SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201509. Apr. 2020 · #21
5. Januar Ein Seetag Richtung West Falkland Island.
Was macht man so wâhrend einem Seetag? Man hört allerlei Vorträge über Falkland im grossen Saal, man isst viel, der Kapitän gibt den Wetterbericht und Wellenbericht durch, man schläft ein wenig, man spaziert rund ums Schiff herum auf Deck 4, man sitzt in der Bibliothek, man schaut nach Vögeln Ausschau, man hat Tea und Cookies... und ganz wichtig, man fasst seine rote Jacke mit all den Klebern drauf und man fasst seine Stiefel. Am Abend bereiten wir all Klamotten vor denn morgens gibts ein “wet landing” mit dem Zodiac auf West Falkland.
6. Januar Carcass Island, West Falkland
Jonathan, der Expeditions Führer, weckt uns mit seiner weichen Stimme über die Lautsprecher in Englisch und Französisch und erzählt kurz wie das Wetter ist. Sven macht es auf Deutsch und Artem auf Russisch. So geht es jeden Morgen. Wir sehen Land, Felsen im Meer mit Pinguinen. Wir ziehen uns an als ob wir am Südpol wären und das war ein großer Fehler. Nach der Anlandung auf Carcass Island wo wir zum ersten Mal mit unseren Stiefeln ins Meer treten, geht die Wanderung ebenswegs zu einer andern Bucht und wir kommen ins Schwitzen. Unterwegs sehen wir Gentoo Pinguine, Magellanic Pinguine, Gänse, Geier, Seelöwen und für uns neu einen Caracara Raubvogel. Das lustigste ist der Pinguin Marsch wenn die Vögel von den Hügeln hinab in einer Kolonne zum Meer watscheln. Alles sehr easy und nichts richtig aufregendes.
Oyster Catcher
Gentoo Penguin
Magellanic Penguin
Caracara Raubvogel
Andere Leute machen eine anstrengende Bergwanderung. Da wir Tierbeobachtungen bevorzugen, bleiben wir am Strand. Danach gehts mit dem Zodiac zurück für Lunch und etwas ausruhen. Um 3:30 steigen wir ein und landen an einem Pier unterhalb eines Bauernhaus. Die meisten Leute marschieren zu einer Albatross Kolonie, aber mein Mann ist so müde so dass wir im angebotenen Landrover zur Kolonie gefahren werden. Hier ist es wirklich eindrücklich. Wir kommen ganz nahe an die Albatrosse heran und es hat auch jede Menge Rockhopper Pinguine mit Jungen. Viele Albatrosse haben ein Junges in einem Lehmnest oder man sieht wie sie balzen oder landen nach einem Besuch überm Meer. Es gibt so viele herzige Szenen zu beobachten und die Zeit geht wie in Flug vorbei. Nach diesem sehr gelungenen Ausflug, gehen wir zum Bauernhof auf eine Tasse Tee und Backwaren und können die Leute fragen wie es sich lebt hier so abgeschieden von der Welt.
Nach dem Abendessen auf dem Schiff gehen wir raus und sehen wie einige Wale Wasser aus ihren Blaslöchern spritzen. (Auf Deutsch?) Spouting Wales.
loeffel1'411 Beiträge · seit 201309. Apr. 2020 · #23
Das fängt ja schon fantastisch an. Vor allem die Albatros-Kolonie mit den Jungvögeln fasziniert mich. Da hätte ich auch Stunden verbringen können. Bei uns gab es noch keine Küken, wir waren etwas früher unterwegs, zwischen Weihnachten und Neujahr. Eure Kabine ist ja wirklich luxuriös, ihr scheint ja das halbe Schiff für euch gehabt zu haben 😄 . Gib es zu, ihr hattet die Eigner Suite Cabin No. 600 😉 (Ich habe hier den Decksplan der Sea Spirit).
