2009 Südnamibia or too late for Tented Camp Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegtSonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Der nächste Retro Reisebericht führt uns im April / Mail 2009 von Windhoek aus nach Südnamibia und in den Norden Südafrikas. Das erste Mal werden wir die Pad verlassen und wollen nach einem Tipp aus diesem Forum durch den Gamchab fahren. Aber der Reihe nach. Die Route führt uns nach: Bagatelle Kalahari Terra Rouge Nossob Twee Rivieren Augrabies Falls Rest Camp Mountain View Guest House Norotshama River Resort Canon Lodge Klein Aus Vista – The Rock Koiimasis Desert Camp Rostock Ritz Eningu Clayhouse Lodge
Mit Air Namibia starten wir pünktlich zum Nachtflug nach Windhoek. Wir schlafen beide ca. 6 Stunden lang und sehen bereits im Landeanflug, dass das Land ungewohnt grün ist. Darauf hatten wir gehofft. Auf dem Fußweg zum Terminal krabbeln riesige schwarze Käfer über das Rollfeld. Sie müssen mit Dinosauriern verwandt sein.
Der Kea Mietwagen ist zwar da. Muss aber erst noch sauber gemacht werden. Das dauert eine Stunde. Als Dank für unsere Geduld erhalten wir ein kostenfreies Garmin mit einer Tracks 4 Africa Karte. Die Einweisung in das für uns ungewohnte Fahrzeug, ein Nissan 4x4, ist gründlich und lustig. Dann geht es endlich los in Richtung Kalahari.
Dieses Wort löst noch bis heute starkes Fernweh in mir aus. Es ist ein wolkenloser Tag, die Pad ist frei und wir saugen die ersten Eindrücke des grünen Namibias in uns auf. Je näher wir der Kalahari kommen, um so größere blassgrüne Grasflächen erstrecken sich vor uns.
Bauch hoch stehen die Graspuschen und immer wieder sichten wir gelbe Blütenteppiche. Ca ab 60 KM vor unserem Ziel wechselt Kerstin auf den Fahrersitz.
Nun tauchen immer mehr rot leichtende Dünen vor uns auf. Der Kontrast zum klaren blauen Himmel und dem grünen Gras ist ist wunderschön. In Stampriet und Uhlenhorst finden wir keinen gescheiten Shop, also muss unser Einkauf warten. Ob das Bike Africa ist ? 😉
Die Landschaft der Kalahari zieht uns sofort wieder in ihren Bann.Als wir die Lodgezufahrt erreichen und ich das Tor öffne, sind wir beide müde.
Ein tiefroter Sandweg führt uns zur Rezeption, wo wir nett mit einem Drink empfangen werden. Wir buchen für heute den Cheetah- und für morgen den Sundownerdrive. Dann werden wir zu unserem Dune Chalet Nr. 4 geführt.
Die Einrichtung ist stilvoll und der Ausblick phantastisch.
180 Grad Blick über Dünen und Grasflächen bietet diesen beruhigenden, endlosen Ausblick, den wir an Namibia so lieben ! Nach kurzer Zeit übermannt uns die Müdigkeit. Die ein Stunde Schlaf ist eigentlich noch nicht genug, aber sehr erholsam. Um 16:15 Uhr geht es nach einer Dusche zur Teatime. Es gibt Dattelkuchen. Dann startet der Gepardendrive, Nicht weit weg vom Haupthaus geht es durch eine Sicherheitsschleuse in einen abgesperrten Bereich zu den Geparden.
Die warten schon auf ihr Fressen und fauchen uns an.
Durch hohes Gras folgen uns die stolzen Tiere teils rennend, bis sie ihre Fleischration bekommen.
Die Stimmung in der Abendsonne und dem hohen Gras ist schön und wir können die erhofften Bilder knipsen.
Wir fahren zu einem roten Dünenkamm, wo wir bei Bierchen und Savannah den Sonnenuntergang genießen.
Danach geht es zurück zur Lodge. Auf der Terrasse genießen wir die Stimmung.
Die Dunkelheit verdrängt das Licht und der mondlose Sternenhimmel erscheint immer deutlicher. Um kurz vor 7 verlassen wir den Platz unter den Sternen und gehen zum Abendessen. Dort ist ordentlich Insekten Wildlife unterwegs.
Wir sind froh über unsere Taschenlampe uns sichten einen Riesen-Tausendfüßler und große Heuschrecken. Das Abendessen findet in der Lapa statt. Der Weg dort hin ist von zig Kerzentüten wunderschön beleuchtet.
Es gibt Thunfischcake und Oryxklöpse und Hähnchenschnitzel mit Beilagen. Aus Traditionsgründen trinken wir einen Zonnebloem Shiraz, bei dem schnell ein gutes Gespräch mit einem Paar aus Papenburg entsteht. Einige Tische weiter entdecke ich zwei Frauen. Das muss das Forumsmitglied Brige sein. Wir hatten im Vorfeld geschrieben. Ich gehe kurz rüber und wir unterhalten uns gut. Das ist unser allererstes Forumstreffen ever (sie ist danach nicht mehr aktiv gewesen). Gegen 21:30 Uhr übermannt uns die Müdigkeit. Wir gehen vom etwas verrückten zahmen Springbock verfolgt zurück zum Chalet und schlafen sofort ein.
Teil 217. Aug. 2020
20.04.2009 Bagatelle Kalahari Game Ranch Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegtSonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Ich bin einmal wieder lange vor dem Wecker wach, aber immer noch nicht zu 100% ausgeschlafen. Kurz nach 8:00 Uhr geht es zum Frühstück. Das wird innen eingenommen. Die Nacht war knackig kalt. Jetzt tuen eine Tasse Kaffee, Scrambled Eggs und Salamitoast gut. Die Schweizerinnen sitzen nebenan. Wir reden noch etwas und machen ein Erinnerungsfoto für das Namibia-Forum.
Am Pool reden wir von ca. 20 Pfauen umgeben weiter.
Zurück in der Hütte hole ich noch zwei Stunden Schlaf nach. Kerstin beobachtet die Szenerie aus Dünenlandschaft, Springböcken, Strauße und Vögeln.
Dann tauschen wir. Kerstin schläft nur ca. eine halbe Stunde lang. Ich bin angeblich zu laut ! Mittags laufen wir zum Haupthaus,
essen wieder Dattelkuchen und unterhalten uns mit 2 netten Ösis und 2 Bonnern. Der Sundownerdrive beginnt um 16:00 Uhr. Wir sind echt eine gute Truppe. Es kommen noch zwei Investmentbanker aus Oberursel hinzu. Die Fahrt führt uns im offenen Landcruiser zum Farmeingang und auf der anderen Seite der Pad auf den zweiten Teil des Lodgegeländes.
Durch hüfthohes Gras fahren wir in einer traumhaften Stimmung durch die Kalahari Dünenlandschaft.
Gnus, Oryxe, Steenbock und Springböcke stehen wie zum Abmalen in der Szenerie.
Die Fahrwege leuchten rot auf blassgrünem Gras. Immer wieder überfahren wir Dünenkämme aund haben neue tolle Ausblicke.
Den Sundowner haben wir bei fröhlicher Stimmung auf einem Dünenkamm.
In der Dämmerung geht es durch eine große Salzpfanne zurück zur Lodge. Diese Ausfahrt durch das wogende Grasmeer bleibt auch bis heute eines unserer absoluten Afrika-Highlights.
Beim sehr leckeren Dinner mit Lamm und Beef unterhalten wir uns bei einer Flasche Chardonnay mit netten Münchenern. Hinterher sitzen wir zu acht (Bonner, Münchener, Ösis und wir) zusammen und habe richtig Spaß. Eine super Runde ! Wir trinken zu viel Amarula und Whiskey. Ein ganz toller Tag geht zu Ende. Wir sind ind Afrika und in diesem Urlaub angekommen.
Teil 317. Aug. 2020
20.04.2009 Bagatelle Kalahari Game Ranch Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegtSonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Für mich ist um 06:15 Uhr die Nacht zu Ende. Da Kerstin noch schläft, schleiche ich mich in warmer Kleidung und einem Wasser bewaffnet zu einer kleinen Morgenrunde aus dem Chalet. Aber es ist nicht so kalt, wie ich dachte. Auf dem tiefen, roten Sand versuche ich Käfer, Webervogelnester, Blumen, Tierspuren und Gräser zu fotografieren .
