KlaudiThemenstarter373 Beiträge · seit 201219. Mai 2020 · #1
Guten Morgen,
in Tansania bewegt sich was in Richtung Öffnung für Touristen. Ich erhielt heute dieses Dokument. Andere Länder werden sicherlich nicht lange auf sich warten lassen mit ähnlichen Schritten.
Stellt sich halt die Frage wie die Coronasituation wirklich ist in Tansania. Der Präsident hat sich da ja schon mehrmals weit aus dem Fenster gelehnt! Und wie ich von Privatleuten im FB lesen durfte (sprich: Gerüchteweise) haben als Folge dieser Ankündigung Kenya und Sambia die Grenzen zu Tansania für den Personenverkehr geschlossen... Hoffen wir dass es nicht zu einer grossen Welle kommt...
KlaudiThemenstarter373 Beiträge · seit 201219. Mai 2020 · #3
Hallo Picco,
ist richtig, was du schreibst. Ich denke aber, dass allgemein Bewegung in den Tourismussektor kommen wird. Die afrikanischen Staaten brauchen das Geld. Ich habe auch meine Bedenken, wenn ich an die Umsetzung der Pläne denke.
so scheint es zu sein. Tansania will sich öffnen, obwohl COVID-19 alles andere als im Griff ist. Der Präsident wird in den Medien auf einer Linie mit Bolsonaro & Trump genannt.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201119. Mai 2020 · #5
Moin,
so sind dann auch vorsichtshalber seit dem 8.Mai keinerlei neue Erkrankungsfälle mehr gemeldet worden! Schon diese Tatsache würde mich sehr beunruhigen.
Und wie passend dabei, der Flughafen HAM hebt seit heute für Einreisende aus der EU, Liechtenstein, Schweiz und GB!!! die Quarantäne-Regel auf! Ob dann wohl auch kontrolliert wird, dass Reisende aus Amsterdam vl. vorab in Tansania waren.... 🤩 (Aber mit meinen Kindern darf ich mich noch nicht komplett treffen, da mehr als zwei Haushalte..... )
HAM hebt seit heute für Einreisende aus der EU, Liechtenstein, Schweiz und GB!!! die Quarantäne-Regel auf!
vor allem Liechtenstein ist wichtig... die haben ja ein flugtechnisches Drehkreuz als Nabel der Welt 😉
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Das Tansania wieder aufmacht, wäre ja eigentlich erfreulich. Aber der Präsident wirft nur Nebelkerzen und ich weiß nicht, ob er dem Land damit einen Gefallen tut? Es gibt kaum Veröffentlichungen zu Fallzahlen und man weiß auch nicht, wie viel da überhaupt getestet wird. Der Präsident zieht dann noch alles in Zweifel und stellt das als Komplott dar. Der Präsident behauptet beispielsweise, dass er mit menschlichen Namen beschriftete Proben von einer Ziege, einer Wachtel und einer Papaya! an das einzige COVID-19-Labor in Tansania geschickt hätte und das Labor hätte bei allen Proben ein positives Ergebnis gemeldet. 😵
In der PDF-Datei zur Öffnung des Tourismus heißt es: "Airlines will be responsible for making sure that all passengers are screened for Corona virus, and those found with the virus will not be allowed to travel. We will only allow tourists to enter the country once we find evidence that those tourists are not infected with COVID-19.". Wenn Airlines wirklich verantwortlich sind, wird es erst dann Flüge und Touristen geben, wenn es Schnelltests gibt. Oder soll das alles nur "fett" klingen und man beschließt dann wachsweiche Regelungen, so das ein Temperatur-Screening durch die Airlines ausreicht?
Ich könnte mir grundsätzlich vorstellen, Tansania im August zu bereisen, aber auf der aktuellen Informationsbasis kann ich die Entscheidung sicher nicht treffen.
