Jetzt will ich mich tatsächlich an meinem allerersten nicht afrikanischen Reisebericht versuchen. Am 11.02.2020 ging es für uns über Bangkok nach Pnom Penh und von dort aus mit einem Autotransfer nach Siem Reap. Somit hatten wir eine nicht zu stressige zwei Wochen Runde, die bekanntes mit einem neuen Haken an der Bucket List verbinden sollten 11.01.2020 Flug mit Thai Airways von Frankfurt nach Bangok 12.01.2020 5 Nächte Millenium Hilton Bangkok 17.01.2020 2 Nächte The Pavillon Pnom Penh 19.01.2020 3 Nächte Angor Rural Boutique Hotel Siem Reap 22.01.2020 3 Nächte Templation Siem Reap 25.01.2020 Flug mit Thai Airways von Siem Reap über Bangkok nach Frankfurt Es sollte ein phantastische Reise geben mit vielen neuen Eindrücken nach 14 Jahren Asien-Abstinenz.
Teil 214. Apr. 2021
11. und 12.01.2020 Flug mit Thai nach Bangkok / Millenium Hilton Hotel In diesem Januar wollen wir endlich einmal wieder einen Haken an unsere Bucket List machen. Das Hauptziel ist Angkor Wat. Deswegen nehmen wir uns für diesen Reiseteil 6 Nächte Zeit. Es hätten gerne noch mehr Nächte sein dürfen. In Bangkok waren wir in den End-Neunzigern schon einmal. Damals noch mit einer (phantastischen) Neckermann Reisegruppe. Wir wollten immer einmal zurückkehren, um uns einige Sachen in Ruhe anschauen zu können. Zuerst wollten wir noch ein wenig Strandurlaub einplanen. Doch am Ende beschränkten wir uns dann doch auf die beiden Hauptziele und einen Kurzaufenthalt in Pnom Penh.
Und so sind wir sehr gespannt und fast ein wenig aufgeregt, als es am 11.01.2020 in den A350 der Thai Airways geht. Auf den A350 war ich echt gespannt. Insgesamt hat uns die Beinfreiheit, Crew und das Essen nicht so gut gefallen. Aber das ist nicht ganz so wichtig.
Der Flug ist ereignislos . Interessant sind wieder die Flussmündungen in Myanmar.
Und so landen wir nach Plan in Bangkok, holen die Koffer, Einreiseprozedur und dann Geld am Geldautomat holen. Neben uns bildet sich dann eine auffällige Menge an Thai-Mädels, die aufgeregt alle in eine Richtung schauen. Als ein junger Mann durch das Gate tritt, kommt Bewegung in die Mädelsmenge. Alle Handys sind in Betrieb und der junge Mann muss eine menge Autogramme schreiben. Wir sind neugierig und erfahren, dass es sich um den jungen Thai-Popstar Lipta handelt. Er sollte uns noch auf einigen Plakaten begegnen.
Aus Bequemlichkeitsgründen nehmen wir uns eines der (ich glaube es war ein gelbes) Taxen. Sie fahren einen zum Festpreis in die City.
In unserem Fall geht es auf die andere Seite des Chao Phraya ins Millenium Hilton. Wir sind natürlich platt und merken gleich, dass die Stadt sich seit den 90ern ziemlich verändert hat. Den Verkehr empfinden wir als nicht ganz so chaotisch wie damals. Und so zahlen wir das Taxi und werden in einer mondänen und sehr großen Eingangshalle nett und professionell empfangen.
Kerstin hatte sich vorher als Hilton‘s Honor Member registriert. So konnten wir auf ein sehr günstiges Update in eine PANORAMIC EXECUTIVE SUITE hoffen. Und tatsächlich. Für einen lächerlichen Aufpreis bekommen wir solch ein Luxusetablissement. Es geht in den 16ten Stock. Über einen flauschigen Teppich gelangen wir zu unserer Suite.
Und die verschlägt uns den Atem. Sie ist unfassbar (unnötig) groß, hat eine fast voll verglaste, halbrunde Form und einen unglaublich beeindruckenden Blick über die Stadt und den Fluss.
Unsere kühnsten Erwartungen werden um Längen übertroffen. Es gibt ein mondänes Bad, ein riesiges Bett mit Blick auf den Lebua Tower, zwei große TV’s (brauchen wir nicht), ein gigantisch großes Wohn- und Arbeitszimmer und ein Gästeklo.
Zusätzlich haben wir noch kostenfreien Zutritt zur Executive Lounge im 31. Stock. Dort gibt es ein eigenes morgendliches Frühstücksbuffet, Lunch, Tee und Abends freie Drinks in einem eigenen Bereich der Dachterrasse mit Blick über die Stadt in Richtung Wat Phra Keo, Wat Arun und den Chao Phraya. Ich mache ein kurzes Video und dann schaffen wir es gerade noch so zum Lunch in die Lounge. Das kleine Mittagsbuffet wird gleich abgeräumt und so ergattern wir gerade noch einige nette Kleinigkeiten und etwas zu Trinken. Noch etwas überfordert, aber jetzt schon neugierig genießen wir die tausend neuen Eindrücke. Dann legen wir uns erst einmal 3 bis 4 Stunden aufs Ohr. Wir wollen auf jeden Fall möglichst schnell in den neuen Rhythmus kommen. Im Zimmer zurück schütteln wir dann wieder ungläubig den Kopf. Wir haben ja schon einiges erleben dürfen, aber DAS hier ist echt der Klopper ! Wir schlafen sofort ein und genießen das riesige, saubequeme Bettchen und stehen zur Happy Hour wieder auf. Im 31. gibt es nun Cocktails und Wein gratis. Zuerst gehen wir kurz in die allgemein zugängliche Cocktailbar und auf die Plattform mit dem Hubschrauberlandeplatz.
In der Lounge ergattern wir schöne Plätze mit Blick über die Megacity.
Der Weißwein schmeckt gut, es ist natürlich schwülheiß und was hat man da ? Durst !
Allerbester Laune treffen wir eine schnelle Entscheidung. Das hier muss man „Abwohnen“ !
Also bleiben wir sitzen, sind sehr mit der aktuellen Situation zufrieden und gehen zum Dinner einfach nach unten in das Hotelrestaurant.
Das Green Thai Curry ist köstlich, sehr scharf (mögen wir) und jetzt genau das Richtige !
Auf dem Fluss ist allerhand los, und überall bunte Lichter.
Dann gehen wir ins Bett und staunen über den Blick auf den Fluss.
Nachts gehe ich auf das Gästeklo und schaue kopfschüttelnd auf die nun schlafende Stadt !
13.01.2020 Vormittag Bangkok Millenium Hilton Hotel – Chinatown
Der Blick aus dem Fenster zeigt uns einen bedeckten Himmel.
