Vom Reich der Jaguare zur Farbenwelt in Nordchile

Reisebericht 157 Antworten · 15,5k Aufrufe · gestartet 17. Apr. 2021 von Sabine26
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200922. Apr. 2021 · #21
Tag 1 – Abflug Frankfurt
Unerwartetes Upgrade


Heute war wieder so ein erster Reisetag, an dem ich buchstäblich vom Büro ins Flugzeug gefallen bin. Die Koffer hatten wir bereits am vorhergehenden Wochenende gepackt. Im Flughafen muss ich meinen Mann kurz umrouten, weil er aus reiner Gewohnheit Richtung Abfluggate Buenos Aires gehen will.

Für die Langstrecke hatten wir wieder Lufthansa gebucht, diesmal in der Premium Economy Class. Als dann der Flug zum Boarding aufgerufen wird und wir an der Reihe sind, legt mein Mann seine Bordkarte auf den Scanner und wir sind beide sehr erstaunt, dass die Schranke nicht gleich öffnet, aber stattdessen ein Zettel ausgedruckt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir nicht bewusst, dass dieses Teil mit Schranke auch als Drucker fungieren kann. Ich frage mich kurz, was das bedeutet, kann aber dann einen Blick auf den Zettel erhaschen und er enthält tatsächlich die Information über ein Upgrade in die Business Class. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass jetzt bei mir der gleiche Zettel rauskommt und – wir sind auf einem Ticket gebucht – erhalte ebenso ein Upgrade. Damit hatten wir nun gar nicht gerechnet und sind glücklich. Das ist schon einmal ein toller Start.
Der Flug nach Rio de Janeiro dauert 10,5 Stunden und ist in der Business Class äußerst komfortabel.
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200922. Apr. 2021 · #22
Tag 2 – Rio – Cuiabá
Eine sehr lange Anreise


Es ist mitten in der Nacht, als wir in Rio landen, genau genommen um 04:20 Uhr. Jetzt müssen wir erst einmal in Brasilien einreisen und den Zoll hinter uns bringen. Da wir den Flug nach Cuiabá nicht auf ein Ticket buchen konnten, war es uns lieber, ein bisschen zeitlichen Puffer einzukalkulieren, was nun einen Aufenthalt von sage und schreibe 7 Stunden in Rio bedeutet, weil sich kurz vor unserer Abreise noch einmal die Flugzeiten geändert hatten. Einiges an Zeit benötigen wir aber schon einmal für das längere Einreiseprozedere. Nachdem wir offiziell in Brasilien eingereist sind, suchen wir den Schalter von GOL, müssen aber weitere 2 Stunden warten, bis wir endlich einchecken können. Mit einer Boeing 737 fliegen wir nach einer gefühlt halben Ewigkeit in knapp einer Stunde nach São Paulo Congonhas. Dieser Flughafen ist wirklich sehenswert. Wir landen buchstäblich mitten in der Stadt und rollen regelrecht mit dem Flugzeug neben dem Autoverkehr. Nach weiteren 1,5 Stunden Aufenthalt geht es mit GOL weiter nach Cuiabá, die Flugzeit beträgt 1 Stunde 47 Minuten.

In Cuiabá empfängt uns zwar um 16:00 Uhr Ortszeit eine unglaubliche Hitze, nur leider nicht unser Fahrer, der uns zum Hotel bringen soll. Man hat uns wohl vergessen … also organisieren wir uns über einen Schalter in der Ankunftshalle ein Taxi. Direkt ein Taxi vor der Halle zu nehmen, ist uns zu riskant. Cuiabá gilt als nicht ungefährlich. Wir haben ein Hotel in Flughafennähe gebucht, das auch von unserem Veranstalter für die letzte Nacht der Reise vorgesehen ist. Hier gefällt es uns leider überhaupt nicht und nachdem wir die ersten beiden Zimmer abgelehnt haben, behalten wir das dritte, da dies einigermaßen akzeptabel ist. Es ist eine unglaubliche Hitze in den Zimmern, selbst mit Klimaanlage ist es kaum zum Aushalten. Dies sollte aber das einzige Manko auf der Reise sein. Wir fallen schließlich todmüde von der langen Anreise ins Bett und versuchen, irgendwie bei diesen Temperaturen zu schlafen.


