Reisebericht

Expedition Antarktis mit Falklands und S. Georgia

von Sadie · begonnen 06. Apr. 2020 · 38 Teile

Teil 2115. Apr. 2020
Nach dem Lunch und Ausruhen, fährt das Schiff in eine Bucht und 3 Passagiere mit Adam, dem Experten für South Georgia, wandern sie die letzte Strecke der Route die Shackleton machte bevor er endlich Hilfe fand um seine Mannschaft zu retten.
Danach segeln wir zur Fortuna Bay wo es eine riesige King Pinguin Kolonie hat.
Nach der Anlandung wandern wir einem Fluss entlang in ein wunderschönes Tal. Hinten im Tal zeigt sich ein Gletscher und Wasserfälle stürzen überall von den Hügeln.
Es hat massenweise Seebären und natürlich King Pinguine. Viele sehen wieder lustig aus weil sie sich mausern, und wir sehen auch einige Kücken mit braunen weichen Federn.
Wir erklimmen einen Hügel und haben eine schöne Aussicht auf all das Pinguin Geschehen. Wir genießen diese grandiose und einmalige Landschaft in vollen Zügen.
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Teil 2216. Apr. 2020
13. Januar Gold Beach und Ocean Beach, SG

Tatsächlich stehen wir nach 3 Uhr auf und erreichen den Stand Gold Beach im Morgengrauen.
Man hört die Branding und die nun familiären Schreie der Pinguine und das Grunzen der Seebären. Nur heute tönt alles ein wenig unheimlich da der Nebel über dem Strand und den umliegenden Bergen hängt. Wir schlendern langsam bis zu Beginn der King Kolonie wo das Expedition Team ein Seil gespannt hat. Bis hier und nicht weiter.
Wir schauen uns um, photographieren und warten auf den Sonnenaufgang der die Felsen in Gold erleuchten soll, daher der Name Gold Beach. Endlich sehen wir die Sonne. Leider hangen die Wolken zu tief so dass die Felsen heute nicht goldig leuchten. Too bad.
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Der Nebel löst sich auf und wir sehen endlich diese fantastisch Kulisse hinter uns. Ein Riesen Gletscher mit zwei Zungen liegt auf den Felsen und Wasserfälle stützen hinab, und der schwarze Strand darunter ist voller Leben.
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Teil 2316. Apr. 2020
Mein Mann ist wieder von den vielen Seeelefanten Babies begeistert. Der Guide sagte uns dass dieser Strand voller Babies seien die von den Müttern schon verlassen wurden und nun selber Nahrung suchen müssen. (Weaning the babies)
Achtung es folgen einige See Elefanten Baby Bilder.

Auch hier gibt es einen Männerchor!
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Teil 2416. Apr. 2020
Später wird die letzte Zodiac Mini cruise angesagt und ich fasse das letzte Boot das die Bucht abfährt. Meine Mann will lieber bei seinen Lieblingen bleiben.
Nun kann ich mir diese wunderschöne Kulisse noch mal vom Boot anschauen und die Schönheit aufsaugen. Als mein Mann aufs Schiff zurück kommt erzählt er dass er doch noch eine Mini cruise machen konnte.
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Teil 2516. Apr. 2020
Zurück auf dem Schiff wird unser Lunch al Fresco serviert. Wie schön dass wir mal bei Sonnenschein draußen essen können.

