Corona und soziale Distanzierung

78 Antworten · 9'290 Aufrufe · gestartet 20. März 2020 von dino
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Themenstarter727 Beiträge · seit 200820. März 2020 · #1
Hallo zusammen,

das Corona Virus ist ja auch in diesem Forum an vielen Stellen schon ein Thema. Bitte erlaubt mir diesen kleinen Off Topic Thread, weil ich es erschreckend finde, wie viele Leute das Thema immernoch auf die leichte Schulter nehmen.

Worum es bei sozialer Distanzierung geht, und warum das wichtig ist, wird oft erwähnt. Ich finde, es wird aber nirgendwo so deutlich, wie in diesem Artikel, weswegen ich ihn gerne mit Euch teilen möchte. Wer nicht lesen möchte, kann sich auch nur die Simulationen angucken.

https://www.washingtonpost.com/graphics/2020/health/corona-simulator-german/?utm_source=pocket-newtab

Auf das wir alle diese Krise gut überstehen.

Gruß

Dino
828 Beiträge · seit 201620. März 2020 · #2
@Dino

Bildlich wirkt es am Besten und sollte eigentlich von jedem verstanden werden..müsste man meinen.

ABSTAND HALTEN !!!

SD-2.JPG
zuletzt bearbeitet 20. März 2020
2'779 Beiträge · seit 200720. März 2020 · #4
Vor 13 Tagen hatten wir den ersten Fall in Buenos Aires, heute sind es 128, davon sind 3 bereits genesen und 3 Menschen starben.

00:00 Uhr heute, also seit Mitternacht gestern, herrscht in Argentinien die obligatorische Ausgangssperre. Langstreckenbusse, Inland- und internationale Flüge wurden gestoppt. Alle Grenzen sind geschlossen. Sämtliche Sicherheitskräfte sind aufgeboten um jeden Autofahrer zu kontrollieren. 45 Millionen Menschen müssen nun vorläufig bis am 31.März daheim, oder an dem Ort wo sie sich gestern um Mitternacht aufhielten, isolieren.

Natürlich gibt es Ausnahmen für Sicherheitskräfte, Ärzte und Pflegepersonal, sowie Angestellte in Supermärkten und kleinen Lebensmittelläden, Tankstellen, Apotheken und für Hilfspersonal von behinderten Personen.

Der lokale offentliche Verkehr funktioniert nur für diese Menschen, und mit Einschränkungen. Aber alles in allem steht das Land jetzt still. Wir alle hoffen, dass wir von Asien und Europa lernten und die Kurve der Neuinfizierten in den nächsten zwei Wochen runterdrücken können. Und anschliessend den wirtschaftlichen Schaden irgendwann verdauen können.
Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 20. März 2020
828 Beiträge · seit 201620. März 2020 · #6
marimari schrieb:Hallo zusammen,
ehrlich gesagt: ich wünsche mir die Ausgangsperre! (für uns alle)
Gruss aus dem Homeoffice.
Mari
...wenn sich die Leute nur an die Regel halten würde bräuchte es keine Ausgangssperre ....

Gruss aus der Ausgangssperre (Homeoffice) in Paris ...not nice 😠
zuletzt bearbeitet 20. März 2020
4'382 Beiträge · seit 201520. März 2020 · #8
@Maputo
Da hoffe ich nur, daß Du Dich wenigstensmit der französischen Lebensart angesteckt hast, denn lt. Deutschlandfunk horten die Deutschen Toilettenpapier, während die Franzosen sich mit Rotwein und Kondomen bevorraten 😗
Das sind kulturelle Unterschiede!
Trotzdem mitleidige Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Gast20. März 2020 · #9
@ den Unterschied zwischen BEMERKEN und SCHON DA SEIN, siehe Bild 7 in
https://perspective-daily.de/article/1181/2hWA1mB8
und die Erläuterungen.
Kurzfassung: Wenn anfänglich Dutzende Neuinfizierte pro Tag auffällig werden, noch dazu in der Anfangsphase mit geringer Testfrequenz, gibt es bereits 20 bis 30 Mal so viele Infizierte von denen man noch nichts weiß, weil sie noch keine Symptome zeigen oder keinen Arzt aufgesucht haben (ca. 2 Wochen Inkubationszeit!). Bei einer Situation wie z. B. von La Leona beschrieben, sind also schon dann einige tausend Infizierte in der Pipeline, die, ohne sofortige drastische Maßnahmen, täglich bis zu 5 Menschen anstecken (siehe Graphik oben). Das ist exponentielles Wachstum; wenn die Zuwachszahlen so verlaufen, ist der Damm bereits gebrochen, man kann nur mehr Schadensbegrenzung machen. Die Bilder 22 und 23 zeigen den möglichen (!) Effekt von Kontakteminderung, „social distancing“ auf Neudeutsch. Es ist alternativlos.
zuletzt bearbeitet 20. März 2020
828 Beiträge · seit 201620. März 2020 · #10
CuF schrieb:@Maputo
Da hoffe ich nur, daß Du Dich wenigstensmit der französischen Lebensart angesteckt hast, denn lt. Deutschlandfunk horten die Deutschen Toilettenpapier, während die Franzosen sich mit Rotwein und Kondomen bevorraten 😗
...keine Bange, mein Weinbestand ist nach Weinkeller App bei 125 Flaschen... das reicht für fast 3 Wochen... 😉
zuletzt bearbeitet 20. März 2020
522 Beiträge · seit 201720. März 2020 · #11
Von was träumt Ihr?
Derjenige der auf Partys ging oder sich sonst gruppenweise getroffen hat (es sind nicht nur die Jungen) wird das auch weiterhin tun.