Wir machen uns fertig und fahren in den 31. Stock zum Frühstück in der Lounge. Das geht Gott sei Dank ziemlich ungezwungen von Statten. Es gibt Buffet und wirklich sehr leckeren Kaffee aus einer Maschine.
Im halbrunden Teil mit Panoramafenstern ist alles belegt. Wir nehmen an einem der Tische im hinteren Teil Platz. Die sind auch nicht schlecht. Irgendwie ist es hier gemütlich. Nach einem feudalen Frühstück gehen wir mit einer Tasse Kaffee auf die Dachterasse. Auch wenn es nicht so aussieht, es ist drückend schwül. Asien eben !
Irgendwann reißen wir uns los, packen unsere sieben Sachen und gehen zum Bootsanleger des Hotels. Mit der Orientierung ist es zuerst nicht einfach. Aha. Wir nehmen die öffentliche Fähre, steigen auf der anderen Flussseite aus
und gehen zuerst einmal in das kleine River City Shopping Center und dann um die Ecke zur Expressboot-Station.
Es dauert nicht lange, bis wir das richtige Boot besteigen. Sehr gespannt sind wir darauf, wie sich Bangkok verändert hat. Auf jeden Fall ist es seit den 90ern wesentlich moderner geworden. Das ist dann aber (Gott sei Dank) schnell vorbei, als wir Chinatown betreten. Man taucht dort nach wenigen Schritten sofort in eine exotische, völlig fremde Welt ein.
Die Gerüche schwanken von köstlich bis zu Igittigitt.
Und es gibt unfassbar viele Fotomotive ! Wir biegen in eine Seitengasse ein und fremdeln noch ein wenig. Ich habe beim Menschen fotografieren echt Hemmungen, die sich dann langsam legen. Kerstin ist da unbefangener.
Die Hauptstraße könnte auch in Hongkong sein.
Auf jeden Fall werden die Enten mit Kopf frittiert !
Es ist wie in der Sauna !
Also geht es um die Ecke in einen der zahlreichen Gänge, die durch Verkaufsstände gesäumt sind. Ein Volltreffer ! Wir haben den Schmuckperlengang erwischt. Kerstin ist sehr begeistert und kauft an drei Ständen verschiedene Halbedelsteinstränge.
Unser nächstes Ziel ist ein Tempel, dessen Namen ich jetzt schon nicht mehr herausbekommen konnte. Sehr sehenswert !
Im Zickzack geht es in Richtung Expressbootsanleger zurück.
Da auf der Werbetaffel…. Das ist doch der Typ vom Flughafen, oder ? Lipta ! Drei seiner Lieder untermalen meine Fotopräsentation nun musikalisch.
Immer wieder beobachten wir richtig interessante Szenen.
Das war schon einmal ein richtig interessanter Beginn !
Unser nächstes Ziel soll das gigantische Einkaufzentrum Icon Siam sein.
Wir wohnen direkt daneben.
Teil 518. Apr. 2021
13.01.2020 Nachmittag Bangkok Millenium Hilton Hotel – Icon Siam
Es ist Zeit einmal kurz unsere Gefühle zu beschreiben. Seit 2007 sind wir nicht mehr in Asien gewesen (Indien/Rajastahan). Wir stehen auf der Express Ferry und genießen den erfrischenden Fahrtwind.
Links uns Rechts ein Gemisch aus modernen Wolkenkratzern und asiatischem Chaos.
Und wir sind froh, hier zu sei. Keine gedanklichen Vergleiche mit Afrika stören unseren Genuss. Etwas Müdigkeit wegen der Zeitverschiebung. Sie wird durch unser Interesse auf neue Entdeckungen locker besiegt. Kurzum, wir sind am richtigen Platz !
Das Boot passiert unser Hotel, fährt an den zwei benachbarten Wohn-Wolkenkratzern vorbei uns legt am Pier des absolut gigantomanischen Shopping Tempels Icon Siam an. Die Dimensionen kommen auf den Bildern nicht rüber. Die Ausmaße begreifen wir erst später. Zuerst nehmen wir auf der Terrasse Platz und essen erstklassigen Kuchen.
Dabei laufen direkt vor uns die mit dramatischer Musik untermalten Wasserspiele ab (Zufallstreffer) .
Dann stürzen wir uns in das Innere.
Im Erdgeschoss gibt es viel kulinarisches und skurriles.
Im ersten Stock werden wir von einem Tsunami an Luxusartikeln überflutet. Prunk total !
Absolut gigantomanisch.
Wir gehören nicht zur Käufer- Zielgruppe all dieser Luxusartikel im ersten Stock.
Weiter oben wird es „normaler“.
Irgendwo in Stockwerk 3 oder 5 kommt man nach allerlei Klamottenshops an einem mondänen BWM Autohaus vorbei.
Die Konkurrenz von Toyota betreibt ein nettes Kaffee, wo wir uns etwas ausruhen.
Draußen regnet sich ein heftiges Gewitter ab. Als es weiterzieht, genießen wir für einige Minuten die beeindruckende Aussicht auf die inzwischen dunkle Stadt.
Auch der Regen hat keine wirkliche Abkühlung gebracht. Inzwischen sind wir im siebten oder achten Stock. Wir fahren wieder nach unten und geraten gerade wieder auf die abendliche Wassershow.
Jetzt sieht das noch wesentlich beeindruckender aus.
Es bieten sich interessante Fotomotive. Es wimmelt übrigens von chinesischen Touristen. Etliche haben Tüten aus dem ersten Stock in der Hand. Auf diesem Bild ist unser nächstes Ziel gut zu erkennen. Die Skybar unseres Hotels ganz oben in dem UFO. Es ist nicht wie zu vermuten ein Drehrestaurant.
Nach kurzem Fußmarsch und einer schnellen Dusche betreten wir das luxuriöse Restaurant. Es ist nicht viel los. Es ist noch früh und die Preise sind hier ziemlich happig. Wir wählen einen Platz ganz außen mit einem phantastischen Blick über die Stadt.
Kerstin hat plötzlich einen starren Blick und fragt mich :“Schatz, was ist eigentlich unter uns?“. Ich: “Wir sitzen im überstehenden Teil der Untertasse!“. Kerstin: “Ich habe Angst!“. Wie hat sich das im Laufe der Jahre gewandelt. Früher hatte ich extreme Höhenangst, nun ist es umgekehrt. Also ist ein Umzug angesagt.
Wir nehmen etwas weiter in der Mitte Platz. Auch von hier aus hat man einen super Ausblick ! Die Cocktails sind hervorragend und der ziemlich teure Burger schmeckt wirklich gut.
Wir sind uns einig. Für einen Abend ist das schon ein Muss ! Das langt für uns aber auch. Zufrieden gehen wir zurück ins Zimmer, verabschieden uns von der sehr netten Bedienung und finden eine sehr hübsche kleine Aufmerksamkeit auf unserem Bett.
