regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201327. Dez. 2019 · #1
Seit ein paar Wochen sind wir wieder zurück von unserer 5. Reise ins südliche Afrika. Jedes Mal wenn ich wieder einen Reisebericht mit traumhaften Bildern der einsamen Landschaften im Kaokoveld hier im Forum richtig verschlungen habe, sagte ich mir – da will ich unbedingt auch einmal hin. So war unsere Entscheidung nicht schwer, in welche Richtung unsere Selbstfahrreise diesmal hinführen wird und die Eindrücke haben meine Erwartungen um das Mehrfache übertroffen. Deshalb möchte ich mich mit diesem Bericht auch für alle tollen Erzählungen, Tipps und Bilder in diesem Forum bedanken.
Wir reisen immer gerne im November, wenn es bei uns kalt und grau ist. Wir waren uns bewusst, dass es sehr heiss sein wird im Kaokoveld um diese Jahreszeit und dass es in ganz Namibia sehr trocken und dürr ist, aufgrund des fehlenden Regens, und Mensch und Tier darunter sehr leiden. Da wir nur mit einem Fahrzeug unterwegs waren, und bisher noch nie mit Bushcamper oder Dachzelt unterwegs waren, sind wir auch diesmal als Lodgehopper unterwegs gewesen.
Unsere Route sah wie folgt aus:
Und hier haben wir übernachtet: Windhoek : Voigtland Guesthaus Swakopmund: The Stiltz Spitzkoppe: Spitzkoppen-Lodge Damaraland: Mowani-Mountain-Lodge Palmwag: Grootberg-Lodge Sesfontein: Fort Sesfontein Purros: Okahirongo Elefant Lodge Orumpembe: Etambura Opuwo: Opuwo Country-Lodge Epupa-Fälle: Epupa-Falls-Lodge Kunene: Kunene-River-Lodge Etosha-West: Hobatere-Lodge Etosha: Okaukuejo Etosha-Ost: Mushara Bush Lodge Erongo: Mount Etjo Game-Farm
Die Koffern sind gepackt – endlich hat das Warten ein Ende. Kurz vor Mittag sitzen wir in der Bahn Richtung Zürich - Flughafen. Wir haben extra eine Verbindung ohne Umsteigen gewählt, jedoch kurz vor Zürich heisst es im Lautsprecher: "Auf Grund von Bauarbeiten fährt der Zug nicht bis Flughafen - bitte umsteigen". Zum Glück können wir auf dem selben Perron warten und müssen nicht durch den ganzen Bahnhof sputen mit unserem Gebäck. Wir kommen trotzdem früh genug am Flughafen an und können gleich unser Gepäck aufgeben. Es reicht auch noch für einen letzten feinen Kaffee.
Wir fliegen erstmals Qatar Airways aufgrund von den stetigen Unsicherheiten der Air Namibia. Ob dies ein guter Entscheid war werde ich später kommentieren. Der Flug Zürich-Doha hat 3/4 Std. Verspätung, in Doha haben wir noch etwas mehr als eine Stunde für den Anschlussflug - Zum Glück finden wir uns schnell zurecht in diesem riesigen Flughafen und wir sind früh genug am richtigen Gate. Der Flug bis Windhoek zieht sich furchtbar in die Länge und obschon unser Flieger " Dreamliner" heisst, bleibt meine Nacht schlaf- und traumlos. Irgendwann nimmt auch dieser Flug ein Ende und wir sind in der ersten Reihe bei der Passkontrolle. Da ist unsere Stimmung sofort wieder besser. Bei der Gepäckausgabe braucht es etwas Geduld, meine Tasche kommt schon ganz am Anfang und dann warten, warten, warten - aber die zweite Tasche kommt doch noch. Nun schnell zur Autoübernahme, auch das läuft gut bei Europacar. Eigentlich hätten wir einen Toyota Fortuner bestellt, aber das geht nicht mit 2 Reserveräder. So erhalten wir fast einen neuen Toyota Hilux mit nur 4500km und 2 Reserveräder 🙂 Dann müssen wir noch ein wenig Geld wechseln und schon