Reisebericht

Mit meinen Mädels in Namibia

von chrischris · begonnen 19. März 2022 · 33 Teile

Teil 119. März 2022
Prolog

Schon "immer" wollten meine Frau Birgit und ich neben den üblichen Erholungs-, Besichtigungs- und Badeurlauben zwei besondere Urlaube mit unseren beiden Töchtern machen: einmal der Westen der USA und eben eine Safari in Afrika. Den Westen der USA haben wir im Jahr 2017 nach dem perfekten Schulabschluss unserer wunderbaren "großen" Tochter Lisa "erledigt", die Safari in Afrika war 2021 nach dem ebenso perfekten Schulabschluss unserer ebenso wunderbaren "kleinen" Tochter Tina dran.

Birgit und ich waren davor schon zweimal, jeweils nur für ein paar Tage im Anschluss an Dienstreisen im Krüger NP bzw. im angrenzenden Sabi Sands. Speziell beim 1. Mal im Jahr 2000 waren wir, wie man heute sagen würde, geradezu "geflasht", so begeistert waren wir von dieser Erfahrung. Wir waren daher fest entschlossen, dass wir das einmal unseren Kindern, wenn sie groß genug sind, zeigen bzw. mit ihnen gemeinsam erleben wollen.

Im Herbst 2019 haben wir dann damit begonnen zu überlegen, wohin es konkret gehen könnte. Der Krüger NP war aufgrund der guten Erfahrungen zuerst in der "Pole Position", aber bei den diversen Recherchen ist dann immer mehr Namibia aber auch Botswana ins Rennen gekommen. Ausschlaggebend für die Entscheidung war letztlich auch dieses richtig tolle Forum, speziell mit den vielen grandiosen Reiseberichten. Dadurch konnten wir einen konkreten Eindruck bekommen, dass es einerseits vom Sicherheitsaspekt und andererseits hinsichtlich Landschaft und Tierwelt das richtige Land für eine mehr oder weniger Einsteiger-Safari ist.
Im März 2020 hatten wir dann eine grobe Route, die ich hier auch zur Diskussion gestellt habe (https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/299278-namibia-die-erste-bitte-um-eure-meinung.html#583662). Vielen Dank noch einmal an alle für die Hilfe!
An der Route hat sich nicht mehr viel geändert, die größte Änderung war, dass wir vor allem aus finanziellen Gründen 6 Nächte mit Dachzelt statt Lodge eingebaut haben. Zumindest bei Lisa hat sich die Begeisterung darüber aber eher in Grenzen gehalten. 😗 Birgit ist zwar mit Camping groß geworden, hat sich aber schon als Teenager mit ihren Eltern Richtung Luxuscamping (Wohnwagen) entwickelt und bezeichnet sich selbst als Heiß- statt Warmduscher. 😉 Unsere gemeinsame Campingerfahrung liegt auch schon länger zurück und besteht aktuell nur noch in ein paar Tagen pro Jahr in noch luxuriöserem Camping im Mobilheim in Kroatien. Drei der 6 Dachzeltnächte waren aber durch eigenes Waschhaus immerhin "halbluxuriös" geplant. Und abgesehen davon, hatten Tina, Birgit und ich das Gefühl, mit dem Campen ein klein wenig mehr "Abenteuertouch" in den Urlaub zu bringen.

Trotz der bekannten Unsicherheiten haben wir im Oktober/November 2020 fast alles fix fertig gebucht, weil wir dachten, dass im Herbst 2021 ja wieder alles möglich sein muss. Tja! Die Wochen und Monate vor dem Abflugtermin mit Virusvariantengebiet, Beförderungsverbot usw. waren daher nicht sonderlich lustig. Durch diese Ungewissheit ist es in den letzten Tagen vor dem Abflug noch etwas stressiger geworden, weil wir mit diversen Besorgungen bis zum Schluss gewartet haben. So habe ich erst eine Woche vor dem Abflug einen neuen (zusätzlichen) Fotoapparat (Sony RX10 IV) gekauft und hatte dadurch leider kaum mehr die Möglichkeit mich mit dem neuen Gerät vertraut zu machen. Zugegebenermaßen war durch diese Umstände und den Stress in den letzten Tagen die Vorfreude leider schon deutlich getrübt. Lisa hatte überdies vor der Abreise noch viel für die Uni zu tun, beide Mädels waren außerdem wenig amused über die Tatsache, dass wir bei der Rückkehr in Quarantäne müssen. Jedes Wochenende wurde unsere Hoffnung, dass nun auch Österreich endlich Namibia als Virusvarianten-Gebiet streicht, erfolgreich zerstört.
Aber nachdem am Tag vor dem Abflug auch der PCR-Test erfolgreich bestanden wurde, konnte es dann doch plangemäß losgehen.

Apropos Plan:
Di, 31.08.: Wien - Frankfurt - Windhoek (Eurowings)
Mi, 01.09.: Voigtland Guesthouse
Do, 02.09.: Bagatelle Kalahari (Dachzelt)
Fr, 03.09.: Bagatelle Kalahari (Dachzelt)
Sa, 04.09.: Sesriem Oshana Camp (Dachzelt)
So, 05.09.: Namib Desert Camping2Go
Mo, 06.09.: Meikes Guesthouse, Swakopmund
Di, 07.09.: Meikes Guesthouse, Swakopmund
Mi, 08.09.: Spitzkoppe Campsite (Dachzelt)
Do, 09.09.: Camp Kipwe
Fr, 10.09.: Camp Kipwe
Sa, 11.09.: Olifantsrus Camp (Dachzelt)
So, 12.09.: Halali Bush Chalet
Mo, 13.09.: Halali Bush Chalet
Di, 14.09.: Okaukuejo Camp (Dachzelt)
Mi, 15.09.: Erindi Old Traders Lodge
Do, 16.09.: Erindi Old Traders Lodge
Fr, 17.09.: Voigtland Guesthouse
Sa, 18.09.: Flug Windhoek - Frankfurt - Wien (Eurowings)

Also was erwartet euch? Ein Bericht eines Ersttäters, auch was Reiseberichte betrifft, von einer ziemlich klassischen Ersttäterroute durch Namibia mit sehr vielen nicht perfekten Ersttäter-Fotos. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, ist allerdings herzlich willkommen uns zu begleiten!
Grundlage für diesen Bericht ist übrigens hauptsächlich das Reisetagebuch von Tina - danke Tina! Die Fotos sind überwiegend von mir mit der neuen Sony RX10 IV geschossen, ein paar sind auch von Birgit mit der Canon EOS T6s (55-250 mm Objektiv) dabei und vereinzelt auch das eine oder andere Handy-Foto der Kinder.

Es ist eine Reise mit meinen 3 liebsten Mädels 😘
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durch wunderbare Landschaften
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mit sehr großen Tieren,
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nicht ganz so großen,
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mit kleineren Tieren,
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aber auf jeden Fall mit sehr vielen Tieren!
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Bitte einsteigen, anschnallen - bald geht es los!

Liebe Grüße,
Christian mit seinen Mädels 🙂
Teil 219. März 2022
Tag 0: Di, 31.8.21 - Afrika wir kommen!

Die Anreise ist sehr unspektakulär verlaufen. Um 15 Uhr ging es vollgepackt mit dem Taxi los zum Flughafen Wien. Bei den Kontrollen gab es kaum Unterschiede zu normalen Zeiten. Von Wien nach Frankfurt flogen wir mit Austrian (17:35 bis 19:05), am Flughafen Frankfurt haben wir uns noch eine kleine Stärkung genehmigt (die Versorgungslage am Flughafen war Covid-bedingt allerdings äußerst eingeschränkt ...), dann ging es um 21:50 mit Eurowings weiter Richtung Windhoek. Der Flug hat sich ziemlich gezogen, durch die vielen Turbulenzen wurde das Essen leider sehr verspätet serviert, gerade als ich tief und fest eingeschlafen war. Das Essen war so lala, aber okay. Auswahlmöglichkeit gab's aufgrund der hinteren Sitzreihen keine mehr - sollten wir bei zukünftigen Flügen bei der Sitzplatzwahl berücksichtigen. Leider war es mit dem Schlafen danach recht schwierig. Das Filmprogramm war aber okay, sodass die Zeit bis zum (bescheidenen) Frühstück auch einigermaßen akzeptabel zu überstehen war.