Teil 619. Apr. 2021
14.01.2020 Nachmittag Bangkok Millenium Hilton Hotel Vormittag – Golden Mount
Heute Morgen hängen die Wollen dramatisch tief. Und wir sind froh, einen Tisch im halb runden Teil der Lounge ergattern zu können. Der Blick von hier aus ist einfach der Wahnsinn.
Die Lage des Hotels auf der „falschen Seite des Flusses“ ist verkehrstechnisch nicht optimal. Dafür kann man von hier aus die komplette Skyline sehen. Ganz gemütlich genießen wir den Blick und das köstliche Frühstück. Im Anschluss nehmen wir wieder eine Tasse Kaffee auf der Terrasse.
Dann geht es mit dem Expressboot los in Richtung Phra Athit, um von dort aus mit dem Klongboat zum Golden Mount zu fahren.
Wir passieren dabei Wat Arun, dass am Nachmittag auf dem Programm steht.
Kurz vor der Rama VIII Brücke steigen wir aus,
laufen durch den kleinen Park am Phra Sumen Fort.
Hier ist es sehr geruhsam.
Auch auf der Klong Ferry sind wir die einzigen Fahrgäste. Der Fahrer und die Fahrkartenkontrolleurin sind total nett zu uns. Der Fahrer zeigt mir den besten Platz vor ihm auf dem Bug.
Dort könne ich die besten Fotos machen ! Das Sparschwein sollte später etwas Futter von mir bekommen.
Wir dachten an ein mit Chinesen und Taxi vollgepferchtes, hektische Boot. Nun schippern wir gemütlichst durch den Klong.
Und es kommt sogar ein wenig Safari-Feeling auf !
Dann erreichen wir an der Station Phanfa Bridge (leider viel zu schnell) unser Ziel.
Der Fahrer und seine Frau verabschieden uns sehr nett und es geht zu Fuß weiter zum nahen Golden Mount.
Inzwischen hat es wieder Mitte 30 Grad. Genau richtig, um auf in der Mittagshitze den Golden Mount zu erklimmen ! Der ist die Mühe aber zu 100% wert ! Überall sind kleine Pagoden, die Vögel zwitschern,
goldene Täfelchen klimpern an den Bäumen,
Franchipanis blühen.
Wir laufen langsam nach oben.
Es bieten sich immer neue Ausblicke.
Ganz oben treffen wir auf mehrere betende Menschen.
Der Wind bringt etwas Erfrischung.
Wir sind sehr zufrieden und saugen die Eindrücke in uns auf !
Auf dem Weg nach unten werden uns die Gegensätze in dieser Stadt wieder bewusst.
Supermodern und dann wieder ganz einfach.
Wir kehren an den Bootsanlegern zurück und erwischen doch tatsächlich wieder den netten Fahrer. Er begrüßt uns lächend. Die Klongfahrt ist wieder total schön.
Am Bootsanlager Phra Athit setzen wir uns auf die Terrasse und essen höllenscharfes (wir lieben das) und extrem gutes grünes Thai Curry.
Teil 722. Apr. 2021
14.01.2020 Bangkok Millenium Hilton Hotel Mittag – Klongtour
Nach dem köstlichen Curry buchen wir am Pier eine private Klongfahrt.
Nach kurzem Warten fährt uns ein unfreundlicher und wortkarger Thai mit einem Longtailboot durch die Seitenkanäle. Die sind allerdings erwartet interessant. Tempel, traditionelle und einfache Hütten wechseln sich mit moderneren Häusern ab.
Die Verkäuferin auf dem Boot ist nur noch für die Touristen unterwegs.
Nebenan angeln die Einheimischen von der Kaimauer aus.
Einen Storch hätte ich in Bangkok nun auch nicht erwartet !
Das Wetter ist schwül, diesig ! Nicht gerade gutes Fotowetter.
Wir genießen die Fahrt, machen immer wieder Fotos und lassen uns den erfrischenden Fahrtwind um die Nasen wehen.
Zweimal warten wir an leicht gruseligen Schleusen, dann erreichen wir wieder den Chao Phraya.
Unser Fahrer war so unfreundlich, dass wir ihm kein nennenswertes Trinkgeld geben. Eigentlich untypisch hier in Thailand. Absetzen lassen wir uns direkt am Wat Arun, das unser letztes Tagesziel ist.
Teil 824. Apr. 2021
14.01.2020 Bangkok Millenium Hilton Hotel – Abend Wat Arun
Ein Geheimtipp ist Wat Arun ja nicht gerade. Es ist ganz ordentlich was los hier !
Nachdem wir ein Ticket erworben haben und die ersten Fotos geknipst haben, geht es auf das Tempelgelände. Die Schönheit und die vielen Details der Dekoration kann man erst aus der Nähe erkennen.
Das gesamte Bauwerk ist mit Porzellanteilen verziert.
Leider sind Massen an Chinesen unterwegs. Ihr Verhalten ist mit unserem überhaupt nicht kompatibel. Die Chinesen sehen das umgedreht sicher ähnlich. Gruppenposing in epischer Länge ist an der Tagesordnung.
Meine Esmeralda treibt das immer einmal wieder die Zornesröte ins Gesicht. Ich entschließe mich schnell dazu, die Chinesen einfach selbst als Fotomotiv auszuwählen.
Zwischendurch bietet sich dann immer auch die Möglichkeit, den Tempel zu bewundern.
Die Sonne steht nun tiefer. Wir sind ziemlich begeistert von dieser eleganten Schönheit Wat Arun.
Dann geht es mit dem Expressboot zurück ins Hotel. Dabei finden sich immer wieder schöne Fotomotive.
Auf der Dachterrasse essen wir eine Kleinigkeit in unserer Lounge und genießen den Sundowner. Morgen geht es früh aus den Federn, denn wir haben Tickets für das Wat Phra Keo, den Königspalast gebucht. Und auf den freuen wir uns besonders.
Teil 926. Apr. 2021
15.01.2020 Bangkok Millenium Hilton Hotel – Morgen Wat Phra Keo
Der Königspalast Wat Phra Keo ist ein absoluter Touristenmagnet. Alle die Jahre wollten wir uns dieses prachtvolle Bauwerk noch einmal in Ruhe anschauen. Du heute sollte es Wahrheit werden. Die Tickets sind bereits online gebucht und zwar gleich zu Beginn der Öffnungszeit. Also knipse ich um 06:23 Uhr dieses Bild vom zu dieser Zeit recht friedlich wirkenden Cho Phraya.
Nach dem Frühstück auf der Terrasse am Fluss
geht es wie gewohnt mit der Ferry auf die andere Seite und danach mit dem Expressboot zum Palast.