geht unser Namibia-Abenteuer los. Erste Station, Farm Voigtland, dort haben wir uns vor 2 Jahren verabschiedet mit den Worten, - wir kommen wieder. Etwas übermüdet kommen wir auf Voigtland an und sind froh, dass wir nicht weiter fahren müssen heute. Wir werden herzlich von Gaby begrüsst und erhalten das Zimmer 4 mit Glasdach und Blick in den namibischen Sternenhimmel. Nicht schlecht für den ersten Tag. Kaum haben wir unsere 7 Sachen ausgeräumt, fängt es zu regnen an. Der erste Regen seit langem. Es ist sehr trocken und der Regen wird sehnlichst erwartet. Wir nutzen den Nachmittag um noch kurz nach Windhoek zu fahren um ein paar Einkäufe zu tätigen, Wasser und Früchte und was es so braucht, wenn man länger unterwegs ist. Zurück auf Voigtland ruhen wir uns ein wenig aus bevor es zum Nachtessen geht. Bei einem Glas Chardonnay zum Apero machen wir Bekanntschaft mit 2 Fotografen, welche 2 Wochen auf Fototour in Namibia unterwegs gewesen sind. Ihre Bilder lassen uns träumen, halt Profis! Dann geniessen wir ein köstliches Nachtessen mit einem guten Tropfen Stellenbosch Pinotage ausgewählt vom Chef des Hauses, Stefan. Todmüde aber zufrieden mit unserem ersten Tag in Namibia schlafen wir tief und fest nach einer fast schlaflosen Nacht im Flugzeug.
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag...
2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men
2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201627. Dez. 2019 · #2
Hallo Regsal,
eine Reise durch Kaokofeld und dann noch als Lodgehopper, das kann ich mir nicht entgehen lassen. Diese Gegend kennen wir bisher noch nicht und da wir nicht zur Camping-Fraktion gehören, ist so ein Reisebericht eine wunderbare Einstimmung auf vielleicht unsere 5. Reise nach Namibia. Ich bin gespannt, was Ihr auf Eurer Reise erlebt habt.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Ihr Lieben Da bin ich sehr gerne dabei und freue mich auf euren Bericht. Den Nordwesten zu bereisen ist noch auf meiner Liste, hoffe sehr dies auch bald live zu erleben. Aber erst mal freue ich mich mit euch zu reisen. Glg Tessi
casimodo4'528 Beiträge · seit 200728. Dez. 2019 · #4
Hallo Regsal,
na das hört sich doch einmal vielversprechend an. Ich bin ja so gespannt, wie es Euch in Okahirongo gefallen hat ...... und an anderen Stellen natürlich auch. In Mount Etjo waren wir in 2002 auf unserer ersten Afrikareise.
Viele Grüße und Du darft gerne in die Tasten hauen 😉 😉 Casimodo
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201328. Dez. 2019 · #5
Guten Morgen an alle "Mitreisenden" - das freut mich natürlich, wenn ich euch ein bisschen Namibiawärme(-hitze) in die Winterstube bringen darf 🙂 Der nächste Tag ist zwar sehr windig.... 😉
2.11. von Windhoek nach Swakopmund
Nach dieser erholsamen Nacht erwachen wir bei schönstem sonnigen Wetter und wir können auf der neu gebauten Frühstückterrasse mit Blick auf die „hauseigenen“ Giraffen das erste Frühstück in Namibia geniessen.
Das Auto ist wieder gepackt und wir haben von Stefan noch einen Kanister ausleihen können. Unser Toyota hat keinen zweiten Tank und im Kaokoveld sind die Tankstellen rar. In 3 Wochen sind wir ja wieder für die letzte Nacht auf Voigtland. Jetzt kannst endlich richtig losgehen. Richtung Windhoek über den Sam Nujoma Drive auf die C28 Richtung Boshua Pass.
