Planung und Organisation
Liebe Formis,
ein kurzer Satz vorweg: Wir fangen mit dem Bericht an, während wir noch vor Ort in San Diego sind. Planmäßig geht unser Aufenthalt hier noch bis Ende März. Von daher seht es uns nach, wenn wir keinen Plan hier posten können, was wir alles noch machen werden, da sich dies gegebenenfalls kurzfristig ändert. Außerdem sind wir nicht (nur 😊 ) zum Urlaub machen hier, deshalb werden wir nur über ein paar Highlights berichten.
Wir hoffen dennoch, dass wir ein paar von euch, die zusätzlich zu einem anderen Kontinent als Afrika Fernweh haben, etwas zum Träumen bieten können 😎
Jetzt fragt ihr Euch bestimmt wer „wir“ sind. Wir sind Susann und Nic und verbringen ein Auslandssemester in Kalifornien. Wir beide lieben Reisen und verbinden deswegen in diesem Zusammenhang zwei Träume – im Ausland studieren und gleichzeitig die wunderschöne Region erkunden. Ganz neu ist die USA für uns beide nicht. Ich habe Familie in Texas, die wir schon mehrfach besucht haben und Susann war bereits für ein Praktikum schon einmal drei Monate in New York City 😎
Kalifornien haben wir im Jahr 2017 auch schon einmal bereist. Damals hatten wir jedoch nicht viel Zeit. Das soll diesmal natürlich ganz anders sein.
Ende Dezember ging es endlich los. Die Einreise in die Vereinigten Staaten ist wegen COVID noch immer nur einem geringen Personenkreis möglich. Die Einreise mit einem ESTA (Touristenvisum) ist zurzeit kaum möglich und sollte bis zur Aufhebung der Restriktionen auch nicht versucht werden. Schon mit unserem Studentenvisum war es nicht ganz so einfach mit der Einreise 😕
Wie ihr euch vorstellen könnt, war die Planung für uns durch die aktuelle Corona-Lage nicht unbedingt einfach und einige Male standen wir doch vor der Frage, ob es überhaupt so funktionieren wird 😵 Wir haben uns dann doch für die Durchführung entschieden, da wir der Meinung waren, dass wir hier keinem deutlich höheren Risiko ausgesetzt wären als in Deutschland. Insbesondere, da hier unsere Kontakte zu anderen Personen noch beschränkter sein werden. Um das einmal vorweg zu nehmen: Bisher haben wir beide das Gefühl, dass wir hier vor Corona sogar eher sicherer sind. Die Menschen hier (zumindest in Süd-Kalifornien) halten sich erstaunlich strikt an die Regeln 🤨 Auch das Tragen der Maske im Freien ist weit verbreitet, obwohl nicht vorgeschrieben. Und Susann wird von ihrer Universität sogar jede Woche kostenfrei auf COVID getestet. Das hätten wir uns mal in Deutschland gewünscht 🤩
Im Vorfeld für die Reise, insbesondere unter den aktuellen Umständen, haben wir doch erheblich in die Planung investiert - sowohl Zeit als auch Geld. Wir haben uns bei Airbnb ein Zimmer im Haus bei einer Privatperson gemietet. Der Wohnungsmarkt in San Diego ist vermutlich noch schlimmer als in München. Zimmer die mit Mühe auf 10-12m² kommen, gehen ohne Probleme für über 1500$ den Monat weg 😮
Zudem kann man sich ohne ein Auto in San Diego leider kaum bewegen. Dementsprechend war uns klar, dass wir noch einen Mietwagen für die Zeit bräuchten. Wir haben uns für ein normales Mid-Size car entschieden und das würde ich auch jedem Europäer raten in den USA, der nicht unbedingt ein riesiges Auto will. Auch wenn die größeren Autos preislich kaum teurer sind, sollte man trotzdem auf die Angabe für Miles per Galone (wir nutzen l/100km) achten. Zwar ist Benzin hier mit umgerechnet unter 1€ pro Liter deutlich günstiger, aber durch die weiten Entfernungen geht ein hoher Spritverbrauch trotzdem ins Geld.
Eine Auslandskrankenversicherung war für uns selbstverständlich auch Pflicht. Zwar wird dies zur Einreise (selbst aktuell) nicht vorausgesetzt, aber ohne würden wir keinen Fuß auf US-Boden setzen. Die medizinische Versorgung in den USA ist sicherlich fast so gut wie in Deutschland, aber dafür auch eine der teuersten. Ganz wichtig ist aktuell darauf zu achten, dass Reisewarnungen und Corona nicht ausgenommen sowie im schlimmsten Fall der Rücktransport abgesichert sind. Wer ein bisschen Zeit investiert, der findet schnell ein paar große deutsche Anbieter, die auch eine Reise in die USA bei der aktuellen Lage mit absichern.
