Reisebericht

SA NO 2017/18 – "Where rivers and countries meet"

von @Zugvogel · begonnen 17. Juli 2018 · 33 Teile

Teil 2120. Sept. 2018
Dienstag, 19. Dezember 2017 – getüpfelte Überraschung!
Krüger Nationalpark, Shimuwini Bushveld Camp – Shipandani Birdhide

An diesem noch frischen Morgen entscheiden wir uns für eine kleine Ausfahrt von Shimuwini über den S141-Loop bis zum Ngobeni Wasserloch.



Die Morgenstimmung am Fluss ist magisch 😊 .

Auf einer Umfahrung am Fluss beobachten wir zwei Woodland Kingfisher beim Duett. Als wir danach in gemächlichem Tempo um die Ecke biegen kann ich meinen Augen nicht trauen. Ein Leopard! Rund fünf Meter neben der Strasse liegt er einfach da und wir wären beinahe vorbeigerollt! Nicht zu laut (ich will den Leoparden ja nicht erschrecken), aber doch bestimmt fordere ich Dani zum anhalten auf. Langsam rollen wir rückwärts und stehen bald schon Aug in Aug mit diesem hübschen Kerl.





Auf diese Sichtung hatten wir insgeheim soooo gehofft. Und nun haben wir ihn eigenständig gefunden und dürfen ihn ganz allein geniessen! 🙂 Für uns einfach nur WOW! Wir trauen uns kaum zu atmen, geschweige denn zu sprechen. So nahe waren wir noch nie an einem Leoparden. Der Kater würdigt uns jedoch keines zweiten Blickes und macht sich nach kürzester Zeit vom Acker… Wie gerne hätten wir noch etwas mehr Zeit mit ihm verbracht. Wir versuchen ihm auf der Strasse zu folgen und können ihn noch einige Male im Busch sowie beim Überqueren eines Flussbetts erblicken. Danach ist er jedoch definitiv verschwunden.

Euphorisch rumpeln wir weiter und erfreuen uns an diesem schönen Tag. Ausser einigen netten Vogelsichtungen ist der restliche Drive ereignislos.


Amur-Rotfussfalke, links das Weibchen, rechts das Männchen / Amur Falcon



Am fantastischen Ngobeni Wasserloch gönnen wir uns ein ausgiebiges Frühstück. Frische Papaya, leckeres Müsli und Jogurt wandern in unsere hungrigen Mägen. Ein eifriger Graureiher leistet uns dabei Gesellschaft.


Graureiher / Grey Heron


Frühstückszeit

Gegen 9 Uhr sind wir zurück im Camp, hauen uns nochmals einige Minuten aufs Ohr und packen dann unsere Sachen zusammen. Wir räumen unser grossartiges Chalet und begeben uns zum Birdhide, wo wir einen netten Südafrikaner und seine Ehefrau kennen lernen. Es beginnt eine lebhafte Unterhaltung, während nebenbei das Federvieh die Gegend unsicher macht.


Gezanke bei den Graufischern


Malachiteisvogel / Malachite Kingfisher


Und Tschüss...


Goliathreiher / Goliath Heron und Silberreiher / Great Egret


Goliathreiher


Weissstirnspint / White-fronted Bee-eater

Die anschliessende Vogelpirsch im Camp bleibt erfolglos. Vom hübschen African Paradise Flycatcher will uns auch auf dieser Reise einfach kein gescheites Bild gelingen. Erstaunlich wie flink das Männchen mit seinem langen Schwatz durchs Geäst hüpft bzw. fliegt.

Mittlerweile macht sich Müdigkeit breit (es ist wieder um die 38°C) und es bleibt nur der Sprung in den Swimming-Pool. Shimuwini ist das einzige Bushveld Camp im Krüger mit einem Pool, welchen wir uns (natürlich erst am Abreisetag) nicht entgehen lassen wollen. Das kühle Nass tut gut und weckt unsere Lebensgeister 🤩 .



Erst nach 14 Uhr machen wir uns auf den Weg in Richtung Mopani Camp, wo wir den Schlüssel für den gebuchten Shipandani Overnight Hide erhalten werden. Es ist heiss und wir begegnen wenigen Tieren. Eine grosse Elefantenherde gräbt im trockenen Flussbett nach Wasser (und findet dieses auch). Die Zebras, Gnus, Impalas und Giraffen sind zum Glück allgegenwärtig und verhindern Langeweile. In Mopani checken wir ein und gönnen uns ein leckeres Eis mit Blick auf den gut gefüllten Damm. Gegen ein Depot erhalten wir den Shipandani-Schlüssel und werden informiert, dass unser Bettzeug und die Küchenuntensilien später von einem Mitarbeiter zum Hide gebracht werden. Das passt!

Der Overnight Hide darf ab einer halben Stunde vor Gateschluss bezogen werden und muss am nächsten Morgen eine halbe Stunde nach Gateöffnung auch wieder aufgeräumt sein. Wie zu erwarten war gibt es natürlich den einen oder anderen Besucher, der sich länger in unserem neuen "Reich" aufhält, aber irgendwann müssen zum Glück alle los. Auch für sie gelten die Gatezeiten 😈 .


Wassertriel / Water Thick-knee

Wir geniessen die Ruhe unserer rustikalen Unterkunft. Der Blick auf den Fluss bietet die Möglichkeit für fantastische Hippo- und Krokodilsichtungen.


Die Hippos fläzen gemütlich im Wasser, ausser einem gelegentlichen Grunzen regt sich wenig.



Während es langsam eindunkelt wird von einem freundlichen SanParks-Mitarbeiter unsere Ausrüstung angeliefert: ein Kanister Wasser, Decken, Moskitonetze, Geschirr, Besteck, ein Wasserkessel und Lampen. Wir richten uns heimisch ein, entfachen ein schönes Feuer und braten leckere Kudu-Boerewors. Dazu gibts bereits vorbereiteten Reissalat.

Lange sitzen wir noch auf unseren Betten mit Blick auf den Fluss, lauschen den Geräuschen der Nacht und lassen diesen wunderbaren Tag mit unserer ersten "eigenen" Leopardensichtung Revue passieren.

Leider haben wir vor lauter Geniessen kaum Fotos vom Hide geschossen. So schön wars!
Teil 2205. Okt. 2018
Donnerstag, 21. Dezember 2017 – Hunde und Katzen
Krüger Nationalpark, Bateleur Bushveld Camp

Nach einer ruhigen Nacht in Bateleur machen wir uns bei Gateöffnungszeit wie gewohnt auf den Weg. Zebra, Elefanten, Büffel und Giraffen bescheren uns die ersten guten Sichtungen, jedoch bei stark bewölktem Himmel und schlechten Lichtverhältnissen. Auf der S52 geht es nach Shingwedzi. Auf der Sichtungstafel waren dort gestern und vorgestern Wild Dog-Sichtungen eingetragen. Vielleicht hat uns das Glück ja noch nicht verlassen, wer weiss 🤪 .

Beim Abzweiger zum Shingwedzi Camp treffen wir auf einige andere Autos und diese noch faulen Gesellen. Hab ich schon mal gesagt, dass ich Hyänen liebe 🤩 !



Wir parkieren und geniessen 😁. Mit der Zeit kommt etwas Schwung in die Truppe.









Nur die Mamma will noch nicht so recht aufwachen… (Die hatte wohl eine strenge Nacht mit dem Nachwuchs 😄 )





Irgendwann reissen wir uns los vom Tüpfelhyänen-Clan, machen in Shingwedzi einen Toiletten-Stopp und kaufen Wasser und Zahnpasta.

Auf der S50 beobachten wir lange eine Hornrabenfamilie und stossen bald darauf auf ein etwa fünfzehnköpfiges Wild Dog Rudel im Flussbett. Was für ein Glück! Auf diese Sichtung hatte ich insgeheim gehofft. Dass sie nun wahr wird ist einfach unglaublich 🤩 .



Die Wildhunde sind wahnsinnig aktiv und es wuselt nur so im trockenen Flussbett. Mal nähern sie sich einer kleinen Zebrafamilie, kurz darauf sind sie hinter einem Warzenschwein her. Zum laut loslachen ist die Szene, als sich eine grosse Büffelherde im gestreckten Galopp nähert und im ersten Moment erschreckt umkehrt, als sie die Wildhunde entdecken. Erst nach einigen Momenten fällt den Büffeln ein, dass sie zum einen in der Überzahl und zum anderen auch von kräftigerer Statur als die filigranen Wildhunde sind 😣 .