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201510. Apr. 2020 · #24
Haha Stefan, du bist ja ein Lustiger! Ich habe geschrieben dass wir immer Kabinen in der Mitte und am tiefsten unten im Schiff nehmen, eben um Schaukeln zu verringern. So auch hier. Unsere war Kabine 260 auf dem gleichen Deck wie das Restaurant. Aber eben, so toll und luxuriös habe ich mir eine Kabine auf einem Expeditionsschiff auch nicht vorgestellt. Warst du schon mal in der Arktis? Svalbard etc würde mich anziehen, aber da müsste ich eben sehr von Tieren auf fast “nur” Landschaft umstellen. L G Katrin
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201510. Apr. 2020 · #25
7. Januar, Stanley und Gypsy Cove in East Falkland Island
Als wir am Morgen am Pier in Stanley anlegen, kommt uns das bekannt vor. Also, auf diesen Halt hätten wir ohne weiteres verzichten können. Deshalb haben wir für den heutigen Morgen Ausflug die Wanderung gewählt und nicht den Stadtbesuch. Die Wanderung zum Fusse des Mount Williams ist ein bisschen anstrengend und es ist warm hier, ganze 16 C. Kaum zu glauben. Aber eben, es ist ja hier mitten im Sommer. Wir genießen die schöne Aussicht auf Stanley und die hügelige Umgebung mit einigen Hochmoorseelein. Die Tundra blüht und die Sonne scheint.
Lunch gibt es auf dem Schiff und dann später geht es mit dem Bus zur Gypsy Cove. Wir machen einen scenic Rundgang bei der Bucht und entdecken eine Gruppe Magellanic Pinguine im Sand und weiter im Kelp, einige Enten mit Jungen. Überall hat es Überreste des Falkland Krieges so kann man riesige Gewehre sehen. Wir sehen uns aber lieber Tiere an und so entdecken wir einige Pinguine in ihren Höhlen mit Jungen und einige watscheln vom Meer hinauf zu ihrer Höhle. Mein Mann entdeckt auch einen Delphin in der Bucht.
Das Kücken ist das rechts! Schon schön dick um diese Zeit
Die schwarzen Pünktchen am Strand sind auch Magellanic Pinguine.
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201510. Apr. 2020 · #26
Alles in allem ein angenehmer Ausflug mit schönen Tiersichtungen und warmem Wetter. So, nun kann’s von uns aus stracks nach South Georgia gehen. Was wir auch tun, nur sind es 800 Meilen und zwei Seetage bis dorthin. Jeden Abend gibt es ein Debriefing (?) mit Jonathan dem Expeditions Leader, der Photograph an Bord zeigt einige Bilder und Jonathan berichtet was auf dem Plan steht für morgen. Danach gibt es auch einige Vorträge. Einige unserer Mitreisenden sind nicht glücklich mit den Vorträgen und sie finden diese Präsentation seinen auf einem niedrigen Niveau. Na ja, wir fahren ja nicht gerade auf einem National Geographic Schiff. Dort kostet die selbe Tour doppelt so viel und dort hat es Dozenten und Professoren die Vorträge geben. Hier sind es junge Abenteuer-lustige Leute, einige ohne akademischen Ausbildung. Mir macht das weiter nichts aus. Ein bisschen Geschichte, eine bisschen Vogelkunde usw. Zu viele Details vergesse ich sowieso schnell wieder...
Hier ist Jonathan mit dem Program vom nächsten Tag. Wir dürfen ausschlafen!
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201511. Apr. 2020 · #27
8 .und 9. Januar Zwei Seetage auf dem Weg nach South Georgia
Meinem Mann geht es schlecht mit Fieber und einer Erkältung. Das kommt davon dass er sich in den Falklands zuerst überhitzt hat und dann im Zimmer war es kühl. Wir relaxen viel, hören uns Vorträge an, unterhalten uns mit Mitreisenden, essen, ums Schiff laufen, birding, ...und wir lernen die heroische Geschichte von Ernest Shackleton und wie er seine Mannschaft gerettet hat. Es tönt langweilig, aber wieder erwarten ist es eigentlich nicht. Am zweiten Seetag gibts zwei neue Highlights. 1. Da wir schon bald in S. Georgia anlegen, müssen alle Stiefel, Jacken, und Hosen bio-security überstehen. Das heißt wir dürfen kein pflanzliches oder tierisches Material ohne unseres Wissens dort einschleppen. So müssen die Stiefel geschrubbt werden und die Jacken und Hosen müssen mit dem Staubsauger geputzt werden. Es ist ein Prozedere, aber doch sinnvoll wenn man darüber denkt. 2. Wir sehen LAND. Wir kommen am Shag Rock vorbei und der Kapitän fährt vorsichtig darum herum so dass wir all die nestenden Kormorane sehen können sowie auch Pinguine und Seelöwen. Schöne Abwechslung nach all dem Meer.
Januar Anlandung Salisbury Plain, SG
Nach zwei Seetagen ist es endlich soweit, wir machen unsere erste Anlandung auf South Georgia. Wir sind bereit und freuen uns unerhört auf das was kommt.