Ab dem morgigen Reisetag gibt es dann Fotos ...
zuletzt bearbeitet 23. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200922. Apr. 2021 · #23
Tag 3 – Cuiabá - Pousada Rio Claro
Auf in die Serengeti Südamerikas


Das Frühstück im Hotel ist wesentlich besser, als wir befürchtet hatten. Nach einem Stopp im „wohltemperierten“ Zimmer werden wir von unserem Guide für die nächsten 10 Tage abgeholt. Sein Name ist Adilson, genannt Adi. Es wird sich herausstellen, dass wir mit ihm einen Glücksgriff gelandet haben.

Unsere Mitreisenden werden erst heute in Cuiabá landen und direkt nach der langen Anreise auf Tour gehen. Wir sind jetzt ausgeruht und sehr froh, dass wir bereits am Vortag eingetroffen sind. Am Flughafen lernen wir dann unsere 5 Mitreisenden kennen, 3 Damen und zwei Herren. Nach einem sehr leckeren, späten Mittagessen in einem für Brasilien so typischen Grillrestaurant mit Fleisch satt fahren wir bis Poconé noch auf Asphalt. Hier decken wir uns mit Wasser und weiteren Getränken für die nächsten Tage ein.

Kurz hinter Poconé beginnt die Transpantaneira und damit auch die Piste. Am Eingang empfängt uns das bekannte Tor zur Transpantaneira, selbstredend, dass wir für das obligatorische Bild stoppen. Bis Porto Jofre liegen jetzt 148 km Piste vor uns, die ab ca. der Hälfte deutlich schlechter wird und bei Regenfällen nahezu unpassierbar ist, sowie 129 Brücken, allesamt im Zustand von baufällig bis eigentlich unpassierbar. Unser kleines Abenteuer kann beginnen – wir freuen uns riesig!



Das kennt wohl jeder, der im nördlichen Pantanal auf dem Landweg unterwegs ist:

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Bereits wenige Kilometer, nachdem wir den Eingang zur Transpantaneira passiert haben, befinden sich rechts und links der Straße weitläufig überflutete Bereiche des Schwemmlandes, in denen sich unzählige Kaimane sonnen. Im Wasser stehen alle möglichen Arten von Vögeln und über uns kreisen weitere. Die Begrüßung ist schon einmal sehr vielversprechend.


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Nach weiteren Fotostopps erreichen wir am späten Nachmittag unsere Unterkunft für die nächsten drei Nächte, die Pousada Rio Claro. Waren wir auf eher einfache Unterkünfte im Pantanal eingestellt, so werden wir positiv überrascht. Das einzige, woran wir uns gewöhnen müssen, ist die viel zu hohe Stufe zu den Zimmern. Diese wurde wegen der in der Regenzeit allgegenwärtigen Überschwemmungsgefahr so hoch gebaut. Um der Gefahr vorzubeugen, nicht zur Tür hinauszugehen und zu vergessen, dass hier eine gefährliche Höhe zu überwinden ist, rollen wir ab jetzt immer einen Koffer zur Erinnerung vor die Tür, wenn wir uns im Zimmer befinden. Damit ist diese Gefahr schon einmal gebannt.



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für Sonnenuntergänge ist mein Mann "zuständig":

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Das Abendessen in Form eines Buffets ist sehr reichhaltig und lecker. Während wir es uns schmecken lassen, kommt Adi ganz aufgeregt mit einer Taschenlampe zu unserem Tisch und führt uns nach draußen. Hinter dem Anwesen ist ein Tapir aufgetaucht! Wie sehr hatte ich mir gewünscht, einen Tapir zu sehen, aber ich habe mir immer ins Bewusstsein gerufen, dass es ein Glücksfall wäre, einen zu sehen. Leider ist es zu dunkel, um gute Fotos zu machen, aber das ist uns egal, denn es ist einfach unglaublich, wir sind gerade erst angekommen und sehen schon unseren ersten Tapir!


So, jetzt kommt eine ganz grausige Aufnahme, die lediglich als Beweis (und uns als Erinnerung) dient, damit man es mir auch glaubt :=)

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zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2021
560 Beiträge · seit 202122. Apr. 2021 · #24
Hallo Sabine!

Oh, gleich so viele Vögel! Und ein Tapir!!! Ihr seid echt Glückspilze. Wir hatten im Madidi eine Wildkamera aufgehängt, die Tapirspur führte bis hinter die Kamera, dann ist er umgekehrt!
Liebe Grüße,
Kathrin
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200922. Apr. 2021 · #25
Hi Kathrin,

Du hast ja schon gepostet, als ich noch nicht alle Bilder eingestellt hatte 🤩 .. ich mache das jetzt lieber peu à peu, weil mir beim Ecuador Bericht einmal alles abgestürzt ist und mir Elisabeth den Tipp gegeben hat.