Nun entfernen sich ihrerseits die Wildhunde in raschen Sprüngen. Der Busch ist dicht. Glücklicherweise erspähen wir immer wieder mal einige der Hunde und können sie später auf der Strasse über dem Fluss nochmals beobachten. Was für ein Erlebnis, diese gefährdeten und seltenen Tiere so nah zu erleben!





Wieder einmal sind wir einfach sprachlos. Hammer! 😄 Auch ein erneuter Jagdversuch auf ein Warzenschwein scheitert. Dieses schiesst pfeilschnell an unserem Auto vorbei, die Wildhunde im Schlepptau. Nach einer halben Stunde ist das Spektakel vorbei und die Wild Dogs verziehen sich in die Büsche. Hin und wieder können wir sie erspähen, sie liegen jedoch nur noch müde im Gras. So ziehen wir langsam weiter und erfreuen uns an der farbigen Vogelwelt.


Senegalliest / Woodland Kingfisher


Europäischer Bienenfresser / European Bee-eater

Bei den Löwen von gestern ist nichts mehr vom Büffelkadaver zu sehen. Wenige Meter flussaufwärts liegt das ganze Rudel faul im Schatten. Hier ist aktuell nicht mehr viel zu holen. Wenigstens können wir jetzt erkennen, dass es gesamthaft zwei Löwenmänner und acht ausgewachsene Löwendamen sind, die zur Familie gehören. Wir beobachten sie eine Weile und entschliessen uns dann, langsam zurück in Richtung Bateleur zu fahren.

Auf dem Rückweg entdecken wir das Wilddog Pack nochmals, sie liegen immer noch faul im Busch. Uns zieht es weiter, es ist bereits mittags um zwölf.

Unser Plan, den Nachmittag gemütlich im Camp zu verbringen scheitert am nächsten 'Highlight' 😗 . In der Region Red Rocks entscheiden wir uns glücklicherweise für den 'richtigen' Loop und entdecken relativ weit weg auf einem hohen Baum eine junge Leopardendame!



Uns ist klar - wir werden den Nachmittag hier verbringen! Wir richten uns häuslich ein. Was gibt es tolleres, als stundenlang bei einer so grossartigen Sichtung zu sitzen! 🤪 Gelegentlich verzieht sich die Leopardin ins dichte Blätterdach des Baumes und ist nicht mehr zu sehen. Ich widme mich in diesen Zeiten meinem spannenden Buch und Dani holt etwas Schlaf nach.



Immer wieder kommt die Katze nach vorne, schaut interessiert einer in der Senke fressenden Giraffe zu und wechselt alle paar Minuten ihre Position. Das Hin und Her geht drei Stunden und wir sind entzückt! 😘 Es gesellt sich hin und wieder ein anderes Auto zu uns. Geduld zu bleiben hat jedoch niemand. Irgendwann wird es der Leopardin zu bunt. Etwas unsicher, aber doch zielstrebig klettert sie kopfvoran vom hohen Baum.



Wir können sie noch zwei Mal kurz im Flussbett erspähen, dann ist sie verschwunden. Was für Sichtungen heute: ein Hyänen-Clan, Wild Dogs und auch noch ein Leopard! Weil sich die Sonne mittlerweile am Himmel zeigt entschliessen wir uns, erst abends zurück ins Camp zu fahren. Neben den üblichen Verdächtigen erfreuen wir uns besonders an diesen zwei Piepmatz-Sichtungen:


Rotkappenschwalbe / Wire-tailed Swallow


Braunkopfliest / Brown-hooded Kingfisher

Nach über dreizehn Stunden Gamedrive sind wir erschöpft, aber glücklich 🤪 . Im Camp inspizieren wir noch den Birdhide, unterhalten uns mit netten Campmitbewohnern und braten uns dann ein leckeres T-Bone-Steak. Schon um neun Uhr hauen wir uns todmüde aufs Ohr. Was für ein Tag!
Teil 2314. Okt. 2018
Freitag, 22. Dezember 2017 – Die Sichtungsfee bleibt uns treu
Krüger Nationalpark, Bateleur – Punda Maria Rest Camp

Wir gönnen uns an diesem Morgen eine Stunde mehr Schlaf und starten mit diesem farbenfrohen Zimtroller in den Tag.


Zimtroller / Broad-billed Roller

Wir entschliessen uns, die beiden Dämme Rooibosrand und Silvervis, welche den Bateleur-Gästen vorenthalten sind als erstes abzuklappern. Den Rooibosrand Dam haken wir bald schon ab, da ist nichts los heute Morgen. Anders siehts am Silvervis Damm aus: Störche, Hammerköpfe, Reiher, Krokodile, Eisvögel und auch ein Schreiseeadlerpaar. Unser Ornithologen-Herz schlägt höher und wir machen es uns am Damm gemütlich (natürlich im Fahrzeug 🤩 ).


Sattelstorch - die hübschen roten Füsschen habe ich gerade erst jetzt bemerkt 😘 / Saddle-billed Stork


Sattelstorch vs. Baby-Krokodil


Durchaus erfolgreich bei der Frühstücksbeschaffung an diesem Morgen

Zu unserer grossen Freude zeigt sich auch schon bald die Sonne am Himmel.


Silberreiher und Seidenreiher / Western Great Egret & Little Egret


Nimmersatt Störche / Yellow-billed Storks

Die Schreiseeadler zeigen sich ebenfalls von ihrer besten Seite, jedoch für unseren Geschmack etwas weit weg.


Schreiseeadler / African Fish Eagle von vorne


Schreiseeadler / African Fish Eagle von hinten


Streit im Hause Graureiher-Nimmersatt 😈


Graureiher vs. Nimmersatt / Grey Heron vs. Yellow-billed Stork


Interessanter Grössenvergleich: Krokodil, Sattelstorch, Nimmersatt

Sorry für die vielen Fotos. Aber diese zwei müssen noch sein 😉


Hammerkopf und Silberreiher


Hammerköpfe und Krokodile

Irgendwann reissen wir uns los, heute soll es schliesslich hoch bis nach Punda Maria gehen. Am schönen Red Rock Aussichtspunkt vertreten wir uns die Füsse und geniessen den Blick auf die phantastische Landschaft.


Red Rocks Lookout Point


Red Rocks Lookout Point

Auf der Asphaltstrasse geht es weiter bis nach Shingwedzi. Wir treffen auf mehrere grosse Elefantenherden sowie Büffel. Die Wildhunde können wir heute leider nicht mehr finden. Gemäss der Sichtungstafel sind sie heute auch noch nicht gesehen worden.



So langsam ist es an der Zeit, gen Norden zu fahren. Wir entscheiden uns für die S56, welche gemäss Karte einem Flussbett entlangführt. Mit etwas Glück kommen wir hier in der Mittagshitze vielleicht zur einen oder anderen guten Sichtung. Und so ist es dann auch! Wir sind überrascht vom Tierreichtum (viele Nyalas, Buschböcke sowie grosse Büffelherden) und lassen uns treiben.

In Gedanken versunken biegen wir um die nächste Kurve und ich traue meinen Augen kaum! Eine Leopardin liegt hübsch drapiert auf einem dicken Ast und schaut uns mit eindringlichem Blick entgegen.



Wieder Mal eine Traumsichtung! Kaum haben wir unseren Fortuner abgestellt überlegt es sich die Dame jedoch anders. Sie spaziert einmal graziös auf dem Ast hin und wieder zurück und entschliesst sich dann für den nicht so eleganten Abgang.







Schade, etwas mehr Zeit hätten wir gerne mit ihr verbracht. 😁 Trotzdem sind wir einfach nur glücklich über diese geniale Sichtung. Total geflasht beobachten wir einen Baum weiter eine kleine Hornrabenfamilie.