Später, während wir Ausruhen, wird mir bewusst dass ich mir eine Erkältung geholt habe. Aber doch mag ich auf die letzte Anlandung in South Georgia die Ocean Beach heißt. Zuerst sehen wir ein altes Schiff das dort ewig nun vor Anker liegt.
Wir landen im Nieselregen und wandern auf der Wiese herum zwischen vielen alten Walstation Artefakten, sogar ein Häuschen steht noch und wir finden eine kleine Lokomotive wo sich ein Seebär Baby versteckt hat. Man kann sich ausmalen was Böses dort mal geschehen ist mit all den Walen und Robben.
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Teil 2616. Apr. 2020
Überall hat es Tiere und hier sehen wir zum ersten Mal wie die Skua Vögel tote Seebären babies auffressen. Ein wenig gruselig. Es fällt mir schwer es lange hier auszuhalten da es kalt und nass ist und meine Erkältung immer schlimmer wird. Aber wie immer, fahren wir mit dem letzten Zodiac zur Sea Spirit zurück.
So, nun ist South Georgia schon Geschichte.
Laut der Besatzung hatten wir sehr Glück mit dem Wetter und somit hatten wir mehr als sonst Anlandungen hier.
Wir geben zu, es war sehr schön hier, aber...die Antarktis mit all ihrem Eis wartet. Also, nichts wie südwärts fahren, zum 7. Kontinent.
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Als wir völlig durchnässt und kalt vom heftigen Regen zurückgekommen, sagt mein Mann so trocken, “I guess they don’t call it an expedition for nothing “. Truer words were never spoken. Es ist körperlich eine ziemliche Anstrengung für uns 60’er. Mal hat man all die schweren Klamotten an, dazu eine schwere Schwimmweste, einen Rucksack mit zwei Kameras, und dann watscheln wir in den auch schweren Stiefeln und Überhosen im Sand herum. Auch ein und aussteigen im Zodiac erfordert einige Zirkus Künste, sowie aus dem Zodiac ins Schiff klettern. Danach müssen die Stiefel geschrubbt werden bevor man dann einige Treppen hochsteigt und in die Kabine geht zum umziehen. Puste Puste....
Aber all die Anstrengungen lohnen sich dennoch, denn wir sind hier an einem sehr speziellen Ort auf unserer Erdkugel am Entdecken.
Teil 2718. Apr. 2020
14. Und 15 Januar: sailing to Antarctica

Diese beiden Seetage sind für mich eine kleine Hölle. Ich habe eine schlimme Erkältung und dazu werde ich seekrank, trotz dem prophylaktischen Kleber hinter dem Ohr. Kein Wunder, der Wellengang ist so hoch die Mannschaft schliesst alle Bug Fenster von innen fest. Es schaukelt gegen vorne, auf die Seiten und nach hinten ohne Unterlass mit so 8 Metern Wellengang. Manchmal muss ich mich an den Leintüchern im Bett festhalten um nicht aus dem Bett zu rollen!
Auch wird es ziemlich laut in der Kabine da die Wellen hart an die Schiffswand schlagen. Manchmal denke ich, Oy, nun bricht das Schiff in Hälfte und es ist um uns geschehen. Aber nein, der Kapitän hat schon schlimmeres durchgestanden und kennt sich aus. Ich bleibe die meiste Zeit im Bett da ich auch Fieber habe und mein Mann und der Hauptserver bringen mir grüne Äpfel, breadsticks und ein wenig Suppe.
Bio-security, diesmal für die Antarktis sauber zu sein, ist wieder auf dem Program und mein Mann erledigt all das Schrubben für uns beide.
Am dritten Tag gibt es endlich was zu sehen und ich fühle mich besser. Wir fahren neben Elephant Island vorbei und sehen von ferne das Monument das Shackleton und seiner Mannschaft gewidmet ist die dort in dieser Eislandschaft irgendwie lernten für 127 Tage zu überleben.

Das kleine Dreieck unten rechts ist das Denkmal
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Danach sehen wir einige Monster Eisberge. Die haben Namen und werden über Satelliten überwacht. Einer davon ist 34 km lang und 40 m hoch.
Wir fahren zu Gibbs Island, einer der Inseln von den South Shetland die schon zu Antarktis gehören. Wir sehen vom Schiff aus eine Pinguin Kolonie und einige schwimmen und purzeln am Schiff vorbei. Wir sehen auch Wale blasen.
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Teil 2818. Apr. 2020
16. Januar, Turret Point South Shetland Islands und Chilean Research Station


Endlich endlich... die letzten paar Tage haben sich sehr in die Länge gezogen da ich meistens im Bett liegen musste. Der Wellengang ist wieder normal und wir sehen viel Treibeis um uns herum. Heute bin ich wieder gesund und munter und bereit zu sehen was uns die Antarktis zu bieten hat.

