Unterwegs sprach uns ein Nussschnitzer an , sehr freundlich und nett . Da ich im Vorfeld hier im Forum von der Vorgehensweise gelesen hatte und wir keine Nuss wollten , fielen wir nicht auf den Trick rein . Danke - liebes Forum . Da sieht man es wieder - Lesen bildet 😄 . Nachdem wir den angeblich schönen Bahnhof und auch die alte Dampfmaschine , die seinerzeit in unserer Kreisstadt gebaut wurde und nach Namibia verschifft wurde ( zum Einsatz kam sie wohl nie ) , nicht gefunden hatten , fuhren wir zum Sofia Dale etwas ausserhalb der Stadt . Hier war es ziemlich voll , aber wir bekamen dennoch eine schöne Campsite . Um nicht so viel rangieren zu müssen , blieben wir davor stehen , was auch ok war . Nachdem wir das Auto vom Staub befreit hatten und mal endlich wieder Ordnung ins Auto gebracht hatten , gingen wir zum Essen . Und juchhu - meine Geldbörse war auch wieder aufgetaucht . Beim Essen waren wir fast allein . Die anderen Gäste waren schon am Gehen . Somit hatten wir den Besitzer Manfred , ein ausgewanderter Rheinländer , ganz für uns . Das Essen war sehr reichhaltig und lecker . Die Reste wurden für uns eingepackt , so daß wir den nächsten Abend gesichert hatten . Dummerweise sind wir überhaupt nicht auf die Idee gekommen , uns mit Frischfleisch einzudecken .
Nach dem Essen saßen wir noch eine Weile mit Manfred zusammen und erzählten . Oh ich liebe den rheinländischen Dialekt , stammte doch meine Mutter vom Niederrhein und fast alle Verwandten wohnen dort . Allerdings waren wir mit manchen seiner Ansichten nicht auf gleicher Wellenlänge . Dieses erläutere ich jetzt nicht näher , denn ein ähnliches Thema sorgte in meinem anderen RB für Diskussionen . Die Nacht war furchtbar . 1. die Campnachbarn feierten bis spät in die Nacht 2. wir hatten Mücken im Zelt 3.es war eine Affenhitze - ich lag ohne Schlafsack oder Decke - nur im Schlüpper - und hab geschwitzt wie ein Ochse
Teil 2202. Apr. 2020
28.06.2016 Nach dem super Abendessen gestern leisten wir uns auch ein Frühstück bei Manfred . Dieses ist wirklich unschlagbar - hat nur der Sekt gefehlt .Während meine Männer noch viel mit M. erzählen , gehe ich auf Entdeckungstour .
Gegen 8.45 Uhr machen wir uns dann aber doch auf die Socken . Eigendlich wollten wir nochmal versuchen , die alte Dampfmaschine zu finden . Aber Manfred hatte uns gesagt , daß dort Straßen gesperrt sind und daher Verkehrschaos rundrum ist . Das hatten wir gestern gemerkt und wunderten uns nun nicht mehr , daß wir sie gestern nicht gefunden hatten. Also fahren wir gleich an der Küste lang Richtung Hentjes Bay . Die Sicht ist heute sehr diesig - zum Meer hin geht es , aber nach vorne raus gefällt es uns garnicht . Auch die ersten eingezeichneten Wracks können wir nicht entdecken . Irgendwann halten wir dann mal an und vertreten uns kurz die Beine . Na so schlecht ist doch die Sicht gar nicht . Und dann finden wir die Ursache heraus - unsere Frontscheibe ist total mit Staub und feinem Sand überzogen !!! Oh Mann - wie blöd können wir sein . Die Weiterfahrt war dann bei bester Sicht .
Die Zelda haben wir dann auch gefunden und kurz abgelichtet.
Nun aber weiter zur Spitzkoppe , auf die ich mich soooo freute .Unterwegs sahen wir öffters Frauen im Geröll nach Mineralien suchen , die sie an wackeligen Ständen am Straßenrand zum Kauf anboten - wir hatten kein Interesse - Steine hat uns schon immer unser Ältester zu hauf angeschleppt 😄 😄
Und dann sind wir ca 11.45 Uhr da - Juchhu !!!