Hornrabe / Southern Ground Hornbill



Hier gönnen wir uns ein spätes Frühstück. Es ist bereits halb zwölf Uhr mittags und wir können wieder einmal kaum glauben, was wir gerade erlebt haben! Die Tierdichte dieser Strasse trotz Mittagshitze mit 38°C ist einfach fantastisch. Eine Elefantenherde badet genüsslich in der "grünen Lagune".


Reges Kommen und Gehen am Wasser



Prustend und in vollem Tempo stürzen sich immer wieder kleine Gruppen von Elefanten ins kühle Nass. Wir würden es ihnen gerne gleich tun…


Warzenschweinfamilie

Beim Picknickplatz Babalala machen wir einen kurzen Stopp, fahren dann jedoch bald weiter nach Punda Maria, wo wir gegen drei Uhr nachmittags eintreffen. Gemäss unserer Gewohnheit plündern wir kurz den Park Shop und checken dann ein. Die Safari Tents liegen etwas abseits im Camp, ein langer Holzsteg führt zu unserer Nr. 7. Bereits im Vorfeld war uns klar, dass diese Zelte keine Aussicht bieten. Jedoch gefallen uns die grosse Terrasse und die Privatsphäre, die man hat sehr gut. Für uns gibt’s leckeren Speck und Spiegeleier, bevor wir uns zwei Stunden vor Torschluss nochmals zu einem kleinen Gamedrive aufmachen. Dazu eignet sich der ca. 30km lange Mahonie Loop rund um Punda Maria ideal.


Zimtroller / Broad-billed Roller

Was für ein schöner Vogel mit wirklich passendem Name: Zimtroller.



Hier im Norden ist es wunderbar ruhig. Wir geniessen die schöne Landschaft, den ockerfarbenen Boden und die weissen Wölklein am Abendhimmel.


Mahonie Loop


Wahlberg's Eagle / dt. Wahlbergs Adler


Die Geier versammeln sich zur Nachtruhe

Fürs Abendessen backen wir an diesem Abend endlich mal leckere Roosterkoek auf dem Braai. Dazu gibt’s Chicken und Zucchini vom Grill. Gesellschaft bekommen wir dabei von diesem süssen Gesellen.


Bushbaby / Galago

Dass sich das Bushbaby so zutraulich verhält lässt leider darauf schliessen, dass es in der Vergangenheit von anderen Besuchern gefüttert worden ist. Wir freuen uns sehr, dieses Tier endlich mal aus der Nähe zu sehen. Zu fressen bekommt es von uns jedoch definitiv nichts!





Übrigens gehören Bushbabys wie auch die Lemuren zur Gruppe der Feuchtnasenaffen. Sie sind nachtaktiv und halten sich vorwiegend auf Bäumen auf. Es gibt rund zwanzig Unterarten, welche teilweise noch sehr wenig erforscht sind. Bald heisst es fürs uns 'Gute Nacht'.
Teil 2430. Dez. 2018
Seit Anfangs Dezember sind wir zurück aus Afrika. Nun soll es hier weiter gehen mit unserem Reisebericht vom letzten Jahr. Schön, wenn sich nochmals der eine oder die andere Mitfahrerin findet. Unseren letzten Tag im Krüger, sowie die weniger bekannten Nationalparks Mapungubwe und Marakele sowie den Pilanesberg NP möchte ich euch nicht vorenthalten... 😉
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Samstag, 23. Dezember 2017 – Crooks Corner
Krüger Nationalpark, Punda Maria Rest Camp

Trotz Tropennacht (morgens um 5 Uhr ist es immer noch 26°C warm) haben wir relativ gut geschlafen. Langsam werden wir etwas faul und passieren das Tor in den Park erst eine halbe Stunde nach Gateöffnung. Heute soll es ans nördliche Ende des Krügers und zum berüchtigten Crooks Corner gehen.


Im Camp begegnen wir (zum einzigen Mal) diesen Kräuselhauben-Perlhühnern / Crested Guineafowl

Im Wechselspiel ist der Himmel heute wieder mal bedeckt. Den Tiersichtungen tut dies jedoch kein Abbruch. Buschböcke, Impalas, Giraffen und Nyalas säumen unseren Weg. Fotos gibt es davon leider keine. Wir folgen der S60 sowie der S61 (Klopperfontein-Loop). Dies erweist sich als Glücksfall. Am Klopperfontein-Wasserloch treffen wir auf eine Löwen-Grossfamilie:









Mindestens 11 Tiere liegen verteilt in den Felsen hinter dem Wasserloch, darunter etwa acht bis neun unterschiedlich alte Jungtiere. Für die nächsten drei Stunden ist für Unterhaltung gesorgt. Das Wasserloch wird rege von Elefanten, Büffeln und Impalas besucht. Die jungen Löwen starten regelmässig Scheinangriffe, ziehen sich jeweils aber schnell wieder in die Büsche zurück. Die erwachsenen Löwinnen zeigen währenddessen keinerlei Interesse an der Jagd. Der Hunger scheint bereits gestillt.




Gelbschnabelmadenhacker / Yellow-billed Oxpecker







Immer wieder verjagen einzelne Büffel die halbwüchsigen Löwen. Im felsigen Gelände sind diese jedoch trittsicherer unterwegs als die grossen Huftiere. Wir sind hell begeistert über die morgendliche Unterhaltung und geniessen das Schauspiel 🤩









Als sich nun auch noch einer der Elefanten gegen die Löwen wendet und diese mehr und mehr im Busch verschwinden entscheiden wir uns um halb elf ebenfalls für die Weiterfahrt. Wir folgen der Asphaltstrasse H1-8 und biegen dann auf die geschotterte S63 ab.




Weissstirnspinte / White-fronted Bee-eater

Nach einer kurzen Pause auf dem Pafuri-Picknickplatz geht’s weiter durch den Fevertree Forest zum Crooks Corner, wo sich der Limpopo und der Lhuvuvu Fluss treffen, wie auch die Länder Mozambique, Zimbabwe und Südafrika. Auf dem Weg dorthin begegnen uns viele Nyalas (für mich eine der schönsten Antilopen), Paviane, Meerkatzen, Warzenschweine und viele Vögel.


Fever tree forest


Crooks Corner


Unser Fortuner am Crooks Corner

Die beiden zusammenfliessenden Flüsse führen zurzeit kaum Wasser und ausser einigen Reihern und Störchen ist wenig zu sehen. Trotzdem gefällt uns dieser gottverlassene Ort sehr gut. Die Informationstafel bietet spannende Hintergrundinformationen, um die Bäume hüpfen hübsche Vögel. Die Fahrt von und nach Crooks Corner ist für uns landschaftlich eine der schönsten Strecken im Krüger Nationalpark! Nur mit dem Wetter sind wir heute nicht zu hundert Prozent zufrieden 😗 .


Fever tree forest





Gegen Mittag kehren wir zurück ins Camp, legen uns dort einen Moment schlafen und entscheiden uns für einen gemütlichen Nachmittag auf der Terrasse. Zu einem weiteren Gamedrive bei bedecktem Himmel können wir uns nicht aufraffen und abends steht für uns mit einem Night Drive nochmals ein Highlight auf dem Plan.

Im Tindlovu Restaurant gönnen wir uns am frühen Abend einen leckeren Burger sowie einen griechischen Salat. Das Essen und die Bedienung sind top! Später begeben wir uns ans Wasserloch des Camps, wo wir einige Büffel und Nightjars beobachten. Um 20 Uhr geht es dann los auf unseren Night Drive mit der sehr engagierten Rangerin ‘Promise’. Zu Beginn sind wir etwas skeptisch, weil das Fahrzeug bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Am Ende hat sich dieser Drive jedoch mehr als gelohnt und unsere Mitreisenden stellten sich als interessierte und respektvolle Zeitgenossen heraus.