Gegen 07:30 Uhr wecke ich Kerstin. Beim Frühstück erzählt uns der Münchener, seine Frau sei mit Paul bei den Erdmännchen. Erst zögern wir (die Zeit) und kommen dann Gott sei Dank doch mit. Um die Ecke eines Wirtschaftsgebäudes bietet sich uns ein toller Eindruck. Eine große Familie Erdmännchen geht völlig ohne Angst ihren Geschäften nach.
Sie krächzen, buddeln, halten Wache und nähern sich uns völlig unbekümmert bis auf ca. 1 Meter.
Sobald sich irgendwo etwas bewegt (Auto, Touri) kommt Panik in die Bande und alles flüchtet für kurze Zeit in ein Versteck. Die Fotos rauschen durch und es heißt Abschied nehmen.
Wir verabschieden uns von dem verrückten Springbock mit den Schläuchen auf den Hörnern und fahren los in Richtung Sparmarkt in Marienthal.
Dort treffen wir die Bonner wieder und versorgen uns mit Knobiwürsten, Steaks und allem, was man zur Selbstversorgung braucht. Natürlich gibt es auch die traditionelle Cadburys Top Deck, mmmmhh ! Dann geht es in Richtung Stampriet durchs landschaftlich schöne Auob Tal.
Diese Strecke waren wir bereits 2002 gefahren. Die Pad ist gut.
Trotzdem zieht sich die Strecke bis Mata Mata.
Als wir gespannt am Grenzübergang ankommen, erklärt uns der strenge Zöllner: „We are closed now!“. Wir hatten uns so gut über die Parkeintrittszeiten informiert. Leider hatten wir nicht damit gerechnet, dass die Grenze früher schließt. Jetzt sitzt uns der Schock im Nacken ! Bestürzt drehen wir um und versuchen ein Zimmer für die Nacht zu finden. Auf zwei Lodges habe wir schon nachgefragt. Alles wirkte ausgestorben. Angestellte meinten nur, es wäre derzeit niemand da. Es wird immer später und wir sehen uns schon im Auto schlafend am Rande der Pad enden. Die Sonne ist schon kurz vor dem Untergehen, als wir ein Schild „Terra Rouge“ entdecken. Nach kurzer Farmpad erreichen wir das ebenfalles wie ausgestorben wirkende Farmhaus. Ein farbiger Angestellter erklärt uns, dass die Eigentümer auf einem Farmersmeeting seien. Aha, deswegen war nirgendwo jemand da. Wir könnten gerne warten, aber es könne spät werden. Uff, wir müssen wenigstens nicht auf der Pad übernachten! Wir stellen uns mit dem Auto vor einen kleinen Bungalow, den der Angestellte uns zeigte. Dort ist sogar eine Grillstelle. Vielleicht können wir sogar Grillen ! So nach 10 Minuetn kommt die gute Seele zurück und hat die Schlüssel zum Chalet in der Hand. Wir sind überglücklich und könnten ihn Knutschen ! Und im Kühlschrank stehen sogar 4 kalte Windhoek und ein kleiner Weißwein. Niemals vorher hat uns ein Bier so gut geschmeckt, wie dieses ! Wir hatten im Supermarkt keinen Alkohol bekommen. In absolut euphorische Stimmung findet unser allererster Selbstversorgungsabend in Afrika statt.
Ich kümmere mich um den Grill, Kerstin um den Salat. Es gibt Knobiwurst und leckere Lammkoteletts. Ca. 30 Meter entfernt steht ein fieses, elektrisches Insektenvernichterteil, dass mit Licht Insekten in eine elektrische Netz lockt. Laut brutzeln verbrennen dort Motten etc… Müde gehen wir ins Bett, wo ich Kerstin leider sehr voll schnarche ( Oha, das habe ich damals wirklich geschrieben!).
Teil 418. Aug. 2020
21.04.2009 Terra Rouge (eigentlich Kalahari Tented Camp) nach Nossob – erstes Mal im KTP Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
So um 7:00 Uhr ist die Nacht zu Ende. Als wir gerade zum Farmhaus laufen wollen, kommt uns der supernette Farmer mit Tochter und einem Angestellten im Schlepptau entgegen. Bei ihrer Rückkehr vom Farmersmeeting hatten sie uns gar nicht bemerkt und wussten bis eben gerade nichts von unserer Anwesenheit. Er entschuldigte sich bei uns, was aber gar nicht nötig war. Nach einem lebhaften Austausch schickt er uns zu seiner Frau ins Haupthaus. Auch sie empfängt uns sehr herzlich mit einer Tasse Kaffee in ihrem nordafrikanisch eingerichteten Wohnzimmer. Da sich sofort wieder ein sehr interessantes Gespräch entwickelt, fragen wir nach Frühstück. Während dieses vorbereitet wird, packen wir unsere Sachen. Dann Frühstücken wir zusammen mit dem Farmerpaar neben einem Zebrafell und einer ausgestopften Caracal-Familie. Natürlich betrachten wir diese mit etwas Wehmut. Aber der Farmer erklärt uns die Geschichte dazu. Die Caracals übten an seinen Schafen das Jagen. Etliche Schafe mussten sterben und wurden nicht gefressen. Er erklärte uns mit aufrichtigem Bedauern, dass er aus wirtschaftlichen Gründen keine andere Wahl hatte, als sie zu schießen. Es wäre schön, wenn hier keine Diskussion darüber entstehen würde. Natürlich fanden wir das auch nicht toll. Aber seine wirtschaftlichen Beweggründe waren schon nachvollziehbar.
Wir erfahren viel über die Schwierigkeiten des Farm- Alltages über Weidezäune, Schafe, Fleischwirtschaft, Sanddünen und Umgang mit Raubtieren. Mehrmals wurden schon Löwen und Leoparde betäubt und umgesiedelt. Der Leopard kam wohl mehrmals zurück. Wir sind total begeistert. Die Gespräche sind so interessant, dass uns das Gespräch wichtiger ist, als der KTP.
Aber irgendwann fahren wir dann eisen wir uns dann doch los und fahren wieder zu unserem „Lieblingsgrenzposten“.
Die Ausreise ist schnell erledigt. Ein paar Meter weiter kommt der Nationalparkeingang. Bocklose Beamte checken uns kompliziert ein. Dann wird noch das Auto untersucht. Grrrrrr….. In Mata Mata tanken wir und Kerstin kauft leckere Cadburys, Savannah, Zonnebloem Pinotage und lebenswichtiges Windhoek ein. Dann geht es endlich los in den Park. Landschaftlich schön geht die Wellblech-Pad durch rote Sanddünen, Wiesen, viele Bäume an Oryxen, Springböcken, Gnus, Red Hardebeests, Sekretären und Riesentrappen vorbei.
Die Strecke zieht sich ganz schön. Wir wollen auf jeden Fall pünktlich in Nossob sein !
Als wir langam einen schwarzen Golf überholen, machen uns die Insassen auf einen männlichen Löwen aufmerksam. Er liegt unter einem Busch und pennt.
Wir hätten ihn niemals entdeckt. Nach einigen Pics geht es weiter. Immer wieder erfreuen wir uns an den Tieren in dieser schönen Landschaft.
In Nossob angekommen checken wir in Unit 11A ein.
Sie liegt oben auf einem Hügel und hat einen schönen Blick. Vor dem Braii laufen wir mit zwei kühlen Windhoek ausgestattet zum Wasserloch. Außer dem Konzert der Barking Geckos gibt es nichts zu berichten. Wir grillen T-Bone Steak und Knobiwurst mit lecker Gurken, Tomaten und Käsesalat + Knobibrötchen. Vorher haben wir noch Besuch von einem kecken Gelbschnabeltoko und 3 Raben.
Das Grillen gelingt heute sehr gut. Außer dem Besuch einer Riesenheuschrecke ist alles bestens.
Das Fleisch ist super. Bei Kerzenschein sitzen wir draußen und bemerken, dass ein Gewitter näher kommt. Nebenan grillen 2 südafrikanische Paare aus Hermanus und Kapstadt. Dann werden wir müde. Im Schlafzimmer ist es ziemlich heiß, die Nacht wird durchwachsen sein.
