Reisebericht

5.056 km- Zweittäter im Caprivi - Herbst 2021

von Superfanti · begonnen 17. Mai 2022 · 33 Teile

Teil 117. Mai 2022
Hallo zusammen,

immer noch bin ich hin und hergerissen, ob es tatsächlich eine gute Idee ist, einen zweiten Reisebericht hier einzustellen, denn eigentlich habe ich so gar keine Zeit. Daher hatte ich unsere vergangene Reise im Herbst 2021 per Fotobuch schon eingestellt und eigentlich das Thema als erledigt abgehakt. Aber irgendwie fuchst es mich nun eben doch, das Erlebte als Erinnerung- auch für uns- aufs Papier zu bringen und starte in unser Abenteuer. Außerdem finde ich ja auch immer selbst, dass Reiseberichte inspirierend sind und einen auf neue Ideen bringen. Daher will ich mich kurz fassen, aber dennoch unsere Reise aufarbeiten.
Sehr mit die Tippfehler nach. Ich bemühe mich, fortlaufend weiter zu schreiben, aber werde es wohl nicht immer gleich hinbekommen, da wir auch kleinere Urlaubsreisen in nächster Zukunft vorhaben.

2018 haben wir – Greg und ich- die erste Reise nach Namibia unternommen und waren auf der typischen Ersttäterrunde- 3,5 Wochen Kalahari- Fishriver Canyon-Kolmanskuppe-Lüderitz-Sossusvlei-Swakopmund-Erongo-Damaraland- Vingerklip- Etosha-Okonjima. Dazu gibt es ja auch bereits einen Bericht.

Die Weite, Ruhe und Tierwelt des Landes begeisterte uns so sehr, dass wir uns noch vor Ort Gedanken darüber machten, wohin die zweite Runde gehen soll. Die Wahl sollte zwischen Caprivi oder den Epupa Fällen getroffen werden. Wir entschieden uns für den Caprivi mit Botswana und den Vicfalls, da sich auch ein runder Geburtstag meines Mannes ankündigte (jeder kommt da mal dran) und er die Vicfalls unbedingt mal sehen wollte.

Ich wollte dieses Mal nicht schon wieder mit ausgebuchten Lodges konfrontiert werden und so buchte ich bereits im März 2019 die ersten Lodges (für September 2020), im September den Flug und kurz darauf den Mietwagen. Somit war unsere Reise frühzeitig in trockenen Tüchern und nichts konnte uns mehr aufhalten. Yippeh!

Haha- da war noch was, etwas, dass immer mehr in Vergessenheit geraten ist. Ein Virus reiste schon vor uns um die Welt und so hangelten wir uns durch: Grenzschliessungen, Flugstops, Risikogebiete, Hochrisikogebiete, Virusvariantengebiete. Die Welt stand einfach nur Kopf. Die Lodges reagierten bei all den Umbuchungen absolut verständnisvoll und auch von Condor erhielten wir umgehend das Geld wieder. Ich war von der Kulanz und Freundlichkeit der Lodgeangestellten wirklich beeindruckt, aber als Selbstbucher (bis auf 4 Unterkünfte über DERTour) war das auch ein riesiger Schriftverkehr. Aber auf der Reise hatte alles wirklich einwandfrei funktioniert.

Im Dezember 2020 buchte ich erneut Flüge, die insgesamt 6 Mal seitens der Fluggesellschaft umgebucht wurden. Meist wechselte nur der Anbieter (Eurowings, Brussels Airlines, Lufthansa, Eurowings Discover). Der Hinflug startete letztendlich 1,5 Stunden später. Unser Rückflug wurde von morgens auf abends verschoben und so benötigten wir einen weiteren Urlaubstag.Alles unwichtig- hauptsache der Flug findet statt. Dieses ewige Corona Hin und Her, ständig neue Regeln, Hoffen und Bangen machte mich fertig. Ich hatte keine Energie mehr und glaubte auch schon gar nicht mehr an die Reiseverwirklichung. Selbst das Impfen war kein Garant mehr fürs Reisen, wie es mal versprochen wurde. Aber natürlich- nicht falsch verstehen, stand ja auch die Gesundheit der Menschen im Vordergrund und Corona ist kein Zuckerschlecken. Das soll hier auch nicht falsch verstanden werden oder zu Diskussionen führen.

Da Grenzüberschreitungen schwierig waren, cancelten wir im Juli 2021 schweren Herzen die Chobe river cottages in Botswana, mit denen wir so netten Kontakt hatten und planten stattdessen die Namusasha, die Mubala Lodge und die Voigtland ein. Auch stellte sich wenige Wochen vor unserem Abflug heraus, dass DER Tour nicht die von mir gewünschte Wildernesslodge am Waterberg gebucht hatte, was auch noch zu etwas Aufregung sorgte. Letztendlich buchte ich direkt selbst und erhielt nach einigem Schriftverkehr mit DERtour auch das bereits bezahlte Geld erstattet.

Die Route sah wie folgt aus:

18.09.2021 Namibgrens
19.09.2021 Desert Quiver Camp
20.09.2021 Desert Quiver Camp
21.09.2021 The Stiltz Swakopmund
22.09.2021 The Stiltz Swakopmund
23.09.2021 Omandumba
24.09.2021 Ai Aiba Lodge
25.09.2021 Etosha Village
26.09.2021 Halali
27.09.2021 Emanya@Etosha
28.09.2021 Mobola Lodge
29.09.2021 Mobola Lodge
30.09.2021 Camp Kwando
01.10.2021 Camp Kwando
02.10.2021 Namushasha Lodge
03.10.2021 Zambezi Mubala Lodge
04.10.2021 Chobe River Camp
05.10.2021 Chobe River Camp
06.10.2021 Shametu Lodge
07.10.2021 Shametu Lodge
08.10.2021 Waterberg Plateau Lodge
09.10.2021 Waterberg Plateau Lodge
10.10.2021 Voigtland
11.10.2021 Abflug

Eine Woche vor der Abreise wurde Namibia von der Risikoliste gestrichen und somit benötigten wir nur noch einen PCR Test zur Einreise, aber nicht mehr zur Ausreise.
Auch Botswana und Zimbabwe wurden von der Liste gestrichen und so hoffte Gregor, doch noch spontan zu den Vicfalls zu kommen.

Die letzten Tage vor dem Flug hatte ich noch einiges im Büro zu tun und so kaufte ich last minute die benötigten Sachen wie Sonnencreme und Medikamente.Wir packten dieses Mal hauptsächlich Hemden, Shirts und Schuhe und Kosmetik ein, die wir vor Ort verteilen wollten.

Demnächst geht es weiter mit dem Abreisetag und ich würde mich wirklich arg freuen, wenn einige Mitfahrer zusteigen. Wer ist der erste und will nach Namibia?

Liebe Grüße, Silke
Teil 217. Mai 2022
Ah nach dem ganzen textlastigen Intro und den ersten Schreibfehlern kanns endlich mit Bildern losgehen. Ich freu mich über jeden einzelnen Mitfahrer und ärger mich über die ersten Tippfehler, aber das ist eine Schwäche von mir. Egal…
Also willkommen an Bord- Bayern Schorsch, Blindschleiche, Gabi-Muc, Logi, Löffel,Do und Eulenmuckel;-)

Abreisetag, 17.09.2021

Wir arbeiteten beide noch an diesem Tag und waren aber schon freudig aufgeregt.
Die Anreise verlief fast wie immer. Der ICE hatte in Karlsruhe schon Verspätung. Im Zug schnaufte Greg durch und sagte: ! Ich fahr gerade richtig runter!“- Gegen 19 Uhr erreichten wir den Flughafen Framkfurt. Wie üblich sind die Rolltreppen ausgefallen, aber man nahm es mit einer gewissen Leichtigkeit. Der Flieger war noch gar nicht angezeigt und so überbrückten wir in einem Cafe die Wartezeit. Am Check-In Schalter wurde der Reisepass mit dem negativen PCR Test abgeglichen. Sitze mit Beinfreiheit ergatterten wir am Schalter nicht und erhielten wenigstens unsere gebuchten Zweierplätze am Rand.
Bei der Sicherheitskontrolle wurde mein Handgepäck wieder einer Sprengstoffprüfung unterzogen. Ich hatte ein Déja Vu, denn so erging es mir bereits beim letzten möglichen Flug 2020 nach Nizza. Sie fanden zwar nichts, aber dennoch wurde mein gesamter Handgepäckkoffer mit allem Fotogeraffel ausgepackt. Die Fotokugel (die ich letztendlich gar nicht verwendete) wurde stirnrunzelnd beäugt, zu einem weiteren Beamten gebracht und durfte – als ungefährlich eingestuft- letztendlich wieder eingepackt werden. Sie wussten nicht, was ich mit so einer Kugel alles machen kann, wenn ich diese erstmal Greg an den Kopf knalle… nein nein, sowas mache ich doch nicht. 😄

Aufgefrischt im Duty free ging es zur elektronischen Reisepasskontrolle: Reisepass scannen- Schranke auf, durchgehen, Maske runter- Gesichtsscannung erfolgreich ging es wieder raus.

Weiter ging es zum Gate B22. Dort war jeder zweite Sitz coronabedingt abgesperrt. Wir setzten uns auf die besten coronafreundlichsten Randplätze. Dann erfolgte eine Dauerbeschallung am Terminal und es wurden die letzten Sitzplätze mit Beinfreiheit für 110€ pro Person an den Mann gebracht. Urplötzlich wurde gebeten, dass wir alle nochmals den negativen Corona PCR Test vorzeigen müssen und die Warteschlange wurde direkt an uns ohne großen Abstand vorbeigeleitet. Glückwunsch..

Das Einsteigen in den Flieger verlief absolut koordiniert nach Reihen ab, mit Abstand und wir waren im dritten Schwung dabei. Es gab überaschenderweise nur vereinzelt freie Sitzplätze und mir fiel die europäische Nationalitätsvielfalt auf (Spanier, Franzosen, Italiener). Der Service an Bord verlief schleppend- nach einer Stunde bekam man erst Getränke und um Mitternacht wurde das Abendessen (Huhn oder Pasta) serviert.

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Alles egal: Wir waren einfach nur superglücklich und fanden es unfassbar, dass wir tatsächlich in diesem Flieger nach Namibia saßen. Wir schliefen ein wenig und um kurz nach 6 wurde ein mediterraner Wrap, eine Banane, Cookie und Joghurt zum Frühstück gereicht. Ich hatte Bedenken vor dem langen Flug mit Maske, aber das stellte sich als unbegründet heraus. Wenn man will, geht alles.

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Teil 318. Mai 2022
Ankunft 18.09. 250 Km Namibgrens

Gelandet. Eigentlich sollten die Leute reihenweise aussteigen, aber das klappte so gar nicht. Auch vom Abstand war nichts mehr zu spueren.

Auf namibischen Boden überkam mich ein glückliches wohliges Gefühl. Im Flughafen konnten wir dank guter Vorbereitung die anderen schlangestehenden Urlauber überholen, da diese erst mit dem Ausfüllen der Einreisepapiere beschäftigt waren. Am ersten Schalter wurden PCR Test, Gesundheitsformular und Ausweis kontrolliert. Am Immigrationsschalter war nur der Ausweis und das Immigrationsformular von Bedeutung. Alles verlief recht zügig. Greg ging zu Hertz und dem Bankautomat, während ich das Gepäck holte und die Handykarte besorgte.
Bei Hertz wurden wir überraschenderweise upgegradet und bekamen anstelle Gregs geliebten Toyota Fortuner einen Hilux. Was ein Schiff, fast zu groß für uns. Greg ließ sich dieses Mal auch ausführlich erklären, wo man den Wagenheber ansetzt. Auch das erste Paar Schuhe wechselte bei Hertz den Besitzer und ich bekam ein strahlendes Lächeln.

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Wir fuhren los und erfreuten uns am Bekannten- der Fluss Bismarck, die Walldorfschule, Paviane, die Metzgerei. 3 Jahre her und doch so vertraut. An den ersten Supermärkten fuhren wir vorbei und hielten beim Metro. (so stehts im Whatsappchat, bin aber doch gerade unsicher, ob das wirklich der Metro war). Dort waren wir erneut über das vielfältige Warenangebot überascht- ganz viel Müsli, Croissants, Pasteis de nata, Schweineöhrchen, Muffins. Wir deckten uns mit Getränken, bissel Gebäck und Snacks ein.