Eine Nightjar, aber welche? 🤨


Fleckenuhu / Spotted Eagle-Owl

Unsere Sichtungen sind die Folgenden: Civet Cat, Genet, Spring Hares, Scrub Hares, Nightjars, Spotted Eagle Owl, Impalas, Büffelherden, Sharpe’s Grysbok, Nyalas, sowie zum Abschluss in der Nähe des Maritube Wasserlochs ein Leopard. Gemäss unserer Rangerin handelte es sich dabei vermutlich um den ‘Resident male leopard’. Fotos gibt es davon leider keine, dafür war er zu weit weg und es war zu dunkel. Dennoch sind wir entzückt - ein Leopard zum Tagesabschluss bekommt man nicht alle Tage 🙂.
Teil 2502. Jan. 2019
Sonntag, 24. Dezember 2017 – Heiligabend im Busch
Krüger – Mapungubwe Nationalpark, Leokwe Restcamp

Der letzte Morgen im Krüger! Als wir um 4 Uhr aufwachen prasselt der Regen aufs Zeltdach und wir entscheiden uns ‘auszuschlafen’. Dank des Regens hat die Temperatur merklich abgekühlt, was für eine Wohltat! Gemütlich packen wir unsere sieben Sachen und verlassen um acht Uhr das Punda Maria Camp. Für uns ein absolut tolles Camp, hier hat es uns wirklich gut gefallen.


Punda Maria Tent Nr. 7

Wir entschliessen uns nochmals zum Wasserloch zu fahren, wo wir gestern auf dem Night Drive unseren vierten Leoparden gesehen haben. Wir können unsere Augen noch so anstrengen und jeden Stein und jeden Busch absuchen, er ist natürlich nicht mehr auffindbar. Dafür beglückt uns zum Abschied noch dieser Woodland Kingfisher.


Senegalliest / Woodland Kingfisher

Am Punda Maria Gate bekommen wir unser Exit Permit und werden sehr nett verabschiedet mit der Frage, wann wir dann zurückkommen würden. Die R524 nach dem Gate fährt sich sehr gut, nur ist auf und neben der Strasse sehr viel los. Vermutlich ist dies den Weihnachtstagen zuzuschreiben. Wir geniessen das heitere Treiben und bewundern die vielen schön angezogenen Menschen.

In Thohoyandou entdecken wir eine grosse Mall und entschliessen uns (wie gefühlt tausende andere Menschen), dort noch einen kleinen Einkauf zu erledigen. Trotz grossen Menschenmengen gelingt uns das ganz speditiv. Zu kämpfen haben wir einzig mit den für uns viel zu grossen Lebensmittelverpackungen. So wollen wir weder 40 Stück Eier einkaufen (das war der kleinste Karton) noch 5kg Bananen 😣 . Der Superspar hier ist definitiv auf Grossfamilien ausgerichtet! Im Shoprite bekommen wir dann auch noch unsere 6er-Eierschachtel und schon bald sind wir wieder auf Tour in Richtung Mapungubwe Nationalpark.

Wir folgen der R523, dann der N1 und erfreuen uns an den vielen Baobabs am Wegesrand. Gegen halb vier Uhr treffen wir im Mapungubwe Nationalpark ein, wo wir sehr nett begrüsst werden. Die Parkformalitäten sind schnell erledigt und
der Park präsentiert sich uns in saftigem Grün. Die ersten zaghaften Sonnenstrahlen für heute versetzen die Landschaft in wunderschönes Licht. Scheinbar hat es hier kürzlich recht stark geregnet.





Unsere erste Sichtung ist ein Kori Bustard. Später erspähen wir einige Zebras, Gnus und Impalas. Versteckt im dichten Busch können wir zwei Giraffen erkennen.



Besonders der Treetop Walk weiss zu gefallen und wenn man der Affenkacke ausweicht ist es ein wirklich idyllischer Ort. Heute sehen wir dort eher weniger Tiere, dafür immer wieder Menschen, welche den Fluss mit viel Gepäck in Richtung Botswana überqueren. Wir unterhalten uns sehr nett mit dem Head Ranger des Parks, welcher die Grenze mit seiner Drohne 'überwacht'. Solange die Leute Südafrika und somit den Park verlassen und nicht in entgegengesetzte Richtung ziehen könne er nichts tun. Darüber, dass die Leute nach den Weihnachtsfeierlichkeiten vermutlich 'illegal' über die Grenze zurückkehren werden unterhalten wir uns mal nicht 😗 .


Scheinbar muss man für Weihnachten zu Hause selbst eine Sitzgelegenheit mitbringen 😄



Wir begegnen den ersten gefiederten Genossen und statten den verschiedenen Aussichtspunkten über den Confluence (Zusammenfluss von Sashe und Limpopo) und das Dreiländereck (Botswana, Zimbabwe, Südafrika) einen Besuch ab.


Blutschnabelweber / Red-billed Quelea


Wellenastrild / Common Waxbill


Zwischendurch rettet Dani mal wieder einen von hunderten Shongololos von der Strasse


Confluence Lookout

Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir im schönen Leokwe Camp an und beziehen unser Chalet Nr. 10. Der Grundriss ist grosszügig, das Häuschen sehr praktisch eingerichtet und die Aussendusche ein Traum! Nach leckeren Rindssteaks vom Grill geniessen wir einen ruhigen aber durchaus wunderschönen Heiligabend im Busch.
Teil 2602. Jan. 2019
Montag, 25. Dezember 2017 – Im Vogelparadies
Mapungubwe Nationalpark, Leokwe Restcamp

Nach einer im Vergleich zum Krüger ‘langen’ Nacht stehen wir um 6 Uhr auf. Entgegen dem Wetterbericht, welcher null Sonnenstunden vorausgesagt hatte, zeigt sich neben einigen Wolken an diesem Weihnachtstag auch die Sonne am Himmel. Und so wird es auch den ganzen Tag lang bleiben.


Leokwe Rest Camp





Bereits bei der Ausfahrt aus dem Camp begegnen wir einer grossen Elefantenherde mit Jungtieren. Als erstes zieht es uns dann aber in Richtung Fluss. Wir sichten viele neugierige Giraffen, Kudus, Klipspringer und Impalas. Daneben glänzt die Vogelwelt.


Goldbugpapagei / Meyer's Parrot


Kapkuckuck / Levaillant's Cuckoo


Natalfrankolin / Natal Spurfowl


Helmperlhuhn / Helmeted Guineafowl

Am Fluss herrscht Idylle pur! Wir parkieren am Wasser und geniessen die Ruhe (und ein erstes kleines Frühstück).



Trotz ausgebuchtem Restcamp begegnen wir kaum einer Menschenseele. Landschaftlich gefällt uns Mapungubwe äusserst gut. Die roten Felsen bieten einen fantastischen Kontrast zur grünen Umgebung. Und die knorrigen Baobabs haben unser Herz sowieso schon lange erobert.









An unterschiedlichen Wasserstellen begegnen wir diesen zwei gefiederten Freunden:


Rallenreiher / Squacco Heron


juv. Bruchwasserläufer / juv. Wood Sandpiper?

Wir fahren noch einen kurzen Abstecher auf einer 4x4 Strecke zu einem hübschen kleinen Teich und begegnen auf der Rückfahrt dieser Giraffenmutter mit (nicht mehr so kleinem) Jungtier.





Langsam wird es heiss und wir entschliessen uns umzukehren und nochmals die Strecke dem Fluss entlang abzufahren. Auf dem Streckenabschnitt vor dem Treetop Walk zeigen sich mittlerweile reichlich Scharlachspinte mit Jungtieren. Wir sind entzückt von den prächtigen Gefiederfarben.


Scharlachspint / Southern Carmine Bee-eater


Scharlachspinte mit Jungtier im Anflug




Jungtier


Scharlachspint und Blutschnabelweber

Wir geniessen das schöne Wetter, die wunderbare Landschaft mit ihren leuchtend roten Felsen und dem grünen Gras und werden sogar von einem am Wasserrand liegenden Krokodil überrascht. Leider entschwindet dieses sogleich ins Wasser. Wenigstens ein Waran hält beim Überqueren der Pad für ein Foto still. Und die Impala (-babies) sind allgegenwärtig, werden von uns aber leider nur selten fotografiert.





Es folgen mehrere Zusammentreffen mit einzelnen Elefanten sowie Elefantenherden, welche im dichten Busch teilweise bis kurz vorher unsichtbar bleiben. Die sind jedoch alle sehr friedlich und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Gegen elf Uhr fahren wir in die Unterkunft zurück.



Wir lassen es uns gut gehen, lesen, schlafen, essen was Kleines zu Mittag und besuchen den wunderbaren Felsenpool im Camp, welcher erstaunlicherweise gerade leer ist.





