Da ich nicht gerade zu den geborenen "Schreibern" gehöre, habe ich mich ein wenig schwergetan mit der Entscheidung, unseren Reisebericht hier einzubringen. Da wir hier im Forum aber so viele hilfreiche Tipps und Infos für unsere Ersttäter-Reise erhalten haben, können wir vielleicht auf diesem Wege so wieder etwas zurückgeben. Möglicherweise hilft unser Bericht ja dem Einen oder Anderen der zukünftigen "Ersttätern". Ich werde versuchen, mich aufs Wesentliche zu konzentrieren, möglichst mit vielen Infos...und entschuldige mich schon jetzt für mögliche Schreibfehler. Wer diesen Bericht ohne Kommentare von anderen Foren-Teilnehmern lesen möchte, der klickt oben im Titel auf das Sonnen-Symbol.
Euch Allen nochmal vielen Dank für die hilfreichen und erhellenden Beiträge hier im Forum! Ihr habt unsere Reise wesentlich mitbestimmt und uns so eine tolle erste Namibia-Reise beschert. Danke!
Ursprünglich hatten wir nur eine gut 3-wöchige Reise geplant. Wegen diversen Wirrungen weil zuerst Lufthansa, dann EW-Discover und Zubringer Flugplan-Änderungen (Zubringerflug Teneriffa nach FRA) wurden dann 4 Wochen daraus.
Zeitraum: Hinflug: 4.April, Rückflug 1.Mai 2022
Mietwagen: Toyota Hilux 2.4ltr Dbl.Cab von Safari Car Rental (ausgestattet mit: Diesel-Doppeltank(ca 150ltr), 2x Reserverad, Luftkompressor, Werkzeug-Set, 50ltr Wassertank)
Fotos: Wir sind ganz normale 08/15 Urlauber, also keine passionierten Hobbyfotografen. Bitte nicht zuviel erwarten, die Bilder haben wir mit einer einfachen Bridgekamera und mit der Handykamera geknipst. Ohne Nachbearbeitung.
Tagesbudget (ohne Flug): Insgesamt hatten wir einen Tagesverbrauch von rund sFr. 400.- (ca. 370.- Euro), dies beinhaltet alle Kosten, inkl. Mietwagen, Diesel, Lodges, Essen, Trinken, Eintritte, Tips und auch einigen, kleinen Souvenirs, (also alles, für 2 Pers.). Flugkosten sind in dieser Rechnung nicht einbezogen.
Reiseverlauf: 1N. Voigtland Gästefarm, Flughafennähe 3N. Kalahari Anib Lodge, Nähe Mariental 2N. Canyon Roadhouse Lodge, Fish River Canyon 2N. Eagles Nest Cottages, Klein-Aus, von hier Ausflug nach Kolmannskuppe & Lüderitz 1N. Duwisib Gästefarm 2N. Sossusvlei Lodge 3N. Cornerstone Guesthouse, Swakopmund, von hier "Small 5 Tour" & Welwitschia Drive 2N. Hohenstein Lodge, Erongo, von hier Ausflug zur Philips Cave & Elephant Head 1N. Ai-Aiba Painting Lodge, nahe Omaruru, Erongo, Besuch Living San Museum 2N. Tashari Lodge, Etosha, nahe Anderssons Gate 1N. Halali Lodge, im Etoshe NP 1N. King Nehale Lodge, Etosha, nahe King Nehale Gate 3N. Frans Indongo Lodge, bei Otijwarongo, Ausflug Crocodile Farm & Cheetah Foundation 1N. Kappsvalley Lodge, nahe Flughafen gefahrene Kilometer: Insgesamt 4700Km
1. Tag, 5. April Ankunft Namibia Wir landen pünktlich um 7.50h in Windhoek. Zoll und Abfertigung speditiv und ohne Probleme. In der Ankunftshalle werden wir vom Autovermieter Safari Car Rental schon erwartet. Bevor wir losfahren wechseln wir an einer der Wechselstuben noch einige 100 Sfr. in Namibia-Dollar (Habe später den Wechselkurs mit dem Wechselkurs unserer Kreditkarten-Abrechnung verglichen.... Fazit: Cash-Wechselkurs rund 15% schlechter als Kreditkartenbelastungen (!), Nächstes mal werden wir nur noch Cash-Bezug am ATM tätigen, keine Wechselstube mehr.)
Der Fahrer von Safari C. R. bringt uns in gut 20 Min. zur Voigtland Gästefarm. Unterwegs, direkt an der Hauptstrasse, sehen wir Paviane, Gnus und eine Warzenschweinfamilie...(!)... als Afrikaneulinge können wir's kaum fassen! Die Voigtland Gästefarm finden wir einfach toll! Bis unser Zimmer bezugsbereit ist, geniessen wir den Welcome-Drink und beobachten die vielen Vögel im schönen Garten. Um 10.30Uhr können wir das schön ausgestattete Zimmer beziehen. Später mache ich eine kleine Tour mit einem der (kostenlosen) Mountainbike in die nähere Umgebung und sehe das erste Mal Giraffen in freier Natur! Nachmittags kommen jeweils 3 Giraffen nahe an die Aussichtsplattform der Farm, da sie hier täglich "Leckerli" erhalten. Giraffen so nahe sehen zu können, lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Ein Erlebnis! In der Abenddämmerung nehmen wir einen Sundowner-Drink zu uns, bevor das leckere Abendessen serviert wird. Unser erster Afrika-Tag liegt hinter uns, es war ein toller Tag!