Ist wie mit Suff oder Telefonieren beim Autofahren. Es ist bekannt u verboten aber doch so cool.

Kontrollen? Wer? Die jetzt schon völlig überlastete und unterbesetzte Polizei?
2'391 Beiträge · seit 201620. März 2020 · #12
Hallo zusammen, ich würde ja gerne, aber meine Kollegen machen mir da nen Strich durch die Rechnung. Es wird sich ein Fach nicht an die von der Geschäftsleitung angeordneten Maßnahmen gehalten. Es sollen nur höchstens 3 Im Pausenraum sein. Was passierte heute Mittag? 5 Kollegen im Pausenraum alle schauten auf einem! Smartphone zusammen einen Film. Als ich erwähnte, es solle nicht mehr gemeinsam Pause gemacht werden. Daraufhin könnte ich mir blöde Sprüche anhören. Währendessen erzählte dann ein Kleve noch, dass er Nachmittags seinen Sohn ins Anstrichzentrum fahren muss. 😈
Also ich Kollegen bat nicht das technische Labor zu betreten, weil sonst der Mindestabstand nicht mehr eingehen wird, wurde ich ausgelacht.
Meine Bitte in der Personalabteu g ab sofort meinen Resturlaub und meine Überstunden abzufeiern würde abgelehnt.
Was nützt es dann alles?

So wird es in anderen Firmen auch sein. Leider wird da eine Ausgangssperre auch nicht helfen, denn Arbeiten darf man ja dann trotzdem. Wenn muss alles dicht gemacht werden was nicht überlebenseichtig ist.

Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
2'779 Beiträge · seit 200720. März 2020 · #14
Genauso wie Gila.Bend und Sasa es schildern ist es. Mein Beileid für Sasa, so ohnmächtig zu sein.

Hier kurz wie es zur kompletten Sperre gekommen ist bei uns: Am 15.3. kündigte der Präsident mit einer Ansprache am Sonntagabend im TV an, dass ab dem nächsten Tag alle Stufen des Unterrichts und Schulen geschlossen werden und er verordnete zusammen mit den 24 Gouverneuren an, dass Menschen über 65 und die von der Schule befreiten Kinder zuhause isoliert bleiben sollen. Die Grenzen waren da schon seit zwei Tagen geschlossen und die Selbst-Isolation für zurückkehrende Argentinier aus Ländern mit Coronafällen ebenfalls obligatorisch.

Als man am 16.3. sah wie die Kinder auf dem Spielplatz zusammen spielten, mussten auch diese Orte und Sportplätze, Gyms, Schwimmbäder geschlossen werden. Erneut wurde man aufgefordert home office zu machen, Arbeiter bekamen Lizenz um sich daheim um die Kinder zu kümmern, 50% der Angestellten einer Firma sollten home-office machen, etc. ES wurde aufgefordert sich nicht in andere Provinzen zu begeben, 2 Meter Distanz zwischen den Personen zu wahren, Hände zu waschen, etc.