Leider könnte ich jetzt bei den Vögeln zumeist nur die englischen und portugiesischen Namen dazu schreiben, so hab' ich es gelassen.

Ich hatte mir so sehr einen Tapir gewünscht, ich war mit dieser Sichtung schon überglücklich --- kann es noch besser werden?

Liebe Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2021
560 Beiträge · seit 202122. Apr. 2021 · #26
😄 Tatsächlich!!! Noch mehr schöne Bilder! Sogar der Tapir! Ein perfektes Ende eines nervtötenden Tages 😉
LG Kathrin
1'737 Beiträge · seit 201023. Apr. 2021 · #27
Hallo Sabine

Ich lese natürlich auch gerne mit und lasse mich von Dir zurück ins Pantanal bringen. Danke für Deine Mühen.
Wenn Du an den deutschen Namen für die Vögel interessiert bist, ist avibase eine sehr gute Quelle. Gib den englischen Namen bei Google ein und schreibe Avibase dahinter, dann landest Du auf der richtigen Seite.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 23. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200923. Apr. 2021 · #28
Hallo Christa,

klasse, dass Du unterwegs zugestiegen bist und danke für den Hinweis.

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200923. Apr. 2021 · #29
@Beate: Ich hoffe, Du bist mit der Anzahl der Bilder zufrieden? 🤩


Tag 4 – Pousada Rio Claro (Fußsafari & Bootsafari)
Es ist heiß im Pantanal


Tierbeobachtungen sind nichts für bekennende Langschläfer wie mich. Ich war immer eine Eule und werde immer eine bleiben. Aber auf diesen Reisen lebe ich, zugegebenermaßen mit großer Überwindung, gegen meinen Biorhythmus. Frühstück gibt es heute laut Adi allerdings erst später, da nahezu allen (bis auf uns) die lange Anreise noch in den Knochen steckt. So sitzen wir also erst um 06:30 Uhr (!) beim Frühstück. Um 07:00 Uhr sind wir dann startklar für unsere Fußsafari. Es sind bereits schon jetzt mehr als dreißig Grad und die Sonne brennt vom Himmel. Die Belohnung für den Fußmarsch in dieser Hitze erhalten wir in Form von vielen Vögeln, einer Landschildkröte, einem Krallenäffchen mit winzig kleinem Baby und einem Aguti. Gegen 09:00 Uhr sind wir wieder zurück.



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Auf dem Gelände der Pousada gibt es allerhand zu sehen, es wird nicht langweilig. Affen tummeln sich in den Bäumen, und es herrscht ein ohrenbetäubender Lärm, verursacht durch die unzähligen Vögel. Noch nie fand ich Lärm so schön. Überall gibt es etwas zu sehen und zu fotografieren.



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Wer möchte, kann sich im Pool der Pousada abkühlen, zur Mittagszeit erreichen wir dann die 44 Grad Celsius Marke. Wir bevorzugen eine kleine Siesta, bevor wir am Nachmittag mit einem eigens für unsere Gruppe reservierten Boot zur Safari auf dem Rio Claro starten. Das Nachmittagslicht ist wunderschön, wir sehen bereits unsere ersten Riesenotter und die seltenen kleineren, aber ähnlich aussehenden Fischotter. Wir werden nach der Reise erfahren, dass es Unterkünfte gibt, die auch diese Tiere anfüttern, damit die Touristen einige der Tiere zu sehen bekommen. Ich bin froh, dass wir ohne Anfütterung der Riesenotter trotzdem (und vor allem dank Adi) soviel Sichtungsglück hatten.


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Eines meiner Lieblingsfotos:
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Alleine gestern und heute können wir mithilfe unseres Guides Adi eine sehr beachtliche Liste an Vögeln zusammenstellen, die wir bisher bereits gesehen haben.

Bereits in den Reiseunterlagen, die uns vor Abflug zugesandt wurden, wurden wir auf die vielen Zecken im Pantanal hingewiesen. Gut, dass wir diesen Hinweis gelesen und wir uns noch kurz vor Abflug mit einer Zeckenzange eingedeckt hatten. Heute hatte ich mir gleich zwei dieser Kreaturen eingefangen, trotz langer Kleidung, die ich noch zusätzlich imprägniert hatte. Dies ist eine Tiersichtung, auf die ich liebend gern verzichtet hätte.