La Leona2'779 Beiträge · seit 200719. Mai 2020 · #8
Kürzlich ist in Daressalam ein Arg Arzt verstorben. Er hätte ein Beatmungsgerät benötigt um eine Überlebenschance zu haben. Er hinterlässt zwei kleine Kinder und eine Witwe. In ganz Tanzania gibt es kein einziges Beatmungsgerät. An eigenem Leib durfte ich vor ein paar Jahren erfahren dass es auch keinen einzigen Magnetresonanztomografen im Land gibt. (Vielleicht jetzt, das war vor 6 Jahren). Wie auch immer die neuen Einreise Bedingungen lauten werden, empfehle ich den Reisenden eine Versicherung bei amref flying doctors abzuschliessen um im Notfall nach Nairobi ausgeflogen zu werden. Seit dieser Woche haben sie zwei Covid-19 portable isolation chambers für die Kleinflugzeuge. https://www.google.com/amp/s/newsroom.amref.org/coronavirus/2020/05/amref-flying-doctors-to-use-portable-isolation-chambers-for-covid-19-patients/amp/
Gruss Leona
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200619. Mai 2020 · #9
La Leona schrieb:In ganz Tanzania gibt es kein einziges Beatmungsgerät. An eigenem Leib durfte ich vor ein paar Jahren erfahren dass es auch keinen einzigen Computertomografen im Land gibt. (Vielleicht jetzt, das war vor 6 Jahren).
… Computertomographen gibt es in Dar es Salaam, Moshi, Arusha, Mbeya, Ikonda, Bagamoyo, Mwanza (Liste nicht vollständig) und Beatmungsgeräte gibt es auch, wenngleich nicht viele. Es gibt u.a. einige Spenden dieser Geräte von zumeist kirchlichen Organisationen und nicht erst seit Corona.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
La Leona2'779 Beiträge · seit 200719. Mai 2020 · #10
BikeAfrica schrieb:
La Leona schrieb:In ganz Tanzania gibt es kein einziges Beatmungsgerät. An eigenem Leib durfte ich vor ein paar Jahren erfahren dass es auch keinen einzigen Computertomografen im Land gibt. (Vielleicht jetzt, das war vor 6 Jahren).
… Computertomographen gibt es in Dar es Salaam, Moshi, Arusha, Mbeya, Ikonda, Bagamoyo, Mwanza (Liste nicht vollständig) und Beatmungsgeräte gibt es auch, wenngleich nicht viele. Es gibt u.a. einige Spenden dieser Geräte von zumeist kirchlichen Organisationen und nicht erst seit Corona.
Gruß Wolfgang
richtig Wolfgang es war das MRI 🤩
Gruss Leona
Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201120. Mai 2020 · #11
Moin, bzgl. der Einreise in HAM ohne Quarantäne, gerade im Hinblick auf Tansanias angedachter Öffnung, habe ich nachgefragt und von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz soeben folgende Antwort erhalten:
"Grundsätzlich sind Einreisen aus Drittstaaten in die EU gemäß dem Beschluss des Europäischen Rates vom 17. März 2020 nur in ausgewählten Fällen zulässig. Für die Quarantäneregelung in Hamburg gilt nach der aktuellen Verordnung §30a Abs. 1) Personen, die auf dem Land-, See-, oder Luftweg aus einem Staat außerhalb der Staatengruppe nach Absatz 4 in die Freie und Hansestadt Hamburg einreisen, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern; dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Land der Bundesrepublik Deutschland oder in einen anderen Staat der Staatengruppe nach Absatz 4 eingereist sind. Damit ist es für die Quarantäneregelung unerheblich, ob die Reiseroute eine Einreise direkt nach Hamburg vorsieht oder vorher ein Transit über einen anderen europäischen Flughafen erfolgt."
Dies wollte ich nur zu meinem vorhergehenden Post ergänzt haben.
Heute gelesen im Tagesanzeiger!! John Magufuli Der Präsident von Tansania verbreitet die absurdesten Theorien über die Seuche. Auf sich selbst passt er aber gut auf.
Bernd Dörries, Kapstadt
John Magufuli sagt, er habe Proben einer Papaya, einer Ziege und eines Schafs zum Testen schicken lassen, und in allen seien Erreger von Covid-19 gefunden worden. «Wir sehen, dass sie nur positive Resultate veröffentlichen», beklagte Tansanias Präsident das Wirken des Nationalen Gesundheitslabors.
Einen Tag später feuerte er dessen Chef. Seitdem veröffentlichen die Gesundheitsbehörden keine positiven Testergebnisse, seit Anfang Mai werden überhaupt keine Daten mehr gemeldet.
Gäbe es einen internationalen Wettbewerb zwischen den Staats- und Regierungschefs, wer der grösste Corona-Leugner ist, dann wäre es wohl ein enger Dreikampf zwischen Donald Trump, Brasiliens Jair Bolsonaro und eben Magufuli.