An so einem besonderen Tag trägt man natürlich sein südafrikanisches Rugby Shirt ! Zu diesem Zeitpunkt nahmen wir die vielen Maskenträger noch nicht so richtig Ernst ! Heute wissen wir es besser.
Am Eingang des Palastes passieren wir eine Sicherheitskontrolle und sind wie erwartet nicht so richtig alleine.
Es fühlt sich ein wenig nach chinesischer Invasion an. Das kann ja spassig werden ! Und der Himmel ist leider immer noch bewölkt.
Aber direkt nach Betreten des Innenhofes begreifen wir die in unseren Erinnerungen verblasste Pracht dieses Bauwerkes.
Überall Gold und bunte Farben.
Wir werden einer unvergleichlichen Reizflut ausgesetzt.
Überall Steinmetzarbeiten,
Opferaltare,
Tempelgebäude, Prunk und inzwischen sogar blauer Himmel.
Mittlerweile hat es auch wieder 35 Grad.
Ich merke gerade, dass ich echte Probleme habe, das Erlebte zu beschreiben. Der Wat Phra Keo ist für mich einer der prächtigsten Orte, die wir in diesem Leben bisher besuchen durften. Im Tempel mit dem Jadebuddha spürt man, welch hohe Bedeutung dieser Ort für die Buddhisten hat.
Nur die Menge an Chinesen ist echt belastend ! Aber eben auch für sich interessant ! Ich mache wieder unzählige Fotos.
Die Hauptgebäude sind unglaublich schön verziert.
Dann geht es zusammen mit den Menschenmassen weiter in den Wohntrakt der Königsfamilie.
Witzig finden wir diese Idee, den Verlust der Kinder durch Handschellen und Ketten zu verhindern.
Die Palastwachen müssen hier einiges aushalten. Sie werden permanent als Fotomotiv genutzt.
Auch hier ist einiges los. Hier könnte man Stunden verbringen und einfach nur Menschen beobachten.
Inzwischen ist es uns aber so heiß, dass wir erst einmal etwas Kühles zu trinken brauchen. Sehr zufrieden verlassen wir den Wat Phra Keo und laufen weiter in Richtung Wat Po.
Teil 1028. Apr. 2021
15.01.2020 Bangkok Millenium Hilton Hotel – Mittag Wat Po
Zu Fuss laufen wir durch die Mittagshitze zum nicht allzu weit entfernten Wat Po.
An den haben wir kaum noch Erinnerungen. OK, einen liegenden Buddha hat es dort ! Nach dem Eingang landen wir an einem kleinen Tempel, an dem die Buddhisten beten.
Durch den schmalen Gang nebenan wälzen sich die Touristenmassen. Am Eingang um die Ecke ziehen wir die Schuhe aus und versuchen, eine möglichst gute Fotoposition für den riesigen, liegenden Buddha zu bekommen.
Gegen die Chinesengruppen hilft nur Skrupellosigkeit und Durchsetzungsvermögen. Das machen wir nicht so gerne. Der riesige Buddha ist die Mühen aber wert. Er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus !
Im Anschluss schlendern wir gemütlich durch die weitläufige, prächtige Tempelanlage.
Sie unterscheidet sich deutlich vom glitzernden Königspalast und hat ihren ganz eigenen Charakter.
Immer wieder entdeckt man schöne Details.
Und immer wieder interessante Szenen, in denen es menschelt.
Die Statue Phra Phuttha Thewapatimakon übt ebenfalls einen ganz besonderen Reiz aus.
Am Ende latscht eine Touristin meiner Frau direkt vor die Linse. Meiner Esmeralda platzt der Kragen, einige deutliche Worte fallen und die (übrigens europäische) Touristin nimmt Reissaus! Bei der Auswahl der best of Bilder meinte Esmeralda zu mir „ Kannst Du die nicht einfach rausschneiden ?“ Ich tat ihr den Gefallen. Wir sind beide überrascht, wie gut das funktioniert hat ! Diese Technik musste ich dann in Angor noch öfters anwenden.
Geschafft von der Hitze und bewegt von all den exotischen Eindrücken besuchen wir einige hundert Meter weiter
das View Arun, ein Dachterrassen-Restaurant mit Blick auf den Wat Arun.
Und das ist ein guter Platz zu einem richtigen Zeitpunkt.
Es ist nicht viel los, etwas Wind weht und die Aussicht könnte schlechter sein.
Das Essen ist auch OK. Wir genießen den Moment.
Im Anschluss soll es zum nahen Flower Market gehen.
Teil 1105. Mai 2021
15.01.2020 Bangkok Millenium Hilton Hotel – Nachmittag-Abend Flower Market und Asiatique River Front
Gut gestärkt brechen wir zu Fuß zum Flower Market auf.
Zuerst laufen wir etwas planlos zwischen einigen Souvenirbuden an einer Flussarkade herum. Dann finden wir den Eingang doch.
Es ist rekordverdächtig heiß und brutal schwül.
In der etwas unübersichtlichen, einfachen Halle herrscht reges Treiben.
Überall werden Blumen verarbeitet.
Aber auch Lebensmittel sind im Angebot.
Schweißgebadet nehmen wir die erneute Flut an Eindrücken in uns auf. Überall wird fleißig gearbeitet.
Ein Rausch an Farben und exotischen Szenen.
Am Ausgang bewundern wir eine ganz besondere Blumenarbeit. Der Verkäufer grinst und posiert neben seiner tollen Arbeit.
Wir Lachen und verabschieden uns vom Blumenmarkt. Das Expressboot bringt uns zurück zum Hotel,
wo wir es uns am Pool bequem machen, der liegt etwas erhöht und bietet einen schönen Blick über den Fluss. Die Liegen stehen im Wasser. Ganz cool gemacht.
Zum Abend genießen wir wie gewohnt die Executive Lounge und fahren dann mit dem Boot in Asiatique the Riverfront.
Die hoch angepriesen Sehenswürdigkeit entpuppt sich als ein Gemisch aus Vergnügungspark und Touristenshopping-Mall. Die Geschäfte sind zu 100% auf Touristen ausgerichtet.
Die Restaurants leider auch. So richtig gut gefällt es uns hier nicht.
Das ausgesuchte Restaurant ist auch so lala. Und so besteigen wir relativ bald wieder die Fähre zurück. Durch die dunkle Nacht geht es an bunt beleuchteten Wolkenkratzern vorbei zurück ins Hotel.
Sorry für die lange Pause. Wir waren drei Wochen (es war phantastisch!) in Island und hatten vorher allerlei um die Ohren.
Kerstin hat heute Geburtstag und hat den Wunsch, einen Lunch im Mandarin Oriental am Chao Phraya zu genießen. Für den Abend haben wir uns schon vor der Reise für das Yao auf dem Marriot Hotel entschieden.