Fazit Voigtland: Super nette Gastgeber, tolles Essen, schöner Garten mit Pool, schöne Zimmer. Sehr empfehlenswert.
Teil 213. Mai 2022
2. Tag. Mi. 6.April 2022. Von der Voigtland Gästefarm zur Kalahari Anib Lodge bei Mariental
Fahrstrecke ab Voigtland: C23, C15 bis Hoachanas, da auf C21, nach ca 15Km auf D1268, D1268 bis Einmündung C20 von da kurzes Stück bis Kalahari Anib Lodge. Strecke ca. 300Km, wir brauchten 5 1/2 Std inkl Foto-Pausen.
Nach einem tollen Frühstück werden wir um 9.30h von Safari C.R. auf der Farm abgeholt. Nach kurzer Fahrt sind wir im Office der Autovermietung und werden über namibisches Fahrverhalten, Vorsichtsmassnahmen und die Ausstattung des Toyotas Hilux informiert. Unser Toyota ist praktisch neu, hat gerademal 3200Km auf dem Zähler. Wir kriegen auch eine namibische SIM-Karte für unser Mobiltelefon mit auf den Weg, toller Service! Nun gehts los....das erste Mal am Steuer auf afrikanischem Boden! Rechtsgesteuert..! Und es hat so seine Tücken....beim abbiegen "Blinker" raus (war Anfangs natürlich immer der Scheibenwischer 🙂 ) dann vollste Konzentration, damit man nach der Kreuzung auch auf der richtigen Strassenseite landet... Auf den Schotterpisten trauten wir uns anfangs nicht schneller als 60 bis 70 km/h zu fahren, daher auch die relativ lange Fahrzeit bis zur Kalahari Lodge.... Wir geniessen die Fahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft, die Dank dem Regen im März, schön grün ist. Es war eine gute Entscheidung, statt der schnelleren Route über die B1, "hintenrum" über die Schotterpisten zu fahren. Die Kalahari Anib Lodge gehört zur Gondwana Gruppe und ist relativ gross, aber zu diesem Zeitpunkt nur ca. zu 1/3 belegt. Wir werden mit einem Welcome Drink begrüsst. Nach Bezug des Bungalows, der eine schöne Aussicht auf ein kleines Wasserloch bietet, geniessen wir zum Apero einen feinen südafr. Weisswein. Später dann leckeres Abendessen, welches hier in Form eines Buffets dargeboten wird. Wir sind überrascht über das reichhaltige Angebot und über die leckere Zubereitung der Speisen. Allerdings werden hierfür auch 470NAD/p.Person berechnet, was wir als relativ viel empfinden. Weinpreise im normalen Level.
3.Tag. Do. 7.April 2022 Kalahari Anib Lodge: Sehr reichhaltiges Frühstückbüffet. Vormittags gehen wir etwas wandern, die Lodge hat einige ausgeschilderte Wanderwege durch die Kalahari. Wir sehen aus der Ferne Springböcke und Oryx-Antilopen. Bevor es dann um 16.00h für 3Std zu unserem ersten "Game-drive-Erlebniss" geht, relaxen wir noch etwas am Pool. Der Guide, der mit uns auf dem Game-drive kommt, erklärt sehr viel und zeigt uns Dinge, die wir wohl ohne ihn nicht gesehen hätten. Wir sehen Jede Menge Zebras, ein Schakal, Giraffen, Gnus und Antilopen....wir sind überwältigt..., und staunen wie nahe man an die Tiere rankommt! Zum Sonnenuntergang gehts dann zum Sundowner rauf auf eine kleine, rote Kalaharidüne. Wir geniessen das Naturspektakel bei einem leckeren Drink. Um 19.00h sind wir rechtzeitig zum Abendessen wieder in der Lodge und lassen den Tag mit leckerem Essen und einer Flasche Stellenbosch Pinotage ausklingen.
4.Tag. Fr. 8.April 2022 Kalahari Anib Lodge Wir verbringen den Tag mit einem kurzen Ausflug nach Mariental und später mit einen 2 1/2 stündigen "Fat-Bike" Ausflug in die Kalahari. Eigentlich waren hier ursprünglich nur 2 Nächte eingeplant, doch wegen den Flugplanänderungen und dem daraus resultierenden längerem Namibia-Urlaub, haben wir hier noch eine Nacht angehängt.
Fazit Kalahari Anib Lodge: 2 Pools, gute Speisen, Bungalows mit Aussicht auf die Wüste und/oder Wasserloch Wir empfanden es hier als etwas unpersönlich, wohl auch wegen der Grösse der Anlage. Die Preise für das Essen(470p/P) und die Fat-Bike Miete (2Std 300NAD) empfanden wir als sehr stolz. Game-drive 760 NAD p/P. Alles in allem ok, bei Preis-Leistung machen wir ein ?....
Teil 314. Mai 2022
5.Tag. Sa. 9.April 2022. Von Kalahari Anib Lodge (bei Mariental) weiter Richtung Süden, zur Canyon Roadhouse Lodge, nahe des Fish River Canyons.
Fahrstrecke ab Kalahari Anib L. : C20 bis Mariental, B1 bis Keetmanshoop, weiter auf B4, nach ca 30Km links auf D545 (Naute Dam), weiter auf C12 bis Canyon Rdhouse. Strecke ca. 390Km. Asphaltstrassen bis Abzweigung D545, dann alles Schotterpisten. Fahrzeit: inkl. einigen kurzen Stopps ca.5Std.