Bereits am Donnerstag 19.3. setzten sich Tausende hinter das Steuer ihrer Autos und fuhren an die Strände in Anbetracht eines superlangen arbeitsfreien Wochenendes (weil 23. und 24. Feiertage sein werden). und weil sie die angekündigten Kontrollen ab Freitag, umgehen wollten. Denn ab heute war ursprünglich vorgesehen gewesen zu kontrollieren wer wohin auf den Fernstrassen unterwegs ist.

Die Staus und Schlangen von Autos waren eindeutig der ausschlaggebende Punkt wo die Regierung sah dass sich keiner um eine Verordung schert. Unter anderem fischte die Gendarmerie gestern auch einen Fahrer ab welcher mit 38,5°C Fieber und mit nachweisbarem Kontakt zu einem italienischen Touristen, an einen Badeort am Atlantik unterwegs war.

Etwa 200 andere Isolierte müssen derzeit von der Bundespolizei (stationiert vor dem Domizil) bewacht werden damit sie nicht ihre Wohung verlassen. Die viveza criolla oder das Sprichwort hecha la ley, hecha la trampa sah man bis gestern überall. Die wenigstens hielten sich an die Vorschriften.

Weil Disziplin sowieso ein Schimpfwort ist hierzulande, hatte die Regierung ehrlich keine andere Wahl. Es gab nur einen Weg: die Leute in ihren vier Wänden einzusperren.

Ich bin schon neugierig zu verfolgen welches die erfinderischsten Ausreden usw. sind von Leuten die man auf der Strasse erwischt. Wer nicht die Anweisungen befolgt und nicht beweisen kann ein Ausnahmefall zu sein, wandert mit einem Express-Strafverfahren direkt in den Knast, kein Federlesen. Auto wird auf der Stelle beschlagnahmt und ab die Post.
Gruss Leona
5'479 Beiträge · seit 200920. März 2020 · #15
Hallo Sasa,

doch es gibt auch Firmen, bei denen die soziale Distanzierung gut geregelt ist und dies auch von allen eingehalten wird. Ich habe das Glück bei solch einer Firma zu arbeiten.

Bei uns darf je Büroraum nicht mehr als eine Person arbeiten. Wir haben Schichtpläne die regeln, wer anwesend ist und wer von zu Hause arbeitet. Alle Meetings intern und extern werden nur noch als Telefon- oder Videokonferenz abgehalten. Nach allem was ich mitbekomme, wird sich umfassend an die Regelungern gehalten. Das alles in einem internationalen Unternehmen mit über 20.000 Mitarbeitern. Gleichzeitig ist ein permanenter Krisenstab im Einsatz dessen Aufgabe es ist, die Betriebsbereitschaft des Unternehmens und die Gesundheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Dies bei sich ständig verändernden Rahmenbedingungen.

Grundsätzlich fehlen mir wie so oft die positiven Nachrichten. Es wird immer nur verbreitet, was schlecht läuft und nie was gut läuft. Es tauchen immer nur Bilder auf, die zeigen wo etwas nicht funktioniert. Wenn man aber die verwaisten Treffpunkte der Städte und Kommunen sieht, weiß man, dass sich sehr viele Menschen sehr wohl an die Distanzregeln halten.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'240 Beiträge · seit 201120. März 2020 · #16
Maputo schrieb:

...keine Bange, mein Weinbestand ist nach Weinkeller App bei 125 Flaschen... das reicht für fast 3 Wochen... 😉
ich sag's jedem: nach dieser Krise sind wir alle 10kg mehr+ Alkoholiker 😄 ..auch uns schmeckt der Wein im Moment sehr gut 😛 ..haben gerade noch eine Lieferung online bestellt.
Ciao, Mari
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 20. März 2020
7'296 Beiträge · seit 200620. März 2020 · #17
Maputo schrieb:
CuF schrieb:@Maputo
Da hoffe ich nur, daß Du Dich wenigstensmit der französischen Lebensart angesteckt hast, denn lt. Deutschlandfunk horten die Deutschen Toilettenpapier, während die Franzosen sich mit Rotwein und Kondomen bevorraten 😗
...keine Bange, mein Weinbestand ist nach Weinkeller App bei 125 Flaschen... das reicht für fast 3 Wochen... 😉

… finde ich sehr vorausschauend und vernünftig, dass Du beschlossen hast, Dir den Vorrat ein bisschen einzuteilen und zu rationieren, damit er so lange reicht. 😉

Mit freundlichem Grinsen
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
7'296 Beiträge · seit 200620. März 2020 · #18
marimari schrieb:
ich sag's jedem: nach dieser Krise sind wir alle 10kg mehr

… ja, aber leider werden manche auch weniger sein.