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Auf der öden Asphaltstrasse ging es Richtung Rehoboth. . Endlich ging es ab auf Gravel und Greg strahlte glücklich. Hier fühlen wir uns einfach wohler.
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Wir genossen die ersten Strausse, Erdmänchen, Webervogelnester. Als wir dann den ersten Plattmacher sahen, fühlten wir uns gleich wieder heimisch. Ein Schild verwies uns auf die 70km entfernte Namibgrens.

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Auf dem Gelände der Namibgrens standen die ersten Autoattrappen. Der Empfang war etwas distanziert und die Maske war nicht auf.

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Wir fuhren zu unserer gewünschten Villa 1 und erfreuten uns an den Steinen und Felsen auf dem Gelände. Toll hier. Das Haus ist ein Traum mit verbauten Fels und wir waren vom Baustil und der Grosse total geflasht. Das Sofa und die Stühle waren etwas abgeschrabbt, aber das störte uns gar nicht. Die Weitsicht vom Zimmer und die Umgebung machten es wieder wett. Auch der Grillplatz am Haus war echt einladend.

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Hier gibt es 45 km Wanderwege und eine Offroadstrecke. Leider war die Karte etwas schlecht beschildert und Zeitangaben fehlten. Das wäre unserer Ansicht nach verbesserungswürdig.

Die von uns geliebte und in diesem Fall auch erhoffte Coffee Time (Kaffeedurst und Kuchengelüste) der Lodge fiel aus. Ich glaube während der gesamten Reise hatten wir keine einzige, was aber vielleicht auch an der Coronazeit lag. Es ist uns einfach aufgefallen, da wir das beim ersten Mal so gar nicht erwarteten und daher positiv überrascht waren.

So nach 2 erfolglosen Bilderhochladen und dem bereits reinkopierten Text gehe ich erstmal ins Bett- Gute Nacht. Morgen folgt Text und Bild;-)
Teil 418. Mai 2022
Während Greg die Müdigkeit vom Flug und der Fahrt übermannte, war in mir der Entdeckerdrang geweckt. Ich besuchte den Campingplatz und die Pools, die aber leider nicht zum Baden einluden. Ich wagte mich aber auch nicht zu weit weg, da ich doch auch etwas übermüdet war und Angst hatte, die Orientierung zu verlieren. Die Felsen im Nachmittagslicht sind so schön angestrahlt und die Wege waren auch teils mit Brücken nett angelegt. Es gab so viele Fotomotive und so genoss ich den Weg und dieses tolle Licht und war einfach zufrieden mit der Welt.
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Ich kehrte zur Villa zurück und wir genossen zu zweit den ersten Sonnenuntergang in Namibia.

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Das reichliche Abendessen wurde unssehr coronakonform in Boxen in die Villa gebracht.

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Bereits um 20:50 schalteten wir das Licht aus.
Teil 518. Mai 2022
19.09.2021 Desert Quiver Camp 174 km

Nach einem erholsamen Schlaf standen wir schon wieder pünktlich zum Sonnenaufgang auf. Das gehört für mich in Namibia einfach zum Pflichtprogramm.

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Im schönen Wintergarten der Lodge wurde das Frühstück serviert und die Besitzer waren heute früh kommunikativer. Wir standen nicht unter Zeitdruck, so dass wir unbedingt noch den 4x4 Drive zum Klippspringer Window auf dem Lodgegelände machen wollten. Aufgrund fehlender Beschilderung fanden wir es nicht auf Anhieb, aber die Szenerie des Lodgegeländes war so famos, dass wir die einsame Fahrt nur geniessen konnten.

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Am Klippspringer Window stellten wir überrascht fest, dass auf dem Parkplatz bereits mit ca. 10 Autos Hochbetrieb herrscht. Aber die Afrikaans sprechenden Menschen kamen uns alle in den ersten 5 Minuten auf dem Weg entgegen und hieften eine im Rollstuhl sitzende Person über Stock und Stein. So stellten wir uns einen einheimischen Sonntagsausflug vor. Auf dem kurzen Weg sahen wir leider keine Tiere und auch vom handzahmen Zebra, vor dem man uns warnte, da es wohl beisst und kickt, war keine Spur. Am Aussichtspunkt waren wir ganz alleine und die Aussicht grossartig.

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Gemütlich fuhren wir gegen 12:30 Uhr vom Gelände.

Fazit Namibgrens: Wir waren von der Landschaft und auch der Villa sehr angetan. Der Blick aus dem Schlafzimmer war grandios und man hätte sich aufgrund der eingerichteten Küche auch gut selbst verpflegen können. Die anderen Villen lagen sehr weit voneinander entfernt, so dass man seine Ruhe hatte und ungestört war. Ich fand es auch sehr schön, dass man auf dem Gelände mit dem Auto selbst rumkurven durfte.
Das Wasser im Pool sieht auf den Bildern wirklich besser als in der Realität aus und ich fand den ungepflegten Zustand bedauerlich. Vielleicht lag es aber auch an Corona und den wenigen Gästen. Überaus herzlich waren die Gastgeber nicht, aber das störte uns nicht so. Alles in allem fanden wir es einen idealen Zwischenstop zum Sossusvlei und würden die Namibgrens trotz der kleinen Kritikpunkte klar weiterempfehlen.

Off Ton: Mit ist schon der erste Faux pas passiert und habe den berichtigt. Unter die Sonnenuntergangsbilder der letzten Passage haben sich Sonnenaufgangsbilder reingemogelt.

Auf unserer ersten Tour haben wir die Orte der kommenden Tage zwar schon bereist, aber wir wollten es anders bzw. intensiver bereisen und freuten uns sehr darauf. Gerade die Dünenwelt faszinierte uns und beim ersten Mal konnten wir die Landschaft aufgrund eines Sandsturms nicht vollumfänglich geniessen.

Von der Namibgrens ist es nur ein Katzensprung zum zweitsteilsten Pass Namibias, dem Spreetshoogte Pass. (maximale Steigung 22%, 1676m hoch). Wir stiegen bei den Aussichten aus und genossen die Sicht und Weite.

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Wir legten einen kurzen Zwischenstopp in Solitaire ein, aber kehrten nicht in die beliebte Bäckerei ein, da uns noch nicht nach Apfelkuchen war.

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Der Dünenlandschaft kamen wir immer näher und ich musste immer wieder aus dem Auto springen und die Landschaft fotografieren. Greg mag keine Überraschungen und somit war es an der Zeit, ihn über den Ablauf des Nachmittags und sein Geburtstagsgeschenk aufzuklären. Schliesslich wusste ich, dass er sich darauf erstmal auch seelisch und moralisch vorbereiten musste, um nicht ganz aus allen Wolken zu fallen.

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Angekommen am Desert Quiver Camp, bestellten wir erstmal das Abendessen in der Sossusvlei Loedge und den Frühstückskorb für den nächsten Tag. Wir bezogen unser nettes kleines Häuschen 314, klein, fein und absolut ausreichend. Das Camp war erstaunlicherweise gar nicht ausgebucht Wir hatten das Camp über DERtour reserviert, da man als Individualreisender ansonsten kaum eine Chance hat, so nah am Gate zu übernachten und je näher am Gate, desto besser. An der netten Poolbar genehmigten wir uns bei all der Hitze den ersten Rockshandy und Malawi Shandy. Ich freute mich auf den Nachmittag, Greg sah dem Ganzen zugegebenermaßen etwas angespannter entgegen...

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So demnächst mehr…
Teil 622. Mai 2022
19.09.2022- es geht weiter Desert Quiver Camp Love is in the air

Nachmittags fuhren wir zur Sossusvlei Lodge. Direkt an der Lodge sahen wir unseren ersten Oryx der Reise.

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Dort gingen wir gleich zum Adventure Center, um unseren ersten Helikopterflug rückzubestätigen. Vorab hatte ich ja noch im Forum erfolglos nach Mitfliegern gesucht, und auch das Adventure Center hatte keine gewinnen können. Wir mussten die Flug-Sicherheitsbedingungen unterschreiben und noch eine Kontaktperson für den Fall eines Absturzes benennen. In diesem Fall benannten wir mal meinen Vater. Die Mitarbeiter erzählten uns, dass es selbst im Sossusvlei in den letzten Monaten gespenstisch ruhig war und sich erst sehr langsam bessert.

Im Jeep fuhren wir den kurzen Weg zum Flugplatz. Dort wurden wir von Pilot Hannes gefragt, ob wir mit oder ohne Türen fliegen wollten und ahhh - das wusste Greg noch nicht- sagte ich geschwind lächelnd: natürlich ohne. Hannes freute es, da die meisten wohl mit Türen fliegen wollen, aber Greg wurde nun schon etwas mulmig zumute. Die Türen wurden entfernt. Unerwarteterweise mussten wir leider hintereinander sitzen und im Nachhinein hätte Greg vielleicht sogar seine Tür behalten können, da diese separat war, aber das hatten wir vor dem Start nicht bemerkt. Gregor hat Höhenangst, die aber immer nur situationsabhängig auftritt, Ich habe auch echt hin und her überlegt und wollte ihm ein unvergessliches Geschenk machen. Eigentlich war daher ein Flug über die Vicfalls geplant, aber daraus sollte ja wohl nichts werden. Daher musste eine Alternative her. Wahrscheinlich hätte Gregor vorher nie zugestimmt, wenn ich ihn gefragt hätte, aber manchmal muss man sich seinen Ängsten stellen. Und im Grunde seines Herzens wollte er es ja auch;-). Ballon fahren wäre sicher schwieriger für ihn gewesen - das würde ich auch so gerne mal tun.

Der Geräuschpegel während des Flugs war ziemlich hoch, wir bekamen Kopfhörer mit Mikro. Hannes erklärte uns immer wieder, was wir eigentlich sahen;-). Die Aussicht auf unser Camp, die langen Schatten der Dünen, Oryxe, den Sesriem Canyon, Düne 45, Dead Vlei und vor allem den Sossusvlei mit Wasser waren atemberaubend und es lässt sich kaum in Worte fassen. Der Flug dauerte eine Stunde, und wir landeten pünktlich zum Sonnenuntergang.

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Gregor war schon mega froh, es durchgezogen zu haben, und so half er stolz beim Türen tragen, die Hannes wieder einsetzte.

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Fazit: Der Blick über die Dünen vermittelte uns einen Gesamtüberblick über diese faszinierende Landschaft, und wir empfanden es beide als absolutes unvergessliches Highlight. Aufgrund der Kosten war es ein einmaliges Erlebnis, das wir aber nicht missen möchten. Ohne Türen zu fliegen war fürs Fotografieren fantastisch, Zeitweise hatte ich aber auch Angst, dass etwas runterfliegt. Danke an Stefan für diesen Tipp.
Och hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck mit den Bildern vermitteln.

Im Anschluss gingen wir sofort in die Sossusvlei Lodge zum essen. Das Flair und das Buffet überzeugten uns für den Preis nicht, und da es auch etwas kalt wurde, fuhren wir heim und Gregor schlief bereits wieder um 20:50 Uhr.
Teil 722. Mai 2022
20.09.2021 Desert Quiver Camp 144 km: Ein wunderschöner Dünen Tag


Heute früh hüpften wir bereits um 05:45 Uhr aus den Federn und freuten uns auf den Abenteuertag in der Namib. Um 06:30 Uhr holten wir den Frühstückskorb in der Sossusvlei Lodge ab und Greg beäugte diesen und fragte skeptisch, ob das wirklich ausreichend ist.
Ich beruhigte ihn und war schon so aufs Auspacken gespannt, denn ich hatte bereits soviel Tolles über diesen Frühstückskorb hier im Forum gelesen. Um 06:45 Uhr waren wir das zweite Auto am Gate. Wir befüllten entspannt unsere Kaffeebecher, denn erst um 07:15 Uhr sollte das Gate öffnen. Der Vollhorst hinter uns ließ den Motor laufen. Ich fand das so überflüssig, stieg aus, aber den russischen Fahrer juckte es nicht, und er ignorierte meine Bitte.
Das Gate öffnete erstaunlicherweise bereits um 07:00 Uhr, und da wir noch keinen Permit hatten, zogen drei Autos an uns vorbei. Aber wir sahen uns alle kurze Zeit später wieder, denn das erste Auto – vermutlich ein Ersttäter –hielt sich strikt an die Begrenzung von 60 km/h. Man merkte, wie sichtlich alle in der Schlange nervös wurden, und ein Reisebus von weit hinten zog dann an allen Autos vorbei… Das war der Startschuss für alle zum Überholen und auch der Ersttäter beschleunigte.