Also hier eine kleine Umfrage, oder auch Pop Quiz:

Welche Pinguin Arten haben wir schon gesehen?
Bitte kurz antworten.

Heute werden wir nämlich zwei neue Arten antreffen. Wir landen um 8 Uhr, bei warmem Wetter, so bei 5 Grad, auf Turret Point. Hier hat es zwei Buchten die wir zu Fuß erkunden können.
Einem See Elefanten Baby sind all die roten Menschen ungeheuer und er schleift sich über Stock und Stein in eine Pfütze Wasser. Sieht lustig aus.
Auf der einen Seite hat es einige See Elefanten die sich gerade mausern und schlimm aussehen, einige Robben und dann NEU! einige Chinstrap (Zügel) Pinguine und einige Adélie Pinguine, die kleinste Art. So nun fehlen nur noch die Kaiser (Emperor) Pinguine, aber die gäbe es auf dieser Seite der Antarktis kaum.
Wir sehen die Adélie Kolonie weit oben auf einem Felsen, zu weit weg um dorthin to steigen.
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Hier sind die beiden neuen Pinguine nebeneinander
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Wir besuchen auch die andere Seite und dort sieht es wunderbar aus. Es hat riesige Eisberge in der Bucht von einem Gletscher der bis in Meer reicht. Auch finden wir Kormorane auf einem schwarzen Felsen. Die Farben hier sind sehr schön mit Blau und weiß vom Meer und Eis und schwarz von den Felsen. Einige Pinguine posieren extra schön für uns.
Hier möchte man es aushalten!
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Teil 2918. Apr. 2020
Während dem Mittagessen und einer kleinen Ruhezeit sind wir schon 4 Stunden südwärts gefahren und Ankern nahe der Chilenischen Research Station. Ein Besuch einer Forschungsstation hätte eigentlich interessant werden können, war es aber nicht. Genau die Gründe dafür habe ich vergessen. Schlecht organisiert. Mein Mann und ich interessieren uns mehr für die Chinstrap Pinguine am Strand während andere Mitreisende zur Russischen Kirche hochsteigen.
Also, wir hätten viel lieber eine weitere Naturanlandung gemacht und für uns war diese Landung a complete waste of time (Auf Deutsch?) aber doch, es ist das erste Mal das wir auf dieser Reise enttäuscht wurden.
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Teil 3019. Apr. 2020
18. Januar Cullville Island und Neko Harbor, Antarctica