Als zwei letzte große Punkte bleiben noch die Flüge und die Visa. Die Visa-Beantragung lief eigentlich wie normal. Mit den benötigten Unterlagen kann man einen Termin bei der US-Botschaft (in Berlin, Frankfurt oder München) machen. Das klingt zwar erstmal einfach, aber durch Corona wurden zwischenzeitlich keine Termine mehr vergeben. Im Sommer 2020 waren dann wieder welche verfügbar. Wie es zurzeit aussieht, können wir leider nicht sagen. Allerdings sind die Websites der Botschaft sehr informativ und soweit wir das beurteilen konnten auch aktuell. Als deutsche Staatsbürger erhielten wir ein Visum mit dem Zusatz „national interest exception“ 🤩 Mit diesem Zusatz, der mit auf die Visumsseite im Pass gedruckt ist, wird die Einreise trotz der aktuellen Beschränkungen ermöglicht. Zu den anspruchsberechtigten Gruppen zählen unter anderem bestimmte Arbeitsaufenthalte, angehörige bestimmter Berufsgruppen und eben Studenten. Die Ausstellung des Visums in Deutschland ging dann innerhalb weniger Tage. Den Pass kann man gegen eine Gebühr nach Hause liefern lassen oder kostenfrei an eine der drei Abholstationen (in Berlin, Frankfurt oder München). Da wir vergleichsweise nah an einer dieser Stationen wohnen, haben wir uns für diese Option entschieden. Wir bekamen eine Benachrichtigung per E-Mail, dass die Dokumente abholbereit sind und mit einem Personalausweis abgeholt werden können. Entsprechend sollte man auch über einen gültigen Personalausweis verfügen 😊
Den Flug haben wir vor vielen Monaten bei Lufthansa gebucht. Ich bin immer sehr begeistert vom Fliegen und es macht mir super viel Spaß nach den besten Flugangeboten zu suchen. Das hatte zur Folge, dass ich ein Schnäppchen für einen Business Class Flug ab Sofia gefunden habe. Doch COVID hätte uns fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hier möchten wir ein großes Lob an Lufthansa aussprechen. Wir wurden auf Kulanz kostenfrei (obwohl sie das nach aktueller Regelung nicht hätten machen müssen) auf Deutschland umgebucht – Glück gehabt 🙂 Auch wenn das hieß, dass wir zwei Zubringerflüge brauchten. Von Berlin soll es nach Frankfurt gehen, von dort nach München und schließlich weiter nach Los Angeles. Unser ökologischer Fußabdruck lässt grüßen 😊 So wird das nichts mit dem Pariser Klimaabkommen, aber das galt in dem Ankunftsland ja sowieso zu der Zeit nicht… Aber zu unserer Verteidigung – einen direkten Zubringerflug gab es zu der Zeit nicht 😗
Liebe Formis,
ein kurzer Satz vorweg: Wir fangen mit dem Bericht an, während wir noch vor Ort in San Diego sind. Planmäßig geht unser Aufenthalt hier noch bis Ende März. Von daher seht es uns nach, wenn wir keinen Plan hier posten können, was wir alles noch machen werden, da sich dies gegebenenfalls kurzfristig ändert. Außerdem sind wir nicht (nur 😊 ) zum Urlaub machen hier, deshalb werden wir nur über ein paar Highlights berichten.
Wir hoffen dennoch, dass wir ein paar von euch, die zusätzlich zu einem anderen Kontinent als Afrika Fernweh haben, etwas zum Träumen bieten können 😎
Jetzt fragt ihr Euch bestimmt wer „wir“ sind. Wir sind Susann und Nic und verbringen ein Auslandssemester in Kalifornien. Wir beide lieben Reisen und verbinden deswegen in diesem Zusammenhang zwei Träume – im Ausland studieren und gleichzeitig die wunderschöne Region erkunden. Ganz neu ist die USA für uns beide nicht. Ich habe Familie in Texas, die wir schon mehrfach besucht haben und Susann war bereits für ein Praktikum schon einmal drei Monate in New York City 😎
Kalifornien haben wir im Jahr 2017 auch schon einmal bereist. Damals hatten wir jedoch nicht viel Zeit. Das soll diesmal natürlich ganz anders sein.
