Letzten Sonntag kamen wir von 2.5 Woche KTP und Süd-Namibia zurück. Wir reisten zuerst nach Botswana in die Mabua Section. Dann ging es übers Nossob- und Auob-Tal nach Südnamibia:
Im KTP stimmt die eingezeichnete Route nicht ganz. Google bietet nur eine gewisse Anzahl an 'Zwischenstopps/Vias" an.
Ursprünglich war auch Etosha (da er uns im Herbst 16 wegen "Tierdichte" gut gefiel) eingeplant. Aber bei der Planung merkte ich bald, dass dies zu viel würde und wir besser mehr Zeit im Süden haben. Wegen Schulferien konnten wir nicht länger unterwegs sein.
Wir waren mit unseren beiden Söhnen unterwegs. Dies war wohl fast die letzte Reise, die wir als Familie machten. Unsere Teenager wollen sonst meist nicht mehr mit uns in die Ferien. Hier meinten sie aber, da würden sie sicher mitkommen. Unsere erste Reise gefiel ihnen sehr gut.
In nächster Zeit werde ich tageweise den Reisebericht schreiben. Aus anderen Reiseberichten habe ich einiges für unserer Reise gelernt/übernommen. Und das Bericht schreiben ist auch eine gute Erinnerung.
Felix
Teil 201. Mai 2019
Do 4.4.19 Johannesburg-Windhoek
Auf dem Flug nach Johannesburg wird es oberhalb Angola langsam hell und man kann am Boden etwas erkennen. Es geht dann über Chobe NP und Makgadikgadi Pans NP Richtung Süden. Die grossen Pfannen sehen aus der Luft gut aus.
In Johannesburg bestätigte sich dan, dass wir in 2h (9:10-11:10) durch die Immigration mussten, das Gepäck, abholen, einchecken und wieder durch die Immigration. Als es dann eine lange Kolonne bei der Immigration hatte, wurden wir etwas nervös. Um etwa 9:45 waren wird durch, holten unser Gepäck un waren um 9:50 beim Air Namibia Checkin. Der Flug ging dann überraschend noch früher als 11:10. Dies war noch gut, da wir mehr Zeit in Namibia hatten.
Beim Flug Richtung Namibia entdeckte ich in der Kalahari die Masethleng Pan (und Ukhwi Pan) wo wir die übernächste Nacht verbringen würden. Ich erkante es gut, da ich ich Anfahrt etc mehrmals auf Google Maps studiert hatte, da es wenig Infos dazu gibt. Das war noch speziell es so von oben zu sehen.
Bereits um 12:45 anstatt 13:10 landeten wir in Windhoek. Immigration und Gepäck abholen ging zügig und wir wurden schon von Safari Car Rental erwartet. Zuerst ging es aber noch zu MTC drei SIM-Karten kaufen.
Bei Safari Car Rental ging auch alles problemlos. Den "Camping-Aufbau" kannten wir vom letzten mal. Nur der Hilux war ein neueres Modell.
Auch das bei der Klein Windhoek Schlachterei bestellte Fleisch war bereits da. Da die Buben das letzte Mal wegen den vielen Eintöpfen reklamiert hatten, hatte ich ein grössere Menge Fleisch bestellt. Dies war ein der ganz guten Entscheidungen für diese Reise 😎
Nach 15 Uhr ging es dann Richtung Windhoek zum Einkaufen. Auf dem Weg waren wir überrascht wie schön grün alles war. Im Herbst 2016 war es viel weniger schön. In Windhoek fuhren wir zum Superspar Maerua wo wir einen Grosseinkauf für die nächsten 10 Tage (KTP) machten. Danach war das Auto übervoll. Nu ging es zurück Richtung Osten zur Ondekaremba Lodge wo wir für die Campsite eincheckten. Auf dem letzten Wegabschnitt sahen wir eine Gruppe Kuhantilopen.
Auf der Campsite war zuerst das ordnen des Auto angesagt. Nachdem alles aufgeräumt und die Bettwäsche in den Dachzelten war, sah es besser aus. Vor dem Nachtessen schauten wir pünktlich zum Sonnenuntergang noch etwas die Umgebung an. Wir waren die einzigen Gäste auf den drei Campsites. Das Pool war sehr schön gemacht aber zu kühl um noch zu Baden als die Sonne weg war. Zum Nachtessen grillierten wir Game Sosaties und genossen dann den ersten Abend im 'Busch'. Es gab die typischen Abend-/Nachtgeräusche und wir fühlten uns sofort wieder "zu Hause".
Die Campsites und Umgebung sind sehr schön. Wenn es nach Ankunft wieder mal Richtung Osten geht, würde ich sicher wieder auf Ondekaremba übernachten.
Teil 303. Mai 2019
Fr 5.4.19 Ondekaremba - Gobabis - Grenze Botswana- Masethleng Pan
Am ersten Morgen lassen wir uns Zeit und machen ein Morgenessen mit Speck und Ei. So fahren wir erst 8:40 los, was etwas spät für die lange Fahrt war. Die Nacht war relativ kühl.
Die Fahrt Richtung Osten ist eher eintönig da es meist flach und die Landschaft nichts besonderes ist. Wir geniessen es aber, dass es deutlich grüner als im Oktober 16 ist. In Gobabis wir voll und lassen auch den 20l Kanister füllen. Das war eine Empfehlung von SCR da Diesel in Namibia günstiger sei. Danach geht es noch in Spar für ein paar Sachen die wir in Windhoek vergessen haben. Die Buben entdecken einen KFC und bekommen einen 'Bucket' Chicken den wir ausserhalb auf einem Rastplatz essen.
Dann geht es weiter Richtung Grenze. Die Grenzformalitäten dauern wie immer einige Zeit mit ausfüllen der Formulare und anstehen. Die botsuanischen Beamten wollen auf Geburtsurkunde sehen. Viel werden sie im Schweizer Familien-Büchlein wohl nicht verstanden haben. Aber wenigstens konnten sie alle Namen lesen. Um 13:20 geht es dann weiter. Kurz darauf biegen wir in Charles Hill nach Süden ab. Wie ich schon gelesen habe, ist die Strasse Richtung Ncojane zu Beginn asphaltiert. Leider sind maximal die Hälfte der 100km fertig. Danach fährt man auf einem schlechten Pad neben der sich im Bau befindliche Strasse weiter. Eine gute Gravelstrasse wäre besser gewesen. Nach Ukhwi wird es dann sandig (selten auch tiefer). Es geht aber gut zum Fahren.
Um 16 Uhr erreichen wir Ukhwi. Das sind nur ein paar verstreute Häuser. Am Ortsausgang fragt uns ein Polizist, ob wir zwei Leute nach Hukuntsi mitnehmen können. Nach Ukhwi wir die Strasse eher besser und breiter. Nach 20 Minuten erreichen wir die Gabelung der Strasse und kurz danach die Abzweigung zur Masethleng Pan. Es hat dort einen alten Wegweiser und ein neue Schild:
Ab hier ist es nur noch eine 4WD-Spur Richtung Süden. Anfangs geht es durch Buschland mit Dornbüschen die teils am Auto kratzen. Der Spur nach sahen wir, dass das letzte Auto vor mehreren Tag und nach dem letzten Regen durch fuhr. Später wird es offener und im Western Woodland hat es wunderschöne Grasflächen mit vereinzelten Bäumen. Es hat auch viel Gras zwischen den Spuren (am Abend entfernen wir viel Samen vom Kühler).
Hier sehen wir dann auch erste Tiere: Springböcke und eine grosse Gruppe Strausse die zuerst parallel und dann über unsere Route flüchtet:
Nach Karten und GPS hat es nach 17km drei Abzweigungen Richtung Osten zu Masethleg Pan. Die erste Abzweigung ist nicht ersichtlich. Bei der zweiten geht ein Grossteil der Spuren nach Westen. Die Spur zur Pan hat nun viel Büsche die am Auto kratzen. Wir hofften, dass das Auto nicht zu stark verkratz würde (was nicht der Fall war, der Lack ist gut). Auf der Pan hatte es einige Springböcke. Gegen 17:30 erreichten wir den Platz südlich der Pfanne wo man normalerweise campiert. Er ist leicht erhöht mit gutem Blick auf die Pfanne.
Wir richteten uns ein und erkundeten danach die Umgebung Richtung Pan. Weiter oben hatte noch ein kleines Gebäude in diese Richtung gingen wir aber nicht. Mir gefiel es extrem gut. Danach kochten wir Reis und grillierten ein grosses Stück Strauss.
Es hatte eine tolle Abendstimmung mit roten Gewitterwolken am Horizont.
Später sassen wir am Feuer vor dem Auto und genossen einfach die Ruhe und Einsamkeit im Busch.
Ich liebte es hier. Für mich gibt es nichts besseres als Ruhe und Einsamkeit in der Natur (brauche keine Leute, u.a. darum mag ich auch Berge am liebsten). Zum Glück hatte uns Axel empfohlen, hier zu übernachten und nicht über Kang zu fahren. Das war viel schöner als ein Camping am Highway.
