Ausgangssperre bei Rückreise nach Deutschland

70 Antworten · 6'425 Aufrufe · gestartet 25. Apr. 2021 von Mokka
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Themenstarter20 Beiträge · seit 202125. Apr. 2021 · #1
Hallo zusammen,

Ich bin neu im Forum und möchte mich erst mal bei allen Fomis für die vielen hilfreichen Informationen und tollen Reiseberichte bedanken!
Anfang Mai wollen wir endlich zum zweiten Mal nach Namibia reisen. Die Vorfreude ist schon riesengroß! Jetzt ist mir allerdings mit Schrecken aufgefallen, dass wir bei der Rückreise es auf keinen Fall bis 22 Uhr zum Beginn der Ausgangssperre von Frankfurt nach Hause schaffen werden. Andererseits sind wir ja auf Grund der Quarantäneanforderungen verpflichtet, uns umgehend und ohne Verzögerungen auf den Heimweg zu machen. Wie sind diejenigen von Euch, die in letzter Zeit gereist sind (in Bayern besteht die Ausgangssperre ja schon länger), damit umgegangen? Ist evtl. schon mal jemand von der Polizei kontrolliert worden und wie hat sie reagiert?
Schon mal vielen Dank für alle Antworten! Das Problem dürfte ja in nächster Zeit viele Reisenden betreffen.
33,1k Beiträge · seit 200625. Apr. 2021 · #2
Willkommen im Forum!
Was hat "Ausgangssperre bei Rückreise nach Deutschland" mit Botswana zu tun?

Zu Deiner Frage: Ich kann nur in Bezug auf HH sprechen, wo auch schon länger eine Ausgangssperre gilt. Es kommen dennoch Flieger nach dieser Zeit an und dies ist auch kein Problem, sofern Du Dich dann direkt auf den Heimweg begibst. Nachweis ist im Zweifel vorzuzeigen, also z. B. Deine Bordkarte. Aber wie es bei Deiner Rückreise, vermutlich dann ja Mitte/Ende Mai aussieht, weiß man derzeit ja eh noch nicht....

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter20 Beiträge · seit 202125. Apr. 2021 · #3
Danke Christian für die schnelle Antwort! Hat natürlich nichts mit Botswana zu tun. Bin offensichtlich zu doof, es richtig zu posten. Hab leider keine Ahnung , wie ich das ändern kann.
Komme aus Bayern. Bin mir nicht so sicher, wie das mit der Toleranz hier ist.
94 Beiträge · seit 201925. Apr. 2021 · #4
Du übernachtest einfach am Flughafenhotel Marriot. Die fragen dich ob du geschäftlich unterwegs bist und da sagst du einfach ja.
1'014 Beiträge · seit 201625. Apr. 2021 · #6
Ich würde ganz normal nach Hause fahren. Bei einer Kontrolle halt den Sachverhalt schildern, daß man
a) verpflichtet ist, sich unverzüglich nach Hause zu begeben
b) sich weder in Luft auflösen noch beamen kann
c) im Hotel wegen Übernachtungsverbot als nicht übernachten darf (das wäre mir sowieso zu teuer, für so einen Quatsch wie eine ansteckungsgefahrlose Heimfahrt eine Hotelübernachtung zu zahlen).

Wenn es dann doch ein Bußgeld gibt, Einspruch einlegen. Die Amtsrichter sind, jedenfalls hier, durchaus gewillt Vernunft und gesunden Menschenverstand walten zu lassen und das Verfahren einzustellen.

Yanhep
zuletzt bearbeitet 25. Apr. 2021
94 Beiträge · seit 201925. Apr. 2021 · #7
Das wird im Hotel nicht kontrolliert.
3 Beiträge · seit 202125. Apr. 2021 · #8
Hallo zusammen,
bei uns wird es das gleiche sein. Wir leben in Bayern und kommen Ende Mai aus Namibia zurück. Wir denken zwar, dass sich bis dahin nochmal viel ändern wird, aber wir bereiten uns auf alle Eventualitäten vor. Das Gesundheitsamt sagte uns, dass es bisher eine Ausnahme für diesen Fall gab, es aber jetzt mit der neuen Bundesnotbremse anders ist und solch eine Ausnahme nicht im Gesetz verankert worden ist. Der Herr sagte uns, wir sollten uns eine Ausnahmegenehmigung ausfertigen lassen, sodass wir nachts nach Hause fahren können (von Frankfurt). Wenn dies nicht möglich sein sollte würden wir im Auto übernachten... Wir haben wenig Lust 500€ Bußgeld p.P. zu zahlen.
Liebe Grüße
7'296 Beiträge · seit 200625. Apr. 2021 · #9
AlessaW schrieb:
Wir haben wenig Lust 500€ Bußgeld p.P. zu zahlen.