Hier kopiere ich einige Paragraphen von meinem Reisetagebuch. Ich kann mich eh besser auf Englisch ausdrücken als auf Deutsch. Was wir da antreffen übertrifft all unsere Erwartungen. So viele Tiere auf einmal zu sehen, hören und riechen ist einfach überwältigend.
Der Strand hinter uns ist das Ziel. Er heisst Salisbury Plains
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201511. Apr. 2020 · #28
We enter our zodiac and head to Salisbury Plains. What a sight is greeting us! Animals everywhere. Lots of little baby fur seals are hopping around without moms in sight, king penguins parade in groups coming down to enter the water, or leaving the water to go back home. Some of the adult fur seals are barking or hissing and some of the big males act aggressively towards anybody, seal or human. It’s hard to know where to start photographing all this action. We are so lucky with the weather. There is just a light drizzle for a few minutes, but soon it gets lighter and lighter and the low mist or fog is lifting and we see more and more of the mountains and glaciers above. At one point, there is sunlight on the glaciers and blue sky above us. We slowly make our way across the beach then reach a rock-strewn plain and below that is a tussock grass forest of sorts. To the left, stretching all the way to the mountain and up the mountain is the home of the King Penguin colony. We can see thousands of them them standing closely together, but we can not reach them and there is a muck lake in front of them. Some of the smaller brown babies are visible all standing together, some even reflecting in the puddles A lot of Kings are all around us, some approach really closely. Some look quite comical with their brown feathers still stuck on them and looking otherwise like grown-up birds already.
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201511. Apr. 2020 · #29
There are many smells and sounds. Smells of dead fur seal babies and smell of penguin poop mixed with muck. Sounds of screeching penguin men and fur seal bulls. Snorting of fur seal females looking for their babies and babies crying for their mommas. And of course there is the sound of the surf crashing on shore. Towards the end of the morning, I discover a few elephant seals on the beach and they have pretty round faces, are much bigger than fur seals, but can not walk on their hind legs, only crab along with their whole body. Before we return to the ship, we take a quick cruise along the shore and we are amazed at the sheer number and abundance of animals all along the beach. Many seals are playing in the water. It’s just magical.
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201512. Apr. 2020 · #30
10. Januar, nachmittags Piron Island
Während der Ruhezeit fährt der Kapitän in die Nähe von Piron Island für unsere zweite Anlandung des Tages. Zuerst fahren wir mit dem Zodiac der Wilden Küste entlang und wir sehen viele Kelpgärten, Robben, Kormorane, und einige Pinguine. Vor der Anlegung werden wir gewarnt große Distanz zu den Robben Bullen zu halten. Falls man gebissen wird, heißt das eine schlimme Bakterien Infektion und die Wunde müsste mit einer Bürste geschrubbt werden. Tönt furchtbar, und also, nein danke.
Wir zirkeln zwischen sehr vielen Robben durch bis wir den boardwalk finden und hoch in die Büsche steigen. Das Grass dort heißt Tussock Grass und auf Deutsch weiß ich es nicht. Überall sitzen Große und Kleine Robben in den Büschen und man muss in der Tat vorsichtig sein, sie nicht zu überraschen.
Jonathan kommt mit der ersten Gruppe zurück. Er trägt einen Verteidigungsstecken.
Oben angelangt finden wir einige Wandering Albatrosse. Einige machen den Balz Tanz. Diese Vögel haben die größte Flügelspannweite überhaupt und sind sehr eindrücklich. Es windet heftig dort und wir bleiben nicht allzu lang. Beim Abstieg über die Treppen folgt mir eine Robbe auf der Ferse und ich muss mit einem kleinen Schrei ausweichen.
Wandering Albatross da seht ihr die weite Flügelspannung
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201512. Apr. 2020 · #31
Die Aussicht von dieser Insel ist sehr schön und wild. Zurück auf dem Schiff sehen wir bei der Weiterfahrt einige Wale, ich glaube es waren Minke, immer ein Highlight für mich, aber sehr schwierig Wale zu photographieren.
Hier ist das Programm for den nächsten Tag. Wie ihr seht gibt es immer eine Wahl von drei Aktivitäten, ein Plus das wir sehr schätzen. Auch kayaking ist auf dem Programm. Wer zur Kayak Gruppe gehört, bezahlt $800 extra!
loeffel1'411 Beiträge · seit 201312. Apr. 2020 · #32
Das sieht alles sehr beeindruckend aus. Vieles in euren Tagesabläufen ist sehr ähnlich wie bei unserer Tour mit der MS Midnatsol. Briefing, Vorträge, essen, birding ... Die Mitarbeiter in unserem Expeditionsteam waren fast alle Akademiker verschiedener Fachrichtungen (history, biology, geography etc.), entsprechend abwechslungsreich und fundiert, aber allgemeinverständlich waren die Vorträge.