Teil 519. Aug. 2020
22.04.2009 Nossob nach Twee Rivieren Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Nach einer sehr durchwachsenen, heißen Nacht stellen wir verwundert fest, dass wir bis 08:30 Uhr geschlafen haben. Die Zeitumstellung hat sicherlich auch mit geholfen. Die Gewitterfront von gestern ist gerade am Abziehen. Die Luft ist angenehm kühl und die Wolkenfetzen bieten in der klaren Luft eine schöne Stimmung. Wir frühstücken innen.
Draußen machen die drei Raben ordentlich Radau. Dann packen wir und checken aus. Heute geht es nach Twee Rivieren.
Die Landschaft wirkt in der klaren Luft wunderschön.
Obwohl wir den ganzen Tag keine Raubtiere sehen, sind wir trotzdem sehr zufrieden.
Wir sehen Springböcke, Oryxe und Schakale aus nächster Nähe.
Ein weiteres Highlight ist ein ganz tolles Picknick ganz allein auf einem Rastplatz.
Die Brote schmecken Klasse! Da die Hauptpad gesperrt ist, müssen wir noch einen Umweg in Kauf nehmen.
Die Pad ist zum Teil sehr wellblechig.
Auch am Wasserloch direkt bei Twee Rivieren ist nichts zu sehen. Twee Rivieren wirkt bei unserer Ankunft recht geschäftig und groß. Die Doppelbungalows stehen eng beieinander. Bei Dunkelheit muss man auf die tiefen Erdhörnchen- Löcher aufpassen.
Der Bungalow ist relativ lieblos. Um uns herum grillen wieder alle. Wir haben uns heute für das Restaurant entschieden. Bei Windhoek, Hähnchenschnitzel und Straussen- Steak versucht Kerstin, die neben unserem Eingang sitzende Riesenheuschrecke zu vergessen. Das Essen ist OK. Nach einem Amarula und einem Whiskey haben wir genügend Bettschwere und schlafen gut.
Teil 620. Aug. 2020
22.04.2009 Twee Rivieren nach Augrabies Falls NP Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Wieder stellen wir uns keinen Wecker. Etwas später als geplant brühen wir uns einen Five Roses Tee mit dem Wasser aus dem Wasserhahn. Der schmeckt seltsam (heute wissen wir warum!).
Da es uns in Twee Rivieren zu ungemütlich ist, frühstücken wir am Wasserloch Samevloeing.
Die Tauben gurren und wir beobachten eine kleine Maus, die ihren Geschäften nachgeht.
Ein einsames Fellvieh und noch ein anderes Fellvieh ( evtl. Gnu und ein Oryx) kommen noch vorbei. Vorsichtsahalber ohne Bild
Wir erinnern uns noch heute an die kleine Maus und die Geräusche der Tauben. Dann heißt es schon Abschied nehmen vom Kgalagadi. Wir tanken und verlassen den Park in Richtung Augrabies Falls. Am Parkausgang packt ein kleiner Junge gerade völlig furchtlos ein ganz besonders großes Exemplar von Tausendfüßler an und zwar völlig furchtlos.
Unser Navi zeigt eine Strecke von ca. 350 KM an. Zu unserer Freude ist alles Teer und zwar auch noch guter !
Bis Upington geht es fast nur geradeaus sanft hoch und runter über Kalaharidünen. Immer wieder haben sich Pfützen und kleine Tümpel gebildet. Ab Upington führt die Strecke immer am Oranje entlang. Wir sehen riesige Weinfarmen. Upington selbst wirkt nichtssagend. Die letzten Kilometer nach Augrabies sind von Rosinenfarmen geprägt. Das Einchecken am Nationalpark-Gate geht ungewohnt schnell. Irgendwie ist uns der Park gleich sympathisch. Auch an der Rezeption werden wir von einer Farbigen sehr nett begrüßt. Wir erhalten Chalet Nr. 11. Als wir es erreichen, sind wir begeistert ! Eine tolle Landschaft, die Einrichtung OK und wir hören den Wasserfall rauschen.
Kerstin hat leider Kopfschmerzen, die nach einer Tablette besser werden. Auf der Terrasse des netten Restaurants essen wir gefrorenen Schokokuchen mit einer Kugel Vanille-Eis. Danach laufen wir alle Aussichtspunkte der Fälle ab.
Die sind viel beeindruckender als erwartet.
Der Oranje hat die Felsen rund ausgewaschen.
Das Wasser stürzt ca. 60 Meter tief tosen in die Schlucht.
Die Gischt glänzt im gleißenden Licht der Sonne. Die Kulisse ähnelt ein wenig dem Erongo Gebirge, ganz ganz toll.
Wir sind voll begeistert.
Vor dem Sonnenuntergang kaufen wir im Shop kurz ein und kehren mit 2 Windhoek an die Fälle zurück.
Es haben sich inzwischen fotogene Wölkchen gebildet, die einen schönen Rahmen für einen Sonnenuntergang bieten.
Es ist schön, das alles ganz in Ruhe und ohne Zeitdruck genießen zu dürfen !
Sehr zufrieden gehen wir nach einer Dusche ins Restaurant. Dort genießen wir einen Oranje River Shiraz, T-Bone und ein mit Muscheln gefülltes Steak für Kerstin. Das Essen, die Bedienung und die Atmosphäre sind super.
Happy und satt gehen wir ins Bett. Vorher fange ich noch eine Heuschrecke und eine Motte und lasse sie draußen frei.
Teil 721. Aug. 2020
24.04.2009 Augrabies Falls NP Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Um 07:30 Uhr stehen wir gemütlich auf und haben nach einer Dusche den Frühstückstisch gedeckt. Carsten schließt dabei Freundschaft mit allerlei gefiederten Gesellen geschlossen.
Nachdem Ruhe ins Camp eingekehrt ist, explodiert das Kleintierleben. Das ist wirklich beeindruckend. Noch heute lieben wir es gerade im Krüger einfach einmal sitzen zu bleiben und zu schauen, was um uns herum passiert. Wir sehen eine Manguste, ein Erdhörnchen und eine vierköpfige Familie kleiner Antilopen (!!!). Sie spazieren alle direkt an uns vorbei.
Später beobachten wir noch eine dieser Interaktionen zwischen den Tieren, die man vermutlich nur einmal erlebt. Vor rechts klettert ein ich glaube Klippspringer einen Felsen, sieht aber nicht dass links bereits eine Manguste sitzt. Als sie ineinander reinlaufen, erschrecken beide zu Tode.
Danach brechen wir zu einem kleinen Spaziergang durch die Felsen oberhalb des Wasserfalles auf.
Es ergeben sich beeindruckende Anblicke auf den Flusslauf des Oranje und die dich dahinter befindenden Berge.
Es ist inzwischen richtig heiß geworden und die morgendlichen Wolken haben sich fast verzogen.
Wir beschließen mit dem Auto in die Game Area zu fahren.
Zuerst steuern wir den Moon Rock, einen riesigen Felsmonolithen an, den man auch erklimmen kann.
Wegen der Hitze verschieben wir dieses vorhaben aber lieber.Als nächstes erreichen wir einen tollen Aussichtspunkt. Der Ausblick auf die tief eingegrabene Fluss-Schleife ist beeindruckend !
Danach fahren wir zur Echo Corner, einem weiteren traumhaften Aussichtspunkt.
Wir laufen ein Stück abwärts zu einem ruhigen Platz und machen zig Fotos. Etwas entfernt hören wir das Gelächter von drei südafrikanischen Paaren, die mit Landys unterwegs sind.
Wir sind von der für uns überraschend schönen Landschaft begeistert, dass wir beschließen, die mittlere Offroad Runde zu fahren. Vorher beobachten wir noch 4 Giraffen die sich dekorativ in die schöne Kulisse gestellt haben.
Der Drive führt leider durch wenig abwechslungsreiche Landschaft.
Er ist als Einbahnstraße ausgewiesen. Daher gibt es kein zurück ! Außer einer großen Schlange ist nichts zu entdecken und mit Ausnahme der Durchquerung einiger trockener Riviere hat die Strecke den Namen „Offroad“ nicht verdient.
Zurück im Camp trinken wir erst einmal Kaffee auf unserer Terrasse.
Unsere gefiederten Freunde sind sofort wieder da.
Zum Sonnenuntergang laufen wir erneut zu den Fällen und genießen die schöne Stimmung bei einem Savannah.
Zum Abendessen haben wir wieder einen Tisch im Restaurant reserviert.
