Friedhöfe im Auob-Tal

20 Antworten · 2'948 Aufrufe · gestartet 30. Nov. 2019 von solitaire
Bilder klein
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Themenstarter1'942 Beiträge · seit 201130. Nov. 2019 · #1
Hallo liebe Formis,
sind euch schon mal die kleinen Familien-Friedhöfe an der C1 im Auob-Tal südlich von Gochas aufgefallen? Kann mir da jemand Näheres dazu erzählen? Ich nehme an, das sind eingewanderte Familie, da die Namen holländisch klingen. Manche sind alt und schon verfallen bzw. zugewachsen, manche allerdings noch mit relativ neuen Grabsteinen.
Darf man in Namibia auf seinem eigenen Grund und Boden beerdigt werden?

Liebe Grüße
Solitaire
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Themenstarter1'942 Beiträge · seit 201130. Nov. 2019 · #3
Nein, es sind Mini-Friedhöfe, nur ein paar Grabsteine und jeweils der gleiche Familienname. Ich hoffe, das ist jetzt nicht pietätlos, wenn ich diese Bilder rein stelle. Mich hat das sehr berührt und ich hätte gerne mehr darüber erfahren.
Namibia2018307-2.JPG


Namibia2018318.JPG
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Themenstarter1'942 Beiträge · seit 201130. Nov. 2019 · #4
Sorry, ich hab mich vorhin vertippt. C15 nicht C1.
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232 Beiträge · seit 201930. Nov. 2019 · #5
Hallo,
ja in Namibia ist es erlaubt Beerdigungen auf dem eigenen Grundstück vorzunehmen. Zumindest auf Farmen.
Man findet sie eigentlich recht oft in Namibia, aber auch in Südafrika.
Zim Beispiel auf Weavers Rock nahe Otjiwarongo ist auch der Familienfriedhof direkt am Weg zum Campingplatz. Oder Trans Kalahari Inn, da ist die ehemalige Besitzerin direkt an der Campsite beerdigt. In Städten werden in der Regel Beerdigungen auf Friedhöfen durchgeführt
33,1k Beiträge · seit 200601. Dez. 2019 · #6
Hi Solitaire.
Darf man in Namibia auf seinem eigenen Grund und Boden beerdigt werden?
traditionell gibt es auf fast jeder Farm im Land Familienfriedhöfe. Bekannt ist z. B. der von Familie Hester auf Helmeringhausen.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter1'942 Beiträge · seit 201101. Dez. 2019 · #7
Danke für die Informationen.

Schönen Sonntag
Solitaire
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7'296 Beiträge · seit 200602. Dez. 2019 · #8
travelNAMIBIA schrieb:Hi Solitaire.
Darf man in Namibia auf seinem eigenen Grund und Boden beerdigt werden?
traditionell gibt es auf fast jeder Farm im Land Familienfriedhöfe. Bekannt ist z. B. der von Familie Hester auf Helmeringhausen.

… und ganz bekannt ist das Grab von Moose vor seiner Tankstelle in … Solitaire. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
16,9k Beiträge · seit 201202. Dez. 2019 · #9
BikeAfrica schrieb:
travelNAMIBIA schrieb:Hi Solitaire.
Darf man in Namibia auf seinem eigenen Grund und Boden beerdigt werden?
traditionell gibt es auf fast jeder Farm im Land Familienfriedhöfe. Bekannt ist z. B. der von Familie Hester auf Helmeringhausen.

… und ganz bekannt ist das Grab von Moose vor seiner Tankstelle in … Solitaire. 😉
Aufgenommen 2014, wenige Wochen nach seinem Tod:



Als ich mich gerade anschickte ein Foto zu machen, kamen ein paar Damen einer Hummeldumm-Gruppe dazu....

"Schau mal, wie originalgetreu die dieses Westerndorf gestaltet haben! Sogar ein Grab haben sie hier nachgebaut!"


LG
Logi
zuletzt bearbeitet 02. Dez. 2019
Themenstarter1'942 Beiträge · seit 201102. Dez. 2019 · #10
Danke Wolfgang, ja, das hatte ich ganz vergessen.

Hallo Logi, da sieht man wieder, wie bemüht die Touristiker sind. Internationaler Flair mit Westerndorf samt Grab, das hat schon was. Das sind Erlebnisse, die erzählt man noch seinen Enkeln 😄 😎
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4'140 Beiträge · seit 200903. Dez. 2019 · #11
Hallo solitaire,
es sind wie schon gesagt, die Gräber der einstigen Farmbesitzer und deren Angehörigen. Darunter ist eines der ältesten noch erhaltenen Gräber Namibias, gleich bei der Abzweigung nach Gochas auf der rechten Seite bei Fahrt nach Süden. Auf der Farm Haruchas findest du dann z. B. die Gräber der Familie Berger. Carl Berger war Missionar in Gibeon und musste im Namaaufstand fliehen, kehrte aber wieder zurück und betrieb dann diese Farm. Drei seiner Kinder sind neben dem Ehepaar Berger beerdigt und aus den Daten kann man sehen, dass sie im Kindesalter innerhalb kürzester Zeit starben. Die fünf Gräber sind gut gepflegt, denn es leben noch Nachfahren auf der Farm.
Viele Grüße:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 03. Dez. 2019
Themenstarter1'942 Beiträge · seit 201103. Dez. 2019 · #12
Danke Burschi, das kenne ich nicht. Werde darauf achten, wenn ich das nächste Mal (hoffentlich bald wieder) dort vorbei fahre. Ich habe diese Friedhöfe auf der C15 südlich vom Red Dune Camp gesehen. Sie liegen direkt an der Straße und gar nicht weit voneinander entfernt. Auf diesen Grabsteinen sind holländisch klingende Namen und Inschriften in Afrikaans. Meist Psalmen oder berührende Sprüche (dank goolge Übersetzer weiß ich das).

