Um 14.00 Uhr erreichten wir Okaukuejo . Hier hatten wir in Ermangelung einer freien Campsite unsere einzige feste Unterkunft . Dementsprechend war dies auch unser bei Weitem teuerstes Quartier , denn wir mußten ja 2 Doppelzimmer nehmen ( wie macht man das mit einer Aufbettung für einen 21 - jährigen ? ) Im Vorfeld hatten wir meist nicht so gute Kritiken über das Camp und das Essen gelesen . Dafür sollte das Wasserloch spektakulär sein . Nach der Besichtigung unserer Zimmer gingen wir zum Wasserloch , dort war allerdings nicht viel los . Deshalb bestiegen wir erst einmal den Turm .
Kaum oben angekommen sahen wir eine riesige Herde Elefanten auf das Wasserloch zusteuern . Wir also im Affenzahn wieder runter , schnell Brot gekauft und uns ebenso schnell für das Abendbrot angemeldet ( da konnte mal alles im Auto bleiben ) und flugs zum Wasserloch . Gerade rechtzeitig waren wir da - die Elefanten kamen zeitgleich an . Insgesamt zählten wir über 40 Elefanten in allen Größen . War das ein Schauspiel .
Als die Herde nach über einer halben Stunde so langsam wieder von dannen zog - unter lautem Trompete - trauten sich auch andere Tiere an das Wasserloch .
Mittlerweile war es auch von Touristen gut besucht , die sich Gott sei Dank alle ruhig verhielten . Mittlerweile hatte ich meinen Tribünenplatz geräumt und mich über die kleine Mauer gebeugt um fürs fotografieren eine andere Perspektive zu haben . Ich war total auf das Motiv fokusiert als etwas Weiches meinen Arm streifte . Erschrocken schrie ich auf . Alle Touris schauten jetzt natürlich mit tadelnden Blicken zu mir - höchst peinlich !!! Den Übeltäter konnte ich dann nur noch unscharf erwischen . Danach wurde es Zeit für die Dusche und das Abendbrot . Zwischendurch war ich nochmals am W . - Loch .
Das Essen war dann entgegen aller Befürchtungen besser als erwartet . Auf der Tribüne klang dann dieser aufregende Tag aus .
Insgesamt sahen wir abends eine Elefantenherde mit ca. 20 Tieren und 3 N . - Hörner neben anderem Kleingetier .
Teil 4217. Apr. 2020
04.07.2016
Obwohl ich das Schlafen im Bett genossen hatte , war ich wieder früh auf den Beinen und mit einem Pott Kaffee ausgerüstet am Wasserloch . Dazu muß ich sagen , daß ich eigendlich nicht so der Morgenmensch bin und gern ausschlafe - im Urlaub ist das zum Glück anders . 😁 Am Wasserloch ist " tote Hose " , aber auch ohne Tiere genieße ich die morgendliche Stille .
Nach dem Frühstück , das ganz passabel ist ( wir sind aber auch nicht sehr anspruchsvoll ) bietet sich uns das selbe Bild - nichts los . Nach ein paar Bildern vom Camp starten wir gegen 9.30 Uhr Richtung Halali .
Im Camp war es sehr windig und dadurch auch sehr sandig , dies wurde auch während der Fahrt nur langsam besser .
Auf dem Weg zum nächsten Camp fuhren wir sämtliche Wasserlöcher an und fuhren auch so manchen Schlenker . Zu sehen gab es unterwegs immer mal so manches Getier . Doch der staubige Wind machte das Fotografieren nicht gerade einfacher . Außerdem zogen meine Fotoobjekte es vor , sich ständig zu bewegen - na sowas aber auch - unerhört !
Teil 4318. Apr. 2020
Als wir am Nachmittag Halali erreicht hatten , war das Camp schon recht voll . Die Stellplätze waren sehr eng beieinander . Am Schlimmsten empfand ich jedoch den Zustand der Sanitäranlagen - alles war überschwemmt , dreckig und mit Toilettenpapier ( so eine Verschwendung würde sich heutzutage keiner erlauben 🤩 ) zugemüllt . Das lag nun aber nicht am Reinigungspersonal , welches sich redlich Mühe gab , sondern an den Benutzern dieser Einrichtung selbst 😈 . Scharen von Jugendlichen hatten wohl eine neue Freizeitaktivität für sich entdeckt . Kurzzeitig wurden sie von ihren Aktivitäten abgelenkt , als ein Honigdachs die Bühne betrat . Zu Anfang strömten die Schaulustigen zusammen und erfreuten sich am Anblick des Tieres , welches nach Fressbaren im Müll suchte .
