über D informiert bin dürfte jetzt ja klar sein.
33,0k Beiträge · seit 200627. Jan. 2023 · #16
Erst ging es um eine Website zu Radiosendern.... und nun geht es um Migranten, "Gleichschaltung" etc. Seltsam....
Themenstarter18 Beiträge · seit 202327. Jan. 2023 · #17
travelNAMIBIA schrieb:Erst ging es um eine Website zu Radiosendern.... und nun geht es um Migranten, "Gleichschaltung" etc. Seltsam....
Mein Interesse am Land führte zum Interesse, über Radiosender und Online-Medien das Land kennenzulernen.
Nicht dass ich von heute auf morgen auswandern könnte.
Zumal ich nicht sehe, dass ich als IT-Fachmann in Namibia mich selbstständig machen könnte oder gar einen bezahlten IT-Job bekäme, zu sehr hat man mich vor der Massenarbeitslosigkeit ( auch von Qualifizierten, denn nach der Uni/dem College droht häufig "kein Job" oder Zwang zur Migration nach SA oder ein anderes Commonwealth-Land ), vor der Winzigkeit der Wirtschaft und der damit verbundenen Monpole, dem Wunsch der Politik nach Kontrolle von allem und jedem ( gewisse Frequenzen sind bei Euch nicht "frei" so scheints, sondern man versucht Kohle damit zu machen => "Auction for Radio Frequency Spectrum 790-862 MHz", das ist das Below-Gigaherz Spektrum zur Versendung von relativ weitreichenden digitalen Nachrichten aber mit geringer Bandbreite und Nutzungshäufigkeit ) und der Abhängigkeit von SA gewarnt....
Dinge die ich na sagen wir vor 1 Jahr noch nicht gewusst habe.

Durch Corona war die Welt und auch Deutschland in einem 3 jährigen Dornröschenschlaf, das sich seit spätestens 2004 sich formierende totalitäre System, hat jetzt nach Corona-Ende an Fahrt + Energie zugenommen.
Da denkt man sich auch einiges.
PS: Ich bin 61, also nicht mehr der "Wehrüberwachung" unterlegen.
Zitierenzuletzt bearbeitet 27. Jan. 2023Original ↗
2'460 Beiträge · seit 200627. Jan. 2023 · #18
Ich empfehle den ein oder anderen Urlaub vor Ort. Manche Fragen beantworten sich dann von allein. Zum Beispiel hinsichtlich Deiner Supermarkterfahrung in Deutschland. Im südlichen Afrika - meiner Erfahrung nach - wirst Du weiterhin in den Supermarkt gehen, selbst wenn sie Dir am Eingang eine Taschenlampe in die Hand drücken, damit Du im Dunkeln den Weg durch die Regale findest. Grund: keine Alternativen.

Mit etwas Glück wirst Du auch Deine Einstellung zu Diskriminierung und totalitärer Staatsform in Deutschland überdenken.

Ernst gemeinte Gegenfrage: Wie kommt man eigentlich auf die Idee, nach Namibia auswandern zu wollen, ohne je da gewesen zu sein?
535 Beiträge · seit 202027. Jan. 2023 · #19
hemmerling schrieb:
Zumal ich nicht sehe, dass ich als IT-Fachmann in Namibia mich selbstständig machen könnte
Selbststaendig machen waere aber der erfolgversprechendste Weg, wenn man noch nicht in Rente ist.
hemmerling schrieb:dem Wunsch der Politik nach Kontrolle von allem und jedem
Das wuerde ich doch eher anderen Regierungen unterstellen....
Sanne schrieb:
Ernst gemeinte Gegenfrage: Wie kommt man eigentlich auf die Idee, nach Namibia auswandern zu wollen, ohne je da gewesen zu sein?
Ach, jede Auswanderung ist anders, und viele beginnen mit einer Idee. Fuer eine Idee muss man noch nicht im Land gewesen sein. Und dann kommt es doch auch stark auf die Motivation fuer das Auswandern an - das schoene Wetter, die netten Menschen, die tolle Landschaft muessen da nicht zwangslaeufig eine Rolle spielen, sondern evtl die Zustaende im Herkunftsland, bzw wie man die empfindet und/oder einordnet.
Da bin ich auch voellig wertfrei und tolerant.
Dennoch sollte man wissen, dass man sich in der Regel dem Land anpasst, und nicht erwarten kann dass das Land (und die Leute darin) sich mir anpassen. Eine typisch deutsche Erwartungshaltung fuehrt zwangslaeufig zu Enttaeuschungen, das fuehrt zu Unzufriedenheit und das ist Gift fuer ein glueckliches Leben.



Nach allem was ich weiss ist es aber inzwischen zu spaet fuer's erfolgreiche Auswandern. Wer das nicht versteht, dem werde ich es auch nicht erklaeren. Die anderen wissen wie es gemeint ist.
Zitierenzuletzt bearbeitet 27. Jan. 2023Original ↗
Themenstarter18 Beiträge · seit 202328. Jan. 2023 · #20
Sanne schrieb:
Ernst gemeinte Gegenfrage: Wie kommt man eigentlich auf die Idee, nach Namibia auswandern zu wollen, ohne je da gewesen zu sein?
Ernst gemeinte Gegenfrage: War je eine größere Zahl von Migranten vorher schonmal in dem Land, in das sie ausgewandert sind, so die letzten 150 Jahre, bzw. die letzten 5000 Jahre? 😁

Zusatzqualifikation für diese Antwort, ausser allgemeinen Geschichtskenntnissen ( u.a. Altes Testament...), ich war in den "Auswander-Museen" in Hamburg und Bremerhafen, in 2010, damals eher zufälligerweise.
Zitierenzuletzt bearbeitet 28. Jan. 2023Original ↗
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