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Erster Blick auf Namibia von oben

Den Flug haben wir übrigens über Austrian im Okt. 20 gebucht und haben offenbar den perfekten Zeitpunkt dafür erwischt. Ziemlich genau 600 Euro für Wien - Frankfurt - Windhoek und retour ist ein recht guter Preis und war interessanterweise günstiger als nur Frankfurt - Windhoek. Das soll einmal jemand verstehen … 🙄
Teil 320. März 2022
Tag 1: Mi, 1.9.21 - Ankommen in Afrika

Um 8:15 sind wir ziemlich pünktlich in Windhoek angekommen, bis wir das Flughafengebäude verlassen konnten, vergingen aber noch 2 Stunden, dank Pass- und Coronatestkontrollen, die eher schlecht organisiert waren. Ein taktischer Fehler war auch, dass wir in einer der letzten Reihen im Flugzeug gesessen sind und daher fast die letzten waren, die fertig wurden.

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Ankunft am Hosea Kutako Flughafen in Windhoek

Am Flughafen haben wir außerdem noch Bargeld abgehoben und uns eine Telefonwertkarte (MTC) mit Vouchern für 3 Wochen besorgt. Abgeholt wurden wir von unserem Autovermieter Namibia2Go (Gondwana), der uns schließlich vom Flughafen zum Büro in Windhoek gebracht hat. Kaum in der Stadt begegnete uns schon das erste Wildlife: eine Gruppe Paviane (Baboons) mit Jungen am Rücken - da waren allerdings die Kameras noch nicht gezückt.
Bei Namibia2Go wurde uns gleich das bestellte Fleisch von der Klein-Windhoek-Schlachterei überreicht und vor Ort bezahlt. Nachdem wir den ganzen Papierkram erledigt hatten, bekamen wir eine ausführliche Einweisung in unseren Toyota Hilux Double Cab mit zwei Dachzelten und "Küche", inklusive Reifenwechsel und Kompressor in Betrieb nehmen. Lisa hat zum Glück das Wichtigste mitfotografiert bzw. gefilmt sonst wäre es vor allem mit dem Dachzelt beim ersten Mal noch schwieriger geworden. Man ist ja doch ein bisschen überfordert mit der Fülle an Informationen, wenn man nach einem langen Flug etwas gerädert ankommt. Freundlicherweise haben sie uns auch noch eine einfache Kühlbox mitgegeben, die dann auf der Rückbank gute Dienste geleistet hat.

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Einschulung - der Auf- und Abbau des Dachzelts will gelernt sein

Erst um ca. 12:30 Uhr ging es mit dem doch recht großen Gefährt los, das uns sicher durch die nächsten Wochen bringen sollte - mit Betonung auf sollte … 😗 Das Fahren war anfangs schon ungewohnt, besonders die verkehrten Blinker und Scheibenwischer waren gewöhnungsbedürftig. Das Schalten war dank Automatik aber kein Problem. 😎
Erster Halt: Maerua Mall. Im Superspar deckten wir uns mit allem Notwendigen ein (Getränke, Beilagen, Frühstück, …), den Cider mussten wir im Shop nebenan besorgen. Überraschend viele Produkte waren rein auf Deutsch angeschrieben, sonst alles mehrsprachig Deutsch und Englisch/Afrikaans. Hier fiel uns auch zum ersten Mal die namibische Art der Arbeitsplatzbeschaffung auf - 2 Angestellte packten unsere Einkäufe ein und brachten sie zu unserem Auto. Damit hat auch gleich das mehr oder weniger fröhliche Trinkgeld-Verteilen begonnen - neben den beiden Angestellten wurde natürlich auch der Parkwächter versorgt, der uns beim Einpacken nicht aus den Augen gelassen hat - ob das wirklich aus Sicherheitsgründen notwendig war oder wegen der Aussicht auf Trinkgeld sei jetzt einmal dahingestellt. Es war schon ungewohnt, dass der Wächter sofort beim Auto gestanden ist als wir zum Einpacken angefangen haben, aber wir waren durchaus froh darüber. Gerade zu Beginn fühlt man sich ja doch noch etwas unsicher.

Wir fuhren raus aus Windhoek zu unserer ersten Unterkunft - dem Voigtland Guesthouse. Die Asphaltstraße wurde von Schotter abgelöst, am Straßenrand sahen wir viele Perlhühner, wie auch in den nächsten Tagen noch so oft.

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Eines von sehr vielen Perlhühnern in diesem Urlaub

Kaum angekommen (ca. 14:30), wurden wir gleich herzlich von Antonio begrüßt und durch Haus und Garten geführt - ein sehr schöner alter Steinbau mit vielen verschiedenen Pflanzen im Garten, schön dekoriert sowie Pool und natürlich das Highlight: 3 Giraffen namens Sophie, Gustav und Shorty, die wir auch gleich mit Kameldornschoten (Früchte vom Kameldornbaum, die so aussehen wie Steine) füttern durften. Wirklich wunderschöne Tiere und vor allem den Mädels hat das Füttern viel Spaß gemacht. Wir sind in Afrika - der Urlaub hat begonnen!

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Hauptgebäude

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Zimmer

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Später bezogen wir unsere Zimmer (1 und 2), die schön eingerichtet waren und machten einen kurzen Spaziergang über das Gelände. Dabei sahen wir Pferde, Simmentaler Stiere, Esel, Zwergmangusten und viele verschiedene Vögel. Gleich eine Entschuldigung an alle passionierten birdwatcher vorweg, falls der eine oder andere Vogel in diesem Reisebericht falsch oder gar nicht benannt wurde! Für Korrekturvorschläge oder Ergänzungen sind wir immer offen ...
Bei Kaffee und Kuchen hatten wir danach den perfekten Blick auf die Giraffen.

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Simmentaler (Fleckvieh) Zuchtstiere, die gerade gebürstet wurden

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Kronenkiebitz

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So kann der Urlaub in Afrika beginnen!

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Wir fütterten sie nochmal und machten "einige" Fotos, dabei plauderten wir mit der sehr sympathischen und dynamischen Junior-Chefin Kimberley, der Tochter der Besitzer, die uns unter anderem erzählte, dass 10% der Kälber von Leoparden, Geparden oder Schakalen gerissen werden und dass die Farm stolze 7500 Hektar groß ist. Sie spricht, wie auch ihre Eltern, perfekt Deutsch, obwohl sie bereits in der fünften Generation in Namibia geboren wurde. Wir hätten geschworen, dass sie Deutsche ist.
Kurz darauf tauchten im Giraffengehege auch noch ein paar Warzenschweine auf, die ebenso wie die Perlhühner etwas vom Giraffenfutter abbekommen wollten.

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Apropos Futter - um 19 Uhr gab es Abendessen: Salat und Brot mit hausgemachtem Aufstrich als Vorspeise, wunderbar zartes Oryx-Steak mit Kartoffelpüree, Schwammerlsauce und überbackenem Kürbis und als Nachspeise Creme Brulée und dazu ein südafrikanischer Sauvignon Blanc. Alles köstlich! Wir plauderten noch sehr nett mit Stephan, dem Besitzer, über Simmental/Fleckviehzucht und anderes, bevor wir uns schon um ca. 20 Uhr in unsere Zimmer zurückzogen, um für den nächsten Tag ausgeruht zu sein.

Tageskilometer: 39
Teil 421. März 2022
Tag 2: Do, 2.9.21 - Gestrandet im Nirgendwo

Um 7:30 Uhr läutete der Wecker. Wir packten erstmal unsere Taschen um, um in den nächsten Tagen beim Campen alles griffbereit zu haben und möglichst wenig kramen zu müssen - es blieb beim Versuch ... 😗 Um 8:30 Uhr gab es dann ein ausgezeichnetes Frühstück mit schönem Blick auf die Giraffen und einige Papageien. Es gab Spiegeleier, Brot, eine Jausenplatte (Wurst, Käse, Gurken), Joghurt, Müsli, Muffins und Obstsalat. Zu trinken gab es Tee, Kaffee, Mangosaft und Wasser.

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Rosenköpfchen

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Wir packten fertig, räumten alles ins Auto und fuhren kurz vor 10 Uhr ab in Richtung Bagatelle. Unterwegs begegneten uns Paviane, die ersten Strauße, Rotschnabeltokos, Ziegen, Pferde, Rinder und Esel. Die Asphaltstraße wurde sehr schnell von Schotterstraßen abgelöst.

