Liebes Forum,
Seit vielen Jahren wollte ich gerne einmal nach Namibia reisen, daher habe ich auch immer hier fleißig im Forum nachgelesen und euch alle sehr beneidet. Irgendetwas kam immer dazwischen, zugegeben es war auch zwei Mal Tansania, ein Mal in Kombination mit Kenia, da ich den Schwerpunkt für mich schon auf die Tiere lege.
Im Mai hatte ich kurzfristig Zeit – und nun sollte es unbedingt Namibia werden. Doch knapp drei Wochen vor dem geplanten Termin (der sich nicht verschieben ließ) noch eine Namibia-Reise zu organisieren, war fast unmöglich. Da ich immer alleine reise, nutze ich organisierte Rundreisen – alles andere wäre zu anstrengend und so kurzfristig auch nicht mehr möglich gewesen, noch zu organisieren. Neidisch lese ich oft hier die Berichte der tollen individuellen Reisen, auch wenn ich sagen muss, es hat auch schon einige Vorteile, wenn alles perfekt organisiert ist. Vielleicht ist es deshalb für viele auch einmal interessant zu hören, wie so eine organisierte Rundreise in Namibia verlaufen kann.
Doch so kurz vorher erst buchen? Das schien eine verrückte Idee zu sein. Namibia war zum einen gut gebucht, zum anderen hatten die meisten Anbieter ihre Reisen schon verplant oder die nicht genutzten Kontingente zurückgegeben. Obwohl die Reisen nicht gerade billig waren, war es den meisten Anbietern zu viel Arbeit, noch einmal tätig zu werden, die winkten gleich alle ab. Meine nette Dame im Reisebüro scheiterte trotz aller Mühe.
Also habe ich erneut ins Internet geschaut, bei einer Rundreisen-Webseite angerufen. Die Dame hat als erstes Mal schnell nach einem Flug geschaut – und überglücklich noch einen Direktflug ab Frankfurt blocken können…..damit wir da schon mal auf der sicheren Seite waren. Zwei Rundreisen schienen noch buchbar…... Bei der einen sagte der Anbieter auf Anfrage aber sofort ab, bei der anderen hatte man zwar auch die Kontinente schon zurückgegeben, versprach aber, alle verschiedenen Unterkünfte anzurufen und zu hören, was noch gehen würde. Zwei Tage später der erlösende Anruf „klappt alles, bis auf eine Unterkunft. Ob es okay wäre, wenn ich eine Nacht zehn Minuten von den anderen entfernt mit dem Guide zusammen in einer anderen Lodge nächtigen würde? Die wäre auch sehr schön.“ Meine Antwort: "Nur wenn, der jung ist und gut aussieht", kam zuerst nicht wirklich an .... bis man den Witz verstand und mir versicherte, dass der Guide und ich in der Lodge natürlich jeder ein Zimmer hätten 🙂. Statt des urigen Mushara Bush Camps war ich in der noblen, topmodernen Emanya Etosha Game Lodge untergebracht– das war für eine Nacht echt auszuhalten 😎.
Und so buchte ich genau zwei Wochen vor dem Abreisetermin diese Rundreise – ein Hoch auf die tollen Damen der Rundreisen-Webseite und den rührigen Reiseanbieter, der das noch auf die Beine gestellt hat. Bei beiden kann ich nur sagen – immer wieder gerne!!!
Und das war unsere geplante Route:
Tag 1: Abflug ab Frankfurt mit Air Namibia nach Windhoek
Tag 2: Ankunft in Windhoek, Stadtbesichtigung, Essen in Joe‘s Beerhouse. Übernachtung: Casa Piccolo Guesthouse.