Teil 409. Mai 2019
Sa 6.4.19 Masethleng Pan - Hukuntsi - Mabuasehube Gate - Lesholoago
Am Morgen erwachte ich vor Sonnenaufgang und stand auf. Draussen flohen zuerst gerade zwei Springböcke, die ganz in der Nähe waren. Ich sah dann, dass es auf der Pfanne Springböcke, Kuhantilopen und Gnus hatte. Mit dem Fotoapparat ausgerüstet ging es näher zur Pfanne wo ich den Sonnenaufgang und Tiere fotografierte. Leider waren die nahen Springböcke relativ scheu. Und weiter weg hatte ich mühen im schwachen Morgenlicht gute Aufnahmen zu machen.
Sonnenaufgang über Mastleng Pan
Auto im Morgenlicht
Nachdem alle aufgestanden waren gab es Morgenessen und räumten zusammen.
Dabei entdeckten wir auch, dass wir vor dem Kühler ziemlich viel Grassamen hatten und einen etwas tiefer einen Vogel den wir am Vortag erwischt hatten. Wir reinigten alles so gut wie möglich. Da die direkte Strecke nach Ngwatle als sehr buschig (Auto zerkratzend) angegeben wurde, probierten wir es gar nicht in diese Richtung und fuhren den gleichen Weg zurück zur Piste Ukwhi-Ngwatle.
Unterwegs stoppten wir mal in Western Woodland um zu schauen, ob es schon wieder so viele Samen habe. Aber die hatten wir schon am Vortag "gesammelt" 😉
Die Piste war nun Gravel der gut zu fahren war. In Ngwatle ist die Self-Registration Stelle von man für die Campsite zahlen kann. Das ist (nach Axel) scheinbar neu. Von Ngwatle ging es dann zuerst eine knappe Stunde südlich nach Zuthshwa und von dort nochmals eine Stunde (nord)östlich nach Hukuntsi. Auf dem ersten Teil sahen wir Kuhantilopen und eine grosse Herde Springböcke. Es waren mindestens 100 Stück die auf und neben der Strasse waren:
In Hukuntsi tankten wir am Ortsausgang Richtung Kang (neuer Matseng Mall) voll und machten noch einige Einkäufe. Der Selfana Shoppers ist gross und hat alles wichtige. Das Fleisch machte uns aber nicht an. Dafür hatte es Gemüse und Früchte. Diesel und Einkauf kann man mit Kreditkarte bezahlen. Nach einem kurzen Mittagessen am Ortsausgang Richtung Mabuasehube haben wir noch etwas gegessen. Dann ging es südlich Richtung KTP. Der erste Teil der Strasse nach Lokgwabe ist neue asphaltiert. Danach fährt man auf einer Parallelpiste zur Baustelle.
In Lokgwabe beginnt dann die Sandpiste zum Mabuasehube Gate. Sie ist zum Teil tiefsandig mit vielen Spurrillen. Mit unserem "Expedition Hilux" war das aber kein Problem. Die Gegend war nichts spezielles mit viel Buschland.
Gegen die Parkgrenze sahen wir dann unsere ersten Oryx und es gab viele Tierpuren im Sand. Nach knapp zwei Stunden erreichten wir nach 15:30 das Parkgate. Nach einiger Zeit kam der Ranger aus dem Camp und der Registration klappte relativ zügig. Wir kauften noch einen Führer mit Karten vom Park und im hinteren Teil vielen farbigen Tierzeichnungen. So konnten wir die Tiere die wir nicht kannten suchen.
Vom Gate ging es nordwestlich zur Lesholago Pan. Auf dem Weg umrundeten wir noch die Monamodi Pan. Es hatte nur ein paar Springböcke. Am Wasserloch sass wir dann aber ein Bateleur/Gauckler.
Auf dem weiteren Weg sahen wir immer wieder Tierspuren aber keine Tiere. Als wir die Lesholago Pan erreichten, sah es aus der Ferne aus, wie wenn unserer Campsite No 2 besetzt wäre. Als wir näher kamen sahen wir wirklich zwei südafrikanische Auto mit Trailer. Es waren zwei Paare, die ihre Campiste No 1 nicht gefunden hatte (nicht gerade gut vorbereitet, ich wusste, dass sie auf anderen Seite der Pfanne ist). Wir entschieden uns dann die erste Nacht mit ihnen hier zu verbringen. Ein erste Nacht im NP wäre jemanden anderes eventuell noch angenehm und wir wollten auch nicht auf No 1 die kein Wasser hat. Da sich sich mit ihren Trailer unter einem Baum eingerichtet hatten, konnten wir ins A-Frame.
Wir richteten uns ein und duschten. Auf dem Platz sahen wir Löwenspuren.
Da das Wasserloch und die Lesholoago Pan leer war blieben wir im Camp. Zum Nachtessen kochten wir Zebra Fillet und Reis. Das Zebra war sehr fein. Es ist scheinbar so günstig (viel billiger als Springbock, Eland etc) da nicht so beliebt.
Beim Eindunkeln gingen meine Frau und der jüngere Sohn ins Dachzelt. Ich sass mit Joel noch draussen. Wir gingen aber bald direkt neben das Auto um 'sicherer' zu sein. Plötzlich sagte er da kommt ein Tier. Als im mit Stirnlampe rüber leuchtete lief keine 10m von uns weg eine Löwin aufs Auto zu. Wir erschraken ziemlich und stiegen ein paar Stufen die Leiter hoch. Sie lief aber hinter dem Auto durch zur Dusche, wo sie 5m hinter dem Auto Duschwasser trank. Da konnten wir sie längere Zeit beobachten (aus und hinter Auto und aus Dachzelt).
Nach ein paar Minuten verschwand sie wieder lautlos im Dunkeln.
Da habe ich sie leider nicht mehr ganz erwischt. Im Dunkeln waren Fotos schwierig zu machen.
Das war ein sehr eindrückliches Erlebnis. Wir hofften dies sei ein gutes Vorzeichen für unserer Zeit im Park. Das sollte aber nicht der Fall sein ...
Teil 510. Mai 2019
So 7.4.19 Mabua: Lesholoago - Mpaya
Ich erwachte wie üblich vor Sonnenaufgang und stand auf (ich bin Morgenmensch der gern früh aufsteht). Mit (Gewitter)Wolken am Horizont gab es eine schöne Morgenstimmung. Mein Frau stand auch bald auf. Die Jungs hatten jeweils etwas mehr Mühe. Aber Game Drives waren doch ein gute Motivation um früh aufzustehen.
Die Nacht war ruhig gewesen. Wir hatten gehofft etwas von den Löwen zu hören oder am Morgen nochmals zu sehen. Die Löwenspuren zeigten dann wie nahe die Löwin am Auto vorbei gelaufen war:
Wir nahmen uns aber doch Zeit für ein Frühstück. Dabei hatten wir Besuch
Dann ging es los Richtung Mabua und Khiding Pan. Auf der Lesholago Pan hatte es ein Gnu und ein paar Springböcke.
Die Mabua Pan war leer. Mit einem im Norden vorbei ziehenden Schauer gab es aber ein spezielle Stimmung.
Auf dem Weg zur Khiding Pan sahen wir dann das erste Oryx im KTP. Es war aber meist hinter Büschen versteckt.
Auf der Khiding Pan flüchteten auf zwei. Dazu sahen wir auch noch Kuhantilopen und Springböcke.
Die Kidhing Pan ist gut, da man im Nordwesten über die Pan fährt. Und da sie nicht so gross ist, sieht man auch die Tiere besser. Da entdeckten wir dann auch Bat Eared Foxes (Löffelhunde). Als wir sie mit Feldstecher und Fotoapparate beobachteten, sahen wir bei ihnen auch noch Erdmännchen. Vor allem die Löffelhunde waren interessant zu beobachten, dass sie immer wieder herum rannten und sprangen.
Sie waren leider zu weit weg für gute Fotos (wir haben keine Spiegelreflex mit riesigen Teles)
Als wir weiter fuhren, sahen wir gerade neben Spur eine Erdhörnchen Kolonie:
Nun ging es nach Süden zur Mpaya Pan wo wir zwei nächste die Mpaya 1 Campsite reserviert hatten. Diesen Abschnitt finde ich eine der schönsten Strecken in der Mabua Sektion mit Dünen und teils offenerem Grasland. Hier sahen wir auch Steinböcken und Strausse. Als wir zur Mpaya Pan kamen sahen wir noch zwei Autos auf der Campsite. So fuhren wir noch zum Wasserloch und ans nördliche Ende der Pan. Auf der “Strasse” sah ich zum Glück rechtzeitig eine kleine Schildkröte die wir neben die Spur setzten, damit sie nicht noch überfahren wurde.
Ausser ein paar weit entfernten Kudus sahen wir danach nichts.
Zurück bei der Campsite waren die anderen weg. Wir richteten uns ein und nahmen ein kleines Mittagessen. Den Nachmittag genossen wir meist im Schatten des A-Frame (war ca 35C). Erdhörnchen, Mangusten und Rotschnabelfrankolin sorgten für Unterhaltung.
Auf der anderen Seite der Pan sah nach Strausse und Gnus. Leider ging ein ziemlich starker Wind der unangenehm war und immer wieder Sand unter das A-Frame bliess. Wir versuchten das Auto so gut als möglich als Windschutz zu parkieren. Bei den Temperaturen war ich auch froh, dass wir eine Dusche auf Platz hatten. Ich entkalte dann man bei teils laufendem Wasser den Duschkopf mit einem Sackmesser. Nach dem gestrigen Erlebnis wollten wir nicht im Dunkeln essen/kochen aber doch einen Abend Gamedrive machen. So begann ich bereits nach 16 Uhr zu kochen. Die Springbock Lende musste im im Windschutz eines Rades braten, damit nicht die Hitze einigermassen unter der Pfanne blieb.
