Hallo liebe Forums Mitglieder, Ich möchte mit diesem Beitrag von einer Reise nach Island im September 2018, euch etwas vom Weltgeschehen ablenken und ich hoffe ihr begleitet mich in den hohen Norden. Dank einem Tipp von einem Profi Fotographen den wir auf der Antarktis Reise kennengelernt haben, wählten wir Anfangs September 2018 Island für zwei Wochen zu besuchen. Er sagte dass zu dieser Zeit die Herbstfarben für Landschaftsbilder am besten wären. Und der Mann hatte recht! Die Landschaft dort leuchtete in vielen Farben und wir hatten zudem Glück mit dem Wetter da es nur einmal regnete. Die Temperaturen waren gerade noch so zum Ausstehen so von 5-12 Grad, (da wir ja sonst an Florida Temperaturen gewöhnt sind).
Wir sind am 2. September, 2018, von Florida via NY nach Reykjavik geflogen und kamen mit einem red eye Flug früh morgens an.Am Flughafen holten wir unser Auto ab, haben fast ein Jahr zuvor einen Fiat Panda gemietet und zwar für 14 Tage für US$ 660. Wir haben auch abgewogen einen Campervan zu mieten, aber entschieden uns dagegen wegen der hohen Miete und auch wegen dem Campen in der späten Jahreszeit.
Schon fast ein Jahr vorher habe ich über booking.com alle Bungalows an unserer Route gebucht. Es gibt viele Übernachtungsgelegenheiten, da viele Isländer ein Zimmer oder zwei an Gäste vermieten. Viele davon haben aber ein gemeinsames Badezimmer. Da wir unser eigenes Badezimmer bevorzugen und auch gerne selber Frühstück und Abendessen selber kochen, waren für uns die Self-catering Bungalows die beste Lösung. Alle waren super von der Lage, etwas abseits den Dörfern, und hatten alles was man braucht, wifi, Parkplatz, sogar mit Milch, Kaffee, und Tee ausgerüstet, meist im IKEA Stil möbliert. Die meisten Vermieter waren freundlich und hilfsbereit. Hier unsere Schlafstationen mit dem Namen der jeweiligen Unterkunft.
Besonders wohlgefühlt haben wir uns am September 4, 7, 9 und 10, 11, 13, und 14. Die andern waren auch OK, aber nichts Besonderes. Die schönsten Nordlichter sahen wir am 4, 13, und 14 September und die waren ideal, da keine light pollution.
Unsere geplante Tour führte uns auf der berühmten Ring road von Reykjavik im Uhrzeiger Sinn nach Westen zu den abgelegenen Western Fjords, oben durch im Norden Islands, etwas Ostküste, und dann das große Finale an der Südküste. Unsere Tour began beim Supermarkt Bonus, und wie ihr wisst, einkaufen in einem fremden Land ist ja immer das erste Abenteuer, da man die Waren nicht kennt. In Island kommen dann noch die hohen Preise für Früchte und Gemüse dazu, aber davor waren wir in Blogs gewarnt worden. Um dem Jetlag etwas abzuhelfen, dachte ich frische Luft und Wandern würden die beste Kur sein. So haben wir die Großstadt links liegen lassen (ich konnte einfach nichts finden das uns am ersten Tag interessieren würde) und fuhren in den Thingvellir National Park. Basalt Formation, Wasserfall, Seelein und Tundra. Es war stark bedeckt und kühl zum Wandern. Nach diesem ersten “ getting to know Iceland” und ein paar schönen Eindrücken, fuhren wir auf einer Naturstrasse über einen Pass, sahen Schwäne mit Jungen, und fanden unsere erste Übernachtung im Laxarbakki Hotel in Leira. Hier ein paar Bilder vom ersten Tag in Island.
Teil 223. März 2020
Im Gebäude mit dem roten Dach gibt es geräumige Studios mit großer Küche
Teil 325. März 2020
'Unser Ziel ist für heute Helgafell kurz vor Styykisholmur. (Ach diese Namen!) Wir sind begeistert von der rauhen Küste und machen mehrere Wanderungen bei Arnarstapi. Als wir an einem Seelein halten, wird es plötzlich sonnig und viel wärmer. Das nehmen wir gerne.