Teil 2302. Apr. 2020
Auch hier ist es kein Problem einen Stellplatz zu bekommen - wir haben die frei Wahl . Die schönsten Plätze sind schon belegt und wir entscheiden uns für einen Platz ganz hinten bei den letzten Felsen ( 10 ? ) Diesen markieren wir mit unserem Tisch und den Stühlen als unseren .
Bis zu unserem Bushmanndrive mit Lazarus haben wir noch Zeit , darum fahren wir erstmal zur Bridge . Da es mitten am Tag ist , haben wir diese fast für uns alleine - toll .
Und wieder einmal bin ich dankbar und glücklich - das hätte ich mir doch nie im Leben gedacht , einmal hier zu stehen .
Teil 2402. Apr. 2020
Doch bald wurde es Zeit für unsere gebuchte Tour . Welch ein Glück - wir hatten Lazarus für uns allein. Zuerst geht es ein Stück zu Fuß zu den Zeichnungen . Dort versucht L. uns die Klicklautsprache zu erläutern und uns ein wenig davon bei zu bringen - vergeblich - wir sind alle 3 total talentfrei .
Anschließend fuhren wir mit unserem Auto durch " Sperrgebiet " - dort ist jetzt die neue Lodge . Wir sahen einige Tiere , eine gemalte Schlange , einen weiteren Felsbogen - alles recht nett - mehr aber auch nicht . Ich hatte gedacht , daß wir zu den Felszeichnungen weiter oberhalb gekommen wären .
Anschließend fuhren wir bis zur Bar und verabschiedeten uns von Lazarus . Für uns war es Zeit , ein wenig zu relaxen .
Irgendwann mußten wir unseren Magen auch mal mit fester Nahrung füllen . Deshalb ging es zurück zur Campsite .
Teil 2502. Apr. 2020
Micha fing mit dem Grillen an und ich durfte wegen des schönen Lichtes zum Fotoshooting aufbrechen - Juchhu Laßt Bilder sprechen :
Micha war in der Zwischenzeit sehr fleißig , so daß wir bald essen konnten .
Teil 2603. Apr. 2020
29.06.2016 In dieser Nacht war es sehr windig und unsere Stühle hatten sich von unserer Campsite unerlaubt entfernt . Zum Glück blieben sie aber in Sichtweite und hatten auch noch ihren Urzustand . Zum Frühstück bekamen wir Besuch .
Nachdem wir alle noch mal dort waren
machten wir uns wieder auf den Weg .
Wir beschlossen, zunächst nach Usakos zu fahren , um dort unsere Vorräte aufzustocken .
worauf die dort warteten ?
Gegen 10.00 Uhr konnte es dann endlich Richtung Ameib Ranch gehen .
Teil 2703. Apr. 2020
Kaum auf dem Gelände angekommen , konnten wir unsere ersten Giraffen sichten - zwar weit weg - aber trotzdem beeindruckend . Im Vorfeld hätten wir nie gedacht , daß uns das Entdecken von Tieren so viel Freude bereitet !!! Nachdem wir ein Permit besorgt hatten , machten wir uns mit dem Auto auf den Weg Richtung Phillipscave . Und plötzlich hatten wir Giraffen und anderes Getier direkt vor der Motorhaube - Wahnsinn .
Nun war aber mal Bewegung angesagt und wir begaben uns auf Schusters Rappen . Es war heiß und das Gelände teils steinig , geröllartig und steil . Unterwegs kam uns eine Kleingruppe entgegen , darunter zwei sehr alte und schon " geheingeschränkte " Personen - Hut ab vor deren Leistung . Bei der Höhle hatten wir dann Gott sei Dank Schatten und tolle Aussicht .
Zurück am Auto fuhren wir noch das Stück bis zu Bulls Party - Elephants Head bestiegen wir nicht da es so bullig heiß war.