Dazu eine kleine Geschichte. Als wir Mitte der 90er Jahre zusammen kamen und mit dem Reisen begannen, lernte ich Schritt für Schritt Kerstins Wunsch auf den Besuch von mondänen Locations kennen. Bei unserem ersten Bangkok Besuch standen wir in kurzen Hosen und verschwitzt vor dem Mandarin Oriental. Ich starrte ehrfürchtig die Portiers mit Tropenhelm an. Kerstin sagt: „Eigentlich könnten wir uns doch auf der Terrasse mal einen Kaffee gönnen ?!“ Ich antworte sehr unsicher und will schon gehen: „Da kommen wir mit unseren Klamotten doch gar nicht rein!“ Kerstin sehr bestimmt und null kompromissbereit: „Wir gehen da jetzt rein!!!“ Auf der Terrasse sitzt bereits unsere halbe Reisegruppe 😣 😗 😵
Dieses Gespräch hatten wir im Laufe unserer Reisen immer wieder. Diese Luxusdinger waren früher überhaupt nicht meins. Im Laufe der Jahre fand dann eine Art Desensibilisierungsprozess statt, in dem auch ich so langsam Gefallen an solchen Locations fand. Inzwischen mache ich mir wegen Kleidung und möndäner Umgebung keinerlei Gedanken mehr und kann das auch genießen.
Zurück nach Bangkok ! Wir schlafen aus und gehen in unserer Lounge ausgiebig Frühstücken. Wir haben diesen Platz wirklich lieben gelernt. Der Ausblick auf die Megacity ist einfach umwerfen. Danach setzen wir uns mit einer Tasse Kaffee nach außen. Nach einer kleinen Siesta auf dem Zimmer machen wir uns per Fähre und dann zu Fuß auf den Weg zum Mandarin Oriental.
Es ist brüllend heiß und schwül.
Die Lobby ist schon beeindruckend.
Auf der Terrasse bekommen wir einen schönen Tisch direkt am Ufer. Kerstin bestellt Klebreis mit Mango und ich ein Gericht mit Garnelen.
Es schmeckt hervorragend.
Hier am Fluss ist auch etwas Wind. Er ist bitter nötig, denn wir dampfen vor uns hin. Gerade heute ist mir wieder aufgefallen, wie sehr sich die Stadt und gerade der Verkehr doch geändert hat. In den Neunzigern war der Verkehr viel chaotischer, lauter und es trieben richtige schwarze Rauchschwaden durch die Stadt. Auch auf dem Fluss geht es etwas leiser zu. Wir genießen das Essen in Ruhe und gehen im Anschluss etwas in kleinen Geschäften Shoppen. Den Nachmittag packen wir unsere Sachen und ruhen uns noch etwas aus, bevor wir uns für den Abend präparieren.
Teil 1312. Juni 2021
16.01.2020 Bangkok Millenium Hilton Hotel – Dinner Yao Rooftop Terrace and Restaurant Bangkok Marriott Hotel The Surawongse
Nach der Flussüberquerung nehmen wir uns ein Taxi bis zum Bangkok Marriott Hotel The Surawongse. Auch hier sieht es ziemlich mondän aus. Mit dem Aufzug fahren wir nach ganz oben und gelangen auf eine Rooftop Terrace, die uns sofort begeistert.
Wir sind bei den ersten Gästen und werden an unseren reservierten Tisch gebracht.
Es ist einfach umwerfend und wir bestellen einen Strawberry G+T. Er ist zu einem unserer Lieblingsdrinks geworden. Beafeater Strawberry Gin und Feevertree Elderflower Tonic Water.
Bei Chilloutmusik lassen wir unsere Blicke schweifen und sind ziemlich zufrieden mit der aktuellen Situation.
Das gereichte Knusperzeug ist auch richtig lecker. Die Skyline wirkt in der aufkommenden Dämmerung immer phantastischer.
Besonders angetan hat uns die Architektur des Manhakon. Dieser Wolkenkratzer sieht so aus, als ob man ihn aus Bauklötzen erstellt hätte.
Inzwischen ist es dunkel und nur schwer können wir uns zu unserem ein Stockwerk tiefer reservierten Restaurant-Tisch losreißen.
Das Yao ist ein chinesisches Luxusrestaurant und zum Zeitpunkt unseres Besuches Bangkoks Nr. 1 in Tripadvisor. Die Preise sind ziemlich gesalzen, aber für Kerstins Geburtstag gönnen wir uns das mal. Der Personal empfängt uns unglaublich herzlich. In den Ecken des Gebäudes gibt es Räume fürs private Dinner mit unglaublichem Blick auf die Skyline.
Wir bekommen einen Tisch in der Mitte, auch mit schönem Blick. Ich bestelle 10 chinesische Köstlichkeiten als Vorspeise. Die besondere Köstlichkeit unten in der Mitte ist (ja wirklich) Qualle !
Ich probiere drei kleine Stückchen, dann lang es. Der Rest ist gut. Kerstin hat Schweinebauch. Als Hauptspeise habe ich Hummer mit Gemüsereis und Kerstin Wagyu mit Gemüse.
Meine Hauptspeise ist sehr gut, Kerstins Wagyu besteht hauptsächlich aus Fett, was Chinesen wohl sehr mögen. Die Location ist wirklich toll und das Personal unglaublich herzlich. Kerstin bekommt dann sogar noch ein Desert aufs Haus mit einem kleinen Ständchen. Wirklich ganz süß.
Das Essen bräuchten wir zu diesem Preis nicht noch einmal. Es wird eines unserer teuersten Diners sein, aber nicht das beste (mit einigem Abstand). Trotzdem verlassen wir das Restaurant sehr zufrieden. Es war ein toller Abend, der uns ewig in guter Erinnerung bleiben wird. Das bestellte Uber Taxi ist tatsächlich ein Bakkie, das von einem coolen indianisch wirkenden Typ gefahren.
Das letzte Mal schlüpfen wir in unserer super Suite in das ultra bequeme Bett und sid gespannt auf den Flug nach Pnom Penh. Ein Kollege von Kerstin hatte uns die Stadt so sehr ans Herz gelegt. Der Tipp sollte sich als goldrichtig erweisen. Dazu später mehr.
Teil 1416. Juni 2021
17.01.2020 Bangkok Millenium Hilton Hotel – Flug nach Pnom Penh / The Pavillon Hotel
Wir stehen relativ früh auf, packen unsere Sachen und gehen dann kurz zum Frühstück. Schweren Herzens checken wir aus diesem tollen Hotel aus und gehen zu unserem Flughafentaxi. Das bringt uns bequem zum Airport. Der Flug startet pünktlich.
