Freitag, 1. Juni 2018 →
Namib-NaukluftAuf der Suche nach den BergzebrasWir haben am Morgen gefrühstückt und uns ein bisschen über das transusige Servicepersonal gewundert. Das Büffet wurde immer nur teilweise aufgestellt. Geschmeckt hat es gut, aber man konnte halt nicht mit Obst anfangen, das kam erst eine halbe Stunde später...
Für heute hatten wir vorgesehen im Namib-Naukluft-Park zu wandern und auf die Suche nach den Hartmann-Bergzebras zu gehen. Da mein Fußgelenk aber immer noch sehr geschwollen war und schmerzte, war das leider nicht möglich. An Wandern war nicht zu denken. Schade, wir wollten eigentlich den Olive Trail gehen, der mehrere Stunden dauert und landschaftlich einmalig sein soll.
Georg ist ein bisschen enttäuscht, dass das Wandern ausfällt und vor allem, dass er keine Bergzebras zu sehen bekommt.
Da wir jetzt ja den Rest des Tages nichts mehr vorhaben, trödeln wir noch etwas, sehen unter anderem Bülbüls und GoAway-Birds (Grauschreivögel).
Wir begegnen auch dem zahmen Warzenschwein der Lodge, das als verletztes Jungtier ankam und geblieben ist und dem Hund Gesellschaft leistet.
Wir halten noch einen Plausch mit Godley, dem netten jungen Mann an der Rezeption und brechen dann auf, um die kurze Strecke zum Naukluft-Park zurückzulegen.
Unterwegs auf der D854 sehen wir mal wieder Webernester, in dem Fall an Strommasten.
Ein Greifvogel, den wir als Laien zum Black Breasted Snake Eagle erklärt haben (gerne korrigieren, falls wir falsch liegen...), lässt sich im Flug ablichten, aber insgesamt ist die kurze Fahrt erignislos.
Das Tor zum Namib-Naukluft-Park und Camp ist mit einem Köcherbaum verziert, was wohl ein Hinweis darauf ist, dass man sie im Park tatsächlich hier und da zu sehen bekommt.
Wir fahren durch den Park zur Rezeption, wo wir uns anmelden. Die nette Dame dort erklärt uns, dass wir in der Elegant-Lodge anrufen müssen, aus der wir gerade kommen. Offensichtlich hat Georg seinen Kindle in der Elegant-Lodge gelassen, der unter seinem Kopfkissen gefunden wurde. Und Godley, der freundliche junge Mann, mit dem wir ja noch geschwatzt hatten, wusste ja nun, wohin wir fahren und hat schon dort angerufen, bevor wir überhaupt angekommen sind.
Was nun, müssen wir zurückfahren? Kann man uns den nach Deutschland schicken?
Unter Auferbieten aller Tricks bekommen wir genug Netz, um eine sinnvolle Kommunikation hinzubekommen, wobei die nette Dame an der NWR-Rezeption sehr behilflich ist.
Godley erklärt uns, dass er den Kindle jemandem namens Anthony gegeben hat, der ihn mitnimmt. Aber wohin denn? Kommt der hier im Naukluft vorbei?
Nein, aber auch er ist einen Tag später in Swakopmund, genau wie wir. Okaaaayyy...
Wir sind skeptisch. Wer ist dieser Anthony, und woher sollen wir wissen, dass der nicht mit dem Kindle durchbrennt.
Keine Sorge, sagt Godley, er sorgt dafür, dass Anthony unsere Nr. bekommt, und sich bei uns meldet.
Was für eine Aufregung...
Wir beziehen erst mal unser „Chalet“, das uns sehr gut gefällt, sauber und ordentlich ist und schön ruhig daliegt. Leider ist es recht dunkel und hat auch kein warmes Wasser.
Es gibt Guinea Fowl und Paviane direkt vor der Tür und auch der Wald beginnt da sofort.
Da es dermaßen einladend ist, wollen wir trotz des Fußes noch ein Stück gehen. Direkt hinter den Chalets endet der Waterkloof Trail und den laufen wir jetzt falschherum, wenigstens ein bisschen.
Es ist eine superschöne Landschaft, sehr ruhig und einsam führt der Weg an einem Bach entlang. Wir sehen GoAway-birds, Paviane und sogar einen Klippschliefer.
Aber keine Zebras. Georg ist immer noch nörgelig und schlecht gelaunt. Wahrscheinlich wegen der Zebras, bzw. der nicht-vorhanden Zebras. Dabei sollte das doch hier ihre Heimat sein...
Oder doch wegen des Kindle... Sicher bin ich nicht.
Es gab kleinere und größere Bäume, Köcherbäume und Bäume, die sich komische Plätze zum Wachsen suchen.
Die Landschaft gefällt uns extrem gut und ist ein sehr starker Kontrast zur Namib, die ja überall rundherum ist.
Nach der tollen (wenn auch stark verkürzten) Wanderung geht’s wieder zum Hauptgebäude zum Abendessen.
Es ist ein winziges Gebäude mit nur einer Handvoll Tischen.
Das Abendessen war nicht so überzeugend. Es war ein 3-Gänge-Menü, von dem nur die Suppe gut war, das Steak ging so, aber den Kuchen hätte man sich lieber sparen sollen...
Die Deko ist jedenfalls besser als das Essen.
Wir bekommen den Tipp, auf der Zufahrtsstraße 3KM zurückzufahren, da sei eine Einmündung, und da habe man gute Chancen die unsichtbaren Bergzebras anzutreffen.
Also machen wir uns nach dem Essen auf den Weg durch die stockdunkle Nacht über die alles andere als gute Zufahrtsstraße, um endlich Zebras zu sehen.
Und was soll ich sagen?
Nichts gab's.
Kein Zebra, kein nichts...
Enttäuscht machen wir uns auf den beschwerlichen Rückweg und gehen mal wieder früh schlafen.
Das war auch gut, weil wir in der Nacht von den Pavianen auf unserem Dach geweckt wurden.
So war die Nacht trotzdem recht kurz und wir haben früh eingepackt und sind direkt mit gepacktem Wagen zum Frühstück ins Hauptgebäude gefahren.
Das Frühstück ging so und wir haben uns direkt früh aufgemacht, weil wir ja eine lange Strecke geplant hatten mit mehreren Stopps.
Fazit Elegant Desert LodgeUns hat es gut gefallen. Hübsch gemacht, sehr nettes Personal , gutes Essen.
Wir fühlten uns willkommen und alles war viel persönlicher als in der Anib vorher.
Die Nähe zum Sossusvlei ist super und die Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft war toll.
Das trödelige Personal beim Frühstück war für uns ein Ausreißer, der zum Rest nicht passte.
Insgesamt:
Super, jederzeit wieder.Fazit Namib-Naukluft-ParkEine wunderschöne, faszinierende Landschaft, die sehr sehenswert und lohnenswert ist, auch ohne Zebras. Sehr beeindruckend und eine tolle Abwechslung zur umgebenden Wüste.
Insgesamt:
Super, jederzeit wieder.Fazit Namib-Naukluft-NWR-CampSehr freundliche Dame, die bei der Kommunikation sehr geholfen hat. Hübsche Chalets. Aber Essen und fehlendes Licht und Warmwasser, sowie die randalierenden Paviane sprechen dagegen.
Insgesamt:
nein, lieber nicht...