Vorschau auf den morgigen Reisetag: Was wird er wohl bringen?
Tja, wir werden feststellen, dass Tapire schwimmen können 🤩




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zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2021
560 Beiträge · seit 202123. Apr. 2021 · #30
Liebe Sabine!

So schön! Das letzte Bild mit den Reihern ist wunderschön 😘
Danke,
Kathrin
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200923. Apr. 2021 · #31
Liebe Kathrin,

vielen Dank 😘 😘 😘
Ich mag total gerne die Aufnahme des Jabirus.

Es gibt gleich noch einen Tag.

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200923. Apr. 2021 · #32
Tag 5 – Pousada Rio Claro (Bootsafari & Nachtsafari)
Tapire können schwimmen


Mit dem Ausschlafen wie am Vortag ist es ab heute vorbei. Um 04:00 Uhr klingelt der Wecker. Wer Tiere sehen will, muss da durch. Nach einem Kaffee/Tee und Keksen sitzen wir um kurz nach 05:00 Uhr bereits im Boot. Wir stellen fest, wir sind die einzigen, die so früh bereits unterwegs sind. Adi hat das alles perfekt organisiert, die anderen Gruppen oder Individualreisenden werden erst viel später zu ihren Touren starten und damit sowohl heute als auch morgen für uns Unglaubliches verpassen.


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Die Morgenstimmung ist wunderbar. Über dem Wasser haben sich Nebelschwaden gebildet, so fahren wir die einzelnen Kanäle entlang, schauen immer ins grüne Dickicht hinein und erspähen auch riesige Spinnennetze. Es ist herrlich zu sehen und zu hören, wie die Tierwelt erwacht. Und dann für uns ganz unverhofft sehen wir – es ist einfach unbeschreiblich – wie ein Tapir vor uns schwimmend den Rio Claro durchquert. Das hätte ich mir niemals zu erhoffen gewagt, ich war schon glücklich mit dem abendlichen Tapir im Dunkeln. Aber jetzt hier dieser schwimmende Tapir, ich kann meine Gefühle nicht in Worte fassen.


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Wir gleiten weiter in immer enger werdende Kanäle, das Grün über uns wächst teilweise schon zusammen. Zwischendurch denke, nein ich hoffe, dass sich nicht eine Schlange ins Boot schlängeln will. Plötzlich ist Adi ganz aufgeregt. Er hat etwas im Dickicht entdeckt, und wir gleiten mit dem Boot noch etwas näher heran. Dann sehen wir ihn auch: einen Speerreiher (Agami Heron). Adi sagt uns, wir hätten enormes Glück. Viele Ornithologen reisten nur seinetwegen ins Pantanal und würden ihn trotzdem nicht zu Gesicht bekommen. Was soll ich sagen, kurze Zeit später sehen wir sogar noch einen weiteren seiner Art.


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Agami Heron
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Tief im Schwemmland steigen wir aus dem Boot, hier lebt tatsächlich eine Familie. Diese arbeitet für die Pousada. Adi hat das Frühstück von der Pousada mitgebracht und in dieser tierreichen Umgebung lassen wir uns dieses schmecken.

Über die heiße Mittagszeit haben wir wieder frei, können das tierische Leben auf der Pousada genießen und versuchen ein wenig Schlaf nachzuholen, was nicht leicht ist bei dem Radau, den die Vogelschar im Garten veranstaltet.

Als die Dämmerung einsetzt, starten wir noch zu einer Nachtsafari. Leider ist auch diese wie alle anderen, die ich bisher in Afrika mitgemacht habe, nicht sonderlich ergiebig.


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zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2021
1'543 Beiträge · seit 201324. Apr. 2021 · #33
Hallo Sabine,
@Beate: Ich hoffe, Du bist mit der Anzahl der Bilder zufrieden? 🤩
ich muss kurz überlegen 😐 , aber : ja, natürlich, ich bin sehr zufrieden, und ich kann an Hand dieser Fotos quasi die Geräuschkulisse des Dschungels hören. Ist bestimmt so ähnlich wie in Teilen Costa Ricas im Norden, in der wasserreichen Ecke des Caño Negro. Dort haben wir auch unzählige Vögel gespottet und viele "Reiherbäume", die ich sehr mag, gesehen.

