MaHeThemenstarter544 Beiträge · seit 201411. Dez. 2020 · #1
Moin,
ich habe hier in den letzten Wochen häufig gelesen, wie wichtig es ist, gerade JETZT den Tourismus in Namibia zu unterstützen (so mancher hat seine Reise ja genau damit begründet bzw. gerechtfertigt). Da gehe ich uneingeschränkt mit und wer in der komfortablen Lage ist, sich (unter Einhaltung der geltenden Regeln!!!) die Reise und die möglicherweise auf einen persönlich zukommenden Einschränkungen wie
"einen längeren Aufenthalt" (Lockdown) und/oder die "Quarantäne" (wenn NAM Risikoland wird) „leisten“ zu können (von einer Erkrankung vor Ort will ich lieber gar nicht erst anfangen) soll das doch bitte tun und die Reise antreten.
Wenn ich hier in jüngsten Beiträgen aber lesen muss, dass einige Touristen es offenbar als selbstverständlich empfinden, mit Unterkunftsbetreibern, die ziemlich sicher mit dem Rücken zur Wand stehen, erstmal wie auf dem Basar über die Preise feilschen zu wollen und recht steile Erwartungshaltungen an den Tag legen (SADC-Tarif, kostenloses Upgrade, ...) … dann ist das für mich schlicht Doppelmoral und aus meiner Sicht ein schäbiges (da versucht wird, die Not anderer auszunutzen) Verhalten.
Daumen hoch für die Unterkunftsbetreiber, die da nicht auch noch mitspielen.
Hallo Henning, im ersten Moment habe ich gedacht, stimmt da ist die Geiz-ist-geil-Community wieder voll am Werk. Ich stimme dir voll zu, wenn es um Unterkünfte geht die man kennt und wo der Betreiber eben freundlich und auch früher angemessene Preise verlangt hat. Aber: pauschal alle über einen Kamm scheren würde ich nicht. Denn es gab sehr wohl Betriebe die auch Buchungen nicht zurückerstattet haben. Und wenn einige Anbieter verschwunden sind, dann werden die Buchungen schnell wieder überteuert. Es ist nun mal freie Marktwirtschaft, und somit Angebot und Nachfrage, aber total ausnutzen muss man es nicht. Es ist eben nicht immer alles schwarz und weiß, sondern vieles grau. Viele Grüße Wolfgang
marimari2'240 Beiträge · seit 201111. Dez. 2020 · #3
Hippie schrieb: Es ist nun mal freie Marktwirtschaft, und somit Angebot und Nachfrage, aber total ausnutzen muss man es nicht. Es ist eben nicht immer alles schwarz und weiß, sondern vieles grau. Viele Grüße Wolfgang
Hallo zusammen, feilschen u. nach einem Discount fragen sind für mich 2 Paar Schuhe. Ich frage immer (egal bei wem) nach einem Discount. Falls wer keinen gibt, auch gut - ist ja meine freie Entscheidung ob ich dann buchen möchte. Ansonsten sehe ich es auch so, wir leben in einer freien Marktwirtschaft. Ist das Angebot grösser als die Nachfrage, sinken die Preise. Vielleicht haben die Lodges dann Schwierigkeiten, ihre Waren und Dienstleistungen gewinnbringend zu verkaufen. Umgekehrt führt ein zu geringes Angebot zu steigenden Preisen und Verbraucher können sich das gewünschte Produkt nicht mehr leisten. In beiden Fällen reguliert sich der Markt in der Regel von selbst. Gut so. Ansonsten haben wir hier im Forum immer mal wieder gelesen, wieviel Discount gegeben wurde. Wie erwähnt, ich habe das bei meinen Buchungen nicht erlebt, reise aber trotzdem und buche meine Wunschunterkünfte. Gruss Mari
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201611. Dez. 2020 · #4
Hallo Henning,
MaHe schrieb: ich habe hier in den letzten Wochen häufig gelesen, wie wichtig es ist, gerade JETZT den Tourismus in Namibia zu unterstützen (so mancher hat seine Reise ja genau damit begründet bzw. gerechtfertigt). Da gehe ich uneingeschränkt mit und wer in der komfortablen Lage ist, sich (unter Einhaltung der geltenden Regeln!!!) die Reise und die möglicherweise auf einen persönlich zukommenden Einschränkungen wie
"einen längeren Aufenthalt" (Lockdown) und/oder die "Quarantäne" (wenn NAM Risikoland wird) „leisten“ zu können (von einer Erkrankung vor Ort will ich lieber gar nicht erst anfangen) soll das doch bitte tun und die Reise antreten.