Als es in Tansania die ersten Fälle gab, empfahl der 60-Jährige seinen Bürgern, viel und eifrig zu beten, da das Virus «nicht im Körper von Jesus überleben kann; es wird verbrennen». Sein Sohn habe sich mit einer Mischung aus Zitrone und Ingwer von der Infektion geheilt. Einen Lockdown hält Magufuli für überflüssig, in der grössten Stadt Daressalam dürfen Restaurants weiter öffnen, Bars Bier verkaufen, die Menschen in die Kirche gehen. Alles kein Problem, sagt der Präsident. Er selbst hat sich zur Sicherheit aber in sein Heimatdorf zurückgezogen.
Knapp über 500 Fälle hatte Tansania zuletzt offiziell gemeldet, seit fast zwei Wochen nun gibt es keine neuen Zahlen. Die US-Botschaft hat ihre Bürger davor gewarnt, das Haus zu verlassen, da es in Daressalam eine «extrem hohe Ansteckungsgefahr» gebe, die Spitäler seien «über fordert». Die Nachbarländer Sambia und Kenia haben ihre Grenzen geschlossen, weil unter den Lastwagenfahrern aus Tansania viele positiv getestet worden seien. Im Netz kursieren Bilder von nächtlichen Beerdigungen.
Man solle sich mit Schlangenöl ein reiben oder heissen Dampf einatmen, schlägt der Präsident vor. Er scheint in eine ganz eigene Welt abgedriftet zu sein. Selbst enge Freunde wie der kenianische Oppositionschef Raila Odinga berichten, sie könnten Magufuli nicht mehr telefonisch erreichen.
Dabei hatte Magufuli einst als Hoffnungsträger begonnen. «Der Bulldozer» wurde er genannt, weil er als Minister viele Strassen hatte bauen lassen und dann nach seiner Wahl zum Präsidenten im Jahr 2015 eine Kampagne gegen Korruption und Missmanagement startete. Die Zahl der Minister im Kabinett sank, ebenso das Einkommen des Staatschefs. Er legte sich mit den ausländischen Minenkonzernen an, seine Frau liess sich in einem öffentlichen Krankenhaus behandeln, nicht in einem teuren Privatspital im Ausland.
Viele jubelten, Magufuli war auf dem Höhepunkt seiner Beliebtheit. Und zeigte bald sein wahres Gesicht: Kritiker verschwanden und tauchten tot wieder auf. Im Herbst stehen eigentlich Wahlen an in Tansania, der Präsident war trotz seiner zu nehmend autokratischen Züge immer noch beliebt. Viele im Land fühlen sich in Zeiten von Corona nun aber von ihrem Präsidenten im Stich gelassen. Finger weg von Tansania
Auch wenn ich gerne glauben würde, dass in Tansania alles besser ist, haben wir unsere Reise für Juli nun abgesagt. Die Lage ist im Moment einfach noch zu unklar und es ist kaum 2 Monate her, dass die Rückholaktionen stattgefunden haben. Eine Reise mit Mundschutz im Flieger und im Restaurant würde mir keine große Freude bereiten. Zum Glück konnten wir unsere Safari kostenlos umbuchen auf 2021 und das Türkish Airlines Ticket in ein Open Date umwandeln können. Die Strandhotels auf Sansibar konnten wir kostenlos stornieren. Ich bin zuversichtlich, dass nächstes Jahr alles wieder normal läuft....
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Da "Corona" seit Beginn dieser "Krise" weltweit eine ziemlich Medien-gesteuerte und politische Geschichte ist, habe ich mich bisher hier dazu nicht geäußert. Denn wenn man nicht ins selbe Horn bläst, wie von manchen führenden Virologen und Politikern erwünscht, ist man neuerdings gleich ein Verschwörungstheoretiker, oder rechtsradikal oder linksradikal, oder alles zusammen...
Nun habe ich aber diesen thread gerade gelesen, und fühle mich doch etwas verpflichtet, einige andre Gedanken hinein zu werfen:
1) Ich kann die Sorgen / Unsicherheiten verstehen. Denn es gibt einfach kein klares Bild zu Tansanias Situation zu erkennen, wenn man nur auf die allgemeinen Medien angewiesen ist.