Vorerst noch auf einer neu asphaltierten Strasse, der Chauffeur ist überzeugt, dass wir nicht auf der richtigen Strasse sind, da half auch meine Überzeugungskraft nicht...., doch bald ist fertig Asphalt, die Welt ist wieder in Ordnung und wir sind auf der Gravelroad C28 Richtung Boshua Pass.
Die Dürre ist erschreckend, hie und da ein paar Rinder, welche an den dürren Sträuchern noch irgend ein Blatt suchen.
Die Zeit reicht nicht aus bis zur Blutkuppe zu fahren und wir haben auch kein Permit gelöst. Dennoch ist diese Strecke landschaftlich trotz Dürre lohnenswert.
Der letzte Abschnitt der C28 führt uns durch den Namib-Naukluft-Nationalpark – schnurgerade Richtung Swakopmund.
Auch dort wird fleissig an einer neuen Umfahrungsstrasse gebaut, so dass wir einen kleinen Umweg fahren müssen bis wir bei unserer heutigen Unterkunft „the Stiltz“ ankommen. Wir haben den Bungalow Nr. 6 – hier haben wir vor 6 Jahren auch schon einmal gewohnt- mit toller Aussicht auf das Meer und die Dünen.
Wir sind erstaunt, wie warm es ist in Swakopmund, es windet zwar recht stark, aber beim Strandspaziergang wage ich sogar die Füsse ins Meerwasser zu tauchen.
Das hätte ich bei den zwei letzten Besuche von Swakopmund nicht gewagt. Wir sind nicht die Einzigen, die das schöne Wetter am Strand geniessen.
Wir spazieren auf die Peer Jetty Bridge und dann ist es Zeit einen ersten Savanna Dry zu genehmigen - was wir gleich im Restaurant Tug auf der Terrasse umsetzen. Wir reservieren hier gleich für morgen Abend zum Essen.
Heute jedoch gibt’s Self-Catering in unserem Bungalow, nachdem wir auf dem Rückweg zum Bungalow einen tollen Sonnenuntergang geniessen konnten.
Morgen geht’s in die Wüste auf die Living Desert Tour – dies ist der Grund, warum wir einen Stopp in Swakopmund gemacht haben. Das Rauschen des Meeres wiegt uns in einen erholsamen Schlaf.
gefahrene Kilometer : 350
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regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201328. Dez. 2019 · #6
Casimodo schrieb: Ich bin ja so gespannt, wie es Euch in Okahirongo gefallen hat....
.....nur so viel zum Voraus.... wir wären gerne noch länger dort geblieben... 🙂
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earlybird711'111 Beiträge · seit 201628. Dez. 2019 · #7
Hallo Regsal, Ich komme auch sehr gerne mit euch! Eure Strecke ist auch für uns, so ähnlich zumindest, für 2021 angedacht und da ich mich auch (noch) nicht als Camper sehe, passt eure Lodge Tour ja perfekt 😁 Vielen Dank dafür! LG, Tanja
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's
Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023
Namibia September / Oktober 2025
Hallo Regsal, "Kaokofeld" und "lone men" sind für mich elektrisierend, wecken sie doch Erinnerungen an eine wunderschöne Reise, die ich jetzt gerne mit Euch noch einmal nacherlebe und das sogar in der Luxusvariante Logde. Wir waren seinerzeit mit Dachzelt unterwegs. Liebe Grüße und - wie schon von Casimodo vorgeschlagen: Hau in die Tasten! Friederike
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201328. Dez. 2019 · #9
Friederike schrieb: "Kaokofeld" und "lone men" sind für mich elektrisierend, wecken sie doch Erinnerungen an eine wunderschöne Reise, die ich jetzt gerne mit Euch noch einmal nacherlebe und das sogar in der Luxusvariante Logde. Wir waren seinerzeit mit Dachzelt unterwegs. Liebe Grüße und - wie schon von Casimodo vorgeschlagen: Hau in die Tasten! Friederike
Liebe Friederike ich gebe mir Mühe etwas vorwärts zu kommen - etwas Geduld bis ins Kaokoveld muss halt noch sein... 😉 ....sicher haben wir die Annehmlichkeiten der Lodges sehr geschätzt und trotzdem haben wir mehr als einmal fast ein bisschen bereut, nicht mit Bushcamper oder Dachzelt unterwegs zu sein - damit die wunderschöne Einsamkeit dieser Gegend noch mehr spürbar wird.