das sehe ich genau so. Ich werde allerdings Flugreisen erst dann wieder antreten, wenn sich die Lage normalisiert hat, aber den anderen denen wünsche ich viel Spaß dabei und vor allem Gesundheit und einen tollen Urlaub! 🙂
MaHe schrieb: Wenn ich hier in jüngsten Beiträgen aber lesen muss, dass einige Touristen es offenbar als selbstverständlich empfinden, mit Unterkunftsbetreibern, die ziemlich sicher mit dem Rücken zur Wand stehen, erstmal wie auf dem Basar über die Preise feilschen zu wollen und recht steile Erwartungshaltungen an den Tag legen (SADC-Tarif, kostenloses Upgrade, ...)
In den USA nennt sich das AAA Tarif (meistens 10% Discount) und die Nachfrage nach einem Discount ist doch wohl erlaubt? Ich frage im Urlaub (wenn auch selten) mal bei einer Unterkunft nach, deren Preise ich mir nicht leisten kann oder will. Wenn ich da spontan vorbei komme und die haben noch Zimmer frei, dann kann es sein, dass ich das Zimmer mit bis zu 30% Rabatt zu einem Preis bekomme, der für mich dann gerade noch akzeptabel ist. Für den Betreiber der Unterkunft ist dann der Preis wohl auch akzeptabel, sonst würde er das Zimmer dafür nicht geben. Also eine WIN WIN Situation. Ich habe ein schönes Zimmer zu einem Preis den ich bezahlen kann/will und der Betreiber hat ein Zimmer vermietet, das sonst leer stehen würde. 🙂 Natürlich nutze ich da auch den Umstand aus, dass ich nicht zur Hauptsaison reise, weil da ist so eine Unterkunft dann in der Regel ausgebucht - da bekommt man nicht einmal ein Zimmer, wenn man mehr zahlen würde... 😄
MaHe schrieb: … dann ist das für mich schlicht Doppelmoral und aus meiner Sicht ein schäbiges (da versucht wird, die Not anderer auszunutzen) Verhalten.
Das kommt immer darauf an, aus welchem Blickwinkel man schaut. Als Vermieter oder als Mieter? Sobald der Tourismus wieder auf Vollgas läuft, dann werden die Preise massiv erhöht werden. Dann schreibt man wieder von der Gier der Betreiber (oder Betreibergesellschaften) der Unterkünfte.
Außerdem ein SADC-Tarif ist doch eigentlich eine Diskriminierung aufgrund der Staatszugehörigkeit? Normalerweise sollte man diese Unterkünfte weitestgehend meiden, aber sind das nicht sowieso nur die staatlichen? Mit ist das ja egal, solange das Preis Leistungsverhältnis passt.
MaHe schrieb: Daumen hoch für die Unterkunftsbetreiber, die da nicht auch noch mitspielen.
Daumen hoch für ALLE Unterkunftsbetreiber und Restaurantbetreiber in Namibia und auch dem Rest der Welt. Hoffentlich wird ein Großteil diese furchtbare Krise überstehen.
Gruß Markus
PS: Letztes Jahr hatte ich das genialste kostenlose Upgrade von einer Unterkunft, das man sich nur vorstellen kann. Ganz ohne Verhandlung oder Nachfrage. Der Wert des Upgrades waren ca. 1000 € Da fährt man zum vermeintlich gebuchten Hotel und erfährt dann an der Rezeption dass man geupgradet wurde in eine Suite mit direktem Blick auf das Meer ca. 4 Straßenblocks weiter... 😎
Außerdem ein SADC-Tarif ist doch eigentlich eine Diskriminierung aufgrund der Staatszugehörigkeit? Normalerweise sollte man diese Unterkünfte weitestgehend meiden, aber sind das nicht sowieso nur die staatlichen?
Nein, SADC-Preise gibt es bei dem Großteil der Unterkünfte (das hat nichts mit staatlich zu tun) und Aktivitätenanbietern in Namibia. Die Preise werden aber nur selten wirklich öffentlich kommuniziert.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Ich möchte mich hier auch einmal kurz einklinken. Nicht ganz 100%ig hinsichtlich des Preisfeilschens, eher mehr im Gesamtkontext Unterkünfte.