Am Airport in Pnom Penh merkt man gleich, dass Kambodscha kein reiches Land ist. Am Geldautomat ziehen wir Bargeld und werden von einem freundlichen Fahrer abgeholt. Er bugsiert uns in einem bequemen Fahrzeug durch den absolut chaotischen Verkehr in Pnom Penh. Es erinnert uns etwas an das Bangkok vor 25 Jahren. Hier wollte ich nie und nimmer selbst Auto fahren. Das Pavillon Hotel liegt mitten in der Stadt und ist eigentlich genauso, wie im Netz beschrieben.
Eine ruhige Oase in Mitten der lebendigen und lauten Stadt.
Nach einer sehr freundlichen Begrüßung nehmen wir am herrlichen Pool Platz und essen einen guten Lunch.
Unser Zimmer ist auch gschön. Nach einem kurzen Nickerchen wollen wir noch eine Runde durch die City laufen. Und darauf sind wir echt gespannt.
Teil 1516. Juni 2021
17.01.2020 Pnom Penh / The Pavillon Hotel
Am frühen Abend treten wir bei drückender Schwüle auf die kleine Nebenstraße vor unserem Hotel. Überall Buden, ein Tempel ist gegenüber.
Um die Ecke ist bereits ein großer Platz im Zentrum.
Irgendwie fühlen wir uns hier sofort wohl.
Die Stadt ist irgendwie eher noch so, wie wir Asien vor vielen Jahren erlebt haben.
Das Leben tobt und wir lassen uns treiben und fotografieren.
In Richtung des Royal Palace begegnen uns etliche Mönche.
Immer ein schönes Fotomotiv.
Unsere Laune steigert sich immer mehr. Es macht einfach großen Spaß, sich hier einfach durch die Straßen treiben zu lassen.
Durch eine Seitenstraße erreichen wir das Ufer des mächtigen Tonle Sap Flusses.
Er fließt einige hundert Meter weiter in den noch mächtigeren Mekong.
Restlose Begeisterung übermannt uns. Überall Wahrsager, Garküchen, Blumenstände und bunte Beleuchtung. Es ist irre interessant.
An einem kleinen Tempel ist es voll mit Gläubigen, die Opfergaben darreichen.
Es raucht, riecht und klingt sehr exotisch.
Ein Rausch der Gefühle und Eindrücke. Später erfahren wir, dass heute Buddha Day ist.
Nach dutzenden Fotos versuchen wir ein Restaurant zu finden.
Das hier trifft nicht ganz unseren Geschmack.
Also zuerst einmal in eine Rooftop Bar gehen und etwas Trinken.
Von hier aus haben wir eine beeindruckende Aussicht.
In einem Pub essen wir ein ziemlich auf Touristen zugeschnittenes Curry
und fahren dann sehr zufrieden mit einem Tuktuk zurück ins Hotel. Insgesamt haben wir sowohl in Bangkok, als auch in Pnom Penh nur gute Erfahrungen mit den Fahrern gemacht.
Morgen haben wir über eine Empfehlung aus dem Netz eine Tukuk Tagestour gebucht. Voller neuer Eindrücke im Kopf schlafen wir schnell ein.
Teil 1619. Juni 2021
18.01.2020 Pnom Penh / The Pavillon Hotel – Tuktuk-Tour Teil 1
Kurz vor unserer Reise hatte Kerstin eine (goldrichtige) Eingebung. Eigentlich hatten wir nur einen Nacht Pnom Penh und auf dem Weg nach Siem Reap dann noch eine Zwischenübernachtung. Diese hatte sie zu Gunsten einer zweiten Nacht in Pnom Penh gestrichen. Ansonsten hätte es den nun folgenden perfekten Tag gar nicht so gegeben. Von zu Hause aus hatte ich schon nach einem Tuktuk-Fahrer für eine Tagestour gesucht. Der Tuktuk-Fahrer in Pnom Penh war leider schon gebucht und empfahl einen Verwandten namens Visal Tuk Tuk. Was ich von ihm im Netz sah, war sofort sympathisch. Das Frühstück direkt am Pool im traumhaft schönen Garten ist gut und total gemütlich.
Visal ist zur ausgemachten Zeit vor dem Hotel.
Er ist ein extrem netter Kerl, der gut englisch spricht. Nach einer kurzen Einweisung geht es los in Richtung Memorial Park und dem Wat Phnom.
Schon der Weg dorthin macht uns schon große Lust auf den Tag. Überall gibt es Fotomotive.
Hier tobt das asiatische Leben.
Noch ist Temperatur auszuhalten. Auf dem Platz vor dem Wat Phnom steht die Statue der Lady Penh, der Gründerin der Stadt. Visal erzählt uns einige geschichtliche Fakten.
Das tut er sehr interessant in einer für uns perfekt passenden Dosis. Nach einer halben Stunde haben wir bereits das Gefühl, ihn seit Langem zu kennen. Wir scherzen, Lachen und Unterhalten uns lebhaft über die Stadt und das Leben in Kambodscha.
Über die Visal fährt uns wenige hundert Meter weiter direkt zum Wat.
Wir sollten einfach mal hoch laufen. Im Park pfeifen die Vögel und es wird minütlich heißer und schwüler. Vor dem Tempelaufgang sind allerlei Händler, die Opfergaben und Getränke verkaufen.
An uns vorbei kommen Menschen, die komplette Spanferkel als Opfergabe mitbringen.
Unser Birderherz schmerzt, als wir die Vogelkäfige sehen. Man fängt die armen Tiere ein. Dann kann man sie gegen Geld freilassen. Kerstin hätte am liebsten alle Vögel freigelassen….
Inzwischen hat uns bereits die Begeisterung gepackt. Hier sind fast keine Touristen und die Einheimischen begegnen uns freundlich. Dann erklimmen wir ganz langsam die Stufen zum Tempel. So richtig wissen wir nicht, was uns hier erwartet.
Im Tempel-Inneren ist einiges los.
Es riecht nach Räucher-Stäbchen und das Innere sieht aus wie ein Candelight-Dinner-Buffet.
Überall betende Menschen und wir haben nicht einmal das Gefühl zu stören.
Ich bin eher gehemmt, Kerstin etwas mutiger. Sie mischt sich unter die Menschen. Dieser Moment bringt uns Eindrücke, die für uns unvergesslich sein werden.
Am Ende kommen wir mit diesen zwei netten Damen ins Gespräch. Die eine war in der DDR und freut sich mit uns unterhalten zu können.
Dann geht es weiter in den etwas unbelebteren Teil des Tempels.
Überall stehen Opfergaben.
Diese Touristin hat ein ziemlich buntes Katzenkostüm an und ist irgendwie fotogen. Sie wundert sich, dass wir sie fotografieren möchten.
Wieder unten angekommen, lässt Kerstin zwei Vögelchen frei und freut sich.