Teil 2803. Apr. 2020
Liebe Lesegemeinde , ich möchte mich hiermit entschuldigen , daß meine Hochkantfotos leider quer liegen . Trotz Hilferufs hier im Forum und sofortiger Reaktion habe ich es nicht hingekriegt . Conny und Technik - kein tolles Paar . 🙁 Nun bitte ich euch , bei den besagten Fotos ein wenig Gymnastik zu betreiben , um in den Genuss dieser Aufnahmen zu kommen . Ich denke , wir bewegen uns im Moment eh zu wenig - zumindest ich . Stelle mich zwischendurch hier beim Schreiben aber ab und zu hin 😄 .
Doch nun weiter auf Ameib und Bulls Party
Landschaftlich war es super , aber die Mittagshitze machte uns doch zu schaffen . Auch auf dem Rückweg konnten wir Tiere sichten .
An der Rezeption schoss ich noch ein paar Bilder
und weiter ging es zur Erongo Plateau Campsite auf der Farm Eileen . Die Strecke zog sich mal wieder und bot nicht viel abwechslungsreiches .
Beim Livingmuseum der Sans hielten wir kurz , deren Angebot - für 1/2 Stunde 75 Nam pro Person - sie würden tanzen oder singen oder was wir sonst so wollen ( wir sahen allerdings nur 1 Mann , 2 Frauen und etliche Kinder ) - sagte uns nicht zu . In Gedanken sah ich uns sitzen , in die Hände klatschen und rufen : " Nun tanzt für uns " - echt blöde Vorstellung . Kurz vor der Zufahr zu der Farm sahen wir dann doch wenigstens noch mal was Micha meinte , das es sich ja wenigstens mal umdrehen könnte und Pfiff . Na das wird wohl Erfolg haben - meinte ich
Die Zufahrt zur Farm Eileen war dann sehr , sehr rumpelig .
Angekommen war es dort ziemlich voll -oh Schreck . Wo sollten wir zu so später Stunde noch hin ? Zum Glück war der allerletzte Stellplatz noch frei - uff ! Der Platz ist geharkt und man erkennt Affenspuren . M. meinte zu mir : Du weißt schon , daß Affen das Zelt öffnen können ? Brauchst aber keine Angst haben . Wenn einer in unser Zelt guckt und mich sieht , bekommt er Angst und denkt - oh großer Monkey im Zelt und haut ab . Ich sah Micha zweifelnd an und meinte - na ja - GROßER Monkey ? - eher dicker Monkey ! Besonders gefiel uns dann das Flair bei der Abendtoilette .
Teil 2904. Apr. 2020
30.06.2016 Über Nacht waren keine Tiere gekommen , auch am Wasserloch - weit weg - war nichts los .
Ich nutzte den Morgen für ein paar Fotos und gegen 8.15 Uhr starteten wir in den neuen Tag .
Im Nachhinein hat sich dieser Schlenker in unserer Route nicht gelohnt . Die Campsite selbst hat uns schon gefallen - mehr aber auch nicht . Eventuell hätte eine Wanderung dazu beigetragen , dieser Landschaft etwas abzugewinnen . Über Omaruru und Uis ging es zuerst mal zum Mowani Camp .
Am Tor zur Lodge wurden wir " abgefangen " und nach unserem Begehr gefragt . Da es noch früh am Tage war , wollten wir hier noch nicht bleiben - nur gucken . Das durften wir dann auch und es gefiel uns gut .
Später meinten meine Männer , die Fliegen hätten sie gestört . Hä ? Ich habe gar keine bemerkt . Als wir beim Damara Living Museum vorbei kamen , entschlossen wir uns spontan dazu , dieses zu besichtigen . Unsere Zweifel bezüglich solcher Vorführungen hatten sich allerdings noch nicht gelegt .
Teil 3005. Apr. 2020
Gleich beim Bezahlen dachte ich mir : Huch - barbusige Damen und wir unseren Jüngsten dabei - das kann ja lustig oder auch peinlich werden . Aber unser Sohn sah diese Tatsache gelassen - sind wohl eher wir Alten verklemmt .
Wieder hatten wir eine Führung nur für uns und auch sonst war nur noch eine Hand voll Touris im Schaudorf .Unsere junge Begleiterin führte uns reihum zu den einzelnenGewerken und erklärte uns viel - sehr interessant und teilweise auch lustig .
Zwischendurch trommelte man alle Besucher zusammen und es wurde voller Inbrunst für uns gesungen und getanzt .