Wenn ich marimari folge, dann würde es bedeuten, daß die bereits exorbitanten Preise des NWR gemäß Angebot und Nachfrage in Zukunft sich weiter nach oben entwicklen können, weil wir Afrika-abstinenten Traveller nun ja sehnsüchtigst auf die Gelegenheit warten, dort alle aufzuwallen. Das würde dem Faß den Boden ausschlagen. Eine schlichte Campsite im Okaukuejo Resort, im Namutoni Resort und im Halali Resort soll im nächsten europäischen Sommer (Juli bis Oktober 2021) jeweils läppische 416 NAD umgerechnet knappe 24 Euro (ca. 28 USD) kosten - und zwar pro Kopf und Nase und Nacht. Das sind keine Preise, das ist eine Frechheit. Für derat runtergekommene, spartanische, ungepflegte und sich selbst überlassene Campsites solch einen Preis zu verlangen. Dagegen blecht man für schlappe 17 USD pro Person für eine der Campsites im Hwange NP; kitschige-Afrika-Romantik, kaum Campsitenachbarn inklusive und obendrein ein ebenfalls wie in den NWR Resorts runtergekommenes Scheißhaus ohne Klopaper, aber dafür mit Duschen, aus denen es i.d.R. nur tröpfelt und Wasserhähne die sich in ihre Einzelteilen bereits zerlegt haben.
Ein mit elegant-affektierter Bezeichnung tituliertes PREMIER WATERHOLE CHALET DOUBLE STORY ist für 4456 NAD pp sharing B&B zu haben. Knappe 300 USD. Das Bush Chalet im Namutoni Resort bietet sich dem gemeinen Interessenten für schlappe 2079 NAD (115 Euro) B&B an; always per person sharing. Alles Preise, die für sich sprechen und gegen den Verbraucher, da kein, auch mit noch so großer Phantasie, reales Preis-Leistungsverhältnis zu erkennen ist. Auch nicht für die, die mit viel Dioptrin auf der Nase gesegnet sind.
Die Masse der Etosha-Besucher findet sich jedoch mit dem NWR-Mammon ab und schlägt ihr Zelt auf den desolaten Campsites auf oder gönnt sich die jugendherbergsähnlichen Unterkunftsqualitäten, die die NWR-Chalets und -Bungalows bieten.
Die Unterkunftmöglichkeiten außerhalb der Etosha-Grenzen sind zahlreich und fast immer mit einem Preis-Leisungsverhältnis, das diese Bezeichnung zu recht trägt. Und wenn dann dort noch gefeilscht wird wie auf dem Markt in Timbuktu, dann empfinde ich das schlicht unredlich. Denn diese privaten Betreiber müssen dem stetigen wirtschaftlichen Risikos ihrer Unternehmen Rechnung tragen, wogegen NWR sich um ggf. fehlende NAD keine Sorgen machen muß.
Und im Übrigen.... Wer bei nichtigen Beträgen für Logis noch meint, unbedingt einen Preisrabatt erzielen zu können oder nach diesem Fragen zu dürfen, der möge doch eher nach Florida oder auf eine der vielen kleinen eleganten Inselchen im Golf von Thailand fliegen. Namibia bzw. ganz Afrika ist nun wirklich nicht der rechte Ort, um den eigenen Marakkeschhändler raushängen zu lassen. Aber für alle die, die es trotzdem nicht lassen können, denen lege ich wärmstens ans Herz, den Disocunterfolg doch einfach bedürftigen Menschen in Namibia, etc. in die Hand zu drücken. Damit wäre dann ein ethischer Ausgleich geschaffen. Ganz nach dem Motto: Cash back sofort an die, die die NAD wirklich brauchen.
Ich nutze mal diesen Thread (denn den eigentlich habe ich selber nicht mehr auf die Schnelle gefunden) um meine jährliche Unterkunfts-Preisänderungs-Übersicht hier zu platzieren. Alles ohne Gewähr, Preise wurden mir so übermittelt bzw. sind den offiziellen Preislisten der Unterkünfte zu entnehmen. Grundsätzlich über meine Beispielunterkünfte (seit Jahren die Gleichen) betrachtet wird diesmal auf einen Preisanstieg verzichtet.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
travelNAMIBIA schrieb:Ich nutze mal diesen Thread (denn den eigentlich habe ich selber nicht mehr auf die Schnelle gefunden) um meine jährliche Unterkunfts-Preisänderungs-Übersicht hier zu platzieren....