Carsten ist wieder das köstliche T-Bone und Kerstin Springbock Stroganoff mit einer Flasche Chenin Blanc von Ondraii. Alles sehr lecker !
Bei Verlassen des Restaurants kommen wir mit einem netten Ehepaar aus Reutlingen ins Gespräch. Sie sind auch große Afrikafans. Um 10:00 Uhr geht es ins Bett !
Teil 821. Aug. 2020
26.04.2009 Augrabies Falls NP nach Springbok Mountain View Guesthouse Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt
Wir frühstücken wieder auf unserer Terrasse. Unsere gefiederten Freunde sind auch wieder da. So weit ich mich erinnern kann, habe ich hier in Augrabies angefangen, bewusst Vögel zu fotografieren. Gegen 9:00 Uhr checken wir aus und fahren noch einmal auf dem gestrigen Weg, um uns die schönsten Aussichtspunkte noch einmal anzuschauen. Zuerst klettern wir auf den Moon Rock.
Nachdem wir etliche Fotos von der beeindruckend weiten Landschaft gemacht haben, beobachten wir noch die Klippis.
Plötzlich entdeckt Kerstin eine ca. 2 Meter lange dunkle Schlange.
Sie verschwindet aber schnell in einer Felsspalte und es ist so, als ob sie niemals da gewesen wäre. Zu Fuß ist so eine Schlangensichtung doch aufregender, als aus dem Auto heraus.
Dann verabschieden wir uns von dem schönen Platz Augrabies.
Die nächsten 260 KM geht es über Teer über Poffadder nach Springbok.
Die Landschaft ist geprägt von ewiger Weite, kerzengerader Landstraße und schönen Hügellandschaften.
Dank Navi finden wir schnell unser B&B, das Mountain View Guest House. Es gefällt uns sehr gut. Eine Angestellte zeigt uns unser nah am Pool liegendes Zimmer.
Der Garten ist schön angelegt.
Es ist erst 12:00 Uhr und so kommt uns ein ruhiger Nachmittag ganz gelegen.
Nach einer Tasse Tee verbringen wir einen herrlich entspannten Nachmittag ohne Programm bei Fernblick, Lesen und Pool.
Die bemüht nette, aber etwas spröde Eigentümerin erklärt uns, dass unser Wunsch-Steakhaus am Sonntag geschlossen ist. Wir gehen zu Fuß ins nahe Springbok Cafe and Book Store. Laufen wäre OK, meint sie. Es wäre nur einige Ecken weiter und liegt an einer kleinen Hauptstraße. Freiwillig wären wir niemals in dieses Restaurant gegangen. Die Fenster sind vergittert und es sieht von außen wenig einladend aus. Also geht es durch den Seiteneingang rein. Zuerst betreten wir einen Raum mit einer Mineraliensammlung und vielen Naturbüchern, Dann setzen wir uns in den leeren Raucherbereich mit vergittertem Blick auf die Straße.
Es gibt für mich ein unglaublich und unerwartet gutes T-Bone Steak für €7 und für Kerstin ein € 8 Filetsteak. Die Bedienung ist nett und das Essen Spitzenklasse ! Langsam kommen auch einige Einheimische hinzu. Ein Volltreffer !
Mit etwas ungutem Gefühl laufen wir nach Hause und gehen zufrieden ins Bett.
Teil 922. Aug. 2020
27.04.2009 Augrabies Falls NP nach Norotshama Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Das gemütliche Bett beschert uns bis 7:30 Uhr einen guten und langen Schlaf. Gegen 9:00 Uhr gehen wir zum guten Frühstück.
Gegen 9:00 Uhr fahren wir zum Tanken und zum ATM.
Unsere Kneipe von gestern.
Kerstin beobachtet dabei die vielen herum lungernden Männer. So ganz toll ist unser Gefühl nicht.
Die Straße in Richtung der namibianischen Grenze ist weiter landschaftlich schön.
Es hat einige große Steinhaufen. In Steinkopf werden wir an einer Polizeisperre durchgewunken. Zum Grenzübergang Vljoensdrift kommen wir in Serpentinen durch die Berge an den Oranje herunter. Die Formalitäten sind die üblichen. In Namibia zahlen wir Nam$ 180 für ein Road Permit, dann geht es gleich weiter. Nach links führt uns die Pad nun in Richtung Noordoever und Aussenkehr. Riesige Flächen Schotter und öde Mondlandschaft kennzeichnen die Landschaft.
Riesige Weinanbaugebiete in Hochgewächsen prägen die Ränder des Oranje River. Zuerst ist die Pad geteert, dann geht sie in feinen Gravel über. Kurz vor Aussenkehr kehren dann die Weinplantagen zurück. Die Zufahrt zum Norotshama Resort ist eine riesige, unübersichtliche Baustelle und wirkt wie ein großer Bauhof. Von einer Südafrikanerin werden wir zu unserm Chalet mit Flussblick gebracht.
Es liegt direkt gegenüber der Rezeption. Die vier Wasserbungalows scheinen recht neu zu sein und sind geschmackvoll ausgestattet.
Wir essen mit Blick auf den Fluss und beschattet durch Weinreben einen griechischen Salat und leckere Cheese-Ham Sandwiches.
Im Anschluss buchen wir ein Permit für den 4x4 Drive durch das Aussenkehr Nature Reserve. Wir fahren mit einer einfachen fotokopierten Karte los.
Die anfänglich recht gut zu befahrende Piste führt durch einen landschaftlich atemberaubend schönen kleinen Canon.
Alle paar hundert Meter halten wir für Fotos an.
Es ist sehr heiß!
Neben den gewaltigen Steinwänden fühlen wir uns geradezu winzig.
Über uns kreisen Adler (vermutlich African Black Eagles).
Der Drive ist insgesamt 43 Kilometer lang und ist überwiegend einfach zu befahren.
Dann wird es felsig und wir fahren durch ein kleines Tal.
Aus Unerfahrenheit bin ich etwas aufgeregt.
Schließlich verweigere ich an einem Felsabsatz die Weiterfahrt. Aha, es gibt auch keine Reifenspuren mehr. So bemerken wir, dass wir die Abzweigung verpasst haben und es hier wirklich nicht weiter geht. Wie wir wissen, ist das andere auch so gegangen. Also drehen wir um und rumpeln den Weg über die Felsen zurück. Nach der Abzweigung ist die Strecke wieder gut zu befahren.
Nach 3 ½ Stunden sind wir heilfroh, die Landstraße wieder erreicht zu haben. Damals war das ein sehr schönes kleines Abenteuer für uns. Die verbliebenen 1 ½ Stunden bis zum Sonnenuntergang verbringen wir mit einem Buch am Pool.
Zum Dinner bleiben wir gleich auf der Terrasse sitzen und sprechen reichlich dem Alkohol zu.
Das wird sich am nächsten Tag mit einem dicken Kopf rächen. Carsten hat mal wieder T-Bone und Kerstin Filet. Alles wieder sehr lecker. An unsrer Eingangstür beobachten wir noch kurz eine eindrucksvolle Gottesanbeterin, dann geht es ins Bett.
Teil 1023. Aug. 2020
27.04.2009 Norotshama – Canon Lodge Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Um 5:00 Uhr (!!!) werden wir vom Baulärm geweckt. Ab 6:00 Uhr kommt noch lautes Telefonieren von der Rezeption dazu. Wir nehmen es mit Humor und stehen einfach früh auf ! Kerstin hat einen dicken Kopf. Das Frühstück ist OK. Die große Reisegruppe ist etwas nervig. Zwei Grazien provozieren sich gegenseitig am Pool.
Beim Auschecken vermisst Carsten seine Sonnenbrille. Dann stellen wir erschrocken fest, dass unsere Vorderreifen an der Innenseite kaum noch Profil haben und die Tankanzeige erstaunlich wenig anzeigt.