Auch hier wieder tolle Fotomotive.
Visal fragt uns wie es war. Phantastic, war es. Totally phantastic. Einige hundert Meter weiter ist die Post. Kerstin geht rein und kauft Briefmarken.
Draußen spielen sich wieder wunderbare Szenen ab.
Teil 1720. Juni 2021
18.01.2020 Pnom Penh / The Pavillon Hotel – Tuktuk-Tour Teil 2
Quer durch die Stadt fährt uns Visal nun zum Wat Ounalom.
Er gilt als wichtigster Tempel in Pnom Penh.
Hier geht es ziemlich ruhig zu.
Nur wenige Touristen sind gerade hier.
Dafür ist im hinteren Teil alles voll mit Katzen.
Wir schlendern in Ruhe durch den Tempel.
Mönche sind immer ein lohnendes Motiv.
Dieser hier stellt sich für Kerstin extra in Pose. Sie musste ihn nicht einmal fragen. Wir genießen den friedlichen Platz und die Ruhe.
Nun fährt Visal zuerst am TonleSap und entlang mit einigen kurzen Stopps
weiter in Richtung eines gigantischen Neubauviertels. Chinesen bauen hier zig Wolkenkratzer.
Am Ufer zeigt uns Visal den Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap.
Und dann beginnt die etwas längere Fahrt zu den Stätten des Grauens, den die Roten Khmer verursacht haben.
Beginnen werden wir in den Killing Fields. Visal kämpft sich durch den dichten und chaotischen Verkehr. Immer wieder sind interessante Szenen zu beobachten.
Auf den Ausfallstraßen werden über Kilometer alte Häuser abgerissen, Reisfelder an chinesische Immobiliengesellschaften verkauft und alles mit modernen, hässlichen und gigantomanischen Gebäuden vollgebaut. Es ist zu vermuten, dass Pnom Penh bald seinen derzeitigen Charakter verlieren könnte.
Teil 1821. Juni 2021
18.01.2020 Pnom Penh / The Pavillon Hotel – Tuktuk-Tour Teil 3
An der Kasse der Killing Fields erhalten wir einen Audio Guide und laufen mit gemischten Gefühlen los.
Hier wurde unter den Roten Khmer unfassbares Grauen verursacht und unzählige Menschen ermordet. Der Audio Guide führt uns Stück für Stück zu den unterschiedlichen Stätten des Grauens.
Selbstredend werden wir schnell sehr nachdenklich.
Aber so etwas gehört eben auch zu solch einer Reise dazu.
Ab und zu sind auf dem Rasen sogar noch menschliche Überreste aus den Massengräbern zu sehen.
An einigen Gedenkstellen wurden die menschlichen Überreste auch ganz bewusst so gelassen, wie sie aufgefunden wurden. Absolut grausam.
Besonders grausam ist ein mit bunten Bändern verzierter Baum, an dem regelmäßig Säuglinge erschlagen wurden.
Aber an einem solch grausamen und stillen Ort entdecken wir einige interessante Tiere und Vögel.
Am Ende schauen wir uns das Beinhaus an, in dem menschliche Schädel aufgestapelt sind.
Mit flauem Gefühl im Magen werden wir von Visal zu einem kleinen Restaurant geführt. Das Curry ist ganz OK.
Danach geht es weiter ins Genocid Museum. Die Fahrt dorthin, es liegt in Pnom Penh, bringt uns wieder etwas auf andere Gedanken. Ganz kurz gehen wir in den russischen Markt. Das überdachte Gebäude hat etwas von einer Sauna.
Das Warenangebot ist deutlich auf Touristen zugeschnitten.
Lange halten wir es hier nicht aus. Schwitz ! Stöhn!
Das Genocid Museum befindet sich in einer ehemaligen Schule, die von den Roten Khmer zu einem brutalen Foltergefängnis umgebaut wurde.
Ich weiß gar nicht, was ich hier schreiben soll. Es war so grausam, dass ich hier nicht zu viel davon schildern möchte. Auf zwei, drei Stockwerken hat man nach der Befreiung die Räume in etwa so gelassen, wie sie aufgefunden wurden. In jedem der kleinen Schulräume steht ein Stahl-Bettgestell auf dem die Gefangenen bis zum Tode gefoltert wurden. An der Wand dann ein ganz leicht unkenntlich gemachtes schwarzweiß Bild der Situation, die die Befreier damals vorfanden.
Im weiteren Teil des Museums besichtigen wir die Gefängniszellen,
allerlei Folterinstrumente, persönliche Gegenstände der Gefangenen
und viele Bilderwände mit den Fotos, die bei der Aufnahme der Gefangenen gemacht wurden. Jedem einzeln sieht man an, das die armen Menschen Todesangst hatten. Ganz furchtbar.
An einem Galgen vorbei verlassen wir das Museum. Jetzt ist es genug mit den Grausamkeiten.
Direkt nebenan wird eine Hochzeitsfeier vorbereitet. Welch ein Kontrast !
Es ist inzwischen später Nachmittag. Visal bringt uns zurück zum Hotel. Wir bedanken uns herzlich und können diesen tollen Fahrer nur von Herzen weiter empfehlen. Er ist in FB und im Netz unter Visal Tuktuk Fahrer zu finden.
Das Hotelpersonal hat unser Gepäck schon in die für diese Nacht gebuchte Pool-Villa umgezogen.
Mit zwei Cocktails am Beckenrand tauchen wir in das erfrischende Nass und reden noch einmal über die Erlebnisse dieses Tages.
Was für ein Wechselbad der Gefühle ! Am Pool essen wir ganz ordentlich zu Abend. Das Templation Hotel wird den guten Bewertungen im Netz gerecht. Es liegt zentral. Der Pool-Bereich im Garten ist total schön angelegt. Gerade Abends sitzt man hier ganz toll.
Teil 1910. Juli 2021
19.01.2020 Pnom Penh / The Pavillon Hotel – Siem Reap Angor Rural Boutique Hotel
Gespannt stehen wir auf, packen unsere Sachen, checken aus und gehen zum Frühstück.
Heute bringt uns ein gebuchter privater Fahrer nach Siem Reap. Unterwegs machen wir einen Stopp in Sambor Prei Kuk. In fröhlicher und erwartungsvoller Stimmung genießen wir das leckere Frühstück. Hier hätten wir es auch noch etwas länger ausgehalten. Der Fahrer ist ein ganz netter. Vor allen Dingen fährt er recht zurückhaltend. In einem klimatisierten Van beobachten wir das Leben links und rechts der Straße. Es dauert etwas länger, bis wir von Pnom Penh aus etwas ländlichere Gebiete erreichen. Es ist flach und landschaftlich nicht ganz so reizvoll. Ziemlich zersiedelt ist die Gegend.