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Dieser Reiter hat sich stolz für ein Foto präsentiert

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Unser erster Strauß

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Auf der Strecke gibt es viele Webervögelnester

Nach gut 1 Stunde Fahrt und langsamem Gewöhnen an das Fahren auf gar nicht so schlechten Schotterstraßen leuchtete plötzlich die Batterie-Warnleuchte auf. 🤩 Zuerst hatte ich noch die Hoffnung, dass es sich dabei vielleicht nur um die Zusatzbatterie für den Kühlschrank handelt, weil sie da bei Namibia2Go vor der Abfahrt noch herumgebastelt haben. Als dann aber noch ein paar weitere Warnleuchten angegangen sind, u.a. Motor und Bremse war es an der Zeit anzuhalten und den Motor auszuschalten. Ein kurzer Test das Auto noch einmal zu starten, zeigte: die Autobatterie hat das Zeitliche gesegnet und ist mausetot. Na super, das fängt ja gut an! 😈 Jetzt standen wir da irgendwo zwischen Dordabis und Uhlenhorst, ‚in the middle of nowhere' (oder doch Norway? ?? © Bele).

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Jetzt mussten wir zuerst einmal Sim-Karte und Voucher aktivieren, was wir blöderweise nicht gleich auf Voigtland getan haben. Zum Glück hatten wir gleich 3 Voucher gekauft, weil die ersten 2 seltsamerweise binnen kürzester Zeit verbraucht waren. Nach einigen Problemen und Fehlanrufen haben wir schließlich jemanden von Namibia2Go erreicht, die uns schließlich einen Ersatzwagen in eineinhalb Stunden zusicherten. Die Wartezeit vertrieben wir uns mit Essen, Musik hören, reden und Landschaft leider völlig ohne Wildlife beobachten. Um ca. 14:45, also nach fast 3 Stunden, tauchte zum Glück endlich unser Ersatzwagen auf.

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Nach einiger Umpackerei, sowie raschem Auf- und Abbau des Dachzelts (weil wir die Decken usw. umladen mussten) fuhren wir um 15:30 Uhr weiter. In den ca. dreieinhalb Stunden, die wir auf dieser Straße gestanden waren, sind nur 4(!) Autos an uns vorbeigefahren. Wir waren froh, dass wir genügend Zeitpolster eingeplant hatten, um noch sicher vor Einbruch der Dunkelheit in Bagatelle anzukommen, allerdings mussten wir leider gleich unsere 1. Aktivität, das Reiten, das um 16:30 Uhr geplant war, absagen.
Am weiteren Weg nach Bagatelle, der problemlos verlief, sahen wir in der Ferne ein Kudu sowie eine nicht identifizierbare schwarze Schlange auf der Straße. Leider hatte Birgit in ihrer Begeisterung über die Schlange völlig darauf vergessen, dass man sie ja vielleicht auch fotografieren könnte 😉 Zu allem Überfluss überholte uns auch noch das 5. Auto auf dieser Strecke just in diesem Moment und fuhr über die Schlange. Allerdings schien ihr nichts passiert zu sein - sie suchte jedenfalls - noch immer unfotografiert - schnell das Weite.
Um ca. 17:30 Uhr sind wir in Bagatelle angekommen und konnten auch gleich die ersten Wildtiere beobachten.

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Eland-Ochse

Zum Glück konnten wir die Horseback-Safari auf den nächsten Morgen verschieben. Wir bezogen unseren Campingspot (Nr. 5) mit kleinem, eigenem Waschhaus und Grillplatz. Hier bauten wir erstmals unsere Dachzelte auf, was - da es ja das 1. Mal war - schon einiges an Zeit erforderte. Für den weiblichen Teil der Familie wäre eine Trittleiter - wie kürzlich von den Warmduschern empfohlen - durchaus vorteilhaft gewesen.
Zum Abendessen grillten wir Straußsteak mit Erdäpfeln und tranken Wein dazu. Der Strauß war aber leider ziemlich zäh und wird wohl nicht nochmal auf unserer Speisekarte landen. Um halb 8 war es bereits stockfinster, deshalb und wegen der zunehmenden Kälte machten wir uns rasch bettfertig und lagen bereits um kurz nach 9 im Dachzelt. Das Umziehen funktionierte in der Luxuscampingvariante - im Waschhaus - ganz gut, nur unsere Schuhe und Socken im Zelt waren vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. 😵 Unsere erste Nacht im Dachzelt.

Tageskilometer: 244
Teil 522. März 2022
Tag 3: Fr, 3.9.21 - Bagatelle - Wildlife hautnah

Trotz zweier warmer Decken haben vor allem die Kinder die ganze Nacht gefroren, Birgit und mir ging es ein bisschen besser. Davon abgesehen, war das Dachzelt aber tadellos bequem. Die nächsten Nächte haben wir uns aber noch wärmer angezogen …

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Unser Campingplatz mit privatem Waschhäuschen

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Rappenantilope

Bereits um 6:30 Uhr war Tagwache. Nach einem schnellen Frühstück - Apfelkuchen und Kaffee/Tee zum Aufwärmen - mit Blick auf unsere erste Rappenantilope - machten wir uns auf zur Rezeption, um mit unserer Horseback-Safari zu starten. Wir wurden sehr freundlich von Chris, eigentlich Christina, begrüßt und zu "unseren" Pferden geführt - Siggy für Birgit, Poco für Lisa, Jumper für Tina und Stone für mich. Alles sehr entspannte, brave Wallache. Die nächsten zwei Stunden, mit einer kleinen Erfrischungspause auf einer Düne, verbrachten wir auf Pferderücken durch hohes Gras und über Sanddünen - wunderschöne Landschaft! Lustig war, dass Chris ganz begeistert war, dass es heuer aufgrund des Regens so viel ‚green grass' gibt - wenn es bei uns so aussehen würde, würde man von einer Dürrekatastrophe sprechen. 😉
Wir trafen auf Esel, Springböcke und Rappenantilopen. Dabei erzählte uns Chris etwas über Bagatelle. Unterwegs kamen wir auch an einem traumhaft schönen Platz für Hochzeiten vorbei. Birgit und ich haben noch gemeint, dass wir beim nächsten Mal hier heiraten werden. 😎 Wie wir nachher lesen durften, hat das ja Bayernschorsch in die Tat umgesetzt! 🙂
Kurz trabten wir auch, weil Tina und ich aber lieber im Schritt gingen, teilten wir uns am Rückweg auf, damit Lisa und Birgit auch kurz galoppieren konnten, während Tina und ich mit dem zweiten Guide gemütlich zurück zur Rezeption gingen. Die Runde (7 km) war sehr schön, aber mir hat als absoluter Anti-Reiter danach alles weh getan. Birgit und Lisa waren aber ganz begeistert vom Galoppieren auf den Sanddünen! Speziell für Reiter, aber durchaus auch für Nicht-Reiter ist die Horseback-Safari aber absolut zu empfehlen! Technisches Detail am Rande: als GoPro-Neuling habe ich leider nicht bedacht, dass der Ladezustand beim neu gekauften Gerät eher begrenzt ist - dementsprechend sind nur Aufnahmen am Anfang des Ausritts gelungen. 😵

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Zurück am Campingplatz machten wir uns ans Mittagessen: gegrillte Boerewors, die sehr gut geschmeckt haben. Dabei "besuchten" uns zwei Strauße, die wir davor schon in der Ferne gesehen hatten. Als sie sich dann aber unserem Mittagessen bedenklich näherten, musste ich einschreiten. Wer mir das Essen wegnehmen will, wird mich kennenlernen! 😈 Mit einem Campingsessel bewaffnet, konnte ich sie ganz gut zurückdrängen. Die Strauße waren jedoch hartnäckig und ließen sich nie weit vertreiben. Erst nach einigen Minuten ließen sie uns aber doch in Ruhe und begnügten sich damit, in der Nähe zu fressen und das Kondenswasser zu trinken.

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Glanzstar

Die nächsten paar Stunden musste ich leider zur Rezeption, um zu arbeiten, zum Glück gab es dort einigermaßen gutes WLAN. Der Rest der Familie ruhte sich inzwischen am Campingplatz aus.

Um 15:30 Uhr stand der nächste Programmpunkt an: ein combination drive: Safari + cheetah feeding + sundowner. Die Safari durchs Gelände war speziell für Lisa und Tina sehr cool, aber auch Birgit und ich haben es sehr genossen, wieder einmal auf einem offenen Safarifahrzeug herumchauffiert zu werden. Wir waren nur zu viert plus dem Fahrer Marcus und düsten durch das Gelände. Dabei sahen wir zwei Breitmaulnashörner, die sich im Schlamm wälzten, wunderschöne Oryx, Impalas, Giraffen, eine Rappenantilope, Springböcke (normal, schwarz und weiß) sowie mehrere Kori Bustards (Riesentrappen) und einen Sekretär, außerdem noch einige Strauße und Esel. Zu jedem Tier und auch einigen Pflanzen erzählte uns Marcus etwas. Die Wege waren, wie wir's mittlerweile gewohnt waren, ziemlich ‚bumpy'.