Also fahren wir zuerst nach Nordoever zur Tanke. Dort kümmern sich an einer einfachen Garage zwei richtige Schaffer sehr nett um uns. Die Spur des Autos sei total verzogen. Der bullige Mechaniker telefoniert für uns mit KEA. KEA meint, wir sollten einfach die zwei Ersatzreifen aufziehen und weiterfahren. Wenn die auch runtergefahren wären, dann sollten wir einfach die Hinterräder nach vorne wechseln. Ein von uns angebotener Werkstattbesuch in Keetmanshoop wird von KEA abgelehnt. Der Mechaniker ist genauso entsetzt wie wir. Er schüttelt den Kopf und meint : „ dann können sie eben 6 Reifen wegwerfen!“. Bei KEA würde ihn das nicht wundern. So würde er KEA kennen. Sie hätten schon einige unzufriedene KEA Kunden gehabt. Im Nu werden mit einfachem Werkzeug im Dreck liegend beide Vorderreifen gewechselt.
Unsere zwei Helfer sind wirklich unglaublich hilfsbereit und wollen am Ende kein Geld haben. Wir drücken jedem einen größeren Schein in die Hand und bedanken uns herzlich.
Die Strecke zurück führt uns wieder am Oranje entlang.
Wir halten Ausschau nach der Einfahrt in den Gamchab und finden diese schließlich auch.
Zuerst umkurven wir eine Straßensperre (der Oranje hatte Hochwasser). Dann zeigen uns Autospuren den Weg.
Die Strecke ist atemberaubend schön !
Wir machen viele Fotostopps.
Plötzlich funktioniert nach einem Batteriewechsel Carstens Kamera nicht mehr (später ging sie dann wieder..) ! 7-8 KM lang geht es durch den Canon. Die Piste ist zum Teil mit Salz verkrustet und steinig.
Aber unproblematisch zu fahren. Ein entgegenkommender Landy bestätigt uns das auch. Viele Kilometer später verlassen wir das Trockenflussbett.
Es ist gar nicht so leicht, eine Lücke in dem Weidezaun zu finden und auf die Pad zurückzukehren. Nun geht es durch gelbsandige Landschaft mit starken Wolkenbildern.
Es ist unwirklich schön.
Gegen 14:30 haben wir unser kleines Abenteuer gemeistert und erreichen die Canon Lodge, in der wir vor 7 Jahren schon einmal waren.
Der Empfang ist sehr nett. Wir bekommen Bungalow 11B, der schön am Ende der Anlage liegt.
Ein weiterer Angestellter hilft uns mit dem Gepäck. Dann essen wir ein Stück Kuchen und trinken Kaffee. Auf der Terrasse verröste ich mir schön den Nacken. Völlig relaxed genießen wir die freie Zeit in der schönen Umgebung und lesen noch etwas.
Dann klettern wir wie damals auf einige Felsen , um mit einem kühlen Savannah den Sonnenuntergang zu genießen.
Der Ausblick alleine ist phantastisch!
Der Sonnenuntergang entwickelt sich dann auch sehr schön !
Zufrieden steigen wir wieder herunter und relaxen weiter bis zum Dinner.
Im Vergleich zu unserer letzten Reise merken wir, dass nun auch hier mehr große Gruppen unterwegs sind. Du die verhalten sich am Buffet relativ unentspannt. Es gibt Kudusteaks, Schwein, Blumenkohl, Kürbisgemüse etc. Besonders das Kudu in Pfeffersosse ist lecker. Dazu gibt es eine Flasche Ridgeback Cabernet/Merlot.
Kurz sitzen wir dann noch vor unserem Bungalow, bevor wieder eine unserer 9-10 Stunden Schlafnächte beginnt.
Teil 1125. Aug. 2020
29.04.2009 Canon Lodge ganzer Tag Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Etwas später geht es zum Frühstück. Das Buffet sieht zwar schon ein wenig zerfleddert aus, aber dafür sind die Gruppen schon weg. Das Frühstück ist reichhaltig und lecker. Danach brechen wir zum Canon auf. Nach dem Gate erreichen wir den Hauptaussichtspunkt.
Gestern hatten uns dreimal Südafrikaner deutschen Ursprungs überholt. Sie treffen wir nun an jedem Aussichtspunkt wider. Es entwickeln sich interessante Gespräche. Sie sind aus Montagu und haben deutschen Besuch dabei.
Der Himmel ist zuerst bedeckt. Das macht eine kleine Wanderung erträglicher.
Der Canon ist von seiner Größe und vom Farbenspiel her wieder total beeindruckend. Während der Weiterfahrt zu den anderen Aussichtspunkten ergeben immer wieder neue Blicke.
Besonders „The Edge“ ist beeindruckend.
Da der Himmel inzwischen komplett aufgerissen ist, gelingen nun auch bessere Fotos.
An „The Edge“ kommen uns zwei todesmutige Holländer entgegen, die sich mit ihrem Golf über die spitzen Steine quälen. Für uns geht es nun zurück zur Lodge.
Wir essen zwei Sandwiches und einen Salat. Den Rest des Tages nutzen wir zum Relaxen.
Es ist sehr heiß. Kerstin geht zum Pool, ich will eigentlich etwas ruhen. Nachdem das nicht klapptgehe ich auch an den Pool.
Nach einiger Zeit fangen zwei laut redende und Bier trinkende Gäste an uns zu srören. Wir wechseln den Platz und kommen dort mit einem super smarten Engländer ins Gespräch, der 10 Jahre in Tansania gelebt hat und nun in Jeddah und Saudi Arabien lebt. Er segelt gerne. Ist gerne in Australien und London und hat superinteressante Geschichten zu erzählen. Nebenbei genießen wir die wahnsinnig schöne Aussicht.
Dann geht es wieder auf unseren Stammfelsen.
Die Getränke lassen wir weg, wir hatten vorher schon das ein oder andere. Der Sonnenuntergang ist schön, aber nicht ganz so toll wie gestern.
So gegen 7 Uhr gehen wir zum Dinner. Heute brennt der Kamin. Das Essen ist wieder gut. Wir sitzen noch kurz vor dem Bungalow, wo uns aber schnell die Müdigkeit übermannt.
Teil 1226. Aug. 2020
29.04.2009 Canon Lodge – Klein Aus Vista The Rock Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Da die heutige Strecke mit 280 KM überschaubar ist, gehen wir erst um 08:00 Uhr zum Frühstück. Die Taschen sind schon gepackt und stehen vor der Hütte. Beim Frühstück bettelt ein Jack Russell. Er bleibt bei uns erfolglos. Im Shop kaufen wir eine CD und ein Hemd, dann geht es zur Tankstelle des Canon Roadhouses.
Die weitere Strecke führt uns landschaftlich schön zum Naute Damm. Immer wieder kommen uns Radfahrer entgegen, die leider den Staub des Autos fressen müssen.
Am Naute Damm ist alles wie vor 7 Jahren. Wir fahren durch den flach mit Wasser gefüllten Ablauf, zahlen 13 Nam$ Eintritt und kaufen ein Eis. Eine Angestellte zeigt uns in Glycerin eingelegte Skorpione und Tausendfüßler. Vom See her kreischen die Wasservögel. Nach ca. 30 Minuten fahren wir weiter. Kurz vor Aus verwandelt sich die vorher eher steinige Landschaft in weite Grassteppe. In der Ferne sehen wir in Richtung Kuichab Pan die roten Sanddünen.Dann taucht die uns bekannte Bergkette bei Aus auf. Wir checken bei einer sachlichen farbigen Dame ein und bekommen das Chalet „The Rock“. Wir fahren den gleichen Weg der uns damals so gut gefallen hat. Langsam werden die verblassten Erinnerungen wieder aufgefrischt. Etwas aufgeregt folgen wir dem Schild zu „The Rock“. Ja, es ist das erhoffte „Superchalet“.
Wir fahren die sehr steile Auffahrt hoch.
Mit unserem Auto kein Problem.
Das Chalet ist innen wieder Hammer schön. Es liegt alleine und der Blick in die Weite der Namib ist wirklich atemberaubend schön.
Der Clou kommt auf der Rückseite. Unsere Terrasse liegt zwischen riesigen Felsen neben einer kleinen Vogeltränke.
In euphorischer Stimmung machen wir uns Tee/Kaffee, sitzen die nächsten 1 ½ Stunden einfach nur da und genießen die Aussicht.
Dann fahren wir zurück zum Sundowner Drive zu den Wildpferden.