Nach dem Frühstück begleichen wir unsere Rechnung und schon geht's los Richtung Süden. Gerne wären wir die Fahrstrecke über Stampriet und C15, C17 bis Keetmanshoop gefahren (wurde hier im Forum als sehr schön beschrieben). Als Neulinge trauten wir uns dies nicht zu, da man auf dieser Variante wohl sehr viel länger fährt bis zum Fish River. Also fahren wir heute hauptsächlich auf Asphalt, die Strecke entlang der B1 birgt keine spektakulären Landschaftskulissen. Sie ist, rückblickend gesehen, die langweiligste Etappe unserer gesamten Reise. Unterwegs sehen wir in der Ferne ab und zu Strausse und Springböcke. Sie bringen etwas Abwechslung ins monotone Geradeaus. Wir sind schon weit südlich von Mariental, als uns ein rötlicher Schimmer auf dem Asphalt auffällt. Zuerst denken wir, dass es feine Verwehungen von rotem Kalaharisand ist. Etwas später, als dies immer intensiver wird, drosseln wir unsere Geschwindigkeit und sehen, dass wohl Millionen von kleinen roten Heuschrecken auf der Fahrbahn herumspringen! Beim Anfahren hört man es dann knistern... 😮 ... mit schlechtem Gewissen wegen den vielen überfahrenen Heuschrecken gehts weiter. Einige Kilometer weiter stehen Verkehrstafeln mit der Warnung "Schleudergefahr" am Strassenrand....! Muss man sich mal vorstellen; Schleudergefahr weil die Strasse vor lauter Heuschrecken so glitschig ist! Wir haben so etwas noch nie erlebt. Auf unserer Weiterfahrt hat es während vielen Kilometern immer wieder Strassenabschnitte mit sehr vielen Heuschrecken. Nach Keetmanshoop biegen wir von der B4 in die Schotterpiste D545 ein, nach wenigen Kilometern wird die Piste feucht, dann nass. Hier hat es wohl kürzlich etwas geregnet, die Piste ist etwas schmierig zu fahren und wenig später gibts eine kleine Wasserdurchfahrt, ca 80Meter durch eine Senke, die allerdings ausbetoniert ist, ca 10cm Wasser hat und ohne Probleme zu durchfahren ist. Am Nachmittag Ankunft Canyon Roadhouse Lodge. Wir richten uns ein und erkunden das Lodge-Gelände. Später leckeres a-la-Carte Abendessen im Restaurant, welches mit vielen Oldtimer-Autos dekoriert ist.
6.Tag. So. 10.April 2022. Besuch Fish River Canyon und danach 4WD Wildebeest-Drive. Um 9.00h sitzen wir in unserem Hilux und fahren Richtung Fish River. Die Fahrt ab Lodge dauert ca 30Min.. Wegen dem Sonnenstand und dem daraus resultierendem Schattenwurf, ist es empfehlenswert den Canyon am Vormittag zu besuchen. Nachmittags sollen grosse Teile des Canyons schon im Schatten liegen. Wir sind beeindruckt von der tollen Aussicht. Später werden wir von einer Pavian-Familie beobachtet, die aber alsbald in den Canyon runterklettert und so unseren Blicken entschwindet. Zurück in der Lodge fragen wir nach dem "4WD Wildebeest-Drive". Der soll bei der Roadhouse Lodge beginnen und rund 30Km durch leicht zu fahrendes Gelände zur Canyon-Lodge führen. Anfangs weiss niemand so richtig Bescheid, erst nach nochmaligem Nachfragen weiss ein Angestellter um was es geht,..er meint dass der Name nun geändert habe, also nicht mehr "Wildebeest-Drive" heisst. Wir zahlen 300NAD Gebühr und kriegen eine "Karte" wo die Strecke aufgezeichnet ist, es handelt sich hierbei um ein A4 Papier mit einer seeehr schlechten Aufzeichnung der Strecke. Es zeigt sich aber, dass man diese gar nicht braucht, da die Strecke gut gekennzeichnet ist. Für uns ein tolles Erlebniss, auf einem 4WDTrack ganz alleine durch die Pampa zu fahren. Überhaupt nicht schwierig, ist also von jedem Laien (so wie wir) zu befahren. Während knapp 4 Std. erleben wir abwechslungsreiche Landschaften und viele Tiersichtungen. Können wir wirklich empfehlen, wenn jemand 3 bis 4 Std übrig hat. Der Track endet bei der Canyon Lodge, die auch (wie das CanyonRoadhouse) zu Gondwana gehört. Auf der schönen Terrasse der Lodge trinken wir das erste Mal ein Rock-Shandy, mmh ein sehr erfrischendes Getränk! Während wir so sitzen und geniessen sehen wir, nur 6 bis 7 Meter entfernt, unseren ersten Klippschliefer, ...dann noch einer! Auf dem Rückweg sehen wir, praktisch an der Strasse, einen afrikanischen Kampfadler auf einem Bäumchen sitzen! Noch nie haben wir einen so grossen Raubvogel gesehen! Es scheint, dass er etwas gefangen, also in den Fängen hat und darum nicht wegfliegt. Was für ein Glück wir doch haben. Abends lassen wir den Tag gemütlich ausklingen, ein wunderschöner Tag geht zu Ende.
Teil 414. Mai 2022
...Fortsetzung:
Teil 514. Mai 2022
...Fortsetzung: kleiner Nachtrag mit zusätzlichen Bildern zum 4WD-Track....
der eine Klippschliefer, den wir sehen, hätte wohl mal ne Zahnkorrektur nötig.. 🙁 ...