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Danach ging es weiter zur Gepardenfütterung. Bagatelle hat 8 Geparden, von denen 6 gefüttert wurden. Selbstverständlich durften wir im Gehege nicht von den Autos steigen, zwei ‚cheetah whisperers' fütterten die Geparden nah am Auto, so dass wir diese wunderschönen, eleganten Tiere aus der Nähe beobachten konnten. Sie leben in einem riesigen Gelände und wirken trotz Zaun und Handfütterung ziemlich wild.

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Schließlich fuhren wir noch auf dieselbe Sanddüne, auf der wir schon am Vormittag bei der Horseback-Safari eine Pause gemacht hatten, für einen Sundowner. Bei Snacks und Getränken (Wein, Cider, Gin) beobachteten wir den Sonnenuntergang hinter den Dünen.

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Zum Abendessen gingen wir diesmal in die Lodge. Es gab Tomatensuppe, Oryxsteak bzw. Hakefischfilet mit Püree, Broccoli und Karotten und als Nachspeise Panna Cotta bzw. Brandy Pudding. Es hat uns allen wunderbar geschmeckt!
Im Anschluss machten wir noch ein Observatory Stargazing - wir sahen unglaublich viele Sterne, die Milchstraße und durch ein Teleskop sogar die Ringe des Saturns und die Monde des Jupiters. Danach gingen wir zurück zum Campingplatz, machten uns bettfertig und lagen um ca. 11 im Dachzelt.

Tageskilometer: 0
Teil 623. März 2022
Tag 4: Sa, 4.9.21 - Bagatelle/Sesriem - Unruhige Nacht und Fahrt

Die folgende Nacht war dank zusätzlicher Schichten - Stirnband, Pullover - wärmer, aber auch sehr ereignisreich. Um ca. 1 Uhr wurden wir durch lautes Gerumpel und Geschepper aus dem Schlaf gerissen. Natürlich wurde ich von meinen Damen rausgeschickt 😉 - ein Esel machte sich an unserem Mistkübel zu schaffen und versuchte erfolglos, Fressbares zu finden. Ich bin also raus und habe ihn durch Hände fuchteln und lautes Geschrei erfolgreich verjagt. Später in der Nacht wurde ich wach, weil sich rasch Schritte näherten. Im Halbschlaf dachte ich noch, warum da jemand im Finstern joggen geht, allerdings wurde mir dann bewusst, dass das wohl doch etwas Größeres sein musste. Also wieder raus aus dem Zelt und dieses Mal musste ich ein Pony davon abhalten den Mistkübel zu plündern. Das Pony war noch sturer als der Esel, aber es gelang mir dann doch, unser Hab und Gut zu verteidigen. Blöderweise habe ich genau in dieser Nacht vergessen, die Wildkamera zu aktivieren - das wären sicher ein paar lustige Fotos geworden, wie ich im Pyjama die "Wild"tiere verjage. 😗

Kurz danach, um 6:30 Uhr, standen wir auf, räumten grob alles zusammen, frühstückten schnell (Roulade) und machten uns wieder auf den Weg zur Rezeption. Heute war der erste Programmpunkt ein Bushmanwalk von 8-10. Bei einem schönen Spaziergang über das Gelände erzählte uns ein Guide, der selbst auch ein Buschmann war, und zwei echte, junge Bushmen etwas über ihre Kultur. Da die Bushmen kein Englisch konnten (oder so taten?), sprachen sie nur in ihrer "Klicksprache", der Guide übersetzte und ergänzte.
Die Bushmen waren traditionell gekleidet, schienen sich aber nicht besonders wohlzufühlen. Wir erfuhren einiges über ihre Sprache (es gibt 4 verschiedene Klicklaute), Termiten und Erdferkel, Straußenfallen, den Nutzen von Straußeneiern und traditionelle Verlobungszeremonien.

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Bau einer Straußenfalle

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Ein Straußenei als Wasserspeicher

Unterwegs durch diese wunderschöne Landschaft sahen wir auch einige Tiere.

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Einer der Missetäter der letzten Nacht

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Ein Blick auf den Campingplatz mit den privaten Waschhäusern

Schließlich kauften wir in einem demonstration village zwei handgemachte Armbänder und zwei Liebesbögen. Es war ebenso interessant wie unangenehm - wir fühlten uns alle vier ein bisschen wie in einem Menschenzoo/Museum.

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Nachdem wir die Dachzelte weggepackt und alles eingeräumt hatten, verabschiedeten wir uns aus Bagatelle und fuhren über Mariental (mit kurzem Tank- und Einkaufsstopp) und Maltahöhe nach Sesriem.

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Direkt beim Sesriem-Eingangstor stellten wir fest, dass wir rechts hinten einen platten Reifen hatten. 🙁 Wir hatten aber Glück im Unglück, dass die nächste Tankstelle mit Werkstatt nur wenige hundert Meter entfernt war, sodass wir den Reifen nicht selbst wechseln mussten, sondern ihn nur mit dem Kompressor aufpumpten und langsam zur Werkstatt rollten. Der Reifen hatte ein großes Loch und war etwas an der Seite beschädigt, wurde aber nicht getauscht, sondern nur repariert. Ob das die richtige Entscheidung war? 😗

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Durch diesen Zwischenfall gelangten wir leider später als gedacht zur Sesriem Oshana Campsite im Namib-Naukluft-Nationalpark und bezogen unseren Platz Nr. 6, nachdem wir den Schlüssel in der Dead Valley Lodge abgeholt hatten. Wie auch in Bagatelle hatten wir unser eigenes Waschhaus, waren jedoch wesentlich näher an anderen Plätzen.
Lange blieben wir aber nicht, sondern fuhren gleich weiter zum Sesriem Canyon, in den wir ein Stück hineinspazierten. Der Canyon ist sehr schön, aber nicht extrem spektakulär, aber auf jeden Fall einen Abstecher wert. Beim Parkplatz trieb sich eine Horde Paviane herum. Als wir zurückkamen, war bei einem der Autos der Scheibenwischer abgerissen, unseres haben sie zum Glück nur angepinkelt. 😈

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Durch unser Reifenproblem waren wir leider sehr knapp mit der Zeit. Vom Sesriem Canyon fuhren wir direkt zur Elim Düne. Am Weg dorthin sahen wir viele Oryxe und einige Springböcke.

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Wir machten uns an den Aufstieg auf die Düne, der durch den ganzen Sand (no na) doch etwas erschwert war. Zum Sonnenuntergang waren wir leider etwas zu spät, die Aussicht war dennoch genial. Die ganze weite Ebene des Nationalparks und dahinter die Berge, die noch vom Licht angestrahlt wurden - wunderschön.

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Da der Nationalpark um 19:30 schließt, machten wir uns auf den Rückweg zur Campsite. Dort bauten wir die Dachzelte auf und grillten das Abendessen - Springbockfilet mit Erdäpfeln, Reis und Salat, dazu südafrikanischen Weißwein - sehr gut. Zwischendurch lief noch ein Schakal an unserer Site vorbei. Da es bereits früh sehr kalt war, zogen wir uns bereits um 9 ins Dachzelt zurück. Aus der befürchteten Party eines unserer Nachbarn ist Gott sei Dank doch nichts geworden - es blieb ruhig.

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Tageskilometer: 358
Teil 724. März 2022
Tag 5: So, 5.9.21 - Sossusvlei - Morgenstund' hat Sand im Mund - Teil 1

Am nächsten Morgen weckt mich der Wecker meiner Armbanduhr planmäßig um 6:30 Uhr. Das freundliche ‚Guten Morgen' in die noch (überraschend) dunkle Nacht, um den Rest der Mannschaft zu wecken, wird weniger freundlich beantwortet. Papa %$!&*#?!! 😈 Aus irgendeinem Grund hat sich meine Uhr um eine Stunde verstellt und somit ist es jetzt nicht 6:30, sondern 5:30 Uhr - ups … 😊 Da wir schon mal wach waren, war daran jetzt auch nichts mehr zu ändern. Im eiskalten Morgengrauen packten wir alles zusammen (das Zusammenpacken der Dachzelte bei der Kälte zählt nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen und ist einer der Gründe, warum wir für eine eventuelle nächste Reise mit einem Buschcamper liebäugeln) und fuhren an der Düne 45 vorbei direkt Richtung Sossusvlei. Links und rechts überall Sanddünen mit ein paar vereinzelten Oryx, Straußen und Springböcken - wunderschön. Durch die aufgehende Sonne war es schon fast kitschig schön.

