Malarone

98 Antworten · 30,7k Aufrufe · gestartet 29. Jan. 2006 von Osso
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466 Beiträge · seit 200602. März 2006 · #61
12 Tabletten Malanil oder Malarone (selbe Firma, selber Wirkstoff) kostet in WDH 50 Euro, eine einzelne Tablette ca. 45 NAD und eine Großpackung wird entsprechend billiger. Vorrätig sind die vielleicht, also eher vorsorgen. So groß ist der Preisunterschied letztendlich nicht.

Gruß
Jürgen
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Themenstarter58 Beiträge · seit 200602. März 2006 · #62
Danke Jürgen!
Damit wäre meine Frage beantwortet, und wir werden uns wie immer Malarone aus Holland schicken lassen.
Viele Grüße
Osso
2'732 Beiträge · seit 200602. März 2006 · #63
Du kannst dir auch die Amlerone-Tabletten aus Holland per online-Apotheke schicken lassen. Dann kostet die 12er Packung nur rund 30 Euro!
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Themenstarter58 Beiträge · seit 200602. März 2006 · #64
Was ist jetzt wieder Amlerone?
7'296 Beiträge · seit 200602. März 2006 · #65
Osso schrieb:
Was ist jetzt wieder Amlerone?
... Buchstabendreher ... A <--> M ...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
15 Beiträge · seit 200602. März 2006 · #66
Vielen Dank euch allen, die ihr auf meinen Eintrag geantwortet habt.
Hat jemand schon mal von Armbändern gehört (ähnlich wie die Schweißbänder beim Tennis), die mit irgendwas gegen Insekten getränkt sein sollen. ?
Manche schwören ja auf VitaminB-Komplex in höheren Dosen oder Knoblauch.
Bringt das was?
2'346 Beiträge · seit 200602. März 2006 · #67
Hallo Marie,

die Armbänder - oder auch für die Fußgelenke - haben wir in unserem ersten Namibia-Urlaub verwendet. Sie sollen verhindern, dass irgendwelche Insekten in die Ärmel oder Hosenbeine kriechen. Ist eine einzige Schweinerei! Zum einen hast du dieses "Rattengift" immer schön fest auf der Haut und zum anderen Hemd (und Hose) durch die Feuchtigkeit natürlich gleich mit-versaut. Stattdessen würde ich auf jeden Fall ein Mittel zum Aufsprühen oder Einreiben vorziehen, was deutlich "dezenter" ist.

Gruß
Armin
46 Beiträge · seit 200605. März 2006 · #68
Hallo,

ich habe diesen Beitrag gelesen um mir klar zu werden ob Prophylaxe ja oder nein. Ich war jetzt schon einige male in Namibia. Davon einmal mit Prophylaxe. Ich hatte glaube ich alle Nebenwirkungen die auf der Packung standen und habe das Zeug im nächsten Klo runtergespült. Ich habe Lariam & Paludrine (oder so ähnlich) genommen. Nimmt man das eigentlich noch in Kombination?!

Dank den starken Regenfällen weiß ich jetzt nicht was ich machen soll, nachdem ich gestern auch noch einen Anruf aus Namibia bekommen habe ist alles noch schlimmer geworden. Hier die Fakten: Ich bin 2 Woche im Mai im Damaraland und schlafe nur unter freiem Himmel, ohne Mossie-Netz. Andererseits war ich auch schon im Caprivi, ohne Prophylaxe und dort ist ja auch immer Wasser.

Kann man also sagen: stehendes Wasser = Risiko, oder stehendes Wasser +Wärme = Risiko?

Laut meiner Bekannten muss man im ganzen Land länger als üblich mit erhöhter Malaria-Gefahr rechnen, würdet ihr das auch sagen? Ich bin immer davon ausgegangen das das ,,Malaria-Gebiet'' erst ab der Etosha beginnt.