Kochen und Essen planen ist eines meiner Hobbies und so mache ich es in den Ferien immer (sonst 4-6 mal pro Woche). Beim den guten Filetstücken haben wir gemerkt, dass die in Bratpfanne eher besser als auf dem Grill werden.
Nach den super feinen Springbock Lende (das beste, zarteste Fleisch der Bestellung) und Abwasch ging es auf den Gamedrive um die Mpaya Pan. Wir sahen aber nur weit entfernt die Strausse und Gnus. So waren wir auch bereits um 17:40 zurück. Es hatte wieder Gewitter und zeitweise befürchteten wir, sie würden uns treffen. Sie zogen aber in Nordwesten durch. Das gab aber eine super Abendstimmung.
Beim Eindunkeln montierten wir dann eine kleine LED-Lampe mit Bewegungssensor beim Wasserabfluss der Dusche. Das Auto parkierten wir so, dass die Jungs von ihrer Dachzelt-Leiter direkt aufs A-Frame Dach steigen konnten.
Zuerst entdeckten sie ein Skorpion das um unser Auto rum lief. Mit der Ultraviolet-Taschenlampe konnte man es gut verfolgen. Dann entdeckte Simon plötzlich ein Tier beim Duschwasser. Ich sah dann, dass eine Braune Hyäne am Wasser trinken war. Als die Buben vom Zelt aufs Dach stiegen floh die Hyäne. Sie kam aber nach einer Weile zurück.
Im Dunkeln und gut 20m entfernt gab es leider keine guten Fotos.
Nachher kam nichts mehr und die Nacht war auch still.
Teil 615. Mai 2019
Mo 8.4.19 Mabua: Mpaya #1 mit Gamedrive
Heute wollten wir unser Glück mit einem frühen Gamedrive versuchen. Das Ziel war etwa mit Sonnenaufgang los zu fahren und dann nach dem Game Drive wieder auf der Campsite Morgenessen machen. Mit minimal 17C war die Nacht sehr angenehm gewesen. Zuvor hatten wir teils ziemlich kühle Nächte.
Es klappte auch sehr gut: beim Sonnenaufgang machte ich noch kurz Fotos und dann fuhren wir los. Zuerst ging es zum nahen Mpaya Wasserloch. Am Wasserloch waren Springböcke und am Pfannenrand Gnus.
Nachdem wir eine Weile zugeschaut hatten fuhren wir Richtung Khiding Pan. Unterwegs sahen wir Strausse und Steinböckchen.
Im hohem Gras waren die zwei dauernd etwas verdeckt
Dieser Teil der Mabua Sektion gefällt mir sehr gut.
Auf der Khiding Pan sahen wir zwei Oryx. Diesmal waren sie aber weniger scheu.
Auf der anderen Seite der Pfanne war noch ein Oryx nahe am Weg und schön in der Sonne. Und auf der anderen Seite im Gegenlicht ein paar Kuhantilopen.
Auf der Piste zur Mabua Pan hatte es (frische) Löwenspuren. Wir sahen aber nichts. Da hatte es aber so viel Büsche, dass sie unsichtbar 10m daneben liegen konnten. Die Mabua Pan war wiederum tierlos. Da heute morgen noch weniger los zu sein schien, fuhren wir zurück zur Mpaya Pan. Da waren die Springböcke und Gnus immer noch in der Nähe.
Nun ging es zurück zur Campsite zum Morgenessen. Wir genossen wiederum einfach das Relaxen auf der Campsite und das Beobachten der Kleintiere und Vögel.
Zum Mittagessen gab es vier ‘Scheiben’ Krokodil Tail. Das war das einzige Fleisch der Bestellung das uns nicht so gefiel. Es war ziemlich faserig und hatte vor allem keinen Geschmack.
Nach 15 Uhr pfiff eines der Erdhörnchen oder Mangusten und alle verschwanden in Büschen bzw ihren Höhlen. Wir dachten zuerst es sei wieder ein Raubvogel, vor dem sie auch schon geflüchtet waren. Aber dann sahen wir einen Schakal. Er strich um die Büsche vor dem A-Frame.
Er wurde immer zutraulicher und setzte sich schlussendlich sogar vor den Buben in den Schatten des A-Frame.
Den ganzen restlichen Nachmittag war er im Bereich der Campsite. Einmal schnappte er sich einen Flip Flop und wir mussten ihn verfolgen bis er ihn fallen liess und flüchtete. Doch auch danach kam er wieder zurück. Er wird hier wohl regelmässig gefüttert und findet auch Essensresten.
Mit dieser Unterhaltung entschieden wir uns auch gegen einen Abend-Gamedrive. Ich genoss die einsame Campiste mit guter Aussicht auf die Pfanne sehr. Es kam nur selten ein Auto vorbei und zweimal holte jemand Wasser. Einmal kamen noch die Südafrikaner von Lesholago vorbei. Sie brachten unser Duschmittel, das wir vergessen hatten, und schauten die Campsite an, da sie nach uns hier gebucht hatten.
Normalerweise machten wir während des Kochen Apero. D.h. wir hatten einen Sack/Stange Chips, ich Weisswein/Rose und der Rest Süssgetränke. Joel teilweise auch ein Savanna Cider. Heute gab es zum Nachtessen Bratkartoffeln und Game Rumpsteak
Mit dem nicht gerade tollen Frühlingswetter hier zu Hause träume ich von solchen milden Abenden wo man draussen essen kann.
Am Abend hatte es wieder einen schönen Sonnenuntergang und wir zündeten ein Feuer an.
Auch da war der Schakal noch da
Die Nacht blieb leider ruhig ohne Tierbesuch (den wir bemerkten).
Teil 716. Mai 2019
Di 9.4.19 Mpaya #1 - Nossob
Heute stand die lange und nicht ganz einfach beschriebene Fahrt ins Nossob Tal auf dem Programm. Da ich früh erwachte stand ich um 6:15 auf. Wir assen ein wenig Morgenessen und räumten auf. Kurz nach 7 Uhr kam die Sonne hinter einer Wolke am Horizont hervor und wir machten das Auto fahrbereit.
Zuerst ging es südlich zur Bosobogola Pan.
Am Südende der Mpaya Pan sahen wir Springböcke.
Nach einer knappen Stunde waren wir an der Abzweigung Richtung Nossob. Von da ging es 170km mehrheitlich westlich ins Nossob Tal.
Auf der ersten Hälfte fährt man durchs Gras- und Buschland. Die Piste ist sandig und ein Auto breit. Sie ist gut zu fahren hat aber viele Kurven und ist darum nicht so übersichtlich. Ab und zu hat es Pans wo es manchmal Oryx oder Kuhantilopen hatte. An der Fahrspur sahen wir, dass wir die ersten seit dem letzten Regen waren die hier durch fuhren.
Foto aus dem fahrenden Auto leider nicht gut
Nach etwa zwei Stunden erreichten wir das zweite Matopi Camp wo wir kurz WC-Pause und Fahrerwechsel machten. Nun gab es immer mehr Dünen. Und je näher wir dem Nossobtal kamen, desto trockener/wüstenartiger wurde die Gegend.
Im Hupe Führer wurde von der scheinbar steilen und schwer zu fahrenden Düne bei km18 gewarnt. In diesem Bereich hatte es zwar ein paar höhere Dünen aber wir fanden nichts das diese Warnung in unseren Augen berechtigt hätte.
Nach 13 Uhr kamen wir im Nossobtal an. Den ersten Teil der Strecke waren wir etwa so schnell wie in der T4A Karte angegeben. Ich war dann etwas schneller unterwegs. Generell stimmen die Zeiten der neuen Karte sehr gut (bei einer alten hatten wir das in Linyanti anderes erlebt). Wir entschieden uns dann, noch ein Wasserlöcher zu besuchen bevor es nach Nossob ging. Qubitje Quap war leer und ich Kwang hatte es nur einen Raubvogel.
Da es heiss war und auch sonst nichts zu sehen gab kehrten wir um und fuhren nach Nossob. Der erste Eindruck vom Nossobtal war nicht gerade gut. In Nossob checkten wir ein und waren etwas überrascht über den administrativen Aufwand im südafrikanischen Camp (Laufblatt etc). Das ist in Botswana relaxter. Nach einem kleinen Einkauf im Shop ging es zu unserer Premium Campsite. Nach vier Nächten im Busch war eine eigen sauber WC-Dusche und Küche eine gute Abwechslung. Aber sonst gefallen uns einfache Buscamps viel besser. Als alles etwas eingerichtet war ging es zum Pool wo wir uns abkühlten und lasen. Leider sind diese Pools zu klein zum Schwimmen. Beim Pool hörte ich auch Südafrikaner sagen, dass es wegen der Trockenheit sehr wenige Tiere hätte und viel nach Botswana gewandert seien. Joel ging dann schauen ob er Wifi-Voucher kaufen konnte. Er wollte endlich wieder mal Kontakt mit seiner Freundin 😉 Als er nicht zurück zum Pool kam fand ich ihn vor dem Shop zusammen mit viele anderen Leute. Der Shop hatte ein (schwaches) offenes Wifi 😉
Um 16:30 ging es zum Abend Game Drive. Der Ranger empfahl eher nach Süden zu fahren. Wir machten den Marie se draai Loop und fuhren danach weiter südlich. Da sich aber ausser Vögel nur ein Oryx Tier zeigte, fuhren wir nicht bis nach Kaspersdraai.