Heute ist es endlich soweit. Wir werden auf dem 7. Kontinent zwei Anlandungen machen. Zuerst landen wir auf Cullville Island im leichten Regen der dann bald aufhört. Hier nisten viele Gentoo, Esels, Pinguine und die Kulisse hinter den Vögeln ist fantastisch.
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Teil 3119. Apr. 2020
Es braucht einige Zeit bis ich entdecke dass die meisten Pinguine zwei Kücken unter ihrem Bauch verstecken. Aber sobald ich das sehe, kann ich nicht genug davon haben wie die Kleinen sich aufführen und wie die Eltern sie aus dem Kropf füttern. Mir stockt schlechthin der Atem wie wunderbar es hier ist mit all den Pinguinen und ihren Kücken auf den Stein Nestern und die Bucht dahinter mit all den skurrilen Eisbergen und weiter vorn unser Schiff vor Anker.
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Wir können uns kaum sattsehen, aber der Moment kommt da man ins Zodiac einsteigen muss, aber... wir fahren eine Mini Cruise durch und über die Eiswelt und sehen Pinguine auf Eisbergen und im Meer schwimmen und purzeln. Hier könnte ich es länger aushalten, aber es ist zum zweiten Mal nun richtig kalt so auf dem Zodiac im Wind zu sitzen.
Aber, doch nicht schlecht was wir schon in einem Morgen von der Antarktis gesehen haben. Wir gehen an Bord zum Lunch und sind glücklich.
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Hier seht ihr die Flagge die die Grenze zwischen uns und den Pinguinen markiert
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Teil 3219. Apr. 2020
Am Nachmittag geht es weiter südlich zum Neko Harbor. Was für eine schöne Bucht. Als wir anlanden, fängt es an leicht zu schneien. Schade für die Bilder dass wir keine Sonne haben, aber das ist etwas was man eben nicht bestellen kann.
Die Mannschaft hat uns mit Flaggen einen Weg hoch zur Krete gesteckt und dem folgen wir. Ein Riesen Gletscher liegt links von uns und ab und zu donnert es wenn Eisbrocken ins Meer fallen. Nicht einfach im Schnee einen Berg hochzulaufen und dazu in unseren Stiefeln. Aber wir schaffen es und oben sehen wir hunderte von Gentoo Pinguinen auf ihren Nestern mit Jungen.
Die Kulisse mit Meer, Gletscher, und Eisbergen ist einfach super.
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Teil 3319. Apr. 2020
Ich habe in der Kabine etwas auf ein Blatt Papier geschrieben und das machen wir nun auf um den Augenblick für immer zu verewigen dass wir heute auf dem uns fehlenden letzten Kontinent stehen dürfen, Nummer sieben, umringt von eindrucksvoller Natur.
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Teil 3419. Apr. 2020
Auf der andern Seite geht es wieder bergab und jemand findet eine Eierschale. Wir sehen die eingefurchten Pfade wo die Pinguine bergauf und bergab steigen. Manchmal legen sie sich auf den Bauch und schlitteln so bergab. Lustig zu sehen. Auf jeden Fall ist es eine Anstrengung für beide Eltern so weit auf Nahrungssuche zu gehen. Am Stand hat es viel Treibeis und es ist schwierig für die Vögel da rein und raus zu schlüpfen.

Zum Abschluss des Tages gibt es noch eine Mini Zodiac Cruise und wir fahren wieder zwischen Eisbergen durch und gleiten über Treibeis. Die Spiegelung ist sehr schön aber wie immer schwierig vom Zodiac aus Video und Fotos zu schießen ohne rote Jacken im Bild zu haben. Die Krönung ist dass wir heute gleich drei Robben finden. Eine Leoparden Robbe schwimmt zwischen Eis und eine andere liegt auf einem Eisberg, zusammen mit einem blutverschmiertem Crab-eater Seal.
Das war ein sehr schöner Abschluss dieses Tages.
Zurück auf dem Schiff sehen wir einige Buckelwale blasen und tauchen. Was für ein perfekter Tag!
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Teil 3519. Apr. 2020
Zu Beginn der Orientierung, hat Jonathan sehr schlechte Nachricht. Es braue ein heftiger Sturm und deshalb müssten wir schon heute, 2 Tage früher als geplant, nordwärts fahren da wir den Drake noch vor dem Unwetter überqueren wollen.
Das ist ja schlimm. Jetzt wo wir uns so in diese Landschaft verliebt haben, heißt es heute Abend Abschied nehmen. Alle Mitreisenden sind traurig und enttäuscht und einige sogar empört und fangen an heiß zu diskutieren. Jonathan wird streng und sagt da sei Nichts zu diskutieren da der Kapitän und er, als Expedition Leader, die Entscheidung zusammen getroffen hätten.
Das ist eine bittere Medizin die wir schlucken müssen.
Quasi als Trost, wird unser Dinner, ein Barbecue, al Fresco serviert und wir verlassen langsam die Bucht umringt von Eis und Bergen.
In der Kabine schaue ich noch lange durch das Bug Fenster und sehe Eis und Berge an mir vorüberziehen. Ich versuche irgendwie die große Enttäuschung zu überwinden was mir nur schlecht gelingt. I wollte doch unbedingt Wale vom Zodiac aus beobachten!
Nun gehts vom Regen in die Traufe, da wieder starker Wellengang aufkommt und mir schlecht wird.
Hier ist die Zusammenfassung dieses Tages:
Himmelhoch jauchzend —— zu Tode betrübt.
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Teil 3621. Apr. 2020
19. Januar Deception Island