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
541 Beiträge · seit 201224. Apr. 2021 · #34
Hallo Sabine,

das sind ja Wahnsinnssichtungen. Woooow! Und Mega-Foto!
Vielen Dank für die Mühe, die Du Dir machst und fürs Zeigen!

LG
Papa Kenia
Dieter
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200924. Apr. 2021 · #35
Hallo Beate,

ich weiß nicht, ob es so ist wie im Bereich von Caño Negro. Ich war leider nur mal für ein paar Tage kurz in Costa Rica vor über 20 Jahren, weil der Schwerpunkt der Reise Nicaragua war, aber Costa Rica steht bei uns recht weit oben in der Liste für eine längere Reise (Route steht auch grob). Ggf. werde ich dann noch einmal auf Dich zurückkommen.
Bin auf jeden Fall sehr froh, dass Dir die Bilder ausreichen, hab' schon Blut und Wasser geschwitzt 😗 🤩

Wir sind ja keine Birder, trotzdem freue ich mich immer unglaublich über jeden Piepmatz, der mir vor die Kamera läuft. Interessant war auf jeden Fall, wie Adi so begeistert war, den Agami Heron zu sehen und später wird er noch bei einem anderen Vogel, den wir ohne ihn vielleicht gesehen hätten, Foto gemacht hätten und fertig, komplett aus dem Häuschen sein.



Hallo Dieter,

schön, dass Du dabei bist. Ganz, ganz lieben Dank für das Lob zu den Bildern.
Prima finde ich, dass Du Dich zur Mädelstruppe "gewagt" hast. 😗

Ja, wir sind mit unseren Sichtungen mehr als zufrieden. Ich versuche heute noch den nächsten Tag einzustellen. Das wäre ein Tag gewesen, um einen Lottoschein auszufüllen.

Viele Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200924. Apr. 2021 · #36
Tag 6 – Pousada Rio Claro (Bootsafari) – Fahrt nach Porto Jofre
Heute wäre ein guter Tag, um einen Lottoschein auszufüllen …


Vor Sonnenaufgang sitzen wir wieder im Boot. Auch heute früh sind wir weit und breit die einzigen, die unterwegs sind. Wir genießen, wie wir mit dem Boot über den Fluss fahren, wie sich so langsam der Nebel verzieht, die Sonne aufgeht und die Tierwelt erwacht. Adi angelt einen Piranha und wir staunen über das Gebiss, das wir zwar schon aus dem heimischen Fernsehen kennen, aber sieht man es live, ist es noch einmal imposanter. Spätestens jetzt nehme ich mir ganz fest vor, unter keinen Umständen aus dem wackeligen Boot zu fallen.



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Die Bootsfahrt ist bis jetzt schon sehr schön und stimmungsvoll mit vielen kleinen Sichtungen inklusive.

… aber dann passiert etwas für uns ganz Spektakuläres. Ich glaube, mein Mann und ich sehen es zuerst. Da es dermaßen unwahrscheinlich ist, diese Sichtung in diesem Gebiet, schaue ich auf die Wasserpflanzen und denke noch, so als sei es der hundertste Vogel der gleichen Art, den wir in den letzten 30 Minuten gesehen haben, Jaguar … dann dauert es einen Moment und ich realisiere, Jaguar! Mein Mann sieht ihn gleichzeitig, dann etwas später auch Adi, der alle anderen, die ihn bisher noch nicht erblickt haben, darauf aufmerksam macht.

Es ist unglaublich, unbeschreiblich, grandios. Unser erster Jaguar. Es ist ein Weibchen und das absolut Perfekte ist zudem die Szenerie. Ein Morgenlicht, das nicht besser sein könnte und dieses Jaguar Weibchen inmitten der schwimmenden grünen Wasserhyazinthen. Sie schaut sogar einmal kurz in die Kamera, dann steht sie auf, wir sind nicht mehr von Interesse, und pirscht sich langsam über den schwimmenden Untergrund an … dann entdecken auch wir das potenzielle Opfer, ein Wasserschwein. Das Wasserschwein entwischt ihr zwar, aber wir können noch eine ganze Weile das Jaguar Weibchen in dem besten aller Morgenlichter genießen. Wir sind sprachlos. Wir haben gehofft, dass wir in Porto Jofre Jaguare sehen werden, aber nicht hier. Was sind wir heute für Glückskinder!