Auch wenn es einige hier nicht wahrhaben wollen, sind die Lodge Preise in Namibia für die Mehrheit der Bevölkerung selbst im zivilisierten Mitteleuropa keine SCHNÄPPCHEN. Sonst würden die Touristenzahlen in Namibia noch höher ausfallen.
Andre008794 Beiträge · seit 201311. Dez. 2020 · #10
Also ich finde den Titel " Feilschen mit Unterkünften in schwierigen Zeiten" etwas unpassend.
@ Henning; Was ist denn "feilschen" für dich? Nach einem guten Preis zu fragen oder tatsächlich wie auf dem arabischen Basar zu feilschen? Letzteres finde ich auch nicht so toll...
Aber nach einem guten Preis zu fragen ist doch nicht verwerflich. Am Ende leben wir in einem System von Angebot und Nachfrage und wenn der angebotene Preis für jemanden nicht stimmt, dann kann man ja nach einem besseren fragen. Wird dieser nicht angeboten, ist es jedem selber überlassen das, ggf. (gefühlt) überhöhte, Angebot anzunehmen oder nicht....
Es kommt für mich aber auch auf die Unterkunft selber an. Bei einem Campingplatz, einem günstigen Community Camp oder einem günstigen B&B würde ich nie versuchen zu verhandeln. Bei einer Lodge, die mehrere Hundert EUR pro Person & Nacht kostet, durchaus schon. Einfach deshalb weil sich jemand mit diesen verdammt hohen Preisen eine goldene Nase verdient...
Hinsichtlich der SADC Preise, wenn z.B. für das Hoanib Valley Camp offiziell 10120 NAD (ca. 565 EUR) pro Person aufgerufen werden und der SADC Preis bei 3700 NAD (ca. 205 EUR) liegt, dann ist das schon etwas komisch, finde ich. Preis-Differenzierung hin oder her. Für die 360 EUR, die dem Europäer zusätzlich abgeknöpft werden, bekommt er ja keine Mehrleistung wie es z.B. in der Business Class vs. Eco im Flugzeug ist.
Ja und da der der Europäer auch nicht mehr isst, trinkt oder scheisst als der Afrikaner, verursacht er m.E. auch keine höheren Kosten als der Afrikaner. Eher im Gegenteil wenn man manche Südafrikaner sieht - bezieht sich auf's trinken... 😉
Man könnte jetzt anmerken, dass die Flora und Fauna auch den nicht so betuchten Locals zugänglich gemacht werden muss, was ich absolut befürworte!!!
Aber dann sollten Schulklassen oder die ärmere Bevölkerung kostenfrei in die Nationalparks reisen dürfen und auch dort kostenfrei in normalen Unterkünften nächtigen dürfen (ggf. staatlichen). Der Südafrikaner, der jedoch 200 EUR oder mehr pro Nase & Nacht (SADC Specials) für 'ne Luxus Lodge zahlt, hat den Discount meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig... Aber das ist, wie geschrieben, meine Meinung und die ist nicht zwingend immer richtig oder zutreffend.
Dazu ist noch wichtig zu schauen, wer der Inhaber der Lodges ist und vor allem wohin die Gewinne fließen. Da gibt es ziemlich viele europäische, amerikanische und auch südafrikanische Millionäre unter den Inhabern bzw. Teilhabern, die man m.E. unterstützen kann aber nicht unbedingt muss... Denen gönne ich die Gewinne etwas weniger als den Locals wie Godwana sowie den den vielen kleinen lokalen Unternehmen.
die Diskussion führen wir hier seit mind. 10 Jahren. Ganz dumm gefragt: Was hast Du davon wenn der Namibier das gleiche zahlt wie Du? Oder denkst Du, wenn man den namibischen Preis anhebt, dass der internationale in einer Art Mischkalkulation sinken müsste? Das wird nicht passieren.
Rabatte für Rentner, Kinder etc. sind doch weltweit auch nichts anderes. Und die goldene Rentnergeneration nagt auch, wie reiche Südafrikaner, Namibier etc. nicht am Hungertuch. Und mein 5-Jähriger trampelt im Zoo in München genauso die Wege kaputt wie ein Erwachsener. Zahlt aber dennoch viel weniger.
Natürlich erreicht man trotz Lokalrabatten nicht die Massen, aber zumindest einige die sonst nicht kommen könnten. Und das hilft, so wie jetzt in der Corona-Zeit viele Unterkünften schon sehr beim Cashflow.