Gruß
Wolfgang
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7'296 Beiträge · seit 200620. März 2020 · #19
Topobär schrieb:
Grundsätzlich fehlen mir wie so oft die positiven Nachrichten. Es wird immer nur verbreitet, was schlecht läuft und nie was gut läuft. Es tauchen immer nur Bilder auf, die zeigen wo etwas nicht funktioniert. Wenn man aber die verwaisten Treffpunkte der Städte und Kommunen sieht, weiß man, dass sich sehr viele Menschen sehr wohl an die Distanzregeln halten.

… es reicht nur leider nicht, wenn sich "sehr viele Menschen" an die Regeln halten, denn es sind immer noch zu viele, die sich nicht daran halten. Und die reichen halt leider aus, um das Virus auch zwischen denen zu verbreiten, die versuchen, die Regeln einzuhalten.

Bei uns funktioniert es bei 95% der Mitarbeiter auch. Aber die 5%, die es nicht begreifen, sind halt schon zu viel. Ohne Ausgangssperren sind wir in Deutschland in wenigen Tagen bei den Zahlen von Italien.
Man hat aus den Verläufen in China nichts gelernt und dann aus den zeitversetzten Vorkommnissen in Italien wieder nicht. Jetzt läuft man sehenden Auges in genau die gleiche Lage.

Ich war heute mal in der Mittagspause draußen unterwegs. Alle Lokale, deren Außenbereiche in der Sonne lagen, waren dort rappelvoll besetzt.

Für mich ist das alles unbegreiflich. Vor acht Jahren hat der Bundestag eine Studie einer Pandemie in Auftrag gegeben und man ging sogar zufällig von den Parametern aus, wie sie tatsächlich eingetreten sind. Man hat über Ebola, Lassa, Influenza … nachgedacht und dann zufällig ein bisher unbekanntes Coronavirus angenommen, dass sich über einen Markt in Asien verbreitet. Man hat den gesamten Verlauf genauso vorhergesagt, wie es jetzt verläuft.
Wozu gibt man eine solche Studie in Auftrag, wenn man dann daraus nicht über Maßnahmen über den Fall des Falles nachdenkt und einen fertigen Plan "in der Schublade" hat?

Die Regierung scheint unfähig, die Bevölkerung leider auch.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
7'296 Beiträge · seit 200621. März 2020 · #20
… so - einen hab' ich noch.

Die Zahl der Todesopfer des Coronavirus weltweit hat heute die Zahl der Todesopfer der Ebola-Epidemie in Westafrika vor einigen Jahren überschritten. Ebola hat jedoch 1,5 Jahre (?) benötigt und Corona nicht mal drei Monate. Vor Ebola hat man damals gezittert und Corona halten viele Leute immer noch für 'nen besseren Schnupfen.

Ein großer Unterschied war seinerzeit auch, dass Helfer und Ärzte aus Asien, Europa und den USA in Westafrika mitgeholfen haben. Wenn das mit Corona in Afrika richtig Fahrt aufnimmt, wird das diesmal nicht möglich sein, weil alle Länder mit sich selbst beschäftigt sind und gar kein medizinisches Personal abstellen können (außer vielleicht inzwischen wieder China).

Afrika wird sich von Europa und den USA im Stich gelassen fühlen und China wird die Situation u.U. in die Hände spielen, ihren Einfluss in Afrika auszuweiten.

In Italien ist die Lage derzeit schlimm und in Deutschland wird sie es auch noch, fürchte ich.
Was über Afrika einbrechen wird, wird vermutlich noch 'ne andere Nummer werden. Die haben viele Menschen, die bereits an TBC, HIV/AIDS oder Malaria erkrankt und geschwächt sind und gleichzeitig eine wesentlich schlechtere medizinische Versorgung. In afrikanischen Ländern kommen (je nach Land) pro Einwohner 40 bis 200 mal weniger Ärzte auf X Einwohner als in Deutschland.

Ich war in vier afrikanischen Ländern in verschiedenen Krankenhäusern (zum Glück nie als Patient) und in vielen Hospitälern gibt's nicht mal Moskitonetze (nicht an Fenstern und nicht an Betten), keinen Strom und kein fließendes Wasser (bzw. nur ein bis zwei Stunden täglich).

Schön wird das alles nicht enden.

Gruß
Wolfgang
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