2) Wir leben hier im Norden Tanzanias, sind beide Ärzte, mein Mann arbeitet als (Unfall)chirurg an einem kleinen Krankenhaus, wir haben regen Austausch mit vielen anderen Ärzten.
3) Es gibt hier kein Desaster, von dem alle Welt redet.
4) Wir hatten hier im Norden im Januar/Februar eine heftige "Grippewelle", auch vermehrt Lungenentzündungen, die nicht auf Antibiotika ansprachen, und somit ein virales Geschehen vermuten lassen. Aber auch das war kein außergewöhnliches "Desaster". Auch in unserem unmittelbaren Umfeld waren im Februar/März viele krank mit grippalen Symptomen - mich hat es auch heftig erwischt, komplett lahm gelegt für 10 Tage, ähnlich, wie ich es auch in Deutschland schon zweimal mit einer heftigen Grippe erlebt habe. Es ist gut möglich, dass wir unsere "Corona-Welle" bereits Anfang des Jahres hatten, das würde auch dazu passen, dass über die Weihnachtsferien reger Austausch zwischen TZ und China (Arbeiter, Studenten) bestand. Belegen kann das am Ende aber keiner.
5) Mein Mann ist seit Beginn der "Krise" auf einer WhatsappGruppe mit allen der Botschaft bekannten deutschen Ärzten im gesamten Land. In DAR scheint es etwas mehr Problem in den Krankenhäusern gegeben zu haben als anderswo im Land, jedoch war auch das alles weit entfernt von einem Inferno. Seit mehreren Wochen berichten aber ALLE Ärzte auf dieser Gruppe, dass dort, wo es bestätigte Fälle oder Verdachtsfälle gab/gibt, die Zahlen eindeutig rückläufig sind. Als Beispiele: In einem großen Krankenhaus hier im Norden lagen vor einigen Wochen noch ca 20 Verdachstfälle stationär, inzwischen sind es nur noch um die 5 bis 7.
6) Dass vieles, was unser Oberster von sich gibt, bizarr erscheint, ist sicherlich wahr. Dennoch muss ich sagen, dass die Geschichte mit den PCR-Tests an anderen Dingen/Tieren nicht so plemplem war, wie sie in den Medien dargestellt wird. Es waren einige dieser Proben positiv, andere nicht. Insgesamt ergab das ganze ein recht willkürliches Bild.
Zu einer Zeit, in der alle Welt diesen PCR-Test blind vertraut, finde ich das gar keine so unsinnige Idee. Diese Tests sind im Schnellverfahren entwickelt worden, und man findet keine öffentlichen Studien und überprüftbare Angaben zu Spezifität und Sensitivität. Dass vielleicht weltweit diese Testergebnisse fragwürdig sind, wird nicht ernsthaft diskutiert. Das sollte es aber…
Es werden in Tansania also keine Zahlen mehr veröffentlich, weil unser Oberster diesen Tests nicht mehr traut. Das kann man nun sehen wie man will. Ich traue diesen Tests schon lange nicht mehr, und mir hat in all meinen Recherchen und Fragen noch keiner vernünftige Belege dafür bringen können, dass die gesamte Welt aufgrund dieser fragwürdigen Tests Kopf steht!
Dass die tansanische Art, keine Zahlen bekannt zu geben, andererseits zu Mißtrauen führt, ist mir völlig klar. Ich möchte hier allerdings nur mal anmerken, dass die ganzen Zahlen aus anderen Ländern der Bevölkerung zwar vielleicht ein „sichereres Gefühl“ vermitteln, dass sie aber teilweise ziemlicher Unsinn sind. Zum einen hat jedes Land unterschiedliche Zählweisen, womit man jeden Ländervergleich in die Tonne klopfen kann, und zum anderen testet jedes Land ganz unterschiedlich, und keiner hat irgend einen blassen Schimmer, wie es sich mit den Dunkelziffern (sowohl symptomatischen als auch asymptomatischen) wirklich verhält. Auch nicht in Deutschland, Schweiz usw….
Ferner läuft weltweit so viel politisches, und so viel Geld hin und her Geschiebe, dass für keinen kleinen Bürger durchsichtig ist, was denn nun wo eigentlich wahr ist. Bloß weil ein Land Zahlen veröffentlicht, heißt das noch lange nicht, dass das die IST-Situation in einem Land widerspiegelt. Für afrikanische Länder gilt außerdem zu beachten: Einige haben ihren ersten offiziellen CoronaFall bekannt gegeben, kurz nachdem westliche Länder enorme Summen an Hilfsgeldern zugesagt haben. Diese Gelder fließen aber auch nur da, wo die Regierungen das tun, was die Geber wollen. Ob das STIMMT, was viele andere Länder an Zahlen veröffentlichen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Hier ist ganz viel Verkorkstes im Spiel.