Aber blitzschnell schlug die Stimmung um , denn der kleine Kerl fing an zu fauchen und auf die Menschen los zu laufen . Fotos machte ich nun auch nicht mehr , aber ich amüsierte mich doch ein wenig bei der Beobachtung der Leute . Teilweise liefen sie panisch weg , ein Mann sprang behände auf einen Tisch - als wenn der Dachs da nicht hoch gekommen wäre , wenn er gewollt hätte ! Wollte er aber nicht . Anscheinend fühlte er sich von den vielen Menschen bedrängt und suchte nun Schutz vor ihnen - natürlich - wie konnte es anders sein - unter unserem Auto . Micha nahm vorsichtshalber mal einen kräftigen Knüppel von unserem Feuerholz zur Hand ( lieber Sascha - ich hoffe du entschuldigst das ) . Aber der Dachs beruhigte sich schnell wieder und trollte sich , so daß der Knüppel nicht zum Einsatz kommen mußte - aufatmen unsererseits . Dann ging es erst mal zum sehr schön angelegten Wasserloch also - das war noch auf dem Weg zum Wasserloch zu entdecken
und wir bekamen auch gleich Besuch .
Zum Sonnenuntergang belebte sich die ganze Szenerie dann erheblich . Auf Löwen oder andere Katzen warteten wir leider vergeblich . Jemand erzählte , daß vor 2 Tagen ein Löwe ein Kudu direkt am Loch gerissen hätte - na da war der wohl noch satt 😕 .
In der Dunkelheit kamen dann noch 3 N - Hörner , die sich immer wieder ein kleines Gefecht boten und dabei für eine tolle Geräuschkulisse sorgten . Lange saßen wir hier und genossen das Schauspiel . Mit den Sichtungen der letzten Tage waren wir sehr zufrieden - na ja ein wenig mehr Katze könnte ruhig noch kommen . Morgen war ja auch noch ein Tag .
Teil 4418. Apr. 2020
05.07.2016
An diesem Morgen kamen wir doch tatsächlich um 8.00 Uhr von der Campsite los - vermutlich wegen des total schönen Charmes dieser Location 🤩 . Nun hatten wir noch 2 Übernachtungen vor uns . Diese hatte ich am Waterberg eingeplant . Aber erst einmal war natürlich nochmals Gamedrive angesagt - bis Namutoni nahmen wir jeden Schlenker mit und wurden mit Sichtungen belohnt , wenn auch nicht unbedingt spektakulär
.t
Dann erreichten wir Fort Namutoni und sahen uns dort etwas um .
Teil 4519. Apr. 2020
Dann fuhren wir langsam Richtung Ausgang , Tiere sahen wir nicht mehr viele . Am Tor merkten sie doch tatsächlich , daß wir die Aufenthaltszeit überschritten hatten . Wir waren ja vor Tagen um 9.00 Uhr am Galton Gate eingefahren . Und 9.00 Uhr war nun natürlich schon längst durch . Also dürfen wir noch eine Ehrenrunde bis zum Ford Namutoni und zurück drehen . Gesehen haben wir dabei noch einmal einen stattlichen Elefanten direkt auf der Straße vor uns , allerdings weit weg
Kaum waren wir aus dem Park raus , sahen wir die ersten Ansiedlungen .
In Otavi mußten wir dann noch ein paar Lebensmittel erwerben und der Tank verlangte auch wieder eine Füllung . Bei Ersterem waren wirschnell fündig , aber tanken konnten wir nicht .
Und dann merkten wir alle drei , daß so irgendwie die Luft aus uns raus war . So richtig Lust auf die doch längere Strecke bis zum Waterberg hatte keiner von uns . Also beschlossen wir , die letzten 2 Tage einfach austrudeln zu lassen . Wir waren ja auch so mit Eindrücken vollgefüllt - da passte einfach nichts mehr rein .