Fazit Canyon Roadhouse Lodge: Das spezielle Outfit mit den vielen Oldtimern und "afrikanisiertem American-Style" ist wahrscheinlich nicht Jedermanns Sache., vielleicht wurde die Lodge, wegen dem Fish River Canyon, dem kleineren Bruder des Grand Canyon's (USA), so gestaltet..(?) Das Preis-Leistungsverhältniss fanden wir ok, Restaurantpreise haben wir als fair empfunden, Pool ist schön gelegen. WiFi auch auf dem Zimmer. Hauseigene Tankstelle.
Teil 614. Mai 2022
Teil 716. Mai 2022
7.Tag, Mo.11.April 2022
Fahrstrecke: von der Roadhouse Lodge weiter Richtung Süden. Zuerst D324, C10, D316, C37, C13 bis nach Klein-Aus zu den Eagle Nest Cottages.
Heute möchten wir, die von Forum-Mitgliedern wärmstens empfohlene Strecke entlang dem südafr. Grenzfluss Oranje fahren. Also "untenrum" auf Piste, statt zurück auf die B4 und so "obenrum" nach Klein-Aus zu fahren. Allerdings wissen wir, dass die Strecke entlang dem Oranje, wegen Hochwasserschäden, vor zwei Wochen noch gesperrt war. Wir hatten Gestern in der Lodge erfolglos versucht, aktuellere Infos zu bekommen. Hier im Forum erhielten wir dann den Tipp: "Einfach probieren, irgendwie gehts immer" (nochmal danke dafür, HeiVie ! 🙂 ) Nun, diese etwas unsichere Ausgangs-Situation sorgt bei uns beim Frühstück für einigen kontroversen Gesprächsstoff.. 🙂 ...nach einigem Hin- und Her, beschliessen wir aber, es zu wagen...no risk..no fun, sagt man. Sehr schöne Schotterpisten, beeindruckende Landschaften und einige (wenige) Tiersichtungen belohnen unsere Entscheidung...unterwegs wäre ich noch gerne auf den Gamchab-4WDTrail abgebogen (welcher von der C37 beim Schild "welcome to Aussenkehr" abgeht), doch wegen der Unsicherheit ob wir die möglicherweise "gesperrte" C13 fahren können oder nicht, haben wir darauf verzichtet. Von der C37 her kommend, treffen wir auf die Kreuzung zur C13...und wir sind erleichtert als kein "Road closed" Schild zu sehen ist. Also, los gehts, alle Bedenken waren umsonst.....bis dann die Strasse nach einem Kilometer tatsächlich gesperrt ist! Wir stehen also etwas sprachlos vor den Schildern und denken an "HeiVie".... sehen aber auch Reifenspuren, welche um die Absperrung herum führen. Also fassen wir uns ein Herz und fahren ebenfalls um die Schilder herum. Auf den folgenden gut 80 Km auf "gesperrtem Terrain" ist die Piste mehrheitlich gut befahrbar, zwar hat's einige engere Stellen und gerademal 2 kleine Baustellen, wo uns Bauarbeiter aber freundlich begrüssen(!). Bei einer Baustellenpassage ist dann auch Bodenfreiheit und 4WD angesagt, ansonsten kein Problem. Die Strecke entlang dem Oranje ist schön und abwechslungsreich. Nach fast 7Std und ca.390Km treffen wir im Eagles Nest in Aus ein. Fahren da zur Reception und staunen nicht schlecht, als uns mitgeteilt wird, dass sich unser Eagle View Chalet 7Km von Reception/Restaurant entfernt befindet....dachten zuerst an einen Scherz.. 🙂 Neugierig fahren wir zum Chalet und sind überwältigt von der schönen Lage desselben. Einsamkeit & Aussicht Total! Auch vom originellen, sehr grosszügigen Bungalow, der teilweise in den Fels gebaut ist, sind wir begeistert. Später dann, gehts die 7Km wieder zurück zum Restaurant fürs Abendessen und für den Wifi-Empfang.....und danach die 7Km wieder zurück und sinken dann alsbald 8Std in gesunden Tiefschlaf..
viele Paviane entlang dem Oranje gesehen
Teil 816. Mai 2022
...Fortsetzung;
Aussicht von der Terrasse ...und auch vom Bett:
Teil 918. Mai 2022
8. Tag. Di. 12.April 2022
Obwohl wir schon früh wach sind, nehmen wir es gemütlich. Lassen die schöne Morgenstimmung noch etwas auf uns wirken und geniessen die Aussicht vom Chalet aus. Wir sehen einige Wüstenpferde friedlich in der Steppe weiden, nur etwa 80m vom Chalet entfernt. Einiges weiter entfernt, laufen sechs Strausse um die Wette, alle hintereinander in einer Reihe. Auch einige Oryx sehen wir in der Ferne.
Heute planen wir einen Ausflug zur "Geisterstadt" Kolmannskuppe in Verbindung mit dem Küstenort Lüderitz. Also fahren wir die 7Km zum Restaurant, um ausgiebig zu frühstücken. Danach gehts direkt weiter nach Kolmannskuppe. Wir treffen rechtzeitig vor der Führung da ein, sie beginnt um 11.00h und wird in deutsch & englisch durchgeführt. Die Führung lohnt sich und man sollte unbedingt daran teilnehmen. Wir kommen aus dem Staunen und Lachen nicht mehr heraus, witzige und erstaunliche Geschichten wechseln sich ab. Der Ort und die die Geschichte dahinter ist faszinierend. Um 13.00h wird Kolmannskuppe geschlossen, gerne wären wir noch etwas länger geblieben...