7) Aus allem, was ich recherchiere und um mich herum sehe: Es ist auch zur Zeit ein sehr normales Tanzania.
Ich spreche auch mit unseren Angestellten, mit den Gemüsehändlern und vielen Menschen mehr – ob mir irgendetwas entgeht? Nein, es sei auch bei ihnen überall wie üblich. Menschen leben, Menschen sterben – an Malaria, an Tuberkulose, an Verkehrsunfällen, an Infektionen, verbluten unter Geburt (letzteres am Krankenhaus meines Mannes jetzt übrigens mehr als vorher, weil Oxytocin-Nachschub wegen der weltweiten Corona-Maßnahmen schwierig ist gerade…) usw.
Es ist meine persönliche Einschätzung, die ich hier weitergebe – ich bin davon überzeugt: Wer jetzt hier her reist, hat nach wie vor ein wesentlich höheres Risiko, sich eine Malaria einzufangen als Corona. Von daher: Karibuni Tanzania!
Rehema
Bemerkung zu MRT, Beatmungsgeräten usw: Es gibt einiges hier. Die Frage neben Geräten ist aber auch die Frage, wer was wie bedienen kann. Und vieles mehr. Dass wir hier kein deutsches Gesundheitssystem haben, ist hoffentlich jedem, der dieses Land bereist, klar. Das war aber vor Corona nicht anders!
chrisanna8275 Beiträge · seit 201310. Juni 2020 · #18
Rehema, auf deinen Beitrag in diesem Thread habe ich schon lange gewartet. Vielen Dank!! Viel Stoff zum Nachdenken. Wenn ich so mitbekomme, was in RSA passiert, wird dort auch eine politische Corona Agenda immer deutlicher. Und hier in Namibia gehn die Menschen und die Wirtschaft wegen inzwischen völlig überzogenen lock down Regeln bei null community transmission! vor die Hunde. Man beobachtet und versteht nicht, was hier gerade wirklich passiert...Beste Grüße nach Tanzania, Mungu akubariki
Vielen Dank für Deine Aussagen, Rehema! Es ist immer wichtig so etwas von vor Ort lebenden Menschen zu lesen.
Zwar werden wir dieses Jahr nicht nach Tansania kommen , aber wir hoffen auf Namibia. Und darauf, dass es individuelle Aufhebungen der Reisewarnungen individuell geben wird.
Rehema schrieb:Denn wenn man nicht ins selbe Horn bläst, wie von manchen führenden Virologen und Politikern erwünscht, ist man neuerdings gleich ein Verschwörungstheoretiker, oder rechtsradikal oder linksradikal, oder alles zusammen...
Tut mir ja leid, das so deutlich zu schreiben, aber was Du hier absonderst, fällt zum Teil unter Verschwörungstheorien.
Rehema schrieb:Es ist gut möglich, dass wir unsere "Corona-Welle" bereits Anfang des Jahres hatten, das würde auch dazu passen, dass über die Weihnachtsferien reger Austausch zwischen TZ und China (Arbeiter, Studenten) bestand. Belegen kann das am Ende aber keiner.
Grundsätzlich könnte man das mit Anti-Körper-Tests nachträglich belegen. Aber hat man nicht gemacht, OK.
Rehema schrieb:Seit mehreren Wochen berichten aber ALLE Ärzte auf dieser Gruppe, dass dort, wo es bestätigte Fälle oder Verdachtsfälle gab/gibt, die Zahlen eindeutig rückläufig sind.
Hierzu sagt die Opposition in Tansania, dass die Krankenhäuser auf Wunsch des Präsidenten geräumt wurden, damit man ihm nicht mehr wegen COVID-19 überfüllte Krankenhäuser vorwerfen kann. Kann ich nicht prüfen. Anders als Aussagen des Präsidenten, das Tansania Corona-frei wäre, weil das Virus durch 3 Tage Beten vertrieben wurde, ist das zumindest nicht von vornherein als Unsinn abzutun.