Am späteren Nachmittag machen wir uns nochmals zu einer Runde in den Park auf.


Senegal-Spornkuckuck / Senegal Coucal


junge Mohrenralle / immature Black Crake

Es geht dem Fluss entlang und später zu den rege besuchten Viewing Platforms. Hier kommen wir mit vielen gut aufgelegten (und teilweise angesäuselten) südafrikanischen Tagesbesuchern ins Gespräch. Sie verbringen den 25. Dezember hier im Park auf der Picknick Site und grillen grosse Mengen Fleisch. Die Stimmung ist ausgelassen, aber fröhlich. Die Menschen sind gut gelaunt und geniessen 'ihren' Park.



Unser Feldstecher ist der Hit und macht in verschiedenen Gruppen die Runde. Die meisten Leute hier haben noch nie durch einen Feldstecher geguckt und sind einfach nur fasziniert. Ebenso ist man fasziniert von uns Ausländern und wir werden auf zig Gruppenfotos verewigt. Mit diesem ‘Klamauk’ hatten wir nicht gerechnet. Aber irgendwie wars amüsant und schön. Einfach mal anders… Wir gönnen uns ein kühles Savanna und geniessen den tollen Sonnenuntergang. Bei immer noch 32°C kehren wir um halb sieben ins Leokwe Camp zurück.



Es folgen leckere Boerewors mit Grillgemüse sowie ein gemütlicher Abend (mit hunderten plötzlich auftauchenden Flugameisen) auf unserer Veranda. Weihnachten mal anders 😉.
Teil 2706. Jan. 2019
Dienstag, 26. Dezember 2017 – Störche und Blumen
Mapungubwe Nationalpark, Leokwe – Vhembe Wilderness Camp

Warum einfach, wenns auch komplizierter geht! Heute werden wir vom Leokwe Restcamp ins Vhembe Wilderness Camp wechseln, einzig aus dem Grund, dass wir (beziehungsweise vor allem Dani) in Mapungubwe gerne noch eine andere Unterkunft sehen wollen. Bei leichter Bewölkung war für uns wiedermal um 5.30 Uhr aufstehen angesagt.

Es ist ruhig, sehr ruhig. Wie so oft sorgen die Vögel bei uns wenigstens für gute Laune.


Scharlachweber / Red-headed Weaver


Senegalliest / Woodland Kingfisher

Nichtsdestotrotz geniessen wir einige schöne Sichtungen, frühstücken wiederum gemütlich am Flussufer und spazieren nochmals über den Treetop Walk.




Schlangenhalsvogel / African Darter


Bennettspecht / Bennett's Woodpecker


Jakobinerkuckuck / Jacobin Cuckoo

Gegen zehn Uhr packen wir im Camp unsere Sachen zusammen und bringen den Schlüssel zur Reception am Main Gate. Dank dem Regen vor einigen Tagen ist die Landschaft mittlerweile von unzähligen gelben Blumen überzogen. Fantastisch!






Klipspringer



Das Check-in fürs Vhembe Camp können wir auch gleich unkompliziert erledigen. Danach erkundigen wir uns ein wenig über den westlichen Teil des Parks und entscheiden uns, diesem einen Besuch abzustatten. Via Hauptstrasse geht es in den Westteil des Parks, wo unter anderem das Limpopo Tented Camp, sowie eine Campsite und der Maloutswa Birdhide liegen.

Wir versuchen unser Glück auf der ‘River Road’, kehren schlammgebadet aber nach mehreren Wasserdurchfahrten um. Irgendwie macht es keinen Spass die ganze Zeit dem Zaun entlang zu fahren, ohne Sicht auf den eigentlichen Fluss und ohne zu wissen, wie schlimm die Strasse noch wird. Ohne 4x4 fühlen wir uns mit unserem Fortuner etwas wenig schlammtauglich. Später am Abend erfahren wir, dass man mit einem weit kleineren Auto und weniger Bodenfreiheit durchwegs auf der River Road durchkommt, wenn man nur will 🤩 .


Warzenschweine und Blümchen

So fahren wir zum Maloutswa Birdhide, welcher wunderschön an einer grossen mit Wasser gefüllten Pfanne liegt. Auch hier sind die Auswirkungen der starken Regenfälle von letzter Woche deutlich sichtbar.


Maloutswa Birdhide


Maloutswa Birdhide

Auch hier ist wenig los. Die Mapungubwe-Elefanten halten sich irgendwie mehrheitlich von uns versteckt (oder sind nach Botswana abgewandert). Immerhin ist es wahnsinnig friedlich hier. Bee-eater jagen emsig den Insekten hinterher und einige Höckerenten stehen in den saftigen Wiesen

Auf dem Rückweg vom Hide zum Auto begegne ich einer wunderschönen Spotted Bush Snake, welche sich jedoch leider bereits verzogen hat, als Dani mit der Kamera auftaucht. Kurze Zeit später treffen wir auf eine grosse Menge Weissstörche (wir haben über 70 Stück gezählt) sowie einige Marabus. Begeistert fotografieren wir die grossen Federviecher im gelben Blumenmeer.


Weissstörche / White Storks


Marabu / Marabou Stork




Auch dieses Warzenschwein posiert schön für die Kamera



Im Laufe des Nachmittags geht es für uns zurück zum Main Gate. Die nette Dame am 'Western Gate' meint entgegen der Auskünfte welche wir am Morgen erhalten haben, dass man mit unserem Auto auch problemlos über die weggeschwemmte (direkte) Strasse zurück zum Main Gate fahren könne. So entschliessen wir uns, die Durchfahrt zu wagen. Das geht zuerst auch ganz gut. Einige schlammige Umfahrungen sind nötig. Aber irgendwann stehen wir vor einer üblen Stelle, wo wir uns unsicher sind, wie es weiter gehen soll. Dani ist dafür, es zu versuchen. Ich bin der Angsthase und habe bedenken, dass wir das Auto beschädigen könnten. Lange überlegen wir hin und her, keiner von uns hat Lust, barfuss durch den Schlamm zu waten 😵 . So entscheiden wir uns zur Umkehr und für den Umweg über die Hauptstrasse (auch hier werden wir am Abend eines besseren belehrt). Um drei Uhr sind wir zurück am Main Gate und fahren dann gemütlich und ohne spektakuläre Sichtungen ins Vhembe Wilderness Camp. Entgegen den Angaben von SanParks ist für diese Strecke definitiv kein high-clearance oder 4x4 Fahrzeug nötig.


Aussicht aus unserer Hütte im Vhembe Camp

Wir beziehen die Hütte Nr. 4 und geniessen ein kühles Savannah und den fantastischen Blick von unserer Terrasse.


So sieht die Hütte von innen aus - entschuldigt die Unordnung 😣

Das Vehmbe Wilderness Camp besteht aus vier Hütten sowie der Hütte des Camp Attendands und gruppiert sich um eine gemeinsame Küche und Braai-Area. Jede Hütte hat zusätzlich ihren eigenen Grill. Kühlschrank, Geschirr und Herd werden jedoch gemeinsam genutzt. Heute machen wir uns erst gegen sieben Uhr auf zur Küche, in der Hoffnung, dass bereits jemand anderes ein schönes Feuer gemacht hat 😗 . Dem ist leider nicht so.

So machen wir uns selber ans Werk und kommen sogleich mit einem netten Alleinreisenden ins Gespräch, welcher sich kurze Zeit später als Matthew Schurch, Gründer vom Kgalagadi Leopard Project, herausstellt. Als begeisterte KTP-Reisende hatten wir 2016 E-Mail-Kontakt mit Matthew aufgrund unserer Leoparden- und Gepardensichtungen und heute trifft man sich gefühlt am Ende der Welt! Was für ein Zufall! Schnell merken wir, dass wir aufgrund unserer Leidenschaft für die Tiere und das südliche Afrika auf einer Wellenlänge sind und verbringen einen langen und sehr unterhaltsamen und interessanten Abend beim einen oder anderen Glas Wein und Gin. Nach dem Austausch vieler Erfahrungen und Geschichten aus dem afrikanischen Busch fallen wir spät abends um elf Uhr in unsere Betten. Vom Leoparden der nachts durchs Camp streift und von Matthew gehört, aber nicht gesehen wird, bekommen wir nichts mit 🤨 .
Teil 2812. Jan. 2019
Mittwoch, 27. Dezember 2017 – Im Landschaftsparadies
Mapungubwe Nationalpark, Vhembe Wilderness Camp – Marakele Nationalpark, Tlopi Tented Camp

Nach einer erfrischenden frühmorgendlichen Dusche verlassen wir das Vhembe Wilderness Camp und mit ihm auch den Mapungubwe Nationalpark. Aber nicht ohne zuvor nochmals eine Runde auf dem uns mittlerweile vertrauten ‘River Drive’ zu drehen. Der Himmel ist bedeckt und es herrschen kühle 21°C. Die Tiersichtungen halten sich in Grenzen, was dazu führt, dass die hübschen Impala-(Babys) endlich die ihnen eigentlich zustehende Aufmerksamkeit erfahren.