Nun sitzen wir wieder in unserem Hilux und fahren Richtung Lüderitz, das Aussen-Thermometer zeigt 30°. Lüderitz liegt nur 10Km von Kolmannskuppe entfernt. Nach gut 5Km fällt uns auf, dass das Thermometer nur noch 25° anzeigt. Kurz danach zieht etwas Nebel auf und die Temperatur schwindet....in Lüderitz angekommen ist die Anzeige bei gerademal 16° stehen geblieben! Die Küste und der Ort liegt im Nebel, es ist kalt und alles wirkt nicht so einladend auf uns. Bei einem kurzen Spaziergang streifen wir durch den Ort, der mit den deutsch anmutenden Gebäuden schon sehr speziell wirkt. Am Bahnhof sehen wir einen Dieselzug, der schwarz-rauchend Richtung Aus wegfährt. Später fahren wir noch zum Diaz-Point, wo wir Flamingos und Robben sehen. Wir beschliessen, wieder in wärmere Gefielde zu fahren und verlassen Lüderitz in Richtung Klein-Aus. Nach gut 5Km ist es schon wieder fast 30°... Unterwegs sehen wir in der Ferne wieder viele Wildpferde. In Aus angekommen, gönnen wir unserem Hilux etwas Sprit und uns im Bahnhof Hotel/Restaurant, das gleich gegenüber der Tanke liegt, ein überaus leckeres Abendessen mit empfehlenswertem Kuchen zum Dessert. Als wir so da sitzen, sehen wir den gleichen Zug vorbeituckern, der vor 4 Stunden den Bhf. Lüderitz verlassen hat..(!)..der hat glatt 110Km in 4 Stunden geschaft... 🙂 ! Später fahren wir wieder raus in die Pampa, zu unserem Eagle View Chalet. Spielen einige Runden (Jass-) Kartenspiel bevor es dann in die Heija geht.
Teil 1018. Mai 2022
...Fortsetzung:
Teil 1120. Mai 2022
9.Tag. Mi. 13.April 2022 Von Eagle Nest Cottages via C13, D707, dann ein wenig C27 bis Betta, danach D826 bis Duwisb Gästefarm
Wir stehen früh auf und geniessen nochmal die schöne Morgenstimmung von unserem Eagle View Chalet aus. Heute gehts weiter zur Duwisb Gästefarm, die ungefähr auf halbem Weg zwischen Aus und Sesriem liegt. Wir sind gespannt auf die heutige Fahrstrecke über die im Forum viel zitierte D707. Ein letztes Mal fahren wir die Strecke zur Reception, erfreuen uns im Restaurant an einem guten Frühstück und checken danach aus.
Morgenstimmung
Fazit Eagles Nest Cottages in Klein Aus: Wer eine Fahrstrecke zum Restaurant in Kauf nehmen kann und auf Wifi im Zimmer/Bungalow verzichten kann, dem möchten wir Eagles Nest ans Herz legen. Sehr grosse und schöne Bungalows, auch für Selbstversorger geeignet (hat Küche), tolle Aussicht, Ruhe, Natur...was will man mehr! Distanz zwischen den einzelnen Bungalows ca. 100m. Preis/Leistung finden wir ok. Restaurant soweit auch gut. Tipp: Essen im Bahnhof Restaurant/Hotel in Aus fanden wir sehr lecker.
Zur Strecke von Aus nach Duwisib muss ich keine grossen Erklärungen abgeben, hier im Forum wurde schon so viel über die D707 berichtet. Wir empfanden die Strecke als sehr schön und landschaftlich abwechslungsreich. Die Pisten waren in gutem Zustand. Unterwegs haben wir sehr viele Oryx, Springböcke und Strausse gesehen.
Das Aussen-Thermometer zeigt etwas mehr als 30° an, die Strasse und auch die Landschaft beginnt zu "flimmern"
Teil 1220. Mai 2022
gelöscht
Teil 1320. Mai 2022
...Fortsetzung:
Nach gut 270Km und 4 1/2 Stunden Fahrzeit (inkl. Stopps) erreichen wir die Duwisib Farm mit dem nahen Duwisib Schloss. Wir checken ein und sind überrascht über das schöne Zimmer, so hätten wir das gar nicht erwartet! Danach trinken wir ein leckeres Rockshandy und lernen dabei Jochen Frank-Schulz, den Inhaber der Farm kennen. Ausser uns weilen noch 3 Franzosen auf der Farm. Vor dem Abendessen spazieren wir noch rüber zum Duwisib-Schloss, dass wegen Renovationsarbeiten der Innenräume zwar geschlossen ist, aber trotzdem von Aussen besichtigt werden kann. Die Geschichte des Schlosses und deren Erbauer ist interessant, berührend und tragisch zugleich. Wir treffen uns kurz vor 18.30 zum Abendessen, Jochen ist schon da und es entwickeln sich interessante Gespräche. Als dann die Franzosen da sind, sitzen wir alle an einen Tisch und geniessen die überaus leckeren Speisen, die in Form eines kleinen, aber feinen Buffets dargeboten werden. Während und nach dem Essen wird viel über Namibia und deren Geschichte diskutiert. Jochen Schulz zuzuhören ist eine wahre Freude, auch seine Erläuterungen vom Leben in Namibia sind sehr interessant. Wir hätten noch stundenlang diskutieren und zuhören können.... Aber nun gehts ab ins Bett, wo wir dank WiFi noch einige Dinge erledigen können. Morgen gehts dann weiter nach Sesriem/Sossusvlei.