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An der Düne 45 hielten fast alle Autos an und auch wir wollten diese zum erstern Mal besteigen. Da die Düne recht einfach zu besteigen ist und man noch halbwegs etwas von den langen Schatten des Sonnenaufgangs hat, tummeln sich eben allerlei Touristen dort. Ich hatte dieses Mal zwar meine schweren Wanderschuhe daheim gelassen, aber wir hatten unsere Wanderstöcke nur für diese Besteigung dabei. Eine Reisegruppentouristin jammerte bereits nach 4 Schritten wie anstrengend es doch sei, andere beneideten uns um unsere Stöcke („Oh, das sind Profis, die sind nicht zum ersten Mal hier“). Trotz Einsinken kamen wir gut voran und überholten einige Touris.

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Der Guide der Reisegruppe pfiff ein paar seiner Schützlinge zurück, die schon recht weit waren, denn sie sollten aus Zeitgründen umkehren, da es ja noch zum Dead Vlei und nach Swakopmund gehen sollte. Puh - was ein Stress, und die Touristen schienen auch wenig begeistert davon zu sein. Wieder einmal waren wir dankbar über unsere Möglichkeit der freien Zeiteinteilung. Wir liefen ca. 45 Minuten, bis wir relativ alleine waren und ungestört Fotos machen konnten. Wir fanden es hier einfach etwas überlaufen, aber das ahnten wir bereits im Vorfeld.

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Greg war fasziniert von Russias next topmodels, die in blauen, grünen und roten langen Kleidern auf der Düne für den Fotografen posierten.
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Der größere Spaß war wieder, die Düne runterzulaufen und im Sand zu versinken. Immer nach kamen uns gefühlt immer mehr Menschen entgegen. Die Besteigung des Big Daddys vor 3 Jahren machte uns mehr Freude, ist aber auch bei weitem anstrengender und sicherlich nicht für jeden machbar.

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Am letzten Parkplatz vor dem Dead Vlei setzten wir uns auf die schattigen Picknickbänke und öffneten erwartungsvoll den Picknickkorb - dieser ließ keine Wünsche offen.1 Kanne Kaffee, 1l Milch, 1l Orangensaft, 4 Brötchen, Cerealien, Marmelade, eine Käse- und Wurstplatte, Frucht-und Naturjohurt, 2 Äpfel - dazu Teller, Schüsseln, Tassen und eine Tischdecke - so lässt es sich aushalten. Die herangeflognen bettelnden Vögel ignorierten wir.

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Frisch gestärkt ging es in das Hidden Vlei, das eher im Schatten des Dead Vlei steht und daher nicht so stark frequentiert ist. Der Weg dorthin ist mit 2 km recht einfach. Aber es ist heiss, man hat keinerlei Schatten und daher sollte man sich auf alle Fälle gut eincremen. Es ging an kleinen Sträuchern und Blumen vorbei. Das letzte Mal war es bei Weitem nicht so grün. Die Wüste lebt.



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Wir orientierten uns auf dem Weg entlang von in den Sand gesteckten Pfosten und nach 2km stiegen wir von einer Düne in das Hidden Vlei ab. Hier gibt es weniger tote Bäume.Wir waren alleine im Vlei und hatten das Gefühl, die letzten Überlebenden zu sein. Wir saugten diese Landschaft auf und genossen die Stille. Ein wunderbarer Ort, den viele noch schöner wie das Dead Vlei finden und das völlig zurecht. Auch wir lieben einfach diese Wüstenlandschaft, die Einsamkeit und die toten Baume.

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Nur vier Personen sahen wir auf dem Hin- und Rückweg und wir ließen uns ca 2 Stunden dafür Zeit.


Am Parkplatz frühstückte ein Münchner Paar an unserem Picknickplatz. Leider waren bei ihnen die Brötchen des Frühstückskorbs leicht verschimmelt. Sie hatten spontan vor 2 Wochen gebucht, lasen sich wohl von Tag zu Tag ein, was sie machen wollten und waren von Namibia auch völlig begeistert. Es entwickelte sich ein sehr nettes Gespräch.

Wir fuhren die letzten 6 km zum Dead Vlei Parkplatz. Greg war der Meinung, dass wir keine Luft ablassen müssten und es schon so gehen müsste. An der Autovermietung hätten sie es ja auf 2,0 bar eingestellt. Letztes Mal hatten wir ja in den frühen Morgenstunden diese Offroad-Strecke auf hartem Sand zurückgelegt, und das ließ sich deutlich einfacher fahren. Aufgrund des fortgeschrittenen Tages war der Sand schon sehr weich, und wir waren froh, uns nicht festzufahren. Der Hilux kämpfte schon etwas an der ein oder anderen Stelle.
Vom Parkplatz sind es nur 1,1km ins Dead Vlei und aufgrund der Uhrzeit war es auch recht leer- Wie schön ist es, die Dünen in ihrer vollen Pracht ohne Sandsturm zu sehen und die toten Bäume in der Salzpfanne ohne Einschränkungen zu fotografieren.

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Am Parkplatz überlegten wir kurz, den Abstecher zum Sossusvlei zu machen, aber das wollten wir uns für morgen früh aufheben. Die Offroadstrecke zurück ließ sich besser fahren, und ich erfreute mich an den einsamen Oryxen, die in dieser kargen Wüstenlandschaft überleben können.

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Ohne weiteren Zwischenstop fuhren wir zurück und bezahlten den Permit. Erst gegen 16 Uhr fuhren wir aus dem Gate. Wir holten uns noch an der Tankstelle Kleinigkeiten und verspeisten mein geliebtes Magnum Mint. Die Terrasse war leer, nur 2 männliche Deutsche waren tanken. Diese sahen wir auch an anderen Spots wieder (Swakop, Etosha)
Zum Abendessen verspeisten wir auf unserer Terrasse den bestellten Käse, Brot und Salat. Das war völlig ausreichend. Am Pool schauten wir der untergehenden Sonne bei einem Glas Wein zu. Greg konnte allerdings seinem gekühlten Rotwein nichts abgewinnen.

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Wir waren in diesem Augenblick unheimlich glücklich und dankbar, die Namibiareise angetreten zu haben. Danach setzten wir uns noch auf unsere Terrasse und lauschten dem unüberhörbaren Geckokonzert. Es huschte im Dunkeln ein Tier vorbei- wir leuchteten schnell mit der Taschenlampe und sind uns immer noch unsicher, ob das ein Wildhund gewesen sein könnte.
Teil 824. Mai 2022
21.09.2022 The Stiltz 524 km Kummer und Sorgen
In der Nacht pfiff der Wind, und wir schliefen sehr schlecht. Wir ahnten schon, dass es kein gemütlicher Tag in der Namib werden könnte. Trotzdem standen wir erneut früh auf, gaben unser Gepäck im Gepäckraum ab, besorgten in der Sossusvlei Lodge den Frühstückskorb, düsten kurz nach 7 Uhr durch das Gate an Oryxen und Straussen vorbei bis zum Dead Vlei Parkplatz,

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Von dort liefen wir zum Sossusvlei, da wir Ahnungslosen nicht wussten, das man auch direkt hätte hinfahren dürfen. Der Weg war unangenehm, da uns der Sand aufgrund des Windes wieder entgegenpeitschte. Mit unseren langen Klamotten war es halbwegs erträglich. Vom eigentlichen Parkplatz wären es nur 200m zum Sossusvlei gewesen. Alle 10 Jahre soll Wasser im Sossusvlei sein, und wir waren froh, Zeugen dieses seltenen Phänomens zu sein. Ich bestieg noch kurz die Big Mama, aber mit dem Sandsturm war es einfach unerträglich. Sehr sehr schade - gerne wäre ich diese Düne ganz gelaufen. Vielleicht beim nächsten Mal.

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Wir kämpften uns zurück, und das Wetter zog sich immer weiter zu, sodass man auch gar nichts mehr von den Dünen rechts und links sah. Sie waren wie weggezaubert. Was ein Déjà-vu, und zum Glück hatten wir gestern gutes Wetter. Wir bedauerten sehr, den Picknickkorb nicht an unserem schönen Plätzchen verspeisen zu können.

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Greg holte am Gate den Permit für die Gobabeb-Strecke nach Swakopmund, Wir fragten im Desert Quiver Camp nach, ob es noch möglich sei, auf der Terrasse unseres Hauses frühstücken zu dürfen. Ich dachte, dort säße man wind- und sandgeschützt, aber die Brötchen flogen weg und Sand im Kaffee ist auch kein Vergnügen, denn der knirscht zwischen den Zähnen. Wir trauten uns schließlich, die Haustüre zu öffnen. Das Zimmer war noch nicht geputzt und gemacht, so dass wir gemütlich frühstückten und es uns gleich besser schmeckte.

Beim Checkout zeigte mir die Rezeptionistin die Rechnung des Takes-Aways vom Vortag. Ich schaute sie an: „Oh no. He will pay.“ Sie lachte mich an und erwiderte: "Clever woman.“
Wir lachten beide schallend und der herbeikommende Gregpr schaute verwundert.

Fazit Namib und Desert Quiver Camp:

Wir können das Desert Quiver Camp absolut weiterempfehlen. Es ist sicherlich einfacher als die Sossusvlei Lodge, aber dafür um einiges gemütlicher und ruhiger. Die Aussicht von der Terrasse war wunderbar, und das Geckokonzert am Abend gefiel uns sehr. Alle waren auch sehr freundlich. Die Nähe zum Gate ist unschlagbar.
Die Namib fanden wir wieder erneut wahnsinnig beeindruckend. Aufgrund des Sandsturmes empfehlen wir wirklich auch 2 Nächte einzuplanen, da man ansonsten die Schönheit und Ruhe möglicherweise nur eingeschränkt erleben kann. Absolute Highlights sind für mich ein Helikopterflug, das Hidden Vlei, Big Daddy und das Dead Vlei, und irgendwann möchte ich auch mal die Big Mama besteigen. Und natürlich darf man den Sossusvlei mir Wasser nicht vergessen.
Teil 927. Mai 2022
21.09.2021

Gut gelaunt fuhren wir los. Wir waren entspannt, obwohl wir wussten, dass eine richtig lange Strecke vor uns liegt. Wir waren zuversichtlich, dass alles zeitlich klappt.

In Solitaire war es im Gegensatz zum Sossusvlei völlig windstill. Greg holte Apfelkuchen, und ich fotografierte Autowracks.

Wir hielten am Tropic of Capricorn und staunten über ein kostümiertes Päarchen, das immer weitere originelle Faschingskostüme aus dem Auto zauberte und eine Megafotosession mit dem Schild hinlegte. Auch wenn wir Faschingsmuffel sind, fanden wir das eine tolle Idee und bereuten fast, sie nicht angesprochen zu haben. Hey, wenn ihr hier im Forum seid, stellt bitte eure coolen Bilder ein.

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Durch Zufall erhielt ich eine sehr beunruhigende Nachricht aus Deutschland und dadurch waren wir beide sehr in Gedanken, da wir erst gegen Abend Kontakt zu meiner Familie bekamen. Für mich / uns stand aber die Reise innerlich sehr auf der Kippe, da wir notfalls auch heimgeflogen wären. In den nächsten Tagen gab es aber Entwarnung

Wir bogen auf die permitpflichtige Gravelroad nach Gobabeb ab, aber beunruhigt und in Gedanken daheim konnte ich die vorüberziehende Landschaft nicht genießen. Anfangs war es steinig, karg und öde. Wir sahen stundenlang keine Menschenseele, und Greg bemerkte trocken: “Im Falle eines Reifenwechsels sind wir hier wohl auf uns alleine gestellt“. Das steigerte noch meine innere Unruhe - ich wollte schnellstmöglich nach Swakopmund, Netz haben und telefonieren und bloß keine Panne haben.

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Ab der Forschungsstation Gobabeb sahen wir die ersten Hüttenbaracken, rote Dünen, grüne Bäume, fruchtbares und schönes Land.

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Insgesamt sahen wir auf der Strecke drei Autos und reichten zwei Plattmacherarbeitern und einem Mann mit Eselskarre die mit Wasser aufgefüllten Wasserflaschen, die diese sehr dankbar annahmen. Diese Aktion hatte ich damals in Bincas Reisebericht gelesen, und wir hatten auf der Reise immer nur in strahlende Gesichter geschaut. Eine wirklich tolle Idee und gute Sache, auf die wir ansonsten nie gekommen wären.

Fast vier Stunden hatten wir für die Strecke ab dem Abzweig von Gobabeb nach Swakop benötigt. Die Strecke über die Pässe vor drei Jahren hatte uns mehr gepackt, und wahrscheinlich würden wir bei einer weiteren Tour aus Zeitgründen sogar den direkten Weg wählen.