Auch stoßen wir auf sehr picturesque Kirchen. Die sind nie das Zentrum eines Dorfes wie in Europa, sondern sitzen ganz alleine so im Land.
Wir haben leider keine Zeit die Gletscherlandschaft beim Snaefellsjökull näher zu erkunden, aber den flachen Schneeberg sehen wir gut. Gerade noch vor Sonnenuntergang erreichen wir den sehr berühmten grünen Berg mit dem Wasserfall im Vordergrund. Man sieht ihn auf allen Werbungen für Island.Die Gegend heißt Kirkjufellfloss. (Kirk ist Kirche und Floß ist Wasserfall und Jökull ist Gletscher, das ist schon die Grenze meiner Sprachkunst)
Teil 426. März 2020
Die heutige Unterkunft, Litli Krokus, ist ein kleiner Annex mit dem Fjord über die Strasse im Fischer Hafen von Patreksfjordur. Drinnen ist alles vorhanden, aber die Möbel und Ausstattung sind etwas zu sehr in die Jahre gekommen. So was sieht man halt kaum auf dem Computer Bild. Wir spazieren zum Hafen, wie einige Einheimische auch, und nach 10 Uhr fahren wir zurück zu Beginn des Fjord um dort im kalten Wind auf die Nordlichter zu warten. Judihui, sie kommen wieder und diesmal sehen sie aus wie Riesenscheinwerfer.
Teil 527. März 2020
Wir erwachen und es hat Nebel über dem Dorf. Doch als wir unsere Island Erkundigungsfahrt fortsetzen ist wieder blauer Himmel und Sonne, und der Hafen von Isafjordur spiegelt sich im Morgenlicht.
Unser heutiges Ziel ist ein Bungalow hinter Drangsnes. Sieht mal unten auf der Karte wie manchen Fjord wir zu umfahren haben. Ich glaube es sind deren ACHT!
Und Achtung, es wird sehr fjordlastig mit Bildern, da sich so viele Fotomotive präsentieren und die Berge sich im stillen Wasser spiegeln. Was für eine schöne Fahrt entlang all den Fjorden.
Teil 627. März 2020
Wir können sogar einige Seelöwen entdecken, die sich auf Felsen im Meer ausruhen. Sie sind zwar eher weit weg, aber es tut mir in der Seele gut mal wieder wilde Tiere zu sehen. Sie erscheinen im Morgenlicht als silbrige Tupfen.
Wir können uns kaum sattsehen an dieser landschaftlichen Schönheit und halten unzählige Male an.
Am frühen Nachmittag kommen wir im Hvammur Bungalow an und es ist Liebe auf den ersten Blick. Wir sind auf dem Land mit schöner Aussicht, es hat eine Hot Tub, die mit heißem Wasser von einer unterirdischen Quelle gefüttert wird, und der Innenraum ist sehr bequem eingerichtet mit Fenstern rundherum. Da hätten wir gut länger bleiben können.
Teil 729. März 2020
8. September 2018 Unsere heutige Route führt uns über Holmavik gegen Osten, um die erste Halbinsel herum und dann rauf auf die dritte Halbinsel. Es ist ein weiter Weg, eigentlich ein großer Umweg, den ich um Seelöwen Kolonien zu sehen, so geplant habe. Also wir sind off der Ring Road. Man kann ja nicht immer nur Landschaft sehen! Wenn schon keine Löwen, dann wenigstens Seelöwen. Zuerst gibts wieder schöne Fjordlanschaft zu bestaunen mit vielem Schwemmholz am Ufer.
Danach sehen wir einen großen Coral, (auf Deutsch?) und das sei eben eine Sortierungsstelle für Schafe.
Teil 830. März 2020
Unser heutiges Ziel ist ein Farm Apartment in Laugar, das zwischen Akureyri und dem Lake Mvaten liegt. Am Morgen sehen wir einige Schwäne vor den Bungalows.
Kaum zu glauben, aber wir haben wieder blauen Himmel! Wir brechen auf Richtung Akureyri und sehen wieder schöne Fischer Dörfer und eindrucksvolle Landschaft.
Wir kommen zum Godafoss Wasserfall der in der Form eines Horseshoes sehr beeindruckend aussieht. Zuerst erkunden wir ihn von oben und steigen dann zum Wasser hinunter für eine andere Perspektive. Imposant!