Ich kenne übrigens, ausser die "reichen" Staaten u. a. Europas, kaum ein Land auf der Welt, dass keine Lokalrabatten anbietet. Egal ob in Südamerika, Afrika oder Asien.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200612. Dez. 2020 · #12
Unterschiedliche Preise für Einheimische und Auswärtige sind/waren in manchen Ländern zeitweise sogar gesetzlich vorgeschrieben. Als ich Ende 2006 in Zimbabwe war (spezielle Situation, da Inflation, war es so, dass Einheimische einen Preis X bezahlten, andere Afrikaner den Preis X *2 und Nichtafrikaner den Preis X *10. Das war gesetzlich vorgeschrieben.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Lokalrabatt, Nationalparkgebühren, Visagebühren, … usw: Ich würde mir von jedem Touristen mehr Demut wünschen: In ein anderes Land einreisen zu dürfen und es bereisen zu können ist ein ungeheures Privileg, das nicht mehr wahrgenommen wird. Jeder Tourist hat die Gesetze(Gebühren) eines Landes, wenn er es bereisen will, zu akzeptieren (aus meiner Sicht ohne jeglichen Kommentar): „er braucht da ja nicht hin, wenn es ihm nicht passt“. Viele Grüße Wolfgang
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200612. Dez. 2020 · #14
Es ist ja in Ordnung, dass die Preise von Jahr zu Jahr angehoben werden. Aber wenn sich immer nur die Preise erhöhen - wie z.B. vor einigen Jahren noch in Nossob (KTP) und keine dringend notwendigen Renovierungen erfolgen, dann finde ich das schon grenzwertig. Mittlerweile sind die Unterkünfte in Nossob allerdings renoviert worden... und die Preise erhöht...
i.A., also nicht nur auf Namibia bezogen. Seit Jahrzehnten gibt es unzählige „Lokalrabatte“ und direkte wie indirekte „Bevorzugungen“ der Lokalbevölkerung, die im Alltag derart normal sind, dass sie schon niemand mehr bemerkt…, Liftkarten, Badeplätze, Parkraumbewirtschaftung, öffentliche Verkehrsbetriebe, Baubewilligungen etc., etc. Sie sind akzeptiert und auch argumentierbar, z. B. dadurch, dass in der Infrastruktur, die den Touristen zu Gute kommen, Steuermittel des Gastlandes stecken… Z. B. dass es grundsätzlich schlecht wäre, wenn die eigenen Bürger über den Preis aus ihren eigenen Erholungsräumen ausgeschlossen würden… … und die Argumente von Travel Christian..
Mit manch irrealen Lodgepreisen hat obig natürlich nichts zu tun, das ist eine eigene Kategorie, für die es keinen verstandesmäßigen Zugang gibt. Wer weiß, was z. B. eine Suite in einem Innenstadtpalais-Hotel in Europa kostet und dann so was trotzdem bezahlt, ist .... was?
Guten Morgen zusammen, glaubt wirklich einer, das sich ein Bewohner von Katutura die Lokalrabattpreise leisten kann. also für mich Abzocke von Touristen. Gruß Georg
Mit manch irrealen Lodgepreisen hat obig natürlich nichts zu tun, das ist eine eigene Kategorie, für die es keinen verstandesmäßigen Zugang gibt.
genau. Das teilweise mangelnde Preis-Leistungsverhältnis hat ja nichts mit den Lokal-/Regionalpreisen zu tun. Das ist schlichtweg mit Angebot und Nachfrage zu begründen.
Ich persönlich frage hier im Land oder auch in Südafrika immer nach SADC-Preisen. Ich würde aber z. B. nicht auf die Idee kommen bei einer Hotelbuchung in Deutschland nach Rabatten zu fragen, da dort eben so etwas eher die Ausnahme ist. In vielen Staaten der Erde aber eben Gang und Gebe.
glaubt wirklich einer, das sich ein Bewohner von Katutura die Lokalrabattpreise leisten kann. also für mich Abzocke von Touristen.
