H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201625. Okt. 2021 · #1
A lion a day!? – Herbstferien im Kruger 2021 oder “viele Türdichtungen”
Endlich wieder im südlichen Afrika. [lautes Seufzen]
Kgalagadi im April 2020 – Nationalparks im Lockdown, alles storniert. Mein 40. Geburtstag wird in Deutschland gefeiert – in ähnlich kleinem Kreis wie ursprünglich geplant, nur eben ohne Wüste und Löwen...
Kruger im Herbst 2020 mit den (Groß-)Eltern – abgesagt.
Vier Wochen Kruger im Sommer 2021 – schweren Herzens verabschiedet. SA ist Virusvariantengebiet…
Die Hoffnung aber stirbt bekanntlich zuletzt und aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Also wieder gebucht und gebangt: Kruger im Herbst 2021.
Und endlich: Südafrika ist sogar von der Liste der Hochrisikogebiete des RKI verschwunden – für unsere Kinder – jetzt beide stolze Grundschülerinnen – heißt das: Keine Quarantäne bei Rückkehr nach Deutschland. Die Vorfreude wächst immer weiter. Endlich scheint Afrika wieder für uns in greifbare Nähe gerückt…
Zwei Wochen „Kruger intensiv“ sollen es sein. Wir haben alles wieder über das SAN-Parks-Buchungstool zusammengestellt, schnell sind auch Flüge mit Lufthansa und Airlink gefunden.
Folgende Tour ist dabei herausgekommen: Flug von FRA über Johannesburg nach Nelspruit, Kruger Mpumalanga Airport 2 Nächte im Crocodile Bridge Camp 1 Nacht in Lower Sabie 3 Nächte in Satara 1 Nacht im Talamati Bushveld Camp 2 Nächte in Lower Sabie 1 Nacht in Skukuza 2 Nächte im Biyamiti Bushveld Camp 2 Nächte in Berg en Dal Rückflug
Der südliche und mittlere Teil des Kruger Nationalparks also sollte es sein.
So viel sei vorab gesagt: Die staatlichen Camps waren gut mit südafrikanischen Touristen gefüllt. Internationale Reisende waren aber eher selten anzutreffen. Bis auf die Teerstraße am Südufer des Sabie, die wie gewohnt gut befahren wurde, hatte man nur wenige Auto-Sichtungen. Stundenlang sind wir oft ganz allein durch den Busch geholpert und sogar auf den großen Hauptwegen sind uns stets nur vergleichsweise wenige andere Autos begegnet. Gamedrive-Fahrzeuge von Lodges außerhalb des Parks haben wir auch weit weniger als sonst gesehen – der internationale Tourismus in Südafrika ist – wenig überraschend – noch nicht wieder ganz auf die Beine gekommen.
Akribisch werden im Vorfeld immer wieder die Einreisevorschriften studiert, der offizielle Gesundheitsfragebogen runtergeladen und ausgefüllt, die südafrikanische Corona-APP gedownloaded, PCR-Tests organisiert. Alles fühlt sich aufregender als sonst – auch das Packen. Wir sind nach der Corona-Zwangspause irgendwie aus der Übung gekommen.
Am Tag der Abreise dann ein Aufreger: Zwei PCR-Testergebnisse sind irgendwie und entgegen aller Wahrscheinlichkeit verlorengegangen. 🤢 Viel Hektik, viele Telefonate mit Probenentnahmestelle und Labor. Stress und Sorge. Dann irgendwann die Erleichterung – im Labor ist man endlich fündig geworden. Das negative Ergebnis trudelt auf dem Smartphone ein, es fällt uns ein Gebirge vom Herzen. Wir sind jetzt noch reifer für die anstehende Auszeit.
Wir freuen uns auf den Duft der afrikanischen Luft, das goldene Licht der frühen Morgen- und Abendstunden, eine Zeit weitab vom Trubel des städtischen Alltags und natürlich auf ein Wiedersehen mit der afrikanischen Fauna. Die Vorfreude auf Giraffen, Kudus, Elefanten und Co ist riesig. Gespannt sind wir darauf, ob die Sichtungsfee im Kruger auch in diesem Jahr uns zugetan ist oder ob sie in der Zwischenzeit zu sehr aus der Übung geraten ist.