Wir hatten schon den Eindruck , daß sie daran selbst Spaß hatten . am meisten gefiel uns der kleine Junge - er versuchte es den Männern gleichzutun - verlor aber ständig sein Stöckchen und kam somit aus dem Rhytmus und mußte ständig hinterher hetzen . Anschließend sahen wir uns weiter um .
Bei der Frage nach dem Fotografieren hatte ich es so verstanden , daß wir auch nach der Führung noch in Ruhe Fotos machen dürfen , dem war aber leider nicht so . Stattdessen wurden wir zum Verkaufsstand geführt . In Windeseile waren wir von jungen Damen umringt - also eigendlich nur unser Sohn - " Frischfleisch " ? Die Damen waren mehr an unserem Sohn interessiert als am Verkauf . Nun sah es folgendermaßen aus : 1. es hatte uns gefallen und wir wollten ihnen gerne etwas abkaufen 2. der Schmuck gefiel mir , aber sowohl mir als auch meiner Tochter und meinen " Schwiegertöchtern " liegt nicht so viel an Schmuck Nach längerem Suchen - die Damen bestanden ja darauf , daß unser Sohn etwas für seine Freundin kauft - fanden wir Sets zum Feueranzünden . Da nahmen wir 1 für unseren Pfadfinderstamm und 1 für die Freundin mit . Die Damen meinten , daß sei kein Geschenk für eine Frau , die Männer müssen das können . Nun ja - ich weiß nicht , ob er es bis jetzt gelernt hat .
Teil 3105. Apr. 2020
Nur um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen - mit Frischfleisch meinte ich nicht = Kanibalismus !!! LG Conny
Teil 3205. Apr. 2020
Nachdem wir uns ca . 1,5 Stunden im Livingmuseum aufgehalten hatten , ging unsere Reise weiter .Das Livingmuseum hat uns gut gefallen , die Vorurteile waren abgebaut . Gerne hätten wir gesehen , wie die Leute im Alltag leben ( nach Dienstschluß umziehen und Smartfon an ? ) Jedenfalls haben sie uns erzählt , daß sie abwechselnd in das Living kommen und ansonsten in ihrem Dorf " normal " leben , aber noch immer wenig Kontakt zu anderen haben . Kaum Chancen , einen Mann kennenzulernen . Nun ja , so ganz konnten wir das nicht glauben , aber was soll es . Man geht ja auch mal in ein Mittelalterdorf und weiß , daß die auch nicht mehr so leben , wie dort gezeigt . Interessant war es auf alle Fälle und wenn durch solche Locations die Tradition bewahrt wird ist es doch gut .
Unsere weitere Fahrt führte uns Richtung Tweyfelfontain . Da wir an der Abzweigung einen Hinweis zu den Orgelpfeifen und dem verbrannten Berg sahen , fuhren wir zuerst dort hin - ein Fehler . Denn entgegen der Infos aus dem Forum waren diese Attraktionen nicht mehr kostenlos . Es ging uns ja nicht um das Eintrittsgeld , aber die junge Kassiererin war wirklich im Afrikaarbeitsmodus . Auch konnten wir nicht nachvollziehen , warum man Autokennzeichen , Nationalität , Geburtsdaten , vorherige und nachfolgende Unterkunft brauchte um hinterher für 15 Minuten an den Orgelpfeifen entlang zu gehen . Jedenfalls hat der Erwerb der Erlaubnis mindestens doppelt so lange gedauert 🙄 . Ich sage es gleich : die Pfeifen haben uns nicht vom Hocker gerissen .
Mir ist bewußt , daß jetzt wieder Proteste kommen , aber für uns war das so - wir sind keine Geologen und haben schon interessantere Steinformationen gesehen . Da im Eintrittspreis auch der verbrannte Berg inkludiert war , fuhren wir auch dort hin - noch enttäuschender . Dem konnten wir ja so garnichts abgewinnen - darum auch nur ein kurzer Stop . Für Tweyfelfontain war es dennoch zu spät und wir machten uns auf die Suche nach einem Quartier . In Xaragu hatten wir Erfolg - leider wurde an dem Abend kein Essen angeboten . Es wird sich wohl nicht gelohnt haben , denn mit uns waren nur 3 Stellplätze belegt . Die Anlage war recht nett , aber die Stellplätze waren irgendwie blöd - unter so komischen Schattendächern - das gefiel uns nicht wirklich .