Gibt das tatsächlich 500 Euro Bußgeld pro Nase?
Da sieht man den gesamten Irrsinn unserer Coronamaßnahmen in geballter Form. Nach 22 Uhr darf man nicht mehr unterwegs sein. Morgens ab 5 Uhr ist es wieder erlaubt. Die Situation ist jedoch genau die gleiche.
Was ist nur aus Deutschland geworden, dem ehemaligen Land der Dichter und Denker?

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'014 Beiträge · seit 201625. Apr. 2021 · #10
Die Denker denken sich mit einiger Wahrscheinlichkeit verfassungswidrige Rechtsnormen mit dem äußerst albernen Arbeitstitel "Bundesnotbremse" aus.

Aber im Auto zu übernachten ist auch keine legale Alternative. Der Gesetzestext untersagt ausdrücklich einen Aufenthalt "außerhalb von Wohnungen oder Unterkünften". Pech auch für die Wohnungslosen, die außer einem Schlafsack und ein paar Habseligkeiten nichts haben. Die können sich die Bußgeldbescheide dann zur Isolierung in den Schlafsack stopfen.
Also bleibt nur, sich still und heimlich in Luft aufzulösen oder drauf zu pfeifen und nach Hause zu fahren. Denn auch dazu ist man schließlich unter Androhung von Bußgeld gesetzlich verpflichtet.
Um eine Ausnahmegenehmigung nachzusuchen birgt die Gefahr der ablehnenden Entscheidung. Und dann hat man schwarz auf weiß, daß man NICHT fahren darf. Und das macht sich nicht so gut, wenn man gegen einen evtl. Bußgeldbescheid vorgehen möchte. Zum Beispiel mit dem Argument, daß man auf jeden Fall zwangsläufig gegen eine gesetzliche Verpflichtung verstößen müßte. Entweder gegen das Übernachtungsverbot, das Ausgehverbot oder das Gebot unverzüglicher Heimkehr.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 25. Apr. 2021
Gast25. Apr. 2021 · #11
BikeAfrica schrieb:
Was ist nur aus Deutschland geworden, dem ehemaligen Land der Dichter und Denker?
Sind sie vielleicht phantasievoll geworden? Reisen „zum Vergnügen“ soll möglichst unterbunden werde. Ausdrücklich verbieten kann/will man es nicht. Also macht man es durch Erschweren und Unklarheiten wie die eben diskutierten „unattraktiv“. Neu ist das nicht wirklich, aber man kann an dieser Schraube immer noch etwas nachdrehen.
zuletzt bearbeitet 25. Apr. 2021
31 Beiträge · seit 202125. Apr. 2021 · #12
Hatte mich in den letzten Tagen mit der Sache auch beschäftigt. Gewisse Politiker meinten, man solle seine Reise doch umbuchen, wenn man nach 22 Uhr noch unterwegs wäre... Toller Ratschlag 😉
Übrigens habe ich auch gelesen, dass es im Grunde auch nicht erlaubt sein soll über Hochinzidenzgebiete zu fliegen... Bzw. Flüge die nach 22 Uhr starten würden nicht mehr starten können... Find das ja alles hochgradig spannend was sich da so ausgedacht wird...
2014 New York + Florida, 2015 US Westcoast, 2016 New York, 2017 Backpacking Thailand + Budapest, 2018 Backpacking Singapur + Indonesien + Paris, 2019 Backpacking Kolumbien + Rundreise US Ostküste, 2020 Rundreise Portugal
7'296 Beiträge · seit 200625. Apr. 2021 · #13
loser schrieb:
BikeAfrica schrieb:
Was ist nur aus Deutschland geworden, dem ehemaligen Land der Dichter und Denker?
Sind sie vielleicht phantasievoll geworden? Reisen „zum Vergnügen“ soll möglichst unterbunden werde. Ausdrücklich verbieten kann/will man es nicht. Also macht man es durch Erschweren und Unklarheiten wie die eben diskutierten „unattraktiv“. Neu ist das nicht wirklich, ab man kann an dieser Schraube immer noch etwas nachdrehen.

Es geht ja nicht nur um Reisen.
Wenn die Krankenschwester um 5 Uhr morgens den Frühdienst antreten will oder der Lokführer, dessen Ankunftszeit des Zuges sich von 21 Uhr auf 22:30 Uhr verspätet hat, müssen die ja auch unterwegs sein.
Ich selbst habe auch einen Passierschein, weiß aber in dem ganzen Durcheinander nicht mehr, ob der überhaupt noch gültig ist. Ich bin in einem KRITIS-Bereich in der IT tätig. Wenn es nötig ist, muss ich auch bis in die Nacht arbeiten (kam zum Glück schon lange nicht mehr vor). Aber dann muss ich ja auch irgendwann nach Hause.
Und inzwischen wird die Maskenpflicht hier zunehmend ignoriert und es kümmert keinen. Vielleicht sollte man einfach mal das Befolgen bestehenden Regelungen kontrollieren, anstatt neue Regeln aufzustellen, deren Befolgung auch keiner kontrolliert.
Ich habe langsam das Gefühl, wir sitzen mitten in der Zentrale des Wahnsinns.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'014 Beiträge · seit 201625. Apr. 2021 · #14
Ein typischer, nicht durchdachter Schnellschuß. Wir können das, also machen wir das.