Und so geht es schwer bepackt mit zwei großen Trolleys, vier Rucksäcken und zwei Objektivköchern (unsere Fotoausrüstung hat während der Corona-Zeit Zuwachs erhalten) erst zum Bahnhof und dann zum Flughafen. Endlich wieder Afrika. 🙂
Nach und nach werden wir jetzt unsere Fotos sichten und naturgemäß stark ausdünnen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen werden wir euch dann gern mit auf unsere Reise durch den Kruger nehmen.
Wir freuen uns darauf, unsere Erlebnisse und Erfahrungen mit euch einmal mehr zu teilen und laden euch ein, auf den Plätzen unseres geräumigen Hyundai H1 Platz zu nehmen. Bald geht die Reise los.
Herzlich Sascha mitsamt den drei „Honigdächsinnen“
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201625. Okt. 2021 · #4
Hallo Sascha,
nachdem es für uns nächstes Jahr auch nach Südafrika gehen soll, bin ich natürlich dabei. Dein Auto wurde von anderen schon empfohlen. Hast Du ein Foto davon und wo hast Du es gemietet? Konntest Du die genau dieses Modell mieten?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Old Women1'543 Beiträge · seit 201325. Okt. 2021 · #5
Hallo Sascha, oh wie schön, ein Besuch im Krüger, da bin ich sehr gerne dabei. Ach, beide Mädels sind schon in der Schule, die Zeit vergeht wirklich schnell. Eure Jüngste war doch noch so klein als ich sie das letzte Mal gesehen habe 😐 .....
Flash20101'425 Beiträge · seit 201526. Okt. 2021 · #7
Lieber Sascha,
juhuuu, die Honeybadgers waren endlich wieder in Afrika 🤩 wie schön für euch, das freut mich wirklich sehr! Selbstverständlich habe ich schon Platz genommen, muss aber in einer Woche wieder aussteigen, da es auch für uns endlich wieder nach Afrika geht.
Ich freue mich riesig auf deinen Bericht und bin gespannt, was ihr aus der aufgestockten Kameraausrüstung rausgeholt habt 🙂
Champagner8'672 Beiträge · seit 201026. Okt. 2021 · #8
Guten Morgen Sascha,
du kannst das jetzt glauben oder auch nicht 😮 , aber ich habe tatsächlich gestern früh auf dem Weg zur Schule überlegt, was es von euch wohl Neues gibt. Dabei hatte ich eure zurückliegende Reise aber gar nicht auf dem Schirm, obwohl du es mir ja sogar noch geschrieben hattest ( shame on me 😵 , zu meiner Verteidung kann ich höchstens anbringen, dass die Herbstferien bei uns erst vor der Tür stehen und Ihr für mich somit noch gar nicht unterwegs wart 😄 -gaaaanz schwache Ausrede, weil ich eigentlich von schulferienabhängigen Fomis aus NRW wusste, dass sie unterwegs waren 😊 ).
Sei's wie's will - ich freue mich sehr auf deinen/euren Bericht und ich musste schon sehr über die Türdichtungen schmunzeln (in der Annahme bzw. Hoffnung dass ich das Richtige meine 😉 ). Aber das werde ich ja sicher im Laufe des Berichts erfahren.
Dass es bei Euch auch so einen Stress mit den Tests gab wie bei uns tut mir leid, ich kann soooo gut nachvollziehen, wie Ihr euch gefühlt haben müsst 😣 .
Jetzt wünsche ich dir viel Kraft beim Fotosichten und uns bald ein erstes Kapitel 😎 (Grüße von meinem Zanpfahl!)
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201426. Okt. 2021 · #9
Hi Sascha
bei einem Bericht von dir bin ich immer sehr gerne dabei! Aber bevor es mit dir in den Kruger geht, muss ich erst nochmal schnell in mein Sehnsuchtsland. 🙂
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201626. Okt. 2021 · #10
Liebe Leute, es ist schön, dass ihr alle dabei seid! So macht das Fotosichten gleich noch mehr Freude!