Heute ist unsere letzte Anlandung in Antarktis und die kommt in Deception Island, einem versunkenen Crater von dem nur der Ring zurückblieb und ein enger Eingang. Nach all der Enttäuschung nicht mehr von der tollen Eis Welt der Antarktis zu sehen, ist es ein wenig schwierig um 6 in der Früh aufzustehen um zu erleben wie das Schiff durch die enge Passage segelt.
Aber... wir sind hier und es ist dennoch ein klein wenig eindrucksvoll die Cliffs von Deception Island im Nebel zu sehen. Man sieht auch alte Gebäude einer Walenfabrik von damals.
Zwei andere Schiffe hatten die selbe Idee...
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Nach der Landung wandern wir ein wenig auf dieser Mondlandschaft herum und es erinnert an Craters of the Moon Monument in Idaho. Alles ist schwarzer, körniger Sand und Lava. Es ist sehr kalt und nebelig und obschon ich einen Hügel hochsteige, sieht man wenig und der Wind kommt in Böen.
Unten in der Bucht findet mein Mann tote Krill, die Hauptnahrung der Baleen Wale. Wir fahren mit dem Zodiac und Jonathan als Kapitän der Innern Küste entlang und finden mehr tote Krill und einige Chinstrap Pinguine.
Eine kleine Gruppe Mitreisender macht hier den Polar Plunge und wagt sich im Badeanzug ins Wasser zu rennen. Brrrr, ohne mich.
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Noch ein letzter Snapshot mit Jonathan. Den mochten wir sehr.
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Als wir die Antarktis verlassen, kommt die Sonne raus!
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Zurück in der Kabine heißt es alles befestigen was rollen kann und die Fenster werden von der Crew mit den Metalldisken verriegelt. Noch vor dem Drake fängt es an heftig zu schaukeln und man muss sich beim Gehen festhalten oder man wird gegen Wände geschubst. Kein Wunder geht die See so heftig da sich ja hier drei Meere treffen. Wir ruhen und schlafen und fühlen uns ein wenig übel, aber zum Dining Room schaffen wir es doch noch.
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20. Januar, Crossing the Drake Passage

Dieser Tag ist eine Misere geprägt von seekrank sein, etwas weniges essen, und viel Schlafen. Es schaukelt und schaukelt...
Man zählt die Stunden und hofft dass dieses Crossing bald vorbei ist. Zum Glück ist unsere Kabine sehr angenehm.

21. Januar, Im Meer vor Ushuaia.

Und siehe da, wir haben’s geschafft; der berüchtigte Drake ist hinter uns und nun Geschichte, die See ist wieder glatt und wir fahren eine Tour um Staten Island, Isla de los Estados, die an der Spitze von Argentinien liegt. Wir sehen Delphine, Robben und sogar Pinguine. Irgendwie ist es schwierig noch Motivation für Sichtungen aufzubringen da wir immer noch den verlorenen Tagen nachtrauern und es geht vielen Mitreisenden gleich. Wir essen nochmals Lunch draußen auf Deck 5 im Sonnenschein. Wir wählen für das beste Foto einiger Mitreisenden und ein Deutscher Mann gewinnt mit ... einem Pinguin. Wir können uns auch das Video ansehen das der Photograph an Bord für alle zusammengeschnitten hat und alle erhalten eine Kopie davon. Nun schaukeln wir, sehr langsam wir es uns scheint, gegen den Beagle Canal zu.