Wir tauschen uns nochmals mit Matthew aus, verabschieden uns von ihm und vereinbaren in Kontakt zu bleiben. Unser geheimer Wunsch, in Mapungubwe eine Pel’s Fishing Owl aufzuspüren geht dieses Mal leider nicht in Erfüllung. Dafür treffen wir kurz vor dem Ausgang auf diese drei hübschen Klipspringer.



Bereits kurz nach sieben Uhr kommen wir zum Gate, bringen den Schlüssel zurück, frühstücken kurz und machen uns punkt acht Uhr auf die lange Fahrt in Richtung unserem nächsten Ziel, dem Marakele Nationalpark. Die über 400km lange Strecke hat uns im Vorfeld etwas Bauchweh bereitet, was sich im Nachhinein als Unsinn herausstellt. Einzig die 40km Schlaglochpiste von Alldays nach Süden ist grottenschlecht. Danach geht’s problemlos mit 100 km/h vorwärts, sodass wir bereits um Mittag in Thabazimbi eintreffen.

In der grossen Mall kaufen wir nochmals einige Lebensmittel und Holz ein und plündern den Liquor Store. So finden auch zwei Flaschen südafrikanischer Gin den Weg in unser Gepäck. Wir schreiben Postkarten nach Hause und machen uns dann auf die kurze Weiterfahrt zum Nationalpark. Mittlerweile ist der Himmel strahlend blau und wir geniessen die warmen Temperaturen und den Sonnenschein im Westteil des Parks.


Schwarzhals-Agame / Black-necked Agama

Aufgrund des wunderbaren Wetters entschliessen wir uns bald, in den Big Five-Parkteil und zum Lenong Aussichtspunkt zu fahren. Die Strasse windet sich gemächlich den Berg hoch. Die fantastische Landschaft verschlägt uns den Atem.









Oben sind wir froh, uns die Füsse vertreten zu dürfen. Der Ausblick ist gigantisch und wir haben den Aussichtspunkt für uns alleine 😎 .


Lenong Viewpoint





Am späteren Nachmittag geht es für uns langsam wieder den Berg runter. Auf der Hochebene haben wir das grosse Glück, zwei 'Zweihörner' (eine Mutter mit Kalb) beim Grasen zu beobachten. Wir sind einfach nur gerührt über diese Sichtung, welche wir so nicht erwartet haben.



Pünktlich um sechs Uhr treffen wir im Tlopi Tented Camp ein, beziehen unser Zelt (Plover, ganz links aussen) und sind wiedermal begeistert vom Layout der Zelte und dem grandiosen Blick auf den See und die im Abendlicht wunderbar beleuchteten Berge. Eine der schönsten Unterkünfte unserer Reise und eine klare Empfehlung!


Ausblick vom Deck nach Nordosten


Ausblick vom Deck nach Nordwesten

Wir sichten unsere verbleibenden Essensvorräte, machen ein schönes Feuer und braaien mit Feta gefüllte Gemsquash und Rindssteaks. Noch lange sitzen wir gemütlich auf unserer Terrasse und lauschen dem Quaken der Frösche. In der Ferne brüllt ein Löwe - 'Africa at it's best!'


Gecko
Teil 2916. Jan. 2019
Donnerstag, 28. Dezember 2017 – ‘Chillen’ im Paradies
Marakele Nationalpark, Tlopi Tented Camp

Der Tagebucheintrag zum heutigen Tag fällt kurz und knackig aus. Für uns ein wunderbarer Tag, viel gemacht haben wir jedoch nicht 😗. Bereits um halb sechs sitzen wir auf unserem Deck und lassen die Morgenstimmung auf uns wirken.


‘Morgenstund hat Gold im Mund’ – wenn einem morgens diese Aussicht begrüsst möchte man keine Minute länger schlafen!

Heute solls für uns ein gemütlicher Tag werden! Aufgrund des wunderbaren Wetters entschliessen wir uns nach einem kurzen Frühstück für eine frühmorgendliche Ausfahrt auf dem Mbidi-Loop um den Damm. Das schöne Morgenlicht wollen wir uns nicht entgehen lassen.


Rauchschwalbe / Barn Swallow


Fantastische Morgenstimmung im Busch


Neuntöter / Red-backed Shrike

Später entscheiden wir uns nochmals hoch zum Lenong Lookout Point zu fahren. Schliesslich ist nun die andere Talseite beleuchtet im Vergleich zu gestern Abend. Wiederum sind wir ganz alleine in dieser fantastischen Landschaft. In der Ferne kreisen die vom Aussterben bedrohten Kapgeier, von denen es hier noch mehr als 800 Brutpaare geben soll. Leider sind sie wirklich weit, weit weg 🤨 .











Im Laufe des Vormittags besuchen wir nochmals den westlichen Teil des Parks. Zwei Erstsichtungen auf dieser Reise sind eine Familie Zebramangusten sowie ein Rotbauchwürger. Fotos sind an diesem Morgen irgendwie keine mehr entstanden. Es ist sowohl tiertechnisch als auch verkehrstechnisch ruhig im Park und wir sind gegen halb elf Uhr bereits zurück im Zelt. Es gefällt uns so gut, dass wir am Nachmittag nicht mehr von hier weg wollen. Wir lesen, birden, beobachten das stete Kommen und Gehen am anderen Seeufer und lassen die Seele baumeln. Hier lässt es sich aushalten!


Weissflankenschnäpper-Dame / female Chinspot Batis

Einzig fürs Abendessen raffen wir uns nochmals auf und schon bald knistert ein schönes Feuer vor sich hin. Gleichzeitig zeigt sich nach Sonnenuntergang eine grosse Elefantenherde am gegenüberliegenden Ufer. Unglaublich, wie lautlos sich die Dickhäuter durch die Vegetation bewegen. Gespannt beobachten wir sie beim Trinken. Nach zwanzig Minuten ist das Schauspiel vorbei und so lautlos wie sie gekommen sind verschwinden sie auch wieder.


Beefchuck mit Butternut und Sweet Potatoes vom Grill

Den restlichen Abend verbringen wir beim Froschkonzert auf dem Deck und erinnern uns an die schönen letzten Tage in Afrika zurück – und sind froh, dass es noch einige Tage lang weiter geht! 😁
Teil 3023. Jan. 2019
Freitag, 29. Dezember 2017 – Grandiose Erstsichtung!
Marakele Nationalpark, Tlopi Tented Camp – Pilanesberg Nationalpark, Manyane Tented Camp

Heute heisst es Abschied nehmen vom Marakele NP. Eine weitere Nacht hätten wir es hier ohne Probleme ausgehalten, aber das nächste (und leider letzte) Ziel wartet bereits.


Tlopi Tented Camp - Aussicht vom Bett

Zuerst machen wir uns um sechs in der Früh aber noch auf eine letzte Ausfahrt auf dem Mbidi Loop und später in den tiefer gelegenen westlichen Parkteil. Wir begegnen einem zufriedenen Elefantenbullen und haben eine hautnahe Begegnung mit einer neugierigen Straussendame.



Auf dem Rückweg zum Tented Camp entdecken wir in einem Flusslauf einen afrikanischen Sperber.


Afrikanischer Sperber / African Goshawk

Wir räumen unser Zelt und geniessen nochmals die fantastische Umgebung und den Blick auf den See. Pünktlich um zehn Uhr verabschieden wir uns und fahren los.