@ Logi Herzlich willkommen an Bord! Es freut mich, dass du dabei bist.
@ Sam Schön, dass du dich für unseren Kruger-Trip interessierst. Bin ich doch bei deinen Berichten auch immer sehr gern dabei.
@ Gabi Südafrika ist eine (oder mehrere!) Reisen wert. Ein Foto des Wagens kommt im ersten Kapitel. Wir haben den Kleinbus über Sunnycars gemietet. Der eigentliche Vermieter vor Ort war dann Europcar. Buchung und Übernahme waren ganz problemlos. Das Auto war fast neu und als Safarimobil (im Kruger) äußerst gut geeignet, da es die nötige "Buschhöhe" bietet. Das Auto ist in einer Kategorie mit dem VW T6 - auch ein wunderbares Auto für unsere Zwecke. Da ich im Urlaub einen kleinen Unfall hatte, bin ich gespannt, ob die Schadensregulierung ebenso gut läuft wie alles andere.
@ Beate Schön, dass du dabei bist! Ja - es ist lange her, als wir uns in Büsnau zuletzt sahen. Unsere Kleine ist jetzt stolze Erstklässlerin. Hoffentlich sind Forumstreffen in absehbarer Zeit wieder vertretbar und möglich.
@ Carsten Willkommen an Bord für die erste Berichtsphase. Ich beneide euch, dass ihr den Trip noch vor euch habt. Der Kruger wird gerade richtig frühlingshaft grün. Das wird sicher eine schöne Reise. Und ich freue mich bereits auf deinen Bericht!
@ Laura Endlich wieder Afrika! Lange haben wir warten müssen. Und auch für euch geht es wieder los! Das freut mich ehrlich! Wo geht es denn hin? Ich schätze, dass an Namibia kein Weg vorbeiführt? Ich wünsche euch schonmal jetzt eine unvergessliche Reise!
@ Bele Willkommen an Bord! Ja - die Geschichte mit den fehlenden Testergebnissen braucht wirklich kein Mensch! Zum Glück hat sich alles zum Guten gewendet - am Anfang sah es so aus, als müssten wir tatsächlich noch einen zweiten Test im Schnellverfahren (ca. 40 km von unserem Wohnort entfernt) machen müssen - das hätte alles sehr knapp gemacht... Deinen Bericht, den ich wegen der Vielfalt der Sichtungen sehr genieße, muss ich noch zu Ende lesen - darauf freue ich mich.
@ Konni Schön, dass du kurz vor Abflug noch einsteigst! Wenn ich euren Reiseticker so ansehe, kann ich ja richtig neidisch werden. So schöne Aussichten. Ich freue mich auf fotoreiche Berichte!
Heute wird weiter ausgewählt und dann geht es hoffentlich auch bald richtig los hier. LG Sascha
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201627. Okt. 2021 · #12
Kapitel 1: Endlich zurück
Kurz nach 22 Uhr hebt die Lufthansamaschine in Frankfurt ab. Vor uns liegen knapp 10 Stunden Nachtflug gen Johannesburg. Wie immer haben wir zu viert eine Mittelreihe – und im Vergleich zu unseren Flügen zu Zeiten, als unsere Kinder noch jünger waren, ist das gemeinsame Fliegen jetzt einfach sehr entspannt. Alle essen und trinken selbstständig, können sich mit dem Entertainment-Programm beschäftigen (für die Kids eines der Highlights der Reise…) und schlafen irgendwann friedlich. So vergeht die Zeit schnell und unaufgeregt. Dass wir die ganze Zeit über Masken tragen müssen, stört uns weit weniger, als vorher befürchtet.
In Johannesburg haben wir dann rund 2,5 Stunden Umsteigezeit – durch eine Veränderung des Flugplans bei Airlink etwas weniger Zeit, als wir uns wünschen würden, da wir unser Gepäck abholen und erneut einchecken müssen und nicht einschätzen können, ob Corona die Einreiseformalitäten verzögern wird.