Und der bekommt einen eigenen Teil, denn er war aus jeglicher Hinsicht ein unglaublich tolles Erlebnis……
Teil 1328. Aug. 2020
29.04.2009 Klein Aus Vista The Rock Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Unser Guide wird der Ovambo Elias sein. Er wird seinen Job sehr, sehr gut machen ! Unsere Sechsergruppe ist rein Deutsch und wir sollen uns vorstellen und stellen später fest, dass wir alle nur wenige Kilometer voneinander entfernt wohnen. Wir sollen auch sagen, wie oft wir schon in Namibia gewesen sind. Matthias ist das einundzwanzigste Mal da. Uns fallen fast die Augen aus dem Kopf. Aber Ok, er arbeitet bei Namibia Tourism in Frankfurt. Wir sind uns sofort alle sympathisch. Zuerst geht es an der Landstraße entlang.
Elias erklärt uns allerlei richtig interessante Sachen über die Farm, die Familie Swiegers und vor allem über die verschiedenen Gräser und deren Samen.
Dann geht es weiter in Richtung Wasserstelle, wo eine ganze Herde Wildpferde grast.
Die Sonne fängt an unterzugehen.
Uns gelingen schöne Bilder.
Wir unterhalten uns blendend, lachen viel und trinken während des Sonnenunterganges ein Bierchen.
Und der entwickelt sich zu DEM SONNENUNTERGANG unseres Lebens !
Der Himmel explodiert in allen Rottönen, das Windhoek wird fast zur Nebensache !
Alle sind total begeistert.
Bei der Rückfahrt beschließen wir gemeinsam mit den anderen zu Abend zu Essen. Während die Tische arrangiert werden, gehen wir alle an die Bar. Wir bestellen einen Ridgeback Shiraz. Als Pit Swiegers mir die Hand zur Begrüßung geben will, fetze ich das Wienglas um ! Wie peinlich ! Piet schimpft über die Eisenbahnlinie und darüber, dass die Oranje River Straße immer noch gesperrt sei. Dann gehen wir zum Tisch, wo sich die interessanten und lebhaften Gespräche weiter fortsetzen. Matthias hat viele Storys von seinen Reisen zu erzählen. Die Offenbacher sind mit einem Bushcamper unterwegs. Dann kommt Piet zurück. Er gibt uns Hakkiesdraht, Chilischnapps und anderes aus.
Piet hat uns für Morgen noch ein Breakfast Packet besorgt und ein Braii Paket bestellt. Es war ein perfekter Abend, an den wir uns heute noch sehr gerne zurück erinnern ! Durch die Nacht geht es langsam zurück zum Chalet. Wir sitzen noch kurz auf der Terrasse und gehen dann ins Bett.
Teil 1429. Aug. 2020
29.04.2009 Klein Aus Vista The Rock Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Da wir heute kein großes Programm haben und zusätzlich noch ein Frühstückspaket, schläft Kerstin aus. Carsten läuft schon früh mit dem Foto durch die Gegend.
Dann sitzen wir ewig auf unserer Terrasse mit Sehnsuchtsblick und beobachten Vögel an der Tränke. Gegen 09:30 Uhr kommen Matthias und Edith vorbei, um sich „The Rock“ anzuschauen. Sie sind begeistert. Wir verabschieden uns von den beiden und Frühstücken in aller Ruhe.
Gegen 10:30 Uhr brechen wir zur Rundwanderung „The Mountain“ auf, die auf etwa 2 Stunden ausgelegt ist.
Sie führt an den Chalets vorbei am Hang entlang in die Geisterschlucht und über den Berg zurück.
Es ist auch um diese Uhrzeit schon ganz schön heiß und wir nutzen den seltenen Schatten zu kurzen Pausen. Kleine Blümchen blühen am Wegesrand und wir werden von unzähligen Fliegen durch die traumhafte Landschaft begleitet.
Natürlich geht es auch an dem berühmten Autowrack vorbei.
Danach quälen wir uns in der prallen Sonne den Berg hoch.
Wir lassen uns Zeit und beobachten zwei Adler, die über uns ihre Kreise ziehen.
Zurück am Chalet gibt es als Belohnung lecker Kaffee und Kuchen. Die nicht aus Zufall total zutraulichen kleinen Mäuse oder Ratten (??) sind total knuffig.
Danach macht Carsten ein Schläfchen und Kerstin sitzt mit dem Buch auf der Terrasse. Zum Sonnenuntergang gibt es Chenin Blanc.
Carsten bereitet den Grill vor. Kerstin schreibt im Reisetagebuch : „Leider gibt es viel Funkenflug und ich kriege die Krise, dass irgendetwas brennen könnte bei all dem trockenen Gras und Buschwerk!“ Das trübt etwas die Stimmung.
Das Essen aus dem Braii Paket (T-Bone, Würste, Folienkartoffeln, Toast mit Tomaten, Käse und Zwiebeln sowie griechischer Salat schmecken hervorragend. Allerdings ist alles viel zu viel. Selbst Menschen unseres Kalibers könnte zu viert daran essen. Wir geben unser Bestes, könne die Fleischmassen aber nicht bewältigen. Danach wird das Feuer gelöscht. Wir fallen müde und satt gegessen ins Bett.
Teil 1530. Aug. 2020
02.05.2009 Klein Aus Vista The Rock nach Koiimasis Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Heute stehen wir um 07:30 auf, packen und nehmen Abschied von diesem traumhaften Fleckchen. Frühstück gibt es heute im Farmhaus. Beim Auschecken müssen wir zweimal die Rechnung ausbessern, da etwas fehlt. Nach leckerem Frühstück mit Obstsalat, Eiern mit Speck und leckerem Kaffee verabschieden wir uns von Pit und brechen auf.
Da wir heute nicht lange fahren müssen, tanken wir in Ruhe in Aus und machen einen Abstecher zum Besuchercenter. Es zeigt die Geschichte von aus und man kann allerlei Informationen über Flora und Fauna erhalten. Wir unterhalten uns noch mit einer netten Familie aus Windhoek und kaufen ein Mobile. Auf der B4 werden noch einige Fotos gemacht.
Dann geht es los in Richtung Helmeringhausen.
Die Pad besteht aus rotem Sand und führt durch endlos gelbes Grasland.
Am Horizont sind rote Sanddünen zu sehen.
Gleich beim ersten Photostop findet Carsten ein rundes, verrostetes Blechding mit eingeprägtem Wappen. Wir wissen bis heute nicht, was es ist. Weiter geht es gen Norden. Bald biegen wir nach links auf die D 707 ab, die eine der schönsten Straßen Namibias sein soll.
Sie führt uns die nächsten 90 KM an roten Sanddünen (links)
und schroffen Gebirgszügen (rechts) vorbei.
Wir sind echt beeindruckt !
Strausse, Oryxe und Springböcke kreuzen die Pad. Nach einer guten Stunde taucht rechts das Farmgatter von Koiimasis auf.
Insgesamt passieren wir auf der 20 KM langen Farmzufahrt 5 Gatter.
Sie führt uns durch traumhaft schöne Landschaft, bis endlich die Ranch vor uns auftaucht.
Leider ist am Farmhaus gerade Pause. Und so fahren wir bis zum Campingplatz und dann durch ein Gatter mit Pferden weiter zum Fest Fels Inn. Dort werden wir von Roland herzlich empfangen. Er zeigt uns unseren Bungalow Nr. 3. Er ist geschmackvoll und individuell gebaut und eingerichtet.
Dann gibt es Kaffee und Kuchen. Roland gibt uns allerlei Informationen.
Wir melden uns zum Nachtdrive mit der Farmersfrau Anke Itzko an, der gegen 19:30 Uhr startet. Bis zum Abendessen lesen wir noch etwas.
Es gibt Strauss mit Speckbohnen und Kartoffelpüree. Dann treffen wir Anke und fahren in ihrem Bakkie los. Auf der Ladefläche steht ein Angestellter und leuchtet. Wir sehen Hasen, einen Löffelhund, einen Silberfuchs (??), eine Ginsterkatze und Springböcke. Später erhalten wir auf einer endlosen Grasfläche stehen eine eindrucksvolle Einweisung in die wichtigsten Sternbilder. Anke erzählt zwischendurch sehr interessante Fakten aus dem Leben einer namibianischen Farmerin. Die Tour ist wirklich super ! Gegen 10:00 Uhr fallen wir dann müde ins Bett und freuen uns auf den morgigen Tag.
Teil 1601. Sept. 2020
03.05.2009 Koiimasis Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Nach dem Frühstück quatschen wir uns mit Roland fest.