Rehema schrieb:Zu einer Zeit, in der alle Welt diesen PCR-Test blind vertraut, finde ich das gar keine so unsinnige Idee. Diese Tests sind im Schnellverfahren entwickelt worden, und man findet keine öffentlichen Studien und überprüftbare Angaben zu Spezifität und Sensitivität. Dass vielleicht weltweit diese Testergebnisse fragwürdig sind, wird nicht ernsthaft diskutiert. Das sollte es aber…
Hier bist Du nun ganz klar im Bereich der Verschwörungstheorien. Das es zu Spezifität und Sensitivität des PCR-Test für COVID-19 keine Studien gibt, ist schlicht gelogen. Es gibt massenweise Studien dazu, weil sich das natürlich massenweise Wissenschaftler und Ärzte fragen. Aufgrund der kurzen Zeitdauer, seit der COVID-19 thematisiert wird, ist Vieles davon naturgemäß allerdings noch nicht peer-reviewed. Selbst wenn der PCR-Test auf COVID-19 schlecht wäre und Spezifität und Sensitivität relativ gering ausfallen würden, meinetwegen 60-80%, würden das an den statistischen Schlußfolgerungen zur Pandemie nur relativ wenig ändern. Du willst Zweifel säen, mit denen Du selbst den Boden der Wissenschaft verlässt.
Rehema schrieb:Ich traue diesen Tests schon lange nicht mehr, und mir hat in all meinen Recherchen und Fragen noch keiner vernünftige Belege dafür bringen können, dass die gesamte Welt aufgrund dieser fragwürdigen Tests Kopf steht!
Reine Verschwörungstheorie. Und mich würde mal interessieren, wie Du z.B. die Sterblichkeitsstatistik in den USA erklärst? Damit das COVID-19 nur ein Hoax ist? Schlimmste Influenzewelle aller Zeiten? Alles Manipulation? Die Statistik stammt übrigens nicht von Trump feindlich gesonnenen Medien, sondern von der CDC.
Rehema schrieb:Zum einen hat jedes Land unterschiedliche Zählweisen, womit man jeden Ländervergleich in die Tonne klopfen kann, und zum anderen testet jedes Land ganz unterschiedlich, und keiner hat irgend einen blassen Schimmer, wie es sich mit den Dunkelziffern (sowohl symptomatischen als auch asymptomatischen) wirklich verhält. Auch nicht in Deutschland, Schweiz usw….
Richtig ist, dass Ländervergleiche meistens schwierig sind, weil Testumfang, Zählweise der Toten, usw. gravierend unterschiedlich sind. Zur Dunkelziffer (gerade den asymptomatischen) gibt es keinen exakten Wert aber mittlerweile eine Reihe guter Daten. Wahrscheinlich liegt sie in westlichen Ländern eher um 1 als um 10 oder höher, wie zunächst teilweise vermutet.
Rehema schrieb:Bloß weil ein Land Zahlen veröffentlicht, heißt das noch lange nicht, dass das die IST-Situation in einem Land widerspiegelt.
Es heißt, dass das Land völlig intransparent ist und man die Situation dort überhaupt nicht beurteilen kann. Das ist für die große Mehrheit der Touristen ein No-Go. Nachbarländer von Tansania haben ihre Grenzen dicht gemacht, weil sie bei LKW-Fahrern, die aus Tansania kamen, sehr hohe Raten an COVID-19-Infektionen festgestellt haben. Wahrscheinlich alles Teil einer perfiden Verschwörung gegen Tansania?
Das Traurige ist: Das Du Zweifel hast, ob alle Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus nötig, wirksam und/oder angemessen sind, das ist nachvollziehbar. Das muss untersucht und diskutiert werden. Die gesellschaftlichen Kosten dieser Maßnahmen sind schließlich unfassbar hoch. Und jeder der da Zweifel äußert, darf nicht gleich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt werden. Auch die Verhältnismäßigkeit im Vergleich zu anderen Krankheiten muss herausgearbeitet werden.
Du begründest diese Zweifel aber mit Verschwörungstheorien. Du behauptest, dass es keine Studien zum PCR-Test gibt und suggerierst, dass Deine Gespräche mit Angestellten, Gemüsehändlern das realistischere Bild liefern. Damit diskreditierst Du begründete Zweifel und trägst dazu bei, dass Zweifler pauschal als Verschwörungstheoretiker abgetan werden.