Teil 1422. Mai 2022
10. Tag. Do.14.April 2022. Von Duwisib Gästefarm, via D826 zurück nach Betta, da auf D831/C27 bis Sessriem (Sossusvlei Lodge). Strecke 220Km
Wir haben sehr gut geschlafen. Es erwartet uns wieder ein wolkenlos blauer Himmel mit Sonnenschein. Um 8.00h gehen wir frühstücken, danach möchte ich unsere Rechnung mit unserer Kreditkarte begleichen. Die nette Dame schaut mich an und fragt nochmal "with Card?", und meint dann, dass ich Ihr nach draussen folgen soll. Etwas erstaunt folge ich Ihr...sie marschiert mit mir quer über den Parkplatz und biegt in einen schmalen Pfad ein, der durchs hohe Gras, weg von der Farm führt... 😊 ...Sehr unsicher frage nochmal nach, und sie meint nur, dass ich Ihr folgen muss. Nach ca 40m auf dem Pfad sehe ich, dass ein grosser, flacher Fels inmitten des Grases liegt und der Pfad um diesen herum führt. Als wir näher kommen, sehe ich das Kredit-Kartenlesegerät auf diesem Stein liegen (!!). Wir lachen zuerst einmal ausgiebig und Sie erklärt mir, dass nur hier draussen der Empfang für die Abbuchung meiner Karte einwandfrei sei... 😄 Nach dieser lustigen Erfahrung gehen wir ins Zimmer und packen unsere "sieben Sachen" zusammen. Doch bevor wir um 9.30h losfahren, verabschieden wir uns noch etwas wehmütig von Jochen Frank-Schulz, der uns irgendwie ans Herz gewachsen ist.
Fazit Duwisib Gästefarm: Wir hatten einen tollen Aufenthalt mit schönem Zimmer und sehr leckerem Essen. Wir können Duwisib klar weiter empfehlen. Das Preis/Leistungsverhältnis empfanden wir als sehr gut.
Auf der D831/C27 erwartete uns eine Piste, die mit grobem Geröll und gehörig Wellblech, bis jetzt zu den schlechtesten Pisten auf unserer Reise gehört.
Teil 1522. Mai 2022
noch ein Versuch...
Teil 1622. Mai 2022
...Fortsetzung: Abwechslungsreiche Landschaften prägen die Strecke. Unterwegs sehen wir viele Zebras, einige Strausse und wie fast immer, viele Springböcke..
nach knapp 3 1/2 Std (inkl. einigen Stopps) kommen wir in der Sossusvlei Lodge an. Die Lodge befindet sich an guter Lage, nur ca. 150m entfernt vom Gate, dass zum Sossusvlei führt. Wir beziehen unser "Zelt-Bungalow", welcher eigentlich ein ganz normaler, fest gebauter Bungalow ist. Einziger Unterschied ist, dass eine grosse Zeltplane über das feste Dach gespannt ist und so den Eindruck eines Zeltes entsteht.
Wir erkunden das Lodge-Gelände, welches sehr weitläufig ist und, nebst der Kalahari Anib Lodge, zu den grössten Lodges unserer Reise gehört. Nach einem gemütlichen Nachmittag auf der Terrasse der Bar (wifi), wo wir uns einen feinen Apero zu Gemüte führen, gehen wir Essen. Ein grosses Buffet mit viel verschiedenem Game-Fleisch lädt zum Schlemmen ein. Bei einem feinen Rotwein lassen wir den Tag ausklingen.
Teil 1723. Mai 2022
11.Tag. Fr.15.April 2022, Sossusvlei
Heute wird früh aufgestanden, denn um 7.00h wollen wir beim Gate zum Sossusvlei sein. Also heisst es raus aus den Federn, als der Wecker um 5.30h klingelt. Kurz nach 6.00h gehen wir frühstücken....und staunen wie viele Touris den selben Plan haben wie wir....Aber erstmal ist warten angesagt, die Morgencrew der Lodge scheint organisatorisch etwas überfordert...die haben wohl um fünf nach sechs nicht mit einer Handvoll Frühaufstehern gerechnet. Als wir nach Frühstückseier fragen, meint der Angestellte, dass die Eier, draussen auf der Terrasse, von seinem Kollegen nach Wunsch zubereitet werden. Doch auf der Terrasse ist's stockfinster und kein Kollege ist in Sicht... 🤨 🙂 Wir nehmen's locker, sind ja im Urlaub, nicht auf der Flucht und haben genügend Zeit bis das Gate um 7h öffnet. Irgendwann ist dann auch der Kaffee soweit und kurz darauf taucht sogar der "Eiermann" auf 🙂 , er zaubert uns 2 herzhaft zubereitete Omlettes auf die Teller. Alles gut. Um zehn vor sieben sitzen wir in unserem Hilux und 3 Minuten später stehen wir in einer Fahrzeugreihe (!) vor dem noch geschlossenen Gate. Also keine "Pole-Position" für uns, wir stehen auf Position 12...noch 11 Fahrzeuge vor uns.. 🙂 Als die Eintritts-Formalitäten erledigt sind wird das Gate pünktlich um 7 geöffnet. Wir sind Anfangs schön brav mit den vorgeschriebenen 60Km/h auf der Asphaltstrasse unterwegs. Doch Angesichts der massiven Positions-Verschlechterung durch reihenweise, uns überholende Fahrzeuge und in Anbetracht der langen Strecke bis zum Sussusvlei, beschliessen wir, auch etwas an diesem Rennen dahin teilzunehmen 🙂 . Allerdings immer noch sehr verhalten mit 70, manchmal 80Km/h, einige "Konkurenten" sind da massiv schneller unterwegs....Je länger wir fahren, umso schöner wird die Landschaft, wir staunen über das Licht-Schatten Spektakel der aufgehenden Sonne.