Schönen Tag
Solitaire
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291 Beiträge · seit 201403. Dez. 2019 · #13
Hallo zusammen,

für die Interessierten: auch auf dem Gelände der Waterberg Wilderness Lodge findet man einen kleinen Familienfriedhof der früheren Eigentümer der Farm. Hier liegen mehrere Generationen der Familie von Flotow begraben.

VG
Holger
6'152 Beiträge · seit 200603. Dez. 2019 · #14
holgiduke schrieb:Hallo zusammen,

für die Interessierten: auch auf dem Gelände der Waterberg Wilderness Lodge findet man einen kleinen Familienfriedhof der früheren Eigentümer der Farm. Hier liegen mehrere Generationen der Familie von Flotow begraben.

VG
Holger
hallo Holger,
Ute Rust von Ondekaremba ist eine geborene von Flotow, sie ist die Mutter von Oliver -Wüstenquell und Joachim Waterberg Wilderness und Ondekaremba. Waterberg Lodge war etlich Jahre in Fremdbesitz, die Nachbarfarm Mon Desir hat Joachaim betrieben, vor einigen Jahren konnte man dann die Farmen tauschen, sodass Waterberg wieder in den Besitz der Familie kam.
Auch auf Ondekarembe gibt es einen Familienfriedhof.
Beste Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
544 Beiträge · seit 201403. Dez. 2019 · #15
Hallo Holger und Hanne,
vor 15 Minuten sind wir an den Gräbern vorbei gegangen und lesen jetzt Eure Erläuterungen...
Vielen lieben Dank dafür. 🙂
Gruß Henning
6'152 Beiträge · seit 200603. Dez. 2019 · #16
hallo Burschi,
habe mit Interesse deine Schilderungen zu Haruchas gelesen. Wir waren jahrelang auf Haruchas und hatten auch einen sehr engen Kontakt zu Wolfi und Milena. Waren auch nach dem Tod von Wolfi nochmals bei Milena, es war ja ein langer Prosess bis Milena endlich die Farm verkaufen konnte. Soweit ich informiert bin hat ein Deutscher -Name weiss ich nicht- die Farm gekauft. Du schreibst es leben noch Nachfahren der Familie Berger auf der Farm. Weisst Du da Näheres, es würde mich sehr interessieren. Vielleicht meinst Du die Familie Sauber von Büllsport , denn das geht in die Verwandschaft.
Einen schönen Tag wünscht Dir
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 03. Dez. 2019
99 Beiträge · seit 201603. Dez. 2019 · #17
Es gibt da nicht nur Familiengräber entlang mancher Straßen, sondern auch die von
einzelnen Soldaten und sogar das von einem Prediger haben wir auch im Auob-Tal, denke ich, gesehen.
Im Damaraland/Kaokoveld sind wir sogar an kleinen Gräbergruppen mit Herreronamen auf den
Grabsteinen vorbeigekommen. Auch die lagen meist direkt am Pad.
2017 - Namibia (10.09. - 04.10.2017) 2019 - Neuseeland (19.01. - 12.02.2019) 2020 - Mecklenburg-Vorpommern (Ersatz Kanada - 06.09. - 19.09.2020)
33,1k Beiträge · seit 200603. Dez. 2019 · #18
Es gibt da nicht nur Familiengräber entlang mancher Straßen, sondern auch die von einzelnen Soldaten
nur als Hinweis dazu: https://namibia-forum.ch/forum/7-routen/289380-soldatenfriedhoefe-in-namibia.html

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
291 Beiträge · seit 201403. Dez. 2019 · #19
Hallo Hanne,

vielen Dank für deine Erläuterungen zu der Verbindung Rust und von Flotow, da habe ich wieder was dazu gelernt. Olli und Verena konnten wir ja auf Wüstenquell kennen lernen und dass Waterberg Wilderness im Besitz der Familie Rust ist wusste ich auch, aber dass mit der Mutter von Olli und Joachim Rust war mir neu.

Danke & VG
Holger
16,9k Beiträge · seit 201203. Dez. 2019 · #20
holgiduke schrieb:Hallo Hanne,

vielen Dank für deine Erläuterungen zu der Verbindung Rust und von Flotow, da habe ich wieder was dazu gelernt. Olli und Verena konnten wir ja auf Wüstenquell kennen lernen und dass Waterberg Wilderness im Besitz der Familie Rust ist wusste ich auch, aber dass mit der Mutter von Olli und Joachim Rust war mir neu.
Joachim, Olli und Bernd Rust sind die Enkel der ursprünglichen Eigentümer. 1911 hat Friedrich von Flotow die Farm erworben. Zitrusplantagen wurden angelegt und Viehzucht betrieben, bis das Gelände 1971 verkauft wurde.

1999, nach sechsmaligem Besitzerwechsel, gelang es Joachim, die für hiesige Verhältnisse mit 3200 ha kleine Farm, zurück in Familienbesitz zu bringen. Mit einem beeindruckenden Arbeitsaufwand wurden die fast völlig verfallenen Farmgebäude wieder hergerichtet und bereits im Mai 2000 konnten die ersten Gäste begrüßt werden.

LG
Logi