Aber tatsächlich ist das Gegenteil der Fall – noch nie sind wir so schnell durch die Passkontrolle und den Sicherheitsbereich gekommen. Es ist einfach viel weniger Betrieb als zu normalen Zeiten. Der verpflichtende Gesundheitsfragebogen wird vor der Passkontrolle eingesammelt – sein Inhalt wird dabei kaum eines Blicks gewürdigt… Zu Krankenversicherung und SA-Corona-App werden wir nicht befragt.
Schnell haben wir unsere Koffer zurück und können sie alsbald zum Airlink-Schalter bringen. Für den Inlandsflug ist Corona dann tatsächlich gar kein Thema mehr.
Pünktlich hebt auch die Maschine gen Mpumalanga International Airport ab. Die nun anbrechenden 45 Minuten sind jedoch alles andere als angenehm. Im Luftraum ist es windig und so quälen uns heftige Turbulenzen, die das kleine Flugzeug hin und herschwanken lassen – die Kinder nehmen das sportlich, die Erwachsenen weit weniger… 🤢
Als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen haben, ist die Erleichterung groß. Beim Aussteigen genießen wir den strahlenden Sonnenschein, atmen die trockene Hitze Südafrikas. Endlich… 🙂
Schnell haben wir unser Gepäck wieder in unserem Besitz und stehen alsbald am Europcar-Schalter. Hier zieht es sich – wie immer – in die Länge. Die Information, dass wir Kindersitze gebucht haben, ist mal wieder nicht bis nach Nelspruit durchgedrungen. Zum Glück können spontan zwei brauchbare Exemplare organisiert werden.
Bald stehen wir auf dem Parkplatz vor unserem fast fabrikneuen Hyundai H1, der uns die kommenden zwei Wochen treu durch den Kruger schaukeln wird. Leider kann man bei diesem Modell keine Sitze ausbauen und so ist klettern angesagt, um sich von Reihe zu Reihe zu bewegen. Dafür kann das Mittelteil zwischen den Vordersitzen so geklappt werden, dass eine Sitzbank entsteht; das gefällt den Kindern wiederum sehr gut.
An den Linksverkehr gewöhne ich mich schnell wieder und fast ohne zu „wischblinken“. Schnell sind die ca. 70 Kilometer bis Malelane zurückgelegt, während wir die an uns vorbeiziehende Landschaft genießen und enorme Wiedersehensfreude empfinden, die sich aber nicht auf südafrikanische Überholmanöver bei Gegenverkehr ausweiten möchte. 😵
Unser erstes Ziel ist der Superspar in Malelane. Wir mögen es, dass man hier auf dem Parkplatz ganz unbehelligt sein Auto stehen lassen kann und der Supermarkt ist so groß und hat eine entsprechende Auswahl, dass man sich hier gut für zwei Wochen eindecken kann. Und so landen bald Säfte, Obst, Gemüse, Tütensuppen, Nudeln, Soßen und Cereals im Wagen, bis es sich türmt. Auch in Südafrika werden wir keine großen Köche werden… 😉
Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Malelane Gate. Beim Überfahren der Brücke eröffnen sich erste Blicke auf den Crocodile River und seine Bewohner. So vertraut und doch immer wieder schön.
Die Formalitäten sind schnell erledigt und so fahren wir gegen 15 Uhr in den Park, um auf der Crocodile River Road am Fluss entlang zu unserem ersten Camp zu fahren: Crocodile Bridge.
Auf der Fahrt haben wir keine spektakulären Sichtungen, aber die sind auch gar nicht nötig, um Zufriedenheit auszulösen. Wir sind wieder hier! 🤩
Und es zeigt sich auch recht viel Wild am Wegesrand. Wir freuen uns über Begegnungen mit Warzenschweinen, Kudus, Wasserböcken, den omnipräsenten (und in ihrer Eleganz viel zu wenig beachteten) Impalas.
Ein Nilwaran wärmt sich in der brennenden Nachmittagssonne.
Auch ein erster Kronenducker beäugt uns neugierig und mag gar nicht - wie sonst so oft - schnell im Unterholz verschwinden.