Da wir noch eine Verabredung mit Anke haben, reißen wir uns dann doch los. Sie will uns ihre zahmen Löffelhunde und Lilly, das Erdmännchen zeigen.
An der Farm begrüßt uns Anke und führt uns in das kleine Gehege, in dem die vier zusammen wohnen. Kerstin bekommt Lilly auf den Arm
und ich Freunde mich mit den drei total knuffigen Löffelhunden an.
Sie sind alle Findelkinder oder hatten Verletzungen. Lilly kämpft mit unseren Händen und genießt sichtlich den sozialen Kontakt.
Sie hat aber auch ziemlich scharfe Zähne und macht goldige Geräusche. Die Löffelhunde sind scheu und neugierig. Gaaaanz langsam kommen sie zu mir, um dann vorsichtig auf mich zu krabbeln.
So bald ich nur die geringste Bewegung mache, sind sie weg. Ja. Es war eine Art Streichelzoo. Heute würden wir evtl. gar nicht hingehen. Aber es war auch ein einzigartiges Erlebnis.
Besonders die Löffelhunde gehören seitdem zu meinen Lieblingstieren. Dann laufen wir noch auf der Farm herum und schauen uns die Ziervogelzucht von Wulf an.
Sie ist riesig und ziemlich beeindruckend. Den restlichen Tag verbringen wir mit Lesen und Tagebuch schreiben am Pool. Oft schweift der Blick in die Ferne, um die umwerfende Aussicht zu genießen. Nach dem Kaffee brechen wir gegen 15:00 Uhr mit Roland zur Farmrundfahrt auf.Er zeigt uns die riesige Farm und erzählt über die Straussenzucht.
Unterwegs zeigt er uns etliche Pflanzen und Plätze der uralten Buschmänner.
An dem knorrigen Baum wurden wohl schon Aktaufnahmen für bekannte Magazine gemacht.
Jetzt halten Roland und ich dafür her ! Die Klamotten behalten wir lieber an 😉
Zum Sonnenuntergang fährt Roland im Geländegang über ein heftiges und scharfkantiges Gesteinfeld auf einen Hügel mit Rundumblick.
Wir trinken ein Windhoek und sind uns einig. Das hier ist „to die for“ !
Ein unglaublich schöner Blick über die friedliche Landschaft mit sich ständig verändernden Farben. Hier könnten wir ewig sitzen und einfach nur in die Ferne schauen !
Danach fährt uns Roland zum Abendessen. Er ist ein ausgesprochen netter Kerl und die Chemie stimmt zwischen uns. Bei Rotwein und einem Abschluss-Whiskey quatschen wir zu dritt bis in die Nacht.
Dann geht es ins Bett. Leider müssen wir morgen schon wieder weiter…
Teil 1706. Sept. 2020
04.05.2009 Koiimasis – Desert Camp Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Nach dem Frühstück, das wir diesmal etwas ausdehnen, verabschieden wir uns gegen 10:00 Uhr schweren Herzens von Roland und Anke und fahren los.
Auf dem Farmgelände fahren wir über die Sandpad.
Irgendetwas langes liegt auf dem Weg. Ein Ast ? Neiiiin !!! Eine riesige Schange ! Wir steigen voll auf die Bremse und schlingern an einer riesigen gelben Kapcobra vorbei. Sie hatte sich inzwischen zischend aufgestellt und sieht echt beeindruckend aus. Und dann ist sie weg. Wir sind froh, dass wir sie nicht erwischt haben. Zu oft liegen tot gefahrene Schlangen auf der Pad. Durch zig Farmgatter geht es zurück auf die D707. Ach, war es schön hier !
Die D707 ist leider sehr rumpelig, aber die herrliche Landschaft entschädigt uns ausreichend.
Wieder sind links rote Dünen und rechts Grasland und Berge. Dann biegen wir in Richtung Schlpss Duwisib und Sesfontein ab. Die Strecke hat so 180 KM und ist landschaftlich schön.
Das Schloss Duwisib ist kleiner als gedacht.
Wir zahlen einen wie wir finden unangemessen hohen Eintrittspreis für die Besichtigung des wie erwartet langweiligen Inneren. Dafür gibt es nebenan bei einer uninteressiert wirkenden Angestellten einen leckeren gedeckten Apfelkuchen.
Frisch gestärkt geht es weiter nach Bettani zum Tanken. Kerstin muss die völlig bocklose Angestellte aus einem Häuschen von einem Telefonat wegholen. Sie würde den Wettbewerb zum „bocklosen Superstar“ locker gewinnen (das haben wir echt so beschrieben) !
Der weitere Weg in Richtung Sossusvlei führt uns durch traumhaft schöne Landschaft.
Wir schaffen es wieder einmal nicht, das nur annähernd fotografisch einzufangen.
Die holprige Pad zieht sich aber ziemlich und so dauert es noch, bis wir das Desert Camp erreichen.
Am Eingang zum Vlei sind die Hotels aus dem Boden geschossen. Vom Desert Camp sind wir positiv überrascht.
Zwar wohnt nebenan eine Familie mit Kind, die Lage ist aber sehr schön und einen Kühlschrank für unser Windhoek gibt es auch.
Beim stimmungsvollen Polfilter Sonnenuntergang zischt das Bierchen besonders gut und die Barking Geckos untermalen das Ganze mit dem Konzert, das wir so lieben gelernt haben.
Dann schaffen wir es gerade noch rechtzeitig zum Adventure Center der Sossusvlei Lodge, um die Tour ins Vlei zu buchen.
Das so oft gelobte Buffet im Sossusvlei Hotel ist wirkliche Spitzenklasse. Am Grillstand kann man zwischen Eland, Kudu, Springbock, Impala, Oryx, Wildebeest, Zebra und Schwein wählen. Und so verbringen wir bei einer guten Flasche Groote Post Shiraz einen schönen Abend und können sogar die lärmende, große Reisegruppe nebenan verdrängen.
Hier sind viele Franzosen in großen Gruppen unterwegs. Rücksichtslos, laut und nach all der Einsamkeit ist das nun ein ziemlicher Schock ! Den Original Eintrag aus unserem Reistagebuch lasse ich hier lieber Mal weg, sonst bekomme ich berechtigt auf die Mütze. Den Nachtisch bewältigen wir auch noch irgendwie- Dann geht es zurück, denn wir müssen ja früh raus. Das Bett ist batzig und bequem und trotz der Kälte haben wir eine sehr gute Nacht !
Teil 1808. Sept. 2020
05.05.2009 Desert Camp - Sossusvlei Original Reisebericht Zitate in blau hinterlegt Sonne oben rechts drücken = Kommentare ausgeblendet
Um 05:15 Uhr klingelt der Wecker. Nach einer schnellen Dusche sind wir beide wach. Und das nach nur 8 Stunden Schlaf ! Nach der kurzen Fahrt zur Sossusvlei Lodge bekommen wir an der Rezeption eine lekker Tasse Kaffee.
Die Befürchtungen zwischen eine große Franzosen Gruppe gepfercht zu werden stellen sich als unbegründet heraus. Zur Sicherheit: Ich habe überhaupt kein Proble mit Franzosen, aber eines mit lauten Menschen in Gruppen 😉 Ein irisches Pärchen aus Dublin und eine sehr nette Familie aus La Reunion mit derzeitigem Wohnsitz in Kapstadt sind unsere Mitfahrer. Die Fahrt ins Vlei im offenen Auto ist wie erwartet kalt, aber mit Poncho auszuhalten.
Wie vor 7 Jahren steigen die Heißluftballons gerade auf.
Unser Fahrer hält an und buddelt eine Dancing White Lady aus, die dann bis auf den Schuh des coolen Franzosen klettert.
Die Lichtstimmung über den Dünen ist schön und weiße Wolken auf klarblauem Himmel bilden einen schönen Hintergrund. Auch während der Fahrt klicken die Kameras.
Nach einigen Fotostopps halten wir zur Pippipause an dem Parkplatz, an dem der 4x4 Teil der Strecke beginnt.
Wir klettern auf Big Mama, auf der wir auch vor 7 Jahren waren. Unser Guide bleibt lieber unten. Uns pfeifen beim Aufstieg die Lungen !
Uns bieten sich wunderschöne Aussichten und die Stimmung in der Gruppe ist aller bestens.
Leider muss die Irin wegen Höhenangst umkehren. Der Ire und ich rennen zuerst die Düne herunter. Es macht viel mehr Spaß, als die anstrengende Hochkletterei !