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regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201328. Dez. 2019 · #10
03.11. Swakopmund und Living Desert Tour
Heute ist Sonntag,, nichts von faulenzen - wir müssen recht früh aus den Federn, es geht auf zur Living Desert tour. Schon scheint die Sonne und es ist windstill – nix von Nebel – ungewohnt in Swakopmund. In der Lagune sonnen sich Flamingos in der Morgensonne.
Nach dem leckeren Frühstück werden wir abgeholt von Kevin – auf geht’s in die Wüste. Vorerst muss Luft aus den Pneus raus, sonst wird es schwierig über die Dünen zu fahren.
Dann kann es richtig losgehen. Während Kevin und eine andere Begleiterin auf „Spurensuche“ gehen, gibt uns Douglas sein enormes Wissen über das Leben in der Wüste weiter. Seine Zeichnungen im Sand machen uns klar, wie wichtig es ist, die natürlichen Abläufe in der Wüste zu schützen und zu respektieren. - Die Wüste lebt,- das erleben wir heute hautnah! Schlange, Chamäleon und die einzigartige Namibgecko. Sie muss sich im Sand vergraben, sonst würde die Sonne ihre dünne Haut verbrennen.
Zum Abschluss gibt‘s eine Fahrt durch die Dünen, das macht richtig Spass. Um die Mittagszeit sind wir wieder zurück – es ist war auch schon recht heiss in den Dünen.
Wir machen es uns gemütlich und geniessen den Nachmittag beim Faulenzen in unserem Bungalow – es ist ja Sonntag… In der Lagune vor unserem Bungalow - ein ungewohntes Bild – Kamele fressen an den Büschen – sie wurden importiert für Kameltouren in die Dünen…, es scheint, dass dies einige Touristen begeistern kann….
Der Wind ist wieder recht stark, die Dünen sind kaum noch zu erkennen – ein richtiger Sandsturm. Trotzdem machen wir vor dem Abendessen einen kleinen Stadtspaziergang. Im Restaurant Tug erhalten wir einen Tisch mit direktem Blick auf’s rauschende Meer.
Wir essen ausgezeichnet – Seezunge grilliert und hausgemachte Glace zum Dessert. Beim Verdauungsspaziergang am Strand entlang krönt der wunderschöne Sonnenuntergang unser heutiger Sonntag.
Obschon es stark gewindet hat, haben wir den kurzen Aufenthalt in Swakopmund sehr genossen und bleibt in bester, warmer Erinnerung.
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Tinochika1'651 Beiträge · seit 201428. Dez. 2019 · #11
Hallo regsal,
durchs Kaokofeld von Lodge zu Camp und Lodge sind wir auch immer unterwegs. Ganz gespannt sind wir auf Eure Erlebnisse im Etaambura Camp. Immer wenn wir lesen, dass wieder einmal ein Reisebericht mit diesem Übernachtungsort im Forum geschrieben wird sind wir dabei. Dann könnten wir sofort wieder hin und mindestens sieben Nächte dort bleiben.
Viele Grüße Ingrid und Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201329. Dez. 2019 · #12
durchs Kaokofeld von Lodge zu Camp und Lodge sind wir auch immer unterwegs. Ganz gespannt sind wir auf Eure Erlebnisse im Etaambura Camp.