Auf der Rückfahrt warteten wir noch eine Weile am Rooikop Wasserloch. Aber auch hier bewegte sich nichts. Zurück im Nossob hatte es wenigstens einen Adler am Wasserloch.
So waren wir noch etwas am Wasserloch (Hide) und Wifi. Die Jungs nutzten es bis zum Nachtessen aus. Und wir genossen es mal zu kochen, ohne darauf achten zu müssen ob jetzt ein Tier kommt.
Nach dem Essen ging es nochmals zum Wasserloch aber auch da war nichts los. Dieser erste Halbtag im Nossobtal war schon etwas frustrierend. Wir hatten mehr Tiere erwartet, bzw das hatten uns die Südafrikaner auf der Lesholoago Campiste auch gesagt. Am Abend wurde es dann schnell ziemlich kalt, so dass meine frau und ich bald ins Zelt gingen. Die Jungs nutzten das WLAN beim Shop.
Teil 817. Mai 2019
Mi 10.4.19 Nossob - Rooiputs
Ursprünglich wollte ich an diesem Tag nach Polentswa und an Tag darauf nach Rooiputs. Leider waren Rooiputs nur am 10. verfügbar. So entschied ich mich, die zwei abzutauschen. Nun waren wir aber nicht mehr so überzeugt, dass diese eine gute Idee war, da es deutlich mehr Auto fahren nötig machte. Die Nacht war mit 8C ziemlich kühl und die Jungs hatten fast alle verfügbaren Kleider angezogen. Wir assen etwas kleines und dann ging es zu Reception um uns abzumelden. Die Jungs gingen noch kurz in Wifi und wir zum leeren Wasserloch.
Um 7:25 ging es los Richtung Süden. Am Morgen ist das Nossobtal lichtmässig nicht ideal, da man in die Sonne schaut. Die erste Stunde sahen wir nichts. Bei einem Wasserloch (ev Dikbaardskolk) hatte es dann ein paar Oryx und Kuhantilopen. So stoppten wir um wenigstens etwas zu sehen. Andere Autos fuhren durch.
Etwas weiter hatte es ein Springbock mit Jungem.
Bei Rastplatz Dikbaardskolk machten wir eine Pause. Wir fuhren in den Schatten eines Baumes. Es kam dann gleich jemand und sagte, da sei vor kurzem eine Kapkobra verschwunden. So machten wir etwas mehr Abstand zu den Büschen. Nach einer kurzen Pause ging es weiter Richtung Süden. Jetzt hatte es etwas mehr Tier als weiter nördlich und wir sahen Oryx, Springböcke, Strausse und eine Riesentrappe.
In Melkvlei stoppten wir auch nochmals kurz bevor wir in Kij Kij auf die Strasse quer durch die Dünen nach Auchterlonie fuhren. Die roten Dünen waren ein schöne Abwechslung zum sehr trockenen Nossobtal. Zu Beginn sahen wir noch ein paar Oryx. Danach gab es aber keine Tiere mehr. Unterdessen war es teilweise fast ganz bewölkt.
In Auchterlonie fuhren wir zum Museum das wir anschauten und uns etwas bewegten.
Dann ging es das Auobtal runter Richtung Twee Rivieren. In Monroe (nicht ganz sicher) hatte es plötzlich viele Tiere: Am Wasserloch waren viel Oryx und Springböcke. Dazu querte eine Herde Gnus das Tal. Die Oryx gingen teils auf die Gnus los, so dass diese flüchteten.
Auch mehrere Ory kämpften miteinander.
Dieses Wasserloch gab von der Tierdichte schon fast ein “Etosha Feeling”. Aber es fehlten halt einfach die Katzen.
Nun ging es nach Twee Rivieren wo wir zuerst einkaufte und gleich ein Teil davon zum Mittagessen genossen. Dann ging es zur Tankstelle und danach uns in Botswana abmelden. Der jüngere Beamte hatte viel Freude an Simons Barcelona Trikot und fachsimpelte mit ihm. Wir hatten da bei SANparks auch noch gefragt, ob für morgen noch etwas in Mata Mata frei sei. Wir waren bei den eher wenigen Sichtungen nicht so motiviert nochmals bis nach Polentswa hoch zu fahren und dann am Tag darauf ins KTC. So überlegten wir Mata Mata zwei Tage vorziehen, Polentswa verfallen zu lassen und das KTP einen Tag früher zu verlassen. Zum Glück war nichts frei.. Als alles erledigt war ging es nach Rooiputs. Unterwegs hatte es einmal noch Oryx und Strausse.
In Rooiputs hatten wir die hinterste Campsite No 4. Zuerst war die auch eher enttäuschend, da sowohl A-Frame wie auch Basis auf dem es stand teils defekt war und es keinen idealen Platz für Auto gab (alles schräg). Und Dusche-WC war eher weit weg bei Campsite No 3.
Doch bald hatten wir uns eingelebt und genossen, wieder in einem offenen botsuanischen Camp zu sein. Richtung Osten ging es einfach in die Dünen/Busch raus und um die Campsite hatte es diverse Blumen.
In Twee Rivieren hatten wir Kontaktkleber kaufen um Joels Flip Flops zu kleben. Es kam aber nichts zur Tube raus. Als ich weiter drückte, ging diese plötzlich hinten auf und Lein spitze über meine Arme und Beine. Das war ziemlich unangenehm und dieser Leim ist sehr mühsam zu Entfernen. Die Dusche half nur bedingt. Schlussendlich merkte ich, dass das Beste war, mich mit dem feinen Sand einreiben und die Mischung dann ‘abzurubbeln’ …
Gegen Abend bemerkten wir dann ein Gnu das 100m neben Campsite lag.
Während dem Abendessen hatte es einen guten Sonnenuntergang.
Später beobachteten wir einen Gecko der einen Käfer frass.
Teil 919. Mai 2019
Do 11.4.19 Rooiputs - Polentswa
An diesem Morgen nahmen wir es gemütlich ohne frühen Game Drive. Wir assen noch auf der Campsite ‘Zmorgä’. Zu Beginn hatte es noch einige Wolken.
Dann ging es ins Nossobtal. Das Rooiputs Wasserloch und Tal war tierlos. Später sahen wir ein grosse Schildkröte, Springböcke, Kuhantilopen, RAubvögel und eine Straussenfamilie.
Am Rastplatz Dikbaardskolk machten wir wiederum Pause. Als ich zur Toilette ging, sagte jemand es wäre eine Puffotter im Frauenteil. Von der Männerseite sah man sie dann in der Ecke unterhalb des Lavabo. So wurde dies für uns definitiv der Schlangen-Rastplatz.
Sonst gab es bis Nossob nichts. Dort war aber ein Herde Gnus im Schatten einer Baumgruppe hinter dem Wasserloch. Wir machten ein knappe Stunde Pause mit Mittagessen, Gnu beobachten, Wifi und Toilette.
Um 12:30 ging es weiter Richtung Polentswa. In Kwang hatte es einen Adler am Wasserloch. Leider flog er bald auf entfernten Baum, der für unseren Fotoapparat zu weit weg war um gute Fotos zu machen.
Weiter nach Norden war es wieder tierlos und die Landschaft im Nossobtal ist auch nichts spezielles oder besser gesagt eher langweilig/trostlos.
Beim Polentswa Wasserloch hatte es ein paar verstreute Springböcke und eine Herde Gnus verschwand gerade in den Büschen dahinter. Richtung Campsite war eine Herde Gnus nicht weit neben der Fahrbahn.
Dann kamen wir am Hans Schwabe Grab vorbei.
Wir hatten die Campsite No 3 die gerade an der Piste zur Polentswa Lodge liegt. Sie ist schön etwas erhöht über der Pan gelegen und hat einige Schatten Bäume. Diese Campsite gefiel uns sehr gut.
Wir verbrachten den Rest des Nachmittag mit Relaxen auf der Campsite und kochten früh, da wir am Abend nochmals zum Wasserloch wollten.
Nach einem guten Stück Strauss ging es um 17:30 zum Wasserloch. Nicht weit von den Campsites waren ein Herde Gnus mit Jungen auf und neben der Piste. Das war sehr interessant sie von so nah zu beobachten.
So viel Gnus wie heute sahen wir noch nie.
Beim Wasserloch waren nur ein paar wenige Springböcke. So fuhren wir nach 18 Uhr wieder zurück und waren gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang wieder auf Campsite. Der Sonnenuntergang war wunderschön. Dazu sah man auf der Pan die Gnus.
Nun war ich sehr glücklich, dass wir doch nach Polentswa gefahren waren. Es gefiel mir so gut, dass ich bei einer nächste Reise länger in der Polentswa und Kaa Region sein möchte.
Unter einem Baum hatte es ein verbissenes Plastik-Becken mit Wasser. Da montierten wir unsere Lampe mit Bewegungsmelder. Danach sassen wir noch etwas am Feuer bevor es ins Dachzelt ging. Von da bemerkte dann jemand plötzlich das Licht beim Becken. Es war eine Braune Hyäne am Trinken.