Die Vogelwelt ist vertreten durch Schwarzbauchtrappen, Gelbschnabeltokos und einen jungen Kampfadler.
Erste Elefanten kreuzen unseren Weg. Was haben wir diese Tiere, zu denen wir respektvollen Abstand halten, vermisst.
Auch Giraffen zeigen sich zur Freude der Kinder, bei denen die friedlichen Riesen seit Jahren ganz hoch im Kurs stehen.
Kurz vor dem Camp – das Tageslicht neigt sich seinem Ende zu – dann ein kleiner Höhepunkt. Eine stattliche Tüpfelhyäne frisst an einem kaum mehr zu identifizierenden Warzenschweinkadaver. Ein optisches und auch olfaktorisches Erlebnis!
Bald schnappt sich das Tier sein Abendessen und trägt es emsig durch die Landschaft. Es ist schon enorm, was Kiefer und Halsmuskulatur hier leisten können.
Kurz vor 18 Uhr und damit zur Schließung der Tore fahren wir in Crocodile Bridge ein. Wir bekommen wie im Jahr 2018 Hütte 19, die im Innenkreis des kleinen Camps liegt. Keine spektakuläre Behausung, aber zweckmäßig. Wir bereiten ein einfaches Abendessen und stromern ein wenig durch das Camp. Nach der Hitze des Tages kommt am Abend ein enorm starker Wind auf, der Gewitterwolken hereinträgt. In der Nacht beginnt es stark zu regnen. Blitze erhellen den schwarzen Himmel, Donner grollt. Wir aber freuen uns auf den morgigen Tag. Um 5.30 Uhr soll es zur Toresöffnung auf eine erste Familien-Morgenausfahrt gehen. Unsere Zeit im Kruger kann beginnen.
Und ich stelle wieder einmal fest: Reiseberichte lesen lohnt sich immer!
H.Badger schrieb: ... Unser erstes Ziel ist der Superspar in Malelane. Wir mögen es, dass man hier auf dem Parkplatz ganz unbehelligt sein Auto stehen lassen kann ...
Sofort notiert und an den "Fahrbeauftragten" weiter geleitet!
Haaalooo Sascha und die Honigdächsinnen 😘 auch ich klammer mich ein bisschen am Hyundai fest 😄 aber nur bis Samstag 🤩 DANN GEHT'S FÜR UNS AUCH ENDLICH WIEDER IN DEN KRÜGER !!! (Okaaay, für Axel wird's das 1. Mal sein 😎 ) (ich seh mich jetzt schon im Malelane Superspar den Wagen vollpacken 🤪 ) Bin sooo gespannt, wie die Einreise klappt (hört sich bei Euch ja ganz easy an 😉 ) In Croc Bridge werden wir auch sein (hab ich bisher immer ausgelassen) aber Sichtungstechnisch ist die Ecke klasse. Freu mich auf Eure Fortsetzung 😘
Enilorac65768 Beiträge · seit 201728. Okt. 2021 · #16
Ich möchte auch gerne mitkommen und freue mich auf eure Erlebnisse!
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201629. Okt. 2021 · #17
Guten Morgen zusammen!
@ TinuHH Schön, dass du dem Bericht folgst. Herzlich willkommen!
@ Logi Es freut mich, dass du aus dem RB auch praktische Informationen destillieren kannst. So soll es sein!
@ Clax Ach wie schön! Ich wünsche euch eine ganz tolle Zeit im Kruger. Das anbrechende Frühjahr färbt ihn gerade gefällig ein. Wenn ihr in Crocodile Bridge nächtigt (wir mögen das kleine und sehr ruhige Camp trotz seiner Gate-Lage sehr gern), fahrt unbedingt früh raus, damit ihr vor den Fahrzeugen von draußen im Park seid. Ich empfehle ganz klar, schnell von der Teerstraße wegzukommen und die S28 anzusteuern. An der Teerstraße ist es links und rechts ziemlich waldig. Auf der S28 fahrt ihr durch sehr offenes Grasland - ein gutes Jagdgebiet für Geparden. Und zudem einfach gut einsehbar.