Auf dem Mbidi-Loop entdecken wir im dichten Gebüsch drei Löwendamen, welche jedoch ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen, dem Schlafen. Trotzdem sind wir sehr erfreut über diese Sichtung, denn obwohl wir wussten, dass es hier Löwen gibt haben wir nicht damit gerechnet, sie zu entdecken. Bald fahren wir weiter. Die Strecke bis zum Pilanesberg Nationalpark zieht sich zwar etwas, die Strasse ist jedoch in gutem Zustand und der Verkehr hält sich in Grenzen.

Im Pilanesberg NP haben wir das Manyane Tented Camp gebucht. Im Voraus haben wir uns viele Gedanken über die Unterkunftssituation gemacht. Die Luxuslodges waren uns zu teuer oder nicht wirklich unser Stil und die Häuschen in den Restcamps machten auf den Bildern nicht wirklich einen tollen Eindruck. So haben wir dann spontan anhand der sehr guten Bewertungen auf booking.com das Manyane Tented Camp gebucht (inkl. Frühstück und Abendessen, aber ohne Game Drives). Das Tented Camp ist wie der Name schon sagt ein Zelt-Camp, welches in einem abgesperrten Bereich auf dem Campingplatz des Manyane Resorts um eine schöne Feuerstelle und ein Gemeinschaftszelt aufgebaut wurde. Abolutions gibt es keine, man muss die Toiletten und Duschen des Campingplatzes benützen. Die Begrüssung war leider nicht besonders toll. Zuerst war lange niemand da und später wurde ewig nach unserer Buchung gesucht, die nicht (ausgedruckt) vorhanden war. Irgendwann klappt es dann doch und wir beziehen unser kleines, aber sehr sauberes Zelt.

Später drehen wir noch eine Runde auf dem Campingplatz und fahren schon bald über das Bosele-Gate in den Park. Schliesslich sind wir ja zum Tiere gucken hier und nicht wegen der Unterkunft! Begrüsst werden wir von niemandem anderen, als diesem Zweihorn:



Landschaftlich ist der Park der Hammer und auch die Tierdichte lässt sich sehen.









Via Tilodi Loop, Nkakane Link, Kwalata Drive gelangen wir auf den Mankwe Way.





Im grossen Mankwe Birdhide (der ist leider im letzten September bei einem Buschfeuer niedergebrannt) legen wir einen längeren Zwischenhalt ein. Die Vogelwelt ist fantastisch. Später kommt eine grosse Herde Elefanten ans Wasser.


Trauerdrongo / Fork-tailed Drongo


Schreiseeadler / African Fish Eagle


Riedscharbe / Reed Cormorant (non-breeding)


Graufischer / Pied Kingfisher




Maskenweber / Southern Masked Weaver







Den Elefanten könnten wir stundenlang zuschauen. Und dieses Abendlicht! Es folgt noch eine gekonnte Baletteinlage eines Seidenreihers. So langsam aber sicher müssen wir uns auf den Rückweg machen...


Seidenreiher / Little Egret



Auf dem Nachhauseweg treffen wir kurz nach dem Hide auf einen Caracal. Wir sind aus dem Häuschen 🤩 .Wow, was für eine geniale Erstsichtung für uns!





Leider verschwindet er ebenso schnell wie er aufgetaucht ist im hohen Gras und würdigt uns keines Blickes. Zufrieden sind wir trotzdem 😗 .



Im Camp gönnen wir uns eine Dusche und setzen uns dann zu den anderen Gästen ans Feuer. Wir sind froh, können wir uns an diesem Abend bedienen lassen und geniessen zum Abendessen leckere Spiesschen mit Couscous, Chakalaka und Salat. Pünktlich zur Beendigung des Nachtisches folgt rasant ein Gewitter. Es gelingt uns noch knapp, alle Dinge ins grosse Zelt zu räumen, dann geht es auch schon richtig los. Später liegen wir noch lange wach und lauschen dem Regen, der kontinuierlich aufs Zelt prasselt. Was für ein Tag!
Teil 3127. Jan. 2019
Samstag, 30. Dezember 2017 – Glückliche Cheetah-Sichtung
Pilanesberg Nationalpark, Manyane Tented Camp

Nach einer verregneten Nacht zeigt sich heute Morgen früh fast schon wieder die Sonne am Himmel. Der Dithabaneng Drive beschert uns viele tolle Vogelsichtungen.


Spiegelwida / White-winged Widowbird


Grosse Streifenschwalbe / Greater Striped Swallow

Kurz vor dem Korwe Link stehen einige Autos. Weit entfernt können wir drei Geparden bei ihrem Mahl beobachten. Die erste Cheetah-Sichtung dieser Reise! Wie schön, dass wir diesen schnellen Läufern doch noch begegnet sind. Während meist zwei der Geparden emsig am fressen sind beobachtet ein Dritter jeweils nervös die Umgebung. Irgendwas ist hier im Busch…




Anti-poaching Leichtgewichtsflugzeug



Der Grund für die Nervosität der Geparden zeigt sich dann doch noch nach längerer Zeit. Ein Leopard! Dieser schleicht sich langsam heran, macht sich immer wieder klein im Gras und traut sich am Schluss dann doch nicht. Obwohl die Geparden den Leoparden irgendwann erspäht haben fressen sie munter weiter. Jedoch nicht ohne sich im Sekundentakt nach dem Leoparden umzusehen. Diese Szene ist besser als jeder Krimi!



Irgendwann ist die Luft raus und der Leopard verschwindet wieder lautlos im Busch ohne den Versuch, den Geparden ihre Beute streitig zu machen. Auch wir machen uns langsam auf den Weiterweg. Leider finden wir den Leoparden trotz intensiver Suche nicht mehr.


Immature Black-winged Kite / juveniler Gleitaar


Graulärmvogel / Grey Go-away Bird

Im Pilanesberg Center legen wir einen kurzen Stopp ein, doch der Rummel ist uns zu gross. Hier merkt man nun deutlich, dass wir während der Ferienzeit hier sind. Der Parkplatz ist bummsvoll, ebenso das Restaurant sowie der kleine Shop. Im nordwestlichen Teil des Parks ist es ruhiger, auch bezüglich Tiersichtungen. Die Landschaft weiss jedoch sehr gut zu gefallen.








Über diese Sichtung eines Lappenchamäleons freuen wir uns besonders! Ein Chamäleon hat sich Dani schon lange gewünscht 🤩

Wir besuchen mehrere Birdhides, machen uns immer wieder mal über unseren mitgebrachten Proviant her und geniessen das gute Wetter. Trotz dem Aufkommen dunkler Wolken und einem heftigen Gewitter (vom Ton und den Blitzen her her) fällt kaum Regen und bald zeigt sich die Sonne wieder am Himmel.


Junger Schlangenhalsvogel / juv. African Darter





Gegen Abend beobachten wir an einem Dam auf dem Tshepe Drive fünf Elefantenbullen beim ausgelassenen Bad. Sie scheinen sichtlich Spass miteinander zu haben und der Umgang untereinander ist nicht gerade zimperlich. Nur die anwesenden Hippos ziehen sich beleidigt immer weiter in die entgegengesetzte Richtung des Damms zurück. Zum Glück ist genug Platz für alle da 😄 .







Auf der Strasse Richtung Bakgatla Gate stauen sich später die Autos und wir erhaschen einen Blick auf eine Löwendame. Uns tut das Tier leid, welches sich einen Weg durch die vielen Autos bahnen muss. So kehren wir um und fahren über die direkte Route zurück zum Bosele-Gate. Im Camp kaufen wir einige kleine Dinge ein und gehen duschen (was bei den Frauen leider mit einer halben Stunde Anstehen verbunden ist).


Kuhreiher / Western Cattle Egret (non-breeding)?