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Wir stoppten am ersten Parkplatz, senkten den Reifendruck und wagten uns auf die paar Kilometer 4x4-Strecke. Meine Damen waren davon nicht ganz so überzeugt die Strecke selbst zu fahren, aber ich wollte das einfach ausprobieren. Es hat auch problemlos geklappt und war schon eine interessante Erfahrung. Zum Probieren ist es dort ja ideal, weil sofort Hilfe da wäre.

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Am Deadvlei-Parkplatz gönnten wir uns ein kleines, schnelles Frühstück bestehend aus Roulade und Orangensaft, dann marschierten wir los Richtung Deadvlei. Wir wollten auf den Big Daddy und von dort ins Deadvlei hinunter.
Dabei haben wir aber offenbar den optimalen Zugang zum Big Daddy übersehen, jedenfalls mussten wir ein schönes Stück sehr steil - nach dem Motto 3 Schritte vorwärts, 2 zurück (oder umgekehrt) - hinaufklettern, bis wir am Dünenkamm waren, wo es dann doch deutlich einfacher, aber immer noch anstrengend weiterging. Birgit war einem Herzinfarkt nahe und hat mich schon verflucht, meine Mädels waren auch nicht gerade amused. Es war definitiv sehr anstrengend und man hatte gefühlte 3 Kilo Sand in jedem Schuh, aber für die Aussicht von oben und das Runtergehen/rutschen ins Deadvlei ist es das eindeutig wert.

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Im Deadvlei stehen bekanntlich sehr viele dekorative, fotogene tote Bäume, und wir machten natürlich von gefühlt so ziemlich jedem ein Foto. Besonders das Farbenspiel aus weißem Kiesboden, rotem Sand und blauem Himmel war toll. Schon ein sehr spezieller faszinierender Ort! Sorry für die vielen Fotos, aber es ist einfach zu schwierig sich zu entscheiden …

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Es geht auch ohne Baum!

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Es geht auch ohne Sand!

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Andere wählen eine kreativere Route bergab.

Ein paar tote Bäume habe ich noch … 😗

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Fortsetzung folgt ...
Teil 824. März 2022
Tag 5: So, 5.9.21 - Sossusvlei - Morgenstund' hat Sand im Mund - Teil 2

Am Rückweg vom Deadvlei zum Parkplatz bestiegen wir auch noch eine zweite kleinere Düne und liefen/rutschten sie hinunter. Durch den endlosen Sand hatten wir noch mehr als zuvor das Gefühl richtig in Afrika zu sein.

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Die Wüste lebt …

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Zurück am Parkplatz machten wir es uns unter einem riesigen Baum voller Vögel gemütlich und jausneten erstmal, bevor wir uns auf den Rückweg durch den Tiefsand machten.

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Maskenbülbül

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Sperling

Ein paar Eindrücke von der wieder problemlosen 4x4-Fahrt zurück zum ersten Parkplatz bei wunderschöner Wolkenformation (Aufnahmen durch die Windschutzscheibe mit der GoPro).

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Zurück am Parkplatz warf unser Auto die nächsten Probleme auf - unser Kompressor funktionierte nicht mehr. 😈 Nach Hochgefühlen sank meine Laune wieder kurzfristig Richtung Tiefpunkt. Zum Glück haben sie am Parkplatz aber doch einen auftreiben können, nachdem sie zuerst meinten, es gibt keinen. So konnten wir doch die Asphaltstrecke zurück nach Sesriem antreten.

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In Sesriem suchten wir erstmal einen Mechaniker, was ja an einem Sonntag nicht so einfach ist. Bei der inneren Tankstelle würden wir fündig. Mit vereinten Kräften wurde die Ursache gefunden - eine Sicherung war durchgebrannt, weil sie offenbar zu niedrig dimensioniert war, um gleichzeitig den Kühlschrank und den Kompressor zu betreiben. Die Schwierigkeit war, eine passende Sicherung zu finden - die Reservesicherungen im Auto waren entweder auch schon durchgebrannt oder zu schwach. Ein Mechaniker war dann einige Zeit weg und versuchte von irgendwo eine aufzutreiben - leider erfolglos. So wurde schließlich eine zu schwache Sicherung verwendet, mit dem Hinweis möglichst nur Kühlschrank oder Kompressor zu betreiben, aber nicht beide gleichzeitig - Problem gelöst. 😄

Schließlich machten wir uns durch den Namib-Naukluft-Nationalpark auf zur nächsten Unterkunft - Namib Desert Camping2Go, ein Schlafzelt mit richtigen Betten und einem festen Badezimmer. Das hat uns sehr gut gefallen, in schöner Lage alle Freiheiten des Campens mit Grillen und im Freien sitzen, aber trotzdem richtige Betten und ein ordentliches Badezimmer. Für eine Familie zu viert ideal.
Hier ruhten wir uns erstmal aus - duschten, lasen etc. - bevor wir das Abendessen kochten. Es gab Kudugulasch mit Trockenpflaumen, Mandeln, Honig-Balsamicosauce und Couscous sowie Springbockfilet, das wir in den Tiefen des Kühlschranks beim Springbockessen übersehen hatten, in derselben Sauce - köstlich! Das eine oder andere Glas Wein machte uns zusätzlich zum Sanddünen klettern angenehm müde, sodass wir bereits um 9 alle Lichter ausschalteten.

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Tageskilometer: 193
Teil 926. März 2022
Tag 6: Mo, 6.9.21 - Namib-Naukluft NP - Endloses Nichts - Teil 1

Heute ging es gleich nach dem Zusammenpacken ohne Frühstück in Richtung Solitaire los, weil wir dort frühstücken wollten. Kaum hatten wir das Grundstück verlassen, begegnete uns eine Herde springender Springböcke. Es ist absolut faszinierend wie die springen, wie Gummibälle. Wir haben ja später noch sehr viele Springböcke gesehen, aber sie sind leider nie mehr so gesprungen. Auf der anderen Straßenseite waren einige Oryx und unser erstes Zebra!

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In Solitaire frühstückten wir den weltberühmten(?) Apfelkuchen, der tatsächlich sehr gut war. Das wissen aber offenbar auch die Vögel, die immer auf der Lauer waren, um ein paar Krumen abzubekommen. Solitaire an sich ist winzig - eine Tankstelle, eine Bakery, ein Café, viele Autowracks und das war's so ziemlich. Irgendwie ist aber genau das der Charme des Ortes.

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Da muss doch noch etwas zu finden sein …

Durch die Namib Desert fuhren wir weiter nach Walvis Bay. Man liest oft, dass diese Strecke sehr langweilig ist, wir waren daher positiv überrascht, dass die Strecke deutlich abwechslungsreicher war als erwartet. Wir fuhren durch sehr interessante Landschaften - Wüste, Berge, Canyons. Halt machten wir unter anderem beim Tropic of Capricorn-Schild und dem Vogelfederberg, beides umgeben von endlosem Nichts.
Hier sind einige Eindrücke von der Strecke.

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Jeder fotografiert das Schild - warum, weiß man nicht so genau … 😗

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Vogelfederberg

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Eine Toilette und sonst nicht viel …

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Fortsetzung folgt ...
Teil 1026. März 2022
Tag 6: Mo, 6.9.21 - Namib-Naukluft NP - Endloses Nichts - Teil 2

In Walvis Bay kamen wir plötzlich wieder in die Zivilisation. Mit endlosem Meer zur Linken und endloser Wüste zur Rechten fuhren wir nach Swakopmund, zu Meike's Guesthouse.

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Wir bezogen unsere 2 Doppelzimmer, die sehr schön eingerichtet waren. Meike selbst war sehr hilfsbereit und super sympathisch. Wir waren uns einig, dass wir, wenn wir je wieder nach Swakopmund kommen sollten, sicher wieder bei ihr übernachten würden.