Wir biegen auf eine Nebenstraße ab, erreichen große Waldflächen und irgendwann einen leeren Parkplatz. Unser Fahrer übergibt uns an eine Guide-Frau, die uns sofort sehr sympathisch ist.
Sie erklärt uns in gut verständlichem Englisch einige geschichtlich Fakten.
Es ist natürlich mal wieder ziemlich schwül. Obwohl die Tempel bereits ziemlich verfallen sind, gefällt es uns ausgesprochen gut.
Wir sind meistens ganz alleine. Die Bäume spenden willkommenen Schatten und die geheimnisvollen Geräusche des Urwaldes geben dem Ort eine fast mystische Atmosphäre.
Immer wieder finden sich schöne Fotomotive.
An einer Stelle treffen wir doch tatsächlich auf eine Reisegruppe.
Dann sind wir wieder fast alleine.
Im letzten Teil unserer Runde kommen wir zu einiger ziemlich überwucherten Pagode.
Urig !
Sehr zufrieden verabschieden wir uns von unserer wirklich sehr netten Guide-Frau. Das war ein lohnenswerter Abstecher und eine kleine Vorbereitung auf Angkor Wat.
Die Vorfreude wächst, aber dort wird es ganz sicher nicht so beschaulich zugehen. Die Gegend um Siem Reap ist dann wieder dicht bevölkert. Der asiatische Verkehr sorgt dafür, dass es im Auto niemals langweilig wird. Über einen rumpeligen Feldweg kommen wir zum Angkor Rural Boutique Hotel. Es wird von einer kleinen lokalen Community unterhalten. Das Konzept hatte uns angesprochen. Der Empfang ist sehr herzlich und persönlich. Die Anlage selbst ist etwas in die Jahre gekommen.
Auf den Bildern im Netz sah das etwas schicker aus. Zuerst sind wir etwas enttäuscht.
Das Chalet wirkt innen dunkel und etwas abgewohnt.
Unter einem Vordach befindet sich ein nettes Tagesbett mit Blick über die Felder. Es sollte so eine Unterkunft werden, in die man sich zuerst „einwohnen“ muss. Wir sind die einzigen Gäste und gehen zum Dinner a la Carte. Die sehr, sehr nette Angestellte vom Empfang bedient uns auch. Das bestellte Curry ist ohne Schnickschnack, aber richtig köstlich. Man kocht hier viel mit selbst angebautem Gemüse und lokalen Produkten.
Gespannt gehen wir ins Bett. Morgen haben wir (ausnahmsweise mal ich) über Getyourguidewithlocals eine Tagestour mit Tuktuk und Guide mit Interesse am Fotografieren nach Angkor gebucht. Es geht um 05:00 Uhr los ! Fast wie Safari !
Teil 2013. Juli 2021
20.01.2020 Siem Reap Angor Rural Boutique Hotel – Tagestour mit Guide
Der Wecker klingelt brutal ! Nach einer Katzenwäsche und einer Tasse Kaffee werden wir am Hoteleingang von unserem Fahrer und dem über withlocals gebuchten Fotoguide Oun empfangen. Er macht einen netten Eindruck und wir haben sofort ein gutes Gefühl.
Über die rumpelige Zufahrtsstraße geht es in der Morgenstimmung über noch recht leere Straßen in RIchtung des riesigen Tempelkomplexes um Angkor Wat.
Obwohl wir uns zig You Tube Videos, Reiseberichte, Google Earth und Reiseführer angeschaut hatten, ist die Realität dann doch etwas anders als wir es uns vorgestellt hatten. Es ist spannend ! Schließlich fahren wir der Erfüllung eines Lebenstraumes entgegen ! Und das hat nach all den tollen Reisen immer noch eine fast magische Wirkung auf uns. Am Rande der durch das Waldgebiet führende Straße tauchen erste Eingangstore mit steinernen Gesichtern auf. Mann, sieht das faszinierend aus! Oun fährt weiter ! Unser Ziel ist Ta Promh, der Tomb Raider Tempel zur Öffnung. Wir halten an. Einige weitere Touris warten auch schon auf die Öffnung. Wir schauen uns um. Einige Buden, eine Tempelmauer, überall hohe Bäume und der geheimnisvolle Gesang unsichtbarer Vögel. Oun berichtet uns sehr angenehm einige geschichtliche Fakten des Tempelkomplexes. Für uns sehr interessant. Oun hat selbst eine Canon EOS 70D und fotografiert gerne. Neben der eigentlichen Führung soll er uns auf schöne Fotospots aufmerksam machen. Die Tour soll uns einen ersten Überblick geben. In den nächsten Tagen soll es mit irgendeinem privaten Tuktuk Fahrer weitergehen. Dann dürfen wir starten. Wir schreiten auf den vom Urwald befreiten Tempel zu. Wir sind gefesselt ! Die Urwaldgeräusche, knorrige Bäume, mit Steinmetzarbeiten übersäte Tempel, Wow!
Oun macht ein Bild von uns an den bekannten knorrigen Wurzeln.
Wir beeilen uns ein wenig, um in den hinteren Teil der Anlage zu kommen.
Oun drängt darauf. Und das ist gut so. Schönstes Morgenlicht, überall wunderbare Kunstwerke.
Hier könnte man Stunden verbringen.
Unser Guide erklärt uns die Bedeutung der bunten Armbändchen, die von meist älteren Frauen verkauft werden.
Man trägt sie so lange, bis sie vom Arm abfallen. Die Sünden oder Sorgen fallen mit ab. Mein letztes Bändchen aus diesem Urlaub gammelt immer noch an meinem Handgelenk.
Dann ist es bald vorbei mit der Ruhe. Die ersten chinesischen Reisegruppen erreichen auch den hinteren Teil. Sie sind wie immer all over the place.
Nach einer kurzen Zeit der Beobachtung verlassen wir Ta Promh auf der noch leeren Rückseite. Unterwegs wird ein Missverständnis geklärt. Wir wollen nicht die große Tour mit den bekannten Tempeln machen, sondern die kleine. Für Oun kein Thema.
Und so ist unser nächstes Ziel Pre Rup. Mit dem Tuktuk und angenehmen Fahrtwind geht es nicht allzu weit weg zu diesem nächsten Highlight. So langsam erhalten wir eine Idee, wie riesig das Gebiet sein könnte.
Hier ist auch noch wenig los. Pre Rup hat einen ganz anderen Charakter, als Ta Promh.
Nicht ganz so mystisch, aber auf seine Art auch schön.
Über eine steile Treppe erklimmen wir die Spitze des nicht ganz kleinen Bauwerkes.
Überall herrliche Steinmetzarbeiten.
Und der Blick in die Ferne zeigt in alle Richtungen eine endlose Waldfläche.
Vor unserem nächsten Ziel East Mebon gibt es eine kleine Pause.