Nach einer knappen Stunde erreichen wir das Ende der Asphaltstrasse, wo sich auch der grosse Parkplatz befindet und die 4Km Tiefsand-Strecke bis zum Vlei anfängt. Ich reduziere den Reifendruck auf ca 0,8bar und dann gehts los ins "Tiefsand-Abenteuer". Ich hatte vorher schon gehört, dass da ab und zu auch Fahrzeuge steckenbleiben und so habe ich ein etwas mulmiges Gefühl, doch die 4 km lassen sich einfacher fahren als erwartet, ja es macht sogar richtig Spass!
Fast schon traurig, dass die Strecke schon vorbei ist, parkieren wir auf dem hinteren 4WD-Parkplatz.
zu Fuss gehts nun weiter, durch die Dünenlandschaft bis zum Dead-Vlei
Das Bild vom Vlei, dass sich vor uns auftut, wirkt schon fast sureal ! Wir kommen uns vor, als wären wir in ein Gemälde von Salvador Dali hineingefallen.... 🙂
Zurück vom Dead-Vlei, beim 4WD Parkplatz, entdecken wir eine Sonnenblume...in der Nähe dann noch eine! Inmitten der Wüste!
Als wir schon zurück fahren wollen, sehen wir, dass einige Fahrzeuge vom PP aus, noch weiter nach hinten fahren. Also fahren wir hinterher....und trauen unseren Augen kaum, als wir zu einem kleinen See inmitten der Dünen kommen!
Wir sehen einen schönen...Ovambosperber oder Gabarhabicht..(?) auf einem Baum sitzen
Wir können uns kaum losreissen von dieser überwältigenden Landschaft, doch irgendwann gehts die 4Km wieder zurück zum grossen Parkplatz. Mit dem Kompressor pumpen wir die Reifen wieder auf "Normaldruck" für die Asphaltstrasse. Unterwegs sehen wir wieder einige Oryx und auch Springböcke.
Teil 1823. Mai 2022
...Fortsetzung: Als wir wieder zurück sind, fahren wir kurz vor dem Gate rechts weg, zum Sesriem Canyon. Leider steht viel Wasser darin, so dass wir nur einen kleinen Teil des Canyons besichtigen können.
Zurück in der Lodge sehen wir, dass hier für Ostern dekoriert wurde. Wieder lassen wir die Abendstimmung auf uns wirken, ein toller Tag geht zu Ende.
Teil 1926. Mai 2022
Sa. 16.April 2022: Fahrt von Sossusvlei Lodge, via C14 und D1984 zum Cornerstone Gaesthouse in Swakopmund. ca.340Km, rund 5 Std. Fahrzeit inkl. Stopps.
Fazit Sossusvlei Lodge: Sehr grosse Lodge an sehr guter Lage. Wifi nur im Restaurant/Bar Bereich. Personal sehr freundlich und bemüht. Pool. Schöne Restaurant-Terrasse. Grosse Auswahl an Game-Fleisch, sonst Buffet. Gutes Frühstück. Preis/Leistung war für uns ok.
Heute geht's wieder weiter, nächste Destination auf unserem "Reisli" ist Swakopmund. Gefahren sind wir auf der oben aufgeführten Route. Doch ursprünglich wollten wir nur ein Teil der Strecke auf der C14 fahren und nach dem Kuiseb-Pass links auf die D2186 Richtung Gobabeb abbiegen. Danach weiter auf der D1983 bis Walfis Bay....hierfür wollten wir einen Permit kaufen. Doch manchmal kommt es anders als man denkt.....und das kam so: Da ich gelesen habe, dass man sich vor der jeweiligen Abfahrt über Strassenzustände und mögliche Sperrungen informieren soll, tat ich dies Tags zuvor in unserer Lodge. Vor allem, weil ich dachte das mögliche Regenfälle die D-Strassen evtl. beschädigt haben könnten. Nun, die sehr nette Dame, die sich selbst als sehr erfahren und ortskundig der Region Gobabeb/Walfisbay bezeichnete, schlug die Hände über dem Kopf zusammen, als ich nach der Route via Gobabeb fragte 😮 . Sie riet uns eindringlich davon ab, diese Strecke zu fahren, da man sich da sehr einfach verfahren könne und sicherlich seien die Pisten in einem sehr schlechtem Zustand! Wir sollen nur die C14 fahren und nichts anderes. Die Reaktion der netten Frau empfand ich als etwas theatralisch. Ich war verunsichert, vielleicht traute Sie mir, als Ü60er Oldie 🙂 , eine andere Piste (abseits der Hauptroute) fahren zu können einfach nicht zu? Who knows? Lange Rede, kurzer Sinn: wir fahren die C14.
Nach gutem Frühstücksbuffet packen wir unser Hab und Gut zusammen. Kurz darauf sind wir mit unserem Pickup unterwegs Richtung Swakopmund. Anfangs zeigt sich die Landschaft eher flach, wir sehen vereinzelt Springböcke. Später wird die Landschaft zusehend hügeliger.
Den berühmten Apfelkuchen von Solitaire lassen wir ausfallen. Gerne hätten wir davon gekostet, doch das heutige Frühstück war zu reichhaltig...kein Platz für den sagenumwobenen Apfelkuchen! Die abwechslungsreiche Fahrt geht weiter. Bis Swakopmund fahren wir zuerst durch Steppe, danach wirds hügelig und später ,in den Bergen um den Gaub- und Kuiseb-Pass, ist es dann grün und bergig.