@ Enilorca Herzlich willkommen an Bord. Schön, dass du dabei bist!
Heute habe ich mir vorgenommen, weiter Fotos auszusortieren - dann gibt es bald auch das nächste (Teil-)Kapitel dieses Berichts.
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201629. Okt. 2021 · #18
Kapitel 2: Unterwegs auf dem „Southern Circle“
Das nächtliche Gewitter hat einen Wetterumschwung mit sich gebracht. Als wir aufwachen, ist es stark bewölkt und erstaunlich kühl. Es weht ein beständiger Wind. Nach dem sommerlichen Empfang am gestrigen Tag wirkt die Szenerie rau und düster. Wir sind trotzdem frohen Mutes. Noch müde geht es im Morgengrauen ins Auto. Unser Ziel ist die S28 – eine unsere liebsten Nebenstrecken im Kruger, die durch zumeist erfreulich offenes Grasland führt und im Vergleich zur in etwa parallel führenden Hauptstraße weitaus weniger befahren ist. Wir sind kaum von der Teerstraße gen Osten abgebogen, schon sehen wir zwei Gamedrive-Fahrzeuge auf der Straße stehen. Hier muss es etwas zu sehen geben. Als wir näherkommen, ist es nicht schwer, den Grund für die Anwesenheit der Landcruiser zu entdecken. Direkt neben dem Weg lagern im Gras drei stattliche Löwenkater. Der böige Wind zaust ihre üppigen Mähnen, während sie uns müde und/oder wenig interessierte Blicke zuwerfen.
Selbst zu dieser frühen Morgenstunde herrscht bei den dreien schon die löwentypische Ruhe – mit viel Bewegung ist nicht zu rechnen. Aber das tut der Schönheit der Sichtung keinen Abbruch. Vor allem einer der drei Kater hat es uns angetan: Seine prächtige farblich-changierende Mähne verleiht ihm eine besondere Majestät. Ein wunderschönes Tier.
Wir bleiben lange bei den Löwen stehen und können uns nur schwer losreißen (Anm.: Das gilt vor allem für die Erwachsenen, die Aufmerksamkeit der Kinder ist bei sich wenig bewegenden Tieren von geringerem Ausmaß… 😗 ). Unser Weg auf der S28 führt uns an einigen Elefanten und Giraffen vorbei – die Tiere sind weiter entfernt und bei dem herrschenden Licht sparen wir uns Fotos. Nur einige Zebras lichten wir ab.
Bald aber dann ein zweites Highlight der Morgentour. Auch weit entfernt und damit eher eine „Fernglassichtung“: Zwei Geparde! Wir freuen uns sehr! Die S28 bewährt sich einmal mehr als verlässliche Straße für die Sichtung dieser wunderbaren Raubkatzen. Durch unsere Teleobjektive gelingen trotz der Entfernung und des schlechten Lichts einige passable Erinnerungsbilder und als sich die Geparden noch weiter in den Busch zurückziehen, fahren wir schließlich zufrieden weiter.
Wir biegen gen Wasserstelle „Duke“ ab – haben dort aber keine Sichtung, nur einige Kudus begegnen uns.
Dafür müssen wir bald wieder halten, als wir die Runde zur Teerstraße fortsetzen. Direkt neben der Pad lagern erneut Löwen: Dieses Mal handelt es sich um zwei ausgewachsene Kater. Sie liegen lange nicht so schön frei wie die Löwen vom Beginn der heutigen Ausfahrt, lassen sich aber trotzdem gut in ihrer morgendlichen Lethargie von uns beobachten.
Über die Teerstraße geht es zurück ins Camp. Wir sind hungrig und die Kinder brauchen eine Pause. Mit diesen frühen Morgenstunden unseres ersten kompletten Kruger-Tags sind wir sehr glücklich.
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201631. Okt. 2021 · #19
Flash2010 schrieb:Hallo Sascha,
eins sei verraten, wir werden komplettes Neuland betreten 🤩 Namibia gibt's wieder im Juni nach 2x Verschieben...