Teil 930. März 2020
Akureyri ist ein nettes Städtchen und viele Einheimische sind draußen und Genießen den Sonnenschein. Kurz danach winken wir unserer Unterkunft in Laugar zu, fahren aber weiter bis zum Lake Mvatn. Dort machen wir einige sehr schöne Wanderungen. Mit deren Namen ist das eine schwierige Sache. Nur das sei gesagt, rund um den See gibt es viele Sehenswürdigkeiten und es fällt leicht Schönheit rund um den See zu finden. Aber was uns auffällt? Es gibt hier BÄUME und Sträucher die in den schönsten Herbstfarben leuchten. Das ist aber komisch, wir sind im Norden Islands und hier wachsen Wälder, und dann im Süden, wo es eigentlich wärmer sein sollte gibt es kaum Bäume. Sicher gibt es eine gute Erklärung dafür, aber ich bin gerade zu müde um herauszufinden wieso das so ist.
Teil 1030. März 2020
Beim Planen habe ich gelesen dass im Mvatn Bereich im Herbst mit lästigen Fliegen gerechnet werden muss. Dem war dann so. Die stechen nicht, sind aber ständig im Gesicht. Darum, gerade nur für diese zwei Tage, habe ich unsere Mückennetze mitgenommen. Andere Touristen machten Kommentare und waren neidisch darauf!
Teil 1130. März 2020
Nach all diesen schönen Eindrücken rund um den See, fahren wir nach Laugar zurück und finden unser Apartment in einem Farmgebäude. Modern und praktisch eingerichtet und wir fühlen uns wohl.
Leider ist es in der Nacht bewölkt und hat zu viele Lichter. Hier seht ihr wie die Nordlichter bei solchen Bedingungen aussehen!
Teil 1231. März 2020
Heute ist ein langer Tag, und ich glaube ein extra Tag hier bei Lake Mvatn hätte sich gelohnt. In dieser Region gibt es viel zu entdecken, Lava, Dampf, Canyon, und Wasserfälle, und so bleiben wir heute einen ganzen Tag in der Umgebung und schlafen zum zweiten Mal auf der Beiderami Farm. Zuerst fahren wir zum Godafoss Wasserfall zurück weil von dort führt eine Straße, die Route 842, ab der Ring Road, und geht südlich einem Fluss entlang ins Landes Innere. Dort wollen wir den Aldeyjarfoss besuchen. Der hat zwei Sterne und der Godafoss nur einen, deshalb sollte es sich lohnen. Die Gegend ist sehr einsam und wild, wie wir es lieben. Von oben ist der Fluss sehr eindrucksvoll und die Fälle sind auch nicht alltäglich.
Diese Umgebung gefällt uns sehr und dazu finden wir wieder die schnusigen Island Pferde, die auch an Touristen interessiert sind.
Teil 1331. März 2020
Nach diesem Abstecher geht es zurück zur Ring Road und danach nördlich in den Vatnajôkull National Park. Dort gibt es einige sehr eindrückliche Sehenswürdigkeiten, Lava und Basalt Formationen, Wasserfälle, und einen sehr tiefen Canyon der in den Herbstfarben leuchtete. Wieder machen wir einige Wanderungen und diesmal regnet es mal kurz.
Teil 1431. März 2020
Teil 1531. März 2020
Den Rest des Tages verbringen wir in der Thermal Area und machen einige kurze Wanderungen um all das Interessante in der Gegend näher zu bewundern. All die Lava mit den Moosen in Herbstfarben ist sehr schön und wenn es dann noch so dämpft aus verschiedenen Orten, wird es richtig unheimlich. Natürlich nicht mit dem Yellowstone zu vergleichen, aber hier sind die Farben der thermal Areas sehr schön und die schwarze Lava macht alles etwas dramatischer.
