Caprivi - Mudumu Natinalpark
Oh diese Zeltnachbarn, es ist ja noch nicht einmal 5 Uhr... ich kann und mag nicht mehr schlafen und in Etosha sind wir ja auch zur Parköffnung im Park gewesen; ich also so lange rumgezappelt bis meine Männer wach sind und nach einem Kaffee sind wir los zum Mudumu. Nach 15 Minuten waren wir schon beim Parkeingang - komisch, keine Rezeption, keine Anmeldung, aber natürlich auch keine Karte vom Park, keinerlei Hinweise auf evtl. wegen Wasser gesperrter Straßen.
Die C49 führt als Verbindungsstraße durch den gesamten Park, also haben wir uns entschlossen, die erstmal entlang zu fahren.
Keine 10 Minuten später entdecken wir, direkt am Straßenrand, 2 junge Geparden, die sich genüsslich in der aufgehenden Sonne räkeln. Die beiden beobachten wir eine ganze Weile mit großer Begeisterung und entschließen uns dann aber doch zur Rückkehr in die Lodge, um uns zuerst weitere Informationen über die Möglichkeiten im Park zu holen. Um acht Uhr sollte auch eine Bootstour stattfinden, die wollen wir dann doch noch mitmachen.
Beim Verlassen des Parks, entdecken wir auf der Rückseite eines Schildes den kleinen Hinweis, wo die Rezeption zu finden ist und das man sich registrieren soll - aha - nächstes Mal ganz bestimmt!
Zurück im Camp sind wir die einzigen Gäste mit Interesse an dem morgendlichen Bootsausflug und pünktlich um 8 Uhr starten wir mit Rektor unserem Guide. Wir erfahren sehr viel über Fauna und Flora, Rektor ist ein sehr engagierter Guide, der mit Stolz und Leidenschaft von seinem Land erzählt.
Leider ist er auch sehr ehrlich und nimmt uns gleich die Illusion von Herden von Elefanten oder Wasserbüffeln - nicht in der Regenzeit!
Gute 2 Stunden fahren wir die Kanäle auf und ab, sehen kleine Krokodile, sehr viele Vögel und dann auch noch eine kleine Herde Hippos -Wahnsinn!
Wieder am Zelt machen meine Männer erstmal ein gutes Frühstück und während sie die Küche aufräumen, laufe ich noch schnell zum Auto um was zu holen - eine kurzen Moment später falle ich (über meine eigenen Füße?), ein Schlag und ich liege blutend auf dem Boden. Naja, dachte ich, etwas Nasenbluten. Aber, nein, leider nicht nur Nasenbluten. Das Nasenbein ist bis auf den Knorpel aufgeplatzt, eine tiefe Wunde, die unaufhörlich blutet. Was nun? Arzt? Wenn ja, wo einen finden? Ich will sowieso nicht. Ein Foto meiner Nase hat mich dann überzeugt, ich muss zum Arzt, das muss genäht werden.
Der nächste Arzt ist in Katima Mulilo - 140 km entfernt, aber es gibt da noch das „Busch Krankenhaus“ im Choi Village, das ist nur 20 Minuten entfernt.
Also, mehrere Tücher auf die immer noch stark blutende Wunde, den Sitz umgelegt und ab nach Choi. Dort warten bereits einige andere Patienten, aber ich sehe wohl so dramatisch aus, das wir gleich in die Klinik dürfen. Die „Nurse“ vor Ort ist freundlich und und erklärt mir direkt, das muss genäht werden (alle Hoffnung ist dahin). Sehr gefühlvoll und mit Besteck, das offensichtlich aus dem Steri kommt, reinigt und betäubt sie die Wunde und näht ordentlich mit wenigen Stichen. Bezahlen müssen wir nicht, es ist ein staatliches Krankenhaus und die Person, die die Gebühr von 4 NAD entgegen nimmt, ist gerade nicht da. Also gut. Sie weisst uns noch auf das rein halten der Wunde hin und mit dem Hinweis, das es um Kongola gerade ein massives Malaria Problem gibt und wir auf jeden Fall auf Moskitonetze beim schlafen achten sollen, fahren wir zurück. Covid-19 war bei diesem Besuch nicht einmal ein Thema.
Nach einem langen Mittagsschlaf fühle ich mich wieder fit genug um meine Männer auf einen weiteren Ausflug in den Mudumu Park zu begleiten. Diesmal melden wir uns ordentlich an, können die Karte vom Park abfotografieren und bekommen Hinweise, wo Wege aufgrund von „Mud“ oder zu tiefem Wasser nicht befahrbar sind.
Die erste Wegbeschreibung zum „Hippopool“ ist einfach und wir finden ihn direkt. Die Wege sind mit dem 4x4 gut befahrbar (bisher).
Danach sind die Pfade nicht mehr klar erkennbar, Wegweisser sind mehr als selten und wir wissen nicht mehr wo wir sind. Also, immer der guten Orientierung nach, häufig rechts halten, ist aber gar nicht so einfach, wenn manche Wege einfach nicht passierbar sind.
Letztendlich kommen wir, mehr oder weniger angespannt, wieder auf die C49 und treffen direkt auf unsere 2 Geparden von heute früh - ein schöner Abschluss eines aussergewöhnlichen Tages.