Die Feuerstelle war riesig und sogar mit einem Grillrost versehen . Micha machte auch gleich Feuer , bemerkte aber zu spät , daß der Grillrost angekettet war und natürlich in der anderen Ecke . Gut es gab 2 Lösungen 1. Glut in die andere Ecke 2. eigenen Rost holen und improvisieren ( Steine unterlegen ) Das brauchten wir aber beides nicht - der Campleiter - Chef ? sah unser Dilemma und brachte uns einen anderen Rost - Danke . Zum Sonnenuntergang bekam ich wieder Ausgang .
Teil 3308. Apr. 2020
01.07.2016 Wieder begrüßte uns die aufgehende Sonne und wir starteten frohgemut in den neuen Tag .
Zuerst wollten wir unseren tags zuvor verpassten Besuch in Tweyfelfontain nachholen . Also ging es die Strecke zurück . Kurz nach Öffnung waren wir da.
Auf Grund von Empfehlungen hier im Forum buchten wir den Kudutrail und hatten erneut einen Führer nur für uns - das hat uns jedesmal super gefallen . Unser Führer Artur konnte sehr lebhaft und lebendig über die Felsgravuren , ihre Entstehung und Bedeutung berichten - nur - er führte uns auf dem Lions Man Trail . Ich war begeistert von den Felsformationen - allein dafür hatte es sich für mich gelohnt . Wäre ich allein unterwegs gewesen , wäre ich wohl in Fotowahn verfallen 🙄 .
Zwischendurch erzählten wir Artur , daß wir gern Wüstenelefanten sehen würden . Er sagte , daß gestern eine Mutter mit Kind im Aba Huab Flußbett gewesen wäre . . Zum Ende der Führung wies ich Artur darauf hin , daß wir doch eigendlich den Dancing Kudu Trail machen wollten . Er meinte , wir sollen den getrost selbständig gehen , das wäre kein Problem . Gesagt - getan
Teil 3409. Apr. 2020
Oh ja , hier gefiel es uns gut , besonders mir . Meine fotografische Ausbeute wäre garantiert noch bedeutend größer gewesen - hätten mich meine Männer nur gelassen . Aber zu ihrer Ehrrettung muß ich sagen , sie gaben gute Models ab und stellten oder hockten sich in die mir vorschwebende Position - danke - Ich habe heute ein Foto für euch .
Zurück an der Rezeption kam der Parkplatzwächter auf uns zu und meinte : " Ihr sucht doch Wüstenelefanten . Heute sind sie " - und dann folgte eine Beschreibung , von der wir ausgingen , wir hätten sie verstanden . Dieses fanden wir sehr aufmerksam vom Personal . Nur , die Elefanten haben wir leider dann doch nicht gefunden . Da wir jetzt aber doch viel Zeit in dieser Gegend verloren hatten - wobei das der falsche Ausdruck ist - wir haben jeden Moment genossen , entschieden wir uns , auf direktem Weg nach Kamanjab zu fahren und nicht über den Grootbergpass ( schade ) ( Wollten wir eigendlich in 2 Wochen nachholen 😈 ) .Auf dem Weg dorthin kamen wir am versteinerten Wald vorbei - na ja , wenn man schon mal da ist . Also kurzer Stop . Viel hatten wir nicht erwartet - und wir wurden nicht enttäuscht .Unser Führer - ich schreibe es zum x. - Mal -nur für uns - machte das Beste daraus . Glücklicher Weise gab es auf dem Gelände auch Welwitschias . Die hatten wir noch nicht gesehen und unser Guide erzählte und erklärte uns viel über diese Pflanze .
Anschließend kamen wir zu den versteinerten Bäumen . Am beeindruckendsten fanden wir , daß wir uns sogar darauf platzieren durften . Leute - stellt euch das mal in Deutschland vor . Da wäre bestimmt in größerer Entfernung ein Elektrozaun drum .