Die anderen rennen uns etwas später hinterher. Unser Guide hat bei unserer Ankunft bereits den Frühstückstisch gedeckt. Es entwickeln sich interessante Gespräche.
Mit der Gruppe haben wir echt Glück gehabt ! Danach geht es nach kurzer Fahrt ins Dead Vlei. Obwohl es jetzt schon etwas später ist sind die Farben toll !
Trotz steigender Hitze sind alle zufrieden.
Ich weiß nicht, ob es damals bereits ein verbot gab in Sachen "auf dem Baum sitzen". 😗 Wir wussten nichts davon, Ehrenwort !
Auf der Rückfahrt sehen wir einen im Tiefsand steckenden Touri-Nissan. Er hat die Reifen wohl nicht deflatet und steckt bis zur Karosserie im Sand fest.
Wir rechnen gar nicht damit, aber unser Guide bringt uns noch zum Sesriem Canon.
Nach kurzer Erklärung der Fakten steigen wir in den Canon herunter, wo ein grüner Tümpel von den kürzlichen Regenfällen zeugt.
Um die Mittagszeit sind wir zurück, verabschieden uns von den anderen und kaufen an der Engen Tankstelle Sachen zum Kaffee ein. Auf unserer Terrasse genießen wir die Sachen und werden dabei von sehr putzigen Siedlerwebern beobachtet. Ich schlafe noch eine Runde, Kerstin schreibt Tagebuch.
Dann gibt es wieder solch einen tollen glutroten Sonnenuntergang.
Dann geht es wieder zum Abendessen in die Sossusvlei Lodge. Kerstin ergattert einen ruhigeren Tisch. Bei einer leckeren Flasche Groote Post Shiraz genießen wir das Wildfleisch, quatschen noch mit der Bedienung, Posen vorm Grill
und fahren im Dunkeln zurück in unser gemütliches Bett.
Um 07:30 Uhr Aufstehen, Packen, Auschecken und dann geht es zum Frühstück in die Sossusvlei Lodge. Dort sind wir die letzten am Buffet. Kerstin ordert köstliche Omeletts. Es sit richtig schön ruhig, denn die Gruppen sind bereits weg.
Dann geht es durch sehr schöne Landschaft auf die Piste in Richtung Spreetshoogte Pass. Die Pad ist bis zum Abbiegen auf die D Straße schlecht. Der Pass selbst ist kompromisslos steil in die Landschaft integriert. Die steilste und engste Kehre ist asphaltiert. Der zugeschaltete 4x4 bringt etwas Komfort.
Oben angekommen machen wir 2 Fotostopps, dann fahren wir wieder runter. Kein überragender, aber ein ganz netter Abstecher. Trotz weietrhin schlechter Pad kommen wir gegen 2 in Rostock Ritz an.
Dort sitzen gerade die Insassen ein gesamter Reisbusses im Restaurant. Alle rennen hektisch zwischen den Meercats hin und her. Unser Bungalow Nr. 10 ist ganz OK.
Wir ziehen uns um und wollen den Sunset Walk gehen.
Hinter dem Haupthaus geht es auf eine Kuppe, auf der die Wassertanks der Lodge stehen.
Dort hocken überall Dickpanse herum. Vorbei an tollen Quarzen führt uns der Pfad durch hohes Gras
bis zu einigen kleinen, roten Sanddünen.
Die Landschaft wirkt auf uns nicht mehr ganz so toll, wie wir sie vor 7 Jahren empfunden haben. Heute ist das Licht aber auch nicht schön. Der Weg geht nun durch ein sandiges Bachbett bis auf eine weitere Düne, wo wir kurz rasten.
Der restliche Weg zurück zur Lodge führt über einen Fahrweg, Dort entdeckt Kerstin einen flüchtenden Skorpion, während ich fast auf eine winzige Hornviper trete. Das mahnt uns einmal wieder zur Vorsicht !
Dann gehen wir zurück zum Chalet, wo wir zufrieden ein Windhoek trinken und die herrliche Aussicht genießen.
Die Sonne geht wieder spektakulär unter und mit Wehmut stellen wir fest, dass unser Urlaub bald vorbei sein wird.
Gegen 19:00 Uhr geht es zu Restaurant. Es gibt Tomatensuppe, Oryx-Carpaccio und 2 x Knobisteak.
Nach dem Aufstehen wird gleich gepackt. Plötzlich dämmert uns, dass wir der Panorama Rock Lodge (wir waren ein Jahr vorher schon einmal dort und hatten per E-Mail gebucht) unsere Ankunftszeit nicht mitgeteilt hatten und heute unseren Mietwagen abgeben müssen. Hektisch versucht Kerstin Marinda anzurufen. Leider ohne Erfolg. Die Lodge versendet für uns ein Fax, leider auch erfolglos. Wenigstens sehen wir noch das zahme Zebra und die Erdmännchen, bevor wir in Richtung Gamsbergpass losfahren.
Dann erreichen wir die Hausangestellte von Panorama Rock, die uns die Handy-Nr. von Marinda gibt. Kerstin erreicht sie tatsächlich. Wir hätten nicht gebucht, das sei ein Missverständnis. Und leider wären sie mit einer großen Jagdgruppe ausgebucht. Wir sind einigermaßen entsetzt. Wenigstens vermittelt uns Marinda den Kontakt zur Eningu Clayhouse Lodge in der Nachbarschaft. Über diese Lodge haben wir schon Gutes gehört. Ein Flughafentransfer könnte auch organisiert werden. Vor aller Aufregung verpassen wir die Abzweigung nach Windhoek und finden uns plötzlich am Kuiseb wieder. OK, auch schön !
Also fahren wir 20KM zurück und finden die gut beschilderte andere Pad Richtung Gamsberg Pass.
Sie ist nicht die beste, aber landschaftlich schön. Autos begegnen uns ganz wenige.
Vor dem Pass sehen wir einen Tafelberg mit Kapstadt-Niveau. Zwischendurch sammeln wir schöne Kristalle. Mit Hammer und Meisel könnte man hier leicht Schätze bergen. Die Stimmung ist seltsamerweise ganz gut, denn so lernen wir eine neue Lodge kennen. Vor Windhoek bessert sich die Pad, die 280 KM ziehen sich aber doch ganz schön.
Das Khomas Hochland ist ganz nett. Wir kommen an einigen Gästefarmen vorbei, auch an Amani. Das Navi lotst uns durch Windhoek und nach einem Tankstopp weiter zum Hosea Kutako Airport. Bei Kea wird unsere Schrottmühle akribisch gecheckt. Hätten die das Mal besser vorher getan !!!! Grrrr….Die Reifen sind inzwischen alle hinüber. Viel weiter hätten wir nicht fahren dürfen. Der organisierte Transfer klappt gut. Ein Minibus bringt uns in die 69 KM entfernte Eningu Clayhouse Lodge. Diese liegt in der Ebene. Der Empfang ist herzlich und die Anlage gefällt uns sofort.
Das Zimmer ist auch sehr schön, na also ! Dann gibt es Kaffee, Ein Paar aus HH und eine ganz reizende alte Dame aus Holland sind unsere Mitgäste. Alle sind gerade erst angekommen und scheinen ganz nett zu sein. Nach dem Kuchen relaxen wir und nehmen den Sundwowner auf einem kleinen Turm am Wassertank. Der Sonnenuntergang ist unspektakulär. Vorher lernen wir noch Kate die Eigentümerin oder Managerin (?) kennen. Außerdem begrüßt uns Bully, ein 60 KG schwerer junger Bullmastif-Ridgeback Mischling. Er spielt wild mit mir und wirft mich ungestüm um. Das wird mir dann doch etwas ungeheuer….. Beim Dinner sitzen wir an einem Tisch
und die Stimmung ist komisch. Alle sind ruhig und die Hamburgerin hat Tränen in den Augen. Sie hat gerade einen unerwarteten Heiratsantrag bekommen.
Die Hochzeit in Swakopmund ist für wenige Tage später bereits organisiert und sie ist sagen wir mal leicht überrascht. Sogar ein Hochzeitskleid ist organisiert. Das Dinner ist hervorragend. Und die alte Dame aus Holland ist eine ganz, ganz nette. Zufrieden gehen wir nach dem aufregenden Tag ins Bett.