Wir kamen dem alten kalten Nebelloch Swakopmund näher.
Wir erreichten die Unterkunft "The Stiltz" und wurden vom Wachmann sehr freundlich empfangen. Die Lodge ist auf Stelzen gebaut, und im Häuschen 7 ist man an der vordersten Meeresfront. Wir waren vom Häuschen begeistert - Danke an Netti für diesen tollen Tip.

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Wir mussten uns schon etwas sputen, denn wir hatten im Hansa Hotel bereits das Dinner reserviert. Greg ass panierten Fisch, ich erfreute mich an Frikadellen. 😎
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Zurück in der Lodge war es im Häuschen sehr frisch, und ich kam zum ersten Mal in den Genuss einer Heizdecke. So lässt es sich gut aushalten, und wir fielen bei Meeresrauschen nach diesem emotional aufwühlenden Tag in den Schlaf.
Teil 1027. Mai 2022
22.09.2022: Eine Schifffahrt die ist lustig….

Die Mitarbeiterinnen im Frühstücksraum waren sehr gut gelaunt und freundlich. Das Frühstück war superlecker und ich kürte die Zimtpancakes zu den leckersten meines Lebens. Ich glaube, von denen könnte ich mich ausschließlich ernähren.

Ich war erstaunt und verwundert zugleich, dass mich Levo Tours auch heute und nun bereits zum dritten Mal, anschrieb, ob wir wirklich an der Dolphin Tour teilnehmen. Daran gab es doch gar keinen Zweifel. Gebucht ist gebucht. Wir kannten den Weg zu Levo nach Walvis Bay und erkannten auf den ersten Blick den traurigen Hintergrund ihrer wiederholten Anfrage: Wir waren die einzigen Gäste und eine Gruppe von 5 Personen hatte aufgrund des bedeckten und nicht sonnigen Wetters am selben Morgen abgesagt. Wir konnten das gar nicht fassen, fanden es unverständlich und traurig für das Unternehmen, das ja auch damit geplant
hatte und die Essensplatte für die entsprechende Anzahl bereits gerichtet hatten. Man kann in Walvis nicht mit Sonne am Morgen rechnen. Auch wenn es Ersttäter waren, ist das keine Entschuldigung.

Hier schlug Corona extrem zu. Vor 3 Jahren wimmelten Reisegruppen an Land, ein Paar Tourangestellte koordinierten den Betrieb und einige Boote mit schätzungsweise 70-100 gutgelaunten Gästen stachen in See. Und nun pure Leere. Der Skipper erzählte uns, dass seit Pandemiebeginn 7 weitere Skipper entlassen worden sind und nur noch die Angestellte und er übrig seien. An manchen Tagen hätten sie gar keine Buchungen. Das tat uns sehr leid, da es wirklich so eine tolle Tour ist. Namibia braucht das Geld der Touristen, da auch so viele Jobs dranhängen. Wir hatten ja 2020 coronabedingt überlegt, ein Boot nur für uns zu buchen und Levo nannte uns dafür den 10 fachen Preis. Nun hatten wir diesen Luxus nichts ahnend zum normalen Preis und fragten uns, ob sich das wirklich lohnt. Wir fanden es jedenfalls toll, dass sie die Tour mit uns alleine durchgeführt hatten und nicht von ihrer Seite abgesagt hatten.

Ich selbst hatte euch auch noch eine kleine Nebenanekdote vorenthalten. Kurz vor dem Abflug schnitt ich mich in meine Fingerkuppe und konnte nur ein nicht sensitives Fingerpflaster kaufen. Ich reagiere immer auf normales Pflaster sehr allergisch, konnte es aber nicht ändern. Durch den Flug und die Anreise wechselte ich es erst nach ca 24 Stunden. Im Sossusvlei wollte ich den Finger weiter vor Sand schützen, aber durch die Hitze und Trockenheit hatte ich mittlerweile einen roten megadick geschwollenen, entzündeten Finger, den ich gar nicht mehr beugen konnte. Diesen zeigte ich der Tourangestellten, und sie wollte ihren Arzt anrufen, damit ich nach der Tour noch vorbeigehen könnte. Sehr lieb und hilfsbereit. Ich wollte das eben in der Stadt regeln, bevor was Schlimmeres passiert und evt. eine weitere Strecke in ein Krankenhaus fahren muss.

Kaum an Bord offerierte uns der Skipper einen Sherry. Niemals sollte man einen Sherry vor 17 Uhr trinken, aber glücklicherweise sei ja immer irgendwo auf der Welt 17 Uhr. Kaum war das Glas leer, gab er uns seinen einzigen deutschen Satz zum Besten: „ Auf einem Bein kann man nicht stehen“ und schenkte uns sogleich den zweiten Sherry ein.
Wir verliessen das Hafenbecken, und auch die Robben schienen pandemiebedingt verschwunden zu sein, denn leider sprang keine an Bord. Schade - dafür begleiteten uns Pelikane. Liebevoll hatte der Skipper diese Chantal und Charlene getauft und sie begleiten ihn wohl seit geraumer Zeit an Bord und hatten ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut.
Auf sein Zureden trauten wir uns auch, das Köpfchen und das flauschige Gefieder zu berühren. Natürlich erhielten beide im Gegenzug zur Belohnung leckeren Fisch. Irgendwann flogen sie wieder von Bord, der Skipper gab Gas und sie versuchten, uns schnell nachzusegeln. Ein beeindruckendes Spektakel, und wir hätten den Pelikanen niemals diese Fluggeschwindigkeit zugetraut. Auch weitere Pelikane kamen immer wieder an Bord und liessen sich kutschieren. Unsere Kleidung war am Ende des Tages verschissen, aber das wars uns wert und soll ja auch schließlich Glück bringen.


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Auf dem Weg begleiteten uns auch Delphine, und es tauchten auch immer wieder Wale auf. Selten soll es wohl so viele Wale wie zu diesen Zeiten gegeben haben. Wir sahen ein weiteres vollbesetztes, fast gedrängtes Touriboot und waren froh, Levotrours treu geblieben zu sein.
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Wir fuhren zum Pelican Point, erfreuten uns an den unzähligen faulen, an Land liegenden Robben.

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Zeitweise gibt es hier bis zu 60.000 Stück. An einer schönen Stelle wurde das Festmahl ausgepackt, und wir prosteten uns mit Sekt zu. Auf Drängen des Skippers sollte ich unbedingt auch eine der bekannten und so schmackhaften Austern probieren. Ich tat es sogar, musste es aber leider ausspuken und so profitierten die Fische auch davon. Aber es gab genügend andere Leckereien - vegetarische Taschen, Würstchen, Hühnchen, Rind. Der Skipper erzählte uns von den unterschiedlichen Verhaltensweisen der diversen Nationalitäten auf dem Boot. Amis trinken ausschließlich den Alkohol leer, ohne etwas zu verspeisen, während bei Russen ratzfatz sowohl Alkohol wie auch das Essen geleert sind. Eine weitere Weisheit von ihm war, dass ein Südafrikaner erst nach dem 5. Bier über einen Fahrer nachdenkt, aber ein Namibier erst nach dem 5. Bier überhaupt losfährt. Naja, alles diente ein wenig der Auflockerung.

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Kurz bevor wir anlegten, kam dann doch noch eine Robbe an Bord - alles perfekt. Der Skipper verfütterte auch noch ein paar Fische und hob diese recht hoch über die Wasseroberfläche, und wir waren erstaunt, wie hoch Robben springen können. Manchmal war aber auch ein Pelikan oder eine Möwe schneller.


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Auch beim zweiten Mal fanden wir es einfach eine tolle unvergessliche Tour, von der wir gar nicht genug bekommen können. Und wir würden immer wieder mit Levo buchen.

An Land wurden wir gebeten, ob wir Ihnen nicht auch ein paar Aufnahmen zu Werbezwecken schicken könnten - das tun wir doch gerne. Die Assistentin teilte mir mit, dass ihr Arzt heute leider keine freien Termine mehr für mich hatte.

Wir fuhren zur Walvis Bay Lagune, wo wir dieses Mal nur vereinzelte Flamingos vorfanden.

Dann fuhren wir zur Lodge. Greg legte sich etwas hin. Ich setzte mich auf die Terrasse und erfreute mich an der typisch namibischen Tierwelt - die Kamele kamen immer nur nachmittags zum Grasen her. Perfekt - dazu Vögel, Robben und Flamingos.


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Um 15:00 Uhr holte uns Hans-Dieter Göthje, der letzte weiße Bürgermeister Swakopmunds, zur eineinhalbstündigen Stadtrundfahrt ab. Es war seit Monaten seine erste Tour und wir waren die einzigen Gäste. Wir besichtigten die Landungsbrücke, spazierten etwas durch Swakopmund, am Woermann Haus vorbei und gingen auf meine Bitte noch kurz in die Adler Apotheke. Dort wurde mir gesagt, dass ich eine Cortisonsalbe und Ceterizin Tabletten für den dicken Finger nehmen sollte und es bestimmt bald besser werden würde. Also vertraute ich darauf. Zum Schluss fuhren wir länger durch die Strassen des Townships von Mondesa. Wenn man als Tourist nach Swakop fährt, ist einem die immense Dimension von diesem Township gar nicht so bewusst und dies war für mich das eindruckvollste der Tour.

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Abends fuhren wir zum Essen ins Tug. Beim Empfang lächelte man uns breit an. Man freue sich, uns kennenzulernen und bedankten sich für die vielen Fotos und tollen Videos, die die gesamte Crew heute so erfreut hätten. Vor allem das Pelikan Bild sei so toll. Ich könne gerne auch die nächsten Tage weitere Urlaubsbilder versenden. Es ratterte - statt Levo die Bilder zu schicken, hatte ich versehentlich The Tug ausgewählt.
Das Essen war lecker, der Raum prall gefüllt und wir hörten nur deutsch. Irgendwie fühlten wir uns nicht rundum wohl - kein Abstand, keine Lüftung. Wir wollten schließlich ohne Virus weiterfahren und blieber hier nicht länger als nötig, denn schließlich wartete ja daheim wieder die Heizdecke auf uns.

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Teil 1128. Mai 2022
Puh wir sind genervt von der Corona Quarantäne, aber natürlich auch froh, dass es uns nicht ganz sooo schlimm getroffen hat. Trotzdem sind wir etwas müde. Ich hoffe, ihr habt beim Lesen etwas Spaß und freue mich natürlich auch über Kommentare. Also weiter im Text:

23.09.2022 Omandumba 267 km- Erongo pur
Der Tag begann wieder gutgelaunt mit Pancakes. Beim Auschecken wurden wir sehr positiv überrascht, denn als einzige Lodge der Reise erstattete uns The Stiltz sogar einen Teil des Hotelpreises, da sie zu dieser Zeit aus Pandemiegründen einen günstigeren Tarif als bei unserer Buchung anboten.

Fazit Swakopmund:
Levo ist toll - immer wieder gerne. Wir finden, dass sie immer versuchen, die Gäste glücklich zu machen und so versucht der Skipper, Wale, Delfine, Robben, Pelikane und Flamingos zu sichten. Die Kommunikation im Vorfeld war immer schnell und freundlich. Für die Bootstour sollte man sich immer warm anziehen - Decken und wärmende Getränke sind an Bord.
Danke an Logi - du hattest uns vor der ersten Tour dazu geraten.

The Stiltz, die frühere Partnerlodge unserer geliebten Auas Safari Lodge, fanden wir aufgrund Lage, Sauberkeit, Freundlichkeit super und wir können sie unbedingt weiterempfehlen. Auch zum Frühstück gab es eine sehr gute Auswahl, und wir liebten den Baustil der gesamten Anlage. Auch den mittaglichen Besuch der Kamele finde ich sehr originell. Wer das Meer liebt, liebt dieses Hotel. Unbedingte Weiterempfehlung.
Bei der Stadtführung sind wir uns uneins. Ich hätte gerne mehr zu den verschiedenen Gebäuden gewusst und fand sie insgesamt etwas überteuert. Gregor gefiel sie. Vermutlich hätte ich lieber einen Kaffee in der Partnerlodge Desert Breeze getrunken und den Blick in die Wüste genossen. Das hatte ich eigentlich auch geplant, aber dafür war einfach keine Zeit. Es gibt soviel zu tun in Swakop. Zum Sandwich Harbour, zur Düne 7 und zum berühmten gelben Fisch-Take-Away Wagen haben wir es wieder nicht geschafft.

Um 9:30 Uhr waren wir wieder on the road. 12 Grad. Greg tankte, die Frontscheibe wurde wieder geputzt und ich füllte die Snacks auf. Kaum waren wir aus Swakop draußen, kletterte die Temperatur wieder hoch, die Sonne schien, der Himmel war blau. Wir strahlten ebenso, als wir endlich wieder von der Asphaltstrasse B2 auf eine Gravel D Strasse abbogen.