Wenn Du das so siehst, musst Du Namibia, Südafrika etc als Reiseland eben meiden. Gleiches gilt dann aber eben auch für jedes Museum was Rabatte für Kinder, Rentner oder so in Land XYZ anbietet (weitere Beispiele hat loser ja genannt) . Außerdem bedenke, dass in Bezug auf Namibia auch viele Südafrikaner, Angolaner etc "Touristen" sind und die sind sehr glücklich über den Rabatt.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Guten Tag Christian, ja, ich sehe das so und zahle zähneknirschend den ungerechtfertigten Preis. Die von dir angeführten Rentnerrabatte sind im Gegensatz zu den Lokalrabatten Centbeträge, die für den Tourismus unerheblich sind. Weiter sind die von dir genannten Südafrikaner und Angolaner die sich freuen kein Argument, ich würde mich auch freuen. Zu den von dir weiter oben angeführten reichen Länder Europas ist zu sagen, das man dort schon Schwielen an den Händen hatte, als anderswo im Schatten eines Busches sitzend die Schalmei geblasen wurde. Gruß Georg
ja, ich sehe das so und zahle zähneknirschend den ungerechtfertigten Preis.
Das ist aber wieder ein Preis-Leistungsproblem und hat nichts mit einem Lokalrabatt zu tun. Wenn es Nachfrage für den Preis gibt, dann wird er auch so verkauft. Wenn man bereit bist für eine Leistung Betrag A zu zahlen, dann würde es mich persönlich null interessieren, wenn eine andere Person vielleicht Betrag A minus 10% gezahlt hat. Solange man mit der Leistung für den gezahlten Betrag zufrieden ist, ist es doch prima. Man schaue sich z. B. die Preise für die Wildcard in Südafrika oder Nationalparks in Ostafrika an. Die internationalen Touristen zahlen halt das x-fache, weil es ihnen die Leistung wert ist.
Die von dir angeführten Rentnerrabatte sind im Gegensatz zu den Lokalrabatten Centbeträge,
wann beginnt denn die Ungerechtigkeit? Bei einem Euro, 10, 100? Übrigens fliegt Dein Sitznachbar im Flugzeug womöglich für den halben Preis bei gleicher Leistung. Einfach weil er ein Special gebucht hat, besonders früh oder spät gebucht hat. Ist das dann auch so schlimm? Oder nicht, weil ja theoretisch auch Du die Chance gehabt hättest zum günstigeren Preis zu fliegen, Du aber bei einem Lokalrabatt definitiv leer ausgehen wirst?
Weiter sind die von dir genannten Südafrikaner und Angolaner die sich freuen kein Argument, ich würde mich auch freuen
Natürlich würdest Du Dich freuen, aber es ist eben so, dass man pauschal davon ausgeht, dass Du als Europäer eben das nötige Kleingeld hast den normalen Preis zu zahlen. Du hast ja schließlich auch schon 1000 Euro oder so für den Flug ausgegeben, einen teuren Mietwagen gebucht usw. Und es gibt durchaus auch Unterkünfte (z. B. alle von Ondili) die grundsätzlich keinen SADC-Rabatt anbieten. Die sehen dann eben niemals auch nur einen Regional-/Lokaltouristen, was auch scheinbar für die ok war (zumindest bis zu den Coronazeiten). Es gab zum Beispiel kürzlich viele laute Rufe danach, dass das Umweltministerium die neuen Preise für Etosha so anpasst, dass die Erhöhung für internationale Touristen noch höher ausfällt, für Namibier aber ganz umsonst wird. Dies wollte man aber nicht, womöglich genau wegen der Diskussion die wir hier führen.
Kuriose Geschichte: Es gab mal eine Unterkunft im Land, die hat künstlich erhöhte Preise aufgerufen, nur um dann jedem bei jeder Anfrage ohne weiteres Bitten 25 Prozent Rabatt zu bieten. Alle Reisenden waren super zufrieden, weil sie ja scheinbar eine Leistung für weniger Geld bekommen haben. Nur war es so, dass die Unterkunft ihre Preise einfach mit einem Aufschlag schon kalkuliert hat, so dass die Unterkunft nach Rabatt den "Normalpreis" bekommen hat. Da konnte man schön dran sehen, dass es einfach menschlich ist, dass man zufrieden ist wenn es einen Rabatt gibt, egal ob es dabei eigentlich nur um die Zurückgabe eines heimlichen Aufpreises handelt. Vielleicht wäre das der Weg für die Zukunft 😉
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201312. Dez. 2020 · #20
Hallo Christian, das letzte was du gerade beschrieben hast, ist Usus bei vielen Rabattschlachten...die Leute wollen ver...werden! Die Untersuchungen zum Black Freddy hatten ja auch ergeben, dass " über alles" nur ein Rabatt von mickrigen 8% zu stande kommt...!