Tag 3: Windhoek – Kalahari: Über Rehoboth in Richtung Mariental zur Bagatelle Kalahari Game Ranch (300 km)
Tag 4: Kalahari – Namib-Wüste: Fahrt nach Sesriem. Übernachtung: Elegant Desert Lodge (450 km)
Tag 5: Namib-Wüste: Fahrt ins Sossusvlei, weiter zum Sesriem-Canyon. Übernachtung: Rostock Ritz Desert Lodge (250 km)
Tag 6: Namib-Wüste – Swakopmund; Übernachtung: Swakopmund Guesthouse (250 km)
Tag 7: Swakopmund: freier Tag mit Ausflug mit dem Katamaran; Übernachtung: Swakopmund Guesthouse
Tag 8: Swakopmund – Erongo-Gebirge, Spitzkoppe und Gamedrive. Übernachtung Onduruquea Guestfarm (250 km)
Tag 9: Erongo-Gebirge – Damara-Land (Kamanjab): "Versteinerter Wald“, Twyfelfontein. Übernachtung: Huab-Lodge (500 km)
Tag 10: Freier Tag, nachmittags Gamedrive auf der Farm. Übernachtung: Huab Lodge
Tag 11: Damara-Land – Etosha-Nationalpark: Erster Gamedrive. Übernachtung: Okaukuejo Camp. (350 km)
Tag 12: Etosha-Nationalpark: Gamedrive. Übernachtung: Emanya Etosha Lodge (150 km)
Tag 13: Etosha – Waterberg: Otjikoto-See, Hoba-Meteorit, Gamedrive. Übernachtung: Waterberg Plateau Lodge (400 km)
Tag 14: Waterberg – Windhoek: über den Handwerkermarkt in Okahandja zum Flugplatz (300 km)
Tag 15: Ankunft in Frankfurt
Tag 1, 17. Mai 2018
Zwei Wochen später ging es also schon los. Mit dem Zug von Aachen zum Frankfurter Flugplatz und mit Air Namibia über Nacht nach Windhoek.
Tag 2, 18. Mai 2018
Noch nicht mal 6 Uhr morgens – wir landeten überraschend früh in Windhoek, müde und durchfroren ging es zur Passkontrolle, die zum Glück schnell ablief. Der Flugplatz ist sehr überschaubar, und so sah ich unseren Guide fast auf den ersten Blick. Ein sehr sympathischer Deutsch-Namibier namens Armin. Zur Gruppe gehörten zwei Paare, so dass wir zu Fünft plus fahrender Guide in dem Safarijeep waren.
Armin weiß natürlich, was man nach so einer langen Reise benötigt – einen Kaffee. Und so fuhren wir auf die Heja Game Lodge (danke an Logi, der zu Recht vermutete, dass es diese Lodge war. Ich hatte den Namen vergessen) unweit des Flughafens, schön an einem See gelegen, und frühstückten erst einmal in Ruhe. Weiter ging es nach Windhoek zum Casa Piccolo Guesthouse, wo uns der Chef der namibischen Agentur empfing und uns über unsere Reise und die Stationen informierte – lachend mit dem Hinweis, dass ich ihnen ja etwas zusätzliche Arbeit gemacht hätte und dass man sich sehr gefreut hätte, dass es noch geklappt hätte.
Ein paar Stunden dürfen wir ausruhen, ehe es nachmittags zur Stadtrundfahrt ging, auf der wir unter anderem die alte Feste mit Museum, die Christuskirche, den Tintenpalast und die ehemalige Kaiserstraße gesehen.




Da wir genug Zeit hatten ist Armin – vorbei an den Townships, wo er nicht anhalten wollte - auch außerhalb der Stadt zu einem Aussichtspunkt gefahren, so dass wir einen tollen Überblick über Windhoek hatten.
Abends stand dann Joe‘s Beerhouse auf dem Programm, scheinbar der Ausgangspunkt der meisten Reisen ab Windhoek, denn das kennen wohl die meisten Namibia-Reisenden. Uns hat es in dem urigen Restaurant gut gefallen, die Ausstattung ist ja sicher alles andere als gewöhnlich. Zumal auch das Essen (und die Getränke 😛 ) sehr gut war. So bot sich am ersten Tag ausreichend Gelegenheit, sich in der Gruppe zu beschnuppern und kennenzulernen, schließlich würden wir in den nächsten zwei Wochen die meiste Zeit zusammen verbringen. Schnell war das Urteil gefällt: Wir hatten es gut getroffen, waren eine lustige Truppe mit einem (zu 99,9 Prozent 🙂 , dazu später mehr) kompetenten Guide.