Liebe Ingrid und Hartwig schön, dass ihr uns auch begleitet und Etambura ist definitiv ein ganz ganz spezieller Ort....aber für Details müsst ihr noch ein bisschen gedulden... 😉 Liebe Grüsse Regina
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regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201329. Dez. 2019 · #13
04.11. Swakopmund – Spitzkoppe
Auch heute morgen scheint wieder die Sonne und unsere Reise geht weiter Richtung Norden. Nach dem Frühstück fahren wir noch kurz in die Stadt, kaufen Wasser und ein paar Kleinigkeiten. Auch der Tank wird wieder gefüllt und dann geht die Fahrt Richtung Henties Bay. Vor Henties Bay machen wir einen kurzen Stopp beim Schiffswrack „Zeila“.
Dann geht unsere Fahrt weiter schnurgerade auf der gut befahrbaren D1918 Richtung Usakos bis zur Abzweigung der D3716 zur Spitzkoppe. Schon von weitem erblicken wir das mächtige Massiv dieses berühmten Berges.
Am frühen Nachmittag kommen wir bereits bei der Spitzkoppen-Lodge an und werden herzlich begrüsst. Die Temperatur erschlägt uns fast - gute 36 Grad am Schatten mit einem starken, heissen Südwind. Hier hätten wir die kühle Brise vom Meer gut vertragen können. Die Lodge ist sehr schön in die Landschaft integriert, am Fusse der Spitzkoppe. Wir erhalten Bungalow Nr. 5, relativ weit weg vom Hauptgebäude. Ein Steg führt über die Felsen zu den Bungalow.
Die Hitze ist auch im Bungalow fast unerträglich und so verbringen wir einen guten Teil des Nachmittags auf der windgeschützten Terrasse des Restaurants. Mit den Füssen im Swimmingpool und einem kühlen Savanna Dry ist auch die grösste Hitze zu ertragen…
Wir haben den Schlüssel zum Park erhalten und so fahren wir gegen Abend in den Park und sind gespannt auf die viel umschwärmten Felsformationen und den Felsenbogen. Wir sind fast alleine und können nur staunen, was hier die Natur für Kunstwerke vollbracht hat, einfach grandios.
ein wenig Krafttraining muss auch noch sein...
Langsam kommt Leben in den Campingplatz und wir verstehen nur zu gut die schwärmenden Formis, welche hier schon mit Dachzelt oder Bushcamper übernachtet haben. Wir würden heute auch gerne hier bleiben und bereuen es fast, in die Lodge zurückfahren zu müssen. Es ist für uns klar, dass wir am nächsten Morgen in aller früh noch einmal herkommen werden bei Sonnenaufgang.
Beim Auto erwartet uns ein spezielles Spektakel – was ein Spiegelbild bewirken kann…. 😉
Zurück in der Lodge geniessen wir den Sundowner auf dem Felsen neben dem Swimmingpool.
Mit einem köstlichen Abendessen mit sehr freundlicher Bedienung geht ein weiterer wunderschöner Tag zu Ende.
Wir gehen früh schlafen – das heisst wir versuchen zu schlafen - es ist immer noch heiss im Bungalow und der Wind rüttelt mit ganzer Stärke – so dass es eine recht unruhige Nacht wird.
Kilometer gefahren: 180
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regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201330. Dez. 2019 · #14
05.11. Spitzkoppe - Mowani Mountain Camp
Um halb sechs läutet der Wecker, wir wollen vor dem Frühstück noch einmal in den Park. Es ist noch alles ruhig, nur wir sind heute Frühaufsteher..
Das Licht bei den Felsen ist einfach traumhaft und auch heute morgen sind wir fast alleine. Wir können uns kaum losreissen von diesem Ort. Es bleibt für mich ein spezieller Ort in Namibia - endlich haben wir es beim 5. Mal geschafft, unsere Route so zu planen, dass sie beim « Matterhorn » von Namibia vorbei führt.