Teil 1023. Mai 2019
Fr 12.4.19 Polentswa - KTC
Heute war das Ziel möglichst früh am Wasserloch zu sein. Auf der Campsite 1 begannen sie schon vor 6 Uhr zu lärmen. Wir fuhren um 6:50 los. Leider fuhren gerade vor uns zwei weitere Auto auch los und blockierten uns etwas.
Auf dem Weg ging die Sonne auf.
Beim Wasserloch waren schon zwei andere Autos und Tauben. Wir warteten einige Zeit und beobachteten die Tauben. Aber als Vögeln nichts anderes kam fuhren wir los.
Nicht viel später zeigte sich, dass das Timing gut war und wir für einmal Glück hatten: Meine Frau sah gerade noch etwas weiter vorne ein Tier am Strassenrand in den Büschen verschwinden. Wir fuhren an die Stelle und schauten raus. Da entdeckte Joel ein Braune Hyäne. Sie lief die Düne hoch und verschwand bald dahinter. So gab es nur drei Schnappschüsse wovon einer scharf ist.
Auf dem weiteren Weg nach Süden gab es wieder fast keine Tiere zu sehen. In Nossob machten wir dann ein Pause. Wir machten Frühstück. Meine Frau sah da am Wasserloch und der Ebene über 100 Springböcke. Als ich kam waren einige schon weg aber es waren immer noch viele Tiere. So belebt war Nossob noch nie.
Danach hatten wir Morgenessen. Wir redeten da auch mit einem Niederländer. Er zeigte uns ein Foto von einem Geparden mit einem Springbock Kill. Dies sei gerade nördlich des Nossob Camp Gate gewesen. Das war scheinbar am Tag vorher gewesen, als wir in Rooiputs waren. Nach ca 1h30 ging es weiter. Die Jungs waren fast nicht vom Wifi zu trennen 😉
Auf dem Weg das Nossobtal runter sahen wir dann unseren ersten Sekretär.
Am Rastplatz Dikbaardskolk machten wir wieder Pause. Diesmal war keine Schlange da aber noch ein Zettel die von der Puffotter in der Frauentoilette warnte. Danach ging es in die Dünenstrasse Richtung Auobtal. Die Fahrt durch die Dünen war zu BEginn wieder sehr schön. Richtung Auobtal werden sie weniger schön/farbig. Ausser ein paar Steinböckchen, Straussen und Raubvögel hatte es keine Tiere.
Als wir über die letzte Düne ins Auobtal kamen, sahen wir plötzlich ein Gruppe Giraffen auf der Düne Richtung Strasse laufen. Wir beobachteten sie länger und sie querten vor und hinter dem Auto die Strasse Richtung Kamqua Wasserloch. Am Wasserloch war bereits ein Gruppe Oryx und Springböcke.
Als wir genug gesehen hatten, ging es weiter Richtung KTC. Unterwegs sahen wir nichts nennenswertes mehr und erreichten nach 14 Uhr das Kalahari Tented Camp. Da niemand da war trugen wir uns in die Liste ein und gingen zu unseren ‘Zelten’ 4 und 5. Sie gefiel uns gut und vor allem vom N0 hatten wir eine gute Aussicht aufs Wasserloch. Wir nutzen die gute Infrastruktur und Wäsche zu machen und das Auto etwas zu aufräumen und putzen (vor allem hinterer Gepäckteil).
Dann ging es zum Pool. Die Anlage ist sehr schön mit Liegestühlen und schattigen Bäumen. Wir badeten etwas und lasen.
Am Abend war kein Gamedrive geplant. Wir wollten die schöne Terasse geniessen. Wir machten einen gemütlichen Apero und kochten Nachtessen. Es gab Bratkartoffeln und ein sehr feines Zebrafilet.
Vor 18 Uhr kamen zwei Gnus ans Wasserloch. Und nach dem Sonnenuntergang kam ein ganze Gnuherde ins Tal und legte sie nieder.
Später am Abend zogen sie im Dunkeln wieder davon.
Jetzt wird es etwas eine Pause mit Berichten gehen da ich morgen für einen Triathlon ins Wallis fahre und danach die Auffahrtswoche in den Bergen bleibe (meiner Lieblingsregion)
Teil 1112. Juni 2019
Endlich komme ich zum weiter schreiben am Bericht. Über Himmelfahrt waren wir im Wallis und seither war ich am weitere Berg- (und Meer)Ferien am planen (Wallis, Aostatal, Ligurien) 😎
Fr 12.4.19 KTC-Mata Mata
Am Abend vorher gaben wir den Buben die Option auszuschlafen oder um 7 Uhr auf dem Game-Drive zu kommen, da es das einzige Mal war, wo wir nicht im Dachzelt schlafen. Joel entschied sich sofort für Game-Drive. Simon überlegte lange. Er hätte gerne ausgeschlafen, hatte aber Angst etwas zu verpassen.
So standen wir am Morgen früh auf. Ich machte mir noch einen Kaffe und dann ging kurz nach 7 Uhr los. Auf der Strasse im Auobtal kamen schon erste Autos vom Mata Mata. Das störte uns nicht, da die helfen konnten nach Tieren Ausschau zu halten. Bei der “Durchquerung” des Auob kamen kurz nach Mata Mata Gnus das Flussbett rauf. Das waren wohl die, welche wir am Abend vorher im KTC hatten. Später gab es nochmals ein paar Gnus.
Sonst gab es bei der Fahrt nach Süden nur wenig zu sehen:
Immerhin sahen wir unseren ersten Geier
Als wir nach der Strecke über das 14. und 13. Borhole wieder auf die Starsse kamen stand da ein Auto. Wir suchten ob sie etwas sahen und fuhren dann langsam an Ihnen vorbei. Sie sagten uns das auf der Düne sei ein Leopard. Wir hielten vor ihnen und sahen wirklich hoch oben am westlichen Dünenkamm einen Katzenkopf. Mit Feldstecher und Kamerazoom war uns aber schnell klar, dass es ein Gepard war.
Er verschwand dan hinter der Düne und kam etwas später weiter weg wieder hervor. Da zeigte er sich etwas besser:
Dann verschwand er definitiv. Leider hatte der ältere Sohn den besten Platz und machte die Fotos. Er meinte (eingebildet) er würde so gute Fotos machen dass es nicht viel brauche … So haben wir nun nur 4 Fotos. Wegen der grossen Distanz sind die auch nicht so gut/scharf. Damit hatte ich mein grosses Ziel erreicht, einen Geparden zu sehen. Das war die einzige gössere Katze die uns auf der ersten Reise fehlte. Simon war sehr froh, dass er nicht ausgeschlafen hatte. Dies sollte die einzige Katze sein, die wir bei Tag sahen im KTP sehen.
Bei Kamqua war dann wieder die grosse Giraffenherde die wir länger beobachteten.
Am Wasserloch hatte es viel Gnus und ein paar Oryx.
Beim Rastplatz Kamqua machten wir Pause und ich versuchte einen Raubvogel zu fotografieren.
Dann ging es wieder zurück nach Mata Mata. Auf dem Weg sahen wir noch weniger Tiere als auf Hinfahrt.
Im Mata Mata hatten wir das Glück, das scheinbar gerade die Campsite No 1 direkt am Hide/Wasserloch frei wurde und wir so die beste Campsite (wie uns andere Gäste sagten) bekamen. Zum Mittagessen kochte ich ein Risotto.
Den Nachmittag verbrachten wir am Pool (lesen) und auf der Campsite. Für Unterhaltung sorgten Erdmännchen, Erdhörnchen und Vögel.
Da sie immer am Schatten waren, war das Fotografieren nicht so einfach. Später begannen sie Löcher zu graben:
Für den Abend hatten wir noch wegen einem Nacht-Gamdrive gefragt. Der Ranger meinte auf Nachfrage, dass in den letzten Tagen fast nichts gesehen worden sei. So verzichteten wir auf diesen und entschieden, auch nicht selbst am späteren Nachmittag nochmals raus zu gehen.
So machten wir am Abend ein Feuer und grillierten Game Rumpsteak.
Nun schlichen Schakale aussen am Zaun rum. Dieser hatte bei einem Chalet essbares gefunden
In der Nacht kam dann mal heftiger Wind auf und es gab ein paar vereinzelte Tropfen Regen.
Teil 1212. Juni 2019
Jetzt bin ich wieder in unserer Reise drin und es geht weiter:
So 14.4.19 Mata Mata - Quiver Tree Forest
Nun brach der letzte Tag im KTP an. Der Morgen war mit knapp 20C ziemlich mild. Kurz nach 7 Uhr ging die sonne auf und wir machten uns auf unseren letzten Gamedrive.
Auf der Anhöhe nach der Auob-Querung südlich des KTP standen mehrere Autos und wir sahen dann bald viel Giraffen. So weit nördlich waren sie in den Vortagen nie.
Im Gegenlicht sahen sie gut aus waren aber schwer zu fotografieren
Nachdem wir sie länger beobachteten fuhren wir weiter. Auch bei Craig Lockart (nehme ich an) hatte es ein Gruppe Giraffen am Wasserloch.