In totaler Ratlosigkeit,

African Queen
Mehr &uuml;ber meine Reittouren in Namibia unter: www.trailreiten.beepworld.de
5 Beiträge · seit 200605. März 2006 · #69
Nach dem wir das dritte Jahr im südlichen africa waren und ich von dem SCH... lariam fürchterliche depressionen bekam haben wir uns dazu entschlossen keine medikamentöse prophylaxe mehr zu machen.Wir waren jetzt im Januar/februar wieder 6 Wochen da unten und haben wie die ganzen Jahre davor,nichts gemacht.(Wir waren jetzt das neunte mal für 6 wochen dort)D.h wir haben in den gegenden wo es mossis gab abends in autan gebadet.D.h.nicht nur ein bisschen da und ein bisschen dort nein,so richtig alles dick und fett einreiben.wir haben zu zweit einen verbrauch von ca.8-10 flaschen in 6 wochen.je nach mossivorkommen.als stand by haben wir lariam dabei,welches wir im notfall einehmen können.wenn ihr nicht gerade in gegenden fahrt die sehr weit abgeschlagen liegen könnt ihr in jedes buschkrankenhaus fahren.so weit kommt man eigentlich immer noch.Wenn ihr euch ganz unsicher seit mietet euch ein satelittentelefon.das ist garnicht so teuer und gibt einem ein sicheres gefühl.
1'130 Beiträge · seit 200606. März 2006 · #70
Vielleicht sollte wirklich ein Infopunkt aufgemacht werden
Es gibt drei Arten dder Malaria, im allgemeinen hat nur die tropicana letale Effekte (30% unbehandelt), gestochen wird nur in feuchten Gegenden, also meist am Ende der Regenzeit, eigentlich nicht im Hochland. Es sind stehende oder langsam fließende Gewässer zur Brut notwendig. Es wird nur in der Dämmerung gestochen, Parfüm dient als Lockstoff. Inkubationszeit 7-30 Tage, ggf 6-12 Monate, alle Malariapräparate schützen nicht vor der Krankheit, sondern verringern die Symptome, zusätzlich werden die Symptome kaschiert und erschweren die Erkennung. Sollte innerhalb von 24 Std kein geeigneter Arzt (in NAM sind alle geeignet) aufgesucht werden können, sollte bei Grippe ähnlichen (nicht grippalen) Symptomen gehandelt werden (Stand By).
Diese Ratschläge können keine eingehende Erläuterung durch Tropenmed Institute ersetzen. Für die Relevanz einer Vorbeugung ist jeder selbst nach seiner Einschätzung und der Risikoverifizierung zuständig. Das bedeutet, ob hier alle, manche oder keiner sich schützt ist irrelevant.
Schutz soll auf jeden Fall durch geeignete Kleidung, Repellans usw. vorhanden sein. Warum dann hier bei Angst kein Mossinetz eingesetzt wird, ist mir schleierhaft.
Ach ja, in Deutschland sterben jedes Jahr zwischen 15-20.000 Menschen an der Grippe!!


Post geändert von: Axel, am: 06/03/2006 13:59<br><br>Post geändert von: Axel, am: 06/03/2006 14:05
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
7'296 Beiträge · seit 200607. März 2006 · #71
Axel schrieb:
alle Malariapräparate schützen nicht vor der Krankheit, sondern verringern die Symptome, zusätzlich werden die Symptome kaschiert und erschweren die Erkennung.
Hallo Axel,
das habe ich schon häufig gelesen, aber immer nur als Behauptung von Laien wie unsereins. Auf einer ernsthaften medizinischen Seite habe ich das noch nie gefunden. Kennst Du eine Quelle, die die Aussage untermauert?
Natürlich schützt die Prophylaxe nicht 100%, das steht außer Frage. Aber wenn man den Rest des Satzes so liest, hört sich das an, als sei Prophylaxe eher gefährlich. Daher möchte ich an der Stelle noch mal nachhaken ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'130 Beiträge · seit 200608. März 2006 · #72
Hi Wolfgang,
die Aussagen sind nicht von mir, die sind von ausgewiesenen Tropenmedizinischen Kollegen und Kollegen aus NAM. Ein Problem der prophylaktischen Einnahme ist die Wichtung der Notwendigkeit mit der Abwägung der Vorteile und Risiken. Grundsätzlich kann/darf ein Forum dieser Art keine zwingenden Hinweise rechtlicher/medizinischer usw. Art geben, das führt zu Restriktionen, die Menge an "verschleierten" Hinweisen führt ja jetzt schon zu Verwirrungen.
Die Einahme von Mitteln gegen die Symptome einer Krankheit kann die Erkennung erschweren, da die Symptome ja schwächer ausfallen. Ein artfremdes Beispiel:
Mittel gegen Müdigkeit (Aufputschmittel) können ein Gefühl der "Unbesiegbarkeit" hervorrufen und verschleiern den Zustand des Körpers, danach ist ohne Vorwarnung ein abrupter Abfall der Leistungsfähigkeit die Regel, ansonsten wäre der Vorgang schleichend, aber bemerkbar und reaktionshervorrufend. (Das führt z.B. bei amerik. Kampfjetpiloten zu bemerkenswerten Ausfällen während des Einsatzes).
Jeder ist selbst nach Einholung aller notwendigen Auskünfte und einer Risikoabschätzung für seine Eigensicherung verantwortlich.
Beispiel:
Soll ein Tourist, der in WDH im Hotel wohnt, Gegenmittel nehmen?
Soll er ein Mittel nehmen, wenn er vorhat, für einen Nachmittag im klimatisierten Auto in die Etosha zu fahren?
Soll ein Tourist, der von Lodge zu Lodge im klimat. Kfz fährt Mittel einnehmen?
oder jemand, der zur Zeit mit dem Boot durch das Okavangodelta tourt (wann ist Laichablage, wann sind die Mücken am schlimmsten?
Wenn hier jemand (ich?) sagt ja oder nein und es passiert etwas, wer ist dann schuld?
Ein anderes Beispiel:
was passiert, wenn jemand, der bei jeder kleinen Entzündung Antibiotika nimmt, plötzlich wirklich krank wird.
Oder nach Einnahme einer Prophxlaxe nch Rückkehr von seiner NAM Reise eine Erkältung bekommt, sie mit Tempotücher behandelt und man anschließend bei der Obduktion eine Malaria tropicana Infektion feststellt.
Wäre diese Person mit Gliederschmerzen, Übelkeit, starkem Unwohlsein genauso leichtfertig umgegangen?
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
1'130 Beiträge · seit 200608. März 2006 · #73
Stell ich mal ne Matrix auf
Fahre ich in Malaria gefährdete Gegenden und wie lange bleibe ich dort
Ist dort gerade Regenzeit gewesen und gibt es dort stehende oder langsam fließende Gewässer,
bin ich dort in der Dämmerung zu Fuß unterwegs oder in der freien Natur
schlafe ich im Freien oder in einem Zimmer mit Mossi Netz und Klimanlage
habe ich die Möglichkeit mich mit Kleidung und Repellans wiksam zu schützen oder laufe ich gerne halbnackt ans Wasserloch.
Habe ich evtl. Faktoren, die auf den Beipackzetteln stehen und einer Einnahme widersprechen
Kann ich das Stand-By Präp. nach Vorschrift einnehmen
Kann ich das Präp nach Vorschrift einnehmen (Alkohol, Durchfall, Fettresorbation usw.)
Und:
ist immer ein Arzt innerhalb von 24 Std. erreichbar
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1 Beiträge · seit 200620. März 2006 · #74
Ob man nun irgendeine Pille gegen Malaria einwirft, muß letztlich jeder selbst entscheiden. Wir haben uns bei unserem 3 Wochen Campingtrip Ende Februar dafür entschieden, ohne irgendwelche Nebenwirkungen.