Wiedehopf / African Hoopoe

Das Abendessen (gefüllter Gemsquash, T-Bone-Steak mit Randensalat, Kartoffel- und Gemüseauflauf) im Camp ist wiederum sehr lecker und wird in gemütlicher Atmosphäre draussen eingenommen. Danach gibt’s ‘Smores’ vom Feuer. Interessante Gespräche mit den anderen Gästen ziehen sich bis in die Nacht hinein…
Teil 3202. Feb. 2019
Sonntag, 31. Dezember 2017 – Tag des Graureihers
Pilanesberg Nationalpark, Manyane Tented Camp

Unseren letzten ganzen Tag in Südafrika widmen wir heute nochmals den gefiederten Geschöpfen. Das Wetter ist wiederum traumhaft, der Himmel wolkenlos. Der Morgen bleibt raubtierlos, dafür sind auch weniger Autos unterwegs. Befinden sich alle Südafrikaner an den Vorbereitungen für den heutigen Abend? 🤩 Uns solls recht sein…


Graureiher / Grey Heron


Graureiher / Grey Heron


Dreiband-Regenpfeifer / Three-banded Plover


Hier sind wir sehr unsicher 😗 . Juv. Common Buzzard? / Mäusebussard?

Geruhsam fahren wir die verschiedenen Gravel-Roads ab, bis wird zum grossen Mankwe Dam kommen. Von dort folgen wir der Alsphaltstrasse nach Bakgatla, wo wir dann auf die Dithabaneng Road zurück zum Bosele Gate abbiegen.








Europäischer Bienenfresser / European Bee-eater


Gabelracke / Lilac-breasted Roller

Auf der Weiterfahrt stossen wir auf ein total entspanntes 'Zweihorn', welches unmittelbar neben unserem Auto an einer kleinen Wasserstelle trinkt. Später spotten wir am Malatse Dam unseren einzigen Fischadler dieses Urlaubs...




Helmperlhuhn / Helmeted Guineafowl


Fischadler / Western Osprey

Kurz vor zehn Uhr sind wir zurück im Camp und begeben uns zum Frühstück, welches im Preis der Übernachtung miteingeschlossen ist. Das Büffet ist sehr reichhaltig und lecker. Dabei unterhalten wir uns gemütlich mit einer Gruppe Amerikaner, welche als Lehrer in einer International School in Johannesburg arbeiten und zurzeit gemeinsam Urlaub machen. Interessante und nette Menschen, wenn auch etwas ‘zu amerikanisch’ 😄 .

Den Mittag verbringen wir mit schlafen, Tagebuch schreiben und Fotos sichern im Camp. Selbstverständlich lassen wir uns am späteren Nachmittag einen weiteren Game Drive nicht entgehen. Am Manke Dam stossen wir auf eine Löwin mit ihrem sehr blonden Begleiter. Da gefallen uns die 'black-maned lions' der Kalahari doch etwas besser... 😗 .



Später faszinieren uns nochmals die vielen Wasservögel.


Kuhreiher / Cattle Egrets


Graureiher / Grey Heron


Kuhreiher / Cattle Egrets

Kurz vor Torschluss sind wir zurück im Camp, machen uns frisch und geniessen danach die nette Gesellschaft am Lagerfeuer. Besonders mit einem Ehepaar aus Brisbane (sie ist Südafrikanerin, er Brite) verstehen wir uns blendend. Ein leckerer Braai und guter Rotwein runden den letzten Abend dieses Jahres ab. Obwohl ich eigentlich früh ins Bett wollte bin ich um Mitternacht immer noch wach. So feiern wir den Übergang ins neue Jahr in einem unserer Lieblingsländer mit neu gewonnenen Freunden und schauen noch lange in den vom Feuerwerk der umliegenden Dörfer erhellten Nachthimmel.

Nur die Tiere im Park tun uns schon etwas leid… 😈
Teil 3303. Feb. 2019
Montag, 1. Januar 2018 – Tag des Abschieds
Pilanesberg Nationalpark – O.R. Tambo International Airport

Leider naht heute bereits unser Abschied von Südafrika. Heute Abend soll unser Flieger von Johannesburg in Richtung Frankfurt abheben. Etwas traurig sind wir schon, aber auch sehr motiviert, nach dieser kurzen Nacht nochmals in den Park reinzufahren. Los geht’s wie gewohnt kurz nach fünf Uhr früh.
Im hohen Gras begrüsst uns eine elegante Kududame.



Und am Manke Dam treffen wir wie gestern auf einen Trupp Löwen.





Dieses Mal handelt es sich um eine Grossfamilie, welche es sich jedoch bald im Schatten eines Busches gemütlich macht. So schnell kann es gehen und es ist kaum noch was von den Raubkatzen zu sehen.



Es folgt noch ein kleines ‘Vogelfeuerwerk’ mit einer tollen Erstsichtung.


Goliathreiher / Goliath Heron


Dominikanerwitwe / Pin-tailed Whydah




Stelzenläufer / Black-winged Stilt

In den letzten drei Wochen habe ich immer wieder den Wunsch geäussert, einen Diderikkuckuck zu sehen, welcher sich nur im Sommerhalbjahr in Südafrika aufhält und Dani hat immer nur mit den Schultern gezuckt. Kurz vor der dem Gate erfüllt sich dieser Wunsch doch noch! Prächtig grün funkelnd sitzt er im Busch neben der Pad und schaut uns mit seinen schönen roten Augen entgegen. Ich bin entzückt! 😊


Diderikkuckuck / Diederik Cuckoo



Einen schöneren Abschied hätten wir uns nicht wünschen können. Gegen 11 Uhr verlassen wir den Pilanesberg Nationalpark. Hierher wollen wir definitiv wieder zurückkehren. Wenn möglich aber nicht mehr in den Schulferien oder an einem Wochenende. Es ist einfach zu viel los hier 😈 .


Gelbsteissbülbül / Dark-capped Bulbul

Gegen Mittag machen wir uns auf die Fahrt nach Johannesburg. Auf dem Weg schenken wir einem Rinderhirten unseren übriggebliebenen vollen 5l-Wasserkanister. Er freut sich riesig und bedankt sich überschwänglich. Danach bringen wir das gemietete Teleobjektiv zurück (interessant, für einmal hinter die hohen Zäune eines Compounds zu sehen) und treffen ordentlich früh am Flughafen ein. Die Autoabgabe ist zügig erledigt.



Etwas schwer fällt es uns schon, unseren treuen und zuverlässigen Begleiter hier zurückzulassen. Der Fortuner erwies sich als fantastisches Auto für unsere Tour. Im Ocean Basket gönne ich mir einen Teller leckeres Meeresgetier. Weil Dani lieber ein Steak hat besuchen wir danach auch noch den Spurs 😉 .

Im Souvenir Shop kaufen wir einige Mitbringsel für das Patenkind und unsere Nichten und im Duty Free erstehen wir endlich den herbeigesehnten Inverroche Gin. Auch hier wandern zwei Flaschen in unser Gepäck. Am Ende müssen wir uns sogar noch etwas beeilen, um den Flieger zu erwischen. So effizient waren wir schon lange nicht mehr 😗 .

Der Flug nach Frankfurt verläuft angenehm, die Stewardessen der Lufthansa bemühen sich sehr und das Essen ist ganz in Ordnung.

Dienstag, 2. Januar 2018 – Ankunft zu Hause

Mit einer kleinen Verspätung von ca. einer halben Stunde treffen wir im winterlichen Frankfurt ein. Nach einem positiven Sprengstofftest an der Sicherheitskontrolle (der Gin! 😵 ) und einigem Hin und Her müssen wir auch für den Flug nach Zürich noch einen kleinen Sprint hinlegen. Es reicht knapp und wir sind froh, als wir im Laufe des Morgens endlich wieder in der Heimat eintreffen.

Das wars! Unsere 5. gemeinsame Afrikareise. Herzensgute Menschen. Tolle Begegnungen. Fantastische Tiersichtungen. Farbige Vogelwelt. Wunderbare Lichtstimmungen. Natur pur. Sommerliche Temperaturen.
Diese Liste könnten wir endlos fortführen. Und darum werden wir sobald wie möglich zurückkehren. Einige Tage nach unserer Rückkehr nach Europa buchen wir bereits unsere nächste Afrikareise 🤩 .

Von Kapstadt in den KTP und zurück in 4.5 Wochen im November 2018. Ein Fotobericht soll schon bald folgen…

Vielen Dank allen Mitreisenden, 'Danke-Button-Drückern' und für die lieben Kommentare! Es hat Spass gemacht, mit euch zusammen unsere Reise nochmals Revue passieren zu lassen!
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