Kaum wieder in unseren Zimmern im Guesthouse zurück, fing es an richtig an zu regnen, nachdem es zuvor immer wieder einzelne Schauer gegeben hatte. Fast während der gesamten Nacht rauschte der Regen wirklich in Strömen – das war ja fast wie zu Hause in Aachen. In der Tat war es so eine große Regenfront, dass sogar in der Namib-Wüste ausgiebige Regenfälle niedergegangen waren. Wir haben die Pfützen dort Tage später noch gesehen – ein so ungewöhnlicher Anblick, dass selbst Armin Fotos gemacht hat…..


Seit vielen Jahren wollte ich gerne einmal nach Namibia reisen, daher habe ich auch immer hier fleißig im Forum nachgelesen und euch alle sehr beneidet. Irgendetwas kam immer dazwischen, zugegeben es war auch zwei Mal Tansania, ein Mal in Kombination mit Kenia, da ich den Schwerpunkt für mich schon auf die Tiere lege.
Im Mai hatte ich kurzfristig Zeit – und nun sollte es unbedingt Namibia werden. Doch knapp drei Wochen vor dem geplanten Termin (der sich nicht verschieben ließ) noch eine Namibia-Reise zu organisieren, war fast unmöglich. Da ich immer alleine reise, nutze ich organisierte Rundreisen – alles andere wäre zu anstrengend und so kurzfristig auch nicht mehr möglich gewesen, noch zu organisieren. Neidisch lese ich oft hier die Berichte der tollen individuellen Reisen, auch wenn ich sagen muss, es hat auch schon einige Vorteile, wenn alles perfekt organisiert ist. Vielleicht ist es deshalb für viele auch einmal interessant zu hören, wie so eine organisierte Rundreise in Namibia verlaufen kann.
Doch so kurz vorher erst buchen? Das schien eine verrückte Idee zu sein. Namibia war zum einen gut gebucht, zum anderen hatten die meisten Anbieter ihre Reisen schon verplant oder die nicht genutzten Kontingente zurückgegeben. Obwohl die Reisen nicht gerade billig waren, war es den meisten Anbietern zu viel Arbeit, noch einmal tätig zu werden, die winkten gleich alle ab. Meine nette Dame im Reisebüro scheiterte trotz aller Mühe.
Also habe ich erneut ins Internet geschaut, bei einer Rundreisen-Webseite angerufen. Die Dame hat als erstes Mal schnell nach einem Flug geschaut – und überglücklich noch einen Direktflug ab Frankfurt blocken können…..damit wir da schon mal auf der sicheren Seite waren. Zwei Rundreisen schienen noch buchbar…... Bei der einen sagte der Anbieter auf Anfrage aber sofort ab, bei der anderen hatte man zwar auch die Kontinente schon zurückgegeben, versprach aber, alle verschiedenen Unterkünfte anzurufen und zu hören, was noch gehen würde. Zwei Tage später der erlösende Anruf „klappt alles, bis auf eine Unterkunft. Ob es okay wäre, wenn ich eine Nacht zehn Minuten von den anderen entfernt mit dem Guide zusammen in einer anderen Lodge nächtigen würde? Die wäre auch sehr schön.“ Meine Antwort: "Nur wenn, der jung ist und gut aussieht", kam zuerst nicht wirklich an .... bis man den Witz verstand und mir versicherte, dass der Guide und ich in der Lodge natürlich jeder ein Zimmer hätten 🙂. Statt des urigen Mushara Bush Camps war ich in der noblen, topmodernen Emanya Etosha Game Lodge untergebracht– das war für eine Nacht echt auszuhalten 😎.
Und so buchte ich genau zwei Wochen vor dem Abreisetermin diese Rundreise – ein Hoch auf die tollen Damen der Rundreisen-Webseite und den rührigen Reiseanbieter, der das noch auf die Beine gestellt hat. Bei beiden kann ich nur sagen – immer wieder gerne!!!
Und das war unsere geplante Route:
Tag 1: Abflug ab Frankfurt mit Air Namibia nach Windhoek
Tag 2: Ankunft in Windhoek, Stadtbesichtigung, Essen in Joe‘s Beerhouse. Übernachtung: Casa Piccolo Guesthouse.