Auf der Weiterfahrt nach Kamanjab entstanden dann noch ein paar Fotos .
Übrigens für alle Kenner meines anderen RB - dort sieht man schon sehr intensiv den blöden Fleck .
Teil 3509. Apr. 2020
In Kamanjab mußten wir mal wieder unseren Kühlschrank füllen . Besonders die Getränke gingen immer viel zu schnell zur Neige - Schitt Sundowner !!! Meine Männer gingen in den Laden und ich blieb in der Nähe des Autos . Und nun muß ich mich mal outen - ich bin Raucher 😵 . Daher ist die Aufgabenverteilung vorgegeben . Wie ich da so in der Sonne stehe und so vor mich hin träume , kommt ein Farbiger auf mich zu und fragt , ob ich für ihn eine Zigarette hätte . Ich war so perplex , daß ich ihm meine halbaufgerauchte Z. in die Hand drückte . Damit war er anscheinend zufrieden . Gleich neben dem Laden war so eine Art Busbahnhof mit vielen jungen Leuten und lauter Musik .Da fiel mir ein , daß es Freitag war . Vor genau einer Woche waren wir in Lüderitz - hä - erst vor einer Woche ? Noch niemals vorher in einem Urlaub habe ich so total Raum und Zeit verdrängen können . Wir waren doch schon ewig in Namibia !!! Während der Wartezeit machte ich mal " Leute gucken " . Unter anderem kam ein hellhäutiger Mann mit einer gehbehinderten , barbusigen Dunkelhäutigen - beide untergehakt - an mir vorbei und gingen in den Laden . Wenn man so etwas das erste Mal sieht ist es doch ein wenig befremdlich . Während des Guckens riss mich irgendwie der Rhytmus der afrikanischen Musik mit und ich konnte nicht stille stehen , sondern ich tänzelte ein wenig mit . Bis zu dem Augenblick , als ich merkte , daß sämtliche jungen Leute nun mich " beguckten " - peinlich !!! Aber ich habe einfach gewunken und gelächelt und die Situation war gerettet . Zum Glück waren meine Männer gerade mit dem Einkauf fertig und wir konnten zur Tanke fahren .
Nun hieß es nur noch eine Bleibe zu finden . Auf der Strecke zum Galton Gate sahen wir ein Hinweisschild für ein Camp - nichts wie hin . Wir landeten auf einer Farm , die wohl einem Dunkelhäutigen gehörte . Mehrer Leute trieben gerade die Kühe in ein Gatter und nahmen von uns keine Notiz . Aber als die Arbeit erledigt war , nahm der Älteste sich unser an . Er meinte , wir sollen hinter ihm herfahren . Dann belud er sein Auto noch mit Feuerholz und ab ging die Holperfahrt auf der gegenüberliegenden Straßenseite . Unterwegs lud er noch ein paar Kinder ein .
Auf der Campsite waren wir die einzigen Gäste . Schnell wurde der Donky angeheizt , ein paar Löcher zugebuddelt und alle toten Tausendfüßer eingesammelt .
Nachdem sie auch noch unser Braiifeuer entfacht hatten und wir sie entlohnt hatten , fuhren sie von dannen . Nun waren wir wirklich allein im Busch .
Teil 3610. Apr. 2020
Da wir vom " Campchef " Feuerholz ohne Ende hatten , saßen wir noch lange am Feuer und dachten an die Erlebnisse dieses Tages .
Auf der Fahrt hier zum Camp hatten wir endlich unsere ersten Warzenschweine gesehen . Auf die Frage , ob gefährliche Tiere auf die Campsite kommen könnten , lachten die Männer und verneinten - na mal sehen . Die beiden Jungs waren so freundlich und nett , daß ich ihnen aus meiner Bonbontüte etwas abgeben wollte . Ich dachte so an 2-3 Stück . Als ich aber mit meiner Tüte kam , hielten sie ihre kleinen Hände auf und ich schüttete sie großzügig voll . Anschließend hatte ich noch 2 - 3 Stück in der Tüte - da hätte ich sie ihnen auch gleich ganz schenken können 😄 . Sooo sollten sich mal deutsche Kinder über ein paar Bonbons freuen können .