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Nach einem kleinen Mittagessen im wunderschönen Garten brachte uns ein Shuttle zu den Desert Explorers, wo wir eine 90 min Quad-Tour gebucht hatten. Die Quad-Tour war ein Wunsch von Lisa, alle anderen waren von der Idee nicht so recht überzeugt. Nach einer kurzen Einführung durch Ricky, unserem Guide, ging es los in die Wüste. Tina, die noch keinen Führerschein hat und auch nicht Moped-erfahren ist, hatte etwas Startschwierigkeiten, die sich aber bald legten. Wir fuhren hintereinander auf vorgegebenen Wegen meistens ganz gemütlich, aber manchmal auch bis zu 60 km/h schnell fast 30 km durch die Wüste. Nur Dünen und Sand um uns - einfach cool! Sobald man sich an das Gefährt gewöhnt hatte, konnte man es so richtig genießen. Wir hatten die ganze Zeit einen Grinser im Gesicht. Es mag seltsam klingen, aber diese Quad-Tour zählt sicher zu den absoluten Highlights unserer Reise.
Uns ist schon bewusst, dass das Quadfahren hier im Forum mehrfach durchaus kontrovers diskutiert wurde. Aber unser Guide, der auch Little Five-Touren führt, war wirklich sehr bedacht darauf, dass wir hintereinanderfahren, und hat uns eindringlich davor gewarnt, zu knapp bei/über Pflanzen zu brettern. Auch wenn wir dafür vielleicht ein virtuelles Kopfschütteln ernten - wir empfanden es summa summarum als einen verschmerzbaren Eingriff in die Natur. Aber wo die Grenzen liegen, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

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Lisa als Punkt am Horizont, nachdem sie bei einem Bergauf-Stück zum Stehen kam und zu Fuß, aber jubelnd, am Horizont auftauchte - es war ein Bild für Götter! 😄

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Wieder zurück in Swakopmund machten wir eine von Meike empfohlene kleine Spazierrunde zum Leuchtturm, den Strand entlang und dann zu The Fish Deli, wo wir zu Abend aßen. Birgit bestellte ein Hakefischfilet, Lisa ein Angel Filet mit Bacon, Tina Fish `n Chips und ich Salmon Fish Steak Asia - alles ganz ausgezeichnet! Zum Nachtisch teilten wir uns einen Brownie und eine Rumbowl mit Vanilleeis.
Wir spazierten heim - sehr kalt aber trotz anfänglicher Bedenken fühlten wir uns recht sicher. Die ganzen Stacheldraht- und Elektrozäune sind einfach etwas irritierend. Um ca. 22:30 Uhr gingen wir ins Bett.

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Tageskilometer: 311
Teil 1127. März 2022
Tag 7: Di, 7.9.21 - Swakopmund - Little Five und mehr - Teil 1

Wir frühstückten um 7:15 bei Meike. Der Frühstücksraum war sehr behaglich. Es gab als tolles Buffet Eier, Brot, Aufstriche, Obst, Gemüse, Müsli, Joghurt, Wurst, Käse, Kaffee und Saft.
Um 8:00 Uhr wurden wir von Tommy's Living Desert Tours abgeholt und fuhren in einem geschlossenen Safari-Auto in die Wüste, wo wir noch auf ein 2. Auto, den Rest unserer Gruppe, sehr nette und lustige Deutsche, trafen. Unsere zwei Guides waren Bianca und Chantelle, wobei Bianca, die eine ausgezeichnete Erzählerin war, so gut wie immer bei uns blieb und uns Fakten und Geschichten zu den Tieren und der Wüste erzählte, während Chantelle nach Tieren oder deren Spuren Ausschau hielt. Beide sprachen sehr gut Deutsch, wie offenbar viele Namibier im Tourismussektor und man hat gemerkt, dass die Wüste bzw. die Tiere ihre Herzensangelegenheit sind.

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Auf dieser Safari durch die Wüste trafen wir auf viele Spinnennester, einen Palmato-Gecko, zahlreiche Tok Tokkies (Nebeltrinker-Käfer), Cappuccino-Käfer, ein Chamäleon namens Bruce Willis (das heißt so, weil es schon so viel durchgemacht hat und noch immer lebt 😄 ), eine Düneneidechse (den Ferrari der Wüste - eine Eidechse, die unglaublich schnell über die Dünen rast und sich dann in den Sand stürzt), eine Zwergpuffotter (Sidewinder, Sandviper) und eine gehörnte Puffotter (Hornviper). Der Ausflug war unglaublich cool, wir haben viel gesehen und gelernt und es hat Spaß gemacht, die Tiere zu beobachten und durch die Wüste zu fahren.

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Palmato-Gecko

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Cappuccino-Käfer

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Tok-Tokkie

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Blindschleiche (Fitzsimons Burrowing Skink)

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Chamäleon "Bruce Willis"

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Mahlzeit!

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Bruce Willis' Zuhause 😉

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Bianca und Chantelle auf der Suche

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Eine gut getarnte Spinne

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Düneneidechse

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Zwergpuffotter (Sidewinder, Sandviper)

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Gehörnte Puffotter (Hornviper)

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Namibschmätzer

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Teil 1228. März 2022
Tag 7: Di, 7.9.21 - Swakopmund - Little Five und mehr - Teil 2

Nach der Little Five-Tour am Vormittag, machten wir kurz Pause bei Meike und wurden dann mit einem Shuttle zum Hafen von Walvis Bay gebracht, wo wir eine Bootstour mit Levo Tours auf einem Katamaran gebucht hatten. Zugegeben volles Touri-Programm! Aber das Wetter war super, kein Wind oder Nebel - davon haben wir (und auch Levo) es abhängig gemacht, ob die Nachmittagstour überhaupt stattfindet. Die Umgebung war zwar dank zahlreicher Ölplattformen und Containerschiffe wenig ansehnlich, wir sahen aber viele Tiere - Pelikane und Robben, nicht nur vom Boot aus, sondern auch AM Boot. Damit wir Touristen Fotos machen können, werden sie am Boot gefüttert und die Robbe setzt sich für Fotos sogar auf den Schoß - grenzwertig, aber wir haben natürlich auch mitgemacht. Flamingos, Kormorane, Große Tümmler, die ziemlich lange ums Boot herumgeschwommen sind, einen Buckelwal und eine ganze Robbenkolonie kamen uns vor die Linse. Durch den Fahrtwind war es ziemlich kalt aber trotzdem eine sehr schöne Runde!

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Alles einsteigen bitte! 😄

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Auch sie genießt den Ausblick 🙂

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Buckelwal

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Flamingos und Kormorane

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Robbenkolonie am Pelican Point

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Von Walvis Bay wurden wir mit dem Shuttle direkt zum Restaurant The Tug in Swakopmund gebracht. The Tug liegt direkt am Meer und man sieht die Wellen am Ufer brechen. Ein schönes Ambiente. Zu essen hatten wir: Springbockschnitzel für Birgit, Meeresfrüchtenudeln für Lisa, Springbock Cordon Bleu für Tina und O Kapana, ein (angeblich) traditionelles namibisches Essen, für mich. Zum Nachtisch teilten wir uns zwei Cheesecakes. Alles war köstlich! Heim fuhren wir mit dem Taxi, da uns der doch längere Weg in der Kälte und der Dunkelheit nicht ganz geheuer war.

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O Kapana

Tageskilometer: 0
Teil 1329. März 2022
Tag 8: Mi, 8.9.21 - Spitzkoppe - Fast wie in König der Löwen - Teil 1

Nach dem Frühstück bei Meike kauften wir zu Fuß noch Lebensmittel im Supermarkt ums Eck für die nächsten Tage ein. Um ca. 10 Uhr fuhren wir Richtung Norden los und machten einen kurzen Stopp beim Zeila Shipwreck. Dort war es aber eher unsympathisch, weil am Parkplatz mehrere Straßenhändler ihr Geschäft machen wollten. Da man das Wrack vom Auto aus sehen kann, sind meine Mädels lieber gar nicht ausgestiegen. Ich bin aber zum Fotografieren natürlich raus, habe sicherheitshalber das Auto zugesperrt und bin näher an das Wrack herangegangen. Plötzlich höre ich wie die Alarmanlage unseres Autos losgeht. Ein kurzer Schreck, ein paar schnelle Schritte zurück zum Auto, bis sich herausstellt, dass niemand in das Auto einbrechen wollte, sondern der Alarm nur losging, weil ich abgesperrt habe, sich meine Mädels aber im Auto bewegt haben - ups. 😗

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Auf einer nur begrenzt spannenden Strecke geht es weiter zum Cape Cross Seal Reserve - angeblich ca. 250.000 Robben (Seebären) am Land und im Wasser, auf Gehwegen und in Picknickstellen. Wahrlich endlos viele Robben. Die Geräusche waren aber fast noch faszinierender: jammernd, wie Schafe oder Kälber. Der Geruch war entgegen den Befürchtungen nicht so schlimm.

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Die Ratten mit Flügeln in Aktion.

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Nach gut einer halben Stunde fuhren wir in Richtung unseres Tagesziels Spitzkoppe. In Henties Bay suchten wir eine Tankstelle, wo wir sofort von mehreren Angestellten ‚überfallen' wurden. Das war irgendetwas zwischen beängstigend und belustigend. Insgesamt vier Personen waren mit dem Tanken und Scheiben waschen beschäftigt und haben sich so natürlich ihr Trinkgeld ‚verdient'.