Dafür waren die Kabinen deutlich kleiner. Wir hatten ja eine wheelchair accessible Kabine, und die war 17m2 gross (mit Bad). Die normalen Standard-Kabinen sind kleiner.
Du hattet gefragt: In der Arktis war ich noch nicht. Über das Nordkap, also den nördlichsten Punkt Norwegens, bin ich noch nicht hinausgekommen. Svalbard/Spitzbergen hatte uns früher auch interessiert, aber seit der Antarktisreise hat das Interesse nachgelassen. Einziger Grund dafür wäre noch die Möglichkeit, Eisbären zu sehen.
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200913. Apr. 2020 · #33
Hallo Katrin, Eure Kabine ist ein Traum. Ihr habt viele Orte besucht, die ich ebenfalls besucht habe. Da werden viele Erinnerungen wach. Die Pinguinküken habe mir schon sehr gefallen. Auf Stanley hätte ich auch gerne verzichten können.
Sadie schrieb:Willkommen auf der Sea Spirit. Ich glaube die Ortelius mit Oceanwide ist unserem Schiff sehr ähnlich. Warst du auch schon in der Arctic?
Der folgende Text ist als Info für Katrin gedacht. Bitte nicht darüber diskutieren. Ich möchte nicht, dass Katrins interessanter Reisebericht zerstückelt wird.
Auf der Ortelius gibt es auch schöne Kabinen. Ich war aber in einer Viererkabine der "billigsten" Kategorie, die ich mit zwei Birdern geteilt habe. Der Expedition Staff bestand aus einer Mischung von sehr unterschiedlichen Wissenschaftlichen Disziplinen. Die Vorträge waren interessant und auch gut verständlich. Ich habe aber auch einige Vorträge geschwänzt. Wenn das Wetter gut war, war ich lieber auf Deck, statt mir einen Vortrag anzuhören.
In der Arktis war ich im Juni 2013 mit der Plancius im Nordwesten von Svalbard. Ich hatte unglaubliches Glück und so ca. 10-12 Eisbären gesehen. Neben den Eisbären gab es auch Walrosse, Polarfüchse, Rentiere und viele viele viele viele Lummen zu sehen. Dazu war das Wetter traumhaft. Gegenüber der Antarktis gibt es keine reinen Fahrtage, außer man dümpelt im Treibeis auf der Suche nach Eisbären herum. So gibt es ständig etwas zu sehen. Die Reise war so gut, dass ich mich nicht traue nochmal dorthin zu reisen. So viel Glück hat man selten. Ein paar Eisbärbilder gibt es auf meiner Homepage (link in der Signatur) unter Fotoreportagen. Einen Reisebericht mit fast 400 Bildern gibt es im Nikon-Forum und ist als externe Fotoreportage verlinkt. Eventuell muss man sich im Nikon-Forum anmelden, um die Bilder zu sehen.
Die zweite Arktisreise war mit der Rembrandt von Rijn (Segelschiff) durch die Diskobucht in Grönland (Mai 2016). Hier gab es viel weniger Tiere zu sehen, da es rund um die Diskobucht viele Siedlungen gibt. Die Grönländer sind Jäger und erlegen alles, was ihnen vor die Flinte kommt. Von der Reise gibt es nur einen Kurzreisebericht auf meiner Hompage.
Meine Traumziele in der Arktis sind noch Fanz-Josef-Land und die Wrangel Insel. Nach Franz-Josef-Land fährt nur die Sea Spirit. Die Preise für diese Reisen sind in den letzten Jahren explodiert. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
Jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung Deiner Reise. Viele Grüße Bernd
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201514. Apr. 2020 · #34
Danke Löffel und Kiboko! Ich glaube Löffel und wir machten das falsch. Wir hätten zuerst in die Arktis fahren sollen und nicht nach einer Antarktis Runde. Nun haben wir das beste gesehen, eben ohne Eisbären. Mir ist irgendwie auch die Luft aus den Segeln gegangen die Arktis zu besuchen. Und doch würde es mich locken Eisbäre Im Eis zu beobachten. Kiboko, deine Bilder von dort sind sehr eindrücklich. Sogar einen Bär mit Kill zu finden war natürlich schon einmalig. Danke dafür. Das Sea Spirit Schiff war sehr komfortabel aber eben die Vorträge eher unter einem akademischen Niveau falls du nach Franz Joseph buchst musst du das sicher bevor abklären.