Wir freuten uns auf die kommenden Tage im geliebten Erongo der Felsformationen.

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Dieses Mal machten wir einen Zwischenstop als Tagesbesucher auf der Ameib Ranch, die vor drei Jahren geschlossen war. Nach der Einfahrt durch das Tor fuhren wir 10km bis zur eigentlichen Lodge. Wir meldeten uns kurz an, bezahlten den Permit als Tagesgäste und erhielten eine kleine Karte, die als Orientierung diente.

Wir wollten unbedingt zum einzigen Klettersteig Namibias, dem Elephant Head. Die Aussicht von diesem hatten wir bereits in Biwak, einer MDR Sendung, gesehen, die 5 Folgen in Namibia drehte. Wir lieben die Wanderreportagen von Kutschke und Co. Die Landschaft war super - Kugeln, Felsen, Formationen und weite Landschaft. Wir genossen den Platz für uns alleine. Die Hitze war unangenehm, und wir mussten die Wanderung bei 43 Grad hitze- und ausrüstungsbedingt leider abbrechen. Aber lieber blieben wir vernünftig, statt uns etwas zu brechen. Trotz allem hat sich der Weg absolut gelohnt!

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Wer findet Greg?
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Wir fuhren noch Bulls Party an, und Greg stieg erst gar nicht aus, da es ihm schlichtweg zu heiß war. Ich murrte etwas.

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Wir kreuzten noch Nettis Giraffen und freuten uns riesig über die Sichtung. Giraffen sind einfach edle Tiere und für mich gehören diese Tiere unabdingbar zum Erongo

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Greg ließ sich dann doch noch zur Wanderung zur Phlipps Cave erweichen. Naja - die Hitze war immer noch kaum erträglich. Die Wanderung dauerte länger als erwartet, auch mir verging irgendwann die Lust und wollte schon resigniert kurz vor dem Ziel aufgeben. Aber nun zog Greg an mir vorbei und rief mir zu, dass wir an der Höhle seien. Also rappelte ich mich auf und sah die Felszeichnung des weißen Elefanten. Auch wenn wir fit sind, ist das Wandern ohne Schatten und in der Hitze echt kein Zuckerschlecken und anstrengend.

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Wir waren froh, als wir im Auto die Klimaanlage anschalten konnten und fuhren langsam aus dem Gelände..
Wir gaben sowohl dem Gateöffner der Ameib Ranch, einem Ziegenhirten sowie einem Plattmacherarbeiter wiederbefüllte Wasserflaschen. Wieder wurden diese bei diesen unerbittlich heißen Temperaturen erfreut entgegen genommen.

Die Fahrt zur Omandumba gefiel uns landschaftlich sehr und wir waren völlig allein auf der Pad.

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In der Guestfarm wurden wir freundlich mit einem frischen Kaktusfeigensaft begrüßt. Ups - wir hatten doch im Bushcamp gebucht. Der Drink war trotzdem lecker. Im Bushcamp begrüßte uns Joe. Wir hatten uns zeitlich etwas verkalkuliert und so ging es eigentlich nach kurzem Einchecken, einem alkoholfreien Savannah-Cider für Greg, auf eine weitere Privattour - der Sundownerfahrt mit Joe. Wir fuhren eine gefühlte Ewigkeit über das riesige Gelände, und ich hatte schon Angst, den Sonnenuntergang zu verpassen. Aber alles gut - wir stiegen an einer sehr schönen Stelle aus, tranken unseren allererstenGin Tonic des Lebens, snackten Chips und Erdnüsse und schauten der schnell untergehenden Sonne zu.
Joe erzählte uns, dass er vor Corona ein beliebter und vielgebuchter Reiseführer von deutschen Veranstaltern wie Chameleon war. Es lief so gut, dass er sich eigentlich selbstständig machen wollte, doch dann kam das Virus und die Touristen blieben aus. Omandumba kannte er von seinen Touren und die Rusts boten ihm gegen Arbeitleistung freie Kost und Logis an.
Er sei sehr dankbar dafür, ein Dach über dem Kopf zu haben. Andere habe die Krise noch stärker getroffen. Langsam würde es nach all den Stornierungen wieder aufwärts gehen und morgen käme seit langem die erste Reisegruppe.

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Auf der Rückfahrt sahen wir noch eine Giraffe, Springböcke und Nashornspuren. Greg meinte einen Springbock zu sichten, der dann tatsächlich wegflog… 😉.

Zurück an der Lodge wurden wir von den Lodgebesitzern Deike und Harald sowie 2 Schweizer Stammgästen Nick und Silvia aus Winterthur mit Händedruck begrüsst. Wir hatten ewig keinem mehr die Hand gegeben und fühlten uns damit auch etwas unwohl. Nick war pensionierter Arzt und Tropenmediziner, der zeitweise in unserer Muttergesellschaft sogar Betriebsarzt war- so klein ist die Welt. Und seit Nick geimpft sei, fühle er sich ja absolut sicher vor Corona.
Am Tisch wurde gemeinsam lecker gespeist - Salat, gegrilltes Gemüse, Rind und zum Nachtisch gab es Malve Pudding. Es war sehr ungezwungen und familiär. Deike und Harald erzählten vom Farmleben, ihren Kindern, die in weit entfernten Internaten zur Schule gingen - ihre Tochter in Swakopmund und ihre Söhne auf einem Internat in Omaruru, wo eher Farmkinder eingeschult sind. Sie seien wahre Farmerjungs, liebten es mit Landfahrzeugen zu fahren und zu reparieren. Nick habe auch eine Farm in Namibia und macht wohl gerade in Ungarn sein Farmerdiplom.

Nick und seine Frau waren große Skorpionfans und zeigten uns einen im Lichte einer Schwarzlichtlampe. Die 4 setzten sich noch gemütlich zum Quatschen ans Feuer, aber wir verabschiedeten uns, da wir wirklich müde waren.
Teil 1202. Juni 2022

24.09.2021 Ai Aiba 8 km- Im Gebiet der Felsen und San

Wir schliefen sehr gut und waren begeistert, wie gut es im Zelt durchlüftete. Kein Vergleich zum damaligen Schwitzen in der Hohenstein. Greg ließ sich nicht zum Aufstehen motivieren, aber ich wollte das schöne Licht zum Sonnenaufgang nicht versäumen. Am Hauptgebäude zögerte ich, ob ich den Backenzahn Trail (3 km) oder den Klippspringer Trail (5km) wählen sollte und entschied mich für den kürzeren Weg. Ich liebe das leuchtende Gras, die rot beschienenen Felsen und bereits nach wenigen Metern schauten mich zwei Giraffen verdutzt an und wir taxierten uns minutenlang - soooo herrlich. Ich lauschte vollkommen zufrieden den Vögeln, beobachtete flüchtende Springbockherden und Papageien. Ein herrlicher Ort. Ich bereute fast, nicht die längere Strecke gelaufen zu sein. Einerseits bin ich immer ganz happy am Morgen in der Wildnis, aber so ganz entspannt bin ich nie und bei manchem Knacken bin ich immer in Hab Acht Stellung. Beim gestrigen Abendessen erzählten sie von Leoparden, die die Farmkinder vor kurzem auf dem Panoramafelsen entdeckt hatten. Nein - ich wollte keinem Leo ungeschützt begegnen.

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Was sind das für Spuren?
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Wir frühstückten wieder alle gemeinsam zu siebt um 8 Uhr. Es wurde über die San gesprochen, die auch zum Spurenlesen nach Frankreich eingeladen worden waren. Auch Nick hatte San der Lodge schon in die Schweiz eingeladen. Auch wurde erzählt, dass ein "DDR-Kind" mittlerweile ein beliebter Radiomoderator ist. Die Geschichte der "DDR-Kinder" hatte mich in der TV-Dokumentation „ Omalaule heisst schwarz“ sehr bewegt.

Ich bat dann Nick, sich noch meinen noch immer dicken Finger anzuschauen und auch er meinte, dass dieser sich demnächst wieder erholen müsste. Nun war ich beruhigt.

Wir packten zusammen, fuhren zum Panoramafelsen und blickten in die Weite. Als wir die Rechnung im Camp bezahlten, betrachtete Joe irritiert unsere Reifen und meinte, dass sie zu prall seien. Greg war sicher, dass sie 2 bar hatten. Joe legte den Reifendruckprüfer an und war verwundert, dass wir es mit 3 bar ohne stecken zu bleiben in den Sossusvlei geschafft hatten........ Also wurde der Luftdruck auf 1,8 bar reduziert.


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Fazit Ameib und Erongo:

Im Erongo ist es einfach sehr heiß und das Wandern sehr anstrengend. Wir lieben die Landschaft und können kaum genug davon bekommen. Auf der Ameib fanden wir das Flair etwas weniger einladend, die Landschaft aber sehr schön. Ich bedauerte etwas, den Elephants head abgebrochen zu haben.
Das Omandumba Camp ist einfach, aber zweckmässig. Der Kontakt während Corona war sehr freundlich und verständnisvoll. Wir mussten vorab nichts bezahlen und hätten wohl auch kurzfristig stornieren können. Wir haben supergut im Zelt geschlafen, die Wanderwege sind einfach und nett. Es gibt wohl weitere Aussichtspunkte, und am Wasserloch sind wohl auch immer wieder Tiere zu sehen. Uns hat es wirklich sehr gut gefallen und wir kommen ganz bestimmt wieder!!! Ein wirklich schöner Ort.

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Wir hatten lange überlegt, ob wir das Living Museum der San, das sich direkt auf dem Gelände der Omandumba befindet, besichtigen. Wir machten dann doch zu zweit mit 2 Guides den Bushwalk. Die Landschaft gefiel uns sehr- uns wurde das Feuermachen und die Jagd erklärt. Auch Felszeichnungen wurden uns gezeigt.. Zum Schluss verschenkte ich noch ein Malbuch und Buntstifte für die Kinder. Im Nachhinein stellten wir erneut fest, dass uns solche Touren nicht gefallen, denn ich mag es nicht, wenn Touris Nahaufnahmen von Müttern mit säugenden Kindern machen. Auch wenn solche Museen sicher dafür gemacht sind, der Kultur und den Menschen näher zu kommen, empfinden wir es eher als taktlos und finden, dass die Privatsphäre des Öfteren überschritten wird.

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Ich muss ins Bett... vielleicht schaffe ich morgen noch die Ai Aiba...
Teil 1302. Juni 2022
Der Nachmittag

Jetzt mussten wir uns aber sputen, denn wir hatten noch eine wahnsinnig lange Fahrtstrecke vor uns, nämlich genau zur Nachbarlodge - der Ai Aiba. Um 12:30 Uhr checkten wir ein und uns wurde sogar Fieber gemessen. Die Servicekräfte waren wohl durchgeimpft und der Mundschutz hing weit unter der Nase. Heute wollte Greg einfach nur lodgen und sich erholen und ich gönnte ihm das. Sein Nachmittag bestand aus Zeitung lesen, Kaffee und Rockshandys trinken. Der Pool war leider in der prallen Sonne und blieb ungenutzt.

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Ich hatte im Forum gelesen, dass es verboten sei, die kleinen Wanderwege alleine zu begehen, da Felsmalereien zerstört wurden. An der Rezeption fragte ich diesbezüglich nicht explizit nach. So lief ich sowohl einen ca 45 minütigen Trail auf den Panoramaberg inklusive Felsmalereien hinter der Lodge und einen weiteren kleinen Weg, der ebenso zu Felsen seitlich der Lodge führten. Beides Mal hatte man unterschiedliche Aussichten auf das Lodgegelände. Ich habe zwar keine Tiere gesehen, aber es war trotzdem schön.

Panoramafelsen

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Seitlich der Lodge

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Um 17 Uhr starteten wir mit einem deutschen Paar zum Nature-Drive. Wir sahen Mangusten, Bergzebras, Affen und einige Giraffen. Leider war die Tour sehr auf die Felsmalereien ausgerichtet - irgendwann ist man derer etwas überdrüssig. An einer Stelle wurden uns die Malereien vom Jeep aus erklärt, da dort wohl häufig die Black Mamba zu sehen ist.
Ich war vielmehr an schönen Felsformationen interessiert und hatte mir aufgeschrieben, dass es auf dem Gelände einen eigenen Bogenfels sowie einen Löwenfelsen geben soll.
Unser Guide wusste davon aber auf meine Nachfrage davon nichts. Habe ich mich damit vertan und es mit einer anderen Lodge verwechselt? Kann mich da jemand aufklären?
Wir hielten an einer schönen Stelle und genossen bei Studentenfutter, Popcorn, leckerem Biltong und Cidre den Sonnenuntergang.