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Ein erster Blick auf die Spitzkoppe

Fortsetzung folgt ...
Teil 1430. März 2022
Tag 8: Mi, 8.9.21 - Spitzkoppe - Fast wie in König der Löwen - Teil 2

Vor Spitzkoppe überkam uns erstmal eine recht bedrückte Stimmung, da die Siedlung dort offenbar sehr arm ist. Am Weg zum Camp boten uns Erwachsene wie Kinder Selbstgemachtes zum Verkauf an und man fühlt sich wie ein schlechter Mensch, wenn man vorbeifährt, aber gleichzeitig weiß man, dass man das Problem nicht löst, wenn man stehen bleibt und bei einem etwas kauft.

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Wir checkten im Camp ein und suchten uns gleich unseren Wunschspot nach den vielen Beiträgen, die wir dazu gelesen haben - den besten (!?) - 11B. Umgeben von roten Bergen und mit eigener kleiner Höhle waren wir alle begeistert von der Schönheit des Ortes - ein schönerer Platz zum Campen ist kaum vorstellbar! Einziges Minus war, dass es zwar eine Toilette gibt, aber fließendes Wasser nur bei der weit entfernten Rezeption. Aber mit diesem Ambiente kann man das für eine Nacht gut verschmerzen.

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Zwischen den Felsen verspeisten wir als Mittagessen die Snackboxen, die vom Boot fahren übriggeblieben waren und bekamen gleich Besuch vom nächsten Wildlife: einem Dassie (Klippschliefer), den die Mädels Toffee tauften. Besonders Lisa und Tina hatten es diese Tiere, die wie eine Mischung aus Quokka, Wasserschwein und Meerschweinchen wirken, angetan.

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Kap-Ammer (Cape bunting)

Wir kletterten auf den Felsen, der unseren Campingspot umgab, genossen den traumhaften Ausblick und machten jede Menge Fotos. Gibt es einen schöneren Platz zum Campen? 🙂

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Das Bild gehört wirklich so … 😉

Etwas später fuhren wir weiter zum Rock Arch/Bridge und genossen weiter die Landschaft, die uns an König der Löwen erinnerte. Die Bridge erinnerte uns dann sehr an die wunderbaren Arches in Utah. Er wirkte wie ein Fotorahmen für die Landschaft dahinter. Wirklich wunderschön!

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Birgit und ich in action

Zurück an unserem Platz bauten wir die Dachzelte auf und genossen auf ‚unserem' Felsen den Sonnenuntergang mit einem(?) Savannah - so lässt es sich leben! Auf dem Felsrücken trafen wir übrigens 'unsere' Deutschen der Little Five-Tour wieder - die Welt ist klein in Namibia 😉

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Als Abendessen gab es Oryxspieße, Erdäpfel und Gurkensalat. Oryx war bis jetzt das beste "exotische" Fleisch. Bei einem weiteren Gläschen ließen wir den wunderbaren Sternenhimmel auf uns wirken, bevor wir ins Dachzelt kletterten.

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Ein erster, eher bescheidener Versuch den unglaublichen Sternenhimmel zu fotografieren …

Tageskilometer: 316
Teil 1531. März 2022
Tag 9: Do, 9.9.21 - Camp Kipwe - Luxus in der Wüste - Teil 1

Der Tag begann sehr turbulent. Kurz nach Mitternacht wurde ich zu meiner Begeisterung von meinen etwas verängstigten Damen geweckt, weil sich irgendetwas am Dachzelt zu schaffen macht. Nach einer Weile war die Ursache klar - der Wind, der Wind, .... 🤪 Das hat alle bald wieder beruhigt, aber so um 6 Uhr, kurz bevor wir aufstehen wollten, hat mich Birgit aufgeweckt, damit ich sie in der Dunkelheit zur Toilette begleite, weil sie so starke Bauchschmerzen hatte. Der Durchfall war intensiv, aber zum Glück nur von kurzer Dauer. Dank der mitgebrachten Tabletten hatte sie untertags zwar noch ein flaues Gefühl aber keinen Durchfall mehr. Aber das war noch nicht alles - kurz nach Birgits Klo-Sitzung ist Tina in der Toilette in Ohnmacht gefallen - wir glauben aber nicht, dass da ein kausaler Zusammenhang besteht. 😗 Zum Glück war Lisa bei Tina und konnte sie auffangen, sodass sie sich nicht wehgetan hat. Sie war danach noch ein bisschen wackelig auf den Beinen, aber dann bald wieder ganz fit.

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Trotz dieses holprigen Starts in den Tag genossen wir den Sonnenaufgang über den Felsen, bevor wir die Dachzelte wegräumten und frühstückten - Pastries mit Orangensaft. Wir fuhren vor zur Rezeption des Spitzkoppe Rest Camps, wo wir das Geschirr wuschen und uns die Zähne putzten, bevor wir uns auf den Weg zum Camp Kipwe machten. Trotz der suboptimalen Nacht war Spitzkoppe aber ein absoluter Traum!

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Über eine zuerst sehr schöne Strecke (D2319), wo es schon Spuren der Wüstenelefanten zu sehen gab, aber eben nur Spuren und dann eine extrem schlechte, sehr holprige Straße (D2612) kamen wir in der Lodge Camp Kipwe an. Die Lodge besteht aus ca. 10 Bungalows auf rotem Felsen, so gut versteckt, dass man sie fast übersehen könnte. Die Kulisse ist wirklich wunderschön. Wir aßen zu Mittag in der Lodge - Birgit und ich einen Pulled Pork Wrap, Lisa einen Quinoa Salad und Tina einen Chicken Salad - dann bezogen wir unsere Zimmer - 1 und 2. Die Zimmer sind kleine Bungalows mit einem Bad im Freien! Sicher das coolste Badezimmer in dem wir je waren.
Hier sind einige Eindrücke vom Camp Kipwe.

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Die Lodge ist nicht nur wunderschön angelegt und gestaltet, sondern bietet auch schon so manches Wildlife.

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Fortsetzung folgt ...
Teil 1601. Apr. 2022
Tag 9: Do, 9.9.21 - Camp Kipwe - Luxus in der Wüste - Teil 2

Unser erster Ausflug vom Camp Kipwe aus war das nahe gelegene Damara Living Museum, wo uns ein Guide die Lebensweise der Damaras näherbrachte. Wir sahen u.a. einen traditionellen Schmied, Apotheke und Werkstatt. Zum Schluss tanzten und sangen die Damaras noch für uns, was uns sehr gefallen hat. Eine ganz besondere Atmosphäre, leise Erinnerungen an Pow-wows in Amerika. Im Shop kauften wir handgemachten Schmuck und Deko.

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Zurück im Camp Kipwe ruhten wir uns erst aus, bevor wir um 18:00 auf den kleinen Hügel für einen Sundowner stiegen. Hier tranken wir Cocktails und aßen Fingerfood, während wir den wunderschönen Sonnenuntergang beobachteten. Sobald die Sonne weg war, machten wir uns auf ins Restaurant zum Abendessen. Es gab Amuse-Bouche, Oryx-Steak bzw. Kingklip-Filet und ein Passionsfrucht Brulée, dazu Wein. Alles, bis auf das Amuse-Bouche, war sehr gut.
Nachdem wir erfahren haben, dass die Quarantänepflicht in Ö aufgehoben wurde, mussten wir natürlich mit einem weiteren Glas anstoßen …

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Tageskilometer: 221
Teil 1703. Apr. 2022
Tag 10: Fr, 10.9.21 - Camp Kipwe - Auf zu den Wüstenelefanten - Teil 1

Wir frühstückten - Buffetstyle mit allem was man braucht - um 6:30 Uhr. Um 7:00 Uhr begann dann der erste richtige Programmpunkt - ein nature drive auf der Suche nach Wüstenelefanten. In einem offenen Safariauto fuhren wir durch ein ausgetrocknetes Flussbett und rumpelige Wege.

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Dank der Funkverbindung mit anderen Guides fanden wir sehr rasch 12 Wüstenelefanten! Wunderschöne, sehr entspannte Tiere mit einem Baby. So nah wie nur möglich, aber ohne sie zu stören, beobachteten wir sie am Weg zum Wasser, beim Trinken und Fressen. Man hätte ihnen noch stundenlang zuschauen können. Insgesamt waren maximal drei Autos bei den Elefanten, in den ‚besten' Zeiten können es anscheinend auch 20 Autos sein. Das möchte ich mir lieber gar nicht vorstellen. Für die Kinder waren die Elefanten die ersten in freier Wildbahn, aber auch für Birgit und mich war es sehr eindrucksvoll sie in dieser tollen Landschaft in aller Ruhe zu beobachten.