Irgendwann müssen wir doch zurück zur Lodge, unsere Reise geht heute weiter Richtung Norden. Vorerst geniessen wir noch das Frühstück - die Begrüssung vor dem Restaurant ist besonders freundlich heute... 🙂
Nicht nur wir geniessen das Frühstück.....
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regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201330. Dez. 2019 · #15
Wir fahren auf der D3716 und D1930 bis nach Uis. Weiter auf der C35 Richtung Khorixas bis zur Abzweigung der D2619. Teilweise sind die Gravelroads super präpariert....
.... aber auch viele Strecken mit schrecklichen Querrillen.
Nach mehreren Photostopps kommen wir am Nachmittag im Mowani Mountain Camp an. Hier haben wir bei unserer ersten Namibiareise vor 8 Jahren bereist zwei Nächte verbracht. Seither wurden die Zeltbungalows umgebaut. Es ist immer noch eine schöne Lodge, aber mir haben die Zeltbungalows besser gefallen.
Es ist weiterhin sehr heiss, beim Aba Huab sind zwar die Bäume grün dank ein paar Regengüsse vor 2 Wochen. Ansonsten erschreckende Dürre, kein Steppengras weit und breit. Wir machen es uns auf der Terrasse vor unserem Häuschen gemütlich und drinken aus unserer eigenen Bar ein Gin tonic und geniessen die Ruhe und die Aussicht. Wir sind auch hier weit entfernt vom Hauptgebäude mit der Nummer 12.
Wir wollen natürlich den Sundowner auf dem Felsen nicht verpassen und da es in unserem Bungalow einfach zu heiss ist, machen wir uns schon etwas früher auf den Weg. Wir haben das schönste Plätzchen und geniessen diesen wunderschönen Aussichtspunkt.
Wir sind froh, frühzeitig gekommen zu sein, hier sind wir nicht alleine, die Ruhe ist vorbei. Auch beim Nachtessen geht es laut zu und her und das Essen ist auch nicht gerade erstklassig, das Oryxsteak ist zäh! So gehen wir rechtzeitig schlafen, obschon es immer noch kaum abgekühlt hat, morgen geht es schon wieder weiter Richtung Grootberg-Lodge.
Gefahrene km: 215
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waldfee395 Beiträge · seit 200730. Dez. 2019 · #16
Hallo Regsal,
folge sehr gespannt und warte auf die Lone Men. Wir waren im September im Kaokefeld. Das war mit das Größte was ich erleben durfte. Ich habe 7 Lone Mens entdeckt und sogar meinen Mann begeistern können. Habe einen entdeckt ( Dillinger! du/ihr seid diese Strecke auch gefahren) , den unser Guide, der dort geboren wurde und obwohl er schon so oft diese Strecke gefahren ist, nicht kannte. Er freute sich riesig und betonte 3 Tage lang : Good eyes, very Good eyes, bei jedem, den ich entdeckte, auch wenn er sie kannte. Das ist ein bisschen wie geocaching 🙂 Und gespannt warte ich auf euer Erlebnis in der Okahirongo Elephant Lodge. Evtl hatten wir den selben Guide. Er sagte, er würde jedem erzählen, dass Astrid diesen Lone Men gefunden hat. Ich darf das so schreiben, denn wir waren mit ihm auf einer Tagestour zur Schwesterlodge unterwegs und dazwischen liegen Welten.
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201331. Dez. 2019 · #17
06.11. Mowani Mountain Camp - Grootberg-Lodge
Wir steigen noch einmal auf den Felsen vor dem Frühstück, das Morgenlicht ist traumhaft und die Felsen erleuchten in den schönsten Farben.
Die Klippschleifer geniessen auch die Morgensonne, bevor die grosse Hitze wieder da ist.