Liebe Grüße Laura
Liebe Laura, ich hatte deine Antwort ganz übersehen. Ich bin gespannt, was das Neuland für euch ist und erwarte natürlich ausführlichen Bericht. 😉 Kenia? Tansania? Südafrika? Eine ganz tolle und sichtungsreiche Reise wünsche ich dir und Petra, von der ich annehme, dass sie mit dir reist. Herzlich Sascha
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201601. Nov. 2021 · #20
Fortsetzung
Wir machen eine lange Pause in Crocodile-Bridge. Nach unserem traditionellen Frühstück auf der Terrasse unserer Hütte spielen die Kinder auf der Wiese in der Mitte des Camps und die Erwachsenen streifen umher, um vielleicht einige interessante Sichtungen zu haben. Über die Jahre scheint uns die ansässige Buschbockpopulation gewachsen zu sein und so sind diese Tiere bei unserem diesjährigen Besuch im Camp an vielen Ecken zu entdecken. Außerdem sind immer wieder Grünmeerkatzen unterwegs – stets unvorsichtig abgestellte Lebensmittel im Blick.
Wir freuen uns über einen Brown-Hooded Kingfisher (Danke an euch drei! 😉 ) und eine Kurrichane Thrush (als bewusste Erstsichtung).
Auch Laughing Dove und Hadeda Ibis sind unterwegs – so wird es uns nicht langweilig.
Am frühen Nachmittag fahren wir für einen späten Imbiss gen Lower Sabie. Wir sehen bei den Löwen in der Nähe des Camps nach – diese haben sich aber leider in den Busch zurückgezogen und lassen sich nur noch erahnen. Die Fahrt gestaltet sich dann leider insgesamt als recht sichtungsarm und auch das Wetter mag sich nicht aufklaren. Uns kommt als Gegenverkehr auf der Hauptstraße eine Tüpfelhyäne entgegen.
Außerdem lassen sich Gnus, eine Pantherschildkröte, Krokodile und Warzenschweine ablichten. Viele Fotos entstehen heute nicht – das schummrige Licht lädt dazu ein, nur mit dem Auge zu beobachten.
Am Sabieufer folgt dann eine Überraschung: In dem Baum, in dem bei unserem letzten Besuch ein Impalariss hing, hängt auch heute wieder einer! Zwei Raubadler tun sich daran gütlich. Den Leoparden werden wir in diesem Jahr hier leider nicht antreffen – schade.
In Lower Sabie steuern wir gleich die Aussichtsterrasse an und lassen unseren Blick über die heute grau erscheinende Flusslandschaft schweifen. Elefanten sind hier eigentlich immer zu beobachten und so können wir auch heute den grauen Riesen zusehen.
Bei dem ansässigen Mugg & Bean Restaurant essen wir immer wieder gern. Einerseits hat man hier wirklich schöne Ausblicke und andererseits schmeckt das Essen einfach sehr lecker. Egal ob Frühstück, Burger oder Sandwiches – bisher war alles von wirklich guter Qualität.
Nach unserer Siesta geht es zurück nach Crocodile Bridge. Anders als auf der Hinfahrt wählen wir die S28. Und wir werden belohnt. Nach längerer Sichtungsflaute auch auf dem Rückweg stoßen wir auf eine vierköpfige Gepardenfamilie, die unweit der Straße döst. Leider ist das Licht – das heute nie der Rede wert war – bereits gut eine Stunde vor Gateschließung quasi verschwunden. Und so sehen wir die Tiere nur in Graustufen. Auch ernten wir außer einigen müden Blicken keine nennenswerte Aktivität. Trotzdem freuen wir uns natürlich sehr über die zweite Gepardensichtung des Tages.
Im Camp angekommen, machen wir Pause und rüsten uns bald für eine Nachtsafari, die um 20 Uhr beginnen wird und auf die sich unsere kleine Tochter schon sehr lange freut. Endlich ist sie sechs Jahre alt und darf an den geführten Aktivitäten teilnehmen! Da es ihre erste Nachtausfahrt sein wird, widme ich ihr ein gesondertes Kapitel.