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Es war schon sehr cool als sie in Reih und Glied direkt auf uns zu marschierten und unmittelbar vor uns den Weg kreuzten.

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Eines der Lieblingsbilder unserer Kinder, weil wir so glücklich und begeistert schauen. 😊
Ein paar Elefantenbilder haben wir noch - sorry! 😎

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Kurzer Trinkstopp für uns mit den Elefanten im Hintergrund

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Besuch am Elefantenfriedhof

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Fortsetzung folgt ...
Teil 1804. Apr. 2022
Tag 10: Fr, 10.9.21 - Camp Kipwe - Auf zu den Wüstenelefanten - Teil 2

Da wir die Wüstenelefanten so schnell gefunden hatten, verschoben wir das Nachmittagsprogramm - Twyfelfontein, Organ Pipes und Burnt Mountain - auf den Vormittag, das heißt, die beiden Touren wurden zu einer zusammengefasst.
Twyfelfontein sind Eingravuren in Stein, quasi wie Höhlenmalerei, die Tiere und Spuren zeigen. Sie sind sehr gut erhalten und überraschend gut "gezeichnet". Sie zählen außerdem zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Der originelle Wasserhahn im Eingangsbereich zu den Felsgravuren

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Tok Tokkie (Nebeltrinker-Käfer)

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Welwitschia, vom Österreicher Friedrich Welwitsch entdeckt. Sehr alt, aber nicht sehr schön ... 😗

Burnt Mountain ist einfach ein von Lava verbrannter Berg. Okay, aber nicht wirklich spektakulär.

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Organ Pipes (Orgelpfeifen) sind Basaltsäulen, die vor ca. 150 Millionen Jahren aus Lava entstanden sind, u.a. ähnlich denen auf der Insel Staffa in Schottland, nur kleiner, aber sehr cool.

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Zu Mittag aßen wir wieder in Camp Kipwe. Dadurch, dass wir das geplante Nachmittagsprogramm schon am Vormittag "erledigt" hatten, konnten wir den Nachmittag nutzen, uns auszuruhen, zu lesen, zu schlafen, zu schwimmen, bevor wir uns um 18:00 wieder auf dem "Berg" zum Sundowner trafen. Der Sonnenuntergang war diesmal aufgrund von Bewölkung aber weniger schön, die Cocktails waren aber genauso gut. 😎

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Zum Abendessen gab es Beefsteak bzw. Porkfilet mit Püree und Gemüse und Schokokuchen als Nachtisch. Alles ausgezeichnet, bis auf das Amuse-Bouche zur Vorspeise, die mir immer noch nicht schmeckt. Wir nutzten noch das Internet im Restaurantbereich aus, dann gingen wir um ca. 11 ins Bett.

Tageskilometer: 0
Teil 1906. Apr. 2022
Tag 11: Sa, 11.9.21 - Etosha NP - Jetzt geht's los - Teil 1

Wir frühstückten um 7, packten alles zusammen und fuhren um ca. 8:20 los in Richtung Etosha bzw. zuerst zur ziemlich einsamen Tankstelle in Twyfelfontein, bei der wir erst einmal den Tankwart suchen mussten.

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Weit kamen wir aber nicht: kurz vor Palmwag hatten wir mal wieder einen Reifenschaden. 😈 Der Reifen rechts hinten, der nach dem ersten Platten repariert wurde, hat jetzt endgültig den Geist aufgegeben und war völlig kaputt. Da blieb keine andere Wahl als den Reifen zu wechseln. Ich war zwar unsicher, ob ich den Wagenheber genau an der richtigen Stelle positioniert hatte, aber es hat erstaunlich problemlos funktioniert.

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Beim Gate in Palmwag schickte man uns zur Werkstätte der Lodge, aber die hatten leider keinen geeigneten Ersatzreifen und so fuhren wir bei nur bescheidenen Straßenverhältnissen mit nur einem Ersatzreifen über den Grootberg Pass weiter Richtung Etosha.

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Keine Elefanten, aber Giraffen schon außerhalb des Etosha

Bei der Tankstelle in Kamanjab, wo wir ohnehin tanken wollten, war auch eine Werkstatt dabei, wo nach längerer Suche auch ein passender Reifen gefunden wurde.
Wegen vieler bettelnder/verkaufender Einheimischer fühlten wir uns an der Tankstelle nicht so ganz wohl. Auch die Werkstatt sah nicht sonderlich vertrauenerweckend aus, aber der Mechaniker selbst war sehr nett und hat die Sache gut gemacht. Interessanterweise war dort bereits zum zweiten Mal beim Small Talk darüber, woher man kommt, die erste Reaktion auf "Austria": David Alaba.

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Die Werkstatt in Kamanjab

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Von dort war es nicht mehr sehr weit bis zum Galton Gate des Etosha NP, obwohl wir kurz auch verunsichert waren, ob wir den Eingang vielleicht verpasst haben, weil dann nichts mehr angeschrieben war. Beim Eingang gab es einige Formulare auszufüllen und das Auto wurde von Militärs genau auf Waffen durchsucht. Das war etwas irritierend, aber natürlich okay. Aufgrund der Reifenpanne kurz davor haben wir beim Eingang auch gefragt, wie man sich im NP bei einer Panne korrekt verhalten sollte. Bei den ersten Personen gab es ein Schulterzucken, eine andere meinte, man solle warten bis eine Streife vorbeikommt. Sehr überzeugend hat das ehrlich gesagt nicht geklungen und dieses (mögliche) Problem hatten wir dann aufgrund der Vorgeschichte schon dauernd im Hinterkopf.
Innerhalb weniger Minuten nach der Einfahrt sahen wir Steenboks (Steinböckchen), Giraffen, Impalas, Springböcke und beide Arten Zebras (Berg und Steppen) aus nächster Nähe.

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Bergzebras (Prof. Gosling freut sich übrigens nach wie vor über Mountain Zebra Bilder! https://www.facebook.com/EtoshaHMZ)

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Steppenzebras

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Fortsetzung folgt ...
Teil 2007. Apr. 2022
Tag 11: Sa, 11.9.21 - Etosha NP - Jetzt geht's los - Teil 2

Nach den ersten schon sehr schönen Sichtungen im Etosha klapperten wir alle Wasserlöcher zwischen dem Westtor und Olifantsrus ab.
Am Wasserloch Renostervlei gab es eine Gruppe Elefanten, die auch im Wasser spielten, rundherum Zebras, Strauße, Kudus und Springböcke. Ein guter Start im Etosha!
Hier teilten wir uns beim Beobachten auch als spätes Mittagessen eine der zwei Kipwe Lunchboxen.

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Kudus

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Dazwischen sahen wir u.a. Springböcke, Giraffen, einen Sekretär und Gnus. Mit der Zeit waren wir aber schon etwas verwöhnt und blieben nicht mehr bei jedem Tier stehen, um ein Foto zu machen. 😎

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Sekretär

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Bergzebras mit einem Berg-/Steppenzebra-Hybriden in der Mitte

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Steenbok (Steinböckchen)

Bei Okawao sahen wir Geier, Gnus, Springböcke und Elands. Das sind schon bemerkenswert schwere und wuchtige Antilopen.

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Weißrückengeier

Unsere erste Übernachtung im Etosha Nationalpark war im Olifantsrus Camp - wir bezogen einen Platz und bauten unser Dachzelt auf. In der Nähe hatten wir ein Gemeinschafts-Waschhaus, das deutlich besser war, als nach einigen Berichten zu befürchten war. Aber die Besatzdichte war natürlich Covid-bedingt überschaubar. Olifantsrus hat ein eigenes Wasserloch mit "hide" - eine Art Aussichtsturm neben dem Wasser mit Rotlicht ausgestattet - den wir natürlich gleich aufsuchten. Die Stimmung im hide war ziemlich cool und man sah extrem weit. Anfangs tat sich jedoch nicht sehr viel - nur einige Vögel und zwei Schakale - darum kehrten wir zum Platz zurück, um die zweite Lunchbox aufzuessen. Unser zweiter Besuch im hide war bereits im Dunkeln bei aktiviertem Rotlicht. Nun sahen wir noch 2 Schakale, 2 Oryx und insgesamt 3 Spitzmaulnashörner - eine Mutter mit Baby und einen Bullen! 🙂 Den Bullen konnten wir länger beobachten - beim Trinken, Horn wetzen und im Schlamm baden - die anderen beiden waren schnell verschwunden. Sobald der Nashornbulle in der Dunkelheit verschwunden war, gingen auch wir ins Bett.

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Tageskilometer: 377

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