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Nach einer kurzen Dusche ging es zum Abendessen. Leider war es recht stickig und heiss im Zimmer, so dass wir grauenhaft schliefen.


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25. 09.2021 Etosha Village 437 km: Auf zu den ersten eigenen Gamdrives
Am nächsten Morgen liess sich Greg erweichen und lief mit mir den kurzen Weg auf den Panoramaberg, um gemeinsam den Sonnenaufgang anzuschauen. Zu zweit ist es doch gleich viel schöner.

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Zum Frühstuck bekam jedes Paar coronakonform einen großen Frühstückskorb an den Tisch. Es war reichlich und sehr gut. Bei der Abreise sahen wir noch 2 Kudus am Wasserloch und wir waren voller Vorfreude auf den Etosha.


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Fazit Ai Aiba:
Die Lodge ist sehr schön gelegen und es passte alles. Auch erkundigte sich ein Manager abends, ob alles in Ordnung sei. Irgendwie fehlte es uns aber an der Herzlichkeit und Leichtigkeit eines interessierten Inhabers., Aber vielleicht war es auch einfach der krasse Gegensatz zur Omandumba, die mit viel Herz und Charme geführt wurde. Die Felsformationen sind auf alle Fälle sehenswert. Wer noch nie Felsmalereien gesehen hat, hat hier seine Freude. Und: Die Ai Aiba war die einzige Lodge, die durch die coronabedingte
Verschiebung der Reise auf die noch höheren Preise des neuen Jahres bestanden hat. Ich fand sie im Vergleich zu anderen Lodges überteuert.
Teil 1402. Juni 2022

Weiter gehts in den Etosha...


Wir fuhren aus dem Lodgegelände über unsere geliebte und frisch gewalzte Schotterpiste, bis wir wieder langweiligen Asphalt erreichten. Es ging an der grünen Stadt Omaruru vorbei und nach 4 Stunden und gähnender Leere (3 Autos auf der gesamten Strecke!) erreichten wir das Etosha Village. Wieder wurde Fieber gemessen und uns wurde Guavesaft zum Empfang gereicht. Das Camp liegt angenehm direkt vor den Toren des Etoshas und es war kaum etwas los. Anhand der vielen Häuschen fragten wir uns, wie
rummelig es hier wohl sonst ist.

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Schnell tanken, Snacks kaufen und in den Etosha. 3 Autos waren vor uns und ein junges französisches Päarchen blockierte das Fortkommen, da es enorme Verständigungsprobleme hatte, So wurde wild und aufgeregt direkt am Häuschen telefoniert. Am liebsten hätte ich ihr das Handy entrissen, geschwind übersetzt, um alles zu beschleunigen. Aber so dauerte es gefühlt eine Ewigkeit. Wir registrierten uns schnell und waren gegen 14 Uhr im Park.

Wir fuhren das Wasserloch Onbika an und trafen viele Springböcke, Zebras und Oryxe an.
Gemboksvlakte war vor allem von Vögeln und wenigen Zebras belagert. In Olifantsbad verliess gerade eine grosse Elefantenherde das Wasserloch. An den nächsten Wasserlöchern erwarteten uns Perlhühner, Zebras und Gnus.
In Okaukuejo bezahlten wir den Permit, blickten ins Sichtungsbuch, kauften ein Magnum Eis, das wir dann mit Blick aufs Wasserloch verspeisten. Hier waren ein Schakal, eine trinkende Giraffe, Springböcke und ein Oryx zu sehen.

So jetzt lasse ich mal ein paar Bilder sprechen:
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Hach diese Grössenunterschiede:

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Nun mussten wir uns aber sputen, da wir ja keine Strafe am Gate zahlen wollten. Und was kommt dann? Ein kleines Autochaos am Strassenrand kann nur eines bedeuten- 2 Löwinnen, zwei Löwen und Löwenkinder. Mega!
Das war echt mein Wunsch dieses Jahr- Löwenkinder- das ging ja gut los!

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Was ein Faulpelz...

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Das war echt mein Wunsch dieses Jahr- Löwenkinder- das ging ja gut los! Ohhhh- die mussten sich auch beeilen:

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Das anschliessende Essen war gut und wir fielen müde ins Bett.

Jetzt ist erstmal Pause bis mindestens 13.06.22- vive la France;-)
Teil 1522. Juni 2022
Jetzt hatte meine Schreibpause doch etwas länger gedauert- aber nun gehts endlich weiter mit dem Etosha.

26.09. Halali - Unter Mäusen

Nach einem kurzen Frühstücksmenü zog es uns magisch gen Etosha.

Fazit Etosha Village:
Sehr nah am Gate gelegen und daher super zentral. Aufgrund Corona gab es kein Buffet - weder morgens, noch abends. Aber man wurde bei den vorgeschlagenen Menüs gut fündig. Das Zimmer verfügte über alles, aber letztendlich verbringt man dort eh kaum Zeit, da man die Zeit nur für den Park nutzen will. Es gab 2 Pools, aber für diese hätte ich wahrscheinlich nie die Ruhe. Es ist eine typische grosse Bustouriunterkunft, aber zu unserer Zeit waren gerade mal 4 Zimmer besetzt - das war schon erschreckend.

Wir fuhren gegen 8 Uhr durchs Gate. Leider waren die Löwen vom Vorabend nicht mehr da, aber wir sahen in der ersten Viertelstunde schon 20 Giraffen. Die einzigen Tiere, die wir zählen 😉. Zunächst fuhren wir Okaukuejo an, um im Sightbook zum ersten Mal die Sichtungseinträge zu lesen: Aber es herrschte Flaute - gerade mal 3 Einträge. Wir fuhren fast alle Wasserlöcher Richtung Halali an. Wir sahen mehrere Elefantenherden, sehr viele Gnus, Zebras und Springböcke. Leider aber keine Nashörner.

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ein bisschen wir im Dschungelbuch:

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Wir checkten kurz in Halali ein und trafen auch bei folgendem Rhino Drive die Spezie nicht an. Wir sahen stattdessen viel verbrannte Erde, einige Rauchsäulen in der Luft, teils Brände direkt neben der Fahrbahn. Lange sahen wir keine Tiere, beäugten stattdessen betroffen die verbrannten Sträucher und Bäume. Es war bedrückend und trostlos. Wie viele Tiere kommen in den Flammen wohl um oder können keine Nahrung finden? Wir waren eher betroffen, als die Fahrerei zu genießen, und die Magie des Etoshas ergriff uns dieses Mal nicht.

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In der Nähe von Rietfontein sahen wir ein Auto am Straßenrand stehen und erblickten schnell das Objekt der Begierde - 2 Löwen und eine Löwin, die sich an einem gerissenen Nashorn erfreuten und immer wieder Stücke aus ihrer Beute rissen. Die Löwin schritt über die Strasse, und wir steuerten gleich das Wasserloch an. Die Löwen folgten ihr und verliessen zur Freude der auf den Bäumen wartenden Geier die Beute. Schnell verschwanden die Gnus, Zebras und Springböcke vom Wasserloch, nur ein Nashorn hatte die Ruhe weg- nicht ahnend, dass diese Löwen soeben einen Teil des Artgenossen verspeist hatten. Immer wieder schauten die Löwen nach neuer Beute, wechselten die Position, knauften sich liebevoll ins Fell. Wir beobachteten die faszinierende Szenerie.


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In Halali nahmen wir uns vegetarisches Take Away (was für ein Fraß) ans Wasserloch mit, wo wir soooooo einen tollen Abend vor 3 Jahren verbracht hatten - das roch nach einem Revival.
Und wie beim letzten Mal kamen pünktlich zum Sonnenuntergang die Fantis einmarschiert - ein Traum! So lautlos wie sie gekommen waren, verschwanden sie dann auch wieder.

Zu dieser Zeit herrschte in Halali eine Mäuseplage, die auch vor dem Beobachtungsdeck keinen Halt machte. Da diese keinen Abstand hielten und sich vom Essen noch mehr angelockt fühlten, drängte mich Greg hektisch zum schnelleren Essen, bis ich ihm entnervt das Essen gab, da er mich nervöser wie die herumsausenden Mäuse machte und ich in diesem Moment eigentlich lieber die ankommende Nashornmama mit ihrem Kind beobachtete.
Es nutzte letztendlich nichts, das Essen loszuwerden.. Die Mäuse huschten umher und minderten schon das Sichtungserlebnis, da man sich auch nicht annagen lassen wollte. Es gipfelte darin, dass unsere Sitznachbarn (Franzosen) etwas aus Glasflaschen tranken und die Kronkorken achtlos neben sich liegen ließen. Alsbald schnappten sich die Mäuse die Kronkorken und klopften immer wieder mit vollem Elan und Freude gegen den Boden. Ihnen gefiel wohl das Geräusch...schon skurril...das einzige Geräusch mitten in der Nacht. Den Franzosen war es auch etwas peinlich. Aber Versuche, die Kronkorken wieder an sich zu nehmen, schlugen fehl.

Da Greg bei den Umständen kein Stativ aufbauen wollte, nur ein paar schlechte Handy Beweisfotos.

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Später kam noch ein weiteres Nashorn und auch Schakale. Wir waren aber auch müde, von den Mäusen etwas genervt und gingen dann lieber schlafen. Aber wir waren sehr zufrieden mit dem Tag – immerhin 4 Nashörner und 3 Löwen.

Das Moskitonetz spannten wir auf und hofften, dass keine Mäuse im Zimmer waren und schlummerten bald darauf schon ein.
Teil 1630. Juni 2022
27.09.2021 Emanya@Etosha: Der letzte Tag im Etosha 243 km
Wir waren überrascht, dass uns morgens ein Buffet zur Verfügung stand, denn auch hier war ungewöhnlich wenig los. Wir gönnten uns Eierspeisen und machten uns bald auf den Weg.

Fazit Halali:
Wir hatten dieses Mal ein günstigeres Doppelzimmer ohne Grillstelle, was auch völlig okay war, wenn man diese sowieso nicht nutzt. Leider kam beim Duschen nur ein Rinnsall raus und beim Haare waschen ist das sehr zeitraubend und nervig. Die Lage zwischen Okaukuejo und Namutoni ist für mich das Alleinstellungsmerkmal und alternativlos. So hat man einfach entspannt viel Zeit an den Wasserlöchern. Die Nachtsichtungen sind dort super und würde ich nicht missen wollen, so dass ich trotz der Mäuseplage am Beobachtungsdeck wieder dort einchecken würde. Wahrscheinlich sind die Mäuse ja auch schon wieder weg;-).

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Um 8:15 Uhr verliessen wir Halali, und direkt vor den Toren begegneten uns diese 3 gewichtigen Genossen und wir freuten uns sehr über das Sichtungsglück.

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Wir fuhren als erstes nach Rietfontein, und dort bewachte immer noch ein Löwe den Nashornriss, aber er schien sehr träge und so fuhren wir weiter. Die Fahrt entlang der Etosha Pfanne gefiel uns erneut. Auch ein Toilettenstop erstaunte uns, da es gar keine Zäune gab und auch hier Springböcke umhersprangen. Heute sichteten wir eher Einzelgänger-Elefanten, aber dafür wirklich sehr grosse Herden an Gnus, Zebras und Springböcke. Seltsamerweise war Tsumcor völlig verlassen und erneut sahen wir beim Etosha Besuch keine Leos und Geparden.

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Schade. Auch heute sahen wir immer wieder Brände und fuhren auch direkt an einem Brandherd vorbei. Kurz bevor wir den Park verliessen, sahen wir als kleines Trostpflaster noch eine Elefantenmutter mit ihrem Kleinen. Gegen 17:30 verliessen wir den Park und sahen auf der Asphaltstrasse noch ein paar Warzenschweine. An diesem Tag haben wir 57 Giraffen, 3 Nashörner und einen Löwen gesehen.

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Wir checkten in der Emanya, wie auf der letzten Reise, ein. Wir wurden wieder sehr freundlich mit einem Begrüssungsdrink empfangen und uns wurde Fieber gemessen.

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Wir fühlten uns sogleich wohl und auch irgendwie heimisch. Wir machten uns frisch, nahmen unsere erste Malaria Prophylaxe Tablette ein, tranken einen Rock Shandy und verspeisten ein super leckeres Menü. Die Belegschaft hat dieses Mal nicht gesungen, aber es waren auch nur 3 Zimmer belegt.

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Am Wasserloch war im Gegensatz zu letztem Mal sehr viel los - einige Warzenschweine, sehr viele Eilande, aber auch Kudus, die an einem Salzblock schleckten.