Dieser Capivara hat heute früh großes Glück,
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weil er ihr entwischt:
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Überwältigt von diesem Erlebnis fahren wir zurück. Als wir an der Pousada ankommen, sind die anderen noch nicht gestartet. Da wir noch bis zum Mittagessen in der Pousada bleiben, erfahren wir später von anderen Gästen, dass sie allesamt kaum Tiere gesehen haben. Dank Adis Zeitplanung haben wir nicht nur den schwimmenden Tapir, sondern auch unseren ersten Jaguar in perfekter Szenerie gesehen. Danke Adi!!!

Kurz nach dem Mittagessen fahren wir los. Vor uns liegen 110 km sandige Piste, die merklich schlechter wird, ebenso auch die baufälligen Brücken. Bei vielen dieser Brücken fehlen Bretter, immer wieder hoffen wir, dass diese jetzt und auch später auf der Rückfahrt, unser Auto tragen. Nahezu jede dieser Brücken wäre bei uns zuhause höchstwahrscheinlich auch für Fußgänger gesperrt, erst recht, wenn unter diesen die Kaimane warten.


Über fast 130 Brücken dieser Art müssen wir mit unserem Mercedes Sprinter drüber
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Unterwegs sehen wir - neben den im Pantanal allgegenwärtigen Rindern – Hirsche und einen weiteren Tapir. Das ist nun schon unser dritter Tapir, hätte mir das jemand vor unserer Reise gesagt, ich hätte es wohl nicht geglaubt.



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Irgendwann erreichen wir dann auch Porto Jofre. Im Grunde genommen besteht Porto Jofre mehr oder weniger nur aus unserem Hotel Pantanal Norte, wo wir die nächsten 3 Nächte wohnen werden. Alle aus der Gruppe erhalten Zimmer in den Doppelbungalows direkt am Fluss. Jeder Bungalow hat eine eigene Terrasse, auf der man es sehr gut aushalten kann. Wunderbar!


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zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2021
1'712 Beiträge · seit 201624. Apr. 2021 · #37
Hallo Sabine,

das Pantanal ist schon toll! Wir wollen unbedingt noch einmal hin, aber das wird wohl sehr lange Zeit nicht gehen, so wie die Dinge in Brasilien stehen 🙁 Bis jetzt hatten wir exakt dieselben Unterkünfte wie ihr 🙂 Und auch sonst einige Parallelen. Damit ist nun aber Schluss, denn für uns war nach P. Jofre der Heimflug angesagt. Insofern bin ich gespannt, was noch kommt!

Ein schönes Wochenende,
Betti
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1'624 Beiträge · seit 201524. Apr. 2021 · #38
Mensch einen Jaguar auf der Rio Claro Ranch, was für ein Glück. Die morgentliche Bootsfahrt fanden wir damals auch ganz toll, die angefütterten Fischotter dort waren allerdings nicht nach meinem Geschmack.
Ich bin etwas verwirrt, den auf den Fotos kann ich nur bei einem Krallenäffchen Nachwuchs erkennen, nicht beim Kapuzineraffen. Brauch ich eine neue Brille?
Viele Grüße
Elisabeth
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Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200924. Apr. 2021 · #39
Hi Elisabeth,

nein, Du brauchst keine neue Brille - Entwarnung!
Lieben Dank für den Hinweis, das habe ich verwechselt und gerade die Affenart im Text korrigiert 🙂

Alle Otter und Tapire etc., die wir gesehen haben, wurden nicht angefüttert. Darauf stehe ich auch überhaupt nicht (außer bei den Piranhas) und habe es erst in irgendeinem Reisebericht nach unserer Rückkehr mal gelesen, dass es gemacht wird. Ich wusste auch nicht, dass das in der Pousada Rio Claro gemacht wird, gesehen habe ich es nicht. Allerdings waren wir immer zurück, wenn die anderen Guides gerade mit ihren Touren gestartet sind.

... und ja, ich fand es auch ein unglaubliches Glück dort einen Jaguar zu sehen, gerechnet hatte ich damit wirklich nicht und unser Guide auch nicht.

Liebe Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2021
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200924. Apr. 2021 · #40
Hallo Betti,

nehme an, Ihr seid dann länger als wir im Pantanal gewesen?

Wir können uns auch sehr gut vorstellen, dort noch einmal hinzureisen, wenn es denn dann irgendwann wieder geht.

Bei unseren Reisezielen scheint es überhaupt jede Menge Überschneidungen zu geben, wie ich schon festgestellt habe.

Liebe Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 24. Apr. 2021