Wir verlassen die Lodge wieder auf der D2612. Beim Damara Living Museum machen wir einen kurzen Halt. Wir sind früh und haben das Dorf fast für uns alleine und erhalten eine interessante Einsicht in das Leben der Damara. Hans gibt sein Bestes beim Schmieden, so dass unser Guide ihm gleich anbietet, doch hier zu bleiben.... 😁 Unterdessen schaue ich mir die angefertigten Halsketten an und natürlich habe ich mir eine gekauft... 🙂
Dann geht die Fahrt weiter und wir entscheiden, nicht den direkten Weg Richtung Palmwag zu fahren, sondern über Khorixas zum Tanken und einkaufen.
Welch ein Treiben vor und im Supermarkt.
Nun geht es Richtung Norden, vorerst auf der C35 Richtung Kamanjab. Nach etwa 80 km biegen wir ab Richtung Westen auf die D2667. Eindrücklich wie es hier nach ein paar Regengüsse schon wieder ein wenig grünt, Büsche und Bäume brauchen nicht viel Feuchtigkeit damit sie ihr Frühlingskleid anziehen.
Dieses frische Grün täuscht jedoch, die Realität sind die wenigen abgemagerten Rinder, welche wir beim Vorbeifahren der Farmen sehen und an zerhackten Sträuchern kauen. Es ist ein trauriger Anblick. Weiter liegt sogar ein totes Zebra neben der Strasse, es hat es wohl nicht mehr geschafft bis zum Wasser. Der kurze vergangene Regen war nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein.
Von Weitem sehen wir schon das Grootbergmassif und bald kommen wir auf die C40 Richtung Grootberg Pass.
Zur Lodge geht steil bergauf, doch mit 4x4 kein Problem wenn kein Fahrzeug von oben entgegen kommt. Wir sind überwältigt von der traumhaften Aussicht in der Lodge bis weit ins Tal hinaus. Auch das Tal erscheint im frischen grün. Leider sind wir auch hier etwas weit weg von der Lodge. Bungalow Nr 2, das zweitletzte in der Reihe, - irgendwie haben wir das Los gezogen, die Unterkünfte möglichst weit vom Hauptgebäude zu haben...
Wir machen trotz immer währender Hitze einen kleinen Spaziergang und treffen auf Löwenspuren.
Wir erfahren später, dass es mehrere Löwen hat auf dem Plateau und deshalb auch keine Wanderungen angeboten werden. Der starke Wind ist auch hier sehr präsent, das wird sich auch bei unseren nächsten Etappen nicht ändern. So geniessen wir die Aussicht von der Plattform bei einem Glas Sauvignon blanc bis das Abendessen serviert wird. Wir essen sehr gut, Schweinsvoressen, Couscous und Gemüse, zum Dessert Brownis und Vanilleglace. Wir fragen uns, wie wohl die Schweine bis auf den Grootberg kommen bei dieser Hitze... Eine fröhliche Gesangsvorstellung der gesamten Belegschaft krönt den Abschluss des heutigen Tages.
Wir werden begleitet zurück zu unserem Häuschen, da die Löwen nachts zur Lodge kommen. Der Wind begleitet uns auch während der Nacht, er rüttelt an allen Ecken was das Zeug hält! Morgen geht es weiter Richtung Kaokoveld.
Gefahrene Kilometer: 280
Nun wünsche ich allen ein glückliches Neues Jahr 2020 ob auf Reisen oder im Alltag. Bei dieser Gelegenheit auch von mir ein herzliches Dankeschön für alle die uns auf unserer virtuellen Reise begleiten!
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Champagner8'682 Beiträge · seit 201001. Jan. 2020 · #18
Guten Abend Regina,
wie du ja schon weißt, freue ich mich sehr über deinen Bericht - aus verschiedenen Gründen 😎 .