02.07.2016
Wir hatten super geschlafen , ohne nächtlichen Tierbesuch - zumindest haben wir nichts bemerkt .Von fern hatten wir ab und zu mal ein Auto gehört , anscheinend waren wir doch nicht sooo weit in der Wildnis . Da wir vermuteten , ziemlich nah am Galton Gate zu sein , ließen wir uns Zeit .
Leider nicht besser erwischt
Um 8.30 Uhr verließen wir dann das BLYERUS CAMP ( für Sasa ) . Unterwegs sahen wir Zebras am Straßenrand und eine Giraffe hinter dem Etoshazaun . die hätten wir ja zu gerne gesehen , aber ... .. noch Nichts in dieser Richtung . Um 9.00 Uhr erreichten wir dann schon das Galton Gate .
Teil 3710. Apr. 2020
Ja und dann waren wir drin - wir sind im Etoshaaa - kaum zu glauben - unvorstellbar - Wahnsinn - Freudentränen bei mir !
Nach 1 Stunde , habe ich in mein Tagebuch geschrieben , hatten wir 3 Warzenschweine , Kudus , Oryx und andere Antilopen gesehen - viel größer als die ausserhalb des NP .
Ach , Zebras haben wir da auch schon gesehen - aha - schön , daß ich das 4 Jahre später bemerke .
nach 75 Minuten erreichten wir das 1. Wasserloch und waren überwältigt . Kaum Autos , dafür ( laut Tagebuch ) zig Zebras, Kudus , Oryx , 1 Strauß ,3 Warzenschweine 1 Schakal und Impalas . Ich weiß , daß ich gefühlte 1000 Bilder davon gemacht habe - aber wo sind die ? habe hier nur das eine . Oh was waren wir begeistert und gerührt !!! Sehr lange beobachteten wir die Tiere mit wachsender Begeisterung , aber irgendwann mußten wir auch mal ans Weiterkommen denken . Gerade als wir uns dazu entschlossen hatten , meinte unser Sohn : " Ich glaube da hinten kommt ein Elefant " Und tatsächlich - in der Ferne sahen wir einen Eli auf das Wasserloch zusteuern . Na da fährt man ja nun nicht weg , sondern wartet . Und dann sahen wir unseren 1. Elefanten ( ok im Zoo hatten wir schon welche gesehen - gilt aber in dem Falle nicht ) - super - geil - knorke - fantastisch !!! Und es kamen immer mehr .
Circa 45 Minuten beobachteten wir ehrfürchtig dieses Treiben . Manchmal kamen die Elefanten doch tatsächlich in unsere Richtung und wir bemerkten in einem solchen Augenblick , daß wir ringsum von anderen Autos eingezingelt waren . Das hatten wir vor lauter Euphorie gar nicht bemerkt . Oh je , wenn jetzt so ein Eli uns was Böses will - wir können überhaupt nicht fliehen . 😈 Nach der 2. Reise - Okavango , Chobe , Khwai - können wir über unsere damalige Angst nur Schmunzeln .
Teil 3814. Apr. 2020
So , nun haben wir aber genug Zeit am 1. Wasserloch verbracht . Auf dem Weg nach Olifantrus fahren wir alle Wasserlöcher ab , sehen aber auch unterwegs etliche Tiere .
Teil 3914. Apr. 2020
Wir sind so begeistert und im " Jagdfieber " , daß wir , als wir Olifatrus erreichen , nur kurz einchecken und gleich noch weitere Wasserlöcher anfahren .Vor lauter Angst , die Tiere könnten schnell verschwinden , lege ich nicht so sehr viel Wert auf die Qualität der Fotos . Stattdessen bin ich froh , sie überhaupt zu erwischen . Aber irgendwann rückt der Abend näher und wir müssen ins Camp und unser Lager aufschlagen . Als wir unser Abendbrot vorbereiten , stellen wir fest , daß unser Brot schimmelig geworden ist . In dem kleinen Kiosk gibt es allerdings keines zu kaufen . Zum Glück gibt es aber fertige Sandwichs zu kaufen - na ja - sättigt auch . Dann hält uns aber nichts mehr und wir gehen auf den schön angelegten Hide .