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201514. Apr. 2020 · #35
11. Januar, Godthule Bay, SG
Wieder bricht ein warmer Sommertag an und es sind 15 Grad C draussen. Eine Hitzewelle in SG! Schon von Schiff aus hören wir Pinguine und Seebären schreien und grunzen. Heute lassen wir die roten Jacken zu Hause da es so warm ist.
Bei der Anlandung sehen wir schon von weitem alte rostige Tänke. Die stammen von einer verlassenen Wale Station. Die Norweger haben dort in den 1920 er Jahren schlimme Arbeit geleistet und tausende von Walen und Robben für ihr Öl getötet. Überall am Strand findet man Wale und Robben Knochen. Grausig was hier einmal getan wurde.
Sieht nach einem Wal Rippenknochen aus, nicht?
Im Vordergrund sieht nach einem Schädel Knochen aus.
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201514. Apr. 2020 · #36
Aber...heute ist der Strand voller Leben! Hunderte von Tieren sind hier daheim und haben überhaupt keine Angst vor uns. Die Bucht ist sehr schön gelegen, man sieht unser Schiff in der Weite und hinter uns gibt es Tussock Grass wo sich Seebären und Seeelefanten Babies tummeln. Viele Robben schwimmen und spielen im Wasser während einige King Pinguine Gruppen sich in kleinen Pfützen mausern. Wir sind vor allem von den kleinen Robben hingerissen. Die warten sehnsüchtig auf ihre Mütter so dass sie stillen können.
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201514. Apr. 2020 · #37
Ein Seebär Bulle mag mich nicht leiden und watschelt in Schnelle zu mir. Ich zeige ihm den Monopod Stecken aber er hält nicht still. Ich gehe von ihm weg im Rückwärtsgang und stolpere über einen Felsbrocken, mache einen backwards flip und lande wieder auf den Beinen. Kamera und ich tragen glücklicherweise keine Schäden von diesem Zirkus Akt. Mein Mann kommt mir zu Hilfe, ist mein Held, und verscheucht den Bullen. Noch mal gut gegangen. Ich bleibe lange bei den Seebären Babies die so lustig in einem Flüsschen spielen. Endlich kann ich auch sehen wie eine Mutter vom Meer zurückkommt und tatsächlich ihr Baby findet und es stillt.
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201514. Apr. 2020 · #38
Dann schauen wir uns die See Elefanten Babies genauer an. Mann, sind die dick und aggressive zueinander. Mein Mann kann sich nicht sattsehen. Immer ist etwas los mit der Bande.
SadieThemenstarter1'835 Beiträge · seit 201514. Apr. 2020 · #39
Die Kayaker sind nun auch in der Bucht aber sehen sicher weniger Tiere als wir am Strand. Nicht alle Mitreisenden sind so tiervernarrt wie wir. Andere machen lieber lange Wanderungen. Zum Glück dürfen wir wählen was uns passt.
Nach diesem sehr ergiebigen Ausflug hat Jonathan noch etwas spezielles auf dem Programm. Wir dürfen per Zodiac die Macaroni Pinguin Kolonie besuchen. Es komme nur selten vor dass dies möglich sei, aber mit unserem herrlichen Wetter und tiefem Seegang wäre das nun möglich. Da freuen wir uns aber sehr! Macaroni Pinguine gehören zu den Hopper Penguins, die können also nicht watscheln, nur mit beiden Beinen hüpfen. Sie sehen auch nett aus mit ihren gelben Kopf Federn und feuerroten Augen. Also keine Anlandung, sondern wir beobachten sie vom Zodiac aus und photographieren ist eine Kunst da der Wellengang eben nicht Null ist! Es ist lustig zu sehen wie einige mit den Wellen aus dem Meer hüpfen und andere auf eine gute Welle passen und dann ins Wasser schlüpfen. Hüpfen und Schlüpfen!
Ein wunderschöner und erlebnisreicher Tag kommt zu Ende.
Clamat1'425 Beiträge · seit 201314. Apr. 2020 · #40
Hi Katrin, Für diese Bilder genügt der Dankebutton nicht. Ganz herzlichen Dank für die wunderschönen Pingus 😘 Das ist ja bisher eine Traumreise bei der ich gerne weiter mitfahren (eure Kabine ist ja groß genug 😄) LG Claudia