Besonders auf die nächsten Etappen bin ich sehr gespannt - von daher hoffe ich, dass dich der Jahreswechsel nicht allzu sehr angestrengt hat und du in dem recht flotten Tempo weiterberichten wirst 🙂 . (Und nein, das soll kein Wink mit meinem Zaunpföschdle sein, sondern ein Lob.... 😄 )
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201301. Jan. 2020 · #19
Champagner schrieb:
Besonders auf die nächsten Etappen bin ich sehr gespannt - von daher hoffe ich, dass dich der Jahreswechsel nicht allzu sehr angestrengt hat und du in dem recht flotten Tempo weiterberichten wirst 🙂 . (Und nein, das soll kein Wink mit meinem Zaunpföschdle sein, sondern ein Lob.... 😄 )
Liebe Grüße von Bele
..ich versuche morgen einen weiteren Tag einzufügen... 😉 leider muss ich morgen schon wieder arbeiten und ich kann im Moment nur mit Ipad funktionnieren, mein Computer kann nicht mehr aufgestartet werden... 🙁 Liebe Grüsse Regina
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regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201302. Jan. 2020 · #20
07.11. Grootberglodge - Fort Sesfontein
Wir fahren schon kurz nach dem Morgenessen los, obschon wir gerne noch einen Tag länger hier geblieben wären.
Es geht wieder steil bergab, bevor es Richtung Palmwag weiter geht.
Nach der Veterinärskontrolle müssen wir wieder einmal tanken.
Wir haben keine Lust einfach auf der C43 bis nach Sesfontein zu fahren. Deshalb biegen wir ab ins Palmwag Konzessionsgebiet.
Da müssen wir einen Permit kaufen und dann geht es im wahrsten Sinne über Stock und Stein, aber die schönen Aussichtspunkte lassen das Gerüttel schnell vergessen.
Wir fahren bis in den Aub Canyon, aber es hat keine Tiere, das Wasser ist schon wieder versickert.
Ausser ein paar Oryx haben wir heute keine Tiere gesehen. Wir haben auch kein anderes Auto gesehen. Jetzt ist es aber Zeit wieder zurück Richtung C43 zu fahren, wir müssen ja heute bis nach Sesfontein und dahin kommen wir nicht durch das Konzessionsgebiet in einem Tag. Wir verlassen beim nördlichen Checkpoint das Konzessionsgebiet. Es hat recht viel Verkehr in der Gegenrichtung.
In Warmquelle spielen 2 Knaben mit einem selbstgebastelten Spielzeug aus Draht mitten auf der Strasse. Wir halten kurz an und bewundern ihre Geschicklichkeit. Wir geben ihnen einen Apfel und dürfen dafür ein Foto machen.
Bei 39 Grad kommen wir in Sesfontein im Fort an und sind froh, dass unser Zimmer hinter den dicken Mauern ist. Es ist richtig angenehm kühl im Zimmer. Der Swimmingpool ist einladend für eine angenehme Erfrischung.
Mit Tagebuchschreiben und einem kühlen Rock Shandy ist die Zeit bis zum Nachtessen gut ausgefüllt. Die Ruhe wird leider gestört durch eine Reisegruppe, welche von einer Tagestour zurückkommt und sich gegenseitig ihre tollen Erlebnisse lautstark kommentieren. Eigentlich hätten wir für morgen eine geführte Hoanib Tour geplant, aber erstens war Hans nicht so dafür zu begeistern eine geführte Tour zu machen und zweitens hätten wir eine Person mehr bezahlen müssen, das heisst 1100 N$, da sie eigentlich nur ab drei Personen die Tour machen. Also entscheiden wir, dass wir morgen selber eine kleine Tour durchs Flussbeet machen werden. Das Abendessen am Swimmingpool ist sehr gut, Schweinsbraten mit Reis und Blumenkohl. Zum Dessert Früchtegelee und Vanillecreme. Wir sind gespannt wie wir unsere erste Trockenflussfahrt morgen erleben werden.... 😉
Gefahrene Kilometer: 195
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