Neben den Giraffen sahen wir noch noch ein paar Oryx und Gnus
Um 9:30 waren wir zurück im Mata Mata wo wir etwas ‘Zmorgä’ assen und definitiv packten. NAch 10 Uhr ging es über die Grenze. Bei uns wäre es eigentlich schnell gegangen aber vor uns waren zwei Autos mit Südafrikaner die etwas länger hatten …
Dann folgten wir bis zur Abzweigung der D511 dem Auobtal. Ab und zu gab es hier eine einsame Farm. Die D511 und anschliessend der erste Teil der C17 gehen wunderschön quer durch die roten Klaharidünen. Es ist ein dauerndes auf und ab.
Als wir das Dünengebiet verlassen hatte wurde es flach, trocken und ziemlich öde. Dieses Gebiet gefiel mir gar nicht. Interessant war noch, dass es an fast jedem Strommasten ein Webervogelnest hatte:
Je weiter südlich wir fuhren desto kühler wurde es (teils nur 21C). Gegen Keetmanshoop tauchten dann aber Berge am Horizont auf. Es war toll endlich wieder mal ein ‘Erhebung’ zu sehen.
Um ca 13:30 kamen wir im Quiver Tree Forest Camp an. Ursprünglich hatten wir geplant zum Fish River Canyon zu fahren. NAchdem Hobas durch ein Unwetter zerstört worden war, entschieden wir uns, den Umweg nicht zu machen uns dafür hier zu übernachten. Wir checkten ein (einzige nicht vor reservierte Unterkunft) und konnten eine Campsite aussuchen. Wir fanden ein schöne direkt am Köcherbaum nahe an einer Ablution.
Es hatte diverse Vögel an einer aufgeschnittenen Wasserflasche
Nach dem Mittagessen machte ich mit meiner Frau einen ersten Spaziergang durch den Quiver Tree Forest. Die Jungs waren ganz glücklich, dass sie mit ihren namibischen SIM-Karten wieder Empfang hatten. Der ältere (WhatsApp-)telefoniert bald mit seiner Freudin 😉
Um 15:30 nutzte ich es dann aus, dass wir (endlich) nicht mehr im NP/Busch waren und ich absolviert das erste Training in Afrika. Ich lief zuerst der staubigen C17 nach Richtung Keetmanshoop. Ich merkte aber schnell, dass die andere Richtung wohl schöner ist. Das hatte es dann wirklich Hügel/Steinhaufen mit Köcherbäumen (https://connect.garmin.com/modern/activity/3555447995). Es war zwar nicht so heiss aber mit der extrem trockenen Luft trocknete ich schnell aus. NAch 10.5km war ich wieder im Camp. Es tat gut wieder mal etwas Bewegung zu haben.
Nach einer kurzen Dusche ging es zur Gepardenfütterung. Leider war auch eine laute Asiatengruppe dabei.
Da wir so nahe am Köcherbaum waren konnten wir kochen und Fotografieren bei Sonnenuntergang kombinieren. Die Abendstimmung war wunderschön aber die lauten Asiaten wiederum störend.
Wir sahen auch einen Klippschliefer der immer wieder unter den Steinen raus kam und uns neugierig ansah.
Ich bin aber noch nicht so weit wie im Bericht hier.
Felix
Teil 1414. Juni 2019
Mo 15.4.19 Quiver Tree Forest - Keetmanshoop - Klein Aus Vista
In der Nacht wurden wir von den Asiaten geweckt, die laut an unserer Campsite vorbei liefen um wohl Fotos im Quiver Tree Forest mit dem Sternenhimmel zu machen :((
Am Morgen stand ich vor 7 Uhr auf um Fotos im Köcherbaumwald zu machen. Es war ziemlich kühl. Die Asiaten waren immer noch da …
Um 7:10 ging dann die Sonne auf. Nachdem wir fotografiert hatten ging es mit meiner Frau auf ein Mogrenjogging. Wir joggten 45 Minuten auf der C17 und M30. Bald hatten wir vergessen, dass wir mal kühl hatten 😉
Zurück mussten wir erst die Jungs wecken und dann gab es Morgenessen. Als wir nach 9:30 los fuhren, waren wir fast die letzten auf dem Camping. Wir hatten es aber mal genossen, nicht auf einen Gamdrive gehen zu “müssen”.
Den Entschied nicht zum Fish River Canyon zu fahren und dafür im Quiver Tree Forrest zu übernachten haben wir gar nicht bereut. Die Köcherbäume in Abend- und Morgenlich waren super und wir hatten viel weniger zu fahren.
Zuerst ging es noch etwas nordwärts zum Giants Playground wo wir die kurze Runde durch die Felsbrocken spazierten.
Dann ging es nach Keetmanshoop für den Rest der Reise einkaufen, tanken und Gas auffüllen lassen.
Um 11:30 war alles erledigt und es ging westwärts. Hier wurde die Strecke durch die Berge etwas abwechslungsreicher aber besonders schön war es nicht. Irgendwann hielten wir unterwegs am Strassenrand bei einem Bkleinen Baum umd zu essen. Die Rastplätze zuvor gefielen uns nicht so oder waren besetzt.
In Keetmanshoop hatten wir eine “Schwarzwäldertorte” gekauft die es zum Dessert gab.
Vor Aus wurde die Landschaft dann schöner. Um ca 14 Uhr erreichten wir die Klein Aus Vista Lodge wo wir eincheckten und ein Braai-Paket bestellten (nicht gerade günstig).
Dann ging es zur Desert Horse Campsite. Wir hatten die Nr 1 mit einem Baum mit einem grossen Webervogelnest.. Diese Campsite war zwar am weitesten von der Ablution weg aber dafür auch etwas weniger nah an den anderen Campsites.
Nach dem einrichten ging es zurück zur Lodge ans Pool (mit WLAN ;)) Das Pool war relativ kühl und ich darum der einzige Gast der ganz drin war. Die Liegestühle waren aber sehr bequem zum Lesen und “sünnele”.
Um 17 Uhr ging es zurück. Nach einem Apero liefen meine Frau und ich noch den kürzesten Trail und zum Viewpoint (Vista Trail 4.1km). Leider wollte sie nicht bis zum Sonnenuntergang am Viewpoint bleiben, das sie nicht nach Sonnenuntergang zurück laufen wollte. Die kurze Wanderung war interessant und die Sicht vom Viewpoint auf die Ebene genial.
Ich musste natürlich noch auf den höchsten Punkt/Felsen beim Viewpoint:
Auf dem Rückweg gab es schöne Farbenspiele von der untergehenden Sonne.
Kurz vor der Campsite sahen wir ein Kudu.
Im Abendlicht war es zu weit weg für gute Fotos
Unterdessen hatten die Buben begonnen, das Braai-Paket zu grillieren. Es war nicht schlecht. Aber für den bezahlten Preis hätte ich selbst etwas deutlich besseres (und grössere Mengen) kaufen können.
Am Abend wurde es dann windig und schnell ziemlich kühl so dass wir relativ bald ins Auto und Dachzelt lesen gingen.
Teil 1520. Juni 2019
Di 16.4.19 Klein Aus Vista: Tagesausflug Kolmanskop - Lüderitz
Auf dem Thermometer sah ich, dass die Minimaltemperatur in der Nacht mal 8C war. Aber am Morgen hatte es vor Sonnenuntergang 12C. Der Wind hatte aber auch gewechselt und kam nun aus dem Landesinneren.
Um 8 Uhr ging es bereits los, da wir zur 9:30 Tour in Kolmanskop wollten. Die Strecke nach Westen gefiel mir sehr gut. Die Namibwüste gefällt mir besser als die öde Landschaft um Keetmanshoop. Zu Beginn sahen wir mehrer Oryx. Kurz vor Kolmanskoop waren an zwei Stellen Arbeiter am Dünen am Strassenrand abtragen, die sonst auf die Strasse ‘gewandert’ wären. Und nicht viel weiter war ein Ory direkt neben der Strasse. Je näher wir dem Meer kamen desto kühler wurde es.
Um 9:15 kamen wir in Kolmanskop an. So hatten wir noch ein wenig Zeit bis die Führung begann. Die Führung war gut und gab interessante Informationen. Danach spazierten wir noch etwas durch die Gebäude. Meine Frau wären am liebsten noch lange geblieben. Aber uns Männern reichte es dann mal 😉
Nun ging es nach Lüderitz. Zuerst fuhren wir nach Shark Island wo wir zum Leuchtturm rauf stiegen.
Dann fuhren wir auf die andere Seite an einem Strand am Ortsrand (nicht Agate Beach). Dort hatte es Flamingos und ich stand kurz ins Meer und wenigstens ein wenig drin gewesen zu sein. Die Jungs kamen nicht mal aus dem Auto.
Nun fuhren wir ins Zentrum wo wir kurz durch die Strassen und zur Kirche spazierten und dann im Spar einkaufen gingen. Nun suchten wir einen Platz für Picknick. Wir wurden uns aber nicht einig und so ging es zurück. Am Ortsausgang wollten wir noch tanken. Aber man musste bar bezahlen und wir befürchteten zu wenig Bargeld bis zum Ende der Reise zu haben.
Schliesslich picknickten wir in der Namibwüste am einem ‘Rastplatz’ am Strassenrand. Danach ging es zum alten Bahnhof Garub (meine Frau war wieder begeistert, wir bleiben im Auto) und zu Wasserloch der Wüsten. Vier Pferde kamen uns nicht weit davon entfernt entgegen. Da das Wasserloch leer war, kehrten wir sofort um und schauten die Pferde an, die zuerst parallel zum Pad liefen und dieses dann überquerten.