Tag 3: Windhoek – Kalahari: Über Rehoboth in Richtung Mariental zur Bagatelle Kalahari Game Ranch (300 km)
Tag 4: Kalahari – Namib-Wüste: Fahrt nach Sesriem. Übernachtung: Elegant Desert Lodge (450 km)
Tag 5: Namib-Wüste: Fahrt ins Sossusvlei, weiter zum Sesriem-Canyon. Übernachtung: Rostock Ritz Desert Lodge (250 km)
Tag 6: Namib-Wüste – Swakopmund; Übernachtung: Swakopmund Guesthouse (250 km)
Tag 7: Swakopmund: freier Tag mit Ausflug mit dem Katamaran; Übernachtung: Swakopmund Guesthouse
Tag 8: Swakopmund – Erongo-Gebirge, Spitzkoppe und Gamedrive. Übernachtung Onduruquea Guestfarm (250 km)
Tag 9: Erongo-Gebirge – Damara-Land (Kamanjab): "Versteinerter Wald“, Twyfelfontein. Übernachtung: Huab-Lodge (500 km)
Tag 10: Freier Tag, nachmittags Gamedrive auf der Farm. Übernachtung: Huab Lodge
Tag 11: Damara-Land – Etosha-Nationalpark: Erster Gamedrive. Übernachtung: Okaukuejo Camp. (350 km)
Tag 12: Etosha-Nationalpark: Gamedrive. Übernachtung: Emanya Etosha Lodge (150 km)
Tag 13: Etosha – Waterberg: Otjikoto-See, Hoba-Meteorit, Gamedrive. Übernachtung: Waterberg Plateau Lodge (400 km)
Tag 14: Waterberg – Windhoek: über den Handwerkermarkt in Okahandja zum Flugplatz (300 km)
Tag 15: Ankunft in Frankfurt
Tag 1, 17. Mai 2018
Zwei Wochen später ging es also schon los. Mit dem Zug von Aachen zum Frankfurter Flugplatz und mit Air Namibia über Nacht nach Windhoek.
Tag 2, 18. Mai 2018
Noch nicht mal 6 Uhr morgens – wir landeten überraschend früh in Windhoek, müde und durchfroren ging es zur Passkontrolle, die zum Glück schnell ablief. Der Flugplatz ist sehr überschaubar, und so sah ich unseren Guide fast auf den ersten Blick. Ein sehr sympathischer Deutsch-Namibier namens Armin. Zur Gruppe gehörten zwei Paare, so dass wir zu Fünft plus fahrender Guide in dem Safarijeep waren.
Armin weiß natürlich, was man nach so einer langen Reise benötigt – einen Kaffee. Und so fuhren wir auf die Heja Game Lodge (danke an Logi, der zu Recht vermutete, dass es diese Lodge war. Ich hatte den Namen vergessen) unweit des Flughafens, schön an einem See gelegen, und frühstückten erst einmal in Ruhe. Weiter ging es nach Windhoek zum Casa Piccolo Guesthouse, wo uns der Chef der namibischen Agentur empfing und uns über unsere Reise und die Stationen informierte – lachend mit dem Hinweis, dass ich ihnen ja etwas zusätzliche Arbeit gemacht hätte und dass man sich sehr gefreut hätte, dass es noch geklappt hätte.
Ein paar Stunden dürfen wir ausruhen, ehe es nachmittags zur Stadtrundfahrt ging, auf der wir unter anderem die alte Feste mit Museum, die Christuskirche, den Tintenpalast und die ehemalige Kaiserstraße gesehen.
Abends stand dann Joe‘s Beerhouse auf dem Programm, scheinbar der Ausgangspunkt der meisten Reisen ab Windhoek, denn das kennen wohl die meisten Namibia-Reisenden. Uns hat es in dem urigen Restaurant gut gefallen, die Ausstattung ist ja sicher alles andere als gewöhnlich. Zumal auch das Essen (und die Getränke 😛 ) sehr gut war. So bot sich am ersten Tag ausreichend Gelegenheit, sich in der Gruppe zu beschnuppern und kennenzulernen, schließlich würden wir in den nächsten zwei Wochen die meiste Zeit zusammen verbringen. Schnell war das Urteil gefällt: Wir hatten es gut getroffen, waren eine lustige Truppe mit einem (zu 99,9 Prozent 🙂 , dazu später mehr) kompetenten Guide.