Einige Kilometer nach dem Kuiseb-Pass:
Nach dieser "farbigen" Region, wird es zunehmend flach....irgendwann ist nur noch endloser Horizont zu sehen
etwas Abwechslung bringt eine etwas skuril anmutende Erhebung in der weiten Fläche. Als wir näher kommen, sehen wir, dass es der Vogelfederberg ist. Beim Anblick des "Berges" erinnert er uns mehr an ein Walfisch-Skelett als an eine Vogelfeder. Wir hätten ihn Walfischberg getauft 🙂
Nun gehts flach weiter bis wir, einige Kilometer vor der Küste, dann Sanddünen sehen. Wir biegen rechts ab auf die D1984, nun ist's nicht mehr weit bis Swakopmund.
Wie wir es schon in Lüderitz erlebt haben, sinkt auch hier das Aussenthermometer rapide ab, je näher wir zur Küste fahren. Als wir nach Swakobmund hinein fahren, macht sich Nebel breit und die Aussentemp zeigt gerademal 16 Grad an! Innerhalb weniger Minuten gings runter von 32 auf 16 Grad! Das Cornerstone Guesthouse ist gut zu finden und liegt nahe dem Zentrum. Wir werden sehr freundlich empfangen und können unseren Hilux sogleich im bewachten und abgesperrten Innenbereich parkieren. Das Cornerstone hat schöne Zimmer und davor jeweils eine kleine Veranda. Wir richten uns im Zimmer ein und packen unsere Koffer ganz aus, da wir hier für 3 Nächte bleiben werden. Wir haben einiges an schmutzigen Kleidern und so geben wir diese in die Loundry. Später machen wir einen kurzen "walk" durchs Zentrum von Swakopmund. Vom Cornerstone GH sind es knapp 5 Minuten zu Fuss bis ins Zentrum. Die verschiedenen Restaurants, für unsere jeweiligen Abendessen, haben wir im Voraus schon reserviert. Dies wurde vom Cornerstone GH via email empfohlen, da diese wegen Ostern gut besucht sein könnten. Für das heutige Abendessen haben wir in "Gabrieles Pizzeria" reserviert. Das Essen und der Wein schmeckt gut und die Preise haben wir als günstig empfunden. Zu Fuss gehts zurück zum Cornerstone. Dank Wifi im Zimmer sind wir noch etwas beschäftigt bevor wir in den wohlverdienten Schlaf fallen.
Kleine Fussgängerzone im Zentrum von Swakopmund
Teil 2028. Mai 2022
So. 17.April 2022 (Ostersonntag)
Nach dem kalten und nebligen Empfang in Swakopmund von Gestern, hoffen wir heute auf freundlicheres Wetter. Als wir am Morgen aus den Federn klettern, sieht es draussen leider immer noch "grau in grau" aus. Wir ziehen uns warm an und erfreuen uns erstmal am sehr guten Frühstück des Cornerstone GH. Heute gehen wir es ruhig an. Eigentlich wollten wir einen Bootsausflug unternehmen, doch wegen den kalten Temperaturen und dem Nebel haben wir so gar keine Lust dazu. Gut haben wir keine Tour im Voraus gebucht. Mit wärmendem Anorak ausgestattet, spazieren wir erstmal ein wenig durch den Ort Swakopmund.
In einer Grünanlage nahe der Küstenpromenade, kommen uns Perlhühner entgegen
fast wie im Schwarzwald.... :
Nach einem leckeren Rock-Shandy spazieren wir gegen Mittag wieder zurück zum Cornerstone. Wir beschliessen, dass wir den Welwitschia-Drive fahren. Auch mit der Hoffnung, dass wir da mit wärmerem Wetter belohnt werden. Und tatsächlich, nur gut 3Km ausserhalb der Stadt ist schon Sonne und blauer Himmel angesagt! Die Weg-Beschreibung in unserem Stefan-Loose Namibia-Reisehandbuch ist etwas dürftig, so dass wir uns zuerst verfahren. Nach einem kleinen Umweg sind wir auf dem Welwitschia-Drive angelangt. Die einzelnen Aussichts- und Informationspunkte sind (mehr oder weniger) gut mit Nummern gekennzeichnet, so dass wir in unserem Namibia-Reisehandbuch die entsprechenden Erklärungen nachlesen können.
An einem Aussichtspunkt sehen wir zwei Vögelchen (Ameisenschmätzer?). Wir wundern uns, dass sie fast keine Angst zeigen und wir uns bis zu einem Meter nähern können, ohne dass sie wegfliegen. Kurz darauf kommt ein Tourguide mit 2 Touristen zum Aussichtspunkt. Unsere Verwunderung hat ein Ende, als wir sehen, dass der Guide die Vögelchen mit Würmern füttert....Die Touristen sowie die Vögelchen sind entzückt!
Im Canyon Fahrt durch das trockene Flussbett
Im späteren Nachmittag sind wir wieder zurück im Nebel und in unserer Unterkunft. Den Welwitschia Drive fanden wir jetzt nicht soo spannend..., wenn überhaupt, dann würden wir ihn wohl das nächste Mal mit einer geführten Tour buchen. Da man so vielleicht viel mehr interessante Informationen und Erklärungen aus erster Hand bekommen würde. Abends gehen wir ins "Kückis Pub" essen. Das Restaurant ist brechend voll und wir sind froh, dass wir im Voraus reserviert haben.
Es ist schon spät, als wir mit vollen Bäuchen zurück zum Guesthouse "wackeln". Morgen müssen wir früh aufstehen, denn um 8.00h werden wir abgeholt.....