Vor 15 Uhr waren wir wieder auf der Campsite. Ich gings zurück zur Lodge ans Pool. Meine Frau lief den Schanzentrail zur Lodge. Um 17:30 ging es zurück und ich machte mich auf den Weg zum Viewpoint um den Sonnenuntergang zu sehen. Die Sicht vom Viewpoint auf die Ebene und in die Wüste finde ich fantastisch.
Leider wurden die Fotos zum Sonnenuntergang oft nicht gut, da der Fotoapparat/Handy wegen dem Sand in der Luft Mühe hatte zu fokussieren.
Nach dem Sonnenuntergang ging ich zügig zurück zur Campsite wo die Familie gekocht hatte. Heute Abend war es weniger windig und deutlich angenehmer draussen.
Teil 1621. Juni 2019
Mi 17.4.19 Klein Aus Vista - Namtib, Tirasberge
Wir standen vor 7 Uhr auf das meine Frau und ich den gut 10km langen Schutztruppen Trail joggen wollten. Zu Beginn hatte es ein tolle Morgenstimmung.
Etwa um 7:15 joggten wir los. Bald kam die Sonne. Im Morgenlicht war die Strecke super.
Oberhalb Geisterschlucht
Der Trail führt auch an der Geisterschlucht mit dem alten Auto mit Einschusslöcher vorbei.
Den letzten Teil lief ich dann alleine etwas zügiger zurück zur Campsite.
Von 10-11 Uhr ging es nochmals ans Pool/WLAN. Bevor wir Richtung Norden fuhren tankten wir in Aus noch voll. Der erste Abschnitt war gut aber nicht ausserordentlich schön. Um 12 Uhr erreichten wir die Abzweigung der D707 die uns am Rand der Tirasberge zur Namtib führte.
Nun wurde die Strecke interessanter/schöner. Auf der rechten Seite waren die Tirasberge und links die roten Dünen der Namib. Immer wieder hatte es Oryx.
Nach 45 Minuten kam die Zufahrt zu Namtib. Wir fuhren zur Lodge wo wir eincheckten.
Unterwegs sahen wir Oryx und Springböcke.
Dann ging es zur Little Hunters Rest Campsite wo wir uns eine aussuchen konnten. Die drei am nächsten bei der Ablution waren schon besetzt. Wir nahmen dann die letzte Campsite. Von dort hat man einen tollen Ausblick übe die Ebene. Sie sind auch schön eingerichtet mit einer grossen Feuerstelle mit Ablage zum Kochen. auch die Ablution ist sehr schön gemacht und sauber.
Es war schon ziemlich warm und so waren wir froh um den grossen Schatten spendenden Baum. Wir kochten Pasta zum Mittagessen und danach relaxten wir auf der Campsite. Etwas später fuhr ich nochmals zur Lodge um Holz für das Braai am Abend zu kaufen. Um 16 Uhr spazierten meine Frau und ich nördlich Richtung eines Tal in die Tirasberge. Auf der Ebene hat es dort mehr Bäume und ist sehr schön. Wir sahen in der Ferne Paviane und zweimal ein Steinböckchen. Nach einer guten halben Stunde hatten wir den Eingang des Tals erreicht und kehrten um. Etwas unangenehm waren auf die viele Fliegen die es hier hatte.
Auf dem Rückweg sahen wir noch zwei Pferde der Farm.
Im Hintergrund sind man den Eingang der Schlucht
Buben am Aufklappen ihres Zelt
Später kochte ich Bratkartoffeln und grillierte Maiskolben, Huhnspiessli und Würste.
Am Kochen
Wunderschöne "Küche"
Beim Abendessen hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang und Abendstimmung.
Dazu kam der Vollmond über die Krete und erleuchtete alles relativ hell.
Little Hunters Rest war einen der schönsten Campsites unserer Reise. Die Natur war wunderschön und ich liebte die Ruhe und Abgeschiedenheit. Hier wäre ich noch weitere Nächte geblieben.
Teil 1728. Juni 2019
Endlich geht es weiter. Im Moment erinnert das Wetter hier an die Reise im April. Ich geniesse es 🙂
Do 18.4.19 Namtib - D707 - Sesriem
Wie schon am Vortag standen wir wieder vor 7 Uhr auf und den Tag mit einem Morgenlauf zu starten. Es hatte wie schon gestern eine tolle Morgenstimmung.
Wir liefen/joggten den gleichen Weg den wir gestern Abend spazierten.
Ohne Sonne war es zum Laufen angenehmer. Gegen das Tal sahen wir dann eine Grosse Gruppe Oryx. Sie flüchtete aber bald (leider finde ich Video davon nicht mehr.
Auf dem Rückweg machte ich dann alleine noch einen Umweg. Dabei flüchtete vor mir immer wieder ein Oryx ein Stück weit, bliebe dann stehen und als ich näher kam lief es erneut davon.
Knapp bevor die Sonne unsere Campsite erreichte waren wir zurück (hatte meine Frau fast wieder aufgeholt).
Dann gab es ein gemütliches Morgenessen auf der wunderschönen Campsite.
Gegen 9:30 fuhren wir los Richtung Norden. Die D707 war weiterhin wunderschön zwischen den Tirasbergen und den roten Dünen. Immer wieder hatte es Oryx neben der Strasse. Auf den ersten ca 2h bis zum Ende der D707 sahen wir kein einziges anderes Fahrzeug. So ist fahren sehr angenehm.
In Betta war ein Gruppe Oryx in einem eingezäunten Feld.
Je näher wir Sesriem kamen desto mehr Autos hatte es. Seriem war dann fast ein Schock für uns: Nachdem wir zwei Wochen oft alleine oder nur mit wenigen anderen Touristen waren, war hier ein riesiger Trubel. Zudem war es ziemlich heiss. Zuerst ging es zum Checkin und nachher die PErmit kaufen. Für beides mussten wir länger anstehen. Wir bekamen einen schönen Platz von einer Steinmauer umrundeten Platz unter einem Baum nicht weit von der Rezeption, Ablution und Pool.
Er war besetzt von einer Gruppe von der eine jüngere Frau einen Schwächeanfall hatte und auf einer Matte unter dem Baum lag. Wir assen dann ausserhalb ein kleines Picknick und dann ging es zum Pool. Auch das war relativ überfüllt.
Um 15:30 fuhren wir dann zum Sesriem Canyon. Oben war es ziemlich heiss aber in der engen Schlucht war es angenehmer. Wir kletterten zuerst bis fast zuhinterst in den engen östlichen Teil der Schlucht. Danach ging es ohne Jungs noch etwas in die andere Richtung.
Nun ging es noch zur nahen Elim Düne. Auf dem Weg dorthin sahen wir ein Springbock mit einem Jungen.
Die Landschaft gefiel mir sehr gut.
Bei der Dünen waren die Jungs viel motivierter als im Canyon und stiegen schnell die Düne hoch.
Die Aussicht mit der Fläche und den Bergen im Hintergrund war genial. Und hier hatte es im Gegensatz zu Sesriem und dem Canyon keine Leute 🙂
Simons Gips war in den Sanddünen nicht gerade ideal ... 😎
Nun ging es zurück nach Sesriem und etwas frisch machen, da wir nach in der Sossusvlei Lodge fürs “Buffet Dinner” reserviert hatten. Wir spazierten dann zur Lodge und genossen die wunderschöne Abendstimmung mit Vollmond.
Um 19 Uhr gingen wir zu unserem Tisch der optimal nahe der Grillstationen gelegen war 😉 Zum Essen bestellten wir eine Flasche südafrikanischer Weisswein. Der war süss so dass auch meine Frau und der ältere Sohn tranken.
Das Vorspeisenbüffet sah gut aus und war auch wirklich gut. Das Fleisch am Buffet sah auch toll aus und es hatte eine riesige Auswahl an Wildfleisch. Leider wurde meine erste Portion etwas zu stark gebraten. Aber auch bei den weiteren Portionen stellte ich fest, dass das Wildfleisch der Kleinhoek Schlachterei besser/zarter war.
Nach drei Tellern Wildfleisch und noch etwas vom Rest der Familie (wenn es nicht so gut war) war ich ziemlich voll. Simon hatte einen guten Fisch (Hake/Seehecht) entdeckt und ass 3-4 Portionen. Die Köchin kannte ihn mit der Zeit gut, vor allem weil wir auch fast die letzten waren, die noch Fleisch/Fisch assen (und die ersten waren 😎 )
Das Dessertbuffet leider vor allem viel trockene Kuchen. Aber es gab auch ein paar Dessert die mir mehr zusagten. Auch wenn das Fleisch und Dessert nicht Top waren, war es ein toller Abend und für ca 20 Euro pro Person kann man wirklich nichts sagen. Dann ging es mit vollen Bäuchen im Mondlicht zurück zum Camping und sofort ins Bett, da wir am nächsten Morgen und 6 zum Sossusvlei los fahren wollten.