Ende Dezember ging es endlich los. Die Einreise in die Vereinigten Staaten ist wegen COVID noch immer nur einem geringen Personenkreis möglich. Die Einreise mit einem ESTA (Touristenvisum) ist zurzeit kaum möglich und sollte bis zur Aufhebung der Restriktionen auch nicht versucht werden. Schon mit unserem Studentenvisum war es nicht ganz so einfach mit der Einreise 😕
Wie ihr euch vorstellen könnt, war die Planung für uns durch die aktuelle Corona-Lage nicht unbedingt einfach und einige Male standen wir doch vor der Frage, ob es überhaupt so funktionieren wird 😵 Wir haben uns dann doch für die Durchführung entschieden, da wir der Meinung waren, dass wir hier keinem deutlich höheren Risiko ausgesetzt wären als in Deutschland. Insbesondere, da hier unsere Kontakte zu anderen Personen noch beschränkter sein werden. Um das einmal vorweg zu nehmen: Bisher haben wir beide das Gefühl, dass wir hier vor Corona sogar eher sicherer sind. Die Menschen hier (zumindest in Süd-Kalifornien) halten sich erstaunlich strikt an die Regeln 🤨 Auch das Tragen der Maske im Freien ist weit verbreitet, obwohl nicht vorgeschrieben. Und Susann wird von ihrer Universität sogar jede Woche kostenfrei auf COVID getestet. Das hätten wir uns mal in Deutschland gewünscht 🤩
Im Vorfeld für die Reise, insbesondere unter den aktuellen Umständen, haben wir doch erheblich in die Planung investiert - sowohl Zeit als auch Geld. Wir haben uns bei Airbnb ein Zimmer im Haus bei einer Privatperson gemietet. Der Wohnungsmarkt in San Diego ist vermutlich noch schlimmer als in München. Zimmer die mit Mühe auf 10-12m² kommen, gehen ohne Probleme für über 1500$ den Monat weg 😮
Zudem kann man sich ohne ein Auto in San Diego leider kaum bewegen. Dementsprechend war uns klar, dass wir noch einen Mietwagen für die Zeit bräuchten. Wir haben uns für ein normales Mid-Size car entschieden und das würde ich auch jedem Europäer raten in den USA, der nicht unbedingt ein riesiges Auto will. Auch wenn die größeren Autos preislich kaum teurer sind, sollte man trotzdem auf die Angabe für Miles per Galone (wir nutzen l/100km) achten. Zwar ist Benzin hier mit umgerechnet unter 1€ pro Liter deutlich günstiger, aber durch die weiten Entfernungen geht ein hoher Spritverbrauch trotzdem ins Geld.
Eine Auslandskrankenversicherung war für uns selbstverständlich auch Pflicht. Zwar wird dies zur Einreise (selbst aktuell) nicht vorausgesetzt, aber ohne würden wir keinen Fuß auf US-Boden setzen. Die medizinische Versorgung in den USA ist sicherlich fast so gut wie in Deutschland, aber dafür auch eine der teuersten. Ganz wichtig ist aktuell darauf zu achten, dass Reisewarnungen und Corona nicht ausgenommen sowie im schlimmsten Fall der Rücktransport abgesichert sind. Wer ein bisschen Zeit investiert, der findet schnell ein paar große deutsche Anbieter, die auch eine Reise in die USA bei der aktuellen Lage mit absichern.
Als zwei letzte große Punkte bleiben noch die Flüge und die Visa. Die Visa-Beantragung lief eigentlich wie normal. Mit den benötigten Unterlagen kann man einen Termin bei der US-Botschaft (in Berlin, Frankfurt oder München) machen. Das klingt zwar erstmal einfach, aber durch Corona wurden zwischenzeitlich keine Termine mehr vergeben. Im Sommer 2020 waren dann wieder welche verfügbar. Wie es zurzeit aussieht, können wir leider nicht sagen. Allerdings sind die Websites der Botschaft sehr informativ und soweit wir das beurteilen konnten auch aktuell. Als deutsche Staatsbürger erhielten wir ein Visum mit dem Zusatz „national interest exception“ 🤩 Mit diesem Zusatz, der mit auf die Visumsseite im Pass gedruckt ist, wird die Einreise trotz der aktuellen Beschränkungen ermöglicht. Zu den anspruchsberechtigten Gruppen zählen unter anderem bestimmte Arbeitsaufenthalte, angehörige bestimmter Berufsgruppen und eben Studenten. Die Ausstellung des Visums in Deutschland ging dann innerhalb weniger Tage. Den Pass kann man gegen eine Gebühr nach Hause liefern lassen oder kostenfrei an eine der drei Abholstationen (in Berlin, Frankfurt oder München). Da wir vergleichsweise nah an einer dieser Stationen wohnen, haben wir uns für diese Option entschieden. Wir bekamen eine Benachrichtigung per E-Mail, dass die Dokumente abholbereit sind und mit einem Personalausweis abgeholt werden können. Entsprechend sollte man auch über einen gültigen Personalausweis verfügen 😊
Den Flug haben wir vor vielen Monaten bei Lufthansa gebucht. Ich bin immer sehr begeistert vom Fliegen und es macht mir super viel Spaß nach den besten Flugangeboten zu suchen. Das hatte zur Folge, dass ich ein Schnäppchen für einen Business Class Flug ab Sofia gefunden habe. Doch COVID hätte uns fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hier möchten wir ein großes Lob an Lufthansa aussprechen. Wir wurden auf Kulanz kostenfrei (obwohl sie das nach aktueller Regelung nicht hätten machen müssen) auf Deutschland umgebucht – Glück gehabt 🙂 Auch wenn das hieß, dass wir zwei Zubringerflüge brauchten. Von Berlin soll es nach Frankfurt gehen, von dort nach München und schließlich weiter nach Los Angeles. Unser ökologischer Fußabdruck lässt grüßen 😊 So wird das nichts mit dem Pariser Klimaabkommen, aber das galt in dem Ankunftsland ja sowieso zu der Zeit nicht… Aber zu unserer Verteidigung – einen direkten Zubringerflug gab es zu der Zeit nicht 😗