Was man aber vielleicht wissen sollte: In der "heißen" Malariazone dürfen die Apotheken KEIN Malarone verkaufen!

Grund dafür - man will nicht, daß zu viele Leute das Medikament einnehmen, da man Resistenzen befürchtet?!
Man muß den Vorrat also entweder schon zu Hause oder in Windhoek kaufen. Die Pillen sind übrigens auch vor Ort extrem teuer (12 St ca. 70,- Euro). In der Luisenapotheke werden die auch ohne Rezept verkauft.

Alles Gute.
Themenstarter58 Beiträge · seit 200621. März 2006 · #75
Juhuuu! Damit ist meine eingangs gestellte Frage (siehe 74 Posts weiter oben) beantwortet...! 😛

LG Osso
38 Beiträge · seit 200622. März 2006 · #76
Hallo!
Um das Ganze noch etwas zu verlängern:
wir wollen keine Prophylaxe nehmen.Uns wurde als
"stand-by" Doxy empfohlen!? Kennt das jemand???
Sollte man dann trotzdem noch zu einem Arzt, oder
reicht das dann aus?
Christine
2'346 Beiträge · seit 200622. März 2006 · #77
Hallo Christine,

ich persönlich bevorzuge Doxycyclin als Malariaprophylaxe. Nur als "stand-by" ist es definitiv nicht geeignet. Die Empfehlung ist also schlicht falsch. Wenn du sicher gehen willst, solltest du unbedingt einen Arzt konsultieren, der sich mit Tropenkrankheiten auskennt.

Viel Spaß
Armin
466 Beiträge · seit 200622. März 2006 · #78
Doxycyclin ist kein Sandby-Präperat!

Beachte das.
Jürgen
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215 Beiträge · seit 200622. März 2006 · #79
Hi Z'samme,

wir haben sehr gute Erfahrung mit Malarone gemacht. Ich nehme es nie, habe es aber immer dabei. Meine Frau nimmt Malarone und hat noch nie Nebenwirkungen gespürt.

Malarone ist leider teuer, lässt sich aber sehr gut weiterverkaufen! 😉
Günstigste Bezugsquelle: Online-Apo in Holland.

Beste Grüße
Norman
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1'130 Beiträge · seit 200622. März 2006 · #80
zum Thema Doxy gibt es jetzt einen eigenen "Fred" unter diverses
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"