Teil 1803. Juli 2019
Fr 19.4.19 Sesriem - Sossusvlei - Tsauchab River Camp
Nun begann bereits unser letzter ganzer Tag in Namibia. Bereits vor 5 Uhr begannen erste Leute auf dem Camping zu ‘lärmen’. Keine Ahnung warum man vor 5 Uhr aufstehen muss, wenn das Tor um 6 Uhr öffnet. Wir waren dann aber etwas zu spät daran und kamen erst etwa 6:03 zum inneren Tor. Dies hatte aber den Vorteil, dass es schon offen war und alle Autos weg. D.h. wir sahen im Dunkeln vor uns ein Schlange von roten Rücklichtern. Nach etwa der Hälfte der Strecke begann es plötzlich zu stinken und wenig später stand ein Auto am Strassenrand und eine Frau winkte. Wir hielten an und eine deutsche erklärte uns, dass ihr Auto geraucht hätte und ob sie und ihre Tochter mit uns nach Sossusvlei fahren könnte. Wir luden sie ein und fuhren weiter. Im Osten wurde es langsam hell und im Westen war der Mond am Horizont.
Wir hatten gar nicht überlegt wohin wir wirklich fahren wollten und auf dem Navi war es beim Fahren auch etwas schwer zu sehen. Beim 2WD-Parking wäre meine Frau lieber mit dem Shuttle gefahren. ich wusste aber, dass es mit unserem Auto kein Problem ist.
So kamen wir schliesslich zu Parkplatz der Big Mamma Dune (Namen wussten wir nicht). Hier hatte es nur ein NWR-Auto. Da wir bald den Sonnenaufgang erwarteten liefen die Jungs und ich so schnell als möglich die Düne hoch. Dies war mit dem losen Sand ziemlich anstrengend. Wir kamen aber rechtzeitig auf die Krete. Oben war nur ein NWR-Guide mit zwei Touristen.
Oben der Guide mit Touristen, dann Joel, Simon und ich im Aufstieg
In der Morgensonne war die Stimmung und die Farben in den Dünen super.
Nun sprangen wir bzw vor allem die Jungs von der Düne und fotografierten dabei. Als sie genug hatten liefen wir die Düne ins Sossusvlei runter.
Dass wir diese Düne zum Sonnenaufgang hatten war reiner Zufall. Aber es war sehr gut eine nicht überfüllte Düne zum Einstieg zu haben
Oben hatte man dann ein super Aussicht aufs Dead Vlei und die Dünenenlandschaft. Bald kam auch Corinne die ebenfalls viel Leute überholt hatte. Etwas weiter unten hinter er Spitze war ein Oryx. Leider hatte ich nur das Handy dabei, da ich nicht riskieren wollte, Sand in Objektiv zu haben. Und der Handyzoom reichte nicht.
Nun kam die Belohnung für den Anstieg: wir rannten die etwa 250mH runter ins Dead Vlei. Dies machte sehr viel Spass.
Das Dead Vlei sah von oben schon gut aus. Unten waren die Farben aber noch besser. Es war genial. Im hinteren Teil hatte es auch fast keine Leute und ich konnte gute Fotos machen.
Dann ging es zurück zum Parkplatz und von dort zurück Richtung Sesriem. Im Tiefsand Bereich steckte eine NWR-Auto fest und auch andere schienen etwas Mühe zu haben. Mit unserem Hilux ging es ohne das geringste Problem durch und machte viel Spass. Wir verzichteten dann auf weiter Dünen und fuhren direkt zum defekten Auto. Die Frau füllte (Kühl-)Wasser nach und startet danach das Auto (ein alter Hilux einer südafrikanischen Vermietung). Als es problemlos lief fuhr sie nach Sesriem und wir ihnen nach, falls es doch wieder Probleme geben sollte.
In Sesriem machten wir eine kurze Mittagspause bevor es Richtung Tsauchab River Camp ging.
Da Oster-WE war und wir nur eine Nacht blieben bekamen wir leider keine der tollen Campsites mit In- und Outdoor WC etc. Wir waren fast zuhinterst im “Birds Paradise”. Diese Campsite liegt direkt am Tsauchab und Bäumen. Toilette/Dusche war beim einem nahen Chalet. Nun räumten wir das ganze Auto aus, packten Taschen und putzen alles etwas. Spätestens jetzt merkten wir, dass es bald nach Hause ging. Da in der Schweiz super Frühlingswetter angesagt war und alles wunderschön grün und blühend war, störte mich das nicht.
Vögel hatte es im Birds Paradise wirklich
Als wir fertig waren ging es zum Haupthaus ans Pool und WLAN. Ich hatte etwas Mühe Verbindung zu bekommen um das Checkin zu machen. Als es endlich funktionierte sahen wir, dass der Flug Johannesburg - Frankfurt total voll war. Wir bekamen noch zwei Sitze nebeneinander und zwei ein paar Reihen weiter vorne durch den Gang getrennt. Joel war ziemlich gefrustet, da er auf Hinweg Fenstersitz Simon überlassen hatte und auf dem Heimweg am Fenster zu sein.
Am Pool gönnten wir und noch ein Eis und genossen den letzten Nachmittag. Und dann kam schon der letzte Abend im ‘Busch’. Wir sahen den letzten afrikanischen Sonnenuntergang und machten nochmals ein Braai.
Letzter Sonnenuntergang in Namibia
Warten auf Nachtessen direkt am Tsauchab
Teil 1904. Juli 2019
Sa 20.4.19 Tsauchab River Camp- Windhoek - Johannesburg
Heute mussten wir wieder früh aufstehen, da wir noch 4 Stunden Fahrt nach Windhoek bzw Kapsfarm zu Safari Car Rental hatten und am Mittag dort sein sollten. Nach einem schönen Sonnenaufgang und einem kleinen Zmorgä ging es wie geplant um 8 Uhr los.
Der erste Teil entlang der Naukluftberge war sehr schön.
Bei Buells Port sahen wir drei Kudus neben der Strasse.
Danach wurde die Gegend flacher und eintöniger. Wir hielten kurz an als wir den Tropic of Capricorn überquerten (d.h. dort wo wir ihn vermuteten da nichts angeschrieben war).
Kurz vor Rehobot begann dann die Asphaltstrasse. Danach wurde es in Richtung Windhoek immer grüner. Wir waren überrascht wie grün es war.
So viel grün hatten wir schon lange nicht mehr gesehen.
Kurz vor 12 waren wir in Windhoek wo wir tankten. Dann ging es zu Safari Car Rental zur Autorückgabe. Dies geschah sehr schnell und Effizient.
Nun wurden wir zum Flughafen gefahren wo wir viel zu früh ankamen und draussen noch etwas Picknick assen.
Das Checkin dauerte dann sehr lange da zu wenig Personal da war. Bei der Sicherheitskontrolle nahmen sie mir ein winziges Taschenmesser weg (2cm Klinge) das sonst bei jedem Sicherheitscheck durch kommt. Das grössere fanden sie aber nicht … Um 15:45 konnten wir dann zum Flugzeug gehen. Der gesamte Rückweg hatte einen Lufthansa Code, aber ich nahm an, dass es zumindest am Anfan SAA sei.
Ich fragte mich ob wir wieder über Ukhwi und die Masetleng fliegen würden und versuchte mit Karte die Lage zu finden. Und wirklich entdeckte ich plötzlich die Ukhwi Pan und später die Masetleng Pan, wo wir die zweite Nacht verbracht hatten.
Unten rechts Ukhwi mit Pan
Masethleng Pan - die ist für weitere Reisen wieder fest eingeplant
In Richtung Johannesburg gab es immer mehr Wolken und dort gewitterte es.
Der Transfer klappte gut und um 19 Uhr starteten wir mit SAA Richtung Frankfurt.
Teil 2004. Juli 2019
Sa 20.4.19 Johannesburg-Frankfurt-Zürich
Der Flug verlief gut und ich konnte einigermassen gut schlafen. Kurz nach 6 Uhr landeten wir. Als wir das Flugzeug verlassen hatten ging gerade die Sonne wunderschön auf.
Wir hatten nicht viel Zeit da bereits um 6:40 der Flug nach Zürich ging. Als wir mit dem Bus zu unserem Flugzeug fuhren kreuzten wir unseren SAA Airbus der weg gezogen wurde.
Der Flug dauerte nur kurz und der Landeanflug war interessant da ich viel am Boden kannte.
Bodensee
Meine Heimat Zug/Zugersee
Zoo Zürich
Beim Bremsen am Boden war ein Fach in der Bordküche nicht richtig geschlossen und eine Schale mit Müesli flog durch den Kabinengang. Der Steward meinte da sie ihre spezielle Osterüberraschung 😛
Wir waren schnell durch den Zoll und gingen dann zum Gepäckband. Da warten wir und warteten und warteten … Irgendwann ging wir dann zum Lost-Baggage Schalter. Da erwarteten sie uns schon, da unser Gepäck den kurzen Transfer. So füllten wir soi schnell als möglich die Formular aus und sprinteten auf den nächsten Zug. Wir hatten genug lang am Flughafen verbracht und wollte möglichst schnell heim.
Zu Hause genoss ich dann wie schön grün und blühend es war. Am Nachmittag gab es gleich ein erstes Lauftraining zu Hause und ein weiteres 'Braai' im Garten.
Das Gepäck wurde noch am späteren Abend nach Hause geliefert.
Somit ist der Reisebericht abgeschlossen. Wahrscheinlich Morgen folgt noch eine Zusammenfassung, Fazit und 'Gelerntes'. Das würde perfekt passen da am Freitag die Sommerferien mit einem langen Marathon-Wochenende in Zermatt beginnen (ist letzter Schultag des Jüngeren Sohn).