Teil 1601. Apr. 2020
11.September, 2018
Heute fahren wir von Laugar nach Egilstradir wo unsere Unterkunft für heute gerade etwas nach dem Städtchen liegt. Nun muss ich gestehen, dass wir sehr wahrscheinlich HEUTE an zum Vatnajökull NP gefahren sind, und nicht wie ich erzählte am Vortag, denn sonst passt es nicht mit den Bildern, und auch ist die Strecke ziemlich kurz. Zusammenfassend kann ich jedenfalls sagen dass man in dieser schönen Umgebung beim Lake Mvatn zwei ganze Tage, wenn nicht sogar mehr, Zeit braucht um dort das meiste zu sehen. Hier noch einige Bilder von Kalda Lyngholt Cottages. Die Inhaberin ist super freundlich und liebt Amerika! Das kommt ja eher selten vor in Europa! Sie gibt uns ein Geschenk in der Form ihres selbst-gemachten Yogurts, das sehr lecker ist. Die Hütte ist gemütlich eingerichtet und wir fühlen uns willkommen und wohl dort.
12. September Von Egilstradir nach Höfn zu Dilksnes Guesthouse. Wir sehen bald dass diese Strecke sehr einsam ist und sehr wenig Verkehr hat. Hie und da gibt es ein paar Höfe, aber das Land ist eher wild und kahl.
Wir kommen an ein paar Wasserfällen vorbei und es lohnt sich anzuhalten. Man sieht eine tiefe Schlucht und es hat Heidelbeeren in der Tundra.
Teil 1701. Apr. 2020
Danach gilt es wieder einige sehr scenic Fjorde zu umfahren und wieder spiegeln sich die Berge im Wasser.
In Djupivigur, einem charmanten Fischerdorf, besuchen wir den Hafen und einen Aussichtspunkt an der Spitze. Hier wird uns bewusst dass der Schönheitsmeter der Insel sogar noch weiter hoch steigt. Ich habe von topobär hier im Forum gelernt dass es eine Reise Choreografie gibt und man sollte den Höhepunkt gegen das Ende der Reise ansetzen. Ich glaube hier in Island ist es uns gut gelungen. (ich ahne heute nun, dass es dieses Jahr mit der Mara als Höhepunkt nach dem Krüger vielleicht nichts draus wird....)
Teil 1801. Apr. 2020
Die Unterkunft Dilksnes Guesthouse Annex in Höfn ist eher bescheiden, wenn auch nicht vom Preis. Anmerkung: im Annex, wo wir ein Zimmer mit en-suite Badezimmer hatten, teilt man die Küche mit andern Gästen. Auch hat es beim Annex keinen so schönen Blumengarten wie auf den Bildern vom Haupthaus auf booking.com gezeigt wird). Es ist ein wenig komisch die Küche mit Chinesen zu teilen, die so gar nichts zu erzählen haben...
Aber, das Guesthouse ist ziemlich weg vom Zentrum und so kann mein Mann wieder einige bessere Nordlichter Fotos machen.
Teil 1902. Apr. 2020
Von Höfn nach Vik Noch ein post script: Am Vorabend gingen wir mal auswärts essen und zwar im Café Hornid in Höfn. Wir aßen Lobster Suppe und eine Lobster Pizza. Wenn schon, denn schon. Die Atmosphäre ist natürlich touristisch aber das Essen war köstlich. Heute Morgen is wieder sonnig! Judihui. Wir schauen uns in Höfn ein wenig um und entdecken den schönen Hafen im besten Morgenlicht sowie Schneeberge oder Schneevulkane rund herum. Das gefällt uns.
Von der Ring Road biegen wir ab um zu einem Gletscher zu fahren, alles auf Naturstrasse. Wir begegnen einem Bauer der die Schafe mit seinem ATV heim treibt. Isländischer sheepherder, eben. Es ist schön so ganz alleine die Gegend auszukundschaften und den Gletscher zu finden.
Teil 2002. Apr. 2020
Danach kommt eindeutig ein Riesen Highlight. Die Jökulsárlón Lagoon, dort wo das gekalbte Eis vom Gletscher hingespühlt wird. Dort hätte ich stundenlang verweilen können da sich die malerischen Eisbrocken immer wieder von ihrem Stand auflösen und weitergeschoben werden. Einige Blöcke sind glasklar und andere blau mit schwarzen Bändern. Einige werden vom Fluss unter die Brücke geflösst und und von dort ins Meer geschwemmt. Noch andere landen auf dem schwarzen Strand und schmelzen dahin. Einfach ein wunderschönes und lebendiges Schauspiel das man mal gesehen haben muss. Dazu gibt es noch Tiere! Wir schauten einigen Seehunden zu wie sie sich zuerst in der Lagune und später im Meer herum toben.