Oh diese Zeltnachbarn, es ist ja noch nicht einmal 5 Uhr... ich kann und mag nicht mehr schlafen und in Etosha sind wir ja auch zur Parköffnung im Park gewesen; ich also so lange rumgezappelt bis meine Männer wach sind und nach einem Kaffee sind wir los zum Mudumu. Nach 15 Minuten waren wir schon beim Parkeingang - komisch, keine Rezeption, keine Anmeldung, aber natürlich auch keine Karte vom Park, keinerlei Hinweise auf evtl. wegen Wasser gesperrter Straßen.
Die C49 führt als Verbindungsstraße durch den gesamten Park, also haben wir uns entschlossen, die erstmal entlang zu fahren.
Keine 10 Minuten später entdecken wir, direkt am Straßenrand, 2 junge Geparden, die sich genüsslich in der aufgehenden Sonne räkeln. Die beiden beobachten wir eine ganze Weile mit großer Begeisterung und entschließen uns dann aber doch zur Rückkehr in die Lodge, um uns zuerst weitere Informationen über die Möglichkeiten im Park zu holen. Um acht Uhr sollte auch eine Bootstour stattfinden, die wollen wir dann doch noch mitmachen.
Beim Verlassen des Parks, entdecken wir auf der Rückseite eines Schildes den kleinen Hinweis, wo die Rezeption zu finden ist und das man sich registrieren soll - aha - nächstes Mal ganz bestimmt!
Zurück im Camp sind wir die einzigen Gäste mit Interesse an dem morgendlichen Bootsausflug und pünktlich um 8 Uhr starten wir mit Rektor unserem Guide. Wir erfahren sehr viel über Fauna und Flora, Rektor ist ein sehr engagierter Guide, der mit Stolz und Leidenschaft von seinem Land erzählt.
Leider ist er auch sehr ehrlich und nimmt uns gleich die Illusion von Herden von Elefanten oder Wasserbüffeln - nicht in der Regenzeit!
Gute 2 Stunden fahren wir die Kanäle auf und ab, sehen kleine Krokodile, sehr viele Vögel und dann auch noch eine kleine Herde Hippos -Wahnsinn!
Wieder am Zelt machen meine Männer erstmal ein gutes Frühstück und während sie die Küche aufräumen, laufe ich noch schnell zum Auto um was zu holen - eine kurzen Moment später falle ich (über meine eigenen Füße?), ein Schlag und ich liege blutend auf dem Boden. Naja, dachte ich, etwas Nasenbluten. Aber, nein, leider nicht nur Nasenbluten. Das Nasenbein ist bis auf den Knorpel aufgeplatzt, eine tiefe Wunde, die unaufhörlich blutet. Was nun? Arzt? Wenn ja, wo einen finden? Ich will sowieso nicht. Ein Foto meiner Nase hat mich dann überzeugt, ich muss zum Arzt, das muss genäht werden.
Der nächste Arzt ist in Katima Mulilo - 140 km entfernt, aber es gibt da noch das „Busch Krankenhaus“ im Choi Village, das ist nur 20 Minuten entfernt.
Also, mehrere Tücher auf die immer noch stark blutende Wunde, den Sitz umgelegt und ab nach Choi. Dort warten bereits einige andere Patienten, aber ich sehe wohl so dramatisch aus, das wir gleich in die Klinik dürfen. Die „Nurse“ vor Ort ist freundlich und und erklärt mir direkt, das muss genäht werden (alle Hoffnung ist dahin). Sehr gefühlvoll und mit Besteck, das offensichtlich aus dem Steri kommt, reinigt und betäubt sie die Wunde und näht ordentlich mit wenigen Stichen. Bezahlen müssen wir nicht, es ist ein staatliches Krankenhaus und die Person, die die Gebühr von 4 NAD entgegen nimmt, ist gerade nicht da. Also gut. Sie weisst uns noch auf das rein halten der Wunde hin und mit dem Hinweis, das es um Kongola gerade ein massives Malaria Problem gibt und wir auf jeden Fall auf Moskitonetze beim schlafen achten sollen, fahren wir zurück. Covid-19 war bei diesem Besuch nicht einmal ein Thema.
Nach einem langen Mittagsschlaf fühle ich mich wieder fit genug um meine Männer auf einen weiteren Ausflug in den Mudumu Park zu begleiten. Diesmal melden wir uns ordentlich an, können die Karte vom Park abfotografieren und bekommen Hinweise, wo Wege aufgrund von „Mud“ oder zu tiefem Wasser nicht befahrbar sind.
Die erste Wegbeschreibung zum „Hippopool“ ist einfach und wir finden ihn direkt. Die Wege sind mit dem 4x4 gut befahrbar (bisher).
Danach sind die Pfade nicht mehr klar erkennbar, Wegweisser sind mehr als selten und wir wissen nicht mehr wo wir sind. Also, immer der guten Orientierung nach, häufig rechts halten, ist aber gar nicht so einfach, wenn manche Wege einfach nicht passierbar sind.
Letztendlich kommen wir, mehr oder weniger angespannt, wieder auf die C49 und treffen direkt auf unsere 2 Geparden von heute früh - ein schöner Abschluss eines aussergewöhnlichen Tages.









katja@sehnsuchtsreise

