Das sind ja mal wieder tolle Motive für mich und die Kamera glüht .
Leider ist die Beleuchtung des Wasserloches nicht nach meinem Geschmack und fototechnisch eher bescheidenschön . Dennoch will ich euch die letzten Aufnahmen unseres 1. Tages im Etosha nicht vorenthalten .
Wir konnten unser Sichtungsglück kaum fassen . Nun fehlten ja eigendlich nur noch die " Katzen " . Ich glaube , an diesem Abend bin ich mit einem Lächeln auf dem Gesicht eingeschlafen .
Teil 4015. Apr. 2020
03.07.2016
Noch vor den ersten Sonnenstrahlen waren wir auf den Beinen , auf der gut gefüllten Campsite war es noch friedlich und still . Da wir noch nicht frühstücken konnten - ihr erinnert euch - unser Brot war schimmelig und der Kiosk noch nicht geöffnet - machte ich erst einmal einen Kontrollgang zum Wasserloch .
Ein paar durstige Oryxs waren schon vor Ort . Selbst um 7.00 Uhr war es noch sehr still auf der Campsite und wir konnten in Ruhe die Sonne begrüßen .
Anschließend scheuchten wir unseren Sohn , der der englischen Sprache mächtiger ist als wir , los zum Kiosk , um denen ein Toastbrot aus den Rippen zu leiern . Leider hatte er keinen Erfolg , obwohl er das Mehrfache des eigendlichen Preises anbot . So mußten wir am frühen Morgen wieder mit den warmen überbackenen komischen Toastetwas zurecht kommen - der Hunger trieb es rein .
Ein weiterer Besuch des Wasserlochs zeigte uns , daß nun das Leben so langsam erwachte .
Obwohl wir so zeitig aufgestanden waren , kamen wir dennoch erst gegen 9.45 Uhr von Olifantsrus los - so hatte ich mir das nicht gedacht . Eher so - der frühe Vogel .... Meine Männer sahen das gelassen , ich jedoch hatte das Gefühl , wichtige Sichtungen zu verpassen 😠 . Kaum unterwegs sahen wir dann diese Beiden . Und am nächsten Wasserloch ( habe mir leider nie die Namen aufgeschrieben ) eine Elimutter mit Kind . Es war mittlerweile 10.15 Uhr
Oh - wie süß !!!!! Doch plötzlich nahmen meine Augen gaaaanz weit hinten am Gebüschrand eine Bewegung wahr . Durch das Fernglas konnte man die Beiden ganz gut erkennen , aber mit meiner ca. 120,00 Euro teuren Exilim Kompaktkamera sah das schon ein wenig schwieriger aus . Ehe die Objekte meiner Begierde im Focus gefunden und rangezoomt waren , verging eine gefühlte Ewigkeit . Daß sie dann auch noch scharf wurden , hoffte ich vergeblich . Spätestens jetzt wünschte ich mir so ein Teleoschi wie die Eulenmuckels es haben 😄 . Dennoch will ich euch an unserer Sichtung teilhaben lassen .
Na gut - hier waren sie scharf 😄
Na da hatten wir ja wahnsinniges Glück gehabt . Wir hatten die Beiden selbständig entdeckt und in Ermangelung weiterer " Spanner " auch für uns ganz alleine . Nur eben seeehr weit weg - man kann ja nicht alles haben . Och manno - was war Conny glücklich !!!!!! Nur zwei Fakten störten mich an der Sichtung wirklich : 1. mein Mann wurde durch diese " späte " Sichtung natürlich in seinen Ansichten über Frühstück oder zeitig aufbrechen bestätigt 2. wie gerne hätte ich dieses Erlebnis auch mit meinen anderen Kindern geteilt Leider waren die Beiden dann total erschöpft und bewegten sich keinen Zentimeter mehr . Durch das angestrengte Starren unsererseits brannten unsere Augen schon und es verschwamm alles in wogendes gelbes Etwas . Das machte nun keinen Sinn mehr und wir verließen diesen aufregenden Ort .
Die restliche Fahrt bis Okakauejo war dann eher ereignislos - die Wasserlöcher leer , gesperrt bzw . war an ihnen nicht viel los .