Kurz hinter Otavi kamen wir an der Khorab Lodge vorbei . Na nehmen wir doch gleich die . Am Tor stand , man solle zum Öffnen des Tores anrufen . Gelesen - getan . Und prompt ging das Tor auf - na das ging ja überraschend schnell . Die Lösung war auch ganz einfach - hinter uns war der Lodgebesitzer gerade gekommen und hatte mit seiner Fernbedienung geöffnet 😁 . Das Lodgegelände war sehr gepflegt und gefiel uns gut . Vor allem das viele Grün und die Blumen taten den Augen gut - war es im Etosha ja doch recht grau gewesen .
Auch für die Bildung taten wir etwas .
Wer sich weitergehend bilden möchte - den Zwischentext habe ich auch - wollte nur nicht alles posten . Den Rest des Nachmittags gammelten wir einfach nur mal so rum - tat auch mal gut . Wir hatten ja schließlich URLAUB 😄 .
Die Campsite selbst war dann zwar nicht so überwältigend angelegt , aber das störte uns nicht wirklich . Die eigentümliche Aussaat des Rasens fanden wir dann doch ganz originell .
Teil 4619. Apr. 2020
06.07.2016 Der Nachteil der Campsite war , daß er verhältnismäßig nahe der Straße war , und man somit den Straßenverkehr hörte . Geweckt wurden wir allerdings von Graulärmvögeln .
Wir gingen diesen Tag wieder gemütlich an , da wir ja keinen Zeitdruck hatten .
Kurz nach Abfahrt sahen wir doch tatsächlich unseren 1 . Zug in Namibia .
Die Fahrt auf der asphaltierten Straße ging zügig voran
und in Okahandja legten wir einen Stop bei den Holzschnitzern ein . Natürlich wurden wir sofort von den Händlern belagert . Wir fühlten uns jedoch nicht bedrängt oder unwohl . Auch als wir bei einer Dame unseren Einkauf getätigt hatten , blieben die Leerausgehenden freundlich .
Zum Nachmittag steuerten wir dann Düsternbrook an , obwohl sich ja hier die Geister scheiden 😐 . Schon bei der Anfahrt , die sehr spannend war ( man fuhr über irgendein Betriebsgelände ? ) , sahen wir einige Tiere .
Und dann lag Düsternbrook vor uns - der erste Eindruck gefiel uns .
Teil 4719. Apr. 2020
Leider waren wir für die Geparden - und Leopardenfütterung zu spät gekommen , aber für den nächsten Vormittag konnten wir vorbuchen . Nach Einrichtung der Campsite machten wir eine kleine Wanderung .
In der Zwischenzeit waren noch 2 weitere Camperparteien eingetroffen . Darunter auch eine holländische Familie mit 2 pubertierenden Mädchen , die gerne reiten wollten . Na ja - das gab so manche Diskussionen - hab ja auch nicht alles verstanden - aber der Vater tat mir leid !!! Sie waren erst an diesem Tag in Namibia gelandet . Dementsprechend vollbeladen mit Einkäufen war ihr Auto . Das sie damals aber schon von Corona wußten 😮 - jedenfalls hatten sie - so glaube ich mich zu erinnern - 3 Großpackungen ( wieviel Rollen sind da jeweils drin - 10 ? ) Toilettenpapier gebunkert . Sehr umsichtig und vorausschauend 😄 .
Da meine Männer sich mit dem Grillen beschäftigten , hatte ich wieder frei . Das hatte ich viel in diesem Urlaub - stimmt `s ? Darum sah ich mich noch ein wenig in der näheren Umgebung um .
Unter anderem kam ich auch zum Privatfriedhof , dessen Tor offen war und mich zum Besuch einlud .
Ein wenig nachdenklich stimmte mich dieser Anblick dann aber doch . War schon alles für den Nächsten vorbereitet ?
Da unser Getränkevorrat fast zur Neige ging , hatten wir uns an der Bar angemeldet . Als wir zum vereinbartem Zeitpunkt eintrafen , waren wir die einzigen Gäste und blieben es auch . Deshalb nahmen wir auch jeder nur 1 Getränk an dem eigens für uns entzündeten Kamin ein .
Anschließend ließen wir unseren letzten Abend in Afrika an unserem Lagerfeuer ausklingen .