Eine Umbuchung ist doch schnell mal gemacht, besonders bei wackliger Internetverbindung und täglich frischem Blick auf gerade aktuell geltende Ausgehverbote.
Ich sehe schon, wie die Deutsche Bahn tagesaktuell auf die jeweiligen Ausgehverbote die Fahrpläne umstrickt, damit nach 22:00 Uhr keine Züge mehr durch die jeweils betroffenen Gebiete fahren.
Und Fluglinien kriegen auch Spaß bei der flexiblen Neuausrichtung der Abflug- und Ankunftszeiten. Bei flightradar wird es lustig anzusehen sein, wie die betroffenen Städte und Landkreise umflogen werden.

Und so ein Fahr- und Flugplan inklusive Personalplanung ist doch fix mal geändert.......

Ich wünsche noch viel Spaß mit dem schönen neuen Gesetz 😗

Yanjep
3 Beiträge · seit 202125. Apr. 2021 · #15
Stimmt. Den Vorschlag hatten wir auch bekommen, dass wir nach Möglichkeit auf einen anderen Flug umbuchen sollten, der nicht abends landet...
4'382 Beiträge · seit 201525. Apr. 2021 · #16
.... „Bundesnotstandsbremse“ ist doch der neue Spitzname von Frau Dr.M.....
denkt
Friederike
wohl irrtümlich 😗
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
582 Beiträge · seit 202125. Apr. 2021 · #17
Beim ersten Übernachtingsverbot im Dezember glaube ich wars, habe ich mal mit der Fragestellung das Bundesgesundheitsministerium über die Bürgeremailadresse angeschrieben.
Das ist jetzt 5 Monate her. Eine Antwort habe ich nicht bekommen....
zuletzt bearbeitet 25. Apr. 2021
7'296 Beiträge · seit 200625. Apr. 2021 · #18
Nyanga schrieb:Beim ersten Übernachtingsverbot im Dezember glaube ich wars, habe ich mal mit der Fragestellung das Bundesgesundheitsministerium über die Bürgeremailadresse angeschrieben.
Das ist jetzt 5 Monate her. Eine Antwort habe ich nicht bekommen....

Du bist einfach zu ungeduldig. 😉
Den Mitarbeitern dort geht es wie allen anderen Bürgern auch. Die verstehen die Beschlüsse unserer Volkszerteter ja auch nicht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
582 Beiträge · seit 202125. Apr. 2021 · #19
Stimmt Wolfgang, ich warte mal noch 24 Monate....wollte das Leben eh etwas ruhiger angehen.
zuletzt bearbeitet 25. Apr. 2021
Gast25. Apr. 2021 · #20
Hallo Wolfgang, in A haben wird das, was in D, nach meiner Kenntnis der Medienbericht, kommen soll schon seit Langem, allerdings in zeitlich und örtlich unterschiedlichen Ausprägungen. Nämlich eine generelle AUSGANGSSPERRE, für die es Ausnahmen gibt, wozu z. B. Arbeiten gehört. Also gibt es auch öffentlichen Verkehr, soweit er nicht wegen Fahrgastmangels ausgedünnt wurde.
Die Einhaltung der Ausgangssperre ist eine andere Sache. Wenn ich zum Wochenende, wenn es also keinen Berufsverkehr gibt, Leute besuchen fahre, wundere ich mich auch immer über die gute Gesellschaft der vielen Autos auf der Straße, die auch nicht auf dieser sein dürften. Bei einem Ziel hätte ich eine Begründung, bei einem anderen nicht. Bin aber noch nie kontrolliert worden. Kontrolliert wird aber sehr wohl, aber flächendeckend wäre das unbewältigbar. Es geht nur in den echten Problemzonen, da ist aktuell ohne zulässige Begründung und gültigen Negativtest kein Durchkommen. Ansonsten ist die Entdeckungswahrscheinlichkeit gering.
Das ist aber A und deswegen interessiert mich das jetzt, wie das bei der sprichwörtlich deutschen Gründlichkeit gehandhabt werden wird. Bitte also Tolerierung dieses OTs eines Ösizaungastes 😎
Grüße
zuletzt bearbeitet 25. Apr. 2021