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Voller Vorfreude auf den Caprivi flogen wir ins Bett. Jetzt ist die Wiederholung der ersten Tour vorbei und starten in ein neues aufregendes Kapitel.

Danke an die Dankedrücker und hoffe ihr habt ein wenig Freude an meinem Bericht.
Teil 1710. Juli 2022
Nach einer kurzen Slowenien Tour gehts endlich weiter...

28.09.2022 Mobola Lodge 609 km: Endlich - nach langer Fahrt endlich im Caprivi
Voller Vorfreude hüpften wir aus den Betten und schauten bei den Kudus am Wasserloch vorbei. Ich kam mit einer Windhoekerin ins Gespräch, die mir mitteilte, dass ich unbesorgt sein solle und der Etosha sich nach dem ersten Regen bereits wieder erhole. Die Natur braucht auch die Brände und die Tiere wären nicht in Gefahr. Sie war ganz entzückt, als sie hörte, dass wir in den Caprivi reisen würden. Wir müssten uns keine Sorgen über Malaria und Stechmücken machen, da diese zur Trockenzeit sehr selten seien. Im Januar sei sie dort gewesen und ihre Arme waren schwarz vor Mücken und das wäre wirklich schrecklich gewesen. Sie beneide uns um unsere Weiterreise. Gut gelaunt nahmen wir das leckere Frühstück zu uns und fuhren gegen 09:15 Uhr los.

Fazit Emanya@Etosha:
Ich finde, dass hier das Preis- Leistungsverhältnis stimmt. Es ist nahe zum Gate, sauber und schick. Es ist eine günstigere Alternative zu den Lodges in der Umgebung. Man ist ja eh die ganze Zeit im Etosha und daher hätten wir gar nichts von den doch so hochgelobten Lodges gehabt. Die Mitarbeiter sind freundlich und die Mahlzeiten lecker. Mittlerweile gibt es ein wirklich gut "besuchtes" Wasserloch mit Eilandenherden, Kudus und Warzenschweinen

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Wir erwarteten einen langweiligen Asphaltfahrtag, den zweitlängsten unserer Reise. Aber so langweilig sollte dieser dann gar nicht werden.
Nach einer halben Stunde kamen wir in eine Polizeikontrolle, wurden herausgewunken und strengen Blickes gefragt: „ Do you know the namibian law, that you have to turn the lights on during daytime?“ Natürlich kannten wir das und Greg hatte mir noch am Flughafen versichert, dass das an unserem Fahrzeug automatisch angehen würde. Da unterlagen wir wohl einem Irrtum.
Also antwortete Greg: „ Yes of course. I thought, that they turn automatically on“. Also sagte der Polizist streng, dass er ihm das beweisen sollte. Greg tat es wie immer und es leuchtete- nicht. Also wurde kurz probiert, bis das Licht an war und der Polizist zufrieden war.
Der Polizist sagte darauf: „So it will be okay for you, that you have to pay the fine? That costs 250 NAD". Greg bejahte und fragte nach, ob er gleich cash zahlen könnte. Der Polizist verneinte das: "You have to go to the Police Station in Tsumeb, if you have time. Do you know, where it is?“. (Klar, wir kennen jede Polizeistation in Namibia- schliesslich sind wir dort Dauergäste 🤩 ). Greg verneinte, aber wir würden sie schon finden. Daraufhin schaute der Polizist Greg tief in die Augen: „ Ok- I will forgive you. You don t have to pay.“ Wir bedankten uns herzlich und waren erleichtert, an diesem Mammutfahrtag keine weiteren Unterbrechungen zu haben. Glück muss man haben. Und: wie ich ja nun gelesen habe, ereilen dort einigen Touristen eine Strafe. Zum Glück hat weder der Polizist das Geld angenommen, noch haben wir cash bezahlt, denn somit hätten wir uns ja auch strafbar gemacht… Alles gut gegangen.

Weiter gings. Greg überlegte laut, ob wir in Tsumeb oder erst im 58 km entfernten Grootfontein tanken sollten. Aber plötzlich kam noch eine Tankstelle vor Tsumeb und Greg bog dahin ab. Der Tankwart füllte den Tank, ich schlenderte durch den Shop auf der Suche nach Snacks. Als ich herauskam, sah ich wie der linke Vorderreifen inspiziert wurde, Scheibenwasser wurde darauf geschüttet und an einer Stelle bildeten sich kleine Blasen. Wir haben uns im Etosha einen fetten Dorn eingefahren, der mittels eines Bohrers, der einem Korkenzieher ähnelte, entfernt wurde. Dann wurde das entstandene Loch mit einem Stopfen und einer Spezialpaste verschlossen und der Reifen, der schon sichtlich Luft verloren hatte, wieder auf 1,8 Bar aufgepumpt. Die restlichen 3 Reifen wurden auch gleich durchgecheckt. Dieser super Service hat uns gerade mal 80 NAD gekostet - super Sache! Mit diesem etwas abenteuerlich geflickten Reifen sollten wir noch weitere 3.000 km zurücklegen......

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In Grootfontein fuhren wir an lila blühenden Jakarandabäumen, Gregs Motorshop und Fickies Bodyworkout (heißt wirklich so) vorbei. Es wurde deutlich grüner. Nach Grootfontein waren auf beiden Seiten der Strassen mit einem Holzzaun abgetrennte Siedlungen. Innerhalb des Zaunes waren kleine Blech- oder runde Strohhütten. Nur zum Teil sah ich public toilet Häuschen. Die Hütten wirkten winzig - da lässt sich nichts unterbringen und ich dachte daran, was ein Europäer alles in seiner Wohnung oder gar Haus stehen hat. Jeder hat bei uns selbstverständlich eine eigene Toilette, eine Dusche, eine Küche, Herd, Kühlschrank, Kleiderschränke, Betten. Der Unterschied wurde mir noch bewusster- wahrscheinlich kann man in den Hütten auch nur auf dem Boden schlafen. Wir waren irgendwie in dem Moment etwas überfordert und still und jeder hing seinen Gedanken nach mit dem Blick nach draußen gerichtet. Ziegen, Ochsen, Kühe querten die Strasse. 2 kleine ca 5jährige Jungs transportierten ohne Erwachsenenbegleitung auf Ochsenkarren reitend direkt neben der Autostrasse Wasserbehälter. Ich fragte mich, was alles Schlimmes passieren könnte, wenn die Ochsen durchgehen würden und auf die Strasse kämen. Während Frauen Stroh oder Wasser auf dem Kopf balancierten, Kleinkinder zum Teil grössere Wasserbehälter wie ihre eigene Körperstatur schleppten, sassen die Männer entspannt und vergnügt im Schatten unter Bäumen und quatschten. Das ist mal Arbeitsteilung. Schulkinder liefen mit Schulkleidung kilometerlang neben der Fahrtstrasse, manche hatten ein Stück Papier gerollt, aber die meisten hatten einfach nichts dabei. Wenn ich an die fetten Schulranzen bei uns denke, wo Bücher, Stifte, Hefte, Ordner oder auch Sportzeug untergebracht werden muss. Aber immerhin und nicht selbstverständlich, dürfen die Kinder zur Schule gehen. Immer wieder winkten uns Kinder zu und wir zurück. Kritisch beäugten wir kleine Brände, die nahe der Strohhüttendörfer loderten und hofften, dass die Dörfer verschon blieben. In weiten Abständen sahen wir kleine Minimärkte und Barbershops, aber keine Bekleidungsgeschäfte. Hier war einfach nichts. Auf der Strasse waren 120 Stundenkilometer erlaubt und uns kam ein Fahrradfahrer auf unserer Fahrspur am Seitenrand entgegen, was wir für den Radler auch nicht wirklich als ungefährlich einstuften.
Es wurde uns bewusst - das Namibia der weißen Grossfarmen hatten wir hinter uns gelassen und wir waren im wahren Afrika angekommen. Hier sind wir weit und breit die einzigen Weissen und hier kamen all die Lodgemitarbeiter her, die wir teils auf unserer ersten Namibiareise kennenlernten.


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Wir brauchten eine Pause. Bei der hochgelobten Gondwana Hakusembe Lodge fragten wir nach, ob wir kurz einkehren durften. Eigentlich sind Tagestouristen nicht erlaubt, aber aufgrund der wenigen Gäste wurde uns der Einlass gewährt. Uns wurde trotz unserem Einspruch sogar ein Begrüssungsdrink gereicht. Die Hakusembe mit der grossen Terasse mit Blick auf den Fluss und dem Kaltgetränk tat unserer Seele gut.

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Frisch gestärkt ging es durch Rundu und weiter zur Mobola Lodge, die wir mit dem letzten Tageslicht gegen 18:15 Uhr erreichten. Direkt vor der Lodge wohnen die Einheimischen in ihren ärmlichen Verhältnissen und mit dem Betreten der Lodge landet man in einer anderen Welt und wurden von Alex begrüsst. Wir wurden mittels eines Papiers, das wir unterzeichnen sollten auf die Gefahren hingewiesen: „Auf dem Fluss, sowie auch an Land kann es zu Begegnungen mit wild lebenden Tieren wie Hippos, Schlangen und Krokodilen kommen. Bootsfahrten, Inselspaziergänge, das Baden im Pool sowie alle anderen Aktivitäten auf der Lodge und auf dem Fluss finden auf eigene Gefahr statt.“

Wir kauften im Lodge eigenen kleinen Shop noch eine Grillwurst und Gemüse, die wir später in der Pfanne zubereiteten. Wir wackelten über die Hängebrücke zur Inselbar und gönnten uns nach diesem langen Fahrtag und den vielen neuen Eindrücken einen Cidre.
Wir trafen noch Jawa aus dem Forum mit Mann, Tochter und Schwiegersohn auf der benachbarten Hausveranda und plauderten über die Reiseerlebnisse bzw. die bevorstehende Tour. So war es noch ein schöner Abschluss des Tages.


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Teil 1806. Aug. 2022
Puh sorry.... nach einer kleinen Pause gehts endlich weiter,,, Heute habe ich schon fleissig weiter geschrieben.

29.09.2021 Mobola Lodge, 163km : Unsere ersten Happy Hippos


Heute Morgen genoß ich den Sonnenaufgang an der Inselbar. Ich liebe einfach diese entspannte Ruhe und das Licht am Morgen. Danach brachten uns zwei Damen auf unsere Terrasse das reichliche und leckere Frühstück. Ein Vogel, ein richtiger Frechdachs, wollte auch unbedingt mitspeisen und lauerte, aber das konnte der sich abschminken;-)

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Danach fuhren wir in den 45 Km entfernte Mahango Core Area im Bwabwata Nationalpark. Der Park ist sehr klein und hat eine Größe von nur 245 km² , Hier kann man einige Tieren wie Elefanten, Büffel, Rietböcke, Letschwe, Zebras, Giraffen, Krokodile und Flusspferde, aber wohl auch Leiparden, Hyänen und Löwen antreffen.
Meine Erwartungshaltung war aufgrund der Forumsberichte sehr hoch. Ich hatte einen kleinen Etosha mit tollen Sichtungen erwartet und war dementsprechend aufgeregt. Nach Bezahlen des Einrittgeldes erkundeten wir erstmal die 15 km lange Tour entlang der Riverside zu einem umgestürzten Baobab. Wir entdeckten gleich zu Beginn 4 Giraffen, die wir später wiedersahen. Der Weg war gut zu fahren. Manchmal etwas eng, aber es war eh nur eine Handvoll Autos unterwegs. Wir sahen vielversprechende Elefantenhaufen, aber nicht deren Verursacher. Auch fanden wir keine Katzen, stattdessen Kudus, Zebras, Steinböcke, Affen und Warzenschweine. Wir fuhren eine 10 km One-way Tour zu einem Wasserloch, trafen dort aber keine Tiere an. Alles in allem waren wir etwas enttäuscht, auch wenn die Landschaft wirklich schön war.

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Wir kehrten für einen Malawi Shandy und ein Eis in der Ndhovu Lodge ein, da ich bei der Buchung zwischen der Ndhovu und der Mobola hin und hergerissen war und einen Vergleich haben wollte. Die Lage gegenüber der Buffalo Core ist super - wir sahen auch von der Terrasse Hippos im Wasser, und der Eigentümer aus Mannheim war absolut gastfreundlich, kommunikativ und recht nett. Unaufgefordert wurden uns netterweise die Zelte gezeigt und gerade die Villa ist ein Traum. Wir fühlten uns dort sehr wohl und würden dort sofort das nächste Mal einbuchen.Dieses Mal musste ich mich mit den handgemalten afrikanischen Tellern als Souvenir begnügen. Diesen Tip hatte ich netterweise im Forum gelesen. Noch trauen wir uns daheim an die heiligen Teller nicht ran und schonen sie noch etwas.