Teil 4819. Apr. 2020
07.07.2016
Heute begann nun unser letzter Tag in Namibia - seufz. Gestern Abend hatten wir wohl doch noch genug Getränke , denn keiner von uns hatte noch Lust gehabt , die diversen Kisten ins Auto zu räumen . In der Nacht war Micha wach geworden und hatte alles verstreut auf der Campsite vorgefunden . Welche Tiere hatten uns da nachts besucht ?
Um 9.00 Uhr hatten wir dann unsere gebuchte Fütterungsfahrt und wir gingen sehr zwiespaltig an diese Aktion heran . Hätten wir im Etosha Leoparden oder Geparden gesichtet , hätten wir wohl von diesem " Ausflug " Abstand genommen . Außer uns war noch ein älteres Pärchen aus Amerika mit im Auto . Sie saßen , Gott sei es gedankt , hinter uns . Die ganze " Geschichte " dauerte ca. 45 Minuten und war so " NA JA " aber wir haben mal welche gesehen .
Wir hätten vielleicht auch ein wenig mehr Freude an dem Geschehen gehabt , wenn die Amerikaner nicht dabei gewesen wären . Denn : 1. erzählten sie lautstark und ununterbrochen - oh nice and beautiful 2. hatten beide solche riesigen Teleoschies , denen nie eine Pause gegönnt wurde und die einfach nur nervig Klick - Klick - Klick machten . Wenn man dieses Geräusch ständig im Nacken sitzen hat , stellen sich einem bald die Haare und ebenfalls die Ohren auf .
Zum Abschluß kam das spektakuläre " Fleischverstecken " auf einem Baum - da hat Micha dann aber gefilmt und es existieren keine Bilder . Ich hingegen freute mich noch über ein halbwegs brauchbares Foto eines Tokos .
Teil 4919. Apr. 2020
Auf der Rückfahrt zum Haupthaus winkten uns zwei Kinder fröhlich zu und auch unser Fahrer war sehr freundlich und lustig
Na ja , wenn alle Fotos der Amerikaner soo geworden sind 😗 !!!
Die Rückfahrt nach Windhoek ging dann ziemlich schnell . Auf dem Weg zur B1 sahen wir nochmals ein paar Tiere .
In Windhoek angekommen nutzten wir die Zeit um uns wenigstens ein wenig die Stadt anzusehen .
Die Autorückgabe und der Transfer zum Flughafen verliefen reibungslos . Wehmütig ( oder neudeutsch - wegmütig ) sahen wir unseren Flieger stehen .
Ja und dann hatte uns der Luftraum für ca . 10 lange Stunden wieder und ein super toller Urlaub ging dem Ende entgegen .
Teil 5024. Apr. 2020
Ausklang
Nun haben wir gemeinsam diese tolle Reise beendet . Für uns war es ein total genialer , erlebnisreicher und beeindruckender Urlaub , bis dahin der Beste . Der Afrikavirus hat uns , wie sehr vielen hier im Forum , gleich in der Kalahari erwischt und hat von uns Besitz ergriffen . Die Zeit ist wie im Fluge vergangen und dennoch hatte ich das Gefühl , ewig unterwegs gewesen zu sein . Die Tour war für ein erstes Kennenlernen für uns genau richtig . Manche Orte würde ich gerne ausgiebiger erkunden , andere Orte waren es wert , besucht zu werden ( z.B. Fishrivercanyon ) . Schade fanden wir , daß wir nur einem von unseren 3 Kindern dieses Erlebnis bieten konnten , gerne hätten wir diesen Urlaub mit der gesamten Familie erlebt .
Zum Schluß möchte ich allen Lesern , Buttondrückern und Kommentatoren herzlich danken - ohne euch hätte das Berichten nicht so viel Spaß gemacht . Nun möchte ich euch aber bitten , alle auszusteigen ( ein paar Mitfahrer habe ich anscheinend unterwegs verloren - schade ) . Ich hoffe , daß es euch nicht so geht wie Gromi und ihr entspannt den Bericht genossen habt . Ich hoffe , daß irgendwann die Reise ins Kaokoveld stattfinden kann und werde dann davon berichten . Seid lieb gegrüßt und bleibt gesund !!! Conny