22. Januar Estancia Haberton

Diese Anlandung auf dem alten, historischen Bauernhof Estancia Haberton war natürlich eh nicht auf dem Programm. Aber da wir nun irgendwie die Zeit bis nach Ushuaia vertrödeln müssen, gibt es hier einen Halt und wir können uns ein wenig die Beine vertreten. Zuerst besuchen wir ein kleines Museum wo es einige Marine Skelette hat und ich sehe dass Pinguine tatsächlich Knie haben. Mein Sohn wollte das genau wissen.
Dann schauen wir uns all den alten Kram in den Scheunen an, unter allem auch einen ausgestopften Kondor. Zu guter Letzt geht es rauf zu dem gemütlichen Restaurant wo ein Feuer im Kamin lodert und man sich mit heißem Tee und Gebäck erwärmen kann. Hmmm, das wars denn schon und das Wetter wird immer mieser, so dass wir noch einmal nass werden auf der allerletzten Zodiac Tour zurück zum Schiff. Einige Zodiacs probieren noch zu den Pinguinen hinaus zu fahren, müssen aber die Tour wegen schlechtem Wetter abbrechen.
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Teil 3821. Apr. 2020
23. Januar, Ushuaia.

Und es wird Morgen am 21. Tag unserer Reise. Hallelujah, Wir sind heil und gesund zurück und die feste Erde hat uns wieder. Komisch wie wir da herum watscheln, bis wir unsere land legs wieder finden. Wir sind glücklich nun endlich ab dem Schiff zu sein, da es zuletzt mehr Qual als Wahl war. Aber, to be fair, es musste halt so sein wegen all unser Sicherheit. Und das Wetter lässt sich nun mal nicht kontrollieren.
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Als Fazit zu dieser Reise kann ich folgendes sagen:

Ich bin froh haben wir die Januar Jahreszeit gewählt, denn wir hatten eigentlich prima Wetter und konnten die Kücken der Pinguine und die kleinen Robben und See Elefanten Babies sehen. Eis war nie ein Problem fürs Schiff oder die Zodiac. Aber seit Euch sehr bewusst welche Tiere man zu welcher Jahreszeit am meisten sieht.
Das Schiff war total komfortabel, die Kabine richtig spitze, und das Essen und Service prima.
Die Expedition Crew: Jonathan war ein sehr solider und freundlicher Expedition Manager und hat seinen Job sehr gut gemacht.
Die andern: Die Pinguinen Experte Frau war total nervig und ihr Englisch war sehr beschränkt. Die Vorträge über Geologie, Geschichte, und Flora und Fauna waren für uns gut genug, aber wenn jemand die Vorträge als Hauptgrund für die Reise anschaut, würde ich dieser Person anraten, lieber auf die National Geographic Tour oder Touren auf höherem Niveau zu gehen. Dort gibt es Dozenten die richtige Akademiker sind.
Der Photograph hatte nicht regen Kontakt mit den Passagieren und wanderte mehr für sich und seine Bilder herum, als dass er uns Tipps gegeben hätte wie es in der Broschüre stand.
Die Zodiac Captains waren alle gut und immer um unsere Sicherheit bemüht.
Die Mannschaft: alle Helfer an Bord waren sehr freundlich und hilfsbereit. Man darf sogar dem Kapitän auf der Bridge einen Besuch abstatten.

Ich weiß dass die Sea Spirit auch in die Arctic und nach Franz Joseph Land fährt. Ob wir jemals diese Reise machen werden ist fraglich da es dort keine Pinguine, die Stare unserer Reise, gibt.
Könnten wir uns an “nur” Landschaft, Eisbären, Walrossen, Rentieren, Füchsen und Vögeln genug erfreuen?
Dafür habe ich jetzt noch keine Antwort.

Danke allen für eure Kommentare und Danke drücken!

Bis demnächst, Katrin
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