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Teil 1908. Aug. 2022
der selbe Tag ,,, nachmittags:

Wir fuhren zurück zur Mobola Lodge und waren pünktlich zur vorgebuchten Inselwanderung mit Bootsfahrt und Sundowner am verabredeten Treffpunkt, aber vom Guide fehlte jede Spur. Wir ließen ein paar Minuten verstreichen, Greg lief suchend über die Anlage, fand irgendwann den Sohn des Eigentümers, der den Guide anrief.
Dieser hatte uns schlichtweg vergessen, kam somit eine halbe Stunde verspätet an und schob seine kranke Frau vor. Ggrrrr.. Ich hatte mich schon sehr auf die Tour gefreut und ärgerte mich auch etwas darüber, Greg ist da deutlich entspannter. Irgendwann las ich auch mal, dass das auch bei anderen Gästen passiert ist und finde das unprofessionell. Zudem ich auch finde, dass der Sohn sich vorab hätte vergewissern müssen, dass der Guide auch wirklich an Ort und Stelle ist.

Nun denn, die Tour startete, und wir beobachteten auf dem Weg Fischer und badende vergnügte Kinder, bis wir schliesslich an der kleinen Insel anlegten. Uns wurde Flora und Fauna erklärt, dass aus bestimmten Baumrinden Boote gemacht werden, welche Früchte auf welchen Bäumen wachsen und wie diese weiterverarbeitet werden. Eine Frucht wurde uns auch angeboten. Aus manchen Sträuchern wurde Puder gemacht, ein Ersatztee gewonnen oder man konnte aus abgekochten Blättern Wunden heilen.

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Wir schipperten weiter und sahen zu meinem Erstaunen sogar 2 Hippos, die ich in diesen flachen Gewässern hier gar nicht vermutete. Am Ende war ich durch den Cidre und einem schönen Sonnenuntergang auch wieder etwas milder gestimmt. Gegen Ende der Tour gab der Guide Gas und wir nahmen flußaufwärts jede Welle mit - das war ein Spaß 😉.

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Heute wollten wir Zebra und Kartoffeln grillen, aber leider war das mit dem Holz nicht so einfach, so dass wir alles in der Pfanne bzw Topf zubereiteten. In der Nacht hörten wir erstaunlicherweise zwei Donnerschläge, aber der Regen blieb aus.


30.09.2021 Camp Kwando: Eine ungewollte Attacke und ein Magic Moment, 264 km
Heute früh habe ich tatsächlich den Sonnenaufgang sausen lassen, bin erst gegen 7 Uhr über die Hängebrücke auf die Insel gewackelt und habe die morgendliche Ruhe genossen. Außer uns hat diese Nacht nur ein weiteres Paar genächtigt, das wir aber nur von weiten sahen.

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Unsere 2 Frühstücksladies freuten sich riesig, als wir ihnen einige Kleidungsstücke wie Schuhe, Jeans, Hemden und Shorts übergaben.. sie strahlten richtig.

Wir packten alles zusammen. Greg säuberte noch etwas das Auto, während ich die Rechnung bezahlte. Bei der Ausfahrt aus dem Gelände öffnete ich das Lodgegate, denn ich wollte vom Eingang noch ein Foto schießen. Da verspürte ich plötzlich einen stechenden Schmerz am kleinen Finger, darauf abrupt im Oberarm links, dann am rechten Oberarm, dann am Hals.. Mein Gehirn brauchte etwas bis ich es verstand - ich wurde von einem Schwarm Bienen attackiert... ich wurde panisch, flüchtete schreiend ins Auto, eine Biene kam mit... ich schrie panisch weiter... Greg raffte es am Anfang gar nicht und schaffte es, die Biene rauszubekommen... oh je ein Stich am Hals... Ich hatte Panik vor einem allergischen Schock, da ich sehr stark auf Stiche reagiere und dann waren es gleich 4. Wir fuhren schnell zur Rezeption. Justina rannte sofort los, holte ein Notfallset... Greg erhielt Anweisung, in meinem Koffer das Ceterizin zu suchen - ich nahm sofort 2 Tabletten, schluckte schnell noch eine Calciumtablette hinterher. Ich befahl Greg, schnell das Notfallkit rauszuholen, damit man gegebenenfalls reagieren, und er mir eine Allergie- Spritze reinrammen kann. Justina entfernte die Stachel, schröpfte zunächst den rechten Oberarm - das Teil benutzt man auch für Schlangen- und Skorpionstiche... Greg arbeitete mit dem Stichheiler, gleichzeitig kühlten wir mit einer kalten Flasche und Eis alle 4 Stiche... Da mein Hals bedenklich anschwoll, schröpften sie ihn auch und Justina schaute etwas besorgt. So eine Attacke war vorher noch nie da ! Ich bin Justina immer noch für das umsichtige Verhalten von ihr und auch von einer anderen Angestellten sehr dankbar. Sie taten echt ihr Bestes und irgendwann konnte ich auch wieder etwas über die Situation lachen, wie alle in Action herumhantierten. Ich vermutete, dass nach der Zeit auch kein allergischer Schock mehr kommt, aber zur Sicherheit verstauten wir alle Medikamente im Handschuhfach. Aber glücklicherweise kam nichts nach.

Justina wollte mir freundlicherweise eine erneute Bienenattacke ersparen, öffnete und verschloss das Gatetor - von Bienen fehlte jegliche Spur...

Fazit: Die Anlage selbst ist wirklich unangefochten ein kleines Paradies. Alles gepflegt. Blumen, eine wackelige Hängebrücke zur Inselbar, ein kleiner Wasserfall. Alles sehr schön. Aber es gibt kein Wlan, keine Klimaanlage und kein Dinner.Die Angestellten waren wirklich sehr nett - allen voran Justina. Das Frühstück war super, auch der kleine Laden ist für Selbstversorger sehr hilfreich und die Bungalows sind perfekt ausgestattet. Aber trotzdem waren wir froh, weiterzufahren. Es waren einfach Kleinigkeitem , die sich aber aufsummierten und das richtige Interesse an Gästen vermissen ließen. Wir haben da einfach gravierende Unterschiede zu anderen Lodges gehabt, bsp. Omandumba oder auch Voigtland, die eben auch familiengeführt sind.
Wir würden das nächste Mal wirklich die längere Strecke auf uns nehmen, um gleich zur Ndhovu zu düsen.

Jetzt aber trotzdem noch ein paar Impressionen zur Lodge:


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Die gute Seele der Lodge: Justina
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Teil 2009. Aug. 2022
30.09.2021 Camp Kwando- es geht weiter

Zurück auf der Strasse fiel uns extrem auf, welch kilometerlange Strecken die Kinder zur Schule laufen müssen. Bei einem kurzen Tankstop in Divundu deckten wir uns wieder mit kleinen leckeren Simba Chipstüten und mit dem Twist Getränk ein. An einer Polizeikontrolle wurden wir freundlicherweise dieses Mal vorbei gewunken und fuhren durch die Buffalo Core Area wie immer schnurstracks auf Asphalt. Immer wieder sahen wir schwarz verbrannte Weidestücke. Die weitere Ausbreitung des Feuers schien durch die Teerstrasse gestoppt worden zu sein. Es ging an sehr wenigen Siedlungen vorbei, aber trotz entsprechender Warnschilder begegneten uns weder Elefanten noch Hyänen.

Nach ca. 264 km waren wir gegen 14 Uhr im Camp Kwando..... Wir stiegen aus und von der ersten Minute an fanden wir es einfach sooooooooooooo traumhaft hier...
Uns halfen eine Frau und ein Mann mit dem Gepäck, wobei die Frau meinen grossen Koffer auf dem Kopf balancierte - so richtig gut fand ich das nicht, denn der Koffer war echt so schwer, dass es mir einfach leid tat.

Unser Chalet am Wasser bot von der Terrasse einen traumhaften Blick auf den Fluss und das gegenüberliegende Botswana und abends sollte man evtl. sogar Elefanten und Hippos entdecken können. Auch der Innenraum gefiel uns sehr und in der Nacht lüftete es im Zelt wirklich gut durch. Greg und ich diskutierten die weiteren Aktivitäten. Die Lodge verführte Greg zum lodgen und nichts tun. Ich überzeugte Greg, wenigstens die Sundowner Bootstour zu buchen.

Wir tranken Kaffee und genossen die Sicht auf das Wasser. Auch hier schlug Corona zu - nur 3 Deutsche und 3 Franzosen hatten eingecheckt. Von Netti sollte ich an 2 Angestellte Grüsse ausrichten, die aber coronabedingt gekündigt waren.

Hier einfach mal ein paar Eindrücke:

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Die Franzosen gingen mit uns auf die Bootstour, Alfred war unser Guide. Die Landschaft und das Licht waren herrlich, die Luft und der Fahrtwind sehr angenehm... wir sahen viele Vögel, unter anderem Bee-eaters, Kormorane, ein Hippo, vereinzelte Büffel...

Ich bin immer noch schlecht in der Vogelbestimmung... aber wers weiss- gerne;-)
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Dann folgte unerwarteterweise einer der Magic Moments des Urlaubs: Die Erde vibrierte, ein lautes Geräusch und hunderte rennende Büffel wirbelten gewaltigen Staub auf.. krass... Alfred deutete auch noch auf Elefanten, die aber auch sofort ehrfürchtig vor dem Getrampel flüchteten.. und wir standen wie gebannt sprachlos da und schauen dem Spektakel zu... Schlichtweg megageflasht und selig, so etwas erleben zu dürfen. Das werden wir nie vergessen. Zudem waren es die allerersten Büffel, die wir in der freien Natur sahen.

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Irgendwann rießen wir uns los, entdeckten einen Waran auf einem Baumstamm und zwei Krokodile.

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Glücklich schipperten wir weiter, bis uns 30 Hippoaugen argwöhnisch aus dem Wasser taxierten, darunter ein recht massiver Bulle und ein rosafarbenes Baby, das in der Mitte von der Herde geschützt wurde. Sie tauchten immer wieder ab, gähnten, zeigten uns ihre Zähne und ließen uns nicht aus den Augen - was für eine Tierwelt!

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An Bord tranken wir einen Cidre und kamen mit den Parisern ins Gespräch. Der Mann erzählte uns, dass er Karlsruhe noch aus der Bundesliga kennt. (ja, das waren Zeiten). Sein Lieblingsclub sei Dortmund, da die gelbe Wand einfach der Hammer und unvergleichlich sei. Ich erzählte ihm von unserem Olympique Marseille Fussballerlebnis.. Alles war sehr nett und gechillt. Ein toller Sonnenuntergang krönte die Bootsfahrt. Wir bedauerten richtig, als die Fahrt vorbei war. Alfred war wirklich top und wir waren einfach nur megahappy. Es war eindeutig unsere schönste Bootsfahrt der Reise.

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An Land nahmen wir gleich ein megaleckeres 3 Gänge Menü am liebevoll gedeckten Tisch ein. Es wurde ein leckeres warmes Brötchen mit Butter als amuse gueule gereicht, darauf folgten gefüllte Teigtaschen mit Butternutkürbis, Kudu mit Kartoffeln und Bohnen im Speckmantel, und zum Abschluss Vanilleeis mit warm gebratener Birne. Alles sehr sehr lecker.

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Wir sagten dem Manager, der sich nach unserem Wohlbefinden erkundigte, dass das Essen wirklich awesome war... Ich blickte auf die insgesamt 3 belegten Tische und sagte:“unfortunately you don't have many guests because of covid.“ Er antwortete lächelnd: „No fortunately you are here. That makes us sooo happy". Er sagte, dass sie einiges an gutem Personal kündigen mussten, aber sie wieder sofort anstellen, wenn die Buchungssituation besser wird. Und im nächsten Jahr würden die Buchungen gar nicht so schlecht aussehen.

Auch mit unserer Kellnerin kamen wir sehr nett ins Gespräch.

Es war so idyllisch, und wir liebten diesen Ort. An unserem Chalet lauschten wir selbst im Bett dem ewig lauten Gequacke der Glockenfrösche... Was ein toller Sound.. neben unserem Zelt schien ein Hippo zu grasen... man hörte laute Kaugeräusche und ich traute mich echt nicht, das zu überprüfen. Ab und zu hörte ich auch, wie das Wasser platscht... ich freute mich auf diese wundervolle Nacht und den Morgen... Trotz